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Samstag, 23. Mai 2026

Meine 21. Kalenderwoche 2026

 "Die gefährlichste Weltanschauung 
ist die Weltanschauung derer, 
die die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt

"Putin braucht den Krieg als Idee, 
weil Menschen im Krieg nicht wirklich leben, 
sie überleben nur. 
Er muss sie in den Überlebensmodus zwingen."
Marija Aljochina 

Es "ist eine der großen menschlichen Bemühungen 
des 20. Jahrhunderts, 
... sich aus den Kollektiven zu lösen, 
und der daraus folgenden Überforderung mit einem Ich, 
das allein in einem leeren Zentrum steht."
Christian Zaschke 

"Der Versuch, gegen Adam Riese Politik zu machen, 
ist noch immer gescheitert."
Peter Müller


Am letzten Samstag jährte sich der Todestag meines Vaters zum elften Mal. Unter der Buche in der Mitte des linken Fotos ist allerdings die Ruhestätte meines kleinen Bruders im Ruheforst, die mein großer Bruder ganz aktuell besucht hat. Am Abend habe ich mich kulinarisch verwöhnt und kann hier auch mal wieder ein neues Rezept präsentieren für Filoteigtaschen mit Frischkäse - welch ein Genuss!

300 g Frischkäse
2 EL kleingehackte Petersilie
2 EL Schnittlauch in Röllchen
1 EL Zitronenabrieb
80 g geriebener Pecorino
2 kleine Eier
Salz, Pfeffer
8 Blätter Filo- oder Yufkateig, z.B. von "Tante Fanny"
Olivenöl 

Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Frischkäse, Petersilie, Schnittlauch, Zitronenabrieb und Pecorino in einer Schüssel vermischen.Die Eier verquirlen, untermischen und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Teigblatt für Teigblatt übereinander auf eine Arbeitsfläche legen, dazwischen aber immer mit etwas Öl bepinseln. Den so vorbereiteten Teigblattstapel erst längs halbieren, dann quer in drei Teile schneiden, so dass sechs Rechtecke ent­stehen.

Frischkäsemasse in die Mitte eines jeden Teigrechtecks setzen. Die Ränder des Teigs nach oben falten, sodass die Käsemasse nicht aus­laufen kann. Die Teigtaschen auf einem mit Backpapier belegten Blech im Ofen etwa 20 Minuten backen. 

Dazu habe ich einen Salat aus Ruccola und kleinen Tomaten gemacht.



Gehört habe ich anschließend bei ARD Sounds die erste Hälfte der Lesung von Jane Austens "Überredung" ( ich mausere mich langsam zum Jane-Austen-Fan ) und am nächsten Abend die zweite. Selbst gelesen in dieser Woche habe ich zum einen Jeanette Wintersons "Warum glücklich statt einfach nur normal?". Hat viel mit dem Segen der Literatur  fürs menschliche Gemüt zu tun, aber auch mit den Problemen, in der Jugend queer zu sein in einem religiös- rigiden Umfeld. Zum anderen das vorletzte Buch von Iris Wolff „Die Unschärfe der Welt“, welches wieder Siebenbürgen und das Banat u.a. als Schauplatz hat.



Weil die Temperaturen langsam wieder anstiegen, bin ich auch gerne wieder draußen im Veedel umhergestreift. Das frühlingsfrische Grün mobilisiert einfach ein positives Lebensgefühl. Solche Picknickszenen erinnern an mein noch junges Leben, einst, vor bald fünfzig Jahren. Damit mischt sich dann auch etwas Traurigkeit in die positive Grundstimmung...



"The Kuhl Kid" hat nun auch an einem Zaun an einem Privatgrundstück am Nippeser Tälchen eine Sichtblende gestaltet. Den zu Ostern mahnenden Hasen habe ich auch dort gesehen.


In den Hinterhöfen findet frau immer wieder manche Idylle...


... und an der Hundewiese trifft sie manche Bekannte bzw. Exkolleginnen mit Hund oder Rad.



