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Samstag, 29. August 2026

Meine 35. Kalenderwoche 2026

"Storms make trees deeper roots."
Dolly Parton, R.I.P.
"Nicht der Mensch entscheidet über die Natur. 
Die Natur entscheidet zuerst, 
und der Mensch muss sich anpassen und aufhören, 
einen übermäßigen Stolz zu haben. 
Er muss akzeptieren, 
dass er in der Natur nur zu Gast ist. 
Intelligenz bedeutet, sich anpassen zu können."
Jean-Marc Peillex, Bürgermeister von Saint-Gervais am Mont Blanc
"Manchmal muss man die Sprache der Rechten gar nicht erklären. 
Man muss nur die Kommentarspalte öffnen."
HogeSatzbau
"Man muss die Welt nicht verstehen, 
wenn man einen Schuldigen hat."
Netzfund
"Wer die Kultur derer klaut, 
die er eigentlich hasst, 
zeigt nur die eigene geistige Leere."
Alex Breidt, Musiker






"Ein Sommer, wie er früher einmal war" in einer Dauerschleife im Kopf. Temperaturen um 20°C lass ich mir gefallen, und so bin ich in die kleine Nachbarstadt, 33 km südöstlich von Köln, mit der S-Bahn gefahren. Dort gab es im Kunstverein eine Midisage mit besonderem Programm zur Ausstellung "Was Hände sehen" meines lieben Nachbarpaares. Gehört habe ich u.a. bei einer von zwei Lesungen einen Ausschnitt aus dem neuen Buch meines Nachbarn.

Gesehen neben den großformatigen Malereien auf Papier Performances der Schauspielerin Kathrin Marder zu den Bildern bzw. der Serie an Bleistiftzeichnungen meiner Nachbarin. Das war schon ein besonderes Erlebnis und griff in meinen Augen die Art des Malens meines Nachbarn Rolf Schanko auf.







Draußen vor der Tür des ehemaligen Pumpwerks erstreckten sich die Siegauen mit Blick aufs Siebengebirge.



Der Siegburger Michelsberg mit seiner ehemaligen Abtei hoch oben auf dem Basaltkegel ist für mich eine der Top-Landmarken in der Köln-Bonner-Bucht. Als ich noch geflogen bin, ging es oft im Landeanflug darüber hinweg. Ich fand es nach meinem Ausflug aber auch drinnen bei mir zu Hause sehr gemütlich und habe nach einem Abendimbiss in meinem neuen Buch von Norbert Scheuer gelesen.



Wie mitteleuropäischer Sommer auch sein kann: In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden 7,2° C am Flughafen gemessen. Was den Laubfall anbelangt, fühlt frau sich schon mal im Herbst. Ich sammle & fege inzwischen schon täglich. Heimsport.



Da sitz ich nun in dieser Woche in minger Bud und pütschere für mich hin. Doch es gab immer wieder schöne & liebe Verbindungen nach außen wie die Kartengrüße von der wunderbaren Meenzer Eva aus Tschechien oder Fotos von den drei Madln an der Ostsee.



Am Mittwochnachmittag Bücher zum Bücherschrank gebracht, eine 82j. ehemalige Kollegin getroffen, zusammen ins "Potpourri" gesetzt zu Kaffee & Kuchen und geschwaat. Ein bisschen "La vie en rose" unterm ( roten ) Sonnenschirm bei 25°C. Am nächsten Tag dann auch schon wieder mehr Wehmut bei den Gedanken an die, die diese Blumen einst in ihrem Garten zog & mochte. Wie könnte ich sie je vergessen!



Am Donnerstag zeigte der Augustsommer noch mal, was eine Harke ist: 31°C, wüstenwarmer Südwestwind. Genuss dann: Joghurteis in der Stamm-Eisdiele ( seit bald 50 Jahren ). Das Beste Joghurteis, das ich kenne. Das angesagte Gewitter am Abend blieb aber aus.



Am Freitagmorgen schließlich eine Ahnung davon, wie der Herbst sein kann, und dass er doch vor der Tür steht.  Die Luft war allerdings noch recht warm. Ich musste zur Stimmungsaufhellung aber ganz viele Lämpchen anmachen. Erst gegen elf Uhr wurde es ein wenig heller, dann leichte Gewitter & Schauer am Nachmittag.


