Sonntag, 25. Oktober 2026

Meine 43. Kalenderwoche 2026

 "Die Dummheit siedelt gerade darin, dass jeder glaubt,
Verstand genug zu haben, 
und das Scheitern bei einer mathematischen Formel
auf seine Unlust schiebt, 
sich mit der Mathematik zu beschäftigen."
Uwe Timm, Schriftsteller
"Wer nur recht haben will, kommt nicht weiter."
Michel Friedman, Publizist

"Eine freundliche Erinnerung:

Wir sind alle näher daran, 

zu Klimaflüchtlingen zu werden, als zu Milliardären."

Ahmed Ali, Ministry of Climate Change, Environment and Energy der Malediven

"Weglassen ist das neue Leugnen."
Jürgen Döschner, Journalist



Ja, es ist grade mal einen Monat her, dass ich in München bei meinen Lieben war. Am vorletzten Sonntag, den 18. Oktober, machte ich mich schon wieder auf die Fahrt dorthin ( vorher wurde noch der Hausbaum abgelichtet ). Manchmal wird eben Unterstützung durch Oma gebraucht. Und solange ich das noch kann, ist das keine Frage. Meine Geschwister und ich sind so froh, dass wir über die Generationen hinweg einander in diesen Wochen und Monaten so beistehen können. 


Zur Begrüßung gab es ein Schild und einen selbst gebackenen Marmorkuchen von der jüngsten Enkelin. Ist das nicht süß?



Aber ich war ja zu einem "Arbeitsbesuch" 😆 gekommen. Und ein erster Auftrag am Montag hieß "Mottenjagd", was bei dem eher trüben Wetter gerne im Haus übernommen wurde. Eine "Quelle" fand sich in einer geschenkten Würzmischung.



Anschließend habe ich mir die Balkonbepflanzung vorgenommen. Am Dienstag zog es mich dann natürlich zur Liesl auf den Markt.



Heute stell ich euch aber auch mal die Ida Schumacher dort auf dem Platz vor.


Beim so Umanandscharwenzeln...

... in der Marktumgebung brauche ich hinterher was Wärme & Glanz.



... und die findet sich auch  in der Heilig-Geist-Kirche neben dem Viktualienmarkt. Da geh ich auch jedes Mal hin, auch zum Kerzenanzünden ( ja, die Agnostikerin... ).



Jetzt komme ich schon seit zehn Jahren regelmäßig nach München, habe es aber noch nie auf die Auer Dult geschafft. Diesmal haben mich die Jüngste & ihre beste Freundin dorthin mitgenommen.


Es wurde nichts ausgelassen von den Madln.


Ich war angenehm überrascht von den qualitativ anspruchsvollen Ständen, die es neben dem Rummel sehr zahlreich gab. Ich hätte auch da einiges Geld lassen können...






Am Donnerstagmorgen ließ sich langsam die Alpenkette wieder erahnen und ein neues Musikinstrument zog bei der Familie ein.


Am Freitag kam es sogar noch besser: Der erste Schnee bedeckte die Kuppen!



Wolkentheater gab es zuhauf!


Und während am Himmel viel los war, habe ich die Tochter bei der Vorbereitung für eine Lehrprobe am Montag ein bisschen unterstützen können beim Zeichnen...

... während der herbstliche Maler draußen sich von Tag zu Tag steigerte. Am späten Samstagnachmittag hat dann der Himmel auch noch einen farbigen Beitrag geleistet.

Heute hat mich die Bahn wieder vorbildlich nach Hause gebracht ( war schon auf dem Hinweg topp! ). Und jetzt ist auch einigen Leserinnen klar, warum am Samstag nicht der übliche Blogpost erschienen  ist...

Habt eine gute neue Woche, die vierundvierzigste übrigens! Das Jahr geht zur Neige.

                                                                           



Mein Freund, der Baum: Japanische Zelkove

Der heutige Baum steht auf meiner Wunschliste, seit ich dieses Buch von Sunni geschenkt bekommen habe. Ich weiß auch, dass ein Exemplar im Forstbotanischen Garten Kölns wächst. Doch wie komme ich ohne Auto dahin? Mit Öffis ist das schon ein kleiner Gewaltakt. Nachdem ich beim letzten Porträt gute Erfahrungen mit Lizenzfotos gemacht habe, ergänze ich meinen heutigen Text mit entsprechenden Bildern.

Die Japanische Zelkove Zelkova serrata ( japanisch 槻 keyaki, koreanisch 느티나무 neutinamu ), auch Keaki genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Zelkoven innerhalb der Familie der Ulmengewächse Ulmaceae. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich - wie der Name schon sagt - über Japan, Korea, Ostchina und Taiwan. Sie wächst gerne in Einzelstellung, wird aber auch auf Grund ihres wertvollen Holzes forstlich angebaut. Bei uns kommt sie als dekorativer, winterharter Baum seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Parks vor und entfaltet ihre ganze Schönheit als Solitär. In Japan wird sie auch häufig als Bonsai gestaltet. Zelkoven können sehr alt werden.