DAS Erlebnis der Woche war das Konzert mit den Bläck Fööss in der Nippeser Kulturkirche, wozu mich Freunde mitgenommen haben. Die Lieder der Band begleiten mich seit bald fünfzig Jahren und haben viel dazu beigetragen, dass ich hier ze Hus bin. Manche Lieder wie "Drink doch ene mit" ( von 1972 ), "Unser Stammbaum", "Du bes die Stadt" und vor allem "In unserm Veedel" gehören zu einem solchen kölschen Hochamt dazu. Schon lange habe ich nicht mehr so laut mitgesungen ( da bin ich textfest ) und getanzt, eingehenkelt bei ( nicht wirklich ) fremden Menschen. Ejal wat och passeet - für mich ist das nicht nur blutleeres Gerede, sondern Erfahrung.


Natürlich sind die Mitglieder der Gruppe von 1970 alle mittlerweile im Ruhestand. Der Sänger der jetzigen Formation, Mirko Bäumer, ist seit fast zehn Jahren dabei, Pit Hupperten, der ebenfalls singt und dazu Gitarre spielt ebenfalls. Nur der Mann am Synthesizer ist schon über zwanzig Jahre Mitglied, alle anderen kamen in den letzten Jahren dazu. Genau in einem Jahr werden sie wieder am selben Ort bei uns im Veedel auftreten. Ist vorgemerkt.


Ansonsten noch: Haarpflege, Gartenpflege, ...


... Fußpflege und Grabpflege.


Mein Web-Fundstück der Woche ist diesmal von Eckart von Hirschhausen:


( Übrigens: Milan Nitzschke war der Vizepräsident des Bundes für Erneuerbare Energie, der mit knapp 55 Jahren gestorben ist. Die Besten gehen zu früh... )

Ich wünsche allen ein schönes, sommerliches Pfingstwochenende!

                                                                         


Verlinkt mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday, den "Sonntags Top Sieben" bei Anni, mit "Was blüht denn da?" bei Elke und mit Nicoles/Frau Frieda "Plausch am Gartenzaun" 

Samstag, 16. Mai 2026

Meine 20. Kalenderwoche 2026

 "Dein Gehirn braucht keine Motivation.
Es braucht Unterbrechung.
.....
Die heutige Zivilisation ist jedoch (...) im Allgemeinen 
nicht mehr auf Ruhephasen ausgerichtet."
Netzfunde
"Der Populismus braucht die Unlösbarkeit von Problemen. 
Damit er sagen kann: Das Land geht zugrunde."
Robert Habeck
"KI wird uns wirklich alle ersetzen – 
sie hat bereits den Wissensstand eines durchschnittlichen Mannes. 
Und wie wir wissen, reicht das für die Weltherrschaft."
Theresa Bäuerlein
"Der Mann zerfällt sichtbar vor uns."
John Gartner, amerik. Psychologe
"Friert das Feld im Mai noch zu, beschuldigt der Bauer die EU"
Neue Bauernregel vom @quer_vom_br



Wie ich schon letzten Samstag in meinem Kalenderwochenpost verlautbart hatte, bin ich mittags mit den Ex-Floristen & weiteren Nachbarinnen zur Liegenddemo draußen auf dem Altermarkt gegangen, um auf das erschütternde Leben der Mitmenschen, die an ME/CFS erkrankt sind, aufmerksam zu machen.


Inmitten der Hochzeitfeiernden ( das Standesamt ist da auch ), der Jungesellenabschiede, der Tourigruppen, also mitten im prallen Leben, haben wir für die um Aufmerksamkeit gekämpft, die von diesem schönen Leben ausgeschlossen sind,  drinnen bleiben müssen im dunklen Zimmer, weil ihr Körper ihnen das alles nicht mehr erlaubt. Es gab immer wieder viele Tränen ( und wenn ihr das nicht nachvollziehen könnt, dann schaut noch mal hier vorbei: Meine Nachbarn ).


650.000 Mitbürger leben unter uns, darunter 80 bis 140.000 Kinder & Jugendliche, bei denen diese Erkrankung anerkannt ist, die Dunkelziffer wird bei einer Million liegen. Aber immer noch müssen sie bzw. ihre Angehörigen darum kämpfen, nicht als Simulanten oder psychische Kranke, auch unter der Ärzteschaft, abgestempelt zu werden. Dabei ist diese Erkrankung seit 1969 von der WHO als neurologische Erkrankung anerkannt - sind nur 57 Jahre her...