Und da klingelte es: Mein Lieblingszusteller aus Kurdistan! Und überreichte mir so ein süßes Päckchen! Gestern in Böblingen auf die Post gebracht und schon da! Zwei Minuten später nach dem Auspacken waren die kleinen schwarzen Trauben auch schon Geschichte, so lecker! Das sind die Glücksmomente, die mein Leben heller machen, weil da jemand in diesem sonst so unsäglich komplizierten Internet an einen denkt.  Liebe Karin, ich drücke dich ganz feste virtuell!



Ein Teil der schmackhaften Tomaten landete dann auch am Abend auf einer Quiche nach Art des Herrn K. Was wird es jetzt wieder früh dunkel!

Hobbys: Wenn man mal vom Schreiben & Lesen absieht: wenig, Web-Fundstück/e dafür umso mehr:

Ich würde, wenn ich mich im Netz bewege, ja lieber nur solchen Funden begegnen wie den Postings von Ben in London, wo so viele tolle Handwerker & Nachbarinnen das desolate Haus des 78jährigen Rick sanieren, alles Gutmenschen. Aber die sind ja nicht mehr angesagt, die werden sogar seit Jahr & Tag tagtäglich runtergemacht. 

Stattdessen dominieren die Hasser & die, die Gewalt androhen, die Kommentarspalten. Und wenn frau denkt, schlimmer geht es nicht mehr, setzt einer einen drauf. Zuletzt ein Palliativ- & Transplantationsmediziner der Uni Rostock, der keine Hemmungen hatte, seinen Klarnamen zu benutzen, während er Volksverhetzung betrieb mit Aussagen wie "Remigrieren oder kremieren", Menschen als "Heizmasse" in seinen Kommentaren titulierte und schrieb, dass es wirtschaftlich wäre, die zu "kremieren". Schon drei Stunden nach Bekanntwerden hat die Klinik allerdings reagiert. Am Mittwoch dann waren alle seine Accounts geschlossen, und er hat seine Postings bestätigt. Dann: Freistellung, weitere arbeitsrechtliche Maßnahmen, Prüfung durch die Ärztekammer ( §5 Abs 2 der Bundesärzteordnung? ), Strafanzeige, Ermittlungen wegen Volksverhetzung. 

Ein Siegburger-Ex-Karnevalsprinz ist eine Sache. Aber möchtest du vor so einem stehen, wenn es um eine Organspende durch einen deiner Angehörigen geht? Eine Gegenreaktion in einem Kommentar auf die Freistellung: "Schade, er hätte wie Dr. Mengele vlt noch was erreicht."

Muss ich noch mehr schreiben, um deutlich zu machen, was nach 81 Jahren hierzulande  auch u.a. los ist?
( Mein Text war ursprünglich zu einem weniger üblen Aspekt verfasst. Ich konnte den angesichts dieser Entwicklungen nicht mehr stehen lassen. )
"Klugheit kultiviert einen moralischen Kompass". So ein Webfundstück von Arne Kopfermann, Musiker, Autor, Produzent, zu den Maßstäben, wie ich noch von meinen Eltern erzogen, von der Schule sozialisiert, auf der Uni informiert worden bin in jenem guten, alten Deutschland. Aber Menschen, die die Welt freundlicher, komplexer, weniger schwarz-weiß sehen als in den populistischen Zuspitzungen, haben zur Zeit einen verdammt schweren Stand. Diejenigen, die dagegenhalten, verdienen allen Respekt. Sie brauchen dringend mehr Unterstützung. Ich hoffe, ihr seid alle mit dabei.

Für die, die bei Instagram sind, noch zwei weitere Webfundstücke zu den Stichworten "queer", "Ironie & Flachzange".

Es gibt übrigens Stellen, wo frau solche üblen Kommentare anzeigen kann, in NRW direkt als Online-Anzeige bei der Polizei NRW oder bei jeder Polizeiwache. Googelt mal, wo das in eurem Bundesland möglich ist. Hier noch ein informativer Instagram-Post dazu für Bayern.

So ganz tief glücklich war ich mit dieser Woche nicht.

