Samstag, 28. März 2020

Meine 13. Kalenderwoche 2020

Zu Zeit kann man den Blümchen auf der Terrasse & im Garten bei Sprießen zusehen: Die Traubenhyazinthen links am Montag dieser Woche, rechts eine Woche zuvor. Gezaust haben sie die Sturmböen, die am Wochenanfang die Luft aus Sibirien mitgebracht hat.



Tulpen gab es im Haus...


... wie im Garten, in dem eher der Herr K. tätig war - mir war es zu Beginn dieser Woche zu frisch, da drohte dem Kreuz zu schnell die Hexe.



Tulpen - und zwar fünfzig verschiedene Sorten - gibt es auch in diesem tollen, empfehlenswerten Buch. Aber was fast noch schöner ist: Seit der Entlastungspfleger am Donnerstag einkaufen war, gibt es wieder ein Kilo Kaffeebohnen im Haus für viele, viele Kapuziner!

























In der Wochenmitte habe ich dann auch damit begonnen, meine Näh-Rumpelkammer aufzuräumen. Mit dem Tisch habe ich angefangen und dann mal meine Jerseyschätze gleichartig gefaltet und gestapelt. Dabei haben sich die Ideen im Kopf geradezu überschlagen. 

Mittlerweile hat die Süßkirsche die Magnolie mit der Blüte abgelöst.

Passende Post kam aus der Lieblingsstadt von Swig. Vielen, vielen Dank dafür ( auch für die inspirierende Briefmarke auf dem Umschlag! Da ist meine Great-Women-Liste wieder ein bisschen länger geworden. )

Und die Enkelinnen schickten mir Origamihäschen aus München. -

Am heutigen Samstag ist es doch viel ruhiger auf unserer Straße als vor einer Woche. Dafür fliegt immer mal ein Hubschrauber das Hospital in der Nachbarschaft an. Ob sie Patienten verlegen? Immerhin gibt es inzwischen in der Stadt 1161 Infizierte, so die gestern veröffentlichte Statistik der Stadt, davon 52 in stationärer Quarantäne, 13 auf der Intensivstation. Heute Nachmittag waren es dann 88 mehr, ebenso zwei Todesopfer. 

Wegen der dramatischen Notlage in norditalienischen Krankenhäusern bringt die Luftwaffe heute sogar Patienten nach Deutschland. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, transportiert sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln.  


Erkenntnis der Woche - über die habe ich schon am Dienstag geschrieben...

Musikalische Neuentdeckung der Woche: Pomplamoose, ein amerikanisches Indie-Musik-Duo, das  mit Video-Uploads über YouTube und MySpace bekannt geworden ist, die nur zeigen, was man gleichzeitig hört ( also kein Playback der Instrumente oder der Stimme). In Dauerschleife gehört habe ich ihre George Brassens - Interpretation. Toller als das Original finde ich ihre Version von "Everything I wanted" von Billie Eilish

Lektüre der Woche: eine Tochter- Biografie einer Frau, die ich nächste Woche vorstellen möchte, und einzelne Geschichten im "Decamerone"

Rezept der Woche: "Türkische Pizza", denn die Nichte hat nach ihrer Arbeit in der Psychiatrie Gehacktes für uns einkaufen können ( wie anstrengend es momentan auch auf diesem Sektor ist, könnt ihr zum Beispiel auch bei Frau Mo nachlesen )

Ärgernis der Woche: die Automobilhersteller, die jetzt schon ankündigen, keine wirtschaftlichen Kapazitäten zu haben, den anvisierten Klimazielen nach der Krise noch folgen zu können. 
"Langfristig müssen wir ein Gleichgewicht zwischen Menschheit und Ökosystem finden. Und dafür ist es notwendig, die aktuelle Krise mit anderen Krisen zusammenzudenken", meint Johannes Vogel, Direktor des Berliner Naturkundemuseums und Professor für Biodiversität und Wissenschaftsdialog an der Humboldt-Universität.

Ein Zeichen setzen kann dafür heute jeder und heute am 28. März um genau 20.30 Uhr wie Menschen auf der ganzen Welt für eine Stunde das Licht ausschalten. Seit fünfzig Jahren gibt es die "Earth Hour" schon. Die Beobachtungen im Rahmen der aktuellen Krise sollten doch den Letzten darauf aufmerksam machen, welch tiefe Eingriffe in die Natur wir Menschen doch vornehmen - zu aller Schaden...





Verlinkt mit dem karminroten Samstagsplausch und dem Frühlingsglück bei Loretta & Wolfgang

Freitag, 27. März 2020

Saudi-Arabien in diesen Zeiten...

... bleibt auch nicht verschont von der Pandemie. Heute am Spätnachmittag gab die statistische Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore die Anzahl der im Land mit Covid-19-Virus Infizierten mit 1104 an bei drei Todesfällen. 

In anderen Ländern, selbst der Türkei oder dem Iran ( dort wurden 54 000 Strafgefangene vorsorglich entlassen ), "leert" man die überfüllten Gefängnisse, weil sich unter den Bedingungen in den Haftanstalten der Erreger besonders gut ausbreiten kann. Teils gibt es Gemeinschaftszellen und unter Gefangenen ist außerdem der Anteil an Risikopatienten hoch. Ein solcher ist auch der saudische Blogger Raif Badawi. Die Ängste seiner Familie kann ich nur zu gut nachvollziehen, die Ensaf Haidar in ihrem letzten Tweet geäußert hat:


Seit gestern  ist es der Bevölkerung Saudi - Arabiens laut einem königlichen Erlass verboten, Riad, Mekka und Medina zu betreten oder zu verlassen, seit Beginn dieser Woche gilt 21 Tage lang eine Ausgangssperre von täglich 19.00 bis 6.00 Uhr.

Zur 274. Mahnwache am heutigen Tag hat sie vor einer halben Stunde folgenden Tweet abgesetzt:





{ "Die physische Distanz (und nicht die soziale Distanz, wie Dr. Arruda so gut sagte) hindert uns nicht daran, uns zu vereinen, um Raif weiterhin zu unterstützen. Im Gegenteil ... Herzen aus ganz Quebec sind bei uns" }
Da reihe ich mich mit diesem Post gerne ein...


Friday - Flowerday # 13/20

Als klar war,
dass es in den nächsten Wochen mit dem Beschaffen
meines häuslichen Blumenschmuckes nichts mehr wird,
habe ich auf einen Blumenversender zurückgegriffen
( angesichts der Aufnahmen 
von der Blumenvernichtung auf den niederländischen Großmärkten
fand ich das mehr als gerechtfertigt ).























So viel Schönheit -
der muss ich einfach 
in der häuslichen Isolation täglich "ins Auge" blicken.













Für mich ist wichtig
- nicht nur in diesen Zeiten -,
meine Wohnung als Nest der Geborgenheit und Sicherheit wahrzunehmen.

Und Blumen geben mir das,
nicht Toilettenpapier zuhauf
oder Nudeln oder Hefe...



Die Farbtöne, 
die sich in dieser floristischen "Wundertüte" befunden haben,
umschmeicheln  mein Gemüt.


Zum Schluss wieder die Totale,
für Helga Holunderbluetchen® und alle anderen.
#BleibtZuhause
#StayHome
 #iorestoacasa 
#QuedateEnCasa

Und:
Bleibt gesund!

Die Blumen heute sind auch ein virtueller Geburtstagsgruß
an meine allerliebste jüngste Enkelin!
Wie schön,
dass du geboren bist,
wir hätten dich sonst sehr vermisst!

                                                                

Verlinkt mit den Floral Passions von Riita