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Samstag, 20. Juni 2026

Meine 25. Kalenderwoche 2026

 "Getretener Quark,
Wird breit, nicht stark."
Wolfgang von Goethe

"Manipulation 
wirkt oft nicht durch ein großes Argument.
Sondern durch Überfrachtung. 
Je mehr Nebenkriegsschauplätze geöffnet werden, 
desto schwerer wird es, 
innerlich sortiert zu bleiben."
Sabrina Rizzo, Kriminalforensikerin

"Experten prognostizierten die Zukunft 
aufgrund von Ereignissen in der Vergangenheit. 
Ein Intellektueller hingegen entwickelt 
Ideen für das, was kommt, 
die nicht darauf basieren müssen."
Ivan Krastev, Politologe


Da gibt es doch Ecken in Köln, wo ich in den fünfzig Jahren hier noch nie war, die ich noch nie gesehen habe. So letzten Samstag. Abends von Nachbarn eingeladen zum Spargelessen, sonntags vom Nachbarsmädchen für ein Kunstprojekt abgelichtet worden - alles so unterhaltsam, da wurde nicht fotografiert. Ich vergesse es inzwischen jedenfalls immer öfter. 


Bei meinem spargellastigen Sonntagsessen hingegen habe ich daran gedacht.

10 Stangen grüner Spargel
10 Blätter Filoteig ( so viel ist in der Packung "meiner" Marke
1 Päckchen Feta
1 Ei
2 EL Sesam
reichlich Olivenöl

Die trockenen Ende der gewaschenen Spargelstangen unten abschneiden. Je ein Blatt Filoteig mit Olivenöl einstreichen und der Länge nach falten. Die Oberseite noch einmal mit Olivenöl einstreichen. Feta der Länge nach in Streifen schneiden. Pro Filoteigplatte einen Spargel und einen Feta-Streifen einwickeln und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Das Ei verquirlen und die Filoteigrollen damit einstreichen, dann mit Sesam bestreuen. 
Ca. 10 Minuten bei 200°C ( Umluft) im Ofen backen.

Ein Genuss, ist doch klar!



Momentan ist der Impuls, mehr Klarheit in einige Bereiche meiner Haushaltung zu bringen, wieder stärker geworden, ist ja die Wetterlage bislang auch eher so gewesen, dass es einen nicht unbedingt nach draußen gelockt hat. Aufgeräumt & gesäubert habe ich den großen Werktisch meines Mannes selig im Keller, nachdem mir aufgefallen ist, dass ich keine Übersicht mehr über die Heimwerkergeräte, die mir zur Verfügung stehen, habe. Manches ging blitzschnell übers Nachbarschaftsnetz in neue Hände über, eine Kiste für die Abholung von Kleinelektro ist gepackt, eine andere für das Schadstoffmobil. Gezählt habe ich die Teile jetzt grade nicht für Elkes "Weniger ist mehr", ist aber was zusammen gekommen.

Rechts: Lucanus cervus, 50mm, gefunden am 20.7.1980 in Milies/Pelion/GR


Auch die unterste Schublade seines Biedermeiersekretärs kam dran, die hatte ich bislang unberührt gelassen. Das war allerdings dann mit viel Wehmut verbunden, weil an die Zeiten, als wir noch hobbymäßig der Entomologie in Griechenland & Provence gehuldigt haben, erinnert wurde. Schön wars! Aber die Sammelkästen sind inzwischen teilweise von Tineola biselliella und Anthrenus museorum erobert worden und die Präparate geschädigt. Das hat alles keinen Zweck mehr, die aufzubewahren. 



Von 18°C am Montag auf 27°C am Dienstag - das war schon ne Hausnummer! Und gut spürbar, wenn frau draußen war. Drinnen war es bei mir noch sehr angenehm. Gelesen wurde dort jeden Tag, gerne auch wieder bis spät in die Nacht. Und nach Goethe war mal wieder Thomas Mann an der Reihe.



Jetzt treten wir also ein in die Phase des Jahres, in der "die Küche kalt bleibt". Na ja, nicht wirklich, manche Salatzutaten müssen im Backofen gegart oder auf dem Herd gekocht werden. Ich verfüge über eine umfangreiche Rezeptsammlung, in der das älteste noch aus meiner Studentinnenzeit stammt. Viele sind unsere Provence-Klassiker aus den Jahren 1986 - 1997, die ich immer noch gerne esse, denn ohne pistou gibt es einfach keine Ferienstimmung. Außerdem waren DAS die Sommer meines Lebens, als ich noch ALLE um mich scharen konnte, die ich liebe.




