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Samstag, 11. Juli 2026

Meine 28. Kalenderwoche 2026

 "Tr*mp ist nicht unterhaltsam, 
er ist der Verkehrsunfall, 
bei dem man nicht wegsehen kann."
Peter Wejdling
"Seine Welt ist eine, in der man ungestraft treten kann – 
einfach, weil man es kann. 
Das ist die Botschaft der Roten-Karten-Affäre. 
Und sie ist widerwärtig."
Reymer Klüver
"Der König, der Kacke versprüht...
Er stellt sich über jedwede Moral 
und bleibt tatsächlich auch dort stehen."
Hilmar Klute
"Normalerweise geht man nicht davon aus, 
dass Politik sich derart selbst parodiert, oder?"
T.C.Boyle 
"Es hat noch nie eine Demokratie gegeben, 
die nicht Selbstmord begangen hätte."
John Adams, amerik. Gründervater

Sommer kann so schön sein! Wenn es nachts auf unter 20 Grad abkühlt, ein Wind wie an Hollands Küsten weht und neue gebrauchte Bücher ins Haus kommen. Dann liege ich drinnen gerne auch morgens, umweht von einer frischen Brise, mit vom Grün beruhigten Augen lesend in meinem frisch bezogenen Bett.  Diese Woche habe ich Tag für Tag Lew Tolstois "Anna Karenina" gelesen. Lesen ist derzeit mein liebstes Hobby.


Oder ich stehe rechtzeitig auf, um im Schatten draußen im Garten zu arbeiten. 

Gehört zu einer perfekten Sommerstimmung: Frank Chastenier, 26 Jahre Pianist der WDR Big Band und bei unzähligen Konzerten genossen, und sein Album "Songs I've Always Loved" lief am Sonntag bei mir und hat den Background beim Lesen & Schreiben abgegeben. Auch Moby habe ich als tollen Hintergrund-Sound im Sommer wiederentdeckt mit seinem "Porcelain" von 1999. 



Und Nossa Alma Canta, das venzianische Bossa-Nova-Projekt mit der Sängerin Rosa Bittolo Bon, passt mit "È preciso perdoar" ebenfalls zu einem angenehmen Sommerabend. Im letzten Jahr ist das Duo wieder "auferstanden", und einen Konzertmitschnitt gibt es hier auf YouTube für alle, die diese lateinamerikanische Musik mögen.


Email vom Energieversorger montags früh: Man möge doch möglichst bald die Zählerstände zwecks Abrechnung online mitteilen. Sollte kein Problem sein. Pustekuchen! Als ich meine Daten durchgeben wollte, war mein Benutzername angeblich falsch, obwohl die Angaben für den Stromverbrauch unbeanstandet weitergeleitet worden waren. 




Auf meine Rückfrage nach dem Benutzernamen kam die versprochene Mail allerdings nicht. Also weiter herumgedoktert, bis es irgendwann funktioniert hat. In der Zeit hätte ich den sonst üblichen Ableser drei Mal durch den Keller geführt und noch ein nettes Schwätzchen mit ihm gehalten. Na ja, das hatte ich dann beim verspäteten Einkauf mit einer Freundin auf unserer Haupteinkaufsstraße.



Am Mittwochmorgen musste ich mich ins Nachbarveedel aufmachen zur halbjährlichen Zahnreinigung. Und wenn ich dann schon mal dort bin: Auf in den Laden, der alles hat was man möchte, aber nicht braucht!



Ich bin heil an Geldbörse & Seele rausgekommen. Das Farbenspiel im Laden war purer Genuss ohne Reue.



Das Erlebnis dieser Woche: das Geburtstagstreffen mit Teilen meiner Familie am Freitag! Ich war froh, dass das geklappt hat, denn um 15 Uhr war in meinem Veedel eine Bombenentschärfung anberaumt. Zum Glück war mein Haus außerhalb der Räumzone und das Lokal, in dem wir verabredet waren, auch, so dass wir uns froh & munter und ohne Hindernisse dort treffen konnten. Schön war's bei hochsommerlichen 31°C! Und lecker zudem...

