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Samstag, 28. Februar 2026

Meine 9. Kalenderwoche 2026

 „Und ich merke, wie schwer es geworden ist, 
gegen Überzeugungen zu argumentieren, 
die sich nicht mehr für Belege interessieren.
…..
Über Jahre hinweg ist Vertrauen kleiner geworden. 
Wenn man lange genug hört, dass „die da oben“ lügen, 
dann wirkt irgendwann alles möglich.
Tom Wannenmacher, Mimikama
„Wir sind keine Feinde. Wir sind Verbündete.
 Die wahren Feinde sind nicht hier unter uns.
 Es sind die Autokraten, die rechtsextremen Parteien, 
die Nihilisten unserer Tage.
 Lasst uns nicht einander bekämpfen. Lasst uns sie bekämpfen.“
Ingo Fliess auf der Berlinale 
„Ungewissheit ist für das Gehirn das Allerschlimmste.“
Florence Gaub, Zukunftsforscherin
„Manche Leute werden unglücklich sterben. 
Ich zumindest werde nicht dazugehören.“
Vivian Wilson
Blogposts auf dem iPad verfassen & gestalten ist in der Tat eine Strafe. Deshalb gibt es heute nur eine reduzierte Fassung meines üblichen Wochenrückblicks, ausschließlich entlang gehangelt an Anitas Sonntags Top Sieben“:




Gelesen: „Kall, Eifel“ vom derzeitigen Lieblingsautor Norbert Scheuer, „Am Kornsand“ von Ute Bales, „Rosenstengel- ein Manuskript aus dem Umfeld Ludwigs II.“ von Angela Steidele - mehr dazu nächste Woche im Post über meine Leseausbeute des zurückliegenden Monats.

Ein besonderes Dankeschön geht an Andrea/ Die Zitronenfalterin, die mir ein Buch von Iris Wolff zugeschickt hat, welches sie hier vorgestellt hat.



Gehört: Das Feature bei WDR5 zum Ohmatdyt- Kinderkrankenhaus in Kiew, dass im Juli 2024 von einer russischen Rakete zerfetzt worden ist. Vier Jahre ist es am Dienstag her gewesen, dass der russische Machthaber das kleinere Nachbarvolk überfallen hat und es terrorisiert. Manchmal denke ich, wir haben uns damit schon abgefunden, mit diesem unnötigen, grausamen Krieg, dessen Folgen für die Menschen, wenn ich sie mir ausmale, unerträglich sein müssen. Ohnmächtige Wut gegen den, der das anrichtet. Immerhin musste sein Regierungssprecher Peskow am Jahrestag einräumen, dass die Ziele bisher nicht erreicht sind, weshalb die militärische Spezialoperation weitergehen muss. Hätte das russische Militär im 2. Weltkrieg in einem solchen Schneckentempo agiert, hätte es nie Berlin nach knapp vier Jahren erreicht. So viel zu seinem legendären Ruf.



An Musik war es in dieser Woche die Symphonie Nr. 3 E-Dur, op. 51 von Max Bruch, die ich mir immer wieder zu Gemüte geführt habe. Die zeichnet sich angeblich durch „rheinische Lebensfreude“ aus, was auch beim himmlischen Dauergrau fürs Gemüt nötig war. Übrigens wurde Bruch wegen seines Werkes Kol Nidrei (op. 47) als Jude gelabelt und von den Nazis von den Programmplänen gestrichen, so dass seine Werke im deutschsprachigen Raum erst einmal weitgehend vergessen waren.

Gesehen  - na wen wohl?

Objekt von Mary Bauermeister

Erlebnis: Die spontane Reise nach München, nachdem ich endlich meine letzten Zahnimplantate eingesetzt bekommen hatte.


Ein Genuss: Das  Ofengemüse, diesmal ergänzt mit Artischockenherzen & Feta, sehr lecker; die Domspitze von Printen Schmitz, mitgebracht vom Sity-Besuch.

Draußen natürlich die Schneeglöckchenfülle im Garten bestaunt ( wie immer; vermehren sich ohne Zutun ) und das zunehmende Hochwasser des Rheins.