Im www. entdecke ich aber auch immer was Neues. Ich habe mir dann mal einen Plan für die nächste Zeit gemacht.



Und wenn es so warm ist, trinke ich schon mal gerne ein alkoholfreies Weizenbier. - Am Donnerstag habe ich in aller Frühe einen Ausflug zu einem Ziel unternommen, welches ich schon lange, lange auf dem Schirm hatte. ( Mehr dazu dann am Sonntag beim Monatsspaziergang. )





Ein ganz besonderes Erlebnis unter all den imposanten Bäumen! Viel Vogelgezwitscher dabei gehört.


Ich war dann aber auch schon wieder um zwölf zu Hause und habe die Mahnung der Tochter ernst genommen und umgesetzt. Das Thermometer verzeichnete für den Tag dann letztendlich knapp über 31°C. Am Freitag wurde das noch übertroffen: 35°C mit gewittrigem Unwetter am frühen Abend. Das ganze Programm mit Hagel, Wasser im Keller, Blitzeinschlag in einen Straßenbaum bei der Freundin vor der Tür. ( Die war währenddessen bei mir zu Besuch. )

Mein Webfund der Woche ist diesmal in meinen Augen so krass, dass ich ihn los werden muss:

In einem YouTube - Video der Zürcher "Die Weltwoche" ( wes Geistes Kind die inzwischen ist, könnt ihr hier nachlesen ) gibt der Chefideologe der Blaunen, Björn H*cke, am 7. Juni 2026 folgendes Statement zum Holocaust ab:
"Ich möchte aber mal feststellen, es ist nicht im deutschen Namen passiert. Es ist unter der Bedingung einer Diktatur passiert ( Pause ) und es wurde ( Pause ) ein Riesengeheimnis darum gemacht. Das erklärt nichts. Es gab Mitläufer, gar keine Frage, aber dieses Verbrechen ist nicht im Namen des deutschen Volkes passiert."
Ich möchte hier in meinem Blog zur größeren Reichweite des Videos nicht beitragen und setze keinen Link ( wer will, kann es leicht ergoogeln ), finde es aber wichtig, alle, die guten Willens sind, darauf aufmerksam machen, wie dieser tonangebende Mann einer Partei, die an die Macht strebt, die Tatsachen verdreht und die Verantwortung für den Holocaust abwälzt. Alle anderen sind natürlich auch eingeladen, sich das durch den Kopf gehen zu lassen. Ich habe im Hinblick darauf die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Zum Deutschsein gehört meines Erachtens dazu, sich dieser Verantwortung aus der Geschichte zu stellen. Alles andere ist unredlich.
                                                           

Verlinkt mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday, den "Sonntags Top Sieben" bei Anni, mit Nicoles/Frau Frieda "Plausch am Gartenzaun" und "Weniger ist mehr" bei Elke/Valomea

Samstag, 11. Juli 2020

Meine 28. Kalenderwoche 2020





"Unsere Kultur sorgt bis heute dafür, 
dass wir nach mehr streben. 
Viele denken noch immer, 
dass mehr Geld 
und mehr Statusgüter 
sie glücklicher machen. 
Das stimmt, solange sie wenig davon haben. 
Aber auch nur dann."
Martin Schröder,  Soziologe

"In einem demokratischen Gemeinwesen 
zählen die Verdienste in der Vergangenheit weniger 
als das Engagement in der Gegenwart."
Ilko-Sascha Kowalczuk, Historiker


Ja, mein Garten ist recht hortensienlastig, zugegeben. Ich weiß, dass diese Halbsträucher nicht insektenfreundlich sind, aber in meinem recht schattigen Innenstadtgarten blühfreudig. Und das vor allem, nachdem die Hoch - Zeit der Rosenblüte bei uns im Rheinland schon vorüber ist.























Die Knollen der Zantedeschia habe ich erstmalig in Töpfe gesetzt, weil sie mir mein Tulpenzüchter in Nordholland ans Herz gelegt hat. Anfang dieser Woche zeigten sie erst vereinzelt ihre Blütenkelche.




Die Bienen haben allerdings bei uns an der Hauswand und den Wänden der Nachbarhäuser echte Bienenweiden. Dort summt es momentan laut vernehmbar: Der Wein blüht, für den Betrachter kaum sichtbar, dafür eben hörbar. Das ist dann einer unserer Beiträge zum Bienenschutz.


