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Dienstag, 20. Juni 2023

Rock oder Hose?

Unterschiedlicher gehts nicht: 

Da ein Rock aus nachtblauer Viskose ohne alles Drum & Dran, und andererseits eine weite Hose im hippiehaften Blumendruck. Zwischen diesen Polen bewegen sich meine Nähereien für die beiden jüngsten Enkelinnen. ( Wer mich kennt, weiß, was ich lieber nähe, aber auch dass mein Herz an beiden Mädchen hängt. Also wird gemacht, was gewünscht. )

Für den Rock habe ich mich bei "Selfmade" ( so heißt der Stoffdäne inzwischen ) mit einem Schnittmuster in Größe XS und zwei Metern Viskose eingedeckt ( alles aus eigenem Antrieb, selbst bezahlt, gewaschen und gebügelt ). Das Material wie Farbe wie Schnitt war vom ehemals kleinen M. vorgegeben. 

Die Baumwolle für die Hose habe ich ganz unten unter einem Stoffstapel hervorgezogen ( zum Glück ist der nicht umgekippt, denn auf Aufräumen habe ich nach wie vor keine Lust ). Quelle also unbekannt, Schnitt identisch mit denen, die hier aufgeführt wurden. Das war der einzige Wunsch, den das jüngste Enkelkind geäußert hat. Sie liebt immer noch alle Farben des Regenbogens. Mein Glück! Unterhaltsamer ist das Vernähen von bunten Stoffen.

Komisch: Mir gefallen jetzt aber beide Teile. Und den Mädchen auch. Ihre Dankesnachricht an mich hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Omafreude...

                                                                                                   

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Dienstag, 23. Mai 2023

Sommerhosen und mehr

Bei meinem letzten München-Besuch kam mein Herzenskind aus seinem Zimmer mit der Streifenhose von hier und es war unübersehbar: zu klein! "Die sind doch so gemütlich, Oma." Alles klar. Hab gleich im Netz nachgeschaut, ob das Stöffchen noch beim Stoff- Dänen im Programm ist. War er. Und noch ein paar andere...






























Und so habe ich mich in den Wochen vor dem Enkelinnenbesuch neben den Hochzeitsvorbereitungen auch immer wieder ans Nähen von Hosen begeben, vier Stück insgesamt ( drei davon auf dem Foto ), alle wieder nach dem selbst entwickelten Schnitt auf Basis dieses Freebies

Die Stoffe hatte ich alle beim Stoffdänen auf eigene Kosten gekauft, auch den schwarzen Stickereibatist für das Sommertop ( hier zum 1. Mal vorgestellt, inzwischen öfter genäht ).

Ein weiteres Top aus schwarzem Feinripp hat es nicht mehr auf ein Foto geschafft in all dem Besuchstrubel. 

Auf jeden Fall war die Enkelin von allem mehr als begeistert und hat die blau-weiß-gestreifte Hose ( identisch mit der in diesem Post ) dann doch lieber zur Hochzeit angezogen als die von mir geplante weiße Hose. 

Die war in der Kombination mit dem fliederfarbenen T - Shirt einfach zu uncool. Mir geht nichts über das Strahlen im Gesicht meiner Enkelin, wenn sie sich gut findet & wohl in ihrer Haut fühlt.




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Dienstag, 16. Mai 2023

Familie im Fliederrausch

In dieser Woche ist es so weit: Nach 14 Jahren können wir in der Familie endlich wieder gemeinsam eine Hochzeit feiern. Das ist ja schon mal in einigen Posts angeklungen...   
Die Braut hat mit ihrem Hochzeits - Outfit uns die Richtung vorgegeben und - vor allem die weiblichen Mitglieder des Clans - in einen wahren Rausch getrieben, was die Farbe "Flieder" anbelangt. Klar, dass meine Nähkünste dann auch gefragt waren! Vor allem, was die Kleidung der drei jüngsten Familienmitglieder anbelangt hat... 

Fangen wir mit der Ältesten an, die inzwischen auch bei solchen Festivitäten nur mit Hose teilnimmt. Diesmal habe ich ihr eine weite Hose nach diesem Schnitt ( ohne Stoffgürtel ) aus weißem Romanit - Jersey genäht. Mein Fotobearbeitungsprogramm hat die Hose allerdings auf dem Foto eliminiert und nur die T- Shirts - ein  Langarm- wie ein Kurzarm - T - Shirt - aus einem Jersey mit Lochstickmuster übrig gelassen:

Das Schnittmuster für die Shirts: Wie immer "Ottobre Creative Workshop 303" ohne Nahtzugaben, inzwischen in Größe 152/156.