                                                                            


Verlinkt mit Andrea Karminrots Samstagsplausch, Annette/ Augensternwelt mit ihren Glücksmomenten, dem Mosaic Monday von Heidrun, die "Sonntags Top Sieben" bei Anni 

Samstag, 18. Juli 2026

Meine 29. Kalenderwoche 2026

"Und dann merke ich, 
dass es im Leben nicht darum geht, 
möglichst lange zu leben, 
sondern möglichst lange lebendig zu bleiben."
Gerald Hüther, Hirnforscher 

"Niemand ist zufrieden mit seinem Vermögen, 
und jedermann ist zufrieden mit seinem Verstande."
Lew Tolstoi

"Schwimmen -
die sportliche Variante von Selbstliebe.
Wasser ist im besten Sinne ein großer Gleichmacher."
Lara Fritzsche


Von Kind an habe ich gerne Beerenfrüchte genascht; sie waren der Ersatz für Süßigkeiten, die es damals einfach nicht gab. Aber entsprechende Büsche im Garten der Patin und später auch im Garten meiner Eltern. Gerne esse ich sie auch im Quark als sommerlichen Mittagsimbiss - bis heute. Bei Temperaturen um die 30°C für mich das Richtige.


Mein Sonntag ist eigentlich schon bei "12 von 12" verbloggt. Aber es gab so viel zu fotografieren, zum Beispiel auch...

... noch etwas Beige für Nicole/niwibo, wie  den Hl. Melchior vom "Dreikünnijepöötzche".

Die Sonne bescherte uns Kölnern fast 33°C. Da habe ich es unter den Kastanien & Robinien im Hof des  Kulturquartiers am Neumarkt bei angenehmem Wind gut eine Weile aushalten können. Nur die U-Bahnen anschließend waren gut aufgeheizt, denn sie fahren ja auch längere Strecken oberirdisch.


Aus heimatlichen Gefilden bekam ich so einen liebevoll aufgemachten Lyrikband per Post. Absenderin war Roswitha, die Weggefaehrtin. Danke dafür und für deine lieben Worte!


Donnerstagmittag erreichte uns auch ein leichtes Gewitter mit einem kräftigen Schauer ( schlau, dass ich mir morgens das Gießen erspart habe ).


Nach einer Viertelstunde schien wieder die Sonne und es wurde verdammt schwül.




Am Freitag, spätnachmittags, habe ich die Gelegenheit genutzt, in der Böhm-Kirche St. Gertrud die Arbeit des deutsch-israelischen Bildhauers Gil Shachar  in Augenschein zu nehmen, eine 14 Meter lange, lebensechte Abformung eines Buckelwals. 



2009 hatte der Künstler einen gestrandeten Wal in seiner Ganzheit abgeformt und ihn damit in seiner faszinierenden Größe künstlerisch eingefangen ( mehr dazu hier ).


Ich bin dann, obwohl es warm war, noch durch die Neustadt-Nord gestromert...

...  hin zum Ebertplatz.

Gelesen: Christine Wunnicke:"Die Nachtigall des Zaren", Audrey Magee: "Die Kolonie", Axel Spilcker: "Hitlers  Gefolgsmann", meine beiden Online- Tageszeitungen und natürlich etwas Lyrik von Selma Meerbaum - Eisinger; angefangen zu lesen habe ich "Die Günderode" von Bettina von Arnim

Gehört: Chilly Gonzalez "Solo Piano II"


Gesehen: die neusortierte Sammlung des Schnütgen - Museums in Köln ( mehr dazu am Sonntag )

Erlebnis: dieser Wal und die Kirche im Stil des Brutalismus von 1965

Genuss: diverse Sommersalate

Von links oben im Uhrzeigersinn: Nudelsalat à la 1970,
Salat mit Spinat, Melone, Radieschen & Himbeersoße, Kartoffelsalat nach Art des Hauses,
Tortellinisalat, Kartoffelsalat mit schwarzen Linsen, Paprika & Hähnchenfleisch,
Ofenkartoffeln mit Chicoree, Rucola & Bergkäse















Drinnen/Draußen: bei 30°C bis 33°C ab Montag  am liebsten drinnen, draußen nur gegen 5 Uhr am Morgen im Garten

Hobbys: Lesen ( siehe weiter oben ), Nähen eines Täschchens für ein Give-away ( siehe letzten Mittwoch ) und für den "Lieblingslehrer" der Jüngsten

Web-Fundstück/e: Zuerst mal wieder das Diagramm, weil so grauslich veranschaulicht, was Sache ist: 


Und dann eines, gefunden bei "Made My Day" auf Instagram:

Seit 1881 gibt es in Deutschland Wetteraufzeichnungen.
Von 1881 bis 2000 gab es einen einzigen Tag, an dem 40 Grad oder mehr gemessen wurden.
In 119 Jahren: einen Tag.
Von 2000 bis 2025 gab es 9 solcher Tage.
In 25 Jahren: 9 Tage.
Vor drei Wochen gab es
4 Tage mit 40 Grad.
In einer Woche: 4 Tage.