Diese Woche gab es so viele tolle Web-Fundstück/e!


Letztendlich habe ich mich für dieses Video des Schöpfers von KI-Video-Memes, Michael Kryton, auf YouTube entschieden - so ein Ohrwurm!

Wie immer verlinke ich mich jetzt abschließend mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday, den "Sonntags Top Sieben" bei Anni und mit Nicoles/Frau Frieda "Plausch am Gartenzaun

                                                                         

Samstag, 4. Juli 2026

Meine 27. Kalenderwoche 2026

 "Fast alle technischen Errungenschaften 
basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen: 
Handys, Autos, das Internet 
werden für selbstverständlich gehalten, 
aber Fakten, die viel grundlegender sind, nicht.
.....
Das Leben wird unbezahlbar 
durch die Veränderung im Klimasystem Erde."
Özden Terli, Meteorologe

"Weil sie an einer Welt leiden,
die bunter und wilder ist als die, die sie gerne hätten,
verlieben sich politische und 
mediale Führungskräfte dieser Tage 
wieder in die Idee eines gehärteten Kerns 
einer idealen Kultur."
Carsten Brosda, Präsident/Deutscher Bühnenverein




Boah, was für eine Nacht mit tropenanalogen 25°C als Tiefsttemperatur! Da brachte auch das Lüften so gut wie nichts mehr. Ich hab dann auch mein Vorhaben aufgegeben, an der Eröffnung der Ausstellung im Kolumbamuseum teilzunehmen, bei der die Schülerarbeiten gezeigt werden, an denen ich vor zwei Wochen beteiligt gewesen bin. Stattdessen: Lesen in Räumen ( die auch nicht mehr unter 25°C herunter gekühlt werden können ). Das bringt Unterhaltung & Freude, denn ich mag nicht rumnöhlen über das Wetter, ist eh sinnlos und frau schwitzt unnötig mehr. Ich sorge gut für mich, mental wie physisch ( Eiskaffee, Salat, Aprikosen & Tomaten! ). That's it!
Übrigens wurde der am 27. Juni 1947 in Köln-Stammheim gemessene Wert von 37,9°C klar überboten. Allerdings nur inoffiziell, denn die DWD-Klimastation Köln-Stammheim ist nicht mehr in Betrieb, es gibt nur noch ein Provisorium. Das hat am 26. Juni 2026 39,5°C erfasst. Die Wetterstation am Flughafen registrierte ein Maximum von 37,5°C, womit der bisherige Juni-Rekord in Köln/Bonn von 36,8°C vom 18. Juni 2002  deutlich übertroffen wurde. Selbst drinnen im Dom hatte es 26°C. Die Polizei registrierte von Freitag bis Sonntag 120 ungeklärte Todesfälle – fast viermal so viele wie an einem durchschnittlichen Wochenende. Man machte zunächst keine Angaben zu den Todesursachen, doch liegt ein Zusammenhang mit den Extremtemperaturen nahe, meint auch der Leiter des städtischen Rettungsdienstes. Krankenhäuser, die Rechtsmedizin und Vertragsbestatter stießen an die Grenzen ihrer Kapazität zur Aufbewahrung von Leichen. Die Stadt richtete am Samstagabend in der Messe ein Notlazarett und eine Kälteinsel ein. KVB-Busse brachten Patienten dorthin, die keine Versorgung während der Fahrt im Krankenwagen benötigten. Und noch ein anderes: Eine Omega-Blockade kann die Wetterlage der letzten Tage erklären, aber sie widerlegt den Klimawandel nicht. Da vertauschen die Leugner mal wieder was, nämlich den Auslöser der Hitze mit dem Verstärker im Hintergrund.
Montagvormittag musste ich unbedingt en d'r Sity. Trotz ( nur ) 23°C fand ich es schlimmer als an den beiden Tagen zuvor, weil ich Schwüle einfach nicht ab kann. Selbst ein Eis sorgte nicht für den erfrischenden Genuss wie sonst üblich.