Für den Großneffen gab es zur vorhandenen langen dunklen Hose und einem weißen Hemd von damals ( passt noch ) eine Weste aus fliederfarbenem Leinen  plus selbst genähter Fliege aus dem Futterstoff.

Das Schnittmuster stammt von hier

Ich muss allerdings sagen, dass mir das Verstürzen bzw. das Fehlen desselben in dieser Anleitung gar nicht gefallen hat. Zum Glück kann ich auf eine jahrzehntelange Erfahrung im Westen nähen zurückblicken ( mein Mann galt unter den Kollegen als der mit den bunten Westen ), so dass ich zu verhindern weiß, dass offene ( wenn auch versäuberte ) Kanten im Westeninnern zu sehen sind.

Kommen wir zur Jüngsten:

Auch ihr Kleid ist aus dem Lochstickerei-Jersey genäht. 

Ich habe mich sehr grob an diesem Schnitt aus der Sommer - Ottobre von 2016 orientiert, das Oberteil geschlossen & mit kurzen Ärmeln versehen und den Petticoat nicht fest eingenäht, damit das Kleid bei weniger festlichen Gelegenheiten in diesem Sommer getragen werden kann. Der schaut auch normalerweise natürlich nicht so weit hervor wie auf der Abbildung.

Ergänzend zum Kleid gibt es eine Leggings in Caprilänge aus dem reichlich vorhandenen Jersey ( "Yara"/CZM ). Zwischenzeitlich habe ich sogar noch eine in voller Länge genäht, denn dem diesjährigen Maiwetter ist nicht zu trauen, und das Kind soll doch nicht frieren. ( Es gibt allerdings auch für die Mädchen gekaufte weiße Strickjäckchen. )




Ja, und dann stammt auch das kleine Täschchen fürs Handgelenk der Braut aus meiner Werkstatt. 

Das Farnmotiv der Stickerei wie auf dem Futterstoff ( extra gedruckt bei Spoonflower ) ist eine Anspielung auf das junge Paar.

In meinen Schubladen fand sich auch noch das kleine, fliederfarben umhäkelte und mit Weißstickerei versehene Taschentuch aus den Beständen meiner Mutter, der Oma der Braut.

Das Schnittmuster ist eine verkleinerte "Petal Pouch". Den Reißverschluss habe ich diesmal nach dieser Methode eingearbeitet.

Leider ist Flieder/Lila eine Farbe, die sich verdammt schwer fotografieren lässt, und viele meiner Aufnahmen waren einfach Müll und ließen sich auch nicht weiter mit entsprechenden Programmen retten.

Beteiligt war ich auch noch an einer Wimpelkette für die Dekoration des Festraumes. Es ist insofern eine Kooperation mit der Nichte gewesen, als sie die Wimpel genäht und ich die Ziffern & Buchstaben gestickt und aufgenäht habe. Es sind die Koordinaten des Ortes, an dem sich das Brautpaar kennengelernt hat. 

Schöne Idee!




Mir ist noch einiges eingefallen für dieses Ereignis. Genäht habe ich noch kleine Täschchen aus einem Brokat ( die Blüten sind tatsächlich dunkellila ) für die Mädchen, damit die wenigstens auch ein Taschentuch etc. einstecken können:










Schließlich habe ich noch ein Körbchen für die Seifenblasen verkleidet. 

Am Kölner Standesamt sind inzwischen den Hochzeitsgästen nur noch solche erlaubt - kein Konfetti, kein Reis, keine Blütenblätter mehr. Bei meiner letzten Teilnahme an einer Hochzeit vor sieben Jahren sah es dermaßen siffig um den Eingangsbereich aus, dass ich die Aufforderung des Bezirksamtes, ausgehängt im Gebäude gegenüber, wahr gemacht und auf diese unschöne Situation hingewiesen habe. Ich hatte natürlich damit gerechnet, dass eine ständige Reinigung durch die AWB organisiert und nicht alles verboten wird ( zwei Seiten mit solchen Auflagen bekommen die Brautpaare ausgehändigt ).

