Dienstag, 10. Dezember 2019

Glitzer, Glitzer...

In einem Care - Paket aus München ( ich habe ja keine Stoffe mehr und in Köln gibt es ja nur Stoff & Stil ) habe ich von meiner Tochter im November einen sehr schönen aufgerauten Sweat mit blauglitzernder Ober- und flauschiger Abseite erhalten, natürlich wieder bei der lieben Annette vom Haidhausener Stoffzirkus gekauft.

Jetzt sind endlich zwei "Mareen" (CZM) für die Schwestern entstanden:


Alles ganz simpel, nur mit kleinen, schlafenden Faultierchen verziert ( so was gibt es dann beim großen dänischen Stoffdealer ). Das Richtige fürs gemütliche Faulenzen unterm Weihnachtsbaum!





Verlinkt mit dem Creadienstag

Montag, 9. Dezember 2019

Herrnhuter { Sterne }

Diese Sterne kennt inzwischen bei uns wohl jeder. Ich will hier & heute auch gar nicht erzählen, wie sie zu ihrem Namen kamen und welche protestantische Glaubensrichtung dahinter steckt - das ist hier schon alles toll & bebildert dargestellt. Es bleibt heute bei meiner persönlichen Geschichte...



Den ersten rot-weißen Stern - noch aus Papier - habe ich schon als Kind in der evangelischen Kirche in unserem Viertel in Bonn gesehen. Das war mir schon was Besonderes, denn ich wuchs in durchgehend katholischen Verhältnissen auf, da kamen diese Sterne überhaupt nicht vor. In den 1960er Jahren kauften protestantische Gemeinden in der Bundesrepublik die Sterne, um die Herrnhuter Brüdergemeine und ihre Missionsarbeit zu unterstützen, die es in der DDR ja nicht gerade leicht hatten. Die Brüdergemeine war zwar nicht verboten, doch man machte ihren Mitgliedern das Leben so schwer wie möglich.




Sehr beeindruckt hat mich dann nach der Wende, als wir in der Vorweihnachtszeit vor zwölf Jahren von einem Ausflug ins Elbsandsteingebirge mit dem Bus nach Dresden zurückfuhren ( um dort mit Wanderschuhen in die Semper - Oper zu gehen ) und überall über Haustüren, auf Balkonen und Veranden, in Bäumen und auf Plätzen, Geschäften wie Lokalen die Herrnhuter Sterne leuchteten.  Inzwischen gehörte er in der Vorweihnachtszeit in Sachsen  offensichtlich allerorten dazu, sehr viel stärker als bei uns. Bei mir löste das damals ein heimeliges Gefühl aus...



Natürlich gab es sie auch auf dem berühmten Striezelmarkt. Meine habe ich allerdings in Herrnhut selbst bestellt, denn auf unserem Markt am Dom gab es nur die für den Innenbereich.

Ich habe jetzt schon viele Jahre eine Sternen- Lichterkette und einen roten Stern für draußen, der es allerdings nicht in jedem Dezember in die Magnolie schafft. Diesmal hat es wieder geklappt, denn ich hab mir ein Herz genommen und bin auf die Leiter gestiegen...

Im Laufe der letzten Jahre gehört der Herrnhuter Stern auch immer öfter im noch recht katholischen Rheinland zur Weihnachtsdekoration. Ein Jahr nach unserem Dresdenbesuch erleuchteten die schönen Sterne in Mengen den ältesten Kölner Weihnachtsmarkt ( erstes Foto im Post ) auf dem Neumarkt ( und nahmen ihm den vorher so piefigen & belanglosen Charakter ).

Die mittlerweile gar nicht mehr so kleine Fabrik in der Oberlausitz gehört seit der Wende wieder zum Geschäftsbereich der Brüdergemeine und sorgt für ein kleines finanzielles Polster. Inzwischen habe ich von dort auch zwei kleine Einzelsterne, die - batteriebetrieben - mal hie, mal da ein Plätzchen auf meinen vorweihnachtlichen "Altärchen" finden.

Ich fühle mich dann immer unter einem guten Stern...






