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Sonntag, 27. Juli 2025

Mein Freund, der Baum: Die Manna - Esche

Den heutigen Blogpost zu einem ganz neuen Baum in meinem Verzeichnis verdanke ich Rosi/Rumpelkammerxxl, die ihn vor einer Woche in ihrem Blog gezeigt hat, als er in voller Blüte stand. Sie hat mir ihre Fotos zur Verfügung gestellt bzw. noch neue "geschossen". 

Die Manna - Esche Fraxinus ornus, auch Blumen- oder Blütenesche, Schmuck-Esche oder Zwerg-Esche genannt, im Mittelalter auch als Himmelsbrot, Himmelsthau, Leympawm erwähnt, gehört wie der lateinische Name schon sagt, zur Gattung der Eschen - Fraxinus - innerhalb der Familie der Ölbaumgewächse Oleaceae. Sie kommt eigentlich aus dem östlichen Mittelmeerraum, ist aber auch anzutreffen in Spanien, Frankreich ( inklusive Korsika ), Italien ( inklusive Sizilien, wo sie intensiv auf Plantagen angebaut werden ), der Schweiz, Österreich, Ungarn, im Raum der ehemaligen Länder Tschechoslowakei & Jugoslawien, in Bulgarien, Rumänien, Albanien, Griechenland, der Türkei, Syrien und dem Libanon. In Südeuropa und dem südlichen Mitteleuropa ist sie ein beliebter Zier- und Straßenbaum, der auch bei uns immer mehr in der Stadtplanung vorkommt, wie man an den Bingener Exemplaren unschwer erkennt. 

Hierzulande gilt diese Esche als Neophyt, der aufgelassene Weinberge & warme Böschungen vor allem in Bayern und Baden Württemberg besiedelt hat, mag er doch besonders kalkhaltige und steinige Standorte in voller Sonne. Die Manna - Esche wird zu den Klimawandelgehölzen gezählt.

Die Manna - Esche ist ein sommergrüner Laubbaum von bis zu zehn Metern, seltener 25 Metern Höhe, gilt also eher als Kleinbaum, und entwickelt eine rundliche, lichte Baumkrone von drei bis fünf Meter Breite. Sie gilt als robust, schnell wachsend und bienenfreundlich. Sie bildet sehr gerade Stämme von bis zu einem Meter Umfang und das sogar durchgehend durch die Krone bis hin zur Spitze und setzt erst in einer gewissen Höhe die Verzweigung an, was sie auch zum Straßenbaum prädestiniert.

Im Gegensatz zur Gewöhnlichen Esche ist die Borke gräulich glatt und nicht gefurcht, also sehr angenehm anzufassen. Die Rinde der Zweige ist dann eher oliv- bis graugrün, fein punktiert durch hellbraune Lentizellen. Die Äste stehen strahlenförmig und verdreht vom Hauptstamm ab.


Dieser Baum ist ein Tiefwurzler mit einem dichten Faserwurzelsystem. Man kann ihn auch als Herzwurzler bezeichnen. Das macht ihn standsicher, und er trotzt allen Winden und Stürmen.  So vermag er auch flachwurzelnde Bäume im Innern eines Waldes vor Sturmschäden zu sichern.

Wie viele andere Baumarten aus dem Mittelmeerraum hat auch die Manna - Esche kreuzgegenständige und unpaarige Fiederblätter. Diese Blätter werden ca. 15 – 20 cm lang und bestehen aus ca. 9 einzelnen Fiederblättchen. Die sind eiförmig und lanzettlich mit leicht gesägtem Blattrand. Ihre Oberseite ist mittelgrün, die Unterseite ist heller und auf den Blattadern vor allem an der Blättchenbasis bräunlich oder weißlich behaart. Im Herbst entsteht eine wunderschöne goldgelbe Färbung.