Laut einer dänischen Studie haben Menschen mit ME/CFS, verglichen mit anderen chronischen Erkrankungen, die niedrigste Lebensqualität, niedriger als an Krebs oder Multipler Sklerose Erkrankte. Bei ME/CFS handelt es sich um eine Multisystemerkrankung, die unter anderem das Nerven-, das Immunsystem und den Energiestoffwechsel betrifft. Und wen dieses unfassbare Leid dieser "lebenden Toten" nicht anrührt, für den wirtschaftlichen Aspekt aber empfänglich ist: Durch diese Krankheit entstehen unserer Volkswirtschaft jährliche Kosten von 64 Milliarden Euro.

Gehört habe ich u.a. den Bericht einer betroffenen jungen Mutter von zwei Kindern: Herzzerreißend! Die Abschlussrede von Mark Benecke, die auch eine politische Perspektive eröffnet hat, hat mich bestärkt, auch euch, liebe Blogleser*innen, durch diesen Post "ins Boot zu holen". 


Mit einer meine Nachbarinnen, die auch ihr - wenn auch ein ganz anderes - Päckchen zu tragen hat, bin ich anschließend noch zum Eisessen gegangen und hab ihr ein Täschchen in ihrer Lieblingsfarbe geschenkt. 

Und zu guter Letzt hat mich die Nachbarin von gegenüber zu einem Kaffee in ihr Haus eingeladen. Ein solches Netz menschlicher Verbundenheit um sich zu haben, hat viel damit zu tun, dass ich mich nicht einsam fühle, auch wenn ich allein lebe. So eingebunden zu sein, das macht doch ein erfülltes Menschenleben aus. Es ist wichtig, verbindliche Treffen mit anderen Menschen zu haben. Es reicht auch schon, einfach zur selben Zeit am selben Ort zu sein. Das sagt jedenfalls die englische Therapeutin Philippa Perry.

Szenenwechsel am Muttertagssonntag! Statt Altermarkt Neumarkt…





Gesehen habe ich mit meiner Schwester, Nichte & Großneffen die Jubiläumsvorstellung des Circus Roncalli. Unglaublich, dass es nun bereits fünfzig Jahre her ist, das ich die ersten Auftritte auf der Bonner Hofgartenwiese miterlebt habe.


Es war das Geburtstagsgeschenk für meine Schwester, ein großer Roncalli-Fan, die auch mit etlichen früheren Artisten bekannt gewesen ist. Für uns DAS Erlebnis der Woche!


Ich fand dieses Mal die Clowns und ihr Zusammenspiel sehr gelungen. Canutito aus Peru kannte ich schon vom letzten Mal, Simon Shuster alias Housch-ma-Housch aus der Ukraine war neu für mich und er übernahm eigentlich die tragende Rolle des ganzen Programms.


Gensi alias Fulgenci Mestres ist der dienstälteste Weißclown in der Roncalli-Geschichte, rechts im Hintergrund ist der "Neuzugang" Kevin Gorczyński alias Kevinski aus den Niederlanden zu sehen, der eine ganz neue Note ins Zusammenspiel gebracht hat.


Am besten gefallen hat mir die Zauberin - Verzeihung: Illusionistin - Alexandra Saabel. Aber da habe ich nicht fotografiert, bilde ich mir doch immer noch ein, durch genauestes, konzentriertes Hinschauen hinter die fulminanten Tricks zu kommen.


Lili Paul, Liebling & Vorbild meiner Enkelinnen, war natürlich wieder zauberhaft. Den Einrad - Performer Pavel Valla Bertini nehmen sie sich hoffentlich nicht zum Vorbild. Da könnte ich nicht  mehr ruhig schlafen.


Der Nachwuchs der Zirkusleute hat auch eine Chance bekommen: Justin Philadelphia, 19 Jahre alt und Sohn des Roncalli - Geschäftsführers...



Für mich sind das Schönste bei Roncalli die Kostüme. Die waren als Hommage gedacht für die grandiose Maria Lucas ( mein großes Vorbild bei der Kostümbildnerei ), die 1980 bei der "Reise zum Regenbogen" bei Roncalli eingestiegen ist. 

Im November letzten Jahres ist sie mit siebzig Jahren gestorben.


Es war wieder ein Farbrausch, wie ich ihn brauche, gerade in diesen Zeiten, wo der Verrückte in den USA immer schneller dement wird, sein Gesinnungsbruder in Russland im Bunker hockt und bei uns die Demografie eine steinalte Politik diktiert. Nichts Neues kommt hierzulande mehr auf den Weg. 


