Montag, 27. Juni 2022

Restefest Juni 2022

Seit Jahresbeginn 2018 mache ich monatlich mit beim Restefest, seinerzeit ins Leben gerufen von Marion/kunzfrau kreativ, und das eigentlich mit viel Spaß. Diesmal hat es für NICHTS gereicht...


... vor allem zeitlich und von der Muße her, nicht von den Stoffresten. Fleißig waren in diesem Monat vor allem meine Lieschen. 

Das heißt, fleißig war ich schon, aber nicht im Nähzimmer. Da ist einmal die Pflege meines Gefährten, die mehr Zeit denn je in Anspruch nimmt und vor allem ein kontinuierliches Arbeiten unterbindet. Da war aber auch die Woche mit dem Besuch von Tochter, Schwiegersohn und Enkelinnen und das gemeinsame Feiern, was vom Gang ins Nähzimmer abgehalten hat ( nur die Enkelinnen waren mal drin und haben nach Stoffen geschaut, aus denen sie gerne was hätten ). Und da kein Druck von außen vorhanden war, habe ich das Sitzen hinter den Maschinen auch meiner etwas lädierten Hinterfront gerne erspart. Schaun mer mal, wie es weiter geht...

                                                                                                       


Sonntag, 26. Juni 2022

Mein Freund, der Baum: Götterbaum - reloaded

Auch im Monat Juni hat sich der Traum vom Ausflug in die Flora zerschlagen. Deshalb greife ich schon wieder einen alten Post auf, der sogar noch bei Rebekka/The Boxing Duck, der Erfinderin von "Mein Freund, der Baumverlinkt war. Der Baum kam mir wieder in den Sinn, nämlich olfaktorisch, weil er derzeit in der Querstraße zu unserer blüht. Und die männlichen Blüten - man kann es nicht anders sagen - stinken einfach.

Mit dieser Baumart verbindet mich relativ wenig, denn es ist eine Sorte, die ich erst vor ca. 40 Jahren kennengelernt habe, als ein solcher Baum vor unserer ersten Nippeser Wohnung gepflanzt worden war. Und da es eine recht schnell wachsende Spezies ist, nahm der Baum uns in unserer ohnehin nicht sonnenverwöhnten Wohnung noch mehr Licht: der Götterbaum  Ailanthus altissima.

























Damals hatte das städtische Grünflächenamt die ganze Straße mit diesem ursprünglich aus China & Korea stammendem Baum bepflanzt, denn er gilt als unempfindlich gegen alle Fährnisse des städtischen Lebens wie Streusalz, Abgase oder Trockenheit.







Inzwischen zählt man diesen Neophyten zu den 100 problematischsten invasiven Arten in Europa ( seit 2019 steht er auf einer entsprechenden Liste ) & man hat in einigen europäischen Ländern begonnen, seine Weiterverbreitung zu bekämpfen ( was sehr aufwändig ist ). Dass der Götterbaum sich sehr gut zu verbreiten weiß, spüre auch ich, wenn ich das ganze Jahr über aus allen Ritzen meines Hauses die Samen entfernen darf, obwohl der nächste Baum in einer Querstraße 50 Meter entfernt steht.

Und noch etwas kann er sehr gut: Der Götterbaum lässt seine Wurzeln unter der Erde weiter wachsen und plötzlich nach oben sprießen, so dass an einer ganz anderen Stelle ein neuer Baum wächst. Das führt bei unseren Nachbarstraßen dazu, dass das Wasser bei stärkerem Regen über die angehobenen oder versperrten Rinnsteine nicht abfließen kann & sich stattdessen riesige Pfützen bilden. Da muss man schon fliegen, um dann die Straße überqueren zu können. Inzwischen hat das Tiefbauamt schon an einigen Stellen Abhilfe geschaffen.

