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Mittwoch, 17. März 2021

Mittwochs mag ich: Griechische Frikadellen

Am letzten Freitag bei meinem Beitrag zu "Zwölf von zwölf" erregte ein Foto so viel Aufmerksamkeit, dass davon in den Kommentaren die Rede war. Deshalb hab ich mich entschlossen, das Rezept hier zu veröffentlichen:















Griechische Frikadellen (für 4 Personen)

400 g Hack
1 Ei 
1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen
zwei Scheiben Vollkorntoast, eingeweicht
200g Feta, gewürfelt
50g Walnusskerne, gehackt
1-2 Möhren, je nach Größe
1 EL Senf
1 EL Rigani ( Oregano )
1-2 EL Semmelbrösel
Salz, Pfeffer
2 EL Öl

Eingeweichten Toast gut ausdrücken. Zwiebeln & Knoblauchzehen abziehen und fein hacken. Möhren fein reiben. Alles zusammen mit dem Hack, den Nüssen, Senf, Rigani und dem Ei gründlich verkneten. Semmelbrösel untermischen, wenn der Teig zu weich ist. Mit Salz & Pfeffer würzen.

Aus dem Teig Frikadellen formen und in die Mitte je einen Fetawürfel drücken und Teig darüber streichen.

Öl erhitzen, die Frikadellen darin von beiden Seiten scharf anbraten, dann die Temperatur herunterschalten und anschließend die Frikadellen noch ca. zehn Minuten weiter braten.





Lecker dazu: Paprikasalat, aber auch Blattsalate.


Mittwoch, 9. September 2020

Mittwochs mag ich: Spinatschiffchen

Momentan brauche ich neue Rezepte, um meine Motivation beim täglichen Kochen aufrechtzuerhalten. In der hinter mir liegenden Woche habe ich fast jeden Tag was neues ausprobiert. So auch das heutige Rezept. 

Da ich nicht einmal zu den Spätberufenen gehöre, was das Backhandwerk anbelangt, sondern zu den Gar-Nicht-Berufenen, ist es für mich ein großes Glück, dass die Supermarktkühltheke allerlei Teigsorten für mich parat hält. Denn so ungern ich Teige zusammenrühre oder - knete, umso lieber verspeise ich ihn. Am liebsten mit  Obst oder Gemüse...





Kleine Spinatschiffchen (für 4 Personen)

450 g tiefgekühlter Blattspinat 
1 Schalotte
2 EL Öl
abgeriebene Schale einer halben unbehandelten Zitrone
Salz, Pfeffer
100g Feta
30g Pinienkerne
3 Eier
150g Kirschtomaten
1 Rolle gekühlter Pizzateig
ein paar Basilikumblätter

Spinat nach Packungsanweisung auftauen, gut ausdrücken, grob hacken. Schalotte abziehen und fein hacken. Öl erhitzen, Schalotten darin andünsten. Spinat und Zitronenschale ebenfalls eine Minute mitdünsten, dann abschmecken.

Feta zerkrümeln.Zusammen mit den Pinienkernen unter die Spinatmasse mischen.Eier verschlagen und unter die Spinatmasse mischen.

Teig aus der Verpackung  nehmen, aufrollen, in vier Teile teilen und auf zwei Bleche  verteilen. "Backpapier" aus der Verpackung unterlegen! Spinatmasse darauf verteilen. Gewaschene und halbierte Tomaten  darauf legen. Teig an den Seiten hochschlagen und an  dem oberen & unteren Enden zusammendrücken.

Im Backofen bei 200°C 25-30 Minuten auf der unteren Schiene backen.
Vor dem Servieren mit Pinienkernen und Basilikumblättern bestreuen. 




Mittwoch, 12. August 2020

Mittwochs mag ich: Kartoffelsalat

Inzwischen habe ich den Herrn K. in unserer Küche ja völlig abgelöst und auch seine Angewohnheit übernommen, die Hundstage mit einer Vielfalt an Salaten kulinarisch zu überstehen. 

Als Kaltmamsell möchte ich heute wieder einmal einen Kartoffelsalat vorstellen ( der Herr K. liebt Kartoffeln, während ich der Pasta-Fraktion angehöre ). Angeboten hat er sich auch, weil wir von der Schweizer Tochter gerade mit wunderbarem Appenzeller Käse beschenkt worden waren.