Web-Fundstück/e: Die habe ich als Zitate wieder dem Post vorangestellt. Wer Vivian Wilson nicht kennt: Sie ist die Trans-Tochter von Elon Musk mit seiner ersten Frau, der Schriftstellerin Justine Wilson - Musk, die sich von ihrem Vater entschieden distanziert und mir als sehr gescheit in einem Interview mit der SZ aufgefallen ist.

Hobbys: Nähen & Lesen spielten - dank des unfreiwilligen partiellen Internetfastens - die Hauptrolle in der zurückliegenden Woche. Alleine am total verregneten Wochenende sind vier Schlafanzüge & ein T-Shirt für meine jüngste Enkelin sowie eine Schürze für die Tochter in meinem nun wieder leicht begehbaren Nähzimmerchen entstanden. Die Jerseys dafür habe ich beim Aufräumen & Sortieren neu entdeckt und längenmäßig ausreichend für eine Größe 140 befunden. Zudem hat das Kind sich welche ausgesucht, dazu eine Wendepailletten-Applikation, die auch aus den Tiefen meiner Sammlung aufgetaucht ist ebenso wie das gut abgelagerte Panel von Riley Blake für die Schürze. Dann habe ich endlich meinen Badeanzug repariert, denn ich wollte wieder zur Aquafitness gehen.

                                                           

Verlinkt wieder mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternweltdem Mosaic Monday und den "Sonntags Top Sieben" bei Anita

Mittwoch, 25. Februar 2026

12tel Blick Februar 2026




Aus gegebenem Anlass war ich am Aschermittwoch auf dem Friedhof. 
Und weil die Sonne so schön geschienen hat, habe ich gleich den Februar- Blick aufgenommen.

Da mein iPad sich weigert, eine Übersichtscollage zu erstellen,
gibt es diesmal als Ersatz
eine Weitwinkelaufnahme vom Eingangsrondell des Kölner Nordfriedhofes: 





Verlinkt wird dieser Beitrag wieder mit dem Blog von Eva Fuchs in Niederösterreich.

                                                           

Sonntag, 15. Februar 2026

Monatsspaziergang Februar 2026

Spazieren gegangen im klassischen Sinne bin ich in diesem Wintermonat nicht. Aber geschlendert: Am letzten Donnerstag, dem Tag der Weiberfastnacht in Köln, auf dem Platz, auf dem sonst werktäglich Markt abgehalten wird. Wie jedes Jahr habe ich mich mit meiner Kamera auf die Jagd nach witzigen Karnevalskostümen gemacht...

Allerdings hat es geregnet, so dass diesmal nicht fünfundzwanzig Fotos geworden sind. Aber ich wollte die Bilder nicht auf meiner Festplatte verschimmeln lassen.


Zuhause in meinem Veedel ist eines der neun Traditionscorps des Kölner Karnevals, die"Nippeser Bürgerwehr", wegen der Farbe der Uniform "Appelsinefunke" genannt. 



Die eröffnen - auch das gehört zum Brauchtum - die erste Sitzung des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht auf dem Wilhelmplatz, so heißt unser Marktplatz.

Die füllen die Bühne und führen das übliche Gedöns auf ( was mir auch nach fünfzig Jahren noch immer fremd geblieben ist ).



Karneval ist für mich: sich kostümieren, schminken, verkleiden, in eine andere Rolle schlüpfen, etwas anderes darstellen als im Alltag, immer auch etwas Travestie ( was ja auch ursprüngliche in den Gardeuniformen steckt ).




Joh un me hätt och jroßen Doosch.


Was ich schön finde: Alljährlich ist das ein Ereignis, bei dem sich viele ahl Fraulückcher aus dem Veedel auf dem Platz einfinden. Frau bestaunt wechselseitig die Kostümierung der anderen und mit Komplimenten wird nicht gespart.


Der Nachwuchs kommt aber auch!






Das Kölner Dreigestirn startet bei uns hier in Nippes gleichsam in die "tollen Tage" bis Aschermittwoch. Der Prinz war noch gut bei Stimme und putzmunter ( wie das dann in einer Woche ist? ).

