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Donnerstag, 27. August 2026

Monatscollage August 2026

Ich mag ihn einfach nicht,
den August. 
Bin froh,
wenn er vorbei ist.
Zu heiß,
zu trocken,
zu viel Belastung
für  die Natur.
Ich hab mich 
allerdings
gut durchfuddeln können
durch die Hitze
&
immer wieder Familie
wie Freunde & liebe Nachbar*innen
um mich herum gehabt.
Ab & an
Urlaub 
vom Alleinsein
tut gut.
So lassen sich auch
die traurigen Tage
des Monats
überstehen.

Das Jahr
schreitet wie immer fort
in Richtung Herbst
und ich mit ihm.

Danke 
all jenen Bloggerinnen,
die meine
Challenge


angenommen & bestückt haben!

Elf Beiträge wurden diesmal verlinkt. 

                                                  


Die Monatscollagen werden heute wieder gesammelt bei die_birgitt


Samstag, 22. August 2026

Meine 34. Kalenderwoche 2026

 "Dem Klima ist die Sonntagsfrage scheißegal.
.....
Die Dürre interessiert sich nicht für Herkunft, 
und der Waldbrand fragt auch nicht nach dem Pass, 
bevor er sich weiter frisst.
Vielleicht erklärt man 
den steigenden Temperaturen einfach, 
dass der menschengemachte Klimawandel 
eine linksgrüne Erfindung ist. 
Dann wird es bestimmt sofort kühler. 
Und wenn wieder die Keller volllaufen, 
kann man immer noch sagen: 
Früher hat es schließlich auch geregnet."
Francesco Garita
Netzfund




















"Die Klimakrise ist keine Meinungsfrage.

Die Klimakrise scheißt auf dein Parteibuch.

Die Klimakrise fängt gerade erst an."

Tommy B. Brandl


Was für ein Kontrast zum Samstag der Vorwoche! Da konnte frau sich noch fast hemmungslos schönen Illusionen hingeben, weil die Luft so frisch war, auch drinnen in der Wohnung. Einfach ganz viel Luft holen - am letzten Samstag wollte das wirklich nicht mehr gelingen!


Die Lichtstimmung war zudem merkwürdig, sei es vom heranziehenden Rauch oder vom Tief über der Nordsee getrübt, als ich schnell noch etwas einkaufen ging. Als das Thermometer bei 33°C stoppte, stoppte ich auch meine schweißtreibenden Aktivitäten, machte mir einen στραγγιστό γιαούρτι mit Johannisbeeren, habe mir das allerneueste Video zum Fortschritt an Rick's House angesehen bzw. schrieb meinen nächsten Frauenpost zu Ende. 

Später hat der Deutsche Wetterdienst bestätigt, dass die Lichteintrübung am Samstag durch den gen Osten ziehenden Rauch verursacht worden ist. Ein Stimmungskiller, habe ich doch in jüngeren Jahren etliche Waldbrände auf griechischen Inseln & der Provence mitgemacht.



Den Sonntag habe ich total verbummelt und auf meine Tochter gewartet, die von ihrer Schwester in Zürich per Bahn nach Köln kommen wollte. Da wurde es schon langsam dunkel...


Am Montagvormittag hat es doch tatsächlich draußen vor unseren weit geöffneten Fenstern leise & sanft geregnet, und das Thermometer ist  von einem Tag auf den andern um zehn Einheiten auf 19°C gefallen. Die Tochter machte sich auf zum Cousinen- und ich zu einem Krankenbesuch in der Nachbarschaft. Dort, vor der Haustür, ist der Stumpf des Baumes, den vor zehn Wochen das Unwetter umgenietet hatte, schon ganz von Efeu überwuchert.




Jahrestag: Ob er überm  Lieblingsberg schwebt? Ich mag die Vorstellung. Ebenso das Blau an meinem Finger als tägliche Erinnerung an solche Augen.


Noch mal eine Hand reichen dürfen....



Wir zwei waren bei leichtem Regen, der vom Wetterdienst nicht vorausgesagt war, auf dem Friedhof.