Die Blütezeit der Manna - Esche beginnt im April und dauert bis Juni. Zeitgleich mit den Blättern entfalten sich die zuerst aufrechten, später überhängenden Blütenrispen, die aus vielen Einzelblüten bestehen und ca. 20 cm groß sein können. Die Blüten sind strukturell zwittrig, d.h. überwiegend sind die Blüten männlich und in geringerem Maße zwittrig mit einer sehr niedrigen Fruchtbarkeitsrate.

Von weitem sehen diese Blüten, die im Baum verteilt hängen, als wäre dieser mit Sträußen geschmückt worden. Die cremeweißen Blüten duften angenehm süß, und ihr Pollen ist eine wertvolle Nahrung für Bienen, Hummeln und andere Insekten. Darin unterscheidet sie sich von allen anderen Eschen, denn diese sind allesamt Windbestäuber und für die Imkerei uninteressant.

Im Oktober reifen die Flügelfrüchte der Blumenesche: flache, einsamige Nüsschen, einseitig geflügelt, wobei der schmale, längliche Flügel wie ein Paddel aussieht und etwa 1–2 Zentimeter lang ist. Sie färben sich glänzend dunkelbraun.

Im Unterschied zu anderen Eschenarten wird die Manna - Esche auch nicht von dem Pilz befallen, der für das Eschentriebsterben verantwortlich ist. Selten kommt es zu einem Befall mit Gallmilben oder Schildläusen.

Aber was ist das Besondere an diesem Baum? 

Seine Wertschätzung basiert auf dem weißen, süßen Saft, welcher aus Astwunden austritt. Dieser Saft nennt sich Mannin und besteht zu 90 % aus dem Zuckeralkohol Mannit oder Mannitol. 

Und wofür benötigt man diesen Saft? Er wird vor allem in der Medizin verwendet. Dort wird er als ( mildes ) Abführmittel ( Laxans ) oder bei drohendem Nierenversagen & Vergiftungen intravenös ( als Diuretikum ) verabreicht und als Binde- oder Füllmittel für Tabletten eingesetzt. Durch eine weitere Phase im Herstellungsprozess lässt sich ein Süßstoff gewinnen, welcher unabhängig vom Insulin im Körper verarbeitet wird. Der ist eine Alternative zum raffinierten Zucker oder auch zur Importware wie Stevia. Für Diabetiker ist dieser Süßstoff also besonders gut geeignet. Zusatzplus: Er lässt sich auf natürlichem Wege ohne chemische Prozesse herstellen!

Mannitol
In Plantagen wird zwecks Gewinnung des Mannitol die Rinde der Manna - Esche vorsichtig bis zum Kambium angeritzt, aber nicht am Stamm, sondern ausschließlich an den Seitenästen. Dort bildet sich nämlich weit mehr Mannin. Der Saft erhärtet schnell zu einer gelblich-weißen kristallinischen Masse, die an der Sonne getrocknet und dann weiterverarbeitet werden kann. In Süditalien heißt der Saft "Manna cannelata", womit auch abschließend geklärt ist, woher der Baum seinen Namen hat.

Jetzt seid ihr wieder dran, ihr Lieben, die ihr mit mir diese Baumliebe teilt! Welche Bäume haben euch in diesem Sommer erholsamen Schatten geschenkt? Die Verlinkung ist diesmal bis zum 30. August möglich.

Rosi danke ich an dieser Stelle für den Anstoß & die Mitarbeit an diesem Baum-Post. So entsteht Schwarmintelligenz 🤣

Und dann möchte ich euch noch auf eine Kampagne aufmerksam machen, die Unterschriften sammelt und eine Initiative gegen den Wassermangel anregt, indem mehr  Bäume und Hecken auf die Äcker gepflanzt werden, so wie es noch in meiner Kindheit vor siebzig Jahren der Fall war. Bäume und Hecken kühlen die Luft, bremsen den Wind und speichern CO2. Aber vor allem halten sie Wasser im Boden und stoppen die Bodenerosion. Es ist nämlich vielen nicht bewusst, dass uns durch das immer häufigere Starkregengeschehen immer mehr fruchtbarer Boden verloren geht. Hier könnt ihr unterschreiben.