In Deutschland gibt es über 550 Wildbienenarten. Übrigens nützt es den Wildbienen nicht, wenn mal hie, mal da Möglichkeiten der Nahrungsaufnahme sind. Man weiß jetzt, dass die Wege dazwischen nicht zu lang sein dürfen, damit der Nachwuchs - Wildbienen sind Einzelgänger und quasi alleinerziehend - nicht zu lange unbetreut bleibt. Münchner Forscher haben herausgefunden, dass kleinere Wildbienenarten nicht weiter als 150 Meter zu ihren Nahrungsgründen zurücklegen. Ein Blühstreifen oder entsprechend ausgestatteter Blumenkasten allein ist also nicht die Rettung, da braucht es eine konzertierte Aktion. Wer mehr dazu wissen will, der lese hier weiter.



Viel Sonnenschein hatten wir in dieser Woche nicht, nur der Mittwochmorgen begrüßte uns mit blauem Himmel. Dreißig Kilometer weiter südlich bei meiner Schwester sah es oft besser aus, und von dort ist das Bienenfoto her.























In der vergangenen Woche hat sich auch mal seit langem, langem ein Admiral in unseren Wintergarten verirrt. Die habe ich vor langer Zeit mal gezüchtet ( die Raupen stammten aus dem elterlichen Gelände ), ebenso Kleine Füchse, und bei uns ausgesetzt. Aber sie sind immer seltener aufgetreten. Da ich auf die Schnelle mit dem falschen Objektiv auf der Kamera keine tollen Fotos von dem verzweifelt einen Ausgang suchenden Falter hinbekommen habe, habe ich mich für das malerischste Foto entschieden. Ich habe ihm dann wieder zur Freiheit verhelfen können...

Übrigens: Wer sich dafür interessiert: Der NABU hat wieder aufgerufen, bei seiner "Zeit der Schmetterlingemitzumachen, die schon seit dem 15. Juni bis zum 15. Juli läuft, bei der herausgefunden werden soll, wie viele Schmetterlingsarten noch in Stadt und Land unterwegs sind.



Am Freitag zeigte die Zantedeschie dann schon viele Blüten - kein Wunder, es gab immer wieder kleine Schauer, verteilt über die Tage dieser Woche. Der Herr K. musste schon mal bei der Gartenarbeit Zuflucht suchen unterm aufgespannten Sonnenschirm...

Zum Glück habe ich mich noch trockenen Fußes bei der wunderbaren Tatjana Böhmer und ihrem kleinen Gemüseladen mit Obst & Gemüse eindecken können, so dass es wieder Erdbeeren mit Sahne zum Kaffee gab.

An Erdbeeren-Pistazieneis hat auch Nicole/niwibo gedacht, als sie Sommerkarten gebastelt hat. So hat sie es in ihrem Blog geschrieben. Eine davon hat auch mir Freude gemacht. 
Wie schön, dass du an mich gedacht hast und diesen Sommergruß in deine geliebte Heimatstadt geschickt hast! Danke!


Erkenntnis der Woche: dass der Juli mit diesen bei uns vorherrschenden Temperaturen ja richtig schön sein kann und dann auch viele schweißtreibenden Aktivitäten möglich sind

Musikalische (Wieder-) Entdeckung der Woche: I'll Follow the Sun - mein Lieblingstitel der Fab Four

Lektüre der Woche: neben der für die nächsten Frauen - Porträts notwendigen Lektüre ( jippieh, zwei sind fertig! ) blieb nicht viel Zeit. In der habe ich mich mit dem "großen Bruder jenseits des großen Teiches" beschäftigt, Susannes/mamimade Beitrag über die derzeitige Lage vor den Wahlen in knapp siebzehn Wochen gelesen, und dann noch durch diesen Bericht von einer Frau erfahren, die ihre eigene ( durchaus bedauerliche ) private Situation auslebt, indem sie sämtliche wirre Botschaften aus der V-Fantasten-Ecke auch rund um Corona in irre Taten und Vorwürfe umsetzt und dann auch noch alles ins Netz stellt. Crazy! Ein Käfig voller Narren...

Rezept der Woche: dieser leckere Salat, vorgestellt von Nic/Luzia Pimpinella

Ärgernis der Woche: dass nach wie vor Mitmenschen sich selbst zum Experten in Virologie aufrufen, ja sogar noch so weit gehen, das Fachwissen der echten Virologen in Frage zu stellen, indem sie zuletzt z.B. Christian Drosten den Doktortitel absprechen. Damit stellen sie sich aber nur ein Armutszeugnis aus, weil das zeigt, dass sie nicht mal in der Lage sind, im Netz zu recherchieren. Dann hätten sie die Doktorarbeit hier  nämlich gefunden...