Auf dem Rückweg gab es dann einen richtigen Regenguss. Zu Hause wartete auf uns Durchgeweichte der Pflaumenkuchen nach Art des Herrn K., von der Tochter am Vormittag gebacken. Wie immer ein Genuss! Abends sind wir mit der Schwägerin noch aus zum Essen gegangen, und der Tag entwickelte sich zu einem erfreulichen Erlebnis, ganz anders als befürchtet.



Auch am Mittwoch lag immer wieder Rauchgeruch über der Stadt von den Bränden im Hohen Venn, auf den Fensterbrettern sammelten sich Rußpartikel und der Feinstaub führte zu einiger Husterei. Also "Fenster zu!" Während die Tochter mit einer Freundin auf einem langen Spaziergang am Rhein war ( von wo sie mir das Foto mit der "KRAKE", der Müllfalle auf dem Rhein, geschickt hat ), habe ich gelesen. Ein Buch, auf das ich mich sehr konzentrieren musste.



Und dann war es wieder sooo still bei mir: Am Donnerstag ist die Tochter weiter zu einer Freundin gereist. Zuvor ist "auf einen Sprung" noch ihr Cousin/mein Neffe aus Kanada, der seine neugeborene Nichte kennenlernen will, mit seinen Eltern vorbeigekommen. Das Foto von der hitzegeschädigten Loreley bekam ich von unterwegs zugeschickt. Zeit fürs Hobby "Schreiben" währenddessen. Ein neuer Frauenpost hielt mich gefangen.



Freude am Freitag: Das vorbestellte neueste Buch eines meiner liebsten Autoren kam an! Einen Hauch von Purpur-Lila für Nicole habe ich auch noch unterwegs aufgetrieben. Gehört habe ich neben den lautstarken Unterhaltungen mit meiner family nur die Müllabfuhr und die Baustelle in der Nachbarschaft.

Ein Web-Fundstück aus dieser Woche ziert ja schon eingangs meinen heutigen Post. Da gab es allerdings noch sehr viel mehr zum diesjährigen sommerlichen Ausmaß der Klimaerwärmung. Die habe ich dann aber nur in meinem Instagram-Account repostet.  

Ich wünsch euch was!

                                                                          



Verlinkt mit Andrea Karminrots Samstagsplausch, Nicoles "Niwibo sucht...", Annette/ Augensternwelt mit ihren Glücksmomenten, dem Mosaic Monday von Heidrun, die "Sonntags Top Sieben" bei Anni 


Dienstag, 18. August 2026

Vier Jahre - tausendvierhundertundsechzig Tage

 




Viel gäbe es zu erzählen über die zurückliegenden Jahre und die damit verbundenen Erfahrungen. Ich verzichte darauf, denn solch Persönliches ruft gerne die lautesten fünf Prozent im Netz auf den Plan, die aus Alltagssadismus jede Gelegenheit nutzen, einen herunterzusetzen & zu verletzen. Das brauche ich nicht. Sollen sie sich an anderen Eichen wetzen, wenn es für IHR Wohlbefinden nötig ist. Mir geht es gut. Und so dann auch noch besser.

                                                        

Samstag, 15. August 2026

Meine 33. Kalenderwoche 2026

"Wir leben in einer Zeit,
in der Intelligenz schweigen soll,, 
damit Dummheit nicht beleidigt wird."
Bitchfest
"Die größte Weisheit besteht darin, 
sich der eigenen Unwissenheit bewusst zu sein." 
Oder: 
"Wer am festesten überzeugt ist, 
die überlegene Sicht zu haben, 
hatte die größte Lücke 
zwischen gefühltem und tatsächlichem Wissen."
Michael Hall & Kaitlin Raimi
"Sobald man sich etwas Wissen angeeignet hat, 
bricht sich die Illusion des großen Durchblicks Bahn. 
Kenntnisse über Lücken erlangen erst Experten."
Carmen Sanchez & David Dunning
"Was sich in einer Kommentarspalte anfühlt 
wie eine Volksstimmung, 
ist oft ein Dutzend Leute mit sehr viel Zeit.
.....
Fünf Prozent schreiben, 
und mehr als die Hälfte macht den Mund nicht mehr auf. 
Das ist keine unerwünschte Nebenwirkung, das ist die Rendite."
Stefan A.K. Weichelt