                                                     

You are invited to the Inlinkz link party!

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Samstag, 11. Mai 2024

Meine 19. Kalenderwoche 2024

"Schlage fünf Demokraten, 
schüchtere fünfhundert ein."
Ronen Steinke
"Ich bitte euch, seid Menschen!"
Margot Friedländer 
"Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar"
Ingeborg Bachmann


Heftige Regengüsse gab es auch am vergangenen Samstag wieder. Also bin ich meinen Lieblingsbeschäftigungen nachgegangen: Lesen, Schreiben, Nähen. Auch gut.




Kochen gehört nicht zu meinen Leidenschaften. Aber ich esse gerne lecker. Also unterzieh ich mich der Anforderung. Und wenn es keine andere Ablenkung gibt, z.B. weil es regnet, stell ich mich auch gerne in die Küche. Schnell muss es gehen, unkompliziert muss es sein, Lieblingslebensmittel müssen dabei sein, allen voran Tomaten. So auch bei dem Rezept von KitchenAchim, das ich mir dann am Wochenende vorgeknöpft habe. Das Prädikat: einfach köstlich! 

Der Sonntag war dann wieder freundlicher. Am klarblauen Himmel balgten sich die Wolken - das passende Wetter auch in Bezug auf dringend notwendige Aufräumarbeiten im Garten. Da lag mir was mächtig auf der Seele. Aber ich habe die Deadline Montag früh um sieben Uhr schließlich geschafft. Uff! Schulterklopf! 

So war ich dann auch zeitig bei der Bank en d'r Sity. Die Highlights am Anfang der Woche bot allerdings eher meine Küche, z.B. Kartoffelmuffins mit grünem Spargel.


Ansonsten galt für diese Woche: "Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser schönen Maienzeit"...


Und wie immer schließe ich diesen Post ab mit den Verlinkungen bei Andreas Samstagsplausch, der Gartenwonne & ihrem Frühlingsglück, den Sonntagsschätzchen der Zitronenfalterin, Nicoles magischem Mai und dem mosaic monday Heidruns. 

Bon week-end!

                                                                                         

Mittwoch, 29. März 2023

12tel Blick März 2023

Zunächst wieder - wie im Vorjahr - richte ich den Blick auf meinen Terrassentisch: 



Die Blumen des ersten Vierteljahres
sind diesmal auf dem Tisch vereint:
Hornveilchen vom Januar,
Vergissmeinnicht vom Februar
&
die purpurnen gefüllten Tulpen des März.
( Die Hauswurze bleiben ohnehin bis zum St. Nimmerleinstag. )
Alle warten am ersten offiziellen Frühlingstag 
wie ich auf frühlingshafte Temperaturen.

Zu meinem zweiten Blick,
dem Erzberger Platz,
bin ich dann erst acht Tage später gegangen:





Damit man erkennt, dass wieder mehr Menschen, groß wie klein,
den Platz aufsuchen 
( immerhin ist es zehn Grad wärmer als im Februar ),
noch ein Foto vom Teil des Platzes hinter der Pergola:




Last, but not least:
die Übersichten:
































Verlinkt wird dieser Post wieder mit Eva Fuchsens Blog,
die dankenswerterweise alle 12tel Blicke sammelt.




Dienstag, 21. März 2023

20. März, 22:24 MEZ



Das ist genau der Zeitpunkt, an dem der Frühling in der vergangenen Nacht begonnen hat. Ich schreibe ja Jahr für Jahr, dass für mich persönlich der Frühling erst mit der Tagundnachtgleiche, dem Äquinoktium, beginnt. 



Es gibt nur zwei Tage im Jahr mit dieser besonderen Eigenschaft und die wurden von vielen Völkern im Lauf der Menschheitsgeschichte gefeiert bzw. prägen auch heute noch den Festkalender in vielen Kulturen. Dass ich an diesem Tag festhalte, gibt mir auch ein Gefühl der Verbundenheit mit all denen, die vor uns waren.