Kartoffelsalat mit Rauke, Käse et al. (für 4 Personen)

500 g kleine Kartoffeln 
100 g Rauke
350 g Chicorée ( etwa 2 Stauden )
4 Tomaten
150 g Käse ( Appenzeller, Comté, Greyerzer, Fontina )
4 Esslöffel Olivenöl
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
4 Eßlöffel Rotweinessig
1 Teelöffel Senf
1-2 Teelöffel Honig
6 Esslöffel Olivenöl

Kartoffeln waschen, schälen und längs vierteln ( wir haben allerdings kleine frische Brätlinge gekauft und die ungeschält verwendet ). Olivenöl in einer Pfanne  erhitzen und die  Kartoffeln  bei mittlerer Hitze eine Viertelstunde darin anbraten, dann beiseite  stellen. 
In der Zwischenzeit Rauke & Chicorée waschen, Rauke trocken schleudern, Chicorée in Scheiben schneiden, dabei bitteren "Kern" entfernen. Käse in Stifte schneiden, gewaschene Tomaten in Streifen.

Für die Salatsoße Essig, Senf, Honig, gewürzt mit Pfeffer und Salz mit einem Schneebesen verrühren, dann das Olivenöl darunter schlagen und noch einmal abschmecken.

Kartoffeln auf Tellern anrichten, alle anderen Salatzutaten darüber verteilen, alles mit der Salatsoße übergießen und sofort servieren. 



Mittwoch, 24. Juni 2020

Mittwochs mag ich Paradeiser

Ja, so heißt mein absolutes Lieblingsgemüse, denn kennengelernt habe ich es von meiner mährisch-böhmischen Oma. Ich finde den Namen auch so viel zutreffender als "Tomate". "Matote" sagte einstens das vormals kleine M. Das Wort mag ich deshalb auch sehr. "Pomodoro" finde ich auch ganz nett.

Aber wie schon gesagt, am liebsten ESSE ich dieses herrliche Nachtschattengewächs.

Wer hier treu liest, weiß, dass ich keine Bäckerin bin, weil das der Herr K. so viel vorzüglicher konnte, und dass mich das Kneten von Teig nicht wirklich glücklich macht ( jedenfalls nicht so, wie das Verspeisen desselben ).

Als ich nun bei meinem ersten Supermarkteinkauf nach langer häuslicher Isolation im Kühlregal einen gerollten Tarte - Teig entdeckte, stand der Wiederauflage eines sehr geschätzten Rezeptes nichts mehr im Wege, der Tomaten - Quark - Quiche ( die jetzt eigentlich stilvoller Paradeiser-Topfen-Auflauf - so Leserin Gerda, Mehlspeis ist süßen Teigen vorbehalten - heißen müsste ):

Ich schreibe hier auch die Teigherstellung auf, für all die, die das besser können und lieber machen als ich:

250g Mehl
2 EL saure Sahne
3 Eier
Salz
Fett für die Form
150g Edamer Käse
1 Bund Estragon
1 Bund Schnittlauch
500g Quark (20%)
1 EL Speisestärke
2 Knoblauchzehen
frischgemahlener Pfeffer
3 Tomaten


Mehl mit saurer Sahne, einem Teelöffel Salz und einem Ei verkneten, dann eine halbe Stunde kalt stellen. Boden und Rand einer Pieform einfetten ( Durchmesser 26cm ) und mit dem Teig auslegen. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen, in den Backofen schieben und diesen auf 200 Grad schalten und 20 Minuten vorbacken.

Den Käse reiben, Estragon und Schnittlauch abwaschen, trocken tupfen und fein schneiden. Den Quark mit dem Käse ( einen Esslöffel zurückhalten ), den restlichen Eiern, Speisestärke, zerdrückte Knoblauchzehen und den Kräutern verrühren. Die Masse abschmecken und auf den Teigboden streichen. Gewaschene Tomaten in Scheiben schneiden. Auf der Quarkmasse verteilen und alles wieder in den Backofen schieben und eine Stunde weiter backen. Zehn Minuten vor Ende der Backzeit den restlichen Käse über die Tomaten streuen. 