"Oh what a beautiful morning. Oh, what a beautiful day. I got a beautiful feelin.' Ev'erything's goin' my way." Gehört in mir innwendig im Kopf, diesen Hit von Gordon MacRae von 1955. In meinem Schlafzimmer hatte es nach nächtlichem Lüften am vergangenen Samstagmorgen nur noch 20°C, wunderbar! So ein Taupunkt von 13°C ist Lebenslust und - kraft steigernd. Außerdem habe ich beim Einkaufen auf der Hauptverkehrsader gleich umgesetzt, was ich bei der Stadtführung am Tag zuvor gelernt hatte ( morgen im Monatsspaziergang mehr dazu ), was mich zusätzlich beschwingt hat.



Der Zustand in der Natur törnte mich allerdings immer wieder aufs Neue schneller, als mir lieb ist, ab. Wo ist der Rhein geblieben? 

Ist doch alles nur Wetter meint die regierende Partei. Wenn man das Thema "Klima" groß mache, profitieren nur die Grünen, so Wiebke Winter von der Klima - Union. Für die Partei spielt die Zukunft unserer Kinder wohl also keine Rolle, nur die eigene machtvolle Position. Der "SPIEGEL" dieser Woche titelte: "Marx hat es geahnt"... ( gelesen ).



Vor einer Woche habe ich euch auf die hinreißende Aktion von Ben Saunders im Großraum London/ England aufmerksam gemacht, der mit lauter Ehrenamtlern das Haus des 78jährigen Rick in einen wieder bewohnbaren Zustand zu versetzen versucht. Zuletzt war ein massiver Befall mit dem Holzwurm/Anobium punctatum festgestellt worden, der auch das Dachgestühl betrifft. Nach dem Video vom 7. August sind alleine 115.000 Pfund an Spendengeldern hier eingegangen. Eine internationale Gemeinschaft nimmt Anteil, das berührt mich sehr. Gesehen habe ich inzwischen alle Videos von dieser Aktion. Das ist wahrscheinlich für mich das, was bei anderen das Seriengucken ist. Und das tut mir gut, wo doch vielerorten die eigene Mitmenschlichkeit ausgetrieben wird und kognitiv und emotional austrocknet wie eine Feuchtwiese nach sechs Monaten ohne Niederschlag.



Am Sonntag war dann auch schon wieder Schluss mit dem angenehmen Klima: 31°C bei einem Taupunkt von 18°C. Und ich hatte mir vorgenommen, mich drinnen von dem Papiersammelwust in meinem "Kreativzimmer" zu befreien -bovven unger’m Daach, was keine so gute Idee war. Am nächsten Tag wurde es auch nicht besser: 31°C, Taupunkt 19°C - mein Lieblingswetter.


Der Dienstag war dann aber wieder so, wie ich mir Sommer vorstelle. Dennoch brauchte ich Trost...



Das Thermometer stieg dann im Laufe des Tages auf knapp 28°C bei einem Taupunkt von 15°C. Da mochte ich auch draußen auf der Terrasse lesen. 



Ein bisschen Hobby gab es auch, nachdem ich meine Overlock gereinigt und anschließend endlich sog. Spieltücher für päd. Zwecke für meine Tochter gekettelt habe, die sonst im einschlägigen Handel knapp 34€/4er-Set kosten. Nette Post munterte auch auf:  Ein Danke an Claudia & Tina!



Was am Mittwoch angesagt war, habe ich schon bei "12 von12" gezeigt. Ein paar Fotos waren aber noch übrig vom Kunibertviertel. "Unter Krahnenbäumen" ist für mich der Inbegriff Kölscher Sentimentalität... Ein Foto von Chargesheimer kann frau hier anschauen.

Am Donnerstag stieg das Thermometer wieder über 35°C:


Ich war noch am frühen Nachmittag unterwegs, auch auf einen Eiscafé - für mich DER Sommer - Genuss - und fand es ganz in Ordnung, so lange die Luft trocken war.