Zelkova serrata ist ein langsam wachsender Baum, der eine Höhe von 15 bis 20 Meter Höhe erreichen kann. Anfangs entwickelt er sich breit aufrecht, später rundkronig, um im Alter eine schirmförmig Krone zu entwickeln, bei der sich die unteren Zweige locker nach unten neigen - sehr pittoresk! Die Rinde ist glatt und graubraun gefleckt und blättert mitunter in flachen Schuppen ab. Der kurze Stamm weist mit der Zeit dicke Längswülste auf. Die oft zickzackförmigen wachsenden jungen Triebe schimmern rotviolett.


Das Gehölz aus Fernost gehört zu den Herzwurzlern und liebt einen tiefgründigen Boden, der durchlässig und nährstoffreich sein sollte. Als Lichtbaumart verträgt die Zelkove keinen Schatten. Spätfröste machen ihr manchmal zu schaffen, sie ist aber widerstandsfähig gegen Abgase und gedeiht problemlos im Stadtklima.

Die Blätter treiben im April aus. Sie sind zugespitzt, länglich sowie scharf gesägt und ähneln dem Laub mancher Ulmen, sind jedoch kleiner, bis 10–12 Zentimeter lang und 5 Zentimeter breit mit bis 15 Seitennervenpaaren. Sie sind leicht ledrig, glänzend grün und an der Blattoberseite mit feinen Haaren überzogen, die Unterseite ist ist heller und eher schwach behaart. Im Herbst nimmt das Laub eine prachtvolle, goldgelbe über ziegelrot bis zu rostbraune Farbe an.

Zusammen mit dem Blattaustrieb im April erscheinen kleine grünliche, manchmal duftende Blüten. Die männlichen, weiblichen oder zwittrigen Blüten stehen achselständig, einzeln oder zu wenigen zusammen. Die einsamige Steinfrucht ist ebenso unscheinbar, anfangs noch grün, glatt, rundlich oder ei- bis herzförmig, wird später bräunlich, trocken, hart und wird bis zu 5 Millimeter groß. Die Früchte bleiben noch lange am Baum.


Neben der Ursprungsart gibt es von Zelkova serrata einige Sorten: Trichterförmig und schmal wächst "Green Vase", die deutlich größere Blätter hat, "Musashino" besitzt eine hochovale Krone mit steil aufsteigenden Ästen, "Goshiki" tut sich mit hell umrandeten Blättern hervor. Als Zwergform ist "Goblin" bekannt. 

In der Gattung Zelkova gibt es weitere fünf Arten: die stark vom Verschwinden bedrohte Kretische Zelkove, die Kaukasische Zelkove, ebenfalls auf der "Roten Liste" wie Zelkova sicula auf Sizilien, Zelkova schneideriana in chinesischen Provinzen, gerne an Flussufern, wie Zelkova sinica.

Das harte, mittelschwere und beständige Holz ist sehr schön und wird für verschiedene Anwendungen genutzt. Das Kernholz ist ein wesentlicher Bestandteil des japanischen Bogenbaus. Interessanterweise ist Asteroid 7666 - "Keyaki" - nach dem Baum benannt.


Die Mitake-no-Jindai-Zelkove (japanisch 御岳ノ神代欅 Mitake no Jindai-Keyaki), heute ein Naturdenkmal, ist sehr alt und befindet sich in Ōme in der Präfektur Tokio auf dem Berg Mitake auf etwa 840 m. Nicht weit entfernt befindet sich der Musashi Mitake-Schrein. Der Baum hat einen Stammumfang von 8,2 m, eine Höhe von etwa 30 m und wird auf ein Alter von ungefähr 600 Jahren geschätzt. Im August dieses Jahres ist eine Zelkove, ein weiteres Kulturdenkmal, 800 Jahre alt, auf dem Gelände des Suzume-Schreins in der japanischen Stadt Koga umgestürzt, was Nachrichtenwert im Land hatte.

Die Zelkove gehört zusammen mit Kampfer (Kusunoki), Gingko (Ichou) und Zeder (Sugi) zu den vier Himmelskönig- Bäumen in der bildreichen poetischen Welt der japanischen Kultur.

Im "Weltwald", einem Arboretum bei Freising, ist die Japanische Zelkove zu finden. Sie war Pflanze des Monats Oktober 2025.

Was habt ihr so entdeckt in diesem Monat? Verlinkt es hier! Bis zum 28. November ist das möglich.

                                                                 


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Freitag, 23. Oktober 2026

Friday - Flowerday #43/26

 

Heute wieder seit Langem einmal ein "Empfangskomitee".





Rund um eine vergrünte Hortensie
reihen sich Wachsblümchen, Nadelkissen, Dahlien und gefärbtes Sedum.


Am Fuß der braunen Glasvase steht ein hölzernes Rotkehlchen,
stellvertretend für meinen vorwitzigen Begleiter beim Laubrechen.

Und weil so viel Orange heute drin ist: verlinkt auch mit "niwibo sucht..."




Und so noch mal eine Übersicht aus dem Blickwinkel zur Eingangstür hin:


Seht ihr, wie der Vogel schon auf eure Beiträge 
zum Friday - Flowerday wartet?

                                                         

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