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Dienstag, 10. Februar 2026

Schildkröte? Schildkröte!

Das war der ausdrückliche Kostümwunsch der jüngsten Enkelin für die Faschingsfeier in ihrer Schule. Ich hab ja schon viiiel Erfahrung mit abstrusen Kostümen. Aber da versagte mein Ideenreichtum. Meine Tochter hat dann auch nur den textilen Grundstock dafür geordert: T-Shirt & Leggings. Ich hab dann noch eine Mütze dazu gepackt, frau weiß ja nie. Als Schnittmuster dienten meine Standards, die ich nun nur noch in der Größe 140 und darüber aufbewahre, denn die Zeit des Nähens für die Enkelkinder neigt sich unleugbar dem Ende zu.



Der Rückenpanzer war dann das Werk meiner Tochter unter Assistenz der Enkelin. Verwendet wurde dafür Moosgummi. Eine Schildkröte für den Kopfschmuck und eine Applikation für die Shirt-Vorderseite haben sie dann auch noch am letzten Wochenende gewerkelt. Ich freue mich, dass ich so kreativen, fähigen Nachwuchs habe!







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Dienstag, 29. Juli 2025

Von Blumen, Vögeln & Frauen

Lange bevor ich unter die Nähblogger gegangen bin, hab ich schon genäht und eine zeitlang eine Schwäche für Tilda-Stoffe gehegt. Damals habe ich zu einem Weihnachtsfest für alle weiblichen Mitglieder der Familie daraus welche genäht. Nur  fotografiert hab ich sie nicht, erinnere mich aber daran, dass sie wunderschön waren. Als ich bei Tatjana/Nixenkuss ( die schon lange - leider - nicht mehr bloggt, aber bei Instagram ist ) ihre neuesten Tilda-Schätze des Dessins "Wallflower" gesehen habe, war es um mich geschehen. Ich habe gleich ein Fat - Quarter - Set geordert. Und dann auch noch eins vom Dessin "Jubilee". Ich kanns's nicht lassen...

Ich musste sie auch gleich anschneiden und vernähen, und zwar zu größeren "Patience" -Täschchen. Den Schnitt finde ich irgendwie knuffig und größer als die üblichen Schminktäschchen. 

Noch knuffiger finde ich die kleinen halbrunden Täschchen für Medikamente & Co, die ich mit der Stickmaschine & mithilfe einer Datei ( vom Stickbär, glaube ich ) absteppe:

Teilweise sind die so entstandenen Exemplare schon unterwegs zu neuen Besitzerinnen...

                                                                                  

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Samstag, 8. Februar 2025

Meine 6. Kalenderwoche 2025

 "Die Wahrheit stirbt – 
und wir applaudieren noch dabei."
Tom Wannenmacher
"Das Böse ist nicht Kontrapunkt des Guten, 
sondern nur das Unvermögen, 
das Gute zu tun. 
Begleitet ist es von den drei sogenannten Geistesgiften: 
Gier, Hass und Verblendung."
Frido Mann
"Wenn wir wirklich glauben, 
wir könnten all unsere strukturellen Herausforderungen 
durch Migrationspolitik lösen, 
ist uns nicht mehr zu helfen.
..... 
Hält Politik nicht, was sie verspricht, 
ist das für Populisten der Beweis, 
dass mehr Ordnung nur in einem anderen, 
autoritären Staat möglich sei."
Hannes Schammann
"Freiheit gewinnen wir, 
wenn wir wissen, was uns eint." 
Jürgen Becker

Der vergangene Samstag war diesmal was für mein ( privates ) Herz: Meine älteste Enkelin kam zu Besuch. Und für sie hab ich wieder gebacken - meine Lieblingstorte - und genäht. Sie hatte einen kleinen Wunsch nach einem Täschchen für ihre Kopfhörer.