Erlebnis: Dieser Sommer mit am Freitag 37°C, Rheinpegel 0,50 m (KP), 50 km südwestlich von Köln brennen dreihundert Hektar ( gleich 420 Fußballfeldern ) Hürtgenwald, Feuer außer Kontrolle, der größte Waldbrand in der Geschichte von NRW, zweitausend Menschen sind evakuiert - das habe ich doch schon 74 mal erlebt, das ist doch sommers immer so. Oder? Wut ist etwas, das ich nicht so schnell entwickle. Aber ich bin dabei und habe auch schon eine Zielgruppe.

Web-Fundstück/e: Letzte Woche hatte ich ja durchblicken lassen, dass ich mir zu viele Hass- & Hetzkommentare bei Instagram zu Gemüt geführt hatte, was selbiges dann auch zeitweilig arg verdüstert hat. Diese Woche wurde ich über meine Tageszeitung online darauf aufmerksam, dass solch üble Äußerungen in den social media nicht folgenlos bleiben müssen. Es betraf den ehemaligen Karnevalsprinzen 2005/06 der Nachbarstadt Siegburg. Der hatte unter einen Post von "Friedensdorf International" über eine junges Mädchen, das Opfer einer Flutkatastrophe in Afghanistan geworden war, u.a. folgende Aussagen gesetzt:
"Es interessiert doch nicht was mit diesen Kreaturen passiert. Es ist nur menschlicher DNA-Müll."
Die KG Siegburger Ehrengarde, deren Mitglied er im Ehrenrat ist, schloss ihn schon einen Tag, nachdem sie davon Kenntnis bekommen hat, aus dem Verein aus. Das Siegburger Karnevalskomitee, dem er aufgrund seines damaligen "Amtes" angehört, hat ihm ebenfalls die Teilnahme an allen künftigen Komitee-Veranstaltungen als Ehrengast gestrichen, auch wenn er über Dritte Eintrittskarten zu Veranstaltungen bekommen sollte, was einem lebenslangen Hausverbot gleichkommt. Die Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis, von verschiedenen Seiten über das Posting informiert und das mehrere Anzeigen von Privatpersonen erhalten hat, hat die Angelegenheit an den Staatsschutz  weitergegeben, der jetzt ermittelt und der Staatsanwaltschaft Bonn den Fall zur weiteren rechtlichen Bewertung vorgelegt hat. Weitere Vereine haben sich distanziert. Die Ehrengarde sei schon öfter auf Schmähkommentare des ehemaligen Prinzen angesprochen worden, heißt es. Es habe sich dabei nie um strafrechtlich relevante Aussagen gehandelt, so der Vorsitzende der Ehrengarde, dem andere Siegburger allerdings widersprechen ( z.B. zum Lübcke-Mord, da gibt es Screenshots ). Vom Betroffenen selbst  ist auch auf Nachfrage der Medien nichts zu hören. 

Das Netz ist doch kein völlig rechtsfreier Raum. 

Macht et joot!         
                                                                                  



Verlinkt mit Andrea Karminrots Samstagsplausch, dem Mosaic Monday von Heidrun, den"Sonntags Top Sieben" bei Anni 


Mittwoch, 29. Juli 2026

12tel Blick Juli 2026

 

Wieder fast auf den Tag genau wie in den Vormonaten
ist die Juli - Aufnahme des diesjährigen 12tel Blickes entstanden.

Ich war nach dieser zweiten Hitzeperiode 
( mit nur einem Tag mit einem größeren Regenschauer in der letzten Woche )
erstaunt darüber, wie grün der Rasen ist.
Wahrscheinlich ist er ab und zu gewässert worden, 
denn an anderen Stellen des Friedhofs in der Sonne war er braun.
Auch die Hortensienbüsche unweit von diesem Platz  
wirkten schon etwas ausgebleicht:


Natürlich gibt es auch wieder eine Übersicht...


... und den Linkhinweis zu Eva Fuchs, die diese Challenge hostet.