Das Körbchen war einfach unpraktisch für zylindrische Gegenstände, denn die wären dauernd heraus gerollt. In meinem Nähzimmer war noch genug Stoff vorhanden, aus dem ich eine Hülle nähen konnte. Also hab ich das gestern noch schnell gemacht. 

Jetzt fehlt nur noch mein Eintrag für das Gästebuch und eine Kleinigkeit für die Tischdekoration basteln. Und dann heißt es einfach nur noch : Freuen!




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Dienstag, 3. Januar 2023

Nachtrag: Made4Boys


Zu Weihnachten gab es zwei kleinere Wünsche von Enkel & Großneffe an die nähende Oma bzw. Tante, die ich gerne erfüllt, aber im Blog noch nicht gezeigt habe:


Der jüngste Enkel wollte gerne einen neuen Kulturbeutel haben, gerne in Blau. Vor acht Jahren hatte ich ihm schon einmal einen genäht gehabt, der jetzt zu klein ist. Das Ergebnis sah dann so aus:

Beschichteter Stoff innen wie außen ist in meinen Vorräten für solche Projekte reichlich vorhanden, Reißverschlusszipper mit Ring ( der auch das Aufhängen ermöglichen soll ) ebenso. Selbstverständlich gehören zu so einem solchen Gebrauchsgegenstand Seitenfächer:

Das Schnittmuster habe ich mir wieder selbst ausgedacht. 

Klar, hat sich der Enkel darüber gefreut...

Der Großneffe ( bzw. seine Ma ) wollte auch so eine gemütliche gedoppelte Hose, wie ich sie zuletzt mehrfach für seine Münchner Großcousine genäht hatte:


Petrolfarbener Breitcord lag noch vom letzten Winter bereit, unifarbigen Flanell von guter Qualität konnte ich bei einem Etsy-Shop erwerben. Das Schnittmuster ist wieder eine vereinfachte "Fietje" von Farbenmix in Größe 128. 

Nun herrschen bei uns nach dem Kälteeinbruch Mitte Dezember wieder eher frühlingshafte Temperaturen, da wird die Hose eher etwas auf ihren Einsatz warten müssen...




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Dienstag, 6. Dezember 2022

Thermohosen?

Der Begriff fiel zuletzt in einem Gespräch mit der Mutter der Kindergartenfreundin der Tochter. Thermohosen hießen die Dinger aus dunklem Popeline, gefüttert mit so einem Kunststoffzeug auf dünnem Vlies und am unteren Beinrand mit Gummizug. Aber begehrt waren die, wollte frau ihr Kind im Winter vor Kälte schützen. Und Winter, so richtig echte, gab es damals noch. Irgendwann fing ich dann an, solche Dinger selbst zu fabrizieren, gefüttert mit selbst gefärbtem weißen Flanell...

 

Das ist "verdamp lang her, verdamp lang", nämlich in den 1980er Jahren. Für das damals noch kleine M im zweiten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends gab es dann schon richtig farbenfrohe gedoppelte Winterhosen, teils mit Bündchen am Bein, wie mein Pinterestboard ( weit nach unten scrollen ) zeigt. Und schließlich gab es in den letzten Jahren für die "Münchner Kindl" solche dem dortigen kälteren Klima angepasste wärmere Hosen. 


Mein Standardschnitt ist die "Fietje" von Farbenmix, allerdings in etwas vereinfachter Form. Und der kam schon hier und hier und im Jahr darauf hier und hier zum Einsatz. Vor einem Monat hatte ich hier schon ein Exemplar in der nächsten Größe gezeigt. Das war aber mit Nahtzugaben genäht. Und dann sind die Hosen für unsere "Spargelinen" zu bollerig. Weiß ich jetzt wieder...



Cord ist leicht aufzutreiben, mit dem Flanell sieht es schon schwieriger aus. Die früheren Quellen sind versiegt, und der Karoflanell, u.a. vom Stoff-Dänen, ist mir eigentlich zu dünn & fluddelig ( ich habe mich leider etwas voreilig damit während des Lockdowns eingedeckt, muss also "fott". ) Inzwischen bin ich bei Etsy fündig geworden. Allerdings haben die Farben nicht die Leuchtkraft, die ich bevorzuge ( ich bin der Typ Tuschkasten mit neuen und ganz sauberen Farbnäpfchen ).