Verlinkt mit Nicoles "Niwibo sucht..."

Samstag, 5. Juni 2021

Meine 22. Kalenderwoche 2021

"Eine Krise macht Notleidende 
nicht unbedingt zu besseren Menschen, 
öffnet aber den Blick auf Gleichgesinnte."
Frank Roselieb, Krisennavigator

"Hass ist nichts anderes als der Versuch, die eigenen Wunden zu heilen."
Nahlah Saimeh, forensische Psychiaterin

"Es geht anscheinend nicht mehr um Corona, oder?  
Sondern nur noch: 
Wie werde ich meinen Frust los? 
Hoffentlich werde ich gesehen? 
Polizist*in möchte ich wirklich nicht sein. 
Echt stressige Situation. 
Wer bezahlt, damit Frau/Mann sich in den Mittelpunkt stellen kann???"
Netzfund



Der Rosenmonat hat begonnen! Und viele Knospen bei "Belle Story" ( hier links ) oder "Gertrude Jekyll" ( unten rechts ) versprechen ein rauschhaftes Blütenfest. Beide Austin - Rosen erfreuen uns schon über dreißig Jahre in unserem Garten.


Bei 20° C war am Samstagnachmittag Gelegenheit, endlich auf der neuen Gartenbank des Herrn K. zu sitzen, einen Eiskaffee zu schlürfen und in das wildwuchernde Grün in unserem Garten zu schauen.


Still war es im Carré am späten Nachmittag, erleichtertes Aufstöhnen 90 Minuten später. Immer wieder bin ich dann auch an solchen Tagen "Effzeh-Kölle" und hab mir darauf ein Glas Sekt genehmigt.


Beim Spaziergang in unserer Umgebung entdeckten wir ebenfalls bereits blühende Rosenbüsche ( und das frisch ergrünte Birkenwäldchen meines 12tel Blicks des Jahres 2019 ).


Der so plötzlich doch über uns gekommene Frühsommer - der Holunder blüht - macht die Terrasse zu einem weiteren Wohnzimmer. Am Dienstagabend haben wir zum zweiten Mal in diesem Jahr draußen gegessen, wie schön!

Erreicht hat mich auch wieder eine Aufmerksamkeit einer Mit-Bloggerin: Marita/Kleiner Staudengarten hat mit Rhizome ihrer wunderschönen Iris geschickt, die in meinem Garten einen Hauch von Provence - Erinnerungen verbreiten sollen. Vielen lieben Dank, dass du dir die Mühe trotz anderer Vorhaben noch gemacht hast!
Ein sonniges Plätzchen war schon ausgeguckt, doch mir war es zum Pflanzen erst einmal viel zu warm...




Auch die "Eden Rose 85" öffnete im Laufe der Woche ihre ersten, üppig gefüllten Blütenköpfe. Hoffentlich hat den Rosen die leichte Erfrischung von oben am Feiertag gut getan...


Ich liebe meinen Garten - aber dort wäre ich auch gerne dabei gewesen! Aber ich habe auch mein Vergnügen an den vielen Fotos, die ich täglich bekommen habe.

Unsere netten Nachbarn haben auch ein Vergnügen, indem wir mit unserer Kletterrose "Sorbet" ihr Balkongitter mit beranken. Das hatten wir im letzten Corona- Frühsommer so ausgemacht. Anwohner auf unserem Plätzchen haben ebenfalls an ihren Häusern große Rosenstöcke herangezogen, was enorm viel zur wohltuenden Atmosphäre beiträgt.


Von Frau Frosch ist mir per Post ein selbiger in den Garten gehüpft. "Augenpoesie", die schmunzeln lässt und ein gutes Gefühl hinterlässt, weil jemand an einen denkt. Vielen Dank, liebe Jorin! Ich habe mich so gefreut, dass du mich nicht vergessen hast!