Ihr Opa schickte einen kleinen Gruß an uns. - Wir hatten ein langes, intensives Gespräch, das mir noch einmal klar machte, welchen rollback die jungen Frauen in puncto Frauenrechte & Frauenrolle fürchten, wenn sich der Rechtspopulismus weiter ausbreitet. Ein Thema, das ja derzeit überhaupt keine Rolle mehr im Wahlkampf spielt, aber u.a. auch entscheidend ist für die, die am Anfang ihres Lebens stehen.

Am Abend habe ich mich dann köstlich amüsiert, als ich in der WDR-5- Mediathek das neue Programm von Jürgen Becker "Deine Disco - Geschichte in Scheiben" gehört habe. Jürgen Becker ist mein liebster kölscher "Sozialarbeiter" seit den 1980er Jahren, als er mit der Stunksitzung angefangen hat. 


Er bringt so vieles auf den Punkt dank Kölscher Sprooch, was annervt und einem zugemutet wird, dass man nur noch lachen muss. Köstlich z.B. ab Minute 23:50 seine Ausführungen zu "Hoch auf dem gelben Wagen"! Aber auch seine Anmerkungen zum Beitrag der E-Gitarre zur Frauenemanzipation - herrlich! Zum Scheitern der "Fridays for Future" - Bewegung wegen fehlenden Soundtracks: Früher heizte man mit dem Motorrad so easy-rider-mäßig, nicht mit der Wärmepumpe ein! Das damalige, auf diese Weise vermittelte Lebensgefühl kann mich heute noch vom Sofa reißen.

Die Chance zum Mitsingen habe ich mit Begeisterung am Schopf gepackt, kann ja - allein zo Huus - keiner mit schiefen Tönen drangsaliert werden. Die Musikmischung: ganz meine, von Rolling Stones, Pink Floyd bis Rex Gildo & Heino, garniert natürlich mit kölschen Schnaderhüpferln ( 2 Millionen Lieder, in denen es nie um Arbeit geht! ) Und zum Schluss - singt mit! - glaubt mir "Ich liebe das Leben" und "Ich brauche keine Millionen".

Am Sonntag kam ein Anruf von den Wahlverwandten, und ich bin auf ihre Einladung hin spontan mit ihnen zur Röschen-Sitzung gegangen. Jetzt erst recht, dachte ich, wo queere Menschen wieder auf der Hut sein müssen bei einer Politik, die ausgrenzt. Also habe ich mich mit all dem bekleidet, was ich in Pink habe, meinen Frack angezogen, meine pinkfarbene Perücke und meinen Dreispitz aufgesetzt. 

Im "Gloria" war ich schon lange nicht mehr, erinnere mich aber noch an die erste "Rosa Sitzung" vor dreißig Jahren mit Hella von Sinnen, Cornelia Scheel, Klaus Vinçon, Ralph Morgenstern u.a.

Das ganze hatte zwar etwas Längen, aber die ausgelassene Stimmung und das Zusammensein mit zwei so liebenswürdigen Menschen hat wieder gut getan. Sogar mein altes Kostüm von hier, getragen von meinem jüngeren Wahlverwandten, hat den dritten Platz gemacht beim Kostümwettbewerb.

Und da ich in der Eile vergessen habe, mich zu fotografieren, gibt es wenigstens ein Bild meiner Kostümierung auf der Treppe nach oben liegend, um wieder im Karnevalsschrank verstaut zu werden. Soweit mein Beitrag für niwibos Thema "Mit Rosa durch den Februar".

Die politischen Beben der Vorwoche hielten mein Gemüt auch in dieser Woche noch in Unruhe. Aber auch die Nachrichten um meinen Liebling unter den griechischen Inseln ließen mich die Luft anhalten: Solch Schönheit sollte jetzt auch nicht noch untergehen! Ich hoffe, es geht gut wie damals, als wir uns fünf Wochen unter Erdbeben in Griechenland aufgehalten haben.

Was ist das schön, dass mich jetzt der Bus wieder im Hellen zu meiner Aquafitness transportiert! Und dazu pünktlich, so dass ich noch ein paar kleine Runden ganz allein im Becken schwimmen konnte. 