Aber ich hab erledigt bekommen, was dringend erledigt werden musste.  La vie en rose war mir dann anschließend zu Hause lieber, denn...



...dort ließ ich mir zur Abwechslung mal Kirschen schmecken, die ich unterwegs gekauft hatte. Abends hatte es so frische Luft, dass ich im Wintergarten gelesen habe. Später habe ich noch Stings Konzert im Amsterdamer Riijksmuseum vom Januar dieses Jahres gehört bzw. gesehen. So schön! Auch dass er im Video die Leistungen der großartigen Malerin Judith Leyster hervorgehoben hat, deren Gemälde lange Frans Hals zugeordnet wurden.



Stings "Fragile"ist so ein Song, der schon mal meine Lebensgefühle ausdrücken kann, besonders dann zum letzten Tag des Monats Juni -  immer einer mit den gemischtesten Gefühlen. Die Hitze der letzten Tage führte dazu, dass ich mich eher an den Tag vor 23 Jahren erinnere, als ich neben allem Kummer auch drei Wochen im Krankenhaus geschwitzt habe. Es war der erste üble Hitzesommer des neuen Jahrhunderts. Die beiden Bäume in meinem Garten sind etwas, das mich täglich an meinen "kleinen Bruder" erinnert, der sie vor fast vierzig Jahren mit meinem Mann ausgesucht und gepflanzt hat. Auch an ihn, meinen Lebensmenschen, habe ich wieder einmal mit großer Wehmut gedacht.



Es sind die kleinen Dinge des Lebens, die einem über solche Stimmungen weiterhelfen: das wunderbare Gemälde von Dagmar Schmidt über meiner Couch, die Gespräche mit der Frau, die mir hilft, mein Haus in Ordnung zu halten, ein weiteres bewegendes, kluges Buch, das Grün der Bäume, der Himmel,  der über uns gespannt scheint.

Von links oben im Uhrzeigersinn:
Brokkolisalat mit Granatapfelkernen, Kartoffelsalat mit Trauben, Romanasalat mit pochiertem Ei,
Brezensalat mit Fenchel & Pfifferlingen, Nudelsalat mit Ananas & Edamame,
Reissalat mit Thunfisch & Paprika


Der Mensch lebt aber nicht nur von Gefühlen allein; an den heißen Sommertagen erfreue ich mich täglich an Salatkreationen, wie ich es schon letzte Woche beschrieben hatte. Und da ich die fotografiere und die Bilder mit dem Schwesterherz & Sunni teile, kam mir die Idee, eine Collage aus den Fotos zu machen & hier einzustellen.

Im Juni hat Nicole/niwibo "Beige" als Farbe des Monats propagiert. Wo finde ich die am besten? Jetzt aber endlich auf ins Kolumba - Museum!😆

Na ja, in Wirklichkeit  wollte ich die Arbeiten der Schüler*innen des Veedelsgymnasiums anschauen, u.a. auch "meinen" Beitrag für die Fotoreihe meiner Nachbarin "Menschen und ihre Dinge", zu der sie das "Musée sentimental de Kolumba" angeregt hat. ( Leider habe ich nicht ohne Lichtreflexe fotografieren können. )




Außerdem habe ich die diesjährige Dauerausstellung noch nicht gesehen. Thema: "Kunst in Zeiten der Unvernunft". Spannende Gegenüberstellungen wurden wieder gefunden wie die Bilder von Anna & Bernhard Blume "Transzendentaler Konstruktivismus" und ein "Christus in der Rast" eines oberrheinischen Meisters (links) oder "Ohne Titel" von Jürgen Paatz neben einer Vitrine mit Tongefäßen div. Künstler (rechts).


Victoria Bells "Fliegende Lokomotive" habe ich einem Text gegenübergestellt von Terry Fox "Left Sided Sleeper's Dream".