Das Paket mit den wärmenden Hosen hatte ich schon Montag in der vergangenen Woche auf den Postweg gebracht. Da ist es dann in den hohen Norden nach Hamburg weitergeschickt worden. Am Freitag wurde mir dann mitgeteilt: "Leider ist eine Zustellung der Sendung nicht möglich, da sie nicht unseren Versandbedingungen entspricht. Die Sendung wird an den Absender zurückgeschickt." Ihr könnt euch meine Wut sicher vorstellen: So viel Arbeit! Wenn das verloren geht?

Gestern am späten Nachmittag ist es dann doch noch am Zielort angekommen, wer weiß, warum, verstehe einer DHL. Oder es war euer Daumendrücken, welches das Paket dann doch auf den richtigen Weg gebracht hat. Die Mädchen waren begeistert. So hab ich mir das vorgestellt.




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Montag, 7. November 2022

Omas Winterhosen...



... sind immer noch die Besten, zumindest nach Meinung des jüngsten Familienmitglieds. Und deshalb wurde ich gebeten, noch ein paar in der nächsten Größe zu nähen. 

Das erste Exemplar ist schon vor über einer Woche mit nach München gereist und sieht fast aus wie das aus dem Dezember letzten Jahres.

Cord wie Futterflanell waren noch von damals übrig. Nur das Webband am Hosensaum ist ein anderes.

Weil es so Spaß gemacht hat und weitere Modelle notwendig sind, habe ich beim berühmten dänischen Stoffdealer gleich noch Material geordert - natürlich in den Lieblingsfarben!

Und ebenso natürlich habe ich dann auch von der lieben Annette vom Haidhausener Stoffzirkus ein paar Stöffchen in meinen Koffer gepackt und nach Köln mitgebracht.

Demnächst also noch mehr Hosen nach dem Farbenmix - Schnittmuster "Fietje"!







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Montag, 26. September 2022

Restefest September 2022

Seit 2018 mache ich monatlich mit beim Restefest, seinerzeit ins Leben gerufen von Marion/kunzfrau kreativ. Nachdem es im letzten Monat aus Gründen nicht geklappt hat, haben mich die Wünsche der Enkelinnen, bei Opas Beerdigung schwarze Kleidung zu tragen, dazu gebracht, in meinen Resten zu wühlen...

Für die Jüngste ist ein Kleidchen entstanden ( zum Glück hatte ich noch ein großes Stück vom gepünktelten Jersey, find ich sowieso netter  ). Daraus entstand ein Hybrid aus diversen Schnitten...















...nämlich das Rockteil von "Lillesol Basics Nr. 18", der Rumpf stammt vom Shirtschnitt "Ottobre creative workshop 301". Dazu ist eine Leggings & ein Loop aus einem Rest schwarzgrundigen Paisley- Sweat entstanden. Darüber wird die Jüngste ein Mäntelchen tragen können, das ich ihrer Schwester vor sieben Jahren für die Bestattung ihrer Urgroßmutter genäht hatte.

Die Große wollte eine schlichte, weite, bequeme Hose mit Gummizug. Dafür gab es noch Viskose-Jersey, aus dem eigentlich ein Shirt für mich werden sollte:

Einen Loop aus einem gemusterten Jersey in dezenten Farben gab es auch für sie dazu. Von beidem war die Große begeistert. Freut sich Oma....





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Montag, 7. Februar 2022

Endlich

... habe ich die versprochenen gefütterten Winterhosen genäht!

Es war noch im letzten Dezember, dass ich jede Menge Cord und Karoflanell gekauft habe, ein Probeexemplar in schwarz genäht und dem Kind geschickt. Das hat sie probiert und für gut befunden und hier habe ich es im Blog gezeigt, zusammen mit dem Exemplar für die jüngere Schwester.

Und dann: Stillstand ( allerdings nie aus dem Kopf, denn ich denke jeden Abend vor dem Einschlafen an meine Enkel und vermisse sie )!

Nachdem ich am Telefon erfahren habe, dass momentan nur noch drei Hosen tragbar sind ( und auf dem Foto vom letzten Sonntagsausflug an den Starnberger See konnte ich es mit eigenen Augen dann auch sehen ), habe ich mir am letzten Donnerstag einen Tritt in den Allerwertesten gegeben und aus dem marine- wie  mittelblauen Cord Hosen zugeschnitten und genäht.