Zwecks Gemütsaufhellung habe ich mir eine Erinnerung an die Provence gegönnt, sogar mit einem Gläschen "Côtes de Provence". Musste einfach sein.

Weil ich am Donnerstag sowieso zum Zahnarzt musste, bin ich gleich weiter durch zur Bank gefahren. Und weil nur ein paar Schritte weiter eine floristische Alternative zu finden ist, habe ich mich dort mit Freitagsblümchen eingedeckt. 

Blumen sind also meine Rettung ( ja, nicht nur in diesen Tagen. Und es ist mein liebstes wöchentliches Ritual - so viel zum Fotofragezeichen. ). Den Wahnsinn kann ich u.a. auch nur mit viiiiiiiel Humor ertragen ( hier zum Beispiel )...


... denn ein bisschen fühlte ich mich ab und an nach dieser Shitshow von letzter Woche so wie in jungen Jahren bei einem Kater nach einer zu alkohollastigen Nacht. Grrrmpf... Damit habe ich in der zurückliegenden Woche viel Zeit verbracht, was aber nicht photographable war, liebe Andrea!

Aber damit war ich auch nicht alleine. Das ist mein Fazit aus den Gesprächen, die ich in der zurückliegenden Woche geführt habe. Es hat dann auch nicht lange gedauert, bis die kritisierte Partei all denen, die auf die Straße gegangen sind, abgesprochen hat, aus der gesellschaftlichen Mitte zu kommen. Sind alles ( Links- )Extreme, schimpft die Weinkönigin & chronische, verifizierte Lügnerin ( von der auch so Äußerungen wie "Der Klimawandel ist so ‚en vogue‘ wie eine Krebsdiagnose" stammen ).

Zwei solche Extremistinnen meiner Altersklasse, Marion & Ingrid vom Severinskirchplatz, sind zum Beispiel hier zu sehen, für alle, die bei Instagram sind. 

Auf der Strecke bleiben bei einem solchen Wahlkampf die Inhalte, das, was den Menschen in ihrem Alltag zu schaffen macht, das Sinken der Reallöhne, das Steigen der Mieten in den Städten, die Mängel in der Kinder- & Altersbetreuung, Bildung, Gesundheitswesen, Mobilität. Und über allem die drohenden Auswirkungen des Klimawandels. Vier von fünf Wählern finden, dass Migration nicht das wichtigste & alleinige Thema sein sollte. Da wird eine kleine Gruppe von Menschen ausgesondert, als ob die für all unsere Probleme, für alle Mängel verantwortlich wären. Aber wem sage ich das.

Symbolpolitik ohne reales Veränderungspotential, es sei denn, dass es einen Schaden reißt, indem es bei einem Viertel der Menschen, die in den letzten Jahrzehnten sich hierzulande eingebracht haben und den Laden mit am Laufen hielten, eine große Verunsicherung hervorrufen. Dabei sind das so viele patente Leute: der portugiesische Installateur, der am Freitag meine Badheizung wieder ans Laufen gebracht hat, der irakische Paketzusteller, der immer so herrlich schmunzelt, die peruanische Fußpflegerin, die meine Füße & ihre Macken gut im Blick hat und mich auf Wolken laufen lässt, der kurdische Schlüsseldienst-Monteur, der mich zuletzt aus widriger Lage befreit hat, die geduldige Kassiererin mit polnischen Wurzeln in meinem Supermarkt und und und. 

Außerdem kreisen in meinem Kopf die Erinnerungen an das, was meine Mutter als Jugendliche & Flüchtling 1948 in meiner badischen Heimat an Ausgrenzung & Beschimpfung und Widerwärtigkeiten mehr aushalten musste, bevor die große Liebe meines Vaters ein happy end gesetzt hat. Haben die das alles vergessen & verdrängt?

Das, was da so verbrockt wird, macht mich wütend wie schon lange nicht mehr.