Der große zentrale Raum im 2. Stock wird u.a. bespielt von einer Skulptur von Erich Bödeker "Cowboy mit Pferd" und den Fotos von den Mitstreiter*innen des Roncalli - Programms "Die Reise zum Regenbogen" von 1981 durch Walter Schels. Die Elfenbeinfigur am Kruzifix ist aus dem 12. Jahrhundert, wahrscheinlich aus dem Rheinland.


Links eine Gemeinschaftsarbeit einer Schülergruppe zum Thema "Identität", links eine Figurengruppe des Dombaumeisters Konrad Kuyn aus dem "Epitaph des Nikolaus von Bueren" aus dem 15. Jahrhundert. Es sind Steinmetze, die da dargestellt sind.


Eine "Ecce Homo"-Darstellung aus Lindenholz (15. Jahrhundert) vor einem Bild, das ich nicht näher identifizieren konnte. Ein Besuch im Kolumba ist für mich immer ein Erlebnis. Es ist mir das liebste Museum in der Stadt.


Seit dem 1. Juli bin ich übrigens Mitglied im Dombau- Verein, damit ich auch weiter kostenlos in den Dom kann, wenn mir danach ist. Die Kölnerinnen, die im Exil leben (müssen), habe ich auch gleich im Verein angemeldet. Das wär doch gelacht, wenn sie bei ihren Besuchen draußen bleiben müssten!

Mein Web-Fundstück der Woche - ganz lustig & informativ:


Zum Schluss möchte ich euch noch eine kleine Geschichte erzählen, die zum heutigen Tag passt. Die Geschichte von Dennis Baum, gerade 82 geworden, wohnhaft im Hudson Valley, etwa eine Zugstunde nördlich von New York, mit seiner Frau und seinen drei Corgis. Aber was hat dieser introvertierte alte Mann mit dem 4. Juli zu tun? Nein, es ist nichts mit dem amerikanischen Nationalfeiertag oder der Hochzeit von Taylor Swift & Travis Kelce, es hängt mit dem 4. Juli 1926 in Weimar zusammen. Und dem 4. Juli 2026 in Erfurt. Merkt ihr was?

Aber zurück zu dem alten Mann, der seit Wochen die Rede seines Lebens einübt. Und die hat ihren Grund in diesem Logo:


Das kennen sicher alle, die in Deutschlands Osten groß geworden sind. Und die Zweiräder gleichen Namens, besonders der berühmten "Schwalbe". Mopeds von Simson werden inzwischen nämlich von den Blaunen für ihren Kulturkampf missbraucht. Besonders der Bernd lässt sich gerne damit fotografieren. Der thüringische Landesverband, als rechtsextrem eingestuft, produziert heute Videoclips, Banner und T-Shirts mit dem Namen Simson. 

Und das ist für Dennis Baum unerträglich. 

Also reist er jetzt aus New York nach Deutschland, um das Erbe seiner jüdischen Familie zu beschützen. Ja, richtig gelesen: Die Firma ist eine jüdische Firma gewesen, die "Waffen- und Fahrzeug-Fabrik Simson Suhl". 
Kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten startete der thüringische Gauleiter Fritz Sauckel ein Untersuchungsverfahren mit der Behauptung, das Deutsche Reich sei durch das jüdische Unternehmen bei der Abrechnung der staatlichen Aufträge übervorteilt worden. Der Reichsrechnungshof konnte keine übermäßigen Gewinne feststellen; trotzdem kam es 1934 auf Initiative von Sauckel in Meiningen zu einem Schauprozess gegen Arthur Simson und einige leitende Angestellte wegen 'Übervorteilung des Reiches'. Die inhaftierten Angeklagten wurden ein Jahr später aus Mangel an Beweisen in allen Punkten freigesprochen.... Im August 1935 erwirkte Sauckel ein Revisionsverfahren vor dem Oberlandesgericht Jena unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Verfahren endete mit einem Schuldspruch und einer Geldbuße von 9,75 Millionen Reichsmark gegen die Inhaber.( Quelle Wikipedia )

Die Familie Simson konnte 1936 in die Schweiz fliehen. Minna Simson, die damals Thüringen verlassen musste, ist die Großmutter von Dennis Baum gewesen. 