Das war eigentlich - bei voller Konzentration - ein leichtes und vergnügliches Unterfangen und heute schon hat sich das Päckchen auf den Weg gemacht. Die (Hosen-) Not hat also bald ein Ende!

Schnittmuster: "Fietje"/Farbenmix, an drei Stellen um insgesamt acht Zentimeter verlängert und ohne Nahtzugabe genäht

Material: "Cord, 8 Wales" von Stoff &Stil und kariertes Baumwollflanell von Stoffe Hemmers

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Dienstag, 21. Dezember 2021

Fietje - auch in diesem Winter!

Ich bin ja froh, dass die Jüngsten der Familie noch von mir benäht werden möchten.Doch die Zeiten der bunten Farben sind wohl so gut wie vorbei. Nach wie vor werden die gefütterten Winterhosen von Oma sehr geschätzt und wurden im Dezember in der nächsten Größe gewünscht. Doch die Farben, die ausgesucht worden sind, sind schwarz, marine, blau. Gut, ein Dunkelpink war auch dabei, vor allem für die Jüngste.


Details lassen sich bei der schwarzen Hose beim derzeitigen Fotolicht einfach nicht erkennen. Sie ist aber identisch ( mal abgesehen von den Hosensaum- Abschlüssen - so Tüddelkram ist ab nem bestimmten Alter nicht mehr erwünscht ).




Erwünscht ist aber immer noch der anpassbare Hosenbund, bei dem ich im hinteren Teil ein drei Zentimeter breites Lochgummi einziehe, an beiden Seiten verstellbar: 

Das Schnittmuster ist wieder "Fietje" von Farbenmix wie im letzten Winter, die Cordstoffe von "Stoff & Stil", ebenso der grünschwarz karierte Flanellfutterstoff der schwarzen Hose. Der mit den Regenbogen in der pinken von "Stoffe Hemmers" - alles auf Initiative der Enkelinnen gekauft, von mir bezahlt, gewaschen und gebügelt. Auch das formidable Lochgummi, von Jajasio blitzschnell geliefert, denn meine Vorräte - oh unliebsame Überraschung! - waren aufgebraucht.

Mit der schwarzen Hose habe ich mich aus vielerlei Gründen schwer getan. Nähen und dabei ständig gestört werden, überfordert mich. Da vergesse ich die Schnittveränderungen, die ich vorgenommen habe und schon gibt es Fehler. Dazu das zwittrige Licht dieser Tage, da hilft auch meine tolle Deckenleuchte nicht mehr. Und dann muss ich mir eingestehen, dass das Einfädeln bei der Overlock immer schwerer wird und ich auch schwarze Nähte nur noch begrenzt sehen kann. Au weia, das wird was werden, wenn ich die anderen dunklen Hosen noch nähe...

Aber jetzt sind die "Prototypen" noch im Päckchen unterwegs. Erst wenn beim Anprobieren klar wird, welche Anpassungen gut und richtig gewesen sind, mach ich weiter. Also nach Weihnachten.




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Dienstag, 3. August 2021

Sommerfrüchtchen

Ich nehme an, es liegt an meiner Nachkriegskindheit, in der es so gut wie keinen Süßkram gab - ganz vereinzelt mal beim Einkauf im dörflichen "Kolonialwarenladen" - und ich meinen Bedarf mit lauter Sommerobst gestillt habe, dass ich bis heute mit am schönsten an dieser Jahreszeit die Vielfalt obstlicher Genüsse finde. Eigenartigerweise gibt es unter den wenigen Fotos im Familienalbum auffallend viele, die mich beim Naschen der süßen Früchtchen zeigen:
Das Gesicht verschmiert, in der Hand einen großen Zweig mit Kirschen von einem Kirschbaum mitten im Wald, vom Vater mitgebracht, in kurzen Hosen zwischen den Stachelbeer-Hochstämmchen der Patin, mir die Taschen voll stopfend oder Johannisbeeren über dem geöffneten Mund haltend.

