Sonntag, 18. Oktober 2026

Monatsspaziergang Oktober 2026

Vor mehr als zwei Wochen hat mich eine ehemalige Schülerin aus meiner allerersten Klasse von vor fünfzig Jahren zu einem Ausflug zu einem meiner liebsten Plätze am Niederrhein abgeholt: Zons ( mir vor meinem Umzug nach Köln auch unter dem Begriff "Feste Zons" bzw. "Feste Friedensstrom" bekannt ). Dort war ich zuletzt nämlich im Winter 2023 und hatte ihr gegenüber mal den Wunsch geäußert, wieder hinzukommen bei freundlicheren Temperaturen. Das war nun der Fall, an einem zum Herumlaufen wohltemperierten Tag.

 

Vom Parkplatz ging es aber erst einmal über den Deich...


... zum Rhein, der noch immer wenig, wenig Wasser geführt hat.


Hinter vielen großen Bäumen versteckt: der rechteckige Zollturm. Als Zollfeste "Friedestrom" ist Zons im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts geschaffen worden und hat Stadtrechte bekommen. Es gibt aber Belege, dass dort schon eine merowingische Siedlung im 7. Jahrhundert vorhanden war und ein Fronhof des Kölner Erzbischofs zu Beginn des 12. Jahrhunderts. Mit der Inbesitznahme des linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen wurde Zons 1794 französisch, 1815 dann dem preußischen Staatsgebiet zugeschlagen. Mit der Eingemeindung in die Stadt Dormagen 1975 nannte sich Zons vorübergehend "Feste Zons".


Erst einmal das Stadtmodell...


... ein Blick nach rechts auf die Stadtmauer und dann...

... durchs Rheintor im Norden neben dem Zollturm...

... auf die rheinseitige Straße.

Die Wohnbebauung der eigentlichen Stadt Zons wuchs erst relativ spät über ihre Stadtmauern hinaus, nämlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit vereinzelten Häusern.


 Blick auf  die "Pfefferbüchsen"


Und immer wieder schöne Architekturdetails










Dann mal wieder ein Blick von vor der Stadtmauer auf die Rheinwiesen mit den Kopfweiden....


... und über die Mauer auf die Pappeln, die in den zurückliegenden Jahren "Haare gelassen" haben.


Zurück in die Schlossstraße....

... mit sehr unterschiedlichen Dekorationen...

... auch solchen Tieren.


Der südwestliche Turm war mal eine Windmühle, die "Bärwindmühle".


Solche "Laubengänge" gibt es auch.


Aber enge Gassen wie die Wendestraße hier entlang der westlichen Stadtmauer sind üblicher .









Der nordwestliche Turm, Krötschenturm geheißen.


Solche Wasserstände kann man sich angesichts des fast trocken gelegten Stroms nicht vorstellen. Aber für Pilze scheint der Minimalregen gereicht zu haben.


Zum Schluss haben wir noch einen Kaffee getrunken in dem Gartenlokal, in dem ich bei jedem Zons-Besuch einkehre.

Und während wir geplauscht haben, flog dieses Luftschiff über uns hinweg.

Danke, dass ihr bis hierhin durchgehalten habt ( es waren ein bisschen mehr als 25 Fotos )! Der Post wird wieder verlinkt mit Heike/3hefecit.

                                                                



Samstag, 17. Oktober 2026

Meine 42. Kalenderwoche 2026

 "Zweifel ist unser Produkt."
Zigarettenhersteller Brown & Williamson 1969

"Manipulation ist eine Methode mit einem einzigen Ziel:
Dein Vertrauen in Dich selbst zu zersetzen.
Und dafür ist Klugheit kein Schutz, sondern ein Hebel."
Netzfund
"Der Mensch will spüren, dass er lebt, 
und es ist viel leichter, 
sich diese Intensität über Leid, Klagen und Krankheit 
zu holen als über Freude.
Freude geht schnell wieder weg.
Jens Corssen
"Angst wird gezielt eingesetzt, 
ob es die Angst vor Ausländern ist oder vor sonst was. 
Weil Angst (... ) genau das ist, 
worauf unser Steinzeitgehirn am stärksten anspringt."
Stefan A.K. Weichelt


Wie ich in den letzten Wintertagen meinen Hausbaum belauere, ob die Blütenknospen schon aufspringen, kontrolliere ich in diesen Herbsttagen, wie weit die Laubverfärbung fortgeschritten ist. Der Richtwert ist der Geburtstag meiner Schwiegermutter selig, an dem über all die Jahrzehnte die Magnolie oft in schönsten Goldgelb leuchtete. Noch ist es nicht so weit...