"Dass ich mich erhebe und kämpfe in der öffentlichen Arena, das ist etwas, was ich noch nie getan habe. Ich habe noch nie in meinem Leben vor mehr als zwanzig Menschen geredet", bekennt Dennis Baum. 

Er muss aber etwas klar stellen, denn seine Familie lehnt diese Vereinnahmung ab. Auch die Volte mit der deutschen Geschichte. Aber das gehört ja zum Werkzeugkasten für Tatsachenverdreher & Manipulateure. Mit den Simson - Zweirädern wird der Ost - Joker von westdeutschen Akteuren gezogen. Wem gehört das Freiheitsgefühl der Ostdeutschen wirklich?

                                                                            

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erlinke ich meinen heutigen Beitrag mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday, den "Sonntags Top Sieben" bei Anni und mit Nicoles/Frau Frieda "Plausch am Gartenzaun

Samstag, 27. Juni 2026

Meine 26. Kalenderwoche 2026

 "Offenbar ist das neue Kriterium für Beweise: 
Es sieht komisch aus und ich bin wütend...
Aber auch hundert Kommentare mit Ausrufezeichen 
machen keinen Laborbefund."
Tom Wannenmacher
"Die wirkliche Veränderung ist Perspektivveränderung, 
nicht nur Verhaltensveränderung."
Ulrich Wilken 
"Was soll ich viel lieben; was soll ich viel hassen;
Man lebt nur vom leben lassen."
Wolfgang von Goethe
"Jeder ist jemand." 
George Tabori


"Am Samstagmorgen zog die Feuerwehr eine Bilanz von 157 wetterbedingten Einsätzen. Die Polizei in Köln zählte fast 100 Vorfälle. Die meisten Ausfahrten der Einsatzkräfte waren auf umgestürzte Bäume zurückzuführen", so in meiner morgendlichen Lektüre des hiesigen Stadtanzeigers. 

Nachdem ich im Keller gekneippt hatte, war ich putzmunter und konnte bis zwei Uhr nicht einschlafen, zumal ja noch mal leichtere Gewitter über uns hinwegzogen. Im Garten lag viel Laub und manche abgestürzte Laterne herum, anders als bei der Freundin vor der Haustür. Ich bin dann auch erst gegen zehn aus dem Bett gestiegen, denn ich fand es dort noch sehr gemütlich.


Pünktlich zur Sommersonnenwende - um 10.24 Uhr (MESZ) in unseren Breitengraden - bin ich am Sonntag gerade noch rechtzeitig aufgewacht. Vom nächtlichen Schlaf hatte mich nicht nur die Temperatur ( Tiefstwert bei 20°C ), sondern auch wiederholtes Donnergrummeln abgehalten. Und nach den Ereignissen vom Vortag war ich etwas innerlich auf dem Sprung. Zum Glück habe ich genug "Stoff" auf dem Nachtisch liegen und ich habe dann weiter die "Buddenbrooks" gelesen. Passend dazu gehört: "Urban Nightvon Gabin, dem italienischen Mixer-Duo. Ich mag Nu Jazz.

Die Sonne gesehen habe ich erst am Mittag, nachdem sich die Wolkendecke aufgelöst hatte. Einen täglichen Genuss bei diesem Wetter bereiten mir Erdbeeren aus der Region & ein Eiskaffee zur entsprechenden Zeit am Nachmittag.


Am Montag hat mich die Wärme sehr früh geweckt, mal nicht der Baustellenlärm 😆. Da habe ich mich noch vor acht Uhr zum Einkaufen aufgemacht. Irgendwas braucht frau doch immer und bei 23°C fand ich das noch sehr angenehm draußen.

Dieser morgendliche Anblick tut mir immer wieder gut.