Wochenfreude: dass der Herr K. sich wieder im Garten zu arbeiten traut








Verlinkt mit dem karminroten Samstagsplausch und dem Gartenglück bei Loretta & Wolfgang

Samstag, 24. August 2019

Meine 34. Kalenderwoche 2019


Der letzte Sonntag machte seinem Namen keine Ehre und brachte auch uns mal zehn Liter Regen. Weniger geglückt war der Versuch, mit der Lieblings-Ex-Kollegin unser Seychellenbild aus dem Atelier unserer früheren Mallehrerin zu holen: Bild zu groß, Kofferraum zu schmal. Augenmaß reicht halt nicht...


Immerhin: Bei der Gelegenheit hab es mir mal wieder angeschaut und mich ( innerlich ) gefreut, es demnächst an der Wand hängend bei mir zu haben.

Dafür hatte ich Entomologenglück:
Da ist mir doch eines der flinken winzigen Tierchen, die uns seit zwei Wochen immer mal im Haus besuchen ( am liebsten auf dem Tisch, wenn wir beim Essen dort sitzen ) in die Falle gegangen. Die Ähnlichkeit mit ner Schabe hatte mich doch sehr beschäftigt.
Im Kosmos - Insektenführer kam es nicht vor. Kein Wunder: Das Tierchen stammt aus Marokko, heißt deshalb Planuncus tingitanus ( Planuncus aus Tanger also ) und breitet sich mit der Klimaerwärmung auf der Rheinschiene gen Norden aus. Der Münchner Entomologe, der dazu forscht, hat es mir dann noch am gleichen Tag bestätigt.
Das Tierchen ist absolut harmlos, ganz im Gegensatz zu den Erntemilben Neotrombicula autumnalis, die mich heftig attackiert haben, als ich mal gerade zehn Minuten einen Gartenplatz gefegt habe. Zu blöd, dass ich anschließend die Jeans nicht sofort ausgezogen und die Beine abgeduscht habe. Jetzt juckt es wie närrisch, wenn ich unter der warmen Bettdecke liege...

Einen Wurm habe ich in dieser Woche zu allem Überfluss auch noch aufgegabelt, auf meinem PC: "e.tre456_worm_osx Trojan Virus", der ordentlich genervt hat beim Surfen im Internet. Das ist aber ein Fake- Trojaner, ist eine gefälschte Fehlermeldung, die  einen verlocken soll, eine bestimmte Website anzuklicken. Wenn da steht "one minute and 57 seconds remaining before damage is permanent", muss man schon sehr vernünftig sein. Ich habe das Problem dann nach einigen Infos gelöst bekommen, denn mein Virenscanner konnte nichts finden.

Ja, die schleichende "Sahelisierung" hier bei uns scheint auch andere Blüten zu treiben: Kamele ( besser: Trampeltiere ) im Kölner Grüngürtel! Vielleicht besser als die blöden E-Roller...

 Auf jeden Fall netter anzuschauen und wirklich gemütlich!









Sie ließen mich lächeln, ebenso dieser Stein.

Am Dienstag gab es dann einen zweiten Versuch, dass Seychellenbild heimzuholen - mittels Großraumtaxi diesmal. Zwei Monate ist es her, seit wir es gekauft haben. Wer mehr über die Malerin Dagmar Schmidt wissen will, kann es hier nachlesen.

Dank unserer patenten Bildaufhängung war es binnen einer Viertelstunde an der Wand.

Anschließend erlag ich einer Putz- & Aufräumattacke...



...und am Mittwoch folgte eine ( kürzere ) Backattacke ( Rezept hier ), denn ich wollte der Lieblings-Ex-Kollegin noch einen schönen Nachmittag machen, bevor sie in die konferenzintensive letzte Ferienwoche einsteigen musste.

Was bin ich froh diesen ätzenden Vorbereitungen seit fünf Jahren entronnen zu sein! Da mach ich drei Kreuzzeichen und denke an alle, denen es nicht so geht, wenn ich am Morgen auf meine Terrasse trete, das frische Lüftchen, Sommerduft inklusive, auf mich einströmen lasse...