                                                          


Samstag, 4. Juli 2026

Meine 27. Kalenderwoche 2026

 "Fast alle technischen Errungenschaften 
basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen: 
Handys, Autos, das Internet 
werden für selbstverständlich gehalten, 
aber Fakten, die viel grundlegender sind, nicht.
.....
Das Leben wird unbezahlbar 
durch die Veränderung im Klimasystem Erde."
Özden Terli, Meteorologe

"Weil sie an einer Welt leiden,
die bunter und wilder ist als die, die sie gerne hätten,
verlieben sich politische und 
mediale Führungskräfte dieser Tage 
wieder in die Idee eines gehärteten Kerns 
einer idealen Kultur."
Carsten Brosda, Präsident/Deutscher Bühnenverein




Boah, was für eine Nacht mit tropenanalogen 25°C als Tiefsttemperatur! Da brachte auch das Lüften so gut wie nichts mehr. Ich hab dann auch mein Vorhaben aufgegeben, an der Eröffnung der Ausstellung im Kolumbamuseum teilzunehmen, bei der die Schülerarbeiten gezeigt werden, an denen ich vor zwei Wochen beteiligt gewesen bin. Stattdessen: Lesen in Räumen ( die auch nicht mehr unter 25°C herunter gekühlt werden können ). Das bringt Unterhaltung & Freude, denn ich mag nicht rumnöhlen über das Wetter, ist eh sinnlos und frau schwitzt unnötig mehr. Ich sorge gut für mich, mental wie physisch ( Eiskaffee, Salat, Aprikosen & Tomaten! ). That's it!
Übrigens wurde der am 27. Juni 1947 in Köln-Stammheim gemessene Wert von 37,9°C klar überboten. Allerdings nur inoffiziell, denn die DWD-Klimastation Köln-Stammheim ist nicht mehr in Betrieb, es gibt nur noch ein Provisorium. Das hat am 26. Juni 2026 39,5°C erfasst. Die Wetterstation am Flughafen registrierte ein Maximum von 37,5°C, womit der bisherige Juni-Rekord in Köln/Bonn von 36,8°C vom 18. Juni 2002  deutlich übertroffen wurde. Selbst drinnen im Dom hatte es 26°C. Die Polizei registrierte von Freitag bis Sonntag 120 ungeklärte Todesfälle – fast viermal so viele wie an einem durchschnittlichen Wochenende. Man machte zunächst keine Angaben zu den Todesursachen, doch liegt ein Zusammenhang mit den Extremtemperaturen nahe, meint auch der Leiter des städtischen Rettungsdienstes. Krankenhäuser, die Rechtsmedizin und Vertragsbestatter stießen an die Grenzen ihrer Kapazität zur Aufbewahrung von Leichen. Die Stadt richtete am Samstagabend in der Messe ein Notlazarett und eine Kälteinsel ein. KVB-Busse brachten Patienten dorthin, die keine Versorgung während der Fahrt im Krankenwagen benötigten. Und noch ein anderes: Eine Omega-Blockade kann die Wetterlage der letzten Tage erklären, aber sie widerlegt den Klimawandel nicht. Da vertauschen die Leugner mal wieder was, nämlich den Auslöser der Hitze mit dem Verstärker im Hintergrund.
Montagvormittag musste ich unbedingt en d'r Sity. Trotz ( nur ) 23°C fand ich es schlimmer als an den beiden Tagen zuvor, weil ich Schwüle einfach nicht ab kann. Selbst ein Eis sorgte nicht für den erfrischenden Genuss wie sonst üblich.


Aber ich hab erledigt bekommen, was dringend erledigt werden musste.  La vie en rose war mir dann anschließend zu Hause lieber, denn...



...dort ließ ich mir zur Abwechslung mal Kirschen schmecken, die ich unterwegs gekauft hatte. Abends hatte es so frische Luft, dass ich im Wintergarten gelesen habe. Später habe ich noch Stings Konzert im Amsterdamer Riijksmuseum vom Januar dieses Jahres gehört bzw. gesehen. So schön! Auch dass er im Video die Leistungen der großartigen Malerin Judith Leyster hervorgehoben hat, deren Gemälde lange Frans Hals zugeordnet wurden.