( Menschenverachtender geht nicht auch der Vorschlag von Pmurt, den Gazastreifen in eine "neue Riviera" umzuwandeln. Nur diesen einen Blick über den Tellerrand zum Schluss dieses Posts. Hab auch all das nicht aus den Augen verloren.  )

                                                                           

Verlinkt mit dem Samstagsplausch, "Niwibo sucht..." & den Fotofragezeichen sowie dem Mosaic Monday.

Dienstag, 14. Januar 2025

Kleinigkeiten, genäht

Winterzeit = Ausmistzeit, auch bei mir. Da hab ich mir mal wieder mein Stofflager vorgeknöpft, respektive die große Kiste mit den Wachstüchern. Darin gibt es (zu)viele Schätze, also Abbauen durch Vernähen!

Da ist erst einmal ein Täschchen im modifizierten Schnitt des Farbenmix-Taschenspieler-1 - Hits "Patience":

Alles in Türkis, der Lieblingsfarbe meiner überaus netten Zahnreinigerin. Für die habe ich es nämlich gemacht. Ich finde, frau sollte die Dienstleistungen anderer einfach mal auf besondere Weise würdigen. Vor allem, wenn man alle Ängste genommen bekommen hat, wie ich in dieser Praxis.-

Die Münchner Madln schneiden, kleben, basteln gerne, so dass viele Schnipsel auf ihren relativ kleinen Schreibtischen anfallen. Da sind kleine Tischpapierkörbe sehr praktisch & wurden gewünscht. Also hab ich mal wieder nach langer Zeit welche genäht:

Und da ich plötzlich wieder so viel Freude am herumbosseln fand, hab ich noch drei Miniutensilos hinterher geschoben, zu jedem Papierkorb passend. Die Anleitung für letztere ist hier zu finden. Die Papierkörbe habe ich nach Maß genäht: 28 cm hoch, Umfang ( = Länge ) 48 cm  bei einem Kreisdurchmesser von 15,28 cm. 

Bei den Papierkörben aus schwerem Wachstuch habe ich kein Vlies zur Verstärkung genommen, bei zweien der Minis "Soft & Stable", was aber eher unnötig war und das Wenden sehr erschwerte. Bei den Papierkörben habe ich mich vor dem Verstürzen gedrückt und den oberen Bereich lieber mit Schrägband eingefasst. Das gibt auch farblich noch mal einen anderen Akzent, der mir persönlich gefällt.

                                                                   

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Dienstag, 16. Mai 2023

Familie im Fliederrausch

In dieser Woche ist es so weit: Nach 14 Jahren können wir in der Familie endlich wieder gemeinsam eine Hochzeit feiern. Das ist ja schon mal in einigen Posts angeklungen...   
Die Braut hat mit ihrem Hochzeits - Outfit uns die Richtung vorgegeben und - vor allem die weiblichen Mitglieder des Clans - in einen wahren Rausch getrieben, was die Farbe "Flieder" anbelangt. Klar, dass meine Nähkünste dann auch gefragt waren! Vor allem, was die Kleidung der drei jüngsten Familienmitglieder anbelangt hat... 

Fangen wir mit der Ältesten an, die inzwischen auch bei solchen Festivitäten nur mit Hose teilnimmt. Diesmal habe ich ihr eine weite Hose nach diesem Schnitt ( ohne Stoffgürtel ) aus weißem Romanit - Jersey genäht. Mein Fotobearbeitungsprogramm hat die Hose allerdings auf dem Foto eliminiert und nur die T- Shirts - ein  Langarm- wie ein Kurzarm - T - Shirt - aus einem Jersey mit Lochstickmuster übrig gelassen:

Das Schnittmuster für die Shirts: Wie immer "Ottobre Creative Workshop 303" ohne Nahtzugaben, inzwischen in Größe 152/156.

Für den Großneffen gab es zur vorhandenen langen dunklen Hose und einem weißen Hemd von damals ( passt noch ) eine Weste aus fliederfarbenem Leinen  plus selbst genähter Fliege aus dem Futterstoff.