Ich gehöre nicht zu den Alten, die meinen, sich bei frischem Wind zu verkühlen. 


Darauf dann noch einen "Hugo" im"Café des artistes".



Diesjahr bin ich mutig und habe die Furcht vor Mamertus, Pankratius & Konsorten sausen lassen und habe schon zu den Eisheiligen meine Blumenkästen straßenseits mit Geranien bepflanzt. 



Diesmal auch mit ner Farbabweichung. Die Gründe für das Bedürfnis nach la vie en rose sind ja schon angeklungen...



Mein Dienstag wurde dann schon bei "12 von 12" verbloggt, der Mittwoch war, wie eigentlich schon länger nicht mehr, mal von Traurigsein begleitet: Es war "unser Tag". Jetzt habe ich das Jubiläum bereits zum vierten Mal alleine begangen. Aber wie das Tellerchen an meiner Küchenwand meint: "Nützt ja nix."



Ein anderes meiner Lebensmotti im Alter habe ich jetzt auch eingerahmt und im Eingangsbereich hingestellt, damit jeder Bescheid weiß, was die Parole beim Eintritt in mein Gehäuse ist. Genuss haben mir die kleinen Pfannkuchen plus am wettermäßig bescheidenen Himmelfahrtstag verschafft. Weihnachtliche 12°C zeigte das Thermometer da.



Gelesen wurde natürlich auch ( das war bei der Eisheiligenkälte im Wintergarten das Gemütlichste ). Gedichte gehen immer, besonders zu diesem Donnerstag  der Woche. Ebenso das Nähen - so viel zum Thema Hobbys.




Meine Web-Fundstück/e will ich hier nicht durch die gefundenen Beispiele verbildlichen, um der Propaganda einschlägiger Verschwörungsunternehmer nicht noch mehr Reichweite zu ermöglichen. Das Aufkommen des Hanta - Virus bietet jenen Anlass, in sämtlichen social media gefälschte Bilder, Videos ( z.B. alte aus der Corona-Zeit, z.B. getarnt als Nachricht von "SRF Schweiz Aktuell" ) & Nachrichten zu verbreiten, um Angst zu schüren oder wenigstens zu verunsichern. Das Nutzen von KI macht das alles noch leichter. Frau könnte angesichts der Lügen & Schwurbeleien die Krise kriegen. Tut sie nicht: siehe oben "Good vibes only".

Diese Netzfunde möchte ich euch aber auch nicht vorenthalten: 

Forscher der Harvard Universität haben entdeckt, dass schon fünf Minuten, in denen man sein Lieblingsparfüm oder einen Schal aussucht, einen Dopamin-Schub auslöst, der sogar einem Orgasmus ähnelt. Die Durchblutung der Gesichtshaut beschleunigt sich um 8 % und verleiht einem einen natürlichen Glanz. Ein Lächeln vor dem Spiegel in einem Lieblingsoutfit senkt den Cortisolspiegel in nur zwei Minuten um 23%, hat die Psychologieprofessorin Barbara Fredrickson festgestellt ( von mir jeden Morgen nach dem Schminken erprobt - und los gehts! ). Das Tragen der Lieblingsfarbe kann den Serotoninspiegel um 12 % erhöhen, und ist mit der Wirkung von Sonnenlicht vergleichbar. Ästhetik und innerer Zustand sind also keine "Kleinigkeiten", sondern Teil einer gesunden Lebensarchitektur bei Frauen. Merke: Das Gehirn unterscheidet eben nicht zwischen kleiner Freude und großem Glück!

In diesem Sinne!

                                                                  


Verlinkt mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday, den "Sonntags Top Sieben" bei Anni, bei Elke und "Was blüht denn da?" und - ganz neu - bei Nicoles/Frau Frieda "Plausch am Gartenzaun"

Samstag, 9. Mai 2026

Meine 19. Kalenderwoche 2026

"Irgendwann macht es auch keinen Spaß mehr, mit Bots zu streiten.
.....
Um einen klaren Kopf zu bekommen (...) , 
muss die Seele einen Umweg suchen und nehmen."
Nils Minkmar 

"Trost im Kleinen zu suchen, 
das ist für mich eine Art Lebenskunst geworden."
Gabriele von Arnim