@brodnig schreibt zudem: "Die Realität ist das, was nicht weggeht, auch wenn man nicht daran glaubt.  Merkt man derzeit bei der Klimakrise deutlich."

Was ich davon halte, wenn ein Politiker sich sagt: "Gesetze gelten für mich nicht. Ich kann machen, was ich will, und ich nehme mir, was ich will" - zu dieser Anstands-Amnesie brauche ich wohl nichts mehr zu schreiben bzw. sagen. Und dann ist da noch dieser "Kabarettist", der eigentlich ein Hetzer ist! Matthias Brandt hat dazu einen Beitrag in der "Süddeutschen" veröffentlicht, den ich voll unterschreibe: 
"Das war keine mutige Grenzüberschreitung und kein Beitrag zur politischen Aufklärung. Er hat Bilder der Ermordung und Hinrichtung der Menschen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus mit lebenden demokratischen Politikern verbunden und der Name eines Mannes, der im Kampf gegen eine mörderische Diktatur sein Leben ließ..." 
Dieser "Kabarettist" hat mit seinen Aussagen bereits eine rote Linie überschritten, denn das, was er da von sich gegeben hat ist eine "Billigung von Straftaten", Paragraf 140 Strafgesetzbuch.

Jetzt reichts! Ich sehe jetzt lieber meinem völlig unverplanten, ruhigen Sommerwochenende entgegen, suche vorher nur noch die anderen Blogs auf, mit denen ich mich verlinken will, als da sind: Andrea Karminrots Samstagsplausch, Nicoles "Niwibo sucht...", Annette/ Augensternwelt mit ihren Glücksmomenten, der Mosaic Monday von Heidrun, die "Sonntags Top Sieben" bei Anni und Nicoles/Frau Frieda "Plausch am Gartenzaun".

Macht et joot!


 

Samstag, 27. Juni 2026

Meine 26. Kalenderwoche 2026

 "Offenbar ist das neue Kriterium für Beweise: 
Es sieht komisch aus und ich bin wütend...
Aber auch hundert Kommentare mit Ausrufezeichen 
machen keinen Laborbefund."
Tom Wannenmacher
"Die wirkliche Veränderung ist Perspektivveränderung, 
nicht nur Verhaltensveränderung."
Ulrich Wilken 
"Was soll ich viel lieben; was soll ich viel hassen;
Man lebt nur vom leben lassen."
Wolfgang von Goethe
"Jeder ist jemand." 
George Tabori


"Am Samstagmorgen zog die Feuerwehr eine Bilanz von 157 wetterbedingten Einsätzen. Die Polizei in Köln zählte fast 100 Vorfälle. Die meisten Ausfahrten der Einsatzkräfte waren auf umgestürzte Bäume zurückzuführen", so in meiner morgendlichen Lektüre des hiesigen Stadtanzeigers. 

Nachdem ich im Keller gekneippt hatte, war ich putzmunter und konnte bis zwei Uhr nicht einschlafen, zumal ja noch mal leichtere Gewitter über uns hinwegzogen. Im Garten lag viel Laub und manche abgestürzte Laterne herum, anders als bei der Freundin vor der Haustür. Ich bin dann auch erst gegen zehn aus dem Bett gestiegen, denn ich fand es dort noch sehr gemütlich.


Pünktlich zur Sommersonnenwende - um 10.24 Uhr (MESZ) in unseren Breitengraden - bin ich am Sonntag gerade noch rechtzeitig aufgewacht. Vom nächtlichen Schlaf hatte mich nicht nur die Temperatur ( Tiefstwert bei 20°C ), sondern auch wiederholtes Donnergrummeln abgehalten. Und nach den Ereignissen vom Vortag war ich etwas innerlich auf dem Sprung. Zum Glück habe ich genug "Stoff" auf dem Nachtisch liegen und ich habe dann weiter die "Buddenbrooks" gelesen. Passend dazu gehört: "Urban Nightvon Gabin, dem italienischen Mixer-Duo. Ich mag Nu Jazz.