Die so freundliche Frühsommerwoche ging dann am Freitagabend mit einem Gewitter und ordentlichen Schauern zu Ende. Reichlich Wasser ( 42 Liter, mehr als die Hälfte  des Durchschnitts im gesamten Juni ) lief nicht nur in unser Wasserfass, sondern auch in den Waschkeller. Da hatte ich dann noch meinen so vermissten Badespaß.



Erkenntnis der Woche: dass Menschen doch ihre eigene Fähigkeit so unglaublich überschätzen, Fake News erkennen zu können!

Netz-Entdeckung der Woche: 


Na so was! Der Glaube hat schon manches Mal geholfen. Und manchmal ist das Gehirn halt in der Hose.

Lektüre der Woche: was es mit dem in entsprechenden Kreisen so viel zitierten "Nürnberger Kodex" auf sich hat, wird hier in Bezug auf die Impfung erklärt; über die Entstehung einer Fotoserie über Long-Covid- Patienten  kann man hier lesen & schauen; die verkorkste Kommunikation in den vergangenen 15 Monaten spielt u.a. in der Rückschau der Wissenschaftsjournalistin Silke Jäger eine Rolle, aber auch sonst kommen ihre persönlichen Gedanken und Erfahrungen meinen sehr nahe und ich kann mich darin gut wiederfinden - hier nachzulesen; da ja immer wieder das schwedische Modell, auch in "Mainstreammedien" hochgepriesen wird, hier die Meinung des Kontrollkomittees des schwedischen Reichstags: Fazit: mangelhaft! Ein ganz anderer Aspekt der Impfgegnerschaft wird hier beleuchtet. 

Und statt zu lesen, gehört: einen Podcast zum Thema "Was tun gegen Verschwörungslegenden?" mit Ingrid Brodnig und Michael Blume, der noch einmal alles zusammenträgt, was ich in den letzten Wochen und Monaten gelesen und erfahren habe zum Thema.

Ärgernis der Woche: Dieses Winden & Würgen nach wie vor hier im Erzbistum bezüglich priesterlichen Missbrauches, auch mit Hilfe eines Gefälligkeitsgutachtens durch den Strafrechtler Björn Gercke. Der schiebt den Machtmissbrauch einfach beiseite, denn der habe ja keinen Bezug zur priesterlichen Tätigkeit. 

Äh?
 
Die letzten beiden Familienglieder, die noch in der Kirche waren, haben inzwischen genau deshalb zwei der begehrten Termine beim Amtsgericht ausgemacht..
 
Ärgerlich auch, dass die Erzählung von schwachen und unschuldigen Kindern diese nicht vor Gewalt schützt, sondern einzig und allein populistisches Mittel ist, um die "Perversen" als Kontrast zu den "Normalen" plakativ zu kennzeichnen. Dabei sind es die ganz normalen Menschen wie du und ich, vor denen die Kinder bewahrt werden müssen, das habe ich hier schon öfter geschrieben, da  meine konkrete Erfahrung. Nur kostet das mehr Geld und Energie da Abhilfe zu schaffen als ein Prozent der Täter hinter schwedische Gardinen zu bringen.

Wochenfreude:  der üppige Rosenflor im Garten, die Sonnentage auf der Terrasse! 






Verlinkt mit dem Samstagsplausch bei Andrea Karminrot und dem Sommerglück bei Wolfgang & Loretta

Montag, 31. Mai 2021

12tel Blick - Mai 2021

 In diesem Jahr zwei Ansichten beim

12tel Blick:

Als erstes wieder der Terrassentisch,
auf den ich passend zum feucht-grünen Mai
diesmal einige meiner schönen neuen Hostas
gestellt habe:





Ich hoffe damit zu überzeugen,
dass Grüntöne ganz ohne farbige Blüten zu begeistern vermögen.
hatte mich durch ihre Ableger animiert,
es wieder neu mit den herrlichen Blattgewächsen zu versuchen.
Meine kleine Hauswurzsammlung steht ja
in diesem Jahr immer mit auf dem Tisch.

