Dienstag, 18. Februar 2020

Schöner schlafen mit Rosa

Der Großneffe braucht Schlafanzüge - was bietet sich da eher an als ein gut abgelagerter Jersey mit schlafenden Eulen? Und dass die Eulen rot - rosa sind, ist kein Thema, denn neben einem Jungenmädchen haben wir eben auch einen Mädchenjungen. Wenn die Kinder da entsprechende Wünsche äußern, wird das von mir gemacht ( manches Mal auch gegen den Wunsch der Eltern ):



Die verwendeten Schnittmuster sind altbewährt: "Ottobre Creative Workshop 301" fürs Oberteil und "Yara" (CZM) für die Hose.

Mehr gibt es nicht zu sagen, außer dass ich den Post beim Creadienstag verlinke.


Montag, 17. Februar 2020

FlowerPower { Linkparty }


"Flower-Power" hat Andrea/Die Zitronenfalterin als Monatsthema für den Februar ausgesucht. Das ist ja ein ganzjähriges Thema in meinem  Blog, dem ich allwöchentlich einen Post widme - und in meinem Leben 1.0 jeden Tag. "Flower-Power" trägt zu meiner Lebensqualität erheblich bei, und das schon, seit ich als Studentin eine eigene Bude bezogen habe. Es gibt zwar noch viel mehr Stellen im Kitchi - Gehäuse, an dem Blumen stehen, aber ich will heute meine Leserinnen nun mit ganz vielen weiteren Bildern fluten, sondern ein bisschen davon erzählen, wie ich beim Fotografieren vorgehe:

Bei den meisten meiner Blumenpräsentationen wähle ich den Standpunkt so, dass immer Tageslicht von der Seite auf das Arrangement fällt. Das ist bei mir zu Hause gut machbar, im Eingangsbereich öffne ich beim Fotografieren dann die Haustür.

Sollte das Licht nicht ausreichend sein, installiere ich an der dem Eingang bzw. der natürlichen Lichtquelle gegenüberliegenden Seite einen großen Reflektor ( oder bitte den Herrn K. mir einen solchen zu halten ). Er ist auf der einen Seite weiß, auf der anderen golden, hat einen Durchmesser von einem Meter, ist aus Nylonmaterial, was ihn sehr leicht macht.

Ich benutze beim Fotografieren meiner Freitagsblümchen immer Festbrennweiten - Objektive bzw. ein Makro - Objektiv 60mm 1: 2.8. Am liebsten ist mir das 45mm 1:1.8 - Objektiv. Die von Helga gewünschten Aufnahmen in der Totalen mache ich inzwischen mit einer Festbrennweite 25mm 1:1.8.
Wenn es die (schlechten ) Lichtverhältnisse erfordern, kommt auch schon mal mein lichtstarkes Pancake - Objektiv 1,7/20mm zum Einsatz.

Die Festbrennweiten garantieren die von mir als Gestaltungsmittel so geschätzte Schärfentiefe. Das heißt, dass ich als Fotograf bestimme, wo die Schärfe beim betreffenden Foto liegen und über welchen Bereich sie sich erstrecken soll, in meinem Fall sind das dann immer die Blümchen. Deshalb sehe ich zu, dass Elemente, die auch auf dem Foto zu sehen sind, unscharf bleiben. Erreichen kann man das auch schon, indem man eine Blende von f2.8 und weniger wählt und eine entsprechende Entfernung vom Objekt.

Bei Makroaufnahmen erreicht man eh nur in einem kleinen Bereich ein scharfes Bild. ( Ich finde das aber sehr reizvoll und füge solche Fotos gerne in meine Blumenposts ein. )


Ganz zum Schluss noch ein Wörtchen zur Fotobearbeitung, weil ich nicht immer froh bin mit dem, was ich fotografiert habe. Dafür verwende ich das Angebot meines Programms auf dem MacBook ( "Fotos" ), das jede Menge Möglichkeiten bietet. Und manches Mal arbeite ich auch mit der Bezahlversion von  "PicMonkey" nach, ein Programm, welches ich zum Beschriften meiner Bilder ohnehin jedes Mal in Anspruch nehmen muss. Das letzte Foto zeigt, was da so alles noch möglich ist.

Samstag, 15. Februar 2020

Meine 7. Kalenderwoche 2020

Das Sturmtief "Sabine" hat uns zu Wochenbeginn eigentlich zwei sehr häusliche, ruhige Tage beschert, hatte ich doch rechtzeitig am Sonntagmorgen alles Bewegliche auf der Terrasse und im Garten sicher verräumt und ein schneller Einsatz war von daher nicht gefragt. Von persönlichen Nöten abgesehen haben uns allerdings die gesellschaftlichen Orkanböen beschäftigt...

Der Kölner hat da aber so einige Möglichkeiten sich abzulenken: z. B. für Karneval nähen und basteln und sich dabei nen blauen Himmel vorzumachen.



Dienstag wieder ein Konzert in der Philharmonie: Da haben die Floristen doch bei mir abgekupfert...

Musikalisch : Eine Beethoven - Séance ( "Allein Freyheit" ) mit unserem französischen Generalmusikdirektor François-Xavier Roth und meinen Lieblings - Klavierer ( O-Ton meiner damals noch kleinen Tochter ) Pierre-Laurent Aimard, der zu Beginn des Konzertes mit der "Kleinen Nachtmusik" einsetzte, um dann vom Orchester mit einer Komposition Isabel Mundrys abgelöst zu werden. Mich hat es bezaubert, wie der ganze Konzertabend.