Guten Appetit!
                                                              

Mittwoch, 24. Januar 2018

Collagen { MMi 219 }


Collagen & Fotomontagen mag ich, seit ich sie als Kunstform entdeckt habe. Nicht ohne Grund war mein erster Great-Women-Post Hannah Höch gewidmet, der Künstlerin, die in meinen Augen als die Erfinderin der Collage zu gelten hat. 

In meiner jungen Jahren haben mich auch die politischen Fotomontagen von John Heartfield und Klaus Staeck sehr angesprochen, aber auch die beiden Collagen - Romane von Max Ernst. Später, im Kunststudium, kamen noch die Rollagen von Jiří Kolář dazu, die mich zum Selbermachen animierten. In meiner Arbeit mit Kindern in der Schule & der Freizeit nahm das Schaffen von "Klebebildern" immer einen großen Raum ein.

Seit einiger Zeit klebe ich immer wieder mal. Besonders gerne mit Gleichgesinnten wie am vergangenen Sonntag in Köln:


Der Anstoß für meine am Sonntag entstandene Reihe kam von Veronika/ Kreativhäxli, die mir im Dezember einen wundervollen Adventskalender mit lauter Baumbriefmarken geschenkt hatte. Die konnten doch nicht einfach in einer Sammeldose dem Anschauen entzogen werden!



Also stand alsbald fest, diese schönen Briefmarken zum Bestandteil neuer Collagen zu machen. Bäume sind ja eh meine Freunde und regelmäßig Thema bei mir hier im Blog.


Oben links und unten rechts sind zwei von Veronikas Märkli zu sehen. Der Rest stammt aus Büchern & Prospekten, teilweise Zufallsfunden am vergangenen Sonntag.

Und als nun ein Anfang gemacht war, habe ich beschlossen, mir auch ein Heft zu machen wie Michaela ( 6. Foto ) oder Christine ( und viele andere Kreativbloggerinnen, die ich kenne ), und um dieses Thema weiter schnibbelnd & klebend zu kreisen.


Und wie der Zufall so will, war an diesem Tag Post von der lieben Mano in meinem Kasten mit einer Briefmarke vom Reinhardswald drauf und einer Karte mit dem Gemälde "Weiße Nussbäume" von Anita Rée drin. Die Marke kam gleich aufs Titelblatt, die Karte wird noch ein anderes Mal "verhackstückt" - ich mag jetzt nämlich mit großer Lust ( und nicht nur mittwochs ) weitere Collagen kleben...





Verlinkt mit dem Frollein Pfau und ihrem MMi.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Mittwochs pfleg ich Blogkontakte


Gestern bei meinem Rückblick auf das vergangene Bloggerjahr habe ich ja schon erwähnt, dass eine besondere Bereicherung meines Bloggerinnendaseins letztes Jahr die vielen "Stillen Leserinnen" ausmachten, die sich immer wieder mal gemeldet haben. Manche haben dann die Anonymität - ich kann sie ja nicht mittels eines Gegenbesuches im Blog besser kennen lernen - durchbrochen und per Post/ Email mit mir Kontakt aufgenommen ( Maria hat mich sogar zwei Mal in der Klinik besucht ) und mich oft reich beschenkt.

Eine, die mich besonders liebevoll umsorgt hat im letzten Jahr, ist Andrea aus dem schönen Schwarzwald, die aufgrund ihrer Erfahrungen als Yogalehrerin mir besonders Tipps für meine Rehabilitation nach der Hüft - OP geben konnte, aber auch mein Seelenleben mit besonderer Musik, ihren schönen Texten zu verschiedenen Themen und Fotos "gehoben" und mich öfters zum Lachen gebracht hat. ( Oft habe ich mich gefragt, warum sie mit diesen schönen Beiträgen nicht selbst einen Blog betreibt - interessant wäre es allemal! )



Leider konnte ich das in den vergangenen zwölf Wochen nicht immer so würdigen, wie ich es wollte und sollte, denn die Sorgen und Sorgerei um meinen Gefährten hielten mich ganz schön in Atem und hatten mir einen gehörigen Schrecken versetzt.
Eigentlich sollte sich schon lange ein Täschchen auf den Weg gemacht haben, die Lieblingsfarbe war erfragt, das Material lag auf dem Nähtisch - da setzte ich dann auch noch mitten in all diesem Gefühlschaos meine Nähmaschine außer Gefecht. Und es dauerte dann noch seine Zeit, bis ich auch wieder zum Autofahren in der Lage war, um bei meinem Reparateur eine neue Nähhilfe zu organisieren. Ja, und dann bin ich zu Tochter und Enkelkindern geflohen...