Meine liebe Friseurin hatte meinen Termin in der Mittagszeit aus eigener Überlegung heraus auf den Morgen des Dienstags verlegt, so dass ich mich bei gemäßigten Temperaturen von 24°C auf den Weg ins Sechzigviertel machen...


... und schon eine Dreiviertelstunde später den Heimweg antreten konnte. ( Man könnte glatt meinen, in den Straßen dort wird gerne gefeiert. )





Aprikosen stehen neben den Erdbeeren ganz oben auf meiner sommerlichen Genussliste, und ich habe mir mittels CrowdFarming zwei Kilo aus meiner Sehnsuchtsregion kommen lassen. Cavaillon, so heißt der Hauptumschlagplatz für die wohlschmeckenden agri-kulturellen Produkte des Vaucluse/Provence. Welch ein Klang! Und welch samtiger Geschmack bei den Früchten!



Vom Friedhof bin ich am Mittwochmorgen auf den Schattenseiten der Straßen zur U-Bahn-Haltestelle gegangen und habe mal lustige Details an den Häusern aus den 1920er Jahren festgehalten wie den Schuhabstreifer neben der Haustür rechts. Das Habichtskraut wuchs und blühte üppig in den Ritzen zwischen Gebäuden & Trottoir.



Den reizvoll - deliziösen Brezensalat habe ich euch schon vor einem Jahr anempfohlen. Aber die Erlebnisse dieser Woche beschränken sich bei mir halt nun mal auf die Kulinarik... 




In dieser Woche kamen dann drinnen auch die vielen geschenkten Fächer zum Einsatz.

Was mich sehr gefreut hat zu erfahren, dass am Donnerstag meiner so schrecklich an ME/CFS leidenden achtzehn Jahre jungen Nachbarin ( doch noch vorgezogen ) ihre schalldichte Schlafbox aufgebaut worden ist und sie in diese einziehen konnte.



Aus Châteaurenard in den Bouches-du-Rhône haben ich am Freitag Tomaten über CrowdFarming bekommen, die schmecken wie Tomaten in Kindertagen geschmeckt haben und meines Erachtens schmecken sollten. 😋

Mein Web-Fundstück der Woche ist mal wieder die diese Seite der Neuen Ruhr-Zeitung (NRZ), auf der man - zumindest für NRW - sich die Entwicklung der Hitzetage im jeweiligen Monatszeitraum für seine Stadt/Region abrufen. Ich mache das immer wieder mal für Köln, so auch gestern, daher der screenshot für den Vergleichszeitraum 1991 - 2022:


Von wegen "hatten wir immer schon". Ich hab die der Darstellung zugrundeliegenden 65 Jahre im Köln-Bonner Raum ja am eigenen Leibe mitgemacht. Aus "Hitze gab es früher auch" folgt eben nicht automatisch: "Hitze heute ist nichts Besonderes." Das ist zu kurz gesprungen und eine solche Ignoranz entschuldigt auch nicht die Gnade der späten Geburt ( na ja, auch 76jährige machen da mit... ). "Diese Klientel verkauft nicht nur die eigene Großmutter, sondern auch die Kinder, Enkel und unzählige Generationen in der Zukunft", meint dazu der Meteorologe Özden Terli.

Die globale Erhitzung steigert sich also immer weiter, heiße Tage werden deutlich häufiger, und wir werden wohl eine historisch zu nennende Hitzeperiode an diesem verlängerten Wochenende erfahren. Die physikalische Realität ist einfach so, und die gilt ausnahmslos für alle. Noch mal: Die Physik gibt die Regeln vor, nicht irgendein Youtuber oder Politiker. Die globale Erwärmung ist keine Glaubensfrage.
Ein heißer Tag ist Wetter. Viele heiße Tage über Jahrzehnte sind Klima. Genau deshalb zählt man nicht einzelne Sommer, sondern ganze Zehn-Jahres-Blöcke. In dem Dezennium, in dem ich geboren wurde, waren es gerade mal 25. Jetzt sind wir bei 95, also fast das Vierfache.
Einfach nur noch widerlich sind manche andere Web-Fundstücke: Die entsprechend Veranlagten machen auch schon wieder in den einschlägigen social media mit beim Verlachen der Hitzetoten, die diese Hitzeglocke über Europa wohl erneut zu verantworten hat. Die erspar ich euch, denn ich will sie nicht bewerben. Ein augenzwinkernder Web-Fund ist hier zu finden, darüber, was ein Pariser bei 40°C - wie am Donnerstag wieder dort gemessen - macht. Und wenn ihr schon auf Instagram geschaltet habt: Noch einer!