Die Sonne gesehen habe ich erst am Mittag, nachdem sich die Wolkendecke aufgelöst hatte. Einen täglichen Genuss bei diesem Wetter bereiten mir Erdbeeren aus der Region & ein Eiskaffee zur entsprechenden Zeit am Nachmittag.


Am Montag hat mich die Wärme sehr früh geweckt, mal nicht der Baustellenlärm 😆. Da habe ich mich noch vor acht Uhr zum Einkaufen aufgemacht. Irgendwas braucht frau doch immer und bei 23°C fand ich das noch sehr angenehm draußen.

Dieser morgendliche Anblick tut mir immer wieder gut.

Meine liebe Friseurin hatte meinen Termin in der Mittagszeit aus eigener Überlegung heraus auf den Morgen des Dienstags verlegt, so dass ich mich bei gemäßigten Temperaturen von 24°C auf den Weg ins Sechzigviertel machen...


... und schon eine Dreiviertelstunde später den Heimweg antreten konnte. ( Man könnte glatt meinen, in den Straßen dort wird gerne gefeiert. )





Aprikosen stehen neben den Erdbeeren ganz oben auf meiner sommerlichen Genussliste, und ich habe mir mittels CrowdFarming zwei Kilo aus meiner Sehnsuchtsregion kommen lassen. Cavaillon, so heißt der Hauptumschlagplatz für die wohlschmeckenden agri-kulturellen Produkte des Vaucluse/Provence. Welch ein Klang! Und welch samtiger Geschmack bei den Früchten!



Vom Friedhof bin ich am Mittwochmorgen auf den Schattenseiten der Straßen zur U-Bahn-Haltestelle gegangen und habe mal lustige Details an den Häusern aus den 1920er Jahren festgehalten wie den Schuhabstreifer neben der Haustür rechts. Das Habichtskraut wuchs und blühte üppig in den Ritzen zwischen Gebäuden & Trottoir.



Den reizvoll - deliziösen Brezensalat habe ich euch schon vor einem Jahr anempfohlen. Aber die Erlebnisse dieser Woche beschränken sich bei mir halt nun mal auf die Kulinarik... 




In dieser Woche kamen dann drinnen auch die vielen geschenkten Fächer zum Einsatz.

Was mich sehr gefreut hat zu erfahren, dass am Donnerstag meiner so schrecklich an ME/CFS leidenden achtzehn Jahre jungen Nachbarin ( doch noch vorgezogen ) ihre schalldichte Schlafbox aufgebaut worden ist und sie in diese einziehen konnte.



Aus Châteaurenard in den Bouches-du-Rhône haben ich am Freitag Tomaten über CrowdFarming bekommen, die schmecken wie Tomaten in Kindertagen geschmeckt haben und meines Erachtens schmecken sollten. 😋

Mein Web-Fundstück der Woche ist mal wieder die diese Seite der Neuen Ruhr-Zeitung (NRZ), auf der man - zumindest für NRW - sich die Entwicklung der Hitzetage im jeweiligen Monatszeitraum für seine Stadt/Region abrufen. Ich mache das immer wieder mal für Köln, so auch gestern, daher der screenshot für den Vergleichszeitraum 1991 - 2022:


Von wegen "hatten wir immer schon". Ich hab die der Darstellung zugrundeliegenden 65 Jahre im Köln-Bonner Raum ja am eigenen Leibe mitgemacht. Aus "Hitze gab es früher auch" folgt eben nicht automatisch: "Hitze heute ist nichts Besonderes." Das ist zu kurz gesprungen und eine solche Ignoranz entschuldigt auch nicht die Gnade der späten Geburt ( na ja, auch 76jährige machen da mit... ). "Diese Klientel verkauft nicht nur die eigene Großmutter, sondern auch die Kinder, Enkel und unzählige Generationen in der Zukunft", meint dazu der Meteorologe Özden Terli.