Ein ganz besonderes Exemplar mit einer mit Spiegelmosaik belegten Plombe habe ich im Stadtwald angetroffen:
























Nach Europa gebracht wurde der aus China stammende Baum aus der Familie der Bittereschengewächse bereits um 1750 als Futterpflanze einer speziellen Seidenspinnerart, des Götterbaumspinners. Die Produktion der sogenannten Shantung-Seide floppte allerdings, der Baum blieb dennoch und bereicherte Parks und Gärten. Er stellte auch die Erstbepflanzung der Wiener Ringstraße ( der letzte Götterbaum verschwand dort 2005 ). Bloggerfreundin Susanne/mamimade hat seinerzeit berichtet, dass auch in ihrem Garten zwei Exemplare vorhanden waren, die wegen Pilzbefall gefällt werden mussten und sie darüber wegen der Geruchsbelästigung nicht traurig gewesen ist. Allein in Berlin sind 3.300 Götterbäume im Baumkataster registriert, Tendenz steigend. Auf ungarischen Magerwiesen und in der italienischen Macchie macht der Götterbaum sich bereits unangenehm bemerkbar. Doch die Erfahrungen der letzten Sommer zeigen: Er ist ein Zukunftsbaum mit Blick auf den Klimawandel.

Und wie immer seid ihr, liebe Leser*innen, jetzt wieder dran, eure Posts zu Bäumen aller Arten hier zu verlinken! Bis zum 30. Juli ist  Zeit dafür.




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Samstag, 25. Juni 2022

Meine 25. Kalenderwoche 2022

 "Ich gehe langsam aus der Welt heraus
In eine Landschaft jenseits aller Ferne,
und was ich war und bin und was ich bleibe
geht mit mir ohne Ungeduld und Eile
in ein bisher noch nicht betretenes Land."

Hans Sahl 

Was von der schönen Vorwoche zurückblieb? Der Geburtstagsstrauß der Tochter, sehr viele Fotos und Erinnerungen -und damit Gesprächsanlässe - von unserem Fest ( leider auch eine beeinträchtigende Prellung, da  schmerzhaft ). Die Kinder & Kindeskinder weilten unterdessen schon wieder an den tollen bayerischen Gewässern, während wir bei 36 Grad im Haus vor uns hin schwitzten. ( Hier ist übrigens eine interessante Recherche zum Hitzetod bei uns zu finden. )



So sah  der erste Sommermorgen vom Bett aus gesehen aus. Dazu der Vanilleduft der Petunien vor dem Fenster!Mmmh!



Der zweite Sommertag war schon wieder viel zu heiß ( 29°C ), der nächste zeigte gar 30° Grad auf dem Thermometer. Da hatte ich zu fast gar nichts mehr Lust. Gerne schaue ich am späten Abend allerdings den Fledermäusen in ihrem Zickzackflug vor unseren Fenstern zu. Die schaffen die Mücken, die mich sonst zerstechen würden.



Die Hitze endete dann in der Nacht zum Freitag mit mehreren Regenschauern & Gewittern weit, weit entfernt. Und auch am Vormittag regnete es ordentlich, so dass an eine "Ausfahrt" zum Obst- & Gemüsestand nicht zu denken war. Insgesamt herrschte in dieser Woche nicht grade die Lebenslust vor, zumal im weiteren Familienkreis jemand gestorben ist, der jünger noch als ich war. Da kommt frau ins Grübeln. Das merkt man auch daran, dass ich kaum fotografiert habe und dieser Post mal recht kurz ist.









Am Freitagnachmittag gab es noch ein Höhengewitter, das grummelnd über uns hinweg zog. Dazwischen war es schwül, wie ich es gar nicht mag.

Da lob ich mir die frischen sechzehn Grad beim Aufstehen in der Frühe & dem Blick über die Blumenkästen hinweg. So kann ich hoffentlich den heißen Tag gut angehen & überstehen...





Verlinkt mit dem Samstagsplausch bei Andrea Karminrot und dem Sommerglück der Gartenwonne