"Die Scham muss die Seite wechseln."
Gisèle Pelicot
"Ja, die Scham muss die Seite wechseln.
Und aus der Scham muss Handlung werden.
Damit es nicht länger still bleibt."
Felix Banaszak
"Es muss nicht nur die Scham die Seiten wechseln (...)
Auch die Wut muss es.
Von uns Frauen zu euch Männern."
Viktoria Morasch
"Ein Mann denkt, er müsse seine Frau absolut besitzen.
... es liegt an uns, (...)
eine Verantwortung für unser Tun zu entwickeln.
Freiheit ohne Verantwortung ist nämlich nur eines:
Anarchie und Unterdrückung."
Martin Raschke
"Denn das hier ist kein Einzelfall.
Das ist ein strukturelles Problem.
Die Welt ist für Frauen
sehr oft kein sichererOrt.
Beziehungen sind es nicht immer.
Und das Netz schon gar nicht."
Nina Poppel
Den mega-usseligen letzten Samstag ( maximal 5°C ) hatte ich schon in weiser Voraussicht für den "Frühjahrsputz" in meinem Schlafzimmer mit der angrenzenden Bibliothek vorgesehen. Ich weiß, ich weiß, die Tochter kriegt 'ne Krise - aber es war die stabile Leiter! In einem rundum frisch gesäuberten & gewaschenen Bett zu liegen ( und mit duftenden Vorhängen im Raum ) war schon ein befriedigendes Erlebnis. Der Monteur für die zu ersetzende Jalousie kommt am nächsten Donnerstag. Dann ist alles wieder perfekt.
"Setz dich in die Sonne. Das ist das Schönste, was es gibt." Diesen Webfund bei Robert Seethaler hab ich mir am Sonntagnachmittag bei knapp 10°C und Sonnenschein zu Herzen genommen und u.a. auf der Parkbank im Nippeser Tälchen Vitamin D getankt. Schön ist es bei blauem Himmel draußen, vor allem, wenn alles wieder grünt.
Gesehen: Da hat mir doch jemand ein Herzchen auf den Küchenfensterrahmen geklebt, so süß!
Aprilwetter wie aus dem Bilderbuch! Gehört habe ich am Montag um halb acht einen gewaltigen Donnerschlag, dann strahlende Sonne, als ich endlich aufstand, dann wieder ein Schauer, nachdem ich die Papiertüten mit dem Altpapier zur Abholung vor die Haustür gestellt hatte, usw. usw., den halben Tag ging das so.
Zwischendurch konnte ich mich aber trockenen Fußes zum Supermarkt & zurück begeben, wollte ich doch einen Geburtstagskuchen für meine Schwester backen. Dort haben mich diese Stiefmütterchen in meinem Lieblingsblau angelacht. Am Abend dann wieder ( trocken ) zur ( feucht- fröhlichen ) Aquafitness: Das fand drinnen statt.
Am Dienstag Streik im Öffentlichen Nahverkehr und ich wollte doch zur Schwester nach Beuel. Ein schöner Spaß! Dank Taxi bzw. Nichten-Taxi, S- & Regionalbahn hat das aber letztendlich toll geklappt. Bei ihr sah es auch viel fröhlicher aus denn auf dem Bahnhof.
Sie hatte auch schon alle Osterhasen losgelassen, ganz anders als bei mir. Na ja, ich habe immerhin "Hase und Ich" gelesen in diesen Tagen.
"Oh Himmel, strahlener Azur", klingt es bei einem solchen Anblick in meinem Kopf. Einfach ein Genuss, dieses Wetter am Mittwoch, Donnerstag & am Freitagnachmittag!
Der Vers ist aus der Ballade von den Seeräubern, doch die Musik von Paul Dessau hat Bertolt Brecht später auch dem Lied der Mutter Courage unterlegt. Und deshalb singt es in mir klar auch diese Verse, besonders, wenn ich mich auf dem frühlingshaften Friedhof bewege:
Ist zwar anders gemeint, aber auf mich & mein Leben passt es auch."Das Frühjahr kommt. Wach auf, du Christ!Der Schnee schmilzt weg. Die Toten ruhn.Und was noch nicht gestorben istDas macht sich auf die Socken nun."

Ein anderes musikalisches Erlebnis am Donnerstagnachmittag: Im Bürgerzentrum habe ich an einem Konzert meines Freundes Tom mit seiner Jazzband teilgenommen. ( Es schmerzt schon ein bisschen, ihn in seinem Alter mit dem Saxophon zu sehen. Dem Herrn K. hätte ich das auch gegönnt. Und mir sowieso. ). Auf dem Heimweg hab ich mir noch Bellis für meine Blumenkästen organisiert. Irgendwie tröstliche kleine Blumenschönheiten!
Zeit für mein Hobby Nähen gab es auch immer wieder mal in den zurückliegenden Tagen und hat mich gelegentlich von Irritationen abgelenkt, denen frau als Hausbesitzerin schon mal ausgeliefert ist. Aber letztendlich lasse ich mich "von der Komplexität des Lebens nicht einschüchtern", wie es der jüngst verstorbene anerkannte Denker Jürgen Habermas formuliert hat. Dauert nur manchmal etwas...
Zum Schluss noch zwei letzte Webfunde für heute:
First, nur mal so als reminder in eigener Sache:
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| Werbung |
Über einige diese Frauen kann man in meiner donnerstäglichen Rubrik "Great Women" lesen. Das ist diesmal Werbung und deshalb als solche gekennzeichnet. Und mit diesem posting will ich meine Wertschätzung für Frauen noch einmal besonders ausdrücken.
Und dann noch - neben all denen in meiner Einleitung zum heutigen Post - der Webfund der Woche bei Instagram, den anzusehen ich eurer Entscheidung überlasse, denn das, was Collien Fernandes angetan worden ist, macht mich fassungslos ( und ist eine Zumutung, das zu lesen, wie digitale Gewalt ausschaut ). Aus juristischen Gründen werde ich die Vorwürfe an dieser Stelle nicht wiederholen.
Kaum ist die Sache allerdings bekannt, greift bereits eine der ältesten Entschuldungsstrategien: Der Mann wird psychologisiert, bis die Frau - die haben außerdem noch eine gemeinsame Tochter im Jugendalter! - aus dem Bild fällt. Oder noch mal mit anderen Worten: Der Fokus wird verschoben, von denen, die Betroffen sind hin zu den Gefühlen derjenigen, die als Täter kritisiert werden. Ja, wenn eine Frau was ans Tageslicht bringt, ist da auch immer so ein Reflex: Erstmal prüfen, erstmal relativieren, erstmal nicht übertreiben.
Wer diese Woche in mein "People I want to punch in the face" -Buch kommt? Auch der Anwalt. Ich habe gestern viel zu lange mit einen K*tzimpuls gekämpft.
Versucht dennoch, euch an einem schönen ersten Frühlingswochenende hochzuziehen, um Kräfte zu sammeln!
Verlinkt mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday und den "Sonntags Top Sieben" bei Anita...














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