Von der nachdrücklichsten Erinnerung braucht es kein Foto: Der Geschmack der Walderdbeeren, von der Oma als "Kulturfrau" während der Aufforstungstätigkeit im Wald gesammelt und in ihrem Henkelpott heimgebracht, gemischt mit dem frischen Rahm, den die Mutter von der Milch der Kühe der Tante abgeschöpft hatte, dieser unvergleichlich Genuss hat sich auch so in meine Gedächtnis eingebrannt. Nur ein Mal habe ich ihn wieder erschmeckt, bei Neni auf dem Wiener Naschmarkt...

 

Diese so leckeren Früchtchen gefallen mir nicht nur auf meinem Teller, sie erfreuen mich auch immer als Stoffdessin. Ein besonders schönes Stöffchen mit Fruchtmotiven brachte die Tochter bei ihrem letzten Besuch aus dem Haidhausener Stoffzirkus mit, verbunden mit dem Wunsch der älteren Enkelin daraus eine Shorts zu nähen, was ich hiermit erledigt habe:


Der Schnitt? Wie zuletzt immer der von Lunicum, denn der passt und ist flott genäht.


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Montag, 19. Juli 2021

Ein Schnitt, drei Hosen

Angefangen hat alles noch bei winterlichen Temperaturen, als mir meine Enkelin beim Skypen eine gestreifte Hose zeigte, die zu klein geworden war. So mit angesetztem Paperbag - Bund und Gürtel und nur knöchellang. Ich hab dann mal vor zwei Monaten mit einem kostenlosen Schnitt von Bernina, einer Culotte von Kid5/Anja Fürer angefangen, allerdings schon damals den Schnitt reichlich modifiziert. 

Die damals gewünschte Streifenhose aus einem Seersucker, den ich bei Stoff & Stil käuflich erworben habe, ist dann erst mein drittes Modell für die Große in diesem Stil geworden:


Muss ich jetzt nicht mehr viel zu sagen, denn das habe ich ja schon bei den diversen Posts zu diesen Hosen, aufgeschrieben. Ein viertes Modell ist aus taubengraublauem Musselin mit Pünktchen in allen Farben des Regenbogens entstand, so eine richtig gemütliche Faulenzerhose:

Das letzte Modell ist aus einem aus dem Stoffzirkus in  M.- Haidhausen von der Tochter bei ihrem letzten Besuch mitgebrachten Stöffchen mit Längsstreifen in Gold auf marineblauem Grund. Das edle Material schien Tochter wie Enkelin angemessen für ein Kleidungsstück für die kirchliche Trauung der Eltern der Enkelinnen - Freundin. Kleider mag sie nämlich auch nicht mehr zu solchen Anlässen tragen. Wozu gibt es Oma? Die hat schon für ganz andere Feste das Gewünschte geschneidert!


So richtig ist mir die fotografische Wiedergabe des Stöffchens nicht gelungen. In Realität ist es beeindruckender. Gespannt bin ich schon, wie das Kind damit aussehen wird. Fotos für mich gibt es dann Ende des Monats.

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Montag, 5. Juli 2021

Pop - Art genäht

In meiner Pubertät flog ich geradezu auf die damals neu aufgekommene Kunstrichtung der Pop-Art, galt doch in meinem sonst sehr kunstaffinen Elternhaus nur alles bis einschließlich des Impressionismus als wert, mit dem Begriff Kunst belegt zu werden. Da konnte die Pubertante sich endlich absetzen! Sämtliche Ausstellungen im Köln-Bonner Raum habe ich damals besucht, und die Darstellung des Trivialen fand ich herrlich nach all den Heiligen, Schlachten, Landschaften, mythologischen Motiven usw., die ich jahrelang inhaliert hatte. Spiegeleier oder Fried Eggs kamen auch immer wieder vor und sind bis heute ein beliebtes poppiges Motiv.

Die Tochterfreundin vom Haidhausener "Stoffzirkus" hat offensichtlich auch Spaß an der Pop - Art, denn sie hat eine ganze Serie mit Motiven von Kelly Gilleran als Eigenproduktion auflegen lassen. Die Enkelinnen waren begeistert, und ihre Ma kaufte ein paar Meter, schickte sie mir und übermittelte die Wünsche der Mädchen.

