Samstag, 20. Januar 2018

Meine 3. Kalenderwoche 2018


Endlich mal was Sonnenschein am vergangenen  Sonntag!

Nichts wie raus! Ziel: Der Forstbotanische Garten Kölns

Da blüht schon Einiges: Neben der gemeinen Hasel auch die Scheinhasel...

...und natürlich die Zaubernuss,...

... aber auch ein vorwitziger Rhododendron!

Schön war's und interessant. Gut, dass wir dafür den Sonntag genutzt haben, denn in den nächsten Tagen schlug das Winterwetter Kapriolen:



Am Mittwoch sanken die Temperaturen Richtung Gefrierpunkte und am Morgen gab es sogar Schnee. Am Donnerstag stiegen sie wieder auf 11° C.  Die Orkanböen wirkten durchaus bedrohlich ( und der Forstbotanische Garten blieb an diesem Tag sogar geschlossen, so die Nachrichten ).



Auf unserer Haupteinkaufsstraße waren am Tag darauf keine großen Schäden mehr zu sehen. Und auch meine Terrasse war bei trockenem Wetter wieder schnell aufgeräumt.





Eine herrlich belanglose Woche ( wenn man mal vom Mitgefühl für alle vom Orkan Geschädigten absieht  )!
Das mag ich so an dieser Zeit nach Weihnachten und meinem Geburtstag. Ich habe wieder das Aquajogging aufgenommen, viel genäht und noch viel mehr "geforscht": Zweieinhalb Posts über "Great Women" habe ich in dieser Woche verfasst - das macht mich sehr zufrieden. Und wenn der Himmel ewig grau ist, mache ich lauter kleine Lichtquellen an, Isländerin halt...






Verlinkt mit der Raumfee, Andreas Samstagsplausch und - weil ich hier so eine typische rheinische "Winterlandschaft" zeige - auch mit Lottas "Bunt ist die Welt". Und weil es um die so früh neu erwachte Natur geht, auch mit dem Naturdonnerstag, den Ghislana hostet. 

Freitag, 19. Januar 2018

"Laïcité, j'écris ton nom" *




Raif Badawi und Charlie Hebdo gehören zusammen, nicht nur, weil das Attentat auf die Satirezeitschrift und die Auspeitschung des Bloggers zeitlich so nahe beieinander lagen, damals im Januar 2015. Beide traten in ihren Veröffentlichungen für einen strikten Säkularismus ein, denn nur so kann sich unser Denken mit dem ganzen Reichtum seiner Nuancen entfalten, nur so die Rechte von Minderheiten geschützt werden, indem sie auf die gleiche Stufe mit der Mehrheit gestellt werden.

2010 hatte sich in Paris das "L’Observatoire de la Laïcité de Saint-Denis" gegründet, das sich als Wachturm für den Säkularismus versteht und diesen durch Debatten, Konferenzen und Ausstellungen in der städtischen Gesellschaft zu fördern und zu verteidigen sucht. Am 13. Januar dieses Jahres hat die Organisation den ganzen Tag über Veranstaltungen angeboten, in Erinnerung an das Attentat auf die Redaktion der Zeitschrift, und dazu als Ehrengast Ensaf Haidar, die Frau des saudischen Bloggers eingeladen.

In ihrer Einladung fordern sie die gesamte Zivilgesellschaft, alle demokratischen Kräfte, auf sich zu mobilisieren... 
"um den politischen Islamismus zu überwinden, der unsere Territorien heimlich erobert, indem er sich dort entfaltet, manchmal verschleiert, manchmal mit unbedecktem Gesicht. Wir verurteilen die Blindheit eines guten Teils unserer politischen Klasse, die sich mehr mit der Arithmetik der Stimmen beschäftigt als mit dem allgemeinen Interesse. Wir begrüßen diejenigen unter unseren gewählten Vertretern, die das Ideal und die Staatsbürgerschaft der Republikaner über religiöse Besonderheiten stellen. Wir zollen den Sicherheitskräften Tribut, die Tag für Tag uns verteidigen und beschützen. Politischer Islamismus ist eine totalitäre Ideologie. Seine Strategie ist klar. Es ist die Tötung der Grundfreiheiten: Bewegungsfreiheit, Gedankenfreiheit, Schreibfreiheit, Ausdrucksfreiheit." 
Und weiter:
"Wir prangern den Rücktritt von Intellektuellen an, die durch Raster kultureller Lesarten entfremdet sind, die nicht in der Lage sind, die Realität zu entschlüsseln. In einigen Medienkreisen ist Fehlinformation ein "professioneller" Reflex, der darauf abzielt, Muslime als Islamisten darzustellen und somit säkulare Muslime, das heißt, eine Mehrheit demokratischer Stimmen, aus den Medien zu eliminieren. Diese Überrepräsentativität der Islamisten untergräbt die Demokratie stark und verzerrt die Ideendebatte und bietet den Extremen damit einen prominenten Platz in der politischen Landschaft."
Die Organisatoren wehren sich - und da bin ich völlig d'accord mit ihnen -  dagegen, dass alle, die für ihre Gesellschaft die absolute Laïzität, den Säkularismus fordern, stigmatisiert, als "islamophob" oder gar "rassistisch" beschimpft werden. Im Gegenteil, dieser "philosophische, politische und rechtliche Rahmen" ist es, der uns allen die gleichen Möglichkeiten der Ausübung aller Freiheiten ermöglicht, wie wir sie bislang in unseren Gesellschaften genießen. Das kann man offensichtlich angesichts sich breit machender Borniertheit nicht oft genug wiederholen.

Laïzisten geht es auch nicht um einen neuen Kreuzzug, weder um einen Kampf gegen Christentum, Judentum, Islam, noch um die Förderung des Atheismus. Es geht um die Verteidigung der Errungenschaften der Aufklärung gegen den Obskurantismus, der sich in den modernen Gesellschaften wieder breit macht. Es ist ein Ringen darum, wieder alle Mitglieder der Gesellschaft zu den Gründungsprinzipen unserer Demokratien zurückzubringen. Göttlichkeit, Gott, ob man glaubt oder nicht, und was immer man mit dem Wort bezeichnen will, ist keine Sache der Politik, des gesellschaftlichen Zusammenlebens, kein Subjekt des Gesetzes, sondern nur eine Angelegenheit eines jeden einzelnen Menschen in seinem tiefsten Innern. 

"Wir weigern uns, uns aufzugeben", verkündet das "L’Observatoire de la Laïcité de Saint-Denis". Da schließe ich mich an.

Der ganze Aufruf ist hier zu finden.


 



* In die Überschrift übernommen ist eine Zeile des Gedichts "Liberté" von Paul Éluard, das hier auf französisch und deutsch nachzulesen ist. Und wer es lieber hören will, gesprochen vom unvergleichlichen Gerard Philipe, kann das hier tun. Noch beeindruckender finde ich diese Fassung von Abdessatar Klai.

Friday - Flowerday # 3/18


Bevor ich mir irgendwelche Gedanken zu den Freitagsblümchen machen konnte,
stand die Freundin & Lieblings-Ex-Kollegin
mit diesem Bund schönster Mohnblüten vor der Tür,
als sie mich zu unserem gemeinsamen Sport abholen wollte:

 Welche Freude!



Und so pur finde ich sie am schönsten.


Nur ein vom Orkan abgerissenes Stängelchen der Helleborus durfte sich dazu gesellen:

 So fein abgestimmte, warme Farbtöne!


Die Gesamtschau für Helga/Holunderbluetchen®:


Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende! 
Ich freue mich schon aufs Wiedersehen mit lieben Bloggerfreundinnen...



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