"Nachdenken ist online ein bisschen 
wie leise sprechen auf einem Rockkonzert. 
Es ist grundsätzlich möglich, 
aber man sollte sich nicht wundern, 
wenn es kaum jemand hört."
Tom Wannenmacher

"In Deutschland gilt man bei vielen ja als intelligent, 
wenn man Missbehagen 
besonders gut artikulieren kann."
Joachim Gauck

Da hatte ich mich gerade am Samstagnachmittag aufgerafft, noch ein paar Besorgungen auf der Hauptstraße zu machen, ging es mit dem ersten etlicher Schauer ( vier insgesamt ) und kleiner Gewitter über uns los. Machte nichts! Bei knapp über 26°C und mit einem Schirm, vorsorglich im Wägelchen deponiert, war das gut auszuhalten. Hinterher war es aber auch das erste Mal in diesem Jahr schwül.



Was mich darauf gebracht hat, am Sonntag drinnen im Keller zu wühlen ( das Wetter? Kein blauer Himmel!), kann ich nicht sagen. Nach dem Staubschlucken musste ich mal sündigen - Schwarzwälder Kirsch, ein Genuss! Ansonsten habe ich viel gelesen..., 




... während der Regen meine Tonne wieder ganz erträglich gefüllt hat.



Weil dieser erste Zeichentrickfilm der genialen Lotte Reiniger in diesen Tagen vor hundert Jahren erstmals gezeigt worden ist, habe ich ihn mir noch mal angesehen. "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" bezaubern mich immer wieder.  Ebenso das üppige Maiengrün. Wie heißt es doch: "Ist der Mai grün & nass..."



Neue Lektüre für mich  ist diese Woche auch durch meinen Briefschlitz gefallen. Vielen Dank, liebe Sunni! Gelesen ist sie noch nicht, habe ich doch gerade noch ein anderes, vergnügliches Buch "in der Mache". Das Hobby "Nähen" rettete mich drinnen - wie das Lesen -, durch die dauerverregnete Wochenmitte.



Das wichtigste & schönste Ereignis in dieser sonst so ereignisarmen Woche war mein Treffen mit Ghislana/Jahreszeitenbriefe. Sie ist mal ist mal wieder unterwegs auf Familien- & Bloggerinnenbesuch gewesen, und ich freue mich, dass Köln & ich da immer wieder ein Anlaufpunkt für sie sind. Getroffen haben wir uns wieder im "Ludwig im Museum"...


... und uns ein paar schöne Stunden mit dem Austausch von Lebenserfahrungen gemacht und dem Genuss von Kapuzinern & Co. Anschließend bin ich an der Dombauhütte vorbei ( das geht jetzt wieder )...


... zum Dom-Vorplatz und dann zur U-Bahnstation.




In meinem Garten blüht & duftet (!!!) jetzt schon die "Gertrude Jekyll", die Lieblingsrose meines Mannes. Draußen wie drinnen, letzteres muss eben auch sein, hocke ich ja nicht neben dem Rosenbusch.



Auch außerhalb meines Gehäuses löst der Mai den Juni als Rosenmonat ab. So hinreißend schön! Und dann triffst du lauter Nachbarn, von Kummer & Sorgen beladen ( siehe weiter unten )...




Als Web-Fundstück/e lasst ihr hoffentlich mal wieder meine Zitate zu Beginn des Posts durchgehen. Ich habe im Netz dann auch noch einen Begriff gefunden, der zu meiner Wesenheit passt: otrovertiert. Ich denke, davon gibt es mehr Menschen, als man auf dem Schirm hat. Das menschliche Sein ist halt einfach sehr vielfältig. Freundlichkeit und die Akzeptanz, dass es einfach so ist, wäre ein Gewinn für die Gesellschaft. Ich halte es mit dem ollen Goethe:

Eines schickt sich nicht für alle.
Sehe jeder, wie er's treibe,
Sehe jeder, wo er bleibe,
Und wer steht, daß er nicht falle!

Schubladen finde ich aber generell blöd.