Fertig sind inzwischen zwei Hosen im Paperbag - Stil mit dem Motiv "Egg Pattern" - ein Hosenschnitt, an dem ich mich ja nunmehr seit Wochen austobe und von dem ich schon drei Beispiele "verbloggt" habe. Vom ursprünglichen Gratis - Schnitt von ist nicht mehr viel übrig geblieben, denn ich habe allerlei Sachen ergänzt bzw. - in meinen Augen - verbessert wie die Beinlänge bis oberhalb des Knöchels, Seitennähte mit Eingrifftaschen, einen extra zugeschnittenen Bund, mehr Gürtelschlaufen.

Ein Versuch ist das T-Shirt aus eierschalenfarbenem, gerippten Jersey. Die größere Enkelin hatte im Winter mal Interesse an dem Material, das sich mehr dem Körper anpasst. Für den Korpus habe ich den Ottobre-Schnitt "creative workshop 301" genutzt, für die Kappärmelchen eine Ergänzung zum "Bretöngchen". Den Ausschnitt wie die Ärmelsäume habe ich mit elastischer Spitze eingefasst. Ob das alles so funktioniert wird sich bei der Anprobe zeigen.

Auf dem Zuschneidetisch liegt inzwischen der Stoff mit dem Motiv "Red, White, Blue Popsicle" - nächste Woche dann mehr dazu!




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Montag, 21. Juni 2021

Paperbag - Shorts mal wieder

Für das ehemals kleine M sind inzwischen kurze Hosen das Nonplusultra im Sommer. Und die sommerlichste aller kurzen Hosen ist die mit der Paperbag-Taille, dem markanten, hochsitzenden Bund, der durch einen Gürtel zusammengebunden wird und so an eine geknautschte Papiertüte erinnert. Diese lässige und lockere Passform ist einfach angenehm zu tragen und sieht dazu noch hübsch aus:



Ein Schnittmuster dafür hatte ich hier gefunden und bereits hier schon ein Exemplar gezeigt. Aus Baumwollpopeline mit Streublümchen, marinegrundig, entdeckt bei Farbenmix ( selbstverständlich selbst gekauft & bezahlt, gewaschen & gebügelt ) habe ich vor der großen Hitzeperiode noch welche genäht:

Eine hübsche Ergänzung finde ich dazu das Blüschen aus besticktem Baumwollbatist aus meinem Fundus nach einem nicht mehr erhältlichen Schnittmuster von Stoff & Stil, auch schon mehrmals in anderen Posts gezeigt.




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Dienstag, 15. Juni 2021

Sommerliches Ensemble III

 

Momentan schneidere ich gerne weite Hosen für die jüngsten Enkelinnen, die ich ja schon in den letzten Wochen gezeigt habe. Aus rot-weißem Vichy-Karo in Seersucker - Qualität ist eine neue für die Jüngste entstanden. 

Nur was jetzt als Kombi - Teil dazu? 

Auf einem Stuhl mit Resten lag auch ein nicht angeschnittenes Stück Jersey mit Motiven von Susalabim, das hab ich mir geschnappt und ein T-Shirt zugeschnitten.

Nach meiner Pleite mit dem letzten Shirt nach dem Schnittmuster "Le Bretöngchen" ( Halsausschnitt zu eng ), hatte ich aber keine Lust, den Schnitt noch einmal auszudrucken, um eines ( mit dem im Schnitt alternativ vorgesehenen U - Boot - Ausschnitt ) zu nähen. Ich habe mir den hübschen Sommerärmel des Schnittmusters geschnappt und mit den Korpusteilen meines Standards "Ottobre creative workshop 301" verschwistert und zack! hatte ich ein Shirt, das garantiert über den Kopf geht.

Auch am gratis Culotte - Hosenschnitt von Anja Führer habe ich weiter herumgebastelt: 

Schon die letzten Exemplare waren ja verlängert, in Vorder- und Hinterteil zerschnitten und mit Stecktaschen in der Seitennaht vernäht worden. 

Diesmal habe ich auch den im Schnittmuster angeschnittenen Bund im Paperbag - Stil entfernt und ein gesondertes Bundteil zugeschnitten. Das liegt einfach besser. Beim Ansetzen an die Hose habe ich auch sofort fünf Schlaufenteile für den Gürtel mitgefasst und die nur am oberen Ende nach dem Steppen des Gummitunnels an der Kante festgenäht. Das sind dann zwar lauter zusätzliche Nähschritte, machen die Hose aber insgesamt komfortabler.