Mit dem zweiten Blick, unserem Marktplatz,
bringe ich dann doch auch etwas Sonne ins Spiel:






















Dafür ist am Sonntagmorgen "Tote Hose",
denn der sonst übliche Flohmarkt darf unter den Pandemiebedingungen nicht stattfinden.
Rundherum um den Markt wird aber in den Lokalen heftig daran gearbeitet,
ab Morgen wieder die Außengastronomie zu öffnen.
Endlich haben wir es in der Stadt geschafft,
an fünf Werktagen unter dem Richtwert zu bleiben!
Es ist der zweite frühsommerliche Tag in diesem Monat, 
mit einer Temperatur von 20°C.

Doch jetzt zu den Übersichten:
Zuerst mein Tisch...

... dann der Marktplatz:










Bei Eva Fuchs findet ihr seit gestern wieder die 12tel Blicke der anderen Teilnehmerinnen dieser Challenge.




Samstag, 29. Mai 2021

Meine 21. Kalenderwoche 2021

"Alle geimpften Menschen werden innerhalb von 2 Jahren sterben." 
Luc Montagnier, Nobelpreisträger (angeblich)

"... das Endzeitnarrativ ist auch ein politisches Instrument, 
um die Institutionen der parlamentarischen Demokratie zu delegitimieren 
und die Wählerinnen den politischen Rändern zuzutreiben. 
Dort aber werden keine Probleme gelöst, sondern nur ausgenutzt."
Mark Schieritz

"Leute, beruhigt euch.
 Im Paläoarchaikum vor ca. 3,5 Milliarden Jahren, 
gab es einen Dauerregen über lange 40000 Jahre, 
der die Ozeane gefüllt hat. 
Wir haben die aktuelle Situation 
also nicht zum ersten Mal."
Netzfund 


So sah  es an beiden Pfingsttagen aus: Morgens strahlend blauer Himmel, abends heiter bis wolker und dazwischen immer wieder Regen, immer dann, wenn frau gerade den Fuß vor die Tür setzen wollte. Ich hatte aber genug zu tun, alldieweil ich mir viel zu viel vorgenommen hatte. Hinterher hatte ich schlimme Kreuzschmerzen.



Die blieben doch tatsächlich aus, als ich am Dienstag unter Donnergrollen hoch am Himmel und immer wieder netten Schauerchen endlich die Stauden von Gaißmayer ins Beet mit den Eibenkugeln gepflanzt habe. War sogar sehr lustig, nur ein bisschen dreckiger als sonst war ich. Überhaupt stelle ich fest, dass ich öfter bei Regengedröppel durch den Garten streife als bei Sonnenschein.




Pfingstrosen auf der Karte zusammen mit fröhlichen Servietten kamen aus Nürnberg von Sieglinde. Es ist so schön in dieser öden Zeit der Selbstisolation, jede Woche eine Nettigkeit von jemandem aus dem www zu bekommen, was beweist, dass es nicht so steril & herzlos ist, wie behauptet. Danke, du Liebe!




Die Maiglöckchen stammen nicht aus unserem Garten, sondern vom Floristennachbarn. Wie vor 44 Jahren habe ich meinem Lebensmenschen welche zum Geburtstag geschenkt. 

Seinen 80. Geburtstag nicht richtig feiern zu können, ist schon hart. Doch dank ausgiebiger Testerei und Übernachtung im Hotel außerhalb Kölns war es mit der Tochter und den Enkelmädchen im kleinsten Kreis möglich.





Die Mädchen haben den Jubilar mit Gesang, Konfetti, Ballon und einem selbst gebackenen & verzierten Marmorkuchen hochleben lassen.


Und selbst das regenreiche Wetter hat sie nicht gehindert, in ihren Lieblingsbaum zu klettern.







Nur die neue Bank - mein Geschenk für den Herrn K. - konnten wir nicht wirklich besitzend einweihen. 