Das Schnittmuster stammt von hier

Ich muss allerdings sagen, dass mir das Verstürzen bzw. das Fehlen desselben in dieser Anleitung gar nicht gefallen hat. Zum Glück kann ich auf eine jahrzehntelange Erfahrung im Westen nähen zurückblicken ( mein Mann galt unter den Kollegen als der mit den bunten Westen ), so dass ich zu verhindern weiß, dass offene ( wenn auch versäuberte ) Kanten im Westeninnern zu sehen sind.

Kommen wir zur Jüngsten:

Auch ihr Kleid ist aus dem Lochstickerei-Jersey genäht. 

Ich habe mich sehr grob an diesem Schnitt aus der Sommer - Ottobre von 2016 orientiert, das Oberteil geschlossen & mit kurzen Ärmeln versehen und den Petticoat nicht fest eingenäht, damit das Kleid bei weniger festlichen Gelegenheiten in diesem Sommer getragen werden kann. Der schaut auch normalerweise natürlich nicht so weit hervor wie auf der Abbildung.

Ergänzend zum Kleid gibt es eine Leggings in Caprilänge aus dem reichlich vorhandenen Jersey ( "Yara"/CZM ). Zwischenzeitlich habe ich sogar noch eine in voller Länge genäht, denn dem diesjährigen Maiwetter ist nicht zu trauen, und das Kind soll doch nicht frieren. ( Es gibt allerdings auch für die Mädchen gekaufte weiße Strickjäckchen. )




Ja, und dann stammt auch das kleine Täschchen fürs Handgelenk der Braut aus meiner Werkstatt. 

Das Farnmotiv der Stickerei wie auf dem Futterstoff ( extra gedruckt bei Spoonflower ) ist eine Anspielung auf das junge Paar.

In meinen Schubladen fand sich auch noch das kleine, fliederfarben umhäkelte und mit Weißstickerei versehene Taschentuch aus den Beständen meiner Mutter, der Oma der Braut.

Das Schnittmuster ist eine verkleinerte "Petal Pouch". Den Reißverschluss habe ich diesmal nach dieser Methode eingearbeitet.

Leider ist Flieder/Lila eine Farbe, die sich verdammt schwer fotografieren lässt, und viele meiner Aufnahmen waren einfach Müll und ließen sich auch nicht weiter mit entsprechenden Programmen retten.

Beteiligt war ich auch noch an einer Wimpelkette für die Dekoration des Festraumes. Es ist insofern eine Kooperation mit der Nichte gewesen, als sie die Wimpel genäht und ich die Ziffern & Buchstaben gestickt und aufgenäht habe. Es sind die Koordinaten des Ortes, an dem sich das Brautpaar kennengelernt hat. 

Schöne Idee!




Mir ist noch einiges eingefallen für dieses Ereignis. Genäht habe ich noch kleine Täschchen aus einem Brokat ( die Blüten sind tatsächlich dunkellila ) für die Mädchen, damit die wenigstens auch ein Taschentuch etc. einstecken können:










Schließlich habe ich noch ein Körbchen für die Seifenblasen verkleidet. 

Am Kölner Standesamt sind inzwischen den Hochzeitsgästen nur noch solche erlaubt - kein Konfetti, kein Reis, keine Blütenblätter mehr. Bei meiner letzten Teilnahme an einer Hochzeit vor sieben Jahren sah es dermaßen siffig um den Eingangsbereich aus, dass ich die Aufforderung des Bezirksamtes, ausgehängt im Gebäude gegenüber, wahr gemacht und auf diese unschöne Situation hingewiesen habe. Ich hatte natürlich damit gerechnet, dass eine ständige Reinigung durch die AWB organisiert und nicht alles verboten wird ( zwei Seiten mit solchen Auflagen bekommen die Brautpaare ausgehändigt ).

