Montag, 6. April 2020

#BleibtZuhause 8

"Wir wissen nicht, was zu tun ist, 
wir haben kein fertiges Programm. 
Jetzt kommt es darauf an, 
eben nicht sofort vorzupreschen. 
Was für den Einzelnen gilt, gilt auch für das Kollektiv: 
Wir müssen jetzt innehalten und wahrnehmen – 
und dann überlegen, 
was wir daraus machen können. "
Hartmut Rosa, Soziologe, Jena

 Heute: Tag 21 unserer selbst gewählten häuslichen Isolation.



Unser Horizont ist dadurch ziemlich eingeschränkt, nämlich reduziert durch die Häuser in unserem Carré bzw. die auf der anderen Straßenseite.



Umso schöner, dass wir durch die modernen Kommunikationsmöglichkeiten Einblicke in das Leben im Familien- und Freundeskreis bekommen - einige sind in diesem Post zu sehen:


Da ziehen wir mit Schwägerin & Nichte virtuell durch einen Wald in der Voreifel...







... entdecken  mit der Tochter die kostbare Klopapierrolle in einem Münchner Kellerfenster und die Schlange aus bemalten Steinen am Bonn-Beueler Rheinufer ( Initiative einer Kindertagesstätte dort ) mit der Schwester.

In Paris begleiten wir die Tochterschwiegermutter auf ihrem Spaziergang - eine Stunde pro Tag ist erlaubt - durch die Straßen von Montmartre zu solchen Touristen - Hotspots wie Sacre Cœur...

... und die Freundin im Thüringer Wald über die Höhen des Mittelgebirges ( Blick auf den Dolmar ).




Und über dem Dorf meiner Kindheit darf ich die Abendröte genießen. Da werden die eignen Grenzen erträglich und der menschliche Zusammenhalt vermag auch so zu wärmen...




Verlinkt mit dem Monatsthema der Zitronenfalterin

Sonntag, 5. April 2020

Herzlichen Glückwunsch

zum 70. Geburtstag 


liebe Agneta Fältskog !

53 Jahre davon
schon als Sängerin,
seit 1970 mit
ABBA

 "So I say
Thank you for the music, the songs I'm singing
Thanks for all the joy they're bringing
Who can live without it? I ask in all honesty
What would life be?
Without a song or a dance, what are we?
So I say thank you for the music
For giving it to me"



Ich kann es nicht besser ausdrücken...

                                                                          



Samstag, 4. April 2020

Meine 14. Kalenderwoche 2020

"Ich weiß, dass es Zeiten des Wartens gibt -
es sind nicht
die schlechtesten."
Joachim Köhler, Neuenwalde

"Die Wirtschaft können wir
 wieder aufbauen. 
Die Toten wieder zurückholen nicht."
Bill Gates, Medina (Washington )

"Ohne moralischen Fortschritt 
gibt es keinen echten Fortschritt."
Markus Gabriel, Bonn

"Auch wir als Experten
 müssen mit einem hohen Maß 
an Unklarheit leben."
Gerd Fätkenheuer, Köln


Der Sonntag war nach den zwei Vorwochen ungetrübten Sonnenscheins richtig usselig, grau und feucht ( allerdings nicht so, dass es einem das Gießen im Garten erspart hätte ). Die Magnolie ergrünte täglich mehr, und die Süßkirsche dahinter steht nun in voller Blüte. - Blütengrüße erreichten mich schon am Samstag von der lieben Mano und erfreuten aufgrund von Farben und Formen sehr. Ich danke dir, dass du an mich gedacht hast!

Allsonntäglich werde ich jetzt per WhatsApp mit "Freude schöner Götterfunken" bedacht, gespielt vom Schwiegersohn meines Cousins auf dem Flügelhorn über die Dächer des Dorfes meiner Kindheit. Hier bei uns folgten dem Aufruf, um 18 Uhr während der Corona - Krise gemeinsam zu musizieren, nur ganz wenige.


Ein weiteres Thema in der familiären WhatsApp-Gruppe war das Nähen von solchen Masken, die beim Rausgehen die Mitmenschen vor den eigenen Krankheitserregern schützen sollen. Inzwischen gibt es Warnungen von Anwälten, dass Abmahnung & Strafen drohen, wenn in Heimarbeit solche Masken hergestellt werden ( Frauen in Bayern, die ehrenamtlich für ein Kinderhospitz nähten  erhielten eine solche ).

Inzwischen wird uns ja viel verboten ( und wir nehmen es ja auch hin, weil es uns momentan sinnvoll erscheint ), aber das Anfertigen & Vertreiben solcher Masken ist es mitnichten! Nur der Begriff "Atemschutzmaske" sollte nicht gebraucht werden. Bei Verunsicherung empfehle ich diese Seite.
























Der Frühling lässt sich nicht abmahnen, der schreitet vor unseren Türen voran. Vitalität lässt sich halt nicht verbieten: So weit sind inzwischen die Maiglöckchen ( bei mir im Topf )!

Der Floristennachbar ist auch wieder da und liefert Blumensträuße auf Bestellung, ebenso die Pizzeria daneben. Trotzdem war unsere Straße meist so leer wie auf dem Foto.

Am Donnerstag habe ich mich gefühlt wie als Kind an Weihnachten, als der Entlastungspfleger alles(!) von meinem Einkaufszettel im proppevollen  Einkaufswagen mitbrachte. Das ich das noch mal erleben durfte! Danke, Corona!



Da gab es dann anschließend einen Vitaminstoß für mich und den Herrn K.

Am Abend konnte ich dann sogar noch einen digitalen Bummel über den leer gefegten Montmartre mit der französischen Schwiegermutter unternehmen. Unglaublich, habe ich noch die Menschenmassen Weihnachten 2013 in Erinnerung.



Die analoge Post ist aber auch noch da und brachte mir auch noch so schöne, selbst geschaffene Osten-Frühjahrsgrüße vorbei, zum Beispiel von Marita, Christine und Birgitt. Darüber habe ich mich sehr gefreut ( und freue mich immer noch, besonders wenn die Sonne die Karten zum Leuchten bringt, wie heute Morgen ). Vielen, vielen Dank, ihr Lieben!


Erkenntnis der Woche: Nicht gleich alle Nachrichten, die einen über div. Kommunikationskanäle erreichen, sofort weiter verbreiten! Ist mir jetzt auch passiert. Vorher also auf den Wahrheitsgehalt checken! Hilfreich dabei: "Minikama - Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch"( hier ) oder "East StratCom Task Force im Europäischen Auswärtigen Dienst" ( hier )

Musikalische Entdeckung der Woche: hier bei YouTube

Lektüre der Woche: wieder ein Buch über eine Frau, die ich nächste Woche vorstellen möchte

Rezept der Woche: Spargel nach Art des Hauses, denn unsere liebe Schwägerin hat uns welchen vom Markt mitgebracht ( und noch ein bisschen mehr- danke noch einmal! ) Ein kleines Fest, denn der Herr K. trauerte schon der letztjährigen Saison nach, als wir wöchentlicher Gast am Stand eines Spargelbauern aus der Umgebung waren.

Ärgernis der Woche: Der Höhepunkt der Pandemie in den Vereinigten Staaten ist längst nicht erreicht. Und an der Spitze der Nation steht ein Mann, der mit Journalisten darüber streitet, wer besser darin ist, Panik zu verbreiten.






Verlinkt mit dem karminroten Samstagsplausch und dem Frühlingsglück bei Loretta & Wolfgang