Stings "Fragile"ist so ein Song, der schon mal meine Lebensgefühle ausdrücken kann, besonders dann zum letzten Tag des Monats Juni -  immer einer mit den gemischtesten Gefühlen. Die Hitze der letzten Tage führte dazu, dass ich mich eher an den Tag vor 23 Jahren erinnere, als ich neben allem Kummer auch drei Wochen im Krankenhaus geschwitzt habe. Es war der erste üble Hitzesommer des neuen Jahrhunderts. Die beiden Bäume in meinem Garten sind etwas, das mich täglich an meinen "kleinen Bruder" erinnert, der sie vor fast vierzig Jahren mit meinem Mann ausgesucht und gepflanzt hat. Auch an ihn, meinen Lebensmenschen, habe ich wieder einmal mit großer Wehmut gedacht.



Es sind die kleinen Dinge des Lebens, die einem über solche Stimmungen weiterhelfen: das wunderbare Gemälde von Dagmar Schmidt über meiner Couch, die Gespräche mit der Frau, die mir hilft, mein Haus in Ordnung zu halten, ein weiteres bewegendes, kluges Buch, das Grün der Bäume, der Himmel,  der über uns gespannt scheint.

Von links oben im Uhrzeigersinn:
Brokkolisalat mit Granatapfelkernen, Kartoffelsalat mit Trauben, Romanasalat mit pochiertem Ei,
Brezensalat mit Fenchel & Pfifferlingen, Nudelsalat mit Ananas & Edamame,
Reissalat mit Thunfisch & Paprika


Der Mensch lebt aber nicht nur von Gefühlen allein; an den heißen Sommertagen erfreue ich mich täglich an Salatkreationen, wie ich es schon letzte Woche beschrieben hatte. Und da ich die fotografiere und die Bilder mit dem Schwesterherz & Sunni teile, kam mir die Idee, eine Collage aus den Fotos zu machen & hier einzustellen.

Im Juni hat Nicole/niwibo "Beige" als Farbe des Monats propagiert. Wo finde ich die am besten? Jetzt aber endlich auf ins Kolumba - Museum!😆

Na ja, in Wirklichkeit  wollte ich die Arbeiten der Schüler*innen des Veedelsgymnasiums anschauen, u.a. auch "meinen" Beitrag für die Fotoreihe meiner Nachbarin "Menschen und ihre Dinge", zu der sie das "Musée sentimental de Kolumba" angeregt hat. ( Leider habe ich nicht ohne Lichtreflexe fotografieren können. )




Außerdem habe ich die diesjährige Dauerausstellung noch nicht gesehen. Thema: "Kunst in Zeiten der Unvernunft". Spannende Gegenüberstellungen wurden wieder gefunden wie die Bilder von Anna & Bernhard Blume "Transzendentaler Konstruktivismus" und ein "Christus in der Rast" eines oberrheinischen Meisters (links) oder "Ohne Titel" von Jürgen Paatz neben einer Vitrine mit Tongefäßen div. Künstler (rechts).


Victoria Bells "Fliegende Lokomotive" habe ich einem Text gegenübergestellt von Terry Fox "Left Sided Sleeper's Dream".


Der große zentrale Raum im 2. Stock wird u.a. bespielt von einer Skulptur von Erich Bödeker "Cowboy mit Pferd" und den Fotos von den Mitstreiter*innen des Roncalli - Programms "Die Reise zum Regenbogen" von 1981 durch Walter Schels. Die Elfenbeinfigur am Kruzifix ist aus dem 12. Jahrhundert, wahrscheinlich aus dem Rheinland.


Links eine Gemeinschaftsarbeit einer Schülergruppe zum Thema "Identität", links eine Figurengruppe des Dombaumeisters Konrad Kuyn aus dem "Epitaph des Nikolaus von Bueren" aus dem 15. Jahrhundert. Es sind Steinmetze, die da dargestellt sind.


Eine "Ecce Homo"-Darstellung aus Lindenholz (15. Jahrhundert) vor einem Bild, das ich nicht näher identifizieren konnte. Ein Besuch im Kolumba ist für mich immer ein Erlebnis. Es ist mir das liebste Museum in der Stadt.