Das Körbchen war einfach unpraktisch für zylindrische Gegenstände, denn die wären dauernd heraus gerollt. In meinem Nähzimmer war noch genug Stoff vorhanden, aus dem ich eine Hülle nähen konnte. Also hab ich das gestern noch schnell gemacht. 

Jetzt fehlt nur noch mein Eintrag für das Gästebuch und eine Kleinigkeit für die Tischdekoration basteln. Und dann heißt es einfach nur noch : Freuen!




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Dienstag, 9. Mai 2023

Zwischendurch: T-Shirts und so

Letzte Woche habe ich ja schon berichtet, dass mir, auf der Suche nach ganz anderen Stöffchen für eine ganz andere Gelegenheit, bei IdeeCreativ Jerseys von Rico ins Auge gestochen sind, und ich deren immer irgendwie witzigen Dessins mag.

Da war dann auch der reduzierte Häschen - Jersey dabei - das richtige Motiv für mein Osterhäschen! Daraus entstanden ist ein Simpelfix- T-Shirt und aus dem Rest eine Radler:

Wie das benutzt wird, ist mir egal, sei es draußen oder drinnen zum Schlafen. Pyjama - Look ist bei ihr und ihrer Freundin grade in Mode.

Für die große Schwester ( mit dem inzwischen vollkommen eintönigen Geschmack ) habe ich noch einen blaumelierten Jersey mit neongrünen Einsprengseln gekauft, aus dem wieder ein Olga - Top in der nächsten Größe werden sollte:

Ich bezweifle ja, dass die Glitzerapplikation da wirklich drauf bleiben darf...

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Dienstag, 2. Mai 2023

Summ, summ, summ IV

Das Bienenmotiv ist hier ein Dauerbrenner, denn damit hat es schon öfter T-Shirts und Kleider gegeben, zum Beispiel hier oder hier gezeigt ( selbst der Herr K. selig hatte ein Hemd mit Bienen ).

Als ich eigentlich auf der Suche nach ganz anderen Stöffchen war, sprang mir bei IdeeCreativ ein Jersey von Rico ins Auge. Ich mag die Rico-Dessins eigentlich gerne. Sie greifen Herkömmliches auf, interpretieren es oft mit Witz und in zeitgemäßen Stil. Da decke ich mich schon mal gerne mit Fat Quarters ein, immer aus eigenem Anstoß, selbst bezahlt, gewaschen und gebügelt.

Natürlich brauchte ich mehr als ein Fat Quarter, um ein Sommerkleidchen im beliebten Stil für die Jüngste zu nähen:

Es ist inzwischen eine sehr freie, von mir modifizierte Interpretation des Sommerkleidchens von Lillesol ( "Basics Nr. 18" ), welches für sein schwingendes Rockteil doch sehr geliebt wird. Dazu gab es eine Leggings in Caprilänge ( "Yara"/CZM ) aus einem Ringeljersey von hier.

Auch das Jersey-Material ist natürlich auf meine Kosten und nach eigenem Wunsch bestellt worden. Von wegen Werbung! 





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Dienstag, 14. Februar 2023

Kostüme für die ganze Familie, Teil II

Wie vor ein Woche schon erzählt, ist mir bei meinem Münchenaufenthalt vor einem Monat angetragen worden, die Faschingsflüchtlinge nach dem Motto "Unter Wasserzu benähen . Heute zeige ich, was für meine Tochter, die ältere Enkelin u.a. entstanden ist.


Das Fischernetz ist schnitttechnisch keine Herausforderung: Ich habe den Netzstoff ( mit leichtem Silberglitzer ), hier bestellt und selbst bezahlt, in voller Stoffbreite doppelt gelegt und an der Faltkante mittig großzügig einen Halsauschnitt ausgeschnitten. Der wurde wie die vier Seiten des Netz- Rechteckes mit silbernem Schrägband ( gibt es zum Beispiel hier ) eingefasst. Das gibt dem Rand eine gewisse Steife, und er fällt so besonders schwungvoll.

