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Samstag, 21. Februar 2026

Meine 8. Kalenderwoche 2026

 "Absurdes zu verbreiten, obwohl jeder weiß, 
dass es Lügen sind – 
das ist eine Form, Macht zu demonstrieren."
Daniel Ziblatt, US-amerik. Politikwissenschaftler 
"Rechte und Linke reden 
beim Thema Meinungsfreiheit
 völlig aneinander vorbei, 
und das hat in Teilen damit zu tun,
 dass die einen Macht haben, die anderen nicht. "
Erstere verstehen das allein 
"als ein Recht des Sprechers. 
Niemand soll ihn am Sprechen hindern. Punkt. 
Nicht nur die Sprecher haben Rechte, 
sondern auch die Zuhörer."
Rechte wollen, 
"dass sie und jene politischen Akteure, 
mit denen sie sympathisieren, 
die Atmosphäre auf Online-Plattformen 
durch schiere Skrupellosigkeit dominieren...
Die schrillen Zensurvorwürfe 
gegen die Europäer, die wir heute hören, 
dienen auch dazu, 
von der eigenen Zensurpolitik abzulenken."
David Kaye, US-amerik. Rechtswissenschaftler
"Ein Erfolgsrezept des Rechtspopulismus ist es, 
demokratische Normen und Gesetze zu missachten – 
und dann das Opfer des Systems zu geben, 
wenn Staat, Justiz oder Medien auf diesen Normen bestehen."
Joachim  Käppner,
Wie schön, dass es in diesen politisch so diffizilen Zeiten solche Beweise der Freundschaft und des Zusammenhalts gibt, wie dieser von Sieglinde/da sempre, der mich zum Valentinstag per Post erreicht hat. Sie kennt die Sehnsucht, die mich jetzt langsam plagt - vor zehn Jahren zeigten sich in diesen Tagen schon die ersten rosa Knospen an meinem Hausbaum...


Am Valentinstag kamen am Spätnachmittag my funny valentines, um in der Stadt, in der sie geboren sind, Karneval zu feiern. Am Sonntagmorgen war es frisch ( minus drei Grad ), und die Enkelin blieb nicht lange im Garten. ( Ja, der Stern hing immer noch, mir war noch danach, dass er mir im Dunkeln leuchtet. Am Rosenmontag haben wir ihn abgebaut.  )



Bereits kostümiert & geschminkt wurden die Proviantboxen vorbereitet, denn "meine" drei Mädchen gingen zu den Schull- un Veedelszöch, während ich im Haus klar Schiff machte...



... und die Seifenblasenpistolen für den Veedelszoch am Dienstag karnevalistisch aufmotzte. Dass mein Hobby viel Material bereit hält, war besonders von Nutzen. Abends hat es dann auch noch einmal geschneit, während wir unser Raclette im Wintergarten genossen. Dem Rosenmontag war Petrus absolut nicht gewogen. 

Im Hause K. gab es  deshalb eine karnevalistische Pause: Die eine Enkelin hatte eine Freundin zu Besuch bzw.  die andere war zu einer Freundin zwecks Besuch aufgebrochen. 




Bei 4°C und immer wieder Regen machten sich die Tochter und die Jüngste am Dienstag auf zur Teilnahme am Veedelszoch ( während die Große sich lieber auf dem Eis tummelte ). Ich selbst habe mich später an den Straßenrand gestellt, zusammen mit Bruder, Schwägerin, der Kölner Nichte & ihrem Mann und einer Freundin, die später auch noch zu uns nach Hause kamen, und habe meine Süßen als Stimmungskanonen gesehen. Das war das schönste Erlebnis des Karnevalswochenendes!

Da hatte es endlich aufgehört zu regnen.





Tradition: Hinterher Berliner!



Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei: Meine Lieben reisten wieder ab nach Hause, und ich besuchte das Grab meines Lebensmenschens, der auf den Tag genau dreieinhalb Jahre tot ist ( so viel zum Draußen, nämlich auf dem Friedhof ). Als Gesellschaft bleibt mir nur die Maus…



Katerstimmung? Ja, denn ich konnte mein Notebook nicht mehr hochfahren und musste es zur Reparatur wegbringen. Na ja, habe ich halt Zeit zum Nähen & Lesen gewonnen, so den 4. Band der Neapolitanischen Saga von Elena Ferrante & Joseph Roths „Kapuzinergruft“. Das klappte trotz der intensiven menschlichen Geselligkeit in den zurückliegenden Tagen, war sogar mit dem Karneval kompatibel. Gesehen habe ich dann auch noch am Donnerstag den Film von Johannes Schaaf von 1971 - „Trotta“- nach Motiven der „Kapuzinergruft“ mit der unglaublichen Rosemarie Fendel im Emilie-Flöge-Stil.

Meine Web-Fundstücke habe ich heute dem Post vorangestellt.

                                                           

Verlinkt wieder mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternweltdem Mosaic Monday und den "Sonntags Top Sieben" bei Anita

Sonntag, 15. Februar 2026

Monatsspaziergang Februar 2026

Spazieren gegangen im klassischen Sinne bin ich in diesem Wintermonat nicht. Aber geschlendert: Am letzten Donnerstag, dem Tag der Weiberfastnacht in Köln, auf dem Platz, auf dem sonst werktäglich Markt abgehalten wird. Wie jedes Jahr habe ich mich mit meiner Kamera auf die Jagd nach witzigen Karnevalskostümen gemacht...

Allerdings hat es geregnet, so dass diesmal nicht fünfundzwanzig Fotos geworden sind. Aber ich wollte die Bilder nicht auf meiner Festplatte verschimmeln lassen.


Zuhause in meinem Veedel ist eines der neun Traditionscorps des Kölner Karnevals, die"Nippeser Bürgerwehr", wegen der Farbe der Uniform "Appelsinefunke" genannt. 



Die eröffnen - auch das gehört zum Brauchtum - die erste Sitzung des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht auf dem Wilhelmplatz, so heißt unser Marktplatz.

Die füllen die Bühne und führen das übliche Gedöns auf ( was mir auch nach fünfzig Jahren noch immer fremd geblieben ist ).



Karneval ist für mich: sich kostümieren, schminken, verkleiden, in eine andere Rolle schlüpfen, etwas anderes darstellen als im Alltag, immer auch etwas Travestie ( was ja auch ursprüngliche in den Gardeuniformen steckt ).




Joh un me hätt och jroßen Doosch.


Was ich schön finde: Alljährlich ist das ein Ereignis, bei dem sich viele ahl Fraulückcher aus dem Veedel auf dem Platz einfinden. Frau bestaunt wechselseitig die Kostümierung der anderen und mit Komplimenten wird nicht gespart.


Der Nachwuchs kommt aber auch!






Das Kölner Dreigestirn startet bei uns hier in Nippes gleichsam in die "tollen Tage" bis Aschermittwoch. Der Prinz war noch gut bei Stimme und putzmunter ( wie das dann in einer Woche ist? ).

Der Bauer ist immer etwas verhaltener, die Jungfrau in diesem Jahr auch was schüchtern & zurückhaltend:






Der Regen wollte und wollte nicht aufhören. Und so habe ich letztendlich den Heimweg angetreten.

Diesen Post verlinke ich wieder bei Heike von 3hefecit.

                                                          