Verwöhnt worden bin ich auch wieder: postalisch. Die liebe Sunni hat mir ganz ihrem Namen entsprechend "sunnige" Grüße von ihrem Museumsbesuch in Berlin geschickt. Dank dir, du Liebe!

Unser Kontakt ist ein schönes Beispiel für eine Ost-West- Annäherung, ein Bekanntmachen mit den so unterschiedlichen Lebensverläufen in den beiden deutschen Staaten bis zur und nach der Wende, die einem helfen, den Blickwinkel immer wieder mal zu ändern und auf das aktuelle Geschehen in unserem Land mit anderen Augen zu schauen. Auch wenn wir Beide momentan in einer sehr ähnlichen Situation stecken und den gleichen Beruf ausgeübt haben, ist der Weg dahin doch sehr unterschiedlich verlaufen. Ich kann nur jedem raten, solche Gelegenheiten zum individuellen Austausch zu ergreifen.

Ach so, ja: Dann habe ich noch - auch angesichts des Elends, das Bäume und Wälder derzeit erleben müssen -  entschieden, den Versuch einer Ersatz - Linkparty zu "Mein Freund, der Baum" zu starten. Ganz wie früher bei Rebekka und Ghislana am letzten Sonntag im Monat, also morgen:


Ich würde mich sehr freuen, wenn ganz viele Baumliebhaberinnen und - liebhaber sich mit ihren monatsaktuellen Beiträgen einfinden würden. Das Verlinkungstool ist tatsächlich einen ganzen Monat offen...







Verlinkt mit Andrea Karminrots Samstagsplausch und mit dem Sommerglück bei Wolfgang & Loretta


Mittwoch, 15. August 2018

Monatsmotto: Schmetterlinge


... heißt es bei Andrea, der Zitronenfalterin.

Als ich schon mal in einem anderen Zusammenhang in einem Post unsere Sammlung an Schmetterlings- und Käferpräparaten gezeigt habe, wurde das doch als recht gruselig empfunden. Aber Fotos von lebendigen Exemplaren kann ich keine beisteuern in diesem Sommer, denn außer Kohlweißlingen und einem Einzelgänger des Kleinen Fuchses bzw. ein Bläuling ist mir kein Falter mehr unter die Augen gekommen. 

Das lässt mich sehr traurig zurück, denn ich habe da ganz andere Zeiten, selbst hier in der Stadt, erlebt.


In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre haben wir nämlich zusammen mit einem Freund nach einem Besuch des Harmas des Jean-Henri Fabre, ein Anwesen in Sérignan-du-Comtat in der Provence, völlig begeistert von diesem Multitalent angefangen, entomologische Studien zu betreiben. 

Die Schnappschüsse oben stammen aus einem dreibändigen Album über einen sechswöchigen gemeinsamen Aufenthalt im Pilion/Griechenland von 1980, als wir uns dem Studium der "petaloudia" verschrieben hatten.

Maria Sybilla Merian war eine zweite Anregerin, deren systematische Untersuchung des "Gewürms" zur Entdeckung der Metamorphose der Insekten geführt hatte. Zwei Mal haben wir eine solche Entwicklung von der Raupe über die Puppe bis zum Falter haarklein mitgemacht, einmal beim Großen bzw. Wiener Nachtpfauenauge und einmal beim Kleinen Fuchs. Eine solche Verwandlung zu verfolgen lässt einen sehr demütig werden gegenüber der Schöpfung, auch wenn man als Agnostikerin da eine andere Vorstellung von den Ursachen hat.

Später hat die Entomologie keine mehr so große Rolle in unserem Leben gespielt, allerdings wurden Insekten immer bestaunt und gewürdigt ( und wenn möglich bestimmt ), wenn wir welchen begegneten. Und als Motiv begleiten uns Insekten in vielfältigster Form ( davon zeugen auch etliche Posts ), auch auf Stoffdessins. Aus einem solchen Jersey habe ich dem Herrn K. ein neues T-Shirt geschneidert ( Schnittmuster "Föhr"/Farbenmix ):

Ein Shirt für mich aus einem anderen Motivjersey liegt zugeschnitten bereit, ist aber dann in den letzten Tagen nicht mehr vollendet worden...


Sonntag, 7. Mai 2017

Meine 18. Kalenderwoche 2017


Schon ewig nicht mehr eine so ereignislose Woche gehabt! Zum Glück gab es auf den Blog bezogen ein paar "Aufträge", sonst wäre ich - trotz unendlich vieler Kapuziner - auf meinem Sofa fast mumifiziert. 