Seit dem 1. Juli bin ich übrigens Mitglied im Dombau- Verein, damit ich auch weiter kostenlos in den Dom kann, wenn mir danach ist. Die Kölnerinnen, die im Exil leben (müssen), habe ich auch gleich im Verein angemeldet. Das wär doch gelacht, wenn sie bei ihren Besuchen draußen bleiben müssten!

Mein Web-Fundstück der Woche - ganz lustig & informativ:


Zum Schluss möchte ich euch noch eine kleine Geschichte erzählen, die zum heutigen Tag passt. Die Geschichte von Dennis Baum, gerade 82 geworden, wohnhaft im Hudson Valley, etwa eine Zugstunde nördlich von New York, mit seiner Frau und seinen drei Corgis. Aber was hat dieser introvertierte alte Mann mit dem 4. Juli zu tun? Nein, es ist nichts mit dem amerikanischen Nationalfeiertag oder der Hochzeit von Taylor Swift & Travis Kelce, es hängt mit dem 4. Juli 1926 in Weimar zusammen. Und dem 4. Juli 2026 in Erfurt. Merkt ihr was?

Aber zurück zu dem alten Mann, der seit Wochen die Rede seines Lebens einübt. Und die hat ihren Grund in diesem Logo:


Das kennen sicher alle, die in Deutschlands Osten groß geworden sind. Und die Zweiräder gleichen Namens, besonders der berühmten "Schwalbe". Mopeds von Simson werden inzwischen nämlich von den Blaunen für ihren Kulturkampf missbraucht. Besonders der Bernd lässt sich gerne damit fotografieren. Der thüringische Landesverband, als rechtsextrem eingestuft, produziert heute Videoclips, Banner und T-Shirts mit dem Namen Simson. 

Und das ist für Dennis Baum unerträglich. 

Also reist er jetzt aus New York nach Deutschland, um das Erbe seiner jüdischen Familie zu beschützen. Ja, richtig gelesen: Die Firma ist eine jüdische Firma gewesen, die "Waffen- und Fahrzeug-Fabrik Simson Suhl". 
Kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten startete der thüringische Gauleiter Fritz Sauckel ein Untersuchungsverfahren mit der Behauptung, das Deutsche Reich sei durch das jüdische Unternehmen bei der Abrechnung der staatlichen Aufträge übervorteilt worden. Der Reichsrechnungshof konnte keine übermäßigen Gewinne feststellen; trotzdem kam es 1934 auf Initiative von Sauckel in Meiningen zu einem Schauprozess gegen Arthur Simson und einige leitende Angestellte wegen 'Übervorteilung des Reiches'. Die inhaftierten Angeklagten wurden ein Jahr später aus Mangel an Beweisen in allen Punkten freigesprochen.... Im August 1935 erwirkte Sauckel ein Revisionsverfahren vor dem Oberlandesgericht Jena unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Verfahren endete mit einem Schuldspruch und einer Geldbuße von 9,75 Millionen Reichsmark gegen die Inhaber.( Quelle Wikipedia )

Die Familie Simson konnte 1936 in die Schweiz fliehen. Minna Simson, die damals Thüringen verlassen musste, ist die Großmutter von Dennis Baum gewesen. 

"Dass ich mich erhebe und kämpfe in der öffentlichen Arena, das ist etwas, was ich noch nie getan habe. Ich habe noch nie in meinem Leben vor mehr als zwanzig Menschen geredet", bekennt Dennis Baum. 

Er muss aber etwas klar stellen, denn seine Familie lehnt diese Vereinnahmung ab. Auch die Volte mit der deutschen Geschichte. Aber das gehört ja zum Werkzeugkasten für Tatsachenverdreher & Manipulateure. Mit den Simson - Zweirädern wird der Ost - Joker von westdeutschen Akteuren gezogen. Wem gehört das Freiheitsgefühl der Ostdeutschen wirklich?

                                                                            

Wie immer v
erlinke ich meinen heutigen Beitrag mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday, den "Sonntags Top Sieben" bei Anni und mit Nicoles/Frau Frieda "Plausch am Gartenzaun