Die globale Erhitzung steigert sich also immer weiter, heiße Tage werden deutlich häufiger, und wir werden wohl eine historisch zu nennende Hitzeperiode an diesem verlängerten Wochenende erfahren. Die physikalische Realität ist einfach so, und die gilt ausnahmslos für alle. Noch mal: Die Physik gibt die Regeln vor, nicht irgendein Youtuber oder Politiker. Die globale Erwärmung ist keine Glaubensfrage.
Ein heißer Tag ist Wetter. Viele heiße Tage über Jahrzehnte sind Klima. Genau deshalb zählt man nicht einzelne Sommer, sondern ganze Zehn-Jahres-Blöcke. In dem Dezennium, in dem ich geboren wurde, waren es gerade mal 25. Jetzt sind wir bei 95, also fast das Vierfache.
Einfach nur noch widerlich sind manche andere Web-Fundstücke: Die entsprechend Veranlagten machen auch schon wieder in den einschlägigen social media mit beim Verlachen der Hitzetoten, die diese Hitzeglocke über Europa wohl erneut zu verantworten hat. Die erspar ich euch, denn ich will sie nicht bewerben. Ein augenzwinkernder Web-Fund ist hier zu finden, darüber, was ein Pariser bei 40°C - wie am Donnerstag wieder dort gemessen - macht. Und wenn ihr schon auf Instagram geschaltet habt: Noch einer!


Und noch zwei Sachen:

Sind euch in den letzten Wochen & Monaten auch die exorbitant hohen Zugriffsquoten auf euren Blog aus den Vereinigten Staaten, China, Singapur, Hongkong, Vietnam und Brasilien aufgefallen? 

Mir scheint, dass da auch meine allseits online zugänglichen Texte Trainingsmaterial für die sogenannte KI geworden sind und von Datensklaven ausgebeutet werden, die hereinschneien, meinen geistigen Output einsacken und grußlos und ohne zu bezahlen wieder verschwinden. Eine sehr unerfreuliche Erkenntnis!

Ein Wink vielleicht, mich mehr all der zauberhaften Schreibgeräte, der ansehnlichen Briefpapiere, Karten und Couverts, die ich horte, zu bedienen und ganz, ganz analog zu schreiben, war für mich in dieser Woche die von der lieben Birgitt ganz spontan verschickte Karte im Briefumschlag:





Ich hab mich so gefreut darüber. Und dann ist auch noch ein postalischer Gruß von Nicole/Frau Frida bei mir durch den Briefschlitz getrudelt. Euch beiden ein 💜liches Danke!
                                                                                  


Verlinkt mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday, den "Sonntags Top Sieben" bei Anni und mit Nicoles/Frau Frieda "Plausch am Gartenzaun" 

Samstag, 9. Mai 2026

Meine 19. Kalenderwoche 2026

"Irgendwann macht es auch keinen Spaß mehr, mit Bots zu streiten.
.....
Um einen klaren Kopf zu bekommen (...) , 
muss die Seele einen Umweg suchen und nehmen."
Nils Minkmar 

"Trost im Kleinen zu suchen, 
das ist für mich eine Art Lebenskunst geworden."
Gabriele von Arnim

"Nachdenken ist online ein bisschen 
wie leise sprechen auf einem Rockkonzert. 
Es ist grundsätzlich möglich, 
aber man sollte sich nicht wundern, 
wenn es kaum jemand hört."
Tom Wannenmacher

"In Deutschland gilt man bei vielen ja als intelligent, 
wenn man Missbehagen 
besonders gut artikulieren kann."
Joachim Gauck

Da hatte ich mich gerade am Samstagnachmittag aufgerafft, noch ein paar Besorgungen auf der Hauptstraße zu machen, ging es mit dem ersten etlicher Schauer ( vier insgesamt ) und kleiner Gewitter über uns los. Machte nichts! Bei knapp über 26°C und mit einem Schirm, vorsorglich im Wägelchen deponiert, war das gut auszuhalten. Hinterher war es aber auch das erste Mal in diesem Jahr schwül.



Was mich darauf gebracht hat, am Sonntag drinnen im Keller zu wühlen ( das Wetter? Kein blauer Himmel!), kann ich nicht sagen. Nach dem Staubschlucken musste ich mal sündigen - Schwarzwälder Kirsch, ein Genuss! Ansonsten habe ich viel gelesen..., 




... während der Regen meine Tonne wieder ganz erträglich gefüllt hat.



Weil dieser erste Zeichentrickfilm der genialen Lotte Reiniger in diesen Tagen vor hundert Jahren erstmals gezeigt worden ist, habe ich ihn mir noch mal angesehen. "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" bezaubern mich immer wieder.  Ebenso das üppige Maiengrün. Wie heißt es doch: "Ist der Mai grün & nass..."