Der Bauer ist immer etwas verhaltener, die Jungfrau in diesem Jahr auch was schüchtern & zurückhaltend:






Der Regen wollte und wollte nicht aufhören. Und so habe ich letztendlich den Heimweg angetreten.

Diesen Post verlinke ich wieder bei Heike von 3hefecit.

                                                          

Donnerstag, 12. Februar 2026

12 von 12 Februar 2026


Iiieh! Bedeckter Himmel, Nieselregen, 7 Grad! 
Und das an Wieverfastelovend! ( Letztes Jahr sah es so aus. )


Hilft nichts: Es wird  geschminkt, greller als sonst.


"Those were the days, my friend, we thought, they'd never end."


De appelsinefunke ston allt parat.


Noch ist unser Marktplatz recht leer.


Orange ist heute DIE Farbe.

Und pünktlich ist es da, das Kölner Dreigestirn, um den Straßenkarneval zu eröffnen.


An Wieverfastelovend  ganz wichtig: 
Ihre Lieblichkeit, die Kölsche Jungfrau Aenne.


Inzwischen regnet es richtig. Da mache ich mich bald auf den ( kurzen ) Heimweg...


... wo ich mir einen Verveine-Tee mit Honig & Zitrone mache.


Dann sichte ich meine Fotoausbeute, während der Regen weiter aufs Wintergartendach prasselt.



Ach, was ist es schön, bei solchem Wetter gemütlich im Warmen zu sitzen 
und nur aus dem Fenster zu schauen!

Ab mit diesem Post zur Party bei "Draußen nur Kännchen"!

                                                              

Samstag, 7. Februar 2026

Meine 6. Kalenderwoche 2026

 "What does this say about our society 
that we allow this type of darkness 
to rule over us? Nothing's happening."
Josh Murphy, US-Politikwissenschaftler
"Authoritarian don’t just conquer land,
they colonize minds and capture imagination."
Cody Deese, GA-Pastor
"Niemand kann angesichts 
der disruptiven Entwicklungen von allen Seiten 
vorhersagen, wie die Demokratie in fünf Jahren aussieht."
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
"Es ist eine harte Kultur, eine Kultur der Täter, 
und sie regiert auf der ganzen Welt.
.....
... das macht eine gute Freundschaft aus: 
eine gleichberechtigte Neugier an den Tag zu legen. 
Aufrichtiges Interesse am anderen, 
außerdem Fürsorge und der Wille zur Kooperation."
Niobe Way, Entwicklungspsychologin
"Die Fähigkeit, die Zukunft zu gestalten, 
nimmt auch bei Staaten radikal ab, 
in denen der Druck zunimmt."
Florence Gaub, Zukunftsforscherin



Am vergangenen Samstag bin ich schon wieder nach Ihrefeld gefahren. Diesmal nicht zum Zahnarzt, sondern ins Kino. 

Gesehen habe ich die Verfilmung des 3. Buches von Joachim Meyerhoff "Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" durch Simon Verhoeven. Ich wurde geflutet von Gefühlen aller Arten und Erinnerungen, auch an den Schauspieler Meyerhoff, der uns während seiner Zeit an der Kölner Bühne total begeistert hat. Seine Bücher nicht minder; alle sind gespeichert auf dem Reader & wurden gerne gelesen. 



Der Film hat mir gut gefallen. Doch in der zweiten Nachthälfte beschäftigten mich im Traum die Lücken, die das Leben bei mir so in den letzten Jahren gerissen hat. Da fiel das morgendliche Aufstehen mal wieder besonders schwer vor lauter Simelieren. Dabei die Magnolienknospen angestiert, ob der Frühling dann doch bald kommt.



Letztlich habe ich mich zu einer heftigen Attacke auf das Chaos in meinem Nähzimmer aufgerafft- so viel in dieser Woche zum Thema "Hobby", von dem ich mir eingestehen musste, dass ich es nicht mehr so weiter betreiben kann, wie ich es mir noch lange eingebildet habe.