Und noch zwei Sachen:

Sind euch in den letzten Wochen & Monaten auch die exorbitant hohen Zugriffsquoten auf euren Blog aus den Vereinigten Staaten, China, Singapur, Hongkong, Vietnam und Brasilien aufgefallen? 

Mir scheint, dass da auch meine allseits online zugänglichen Texte Trainingsmaterial für die sogenannte KI geworden sind und von Datensklaven ausgebeutet werden, die hereinschneien, meinen geistigen Output einsacken und grußlos und ohne zu bezahlen wieder verschwinden. Eine sehr unerfreuliche Erkenntnis!

Ein Wink vielleicht, mich mehr all der zauberhaften Schreibgeräte, der ansehnlichen Briefpapiere, Karten und Couverts, die ich horte, zu bedienen und ganz, ganz analog zu schreiben, war für mich in dieser Woche die von der lieben Birgitt ganz spontan verschickte Karte im Briefumschlag:





Ich hab mich so gefreut darüber. Und dann ist auch noch ein postalischer Gruß von Nicole/Frau Frida bei mir durch den Briefschlitz getrudelt. Euch beiden ein 💜liches Danke!
                                                                                  


Verlinkt mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday, den "Sonntags Top Sieben" bei Anni und mit Nicoles/Frau Frieda "Plausch am Gartenzaun" 

Samstag, 23. Mai 2026

Meine 21. Kalenderwoche 2026

 "Die gefährlichste Weltanschauung 
ist die Weltanschauung derer, 
die die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt

"Putin braucht den Krieg als Idee, 
weil Menschen im Krieg nicht wirklich leben, 
sie überleben nur. 
Er muss sie in den Überlebensmodus zwingen."
Marija Aljochina 

Es "ist eine der großen menschlichen Bemühungen 
des 20. Jahrhunderts, 
... sich aus den Kollektiven zu lösen, 
und der daraus folgenden Überforderung mit einem Ich, 
das allein in einem leeren Zentrum steht."
Christian Zaschke 

"Der Versuch, gegen Adam Riese Politik zu machen, 
ist noch immer gescheitert."
Peter Müller


Am letzten Samstag jährte sich der Todestag meines Vaters zum elften Mal. Unter der Buche in der Mitte des linken Fotos ist allerdings die Ruhestätte meines kleinen Bruders im Ruheforst, die mein großer Bruder ganz aktuell besucht hat. Am Abend habe ich mich kulinarisch verwöhnt und kann hier auch mal wieder ein neues Rezept präsentieren für Filoteigtaschen mit Frischkäse - welch ein Genuss!

300 g Frischkäse
2 EL kleingehackte Petersilie
2 EL Schnittlauch in Röllchen
1 EL Zitronenabrieb
80 g geriebener Pecorino
2 kleine Eier
Salz, Pfeffer
8 Blätter Filo- oder Yufkateig, z.B. von "Tante Fanny"
Olivenöl 

Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Frischkäse, Petersilie, Schnittlauch, Zitronenabrieb und Pecorino in einer Schüssel vermischen.Die Eier verquirlen, untermischen und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Teigblatt für Teigblatt übereinander auf eine Arbeitsfläche legen, dazwischen aber immer mit etwas Öl bepinseln. Den so vorbereiteten Teigblattstapel erst längs halbieren, dann quer in drei Teile schneiden, so dass sechs Rechtecke ent­stehen.