Nachher gehe ich wieder mit den ( Ex-Floristen - ) und weiteren Nachbarinnen zur Liegenddemo auf dem Altermarkt, um auf die besch.... Lebenssituation der an ME-CFS Erkrankten (  betroffenen Menschen mit Long-Covid und Post-Vac sind da auch eingeschlossen ) aufmerksam zu machen. Für ihre Enkelin konnte inzwischen durch die Spendensammlung bei Gofundme der Kauf einer schalldichten Schlafkabine finanziert werden ( unbedingt notwendig! Die Pizzeria unter der Wohnung stellt bislang schon um 22 Uhr ihren Betrieb ein und die Betreiber & Mitarbeiter des Blumenladens ihre Pausen im Innenhof, weil alleine schon dadurch die Geräuschbelästigung unerträglich für die Achtzehnjährige war. ) Es gibt jetzt auch eine App, über die praktische Unterstützung der Familie organisiert wird. Da hab ich mich sofort registriert. 

Wie es der ganzen Familie geht: Schaut euch diesen Beitrag im Fernsehen an! Seitdem ist ein Monat bereits wieder vergangen, und die tapfere Nachbarin ist mit ihrer Kraft am Ende, die Mutter/Großmutter auch. Vielleicht verbreitet ihr das Video, die Botschaft, damit in der Gesundheitspolitik & - forschung ankommt, was für eine schlimme Krankheit das ist? An niemanden kann man sich wenden, der da sozial wie medizinisch helfen kann. Was die Betroffenen & Angehörigen mitmachen, beschäftigt inzwischen das Veedel. 

Da lernt frau Demut.

                                                 


Verlinkt mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Mondayden "Sonntags Top Sieben" bei Anni und - ganz neu - bei Elke und "Was blüht denn da?"

Samstag, 21. März 2026

Meine 12. Kalenderwoche 2026

"Die Scham muss die Seite wechseln."
Gisèle Pelicot
"Ja, die Scham muss die Seite wechseln. 
Und aus der Scham muss Handlung werden.
Damit es nicht länger still bleibt."
Felix Banaszak
"Es muss nicht nur die Scham die Seiten wechseln (...)
Auch die Wut muss es. 
Von uns Frauen zu euch Männern."
Viktoria Morasch
"Ein Mann denkt, er müsse seine Frau absolut besitzen.
... es liegt an uns, (...)
eine Verantwortung für unser Tun zu entwickeln. 
Freiheit ohne Verantwortung ist nämlich nur eines: 
Anarchie und Unterdrückung."
Martin Raschke
"Denn das hier ist kein Einzelfall.
Das ist ein strukturelles Problem.
Die Welt ist für Frauen 
sehr oft kein sichererOrt.
Beziehungen sind es nicht immer.
Und das Netz schon gar nicht."
Nina Poppel



Den mega-usseligen letzten Samstag ( maximal 5°C ) hatte ich schon in weiser Voraussicht für den "Frühjahrsputz" in meinem Schlafzimmer mit der angrenzenden Bibliothek vorgesehen. Ich weiß, ich weiß, die Tochter kriegt 'ne Krise - aber es war die stabile Leiter! In einem rundum frisch gesäuberten & gewaschenen Bett zu liegen ( und mit duftenden Vorhängen im Raum ) war schon ein befriedigendes Erlebnis. Der Monteur für die zu ersetzende Jalousie kommt am nächsten Donnerstag. Dann ist alles wieder perfekt.



"Setz dich in die Sonne. Das ist das Schönste, was es gibt." Diesen Webfund bei Robert Seethaler hab ich mir am Sonntagnachmittag bei knapp 10°C und Sonnenschein zu Herzen genommen und u.a. auf der Parkbank im Nippeser Tälchen Vitamin D getankt. Schön ist es bei blauem Himmel draußen, vor allem, wenn alles wieder grünt.


Gesehen: Da hat mir doch jemand ein Herzchen auf den Küchenfensterrahmen geklebt, so süß!


Aprilwetter wie aus dem Bilderbuch! Gehört habe ich am Montag um halb acht einen gewaltigen Donnerschlag, dann strahlende Sonne, als ich endlich aufstand, dann wieder ein Schauer, nachdem ich die Papiertüten mit dem Altpapier zur Abholung vor die Haustür gestellt hatte, usw. usw., den halben Tag ging das so.



Zwischendurch konnte ich mich aber trockenen Fußes zum Supermarkt & zurück begeben, wollte ich doch einen Geburtstagskuchen für meine Schwester backen. Dort haben mich diese Stiefmütterchen in meinem Lieblingsblau angelacht. Am Abend dann wieder ( trocken ) zur ( feucht- fröhlichen ) Aquafitness: Das fand drinnen statt.