DER Kölner Musikkritiker beurteilte das Konzert als "gescheitert auf hohem  Niveau". Ein reiner Beethovenabend hätte MICH irgendwann eher ermüdet. So blieb ich zwei Zeitstunden vollkommen neugierig und wach. ( Auf dem Programm standen neben Beethoven noch Werke von Bernd Alois ZimmermannHelmut Lachenmann und Francesco Filidei. )





Der Mittwoch der Woche wurde ja schon hier ausgiebig dokumentiert, und auch am Donnerstag ging es fleißig weiter in der karnevalistischen Nähstube ( was bei strömendem Regen bis in den Nachmittag auch die einzige Option  bleiben musste... )






















Am Freitag dann an all die Menschen gedacht, die meinem Herzen nahe stehen, besonders an die, die momentan leiden müssen. Ansonsten wieder ein gewöhnlicher Tag mit Sport, Einkaufen, Nähen und Kochen, wenn nicht die Nichte vorbeigekommen wäre...

 ... um für sich und den Freund Kostüme für Karneval auszusuchen. Später kam auch noch die Schwägerin wegen Perücken. Inzwischen hab ich einen echten Kostüm - Verleih.

Täglich beäuge ich jetzt die Magnolienknospen, ob sich schon rosanen Spitzen zeigen.

2016 war es schon am 12. Februar so weit. Zeit für eine kleine Collage musste am Samstagmorgen auch sein, um ein Geldgeschenk zu einem 60. Geburtstag ansprechend & anspielungsreich zu verpacken.



Das war eine ganz schön anstrengende, da aufwühlende Woche, vor allem was die Familie anbelangt. Da gingen die Gedanken ( und manches Mal die WhatsApp- Nachrichten ) hin und her. Was auf gesellschaftlicher bzw. politischer Ebene los war, blieb da oft ausgeblendet.

In einer ruhigen Minute - okay, es war mehr - habe ich im Radio mal länger "Volkes Stimme" gelauscht und zwar beim Tagesgespräch nach dem Rücktritt der Vorsitzenden der Schwarzen. Da haben sich mir fast die Fußnägel aufgerollt, denn da kamen Postulate, immer verbrämt als Konservatismus und "bürgerliche Mitte", die reaktionär, autoritär, patriarchalisch waren, zum Beispiel was den Einfluss der Parteien bzw. der Politik in puncto Familie anbelangt. Da wurde gefordert, ein bestimmtes Familienmodell in Blei zu gießen und verbindlich zu machen und negiert, dass die Menschen schon längst viele eigene Ideen entwickelt haben, wie sie ihr soziales Miteinander gestalten wollen und es selbst in Liebe & Verantwortung zu ihren Mitmenschen aktiv gestalten. Aber offensichtlich gibt es Menschen, denen etwas weggenommen wird, wenn der Nachbar anders leben will als man selbst. 

Gewundert hat mich nicht, dass das alles Männer waren, die sich mit entsprechenden Forderungen zu Wort meldeten und von Politikern ein Familienmodell festgeschrieben haben wollen, dass spätestens seit den 1970er Jahren ausgedient hat. Ich habe noch erlebt, wie in den 1950er Jahren solche Vorstellungen gegenüber Kindern, Jugendlichen, Frauen und Minderheiten durchgesetzt wurden, auch mit Hilfe der Religion und ohne Rücksicht auf Verluste ( und man selbst sich alle, aber auch alle Ausnahmen genehmigte ). Und dieselben Leute werfen heute anderen Parteien eine "Verbotskultur" vor! Was war das denn anderes jahrzehntelang? Ich habe noch erlebt, wie ich als Frau in meinen Entscheidungen vom Ehemann abhängig war, wie junge Mädchen in Ehen gezwungen wurden, wie gleichgeschlechtliche Paare an Selbstverleugnung krank wurden oder in Verhältnissen leben mussten, die ihnen nicht entsprachen.

Angeblich, so der Geschäftsführer der CDU, steht der "Bürger" im Mittelpunkt seiner Partei und zwar "ohne Verbote", aber offensichtlich versprechen sich Anhänger bzw. potentielle Wähler von einem Führungswechsel genau solche Gebote, Verbote, Festschreibungen und statt einer inhaltlichen politischen Auseinandersetzung eine Umkehr in längst vergangene Tage. 

Statt leerer Kampfrhetorik wie bei den Blaunen, dem Gefasel von der "Sozialdemokratisierung" der Partei, dem Kulturkampf, der sich gegen die Liberalisierung der vergangenen Jahrzehnte im Zusammenleben der Menschen wendet, statt dem Pflegen und Hätscheln veralteter Feindbilder wäre eine Auseinandersetzung mit dem, was die menschliche Gesellschaft heute ausmacht und was eine Partei an flankierenden Maßnahmen dazu beitragen kann, eine echte Aufgabe für eine neue Parteiführung. Sonst geht es auch dieser "Volkspartei" wie den christlichen Kirchen. Denn denen laufen die Menschen auch in Scharen davon.


Verlinkt mit dem Samstagsplausch bei Andrea Karminrot