Dann kam die langwierigere Arbeit: Aus meinem Lieblingsstoff für Karneval bzw. alle Wasserthemen, einer Lackfolie auf Trägergewebe kaschiert, habe ich unzählige kleine Fische frei Schnauze ausgeschnitten und dann mit einem Wackelauge beklebt. Die wurden anschließend mit Heißkleber auf dem Netz, vor allem an den beiden unteren Rändern, fixiert. Untergrund vor Kleberesten durch eine entsprechende glatte Unterlage schützen! 

Kleine ( leere ) Sojafischchen will ich noch dazwischen mit ganz feinem Draht am Netz befestigen. Aber die sind immer noch nicht geliefert worden.

Aus meinen Karnevalsbeständen kann das Netz mit türkisem Tüllrock, langen Handschuhen und/oder Leggings, ähnlich denen der jüngsten Enkelin, ergänzt werden, aber auch nur nach Gusto der Tochter. Da bin ich immer offen für eigene Ideen.

Ähnlich halte ich es mit der Kostümierung für die zweite Enkelin. Für die habe ich nur einen Quallenhut gebastelt. Dafür habe ich einen solchen Kopfschirm gekauft und von beiden Seiten mit türkiser Farbe besprüht. Mit dem patenten Heißkleber habe ich zwei batteriebetriebene Lichterketten rund um den Schirm befestigt.

Zum Schluss habe ich das ganze mit Noppenfolie überzogen ( und teilweise damit ausgestopft ) und am inneren Rand mit doppelseitigen Textilklebeband fixiert. 

Welche Bänder die Enkelin dann ringsum anbringen will, das will ich ihr auch selbst überlassen und am Samstag dann in Angriff nehmen.

Ach ja, dann gab es - auf eigenen Wunsch - noch ein Tütü in Rot-Orange für den Krebs des Schwiegersohnes. Einen Kopfschmuck dazu hat er sich schon ausgeliehen. Bin gespannt, was er damit so vor hat...



Und schließlich und endlich erreichte mich noch der Wunsch aus der Stadt der Wäscherprinzessin nach Halskrausen für vorhandene Kostüme, nachdem ich behauptet habe, ohne sei ein Kostüm nicht perfekt ( selber schuld, wenn ich mich aus dem Fenster hänge ).

Schnell wieder in der Kiste mit den Karnevalsstoffen gewühlt und u.a. diesen regenbogenbunten Lamé gefunden ( Regenbogen war eine Vorgabe ). 

Ein heikles Material! Eingefasst habe ich es mit Rib-Jersey, das trägt sich am Hals angenehmer und hilft ( hoffentlich ), dass das fragile Material sich nicht auflöst. Läppchen am Lappenrock aus Lamé waren am Ende des karnevalistischen Abends jedenfalls nicht mehr existent. Dafür gab es eine Lücke im Rock.

Das Material für die zweite Krause ist eine ganz solide Baumwollwebware, ebenfalls eingefasst mit Rib-Jersey wegen des Tragekomforts. Da hab ich genug Erfahrung aus den Jahren der Karnevalspraxis mit ekligem Material am schwitzenden Hals.

Diese letzte Krause ist bereits zu einem Kostüm in den Farben der Bonner Stadtsoldaten getragen worden. Die Post war so nett, von einem Tag auf den anderen zu liefern.


Und dann fällt mir immer noch was ein wie Täschchen, 
Fliegen, Hutschmuck und anderer Kopfputz.

Aber der Post muss jetzt endlich raus!




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Dienstag, 27. Dezember 2022

Restefest Dezember 2022

Seit 2018 mache ich monatlich mit beim Restefest, seinerzeit ins Leben gerufen von Marion/kunzfrau kreativ. Diesmal bin ich wieder dabei mit ein paar genähten Kleinigkeiten.


 
Was vom Sweat dieses weihnachtlichen Ensembles noch übrig geblieben war, wurde noch geschwind zu Mützen umgewandelt für die diversen weihnachtlichen Unternehmungen.