Verlinkt mit dem Monatsmotto der Zitronenfalterin

Samstag, 7. Dezember 2019

Meine 49. Kalenderwoche 2019



Am vergangenen Sonntag tat sich die Sonne schwer, den Wolkenschleier am Himmel zu durchbrechen. Half alles nichts, ich musste bei 3°C endlich meine Tulpenzwiebeln in Blumentöpfen versenken und an geschützter Stelle hinter der Terrassenmauer deponieren. Im letzten Jahr habe ich da gar nichts gemacht, und das habe ich im Frühjahr sehr bedauert. Passiert mir nicht noch mal. Und ich freue mich jetzt schon auf das Resultat.





Danach war noch Zeit fürs Päckchenpacken, das lange verschobene. Aber so konnte ich noch ein paar der in der Vorwoche gebackenen Plätzchen dazu tun. Am Montag auf dem Postamt: 25 Minuten Wartezeit in der Schlange, obwohl vier Mitarbeiter am Schalter ihr Bestes gaben: Die Kehrseite des Black-Friday- Unsinns sind halt jede Menge Retouren...





Adventskalender haben wir auch ( sogar drei ). Den herrlichen Briefmarken - Kalender von Veronika, dem Kreativhaexli vom Thuner See, habe ich ja bisher hier noch gar nicht gezeigt. Beim letzten Mal hatte ich lauter Marken mit Bäumen von ihr bekommen, die dann in mein Wald-Buch geklebt worden sind. Diesmal sind es Sterne ( womit wir wieder bei Andreas Monatsthema wären ):



Liebe Veronika, dir auch an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Danke! Und auch dir noch einmal, liebe Sieglinde, für den digitalen Adventskalender, den ich mir jeden Abend anschaue:




Am Mittwoch war eine Stippvisite am Neumarkt angesagt ( bei der dreißig Jahre alten Jalousie am Schlafzimmerfenster war die Schnur durchgescheuert und es braucht eine neue ). Ich bin dann von dort sogar über den Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt spaziert. "Domspitzen" gab es als Mitbringsel für die anschließende heimische Kaffeetafel; auf dem Foto sind hingegen die Spitzen von St. Aposteln zu sehen:


















Am Donnerstagmorgen gab es auch bei uns etwas Raureif auf Dächern und Wiesen:

In diesem Jahr spüre ich noch sehr viel stärker eine Änderung in meinem Empfinden in der Vorweihnachtszeit. Überdruss würde ich es nennen. Ich mag diesen inflationären Gebrauch von Lichterketten überhaupt nicht mehr. Das hat alles den Charme verloren, den anno 1977 die ersten lichterglitzernden kahlen Bäume auf dem Boulevard Haussmann in Paris noch ausstrahlten und die mich damals bezauberten.

Mich spricht das Sonnenlicht, gefangen in oder auf Laub, Samen oder Früchten inzwischen innerlich sehr viel mehr an. Meine große Freiheit besteht darin, auch nicht mehr unbedingt Abende auf Weihnachtsmärkten zu verbringen, zum Beispiel auf unserem Plätzchen: Zu laut, zu eng, zu viele widerstreitende Gerüche, zu viel unglückliche Kinder, eingeklemmt zwischen Erwachsenenbeinen.





Die Herrnhuter Sterne über einem der ältesten Kölner Weihnachtsmärkte mag ich dann aber noch gerne. Aber weniger Gedränge ist mehr...


Der Nikolaustag war der usseligste der ganzen Woche ( mit Dauerregen ). Da bin ich nur zu meinem Gerätetraining mit anschließendem Einkauf geflitzt. Und weil ich so große Fortschritte gemacht und zwei weitere Geräte in mein Programm aufgenommen habe, durfte hinterher auch der Marzipan vom Nikolaus ohne schlechtes Gewissen genossen werden.



Die zweite Adventswoche war doch wesentlich entspannter als die davor, auch wenn wieder bürokratische Hürden zu nehmen waren ( allerdings warten noch einige Weihnachtsgeschenke in meiner Werkstatt ). Und deshalb endet mein Post heute auch ohne all die Überlegungen und Ausführungen zum Weltgeschehen, die ich sonst an dieser Stelle in die Welt setze. Ich mag mal meine Seele baumeln lassen und wünsche euch und euren Lieben das auch.






Verlinkt mit Andrea Karminrots's Samstagsplausch, dem Herbstglück bei Wolfgang & Loretta und beim Monatsmotto der anderen Andrea, der Zitronenfalterin