Die dunkelgrauen Regentage ( der Garten sagt allerdings "Danke"! ) bis Freitagabend in dieser Woche haben einen ja auch nicht gerade aufgescheucht. So habe ich mir immerhin den Stoff für drei weitere Great-Women-Posts erlesen und diese dann auch mit Vergnügen im warmen Zimmer geschrieben.

























Bei der ausgiebigen "quality couch time" kommen einem beim Lesen ja auch so Abstrusitäten unter wie die, dass der Herr E. bei einer Zeremonie "Für eine schöne Türkei" eine Notstandsverordnung unterschrieben hat, welches die Haarentfernung per Laser regelt & in gewöhnlichen Schönheitssalons zulässt. Fragt frau sich, was Epiliermethoden mit dem "Pütsch" zu tun haben. Zeigen, dass man die Macht hat?

Wer sich ein Bild davon machen will, wie es den als "Terroristen" diffamierten Menschen in der Türkei geht, sei auf diesen Artikel verwiesen. Übrigens liegen über 400 Anträge auf Asyl von türkischen Beamten aus Diplomatie, Militär usw. hier in Deutschland vor...

Mit einer gewissen Genugtuung habe ich dann erfahren, dass der Anwalt des Herrn E., Michael - Hubertus von Sprenger, sein Mandat niedergelegt hat, denn durch die ständigen Nazi - Vergleiche, auch wieder in der letzten Woche, fühle er sich persönlich betroffen: "Mein Vater saß während des Nationalsozialismus wegen seiner politischen Betätigungen im Gefängnis." Bravo!























Bestürzt hat mich als Liebhaberin von allerlei Flatterzeugs, sprich: Vögel & Insekten, wieder einmal die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen durch die Bundesregierung - die Zahlen sollten alarmieren! Insgesamt ist demnach in der EU die Zahl der Brutpaare in den landwirtschaftlichen Gebieten des Kontinents zwischen 1980 und 2010 um 300 Millionen zurückgegangen, das ist ein Minus von 57 Prozent. Gründe dafür: das Fehlen geeigneter Lebensräume und das Insektensterben aufgrund des hohen Einsatzes von Unkraut- und Insektengiften.

Mindestens ebenso schockiert hat mich die Nachricht in diversen Medien, dass in den Gewässern rund um Pharmafabriken in Indien eine hohe Konzentration an Arzneimittelrückständen sowie eine Vielzahl multiresistenter Keime zu finden sind. Das ergab die Analyse von Wasserproben aus dem indischen Hyderabad. Reisende schleppen diese multiresistenten Krankheitserreger in andere Länder ein. Gegen diese helfen inzwischen immer weniger Medikamente.
Die Pharmakonzerne und -produzenten wollten zu diesen Befunden nicht Stellung beziehen oder bestritten eine Verantwortung. Super! Das nenne ich Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Menschen...























So ereignis- & belanglos diese Woche in meinem tatsächlichen Leben war, um so erfreulicher war mein Leben im Netz übers Bloggen: Ihr habt mich in dieser Woche mit so vielen netten, aufbauenden, ermunternden, bestätigenden Kommentaren und so vielen Seitenaufrufen bedacht, dass es mir manchmal schon nicht mehr ganz geheuer war. Sei es mein Post am Montag zur Liebe ( zu dem ich mir allerdings noch mehr Beiträge eurerseits wünschen würde - traut euch! ), meine One-Woman- Show als modische Matrone am Mittwoch, mein Porträt der Sängerin Dalida am Donnerstag oder meine Freitagsblümchen - die Resonanz war einfach toll. Vielen, vielen Dank!




Lieb gemeint war sicher der häufig geäußerte Ratschlag, meine Schallplatten zu behalten und mir einen Plattenspieler zuzulegen. Wir besitzen - vor allem auch aufgrund der Hinterlassenschaft meines verstorbenen Bruders - bestimmt zehntausend CDs aller Stilrichtungen. Die alleine zu hören, werden wir unsern Lebtag nicht schaffen. Da fehlen die paar Schallplatten nicht wirklich. Und was die Hörqualität anbelangt: Mit dem Gehör ist es nach vierzig Berufsjahren mit lauten Kindermeuten einfach nicht mehr weit her.

"Moralische Unterstützung" anderer Art kam von ihr für die Zitterpartie am Sonntag:







Vielen, vielen Dank auch noch einmal auf diesem Wege!

Die Veröffentlichung von neun Gigabyte Datenmaterial aus einem