Mein watchtower ist dabei mein Bett, von dem aus ich das Fenster im Blick - und damit auf den Baum - habe.




Ich stand in den letzten Tagen immer erst dann auf, als die Sonne beim Vorbereiten des Frühstücks die schönsten Lichtspiele in der Küche veranstaltete. 



Der Montag ist größtenteils schon bei "12 von 12" verbloggt. Am Abend musste ich feststellen, dass ich mich jetzt wieder im Dunkeln auf den Heimweg vom Aquafitnesskurs machen muss. Magritte lässt grüßen...

Am Mittwoch ging es quer durchs Veedel zum Friseur. Da zeigte sich doch, dass es Herbst ist, auch wenn Temperaturen von 18-23°C in dieser Woche angezeigt waren.


Den Laubfall finde ich schön, auch wenn es Arbeit macht. Ärgerlich sind die Massen von E-Rollern, die seit Tagen in meiner Wohnumgebung nicht abgeholt werden und vor allem bei Straßenübergängen alles so versperren, dass kein sicheres, schnelles Überqueren mehr möglich ist.


So viele Sonnen-Lichtspiele gesehen in dieser Woche drinnen wie draußen, wie einige Fotos beweisen. Und den Spruch auf ner Karte habe ich unterwegs gelesen. Passt! ( Hab sie mir gekauft und neben den Frühstückstisch gestellt. )



Gelesen
habe ich auch wieder viel: einen Roman von Maarten t'Hart, zwei Erzählungen, einmal von Colm Tóibín und einmal von Jeanette Winterson ( mehr dazu am 2. November bei der monatlichen Bücherlese ). Gehört habe ich all die Werke der klassischen Musik, die t'Hart in seinem Buch erwähnt hat. Entdeckung: Josef Suks Symphonie E-Dur. Klingt nach einem modernisierten Dvořák, mit schönen Melodien und viel Erinnerung an die mütterliche Heimat. Gilt das auch als Erlebnis?



Am Freitag der monatliche Besuch auf dem Friedhof, nachdem der Monteur meine defekte Jalousie ausgetauscht hatte.


Immer wieder ein Genuss für mich: die Stille, die Bäume und dann das Erinnern.


Auch mal eher Eigentümliches....


... wie das Steingebilde rechts.

 
Weil ich hier bei mir keine so schönen Sonnenuntergänge habe, hat mir meine jüngste Enkelin einen geschickt. 💕

Web-Fundstück/e: 
Angesichts so vieler Kommentarattacken bar jeder deutschen Rechtschreibung & Grammatik sowie historischer Kenntnisse in den social media komme ich auch schon mal auf den Gedanken an so einen Aufdruck auf 'nem T-Shirt. 

Aber ein Oberteil mit 'ner Losung zu tragen, ist gefährlich, musste eine Frau bei einem Wahlkampfauftritt von T*ump im Covelli Centre in Youngstown, Ohio, bitter bezahlen: Sie wurde von mehreren kräftigen Männer geschlagen und vom Videokommentator als "scum" (="Abschaum") bezeichnet. Von wegen Meinungsfreiheit! Gilt eben nicht für alle. 

Diese Woche konnte einem schon manche Bauchschmerzen bereiten. Nein, nicht weil den "Linken" demnächst ihre Häuschen usw. weggenommen werden. "Sie glauben es nicht, siehe russische Revolution von 1917. Da war es auch so", wie ich einem Kommentar in einem Blog entnehmen konnte. Ich hab momentan eher die Familie & Freunde im Kopfkarussell. Das reicht.

                                                                                  

Verlinkt mit Andrea Karminrots Samstagsplausch, "Niwibo sucht...", Annette/ Augensternwelt mit ihren Glücksmomenten, dem Mosaic Monday von Heidrun, den "Sonntags Top Sieben" bei Anni 

Freitag, 16. Oktober 2026

Friday - Flowerday #42/26

 

Diesmal wieder etwas sanfter in den Farben
( expressionistisches Farbungestüm liegt nicht jeder )



Das ist heute auch mal wieder ein "Eimerstrauß" vom Nachbarn.


Deshalb erspare mir auch das Benennen der Blumenvielfalt.



Die Feinastern finde ich besonders hübsch.


Wie gewöhnlich abschließend die Gesamtschau:


Bon week - end!
                                                            

Und nun wieder ihr!

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