Zwischen den Jahren, schon reichlich von schlechtem Gewissen geplagt, habe ich mich dann endlich an die Arbeit gemacht ( Schnittmuster: "Lieselotte Hoppenstedt"/Farbenmix ) und dann im Neuen Jahr auf den Weg zur Post.

Liebe Andrea, auch an dieser Stelle noch einmal ein herzliches


für all deine Zuwendung, Einfühlungsvermögen und Geduld!



Mittwoch, 20. Dezember 2017

Weihnachtswichtelwerkstatt { MMi 217 }


Ich mag die Stoffdesigns von Susanne Bochem/susalabim so gerne, weil sie immer kleine Geschichten erzählen. Deshalb habe ich hier zugegriffen, als ich ihn entdeckt hatte. Doch das Thema verlangte auch eine schnelle Verarbeitung, denn wen interessieren noch Weihnachtswichtel an Ostern?

Ergänzt mit einer schmalen, aber kuschlig - warmen Hose aus Alpenfleece ist so ein Shirt aber das Richtige, um in der Zeit rund ums Fest auf dem Fußboden, spielend, lesend oder schauend zu verbringen. Darum kam der Jersey auch schnell unter die Nadel...


















Als Schnittmuster für die Große schien mir die taillierte Variante des Shirts "Ottobre Creative Workshop 301" passend, für die Kleine das "Raglinchen"/Farbenmix. Die Hosen sind wieder "Yaras"/CZM.  Der Fleece dafür liegt auch schon länger bei mir auf Halde, Provenienz unbekannt.

So sehr ich den Jersey mag, noch mehr mag ich meine beiden M's, besonders wenn sie ähnlich angezogen sind. Deshalb ist dieser Post wieder ein Beitrag fürs Frollein Pfau...



Mittwoch, 13. Dezember 2017

Geburtstagstunika { MMi 216 }


Für mein inzwischen schon richtig großes kleines M habe ich aus dem bezaubernden Hilco - Jersey "Folk Border" ( hier selbst gekauft & bezahlt ) eine "Mareen" in Tunikalänge zum Geburtstag geschneidert. Für ein bisschen Glamour sorgt eine Leggings in Dunkelblau mit etwas Goldgeglimmer.

Und weil ich das Teil so gerne mag, verlinke ich es mit dem Frollein Pfau und ihrem MMi.


Mittwoch, 6. Dezember 2017

Adventspost { MMi 215 }


In dieser Adventszeit kann ich morgens nicht nur das Türchen an einem Adventskalender öffnen ( von ihr ), schöne Baumbriefmarken enthüllen ( von ihr ) oder bei einem virtuellen Kalender ( von ihr ) was in der Schweizer Bergwelt erleben - ich bekomme auch jeden Tag eine neue gestreifte Karte. Ausgedacht haben sich das Tabea & Michaela, die Initiatorinnen der Adventspost 2017.

Auf den letzten Drücker habe ich mich auch in diesem Jahr zur Teilnahme an diesem schönen Projekt entschlossen.


Mittlerweile sieht meine Sammlung schon so aus:
























Ich scheine ihn einer "Grünen Gruppe" gelandet zu sein...

Danke an Judith, Saskia, Steffi , Jeanette ( alle ohne Blog ) & Marietta, von denen ich an den vergangenen fünf Tagen die ersten Karten bekommen habe!

Diese Adventspost muss manmögen, denn wann bekommt man schon täglich Post, die nur Freude bringt und nichts von einem verlangt? Deshalb verlinke ich den heutigen Post auch mit dem Frollein Pfau und ihrem MMi.