Neue Lektüre für mich  ist diese Woche auch durch meinen Briefschlitz gefallen. Vielen Dank, liebe Sunni! Gelesen ist sie noch nicht, habe ich doch gerade noch ein anderes, vergnügliches Buch "in der Mache". Das Hobby "Nähen" rettete mich drinnen - wie das Lesen -, durch die dauerverregnete Wochenmitte.



Das wichtigste & schönste Ereignis in dieser sonst so ereignisarmen Woche war mein Treffen mit Ghislana/Jahreszeitenbriefe. Sie ist mal ist mal wieder unterwegs auf Familien- & Bloggerinnenbesuch gewesen, und ich freue mich, dass Köln & ich da immer wieder ein Anlaufpunkt für sie sind. Getroffen haben wir uns wieder im "Ludwig im Museum"...


... und uns ein paar schöne Stunden mit dem Austausch von Lebenserfahrungen gemacht und dem Genuss von Kapuzinern & Co. Anschließend bin ich an der Dombauhütte vorbei ( das geht jetzt wieder )...


... zum Dom-Vorplatz und dann zur U-Bahnstation.




In meinem Garten blüht & duftet (!!!) jetzt schon die "Gertrude Jekyll", die Lieblingsrose meines Mannes. Draußen wie drinnen, letzteres muss eben auch sein, hocke ich ja nicht neben dem Rosenbusch.



Auch außerhalb meines Gehäuses löst der Mai den Juni als Rosenmonat ab. So hinreißend schön! Und dann triffst du lauter Nachbarn, von Kummer & Sorgen beladen ( siehe weiter unten )...




Als Web-Fundstück/e lasst ihr hoffentlich mal wieder meine Zitate zu Beginn des Posts durchgehen. Ich habe im Netz dann auch noch einen Begriff gefunden, der zu meiner Wesenheit passt: otrovertiert. Ich denke, davon gibt es mehr Menschen, als man auf dem Schirm hat. Das menschliche Sein ist halt einfach sehr vielfältig. Freundlichkeit und die Akzeptanz, dass es einfach so ist, wäre ein Gewinn für die Gesellschaft. Ich halte es mit dem ollen Goethe:

Eines schickt sich nicht für alle.
Sehe jeder, wie er's treibe,
Sehe jeder, wo er bleibe,
Und wer steht, daß er nicht falle!

Schubladen finde ich aber generell blöd.

Nachher gehe ich wieder mit den ( Ex-Floristen - ) und weiteren Nachbarinnen zur Liegenddemo auf dem Altermarkt, um auf die besch.... Lebenssituation der an ME-CFS Erkrankten (  betroffenen Menschen mit Long-Covid und Post-Vac sind da auch eingeschlossen ) aufmerksam zu machen. Für ihre Enkelin konnte inzwischen durch die Spendensammlung bei Gofundme der Kauf einer schalldichten Schlafkabine finanziert werden ( unbedingt notwendig! Die Pizzeria unter der Wohnung stellt bislang schon um 22 Uhr ihren Betrieb ein und die Betreiber & Mitarbeiter des Blumenladens ihre Pausen im Innenhof, weil alleine schon dadurch die Geräuschbelästigung unerträglich für die Achtzehnjährige war. ) Es gibt jetzt auch eine App, über die praktische Unterstützung der Familie organisiert wird. Da hab ich mich sofort registriert. 

Wie es der ganzen Familie geht: Schaut euch diesen Beitrag im Fernsehen an! Seitdem ist ein Monat bereits wieder vergangen, und die tapfere Nachbarin ist mit ihrer Kraft am Ende, die Mutter/Großmutter auch. Vielleicht verbreitet ihr das Video, die Botschaft, damit in der Gesundheitspolitik & - forschung ankommt, was für eine schlimme Krankheit das ist? An niemanden kann man sich wenden, der da sozial wie medizinisch helfen kann. Was die Betroffenen & Angehörigen mitmachen, beschäftigt inzwischen das Veedel. 

Da lernt frau Demut.

                                                 


Verlinkt mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Mondayden "Sonntags Top Sieben" bei Anni und - ganz neu - bei Elke und "Was blüht denn da?"