Samstag, 14. Februar 2026

Meine 7. Kalenderwoche 2026

"Das hierarchische Verhältnis
 zwischen prominenten älteren Männern 
und unbekannten jungen Frauen oder Kindern, 
das die Grundlage der Verbrechen von Epstein 
und seinen Komplizen war, 
hat nicht nur Epsteins Verurteilung und Tod, 
sondern auch die Veröffentlichung überdauert.
.....
Moralischer Bankrott führt nicht mehr 
zu gesellschaftlicher Ächtung. 
Nicht einmal sexuelle Verbrechen sind mehr 
mit einem Bann belegt, 
solange der Täter Macht und Unterhaltungswert hat."
Jörg Häntzschel,
"Ich habe mich lange gefragt, 
warum Elon Musk, Trump und andere Tech-Milliardäre 
rechtsextreme Kräfte unterstützen...
Wer sich Menschen, Politik und Schutz kaufen kann, 
empfindet Rechtsstaat und Demokratie als Hindernis. 
Denn Demokratie bedeutet Gleichheit, 
Würde und gleiche Rechte für alle... 
Sie begrenzt Macht, fordert Verantwortung
 und widerspricht der Vorstellung, 
dass wenige über alles und alle verfügen dürfen."
Erdal Ahlatci, Organisationsdesigner
"Power tends to corrupt, and absolute power corrupts absolutely.
Great men are almost always bad men..."
 Lord John Emerich Edward Dalberg-Acton, 1834-1902
"Man kann Scheiße so lange rühren wie man will, 
es wird kein Marzipan daraus."
Jochen Malmsheimer, Kabarettist


Am Freitag vorletzter Woche hatte ich beim Abendessen mit der Schwägerin im Lokal in der Kühltheke den leckeren Möhrenkuchen 
Genuss! ) gesehen. Das war dann der Motivator, am Samstagnachmittag das heimische Gehäuse zu verlassen, denn ich war nach einem blöden Küchenunfall richtig, richtig knatschig.

Die Sonne und die 13 Grad taten ihr übriges, die lockte viele nach draußen. Da gab es auch schwätzje mit drei unterschiedlichen, aber netten Nachbarinnen - und die Stimmung war gerettet... 




... zumindest bis zum Dunkelwerden.

Da zog nämlich der Geisterzug vorbei und Erinnerungen in mein Gemüt: Um die Jahrtausendwende haben wir dabei ebenfalls mitgemacht, versteckt hinter den Masken aus Venedig. Die hatte mein Mann bei dem Maskenmacher gekauft, der auch die für den Film "Eyes Wide Shut" von Stanley Kubrick hergestellt hat. Was dieser verstörende Film thematisiert, bekommt durch die Wahrheit der Epstein Files auf einmal eine ganz neue Dimension, die mich beunruhigt hat. Was, wenn das Unvorstellbare genau deshalb funktioniert, weil wir es uns einfach nicht vorstellen können oder wollen? Eyes wide shut sozusagen... Gesehen habe ich dann noch ein paar Sequenzen aus dem Film. Ich wollt's einfach für mich verifizieren, was mich da so aus dem seelischen Gleichgewicht gebracht hat.


Wohl noch ein Überbleibsel vom samstäglichen ( übrigens dem 35.  ) Geisterzug zum Thema "Allerhühste Zick för en andere Wunnungspolitik – mer könne nit all em Dom schlofe!".



Et es noch ens jood jejange...


Gehört
habe ich immer wieder mal Lady Gaga bei der SuperBowl Halftime Show. Latinorhythmen können mir die Lebensfreude zurückgeben, die in diesen Tagen oft auf der Strecke zu bleiben drohte. Salsa! Never ending love! Und j
a, Shit, meine Zahnbehandlung kam auch am Dienstag noch nicht zu einem Abschluss. Da brauch ich noch etwas Geduld. Aber bei den Menschen in meiner Zahnarztpraxis fühle ich mich gut aufgehoben.



Gehört habe ich auch den Amselgesang, als ich der spontanen Einladung der holl. Freundin zum Abendessen gefolgt bin. Das Erlebnis der Woche? Wieverfastelovend, das sollte denn doch wohl sein, auch wenn ich lange, lange keine Lust auf Karneval hatte. Mittwochs hab ich sicherheitshalber mir mal eine Klamottage aus dem ( immer noch übervollen ) Karnevalsschrank herausgesucht. 



Gelesen habe ich den dritten Band der Neapolitanischen Saga von Elena Ferrante, der mir sehr viel mehr zugesagt hat als der zweite. Am Abend war ich dann beim Geburtstag der "südlichen" Nachbarin.