Ein schöner und erfüllter Tag voller Abwechslung wie schon lange nicht mehr. Und das "Geburtstagskind"? Glücklich, weil es Teile seiner Familie ums sich hatte. Und Oma? Selig, weil sie ihm und den Kindern viele Wünsche erfüllen konnte.




Ich war jedenfalls hinterher so fit & aufgemöbelt, dass ich anschließend die Bude noch auf Vordermann bringen konnte. Da machten sich 25 Kilometer weiter südlich die Kinder schon bettfertig.




Am nächsten Tag war dann lazy thuesday angesagt.




Und abends dann noch ein Livestream - Konzert mit "unserem" Orchester mit Dvořák & Schubert.




Am Freitag war dann neben einer Reihe von Alltagspflichten das Bepflanzen sämtlicher Blumenkästen im 1. Stock angesagt. Das ist inzwischen ganz schön hart, wenn frau das alleine bewerkstelligen muss. Eimer rauf, Eimer runter, mit Erde, verblühten Pflanzen, neuen Geranien, alles zum Kompost am Ende des Gartens schleppen und hinterher alles säubern. Ich kriege es immer noch hin, uns ein schönes Zuhause zu schaffen mit gutem Essen, sauberer Wäsche (  und ebensolchen Böden & Möbeln ). Aber inzwischen merke ich, dass ich immer weniger bei euch zum Kommentieren komme. Vor allem, wenn dann Blogger immer wieder mitten im Schreiben alles in Luft auflöst. Dann ist bei mir auch die Luft raus. Ich hoffe auf eure Nachsicht. Lesen tu ich immer noch.



Erkenntnis der Woche: dass einem nicht nur Enthaltsamkeit bei Instagram gut tut, wie es Susanne hier beschrieben hat, sondern auch bei Twitter. Das kann kein einzelner Mensch ertragen, was da an Geschwurbel zutage kommt. Die Pause in der Mitte der Woche hat vor allem meinem Haarschopf gut getan, der unter dem Raufen angesichts der Abstrusitäten etwas gelitten hat.

Netz-Entdeckung der Woche: eine Information der Freien Waldorfschule Überlingen:


Wo bleibt nur bei mir diese Bluetooth- Konnektivität nach einer Astrazeneca-Impfung? Ich hab's immer wieder ausprobiert, schöne Eindrücke nur mit den Augen aufzunehmen und an mein MacBook weiterzuleiten. Nada...

Lektüre der Woche: ein Buch über eine Frau, die nach ihrer kurzen Zeit im Blick der Welt-Öffentlichkeit fünfzig Jahre geschwiegen hat. Demnächst mehr dazu im Blog.

Ärgernis der Woche: Wie das Revolverblatt mit den vier Buchstaben Kinder instrumentalisiert, um Aufmerksamkeit zu heischen: An einem Tag veröffentlicht das Blatt das Foto des fünfjährigen Überlebenden des Seilbahnunglücks in Oberitalien, der seine Familie verloren hat, und verletzt damit die Menschenwürde und das Recht aufs eigene Bild des kleinen Jungen, am anderen Tag spielt man sich zum Interessenvertreter der Kinder auf und bittet diese um Verzeihung für das, was sie in Pandemiezeiten aushalten mussten, "weil die Bundesregierung es nicht macht". 

Aber noch viel ärger: Jetzt wieder die Last der Pandemie auf die Kinder abzuwälzen und beim Impfen nicht auf die Stiko zu hören. Impft endlich, endlich die Eltern, dann sind auch die Kinder besser geschützt! Schulbesuch kann nicht davon abhängig gemacht werden. Und von den Senioren erwarte ich endlich Solidarität, indem sie die Impfstoffe für sich akzeptieren, die für die Jüngeren nur bedingt geeignet sind. 

Wochenfreude: Die beiden Enkelinnen drücken und herzen zu können! 






Verlinkt mit dem Samstagsplausch bei Andrea Karminrot und dem Frühlingsglück bei Wolfgang & Loretta