Ich finde ja schon seit meinen eigenen Kindertagen Vichy - Karo toll, hat für mich so eine richtig sommerliche Anmutung. Ich hatte sogar einen Badeanzug daraus, den frau aber nur außerhalb des Wassers tragen mochte - wer mag schon nasse Baumwolle am Körper? 

Als Studentin gab es dann einen Maxirock, damals der neueste Schrei, für mich mit einem Blusenoberteil, unter der Brust zu binden. Aber auch in reiferen Jahren trug ich gerne ein grün -weißes Kleid mit leichtem Trachtenappeal zu weißen Sneakern. 

Vernäht habe ich dieses Stoffmuster sowieso immer gerne, auch wohldosiert als schmückendes Detail bei Mustermix - Shirts.

Ich wollte allerdings auch noch eine etwas feierlichere Variante des Ensembles kreieren und zur Karohose ein Oberteil aus weißem Stickereistoff nähen, wie es die größere Enkelin so gerne trägt. 

Also beherzt auf die Leiter gestiegen zu meinem Hochlager, denn da wusste ich von einigen Meterchen an besticktem Batist, Alternativen für dieses Projekt vor acht Jahren, wohl verwahrt in einer Kiste. Mit dem Schnittmuster gab's dann Probleme, denn das von Stoff & Stil ist nicht mehr erhältlich, und ich habe es nur in Größe 140, brauchte aber 116. Da hab ich halt wieder mein Standardmodell - siehe oben - genommen, beide Schnitte aufeinander gelegt und studiert, was anders ist, was übernommen werden kann und dann los geschnitten ( auch gleich noch eines für die große Schwester )!














Weitere Hosen liegen neben dem Blüschen auch schon zugeschnitten bereit. Wenn es mir an den nächsten Tagen zu heiß draußen wird, setze ich mich in mein Nähzimmer auf der Nordseite...




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Mittwoch, 2. Juni 2021

Sommerliche Ensembles II

Vor über zwei Wochen habe ich hier ein Ensemble aus weiter Flatterhose aus Seersucker mit Stickereiblüschen in Blautönen für meine zweitjüngste Enkelin gezeigt. Mir hat die Hose so gut gefallen, dass ich kurzfristig bei "Stoff & Stil" weiteren Seersucker in der aktuellen Lieblingsfarbe der Jüngsten bestellt habe ( völlig aus eigenem Antrieb und selbst bezahlt natürlich ).

Wie hier ist der Schnitt ein kostenloses Ebook für eine Culotte, verlängert auf Knöchellänge, in Vorder- & Hinterhose geteilt und ergänzt um Stecktaschen in den Seitennähten. Ein passendes Oberteil - ein wieder einmal ausgegrabenes Schnittmuster, nämlich "La Bretöngchen" - aus einem sicher mehr als 12 Jahre gelagerten feinem, weichen Ringeljersey habe ich dazu geschneidert. Was ich völlig verdrängt hatte: Der Halsausschnitt mit Bündchen bei diesem Schnittmuster ist viel zu eng. Bei der Anprobe fiel es mir erst wieder ein. Also muss ich das Teil noch mal nähen. Ärgerlich!

Vorher hatte ich schon ein "Bretöngchen" mit Sommerärmel für die größere Enkelin aus einem zauberhaften Blumenjersey, auch unmittelbar bei "Farbenmix" erworben, genäht. Die Vorliebe für solche Blumenmuster ( und Punkte und Streifen ) teile ich mit der Enkelin:


Bei diesem Shirt habe ich den Ausschnitt mit Beleg genäht. Das funktioniert problemlos beim über den Kopf ziehen.

Die gepunktete kurze Hose im Paperbag-Stil habe ich dagegen aus einem feinen Leinenstoff genäht, der auch schon lange hier herumgelegen hat. Das Schnittmuster habe ich mir neu besorgen müssen, denn mein Modell aus der Ottobre 3/2018 konnte ich nicht in größerer Größe kopieren - das Heft habe ich verliehen und ich weiß nicht mehr an wen. Ich finde die Taschen an diesem Modell aber auch sehr viel einfacher zu nähen, so dass ich dann nicht allzu traurig war. Auch diese Hose sollte ein Prototyp für weitere ( gewünschte ) Modelle sein und wird nach der erfolgreichen Anprobe weiter produziert werden.


Inzwischen wird Hose wie Shirt schon bei Unternehmungen im Ötztal ausgeführt...