Hobbymäßig konnte ich trotz Beeinträchtigung immerhin eine neue Halskrause für Karneval schaffen. Das kleine Stück Paillettenstoff ist mir beim Aufräumen in die Hände gefallen. Musste weg & wurde dann am Donnerstag ( hier verbloggt ) getragen.

Bei all dem Irrsinn, dem frau auch in der zurückliegenden Woche ausgesetzt war, gab es zwangsläufig (zu) viele Web-Fundstücke. Ich habe mich dann für dieses entschieden, nachdem mir Prof. Guido Kühn die Veröffentlichung erlaubt hat:


Es drückt aus, was mir anlässlich der Sendung vom letzten Sonntag durch den Kopf ging. Einen Beschwerdebrief an den ARD - Vorsitzenden Florian Hager vom Hessischen Rundfunk habe ich auch am Montag abgeschickt ( und bereits am Donnerstag eine seeehr allgemein gehaltene Mailantwort bekommen ).

Dass man als Redakteure & Verantwortliche nach dieser Flut von Informationen noch so ein Thema formulieren konnte! Vom Gast dazu mal ganz abgesehen!

Vorbild? Trump? 

Wir Westler sollten uns unsere Arroganz & Überheblichkeit in puncto moralischer Überlegenheit sparen gegenüber solchen Kim Jong-ils, Mohammed bin Salmans, Xi Jinpings, Ali Chameneis & Massud Peseschkians, Wladimir Putins und Konsorten und wie sie alle heißen nach diesen Veröffentlichungen. 

Da ist wohl etwas Wahres dran an dem Verschwörungsmythos, der während der Corona-Epidemie solchen Zulauf hatte: Tatsächlich existiert eine globale Elite aus Politik, Kultur & Showbiz wie Wirtschaft, die sich partei- und glaubensübergreifend mit Epstein gut verstanden, sein Handeln oder seine vergangenen Straftaten mindestens toleriert, wenn nicht geteilt haben. Wie sicher müssen sich alle gefühlt haben, wenn sie diese Unmenge an Material und Spuren hinterlassen haben! Klar, jetzt wird ordentlich abgestritten, Kontakt zu dem Kriminellen gehabt, geschweige mitgemacht zu haben. Aber wer's jetzt noch glaubt, der ist nicht selig, sondern will es nicht sehen, an welchem Punkt wir uns im Westen gesellschaftlich & moralisch befinden. Siehe Eingangszitate. Mit der Fülle an Veröffentlichungen, die über uns ausgekippt werden, werden unsere Hirne allerdings nur noch weiter vernebelt. Und im Endeffekt reagieren wir mit eyes wide shut.

Ich bin sauer.
                                                           


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Donnerstag, 12. Februar 2026

12 von 12 Februar 2026


Iiieh! Bedeckter Himmel, Nieselregen, 7 Grad! 
Und das an Wieverfastelovend! ( Letztes Jahr sah es so aus. )


Hilft nichts: Es wird  geschminkt, greller als sonst.


"Those were the days, my friend, we thought, they'd never end."


De appelsinefunke ston allt parat.


Noch ist unser Marktplatz recht leer.


Orange ist heute DIE Farbe.

Und pünktlich ist es da, das Kölner Dreigestirn, um den Straßenkarneval zu eröffnen.


An Wieverfastelovend  ganz wichtig: 
Ihre Lieblichkeit, die Kölsche Jungfrau Aenne.


Inzwischen regnet es richtig. Da mache ich mich bald auf den ( kurzen ) Heimweg...


... wo ich mir einen Verveine-Tee mit Honig & Zitrone mache.


Dann sichte ich meine Fotoausbeute, während der Regen weiter aufs Wintergartendach prasselt.



Ach, was ist es schön, bei solchem Wetter gemütlich im Warmen zu sitzen 
und nur aus dem Fenster zu schauen!

Ab mit diesem Post zur Party bei "Draußen nur Kännchen"!