Ein Stück Glitzersternenjersey fand seine neue Bestimmung in einer Leggings ( "Yara" von CZM ). Es ist übrig geblieben von diesem Schlafanzug.





Und aus einem angeschnittenen, weihnachtlich angehauchten Stöffchen von Alexander Henry Fabrics entstanden noch zwei Beutel, in denen die Weihnachtsgeschenke für die Mädchen ein Unterkommen fanden. Das ist meine ganze Resteproduktion im zu Ende gehenden Monat gewesen.

Wir lesen uns wieder in fünf Wochen beim nächsten Restefest.





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Montag, 24. Oktober 2022

Restefest Oktober 2022

Seit 2018 mache ich monatlich mit beim Restefest, seinerzeit ins Leben gerufen von Marion/kunzfrau kreativ. Diesmal bin ich wieder dabei mit genähten Kleinigkeiten.

 

Auch in diesem Monat habe ich wieder Wünsche der Jüngsten aufgegriffen, allerhand Jersey-Reststücke, die im Keller gelagert waren gewaschen und vernäht. 

Der Begriff "Rest" wird von mir inzwischen schon sehr großzügig angewendet, umfasst er doch auch Stoffstücke, die gerade noch für die kleinste Enkelin mit der Größe 122 verarbeitet werden können, die also schon etwas "überlagert" sind. 

Für Leggings reichte es noch. Die sind wieder mit Hilfe des allzeit genutzten Schnittes "Yara" von CZM  entstanden. Gestreift, geblümt und mit Sternen in dem Farbschema, welches gewünscht wurde.

Und dann habe ich es in diesen Tagen endlich geschafft, mir einen neuen Kameragurt anzufertigen. Der alte hatte schon viele Makeup - Spuren und sah sehr unansehnlich aus. Da ich keine neuen Sets im Angebot des Internets gefunden habe ( war doch mal so in Mode? ), habe ich den alten teilweise aufgetrennt und einige Bestandteile recycelt:
















Ein Stück Rosensamt ( wohl von diesen Projekten ), ein Webband und rote Echtleder-Reste wurden verwendet. Samt trägt sich wundervoll im Nacken, warum hab ich das nur vergessen? Die Anfertigung ging eigentlich auch sehr schnell, und ich frage mich jetzt, warum ich so lange mit dem speckigen Teil herumgelaufen bin. So what....




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Montag, 29. November 2021

Restefest - November 2021

Die Idee von Marion/Kunzfrau-kreativ, seit Januar 2018 von mir aufgegriffen, inspiriert mich nach wie vor, aus Resten etwas zu nähen und im Blog zu präsentieren: Da die Lieblings-Ex-Kollegin Stoffreste von mir für ihren Kunstunterricht wünschte, habe ich noch mal einige "Lager" kritisch durchforstet, dabei aber auch noch Material gefunden, aus dem ich noch was für die jüngeren Kinder der Familie herstellen wollte.

Für unser i-Dötzchen fand ich diesen Buchstabenjersey von Smila ( von vor zehn Jahren! ) sehr passend. Er hat auch gerade noch so gereicht: Einen Ärmel musste ich stückeln. Dafür gab es noch ein großes T extra, aufgestickt mit Hilfe von Smilas "Words3"-Stickdatei ( nicht mehr erhältlich ).


Aus dem letzten Streifen des Sweats von diesem Shirt habe ich mit einem zweiten Ringeljersey verpartnert einen Loop für den Großneffen genäht. Der passt zur neuen Winterjacke.

Und das war es auch schon für den vergangenen Monat trotz tausender Ideen, die in meinem Kopf herumspukten. Wird die Tage sicher nicht besser, denn die Weihnachtsbäckerei steht ganz oben auf der Tagesordnung und ist am Wochenende schon mal in Angriff genommen worden: 

Wer mich kennt, weiß, das geht mir nicht so von der Hand wie die Näherei...

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