Frischkäsemasse in die Mitte eines jeden Teigrechtecks setzen. Die Ränder des Teigs nach oben falten, sodass die Käsemasse nicht aus­laufen kann. Die Teigtaschen auf einem mit Backpapier belegten Blech im Ofen etwa 20 Minuten backen. 

Dazu habe ich einen Salat aus Ruccola und kleinen Tomaten gemacht.



Gehört habe ich anschließend bei ARD Sounds die erste Hälfte der Lesung von Jane Austens "Überredung" ( ich mausere mich langsam zum Jane-Austen-Fan ) und am nächsten Abend die zweite. Selbst gelesen in dieser Woche habe ich zum einen Jeanette Wintersons "Warum glücklich statt einfach nur normal?". Hat viel mit dem Segen der Literatur  fürs menschliche Gemüt zu tun, aber auch mit den Problemen, in der Jugend queer zu sein in einem religiös- rigiden Umfeld. Zum anderen das vorletzte Buch von Iris Wolff „Die Unschärfe der Welt“, welches wieder Siebenbürgen und das Banat u.a. als Schauplatz hat.



Weil die Temperaturen langsam wieder anstiegen, bin ich auch gerne wieder draußen im Veedel umhergestreift. Das frühlingsfrische Grün mobilisiert einfach ein positives Lebensgefühl. Solche Picknickszenen erinnern an mein noch junges Leben, einst, vor bald fünfzig Jahren. Damit mischt sich dann auch etwas Traurigkeit in die positive Grundstimmung...



"The Kuhl Kid" hat nun auch an einem Zaun an einem Privatgrundstück am Nippeser Tälchen eine Sichtblende gestaltet. Den zu Ostern mahnenden Hasen habe ich auch dort gesehen.


In den Hinterhöfen findet frau immer wieder manche Idylle...


... und an der Hundewiese trifft sie manche Bekannte bzw. Exkolleginnen mit Hund oder Rad.



DAS Erlebnis der Woche war das Konzert mit den Bläck Fööss in der Nippeser Kulturkirche, wozu mich Freunde mitgenommen haben. Die Lieder der Band begleiten mich seit bald fünfzig Jahren und haben viel dazu beigetragen, dass ich hier ze Hus bin. Manche Lieder wie "Drink doch ene mit" ( von 1972 ), "Unser Stammbaum", "Du bes die Stadt" und vor allem "In unserm Veedel" gehören zu einem solchen kölschen Hochamt dazu. Schon lange habe ich nicht mehr so laut mitgesungen ( da bin ich textfest ) und getanzt, eingehenkelt bei ( nicht wirklich ) fremden Menschen. Ejal wat och passeet - für mich ist das nicht nur blutleeres Gerede, sondern Erfahrung.


Natürlich sind die Mitglieder der Gruppe von 1970 alle mittlerweile im Ruhestand. Der Sänger der jetzigen Formation, Mirko Bäumer, ist seit fast zehn Jahren dabei, Pit Hupperten, der ebenfalls singt und dazu Gitarre spielt ebenfalls. Nur der Mann am Synthesizer ist schon über zwanzig Jahre Mitglied, alle anderen kamen in den letzten Jahren dazu. Genau in einem Jahr werden sie wieder am selben Ort bei uns im Veedel auftreten. Ist vorgemerkt.


Ansonsten noch: Haarpflege, Gartenpflege, ...


... Fußpflege und Grabpflege.


Mein Web-Fundstück der Woche ist diesmal von Eckart von Hirschhausen:


( Übrigens: Milan Nitzschke war der Vizepräsident des Bundes für Erneuerbare Energie, der mit knapp 55 Jahren gestorben ist. Die Besten gehen zu früh... )

Ich wünsche allen ein schönes, sommerliches Pfingstwochenende!

                                                                         


Verlinkt mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday, den "Sonntags Top Sieben" bei Anni, mit "Was blüht denn da?" bei Elke und mit Nicoles/Frau Frieda "Plausch am Gartenzaun"