Mittwoch, 22. November 2017

Mittwochs mag ich immer mal wieder Geburtstagsshirts


Der Großneffe wird nun auch schon drei Jahre alt! Und natürlich wünschte sich meine Nichte von mir ein Geburtstagsshirt für ihn mit einer großen Zahl drauf:







Über unsere WhatsApp - Familiengruppe bekomme ich ja mit, welche Farben inzwischen von dem kleinen Kerl getragen werden. Und Sternenmuster begleiten den einstigen Sternengucker ja von Anfang an.

Deshalb habe ich mir diesen schwarzgrundigen Jersey ( inzwischen unbekannter Provenienz ) ohne langes Überlegen gegriffen und mit dem bewährten Schnittmuster "Ottobre creative workshop 301" ein Shirt geschneidert. Die große, sternengemusterte Drei ist mit Hilfe einer Stickdatei entstanden, die nirgendwo mehr käuflich zu erwerben ist, die ich aber immer noch gerne für solche Shirts einsetze.


Verlinkt mit dem MMi des Frollein Pfau


Mittwoch, 8. November 2017

Namenskissen zur Geburt III { MMi 212 }


Ein Dreivierteljahr ist es nun schon wieder her, dass ich ein Namenskissen zur Geburt genäht habe! Und die Kinder, die diesmal bedacht wurden sind inzwischen auch schon ein Jahr bzw. zwei Monate alt. Aber da es sich um die Kinder von Tochterfreundinnen handelt, dauert es manchmal so seine Zeit, bis ich meine Daten beieinander habe. Außerdem sind mir mein Klinikaufenthalt mit anschließend langer Reha - Zeit und dann immer wieder meine Nähunlust dazwischen gekommen... 

Aber am zweiten Feiertag in Folge in der letzten Woche hatte ich dann den nötigen Druck:












Entstanden sind zwei fast identische Kissen aus Resten von grünweißem Vichykaro, einem aus einem Lieblingsstöffchen selbst hergestellten Schrägband, versehen mit einer Stickerei, die ich schon im Sommer bei Susanne/Neststern bewundern konnte.
























Digitalisiert hat "Jonathan" Sophie Wagner, bei der ich mir die Datei extra für diesen Zweck gekauft habe.

Gefüllt habe ich die Kissen wieder mit einem ( umgenähten ) Inlett aus "Gosan Slån" von I*kea, das für das Waschen durch einen Hotelverschluss auf der Rückseite leicht zu entfernen ist.

Jetzt hoffe ich die Kissen gefallen a) den jungen Müttern und b) meiner Tochter, die sie bei mir für die Söhne ihrer Freundinnen bestellt hat.

Weil ich diese Kissen wieder so mag ( und sie ungern verschickt habe ), verlinke ich mich mit dem Frollein Pfau...




Mittwoch, 25. Oktober 2017

Les feuilles mortes { MMi 210 }


"Les feuilles mortes se ramassent à la pelle, 
Les souvenirs et les regrets aussi 
Et le vent du nord les emporte 
Dans la nuit froide de l'oubli. 
Tu vois, je n'ai pas oublié 
La chanson que tu me chantais."




Das ist ein Ausschnitt aus dem Chanson, das Joseph Kosma auf ein vorhandenes Gedicht von Prévert 1945 komponierte, und zwar für den Film "Les Portes de la nuit" von Marcel Carnés von 1946. In diesem wurde es von Yves Montand gesungen ( am Sonntag im Post zu hören ), wurde jedoch bald von anderen Chansonniers aufgegriffen und 1949 ins Englische übertragen von Johnny Mercer. Aber dort blieben die "Autumn Leaves" als Gesangstitel eher erst einmal ein Ladenhüter, wohingegen die Jazzinterpretationen genau den Nerv des Chansons und der Zuhörer trafen. Eine erste Fassung stammte von Artie Shaw, weitere folgten von Oscar Peterson und Erroll Garner ( hier allerdings in einer Fassung von 1967 ):


In der Folge wurde "Autumn Leaves" zu einem beliebten Jazzstandard des Great American Songbooks. Ich selbst habe über die Jahre hundertfünfzig verschiedene gesungene bzw. instrumentale Fassungen gesammelt und immer wieder in anderen Zusammenstellungen auf CD gebrannt und verschenkt.