( Ich habe jetzt nicht aufgeräumt, weil Nicole/niwibo im Februar Rosa sucht. Aber ich habe es wiedergefunden bei mir im Zimmerchen. )



Ab Montagnacht streikte die KVB. Also musste ich meine Unternehmungen am Tag per pedes angehen ( wie viel mehr Menschen an diesem Tag ). Zum Glück war es draußen nur windig. Die anderthalb Kilometer zu meiner ( neuen) Fußpflegepraxis waren kein Thema, die drei zur Aquafitness im Dunkeln ( und dann noch durch Grünanlagen ) habe ich mir erlassen, zumal ich ja auch noch den Rückweg nach einer Stunde Sport hätte antreten müssen. 



Stattdessen habe ich mal wieder eine Linzertorte gebacken für die Zürcher Mädchenschar, die ich am nächsten Tag zu Besuch hatte. Das war das schönste Erlebnis in dieser Woche, mit vier Frauen zwischen achtzehn & dreiundfünfzig zu schnattern über Zukunftsperspektiven, Literatur, Familiengeschichte. Die Torte war wieder ( wie immer ) ein Genuss.


Meine Floristen-Nachbarn sind auch wieder zurück, und im Garten künden die Schneeglöckchen vom Beginn des Vorfrühlings.



Zeit für Bücher habe ich trotz Räumerei & Besuchern gefunden: Gelesen habe ich wieder zwei Bücher, sehr viel weniger meine abonnierten Online-Zeitungen. Und dann habe ich endlich einmal die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und den eintrittsfreien ersten Donnerstag im Monat in den Museen der Stadt genutzt und bin ins MAKK gefahren. "Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono. Schmuck von Künstlerinnen" - wenn das nichts für mich ist, für wenn dann?



Viel Prächtiges, einiges Buntes, ein wenig Bizarres u.a. von den beiden im Ausstellungstitel erwähnten Künstlerinnen, aber vielen anderen mehr, darunter auch welche, die ich hier im Blog vorgestellt habe: Jenny Holzer, Leiko Ikemura, Louise Nevelson, Meret Oppenheim, Niki de Saint Phalle, Kiki Smith, Sophie Taeuber-Arp. Ich nutze jetzt mal die Gelegenheit, hier & heute für einige meiner Porträts Reklame zu machen...

Zur Einstimmung ins Wochenende dann: Abendessen mit der Schwägerin im "Potpourri" mit kleiner karnevalistischer Note.

Unzählige Web-Fundstücke habe ich dieser Woche sammeln können ( und wollen ). Vor allem was die Tatsache betrifft, dass wir über eine Establishment reden ( müssten ), das nicht mehr dem Gemeinwohl, der Gesellschaft verpflichtet ist, sondern der eigenen Erpressbarkeit. 
"Wenn Menschen erpressbar sind, sind es auch ihre Entscheidungen", so Mark Raschke an dieser Stelle. "Der Epstein- Skandal ist deshalb kein Randthema, kein Sexverbrechen unter Reichen. Es ist ein Test für Rechtsstaatlichkeit. Für Elitenkritik. Und für die Frage, ob wir es endlich ernst meinen, dass wir daran arbeiten müssen, wie Macht wieder neu verteilt wird."
Ich will euch, lieber Leser*innen da mit ins Boot holen, bei aller Hoffnungslosigkeit, der ich auch stundenweise zum Opfer falle. Deshalb habe ich mich letztendlich für den Beitrag von Nic Hildebrandt in ihrem  Blog fiftytwofreckles entschieden:
Die Erkenntnis ist nicht schlicht, dass die Welt schlechter wird. Sondern dass sie nie von allein besser wird. 
Und die gute Nachricht ist vielleicht, dass sie es auch nicht muss, wenn nur genug Leute aufhören zu schweigen, auf ein später zu hoffen oder auf Hilfe von irgendwem, sondern wenn sie zusammen etwas bewegen. Wir werden in der Zukunft viel mehr Bewegung von ganz normalen Leute brauchen… Grassroot Movements. Zuversicht ist nicht nur Gefühl, sondern auch eine Entscheidung, eine gemeinsame.
Mit dieser Losung bin ich dann ins Wochenende gestartet, an dem ich drinnen in meinen Zuhause noch einmal alleine bin, aber voller Hoffnung auf Gleichgesinnte dort draußen im Netz...

                                                                 

Verlinkt wieder mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternweltdem Mosaic Monday und den "Sonntags Top Sieben" bei Anita