Am Dienstag Streik im Öffentlichen Nahverkehr und ich wollte doch zur Schwester nach Beuel. Ein schöner Spaß! Dank Taxi bzw. Nichten-Taxi, S- & Regionalbahn hat das aber letztendlich toll geklappt. Bei ihr sah es auch viel fröhlicher aus denn auf dem Bahnhof.


Sie hatte auch schon alle Osterhasen losgelassen, ganz anders als bei mir. Na ja, ich habe immerhin "Hase und Ich" gelesen in diesen Tagen.


"Oh Himmel, strahlener Azur", klingt es bei einem solchen Anblick in meinem Kopf. Einfach ein Genuss, dieses Wetter am Mittwoch,  Donnerstag & am Freitagnachmittag!









Der Vers ist aus der Ballade von den Seeräubern, doch die Musik von Paul Dessau hat Bertolt Brecht später auch dem Lied der Mutter Courage unterlegt. Und deshalb singt es in mir klar auch diese Verse, besonders, wenn ich mich auf dem frühlingshaften Friedhof bewege:

"Das Frühjahr kommt. Wach auf, du Christ!
Der Schnee schmilzt weg. Die Toten ruhn.
Und was noch nicht gestorben ist
Das macht sich auf die Socken nun."

Ist zwar anders gemeint, aber auf mich & mein Leben passt es auch.



Ein anderes musikalisches Erlebnis am Donnerstagnachmittag: Im Bürgerzentrum habe ich an einem Konzert meines Freundes Tom mit seiner Jazzband teilgenommen. ( Es schmerzt schon ein bisschen, ihn in seinem Alter mit dem Saxophon zu sehen. Dem Herrn K. hätte ich das auch gegönnt. Und mir sowieso. ). Auf dem Heimweg hab ich mir noch Bellis für meine Blumenkästen organisiert. Irgendwie tröstliche kleine Blumenschönheiten!



Zeit für mein Hobby Nähen gab es auch immer wieder mal in den zurückliegenden Tagen und hat mich gelegentlich von Irritationen abgelenkt, denen frau als Hausbesitzerin schon mal ausgeliefert ist. Aber letztendlich lasse ich mich "von der Komplexität des Lebens nicht einschüchtern", wie es der jüngst verstorbene anerkannte Denker Jürgen Habermas formuliert hat. Dauert nur manchmal etwas...

Zum Schluss noch zwei letzte Webfunde für heute:

First, nur mal so als reminder in eigener Sache:

Werbung

Über einige diese Frauen kann man in meiner donnerstäglichen Rubrik "Great Women" lesen. Das ist diesmal Werbung  und deshalb als solche gekennzeichnet. Und mit diesem posting will ich meine Wertschätzung für Frauen noch einmal besonders ausdrücken.

Und dann noch - neben all denen in meiner Einleitung zum heutigen Post - der Webfund der Woche bei Instagram, den anzusehen ich eurer Entscheidung überlasse, denn das, was Collien Fernandes angetan worden ist, macht mich fassungslos ( und ist eine Zumutung, das zu lesen, wie digitale Gewalt ausschaut ). Aus juristischen Gründen werde ich die Vorwürfe an dieser Stelle nicht wiederholen. 

Kaum ist die Sache allerdings bekannt, greift bereits eine der ältesten Entschuldungsstrategien: Der Mann wird psychologisiert, bis die Frau - die haben außerdem noch eine gemeinsame Tochter im Jugendalter! - aus dem Bild fällt. Oder noch mal mit anderen Worten: Der Fokus wird verschoben, von denen, die betroffen sind hin zu den Gefühlen derjenigen, die als Täter kritisiert werden. Ja, wenn eine Frau was ans Tageslicht bringt, ist da auch immer so ein Reflex: Erstmal prüfen, erstmal relativieren, erstmal nicht übertreiben.

Wer diese Woche in mein "People I want to punch in the face" -Buch kommt? Auch der Anwalt. Ich habe gestern viel zu lange mit einen K*tzimpuls gekämpft.

Versucht dennoch, euch an einem schönen ersten Frühlingswochenende hochzuziehen, um Kräfte zu sammeln!
        
                                                                         




Verlinkt mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday und den "Sonntags Top Sieben" bei Anita...