Darauf kommt auch immer die geniale Aufnahme mit einer Meisterin des  "swooping" und des Scat, Sarah Vaughan, von 1982 vor:



Mir gefällt auch die Version von Bobby McFerrin & Chick Corea ( Achtung, acht Minuten lang! ), von Bill Evans von 1957, von Ray Bryant von 1988 oder die von Cal Tjader von 1954 im Latino - Rhythmus. 

Hach, ich mag eigentlich gar nicht aufhören mit dem Schwärmen, habe aber zum Schluss noch eine konventionellere Fassung für euch, die von Coldcut von 1993:



Es gibt natürlich noch viele, viele Versionen, die auch von mir noch entdeckt werden müssten. Eine solche Sammelwut, wie ich sie bei diesem Jazzstandard an den Tag gelegt habe, ist nicht Jedermanns Sache - ich habe dabei furchtbar viel über Jazz, seine Geschichte, seine Richtungen und seine Stilelemente gelernt und einen großen Spaß daraus gezogen.



Und den kann man auch an verregneten Herbsttagen in den vier Wänden mit dieser Musik haben, finde ich...




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Mittwoch, 18. Oktober 2017

Meine Hüftprothese { MMi 209 }


Auf den Tag genau ist es heute ein Vierteljahr her, dass mir die geschätzten Orthopäden im Krankenhaus der Augustinerinnen ( in Köln volkstümlich Klösterchen genannt ) eine künstliche Hüfte rechts eingesetzt und einem jahrelangen Leiden ein Ende gemacht haben. 

Ich bin immer noch sehr dankbar, dass die ärztliche Kunst es vermag, die Folgen der Alterung meines Körpers so zu mildern, ja aufzuheben. Und ich bin dankbar, in einem Land zu leben, in dem das eine Leistung ist, die die Krankenkasse bezahlt ( würde ich zum Beispiel in Großbritannien wohnen, müsste ich mich darauf einstellen, dass ich mich demnächst nicht mehr auf meinen eigenen Beinen bewegen könnte, es sei denn ich hätte genug Geld gespart, denn dort sind solche OPs rationiert ).




Mit diesem Tag ist auch die Stufe Eins der nach einer solchen Operation angesagten Vorsichtsmaßnahmen überwunden und die Gefahr der Ausrenkung der Prothese bei bestimmten Bewegungen nicht mehr so groß. Auch Autofahren ist wieder unter Berücksichtigung einiger Verhaltensmaßregeln beim Ein- und Aussteigen möglich, habe ich aber bisher noch nicht ausprobiert.

Beim Aussteigen in unserer Garage aus den 1950er Jahren, die einfach nicht mehr breit genug ist für neuzeitliche Fahrzeugmodelle, habe ich vor der OP manches Mal vor Schmerz fast in die Abdichtungsgummis der Fahrertür gebissen, weil ich das rechte Bein mit dem Fuß extrem nach innen drehen musste, um überhaupt aus dem Fahrzeug herauszukommen. Ich entwickelte eine gewisse Fertigkeit, ganz dicht an die rechte Garagenwand zu rangieren, damit mir auf der Fahrerseite genug Platz blieb.

Der reicht jetzt aber nicht, um so in das Auto einzusteigen, wie ich es in der Reha gelernt habe. Ich gebe mir also noch eine Schonfrist, zumal ich viele Ziele mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Und ab und an ein Taxi gönne ich mir auch. Außerdem wird der Radius größer, in dem die Ziele liegen, die ich zu Fuß erreichen kann. Das ist einfach schön. Und dafür mag ich dieses fremde Teil in meinem Körper, heute an diesem Mittwoch noch einmal ganz, ganz besonders...





Verlinkt mit dem MMi des Frollein Pfau 

Dienstag, 10. Oktober 2017

Chromophilie { MMi 208 }


"Wie eine Laufmasche in einer Strumpfhose zieht sich eine gewisse Abneigung gegenüber Farben durch die westliche Kultur. Viele Schriftsteller der Klassik hielten nichts von Farbe, sie lenke nur von den wahren Werten der Kunst ab: Linie und Form. Farbe wurde als Ausschweifung und später als Sünde betrachtet: ein Zeichen von Verstellung und Unaufrichtigkeit."






Das schreibt Kassia St. Clair in ihrem Buch "Die Welt der Farben", das ich mir gerade zu meiner Erbauung selbst gekauft habe. Denn ich bekenne: Ich gehöre zu diesen Sündern! Selbst wenn mich der sonst sehr geschätzte Geheimrat dann unter die Wilden, Ungebildeten und Kinder subsumiert - damit kann er mich nicht treffen, weiß ich doch um die heilenden, wunderbaren Kräfte der Farben in täglichen Eigenversuchen, lebenslang.

In ihrem Buch beschreibt sie so herrliche Farbtöne wie "Isabellfarben", "Auripigment", "Baker-Miller-Pink", "Koschenille", "Tyrischer Purpur" oder "Scheeles Grün" ( natürlich neben vielen Farbtönen, die uns eher geläufig sind ) und erzählt Geschichten dazu, wie zum Beispiel die, weshalb Napoleons Leichnam in der Verbannung auf der Insel St. Helena auch nach der Exhumierung so gut erhalten war: Das lag an der Tapete in seinem Sterbezimmer, die im Farbton "Scheeles Grün" gehalten war.



Dieser Farbton geht auf den deutsch - schwedischen Forscher Carl Wilhelm Scheele zurück, der ihn im Kupferarsenit entdeckte. Weil die Farbindustrie damals besonders nach Grüntönen gierte ( da in Mode und von daher gut verkäuflich ), produzierte sie sogleich aus dem giftigen Stoff das Farbpigment in Serie. Bedruckt wurden damit Stoffe & Tapeten, es wurden künstliche Blumen & Papiere eingefärbt, es gab Künstlerfarben und sogar Süßwaren in der Farbe. Um 1850 waren um die 250 Quadratkilometer mit Kupferarsenitpigment gefärbte Tapeten in englischen Wohnungen verklebt, Hotels, Krankenhäuser & Bahnhofswartehallen kamen dazu. 

Um 1870 ging Ärzten & Wissenschaftlern so allmählich ein ( grünes? ) Licht auf, dass die Farbe giftig sein könnte. Herr Scheele hat das zwar schon gegen Ende des 18. Jahrhunderts gewusst, aber aus Sorge, ein anderer könne von seiner Entdeckung profitieren und statt seiner selbst ein gutes Geschäft machen, sich darüber geflissentlich ausgeschwiegen.



Die Bezeichnung "Giftgrün", die ich als Kind für diesen schönen Farbton kennengelernt habe, wäre damit auch ein für allemal geklärt...

Wer wie ich eine Schwäche für lexikalisches Wissen hat, aber auch bekennender Chromophilist ist, ist das - nicht ganz billige Buch - eine sehr kurzweilige, empfehlenswerte Lektüre ( ich bin auch nicht gesponsert, sondern habe mir das Buch aus eigenem Antrieb besorgt und von meinem Geld bezahlt, wem das hier zu sehr nach Werbung ausschaut )...









Verlinkt mit dem MMi des Frollein Pfau ( auch wenn ich aus Versehen den Post schon am Dienstag veröffentlicht habe )

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Kekse { MMi 207 }


Da muss man erst drauf kommen, mir, die bekanntermaßen nicht backen kann, solche Musterrollen zu schenken:

Meine - ebenfalls allbekannte - Musterverliebtheit muss da eine größere Rolle gespielt haben bei der Geschenkeauswahl. Na klar, war ich begeistert von den fein ziselierten Müsterchen. Jetzt musste ich nur noch den Herrn K. überzeugen, mir einen passenden Teig zu kneten...


Gestern war es so weit: Nachdem das Wetter uns am Feiertag doch nicht wirklich freundlich gesonnen war, haben wir gemeinsam die Rollen ausprobiert:

Ausrollen ließen sich die Muster ohne Probleme. Doch nach dem Backen waren sie nicht auf allen Keksen ( für meinen Geschmack ) ausgeprägt genug.

Aber ausgesprochen lecker waren sie, die Kekse! Nicht zu süß und butterweich!

Die Grundlage war ein Mürbeteig nach dem einfach genialen ( sagt er ) Rezept des Herrn K.:

Zutaten nach der bewährten Formel 1-2-3, also 100g Zucker, 200g Butter, 300g Mehl.
Fett ( gerne direkt aus dem Kühlschrank ) wird in Flöckchen geschnitten. Der Zucker wird mit der Butter verknetet, das Mehl darüber gesiebt und alles schnell zu einem glatten Teig vermischt. Keinesfalls lange kneten, da der Teig sonst bröckelig wird! 
Teig zu einer Kugel formen, in Pergamentpapier wickeln und ein, zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen! 
Backofen auf etwa 200° Grad vorheizen. 
Nach der Phase im Kühlschrank den Mürbeteig ausrollen. Dafür die Fläche vorher mit Mehl bestäuben, den Teigklumpen kurz flach rollen, dann auch von oben mit Mehl  bestäuben, immer wieder den Teig mit der Hand anheben, Mehl drunter - so fortfahren, bis der Teig die gewünschte Größe und Dicke hat. 
Muster aufrollen, ausstechen, auf ein Backblech legen und 10 - 15 Minuten backen. Ausschlaggebend ist der Bräunungsgrad der Kekse. 
Und jetzt sich einfach das Gebäck schmecken lassen, zum Kapuziner oder sonst was!





Verlinkt mit dem MMi des Frollein Pfau.

Mittwoch, 2. August 2017

Mittwochs mag ich: meine Reha - Helfer


Heute möchte ich einmal meine derzeitigen Helden des Alltags feiern, die mich nun seit zwei bzw. einer Woche begleiten und für mich unentbehrlich sind:




















Das sind einmal meine beiden Gehstützen, die es mir ermöglichen, durchs Leben zu schreiten, obwohl ich mein operiertes Bein nur zum Teil belasten darf.

Und dann ist es diese Umhängetasche aus Vlies mit einem tollen langen Umhängeband, so dass sie tief genug an der Seite hängt, um  leicht nach den gewünschten Sachen greifen zu können. Darin transportiere ich alles, was ich an einem Reha - Tag benötige. Neben den eher persönlichen Gegenständen sind das mein Therapiebegleitheft, ein Handtuch, eine Wasserflasche, in meiner freien Zeit Fotoapparat und Objektive.

Die Farben habe ich mir nicht ausgesucht, und das schrille Orange der Tasche hat mich bei meiner Ankunft erst einmal schockiert, als ich Dutzende von Menschen im Foyer der Klinik damit ausgestattet und mit Gehstützen herumlaufen sah. Dazu sollte ich jetzt auch gehören?

Inzwischen mag ich meine "Krücken", mag ich meine Tasche, die mir auch möglich machen, meine Umgebung zu erkunden und mich weg von der Klinik, weg von meinem Zimmer zu bewegen ( und zum Beispiel zur hier erwähnten Bank zu gelangen ), ohne dass ich mich belastet fühle.

Ich habe noch weitere Reha - Helfer, die nicht wirklich fotogen sind wie das Theraline Pearl- Fusion - Kissen, welches mir die Klinik zur Verfügung gestellt und mir möglich macht, auf dem Rücken liegend zu schlafen. Und das bis Mitte Oktober, um ein Ausrenken der neuen Hüfte zu vermeiden! Für eine Seitenschläferin eine harte Prüfung...

Und seit kurzem begleitet mich auch ein Gurt, mit dessen Hilfe ich die Stützen aufrecht am Körper halten kann, wenn ich beispielsweise meinen Fotoapparat in beide Hände nehmen möchte. Wenn die Stützen auf den Boden fallen, darf ich sie nämlich nicht aufheben & benötige fremde Hilfe. Die ist in der freien Natur nicht unbedingt zur Stelle...

Wenn man sich einmal hineinversetzt in das Handicap, dass so eine Operation nach sich zieht, wird man verstehen, warum ich diese banalen Gegenstände so mag ( auch wenn das Frollein Pfau heute nicht unsere Beiträge sammelt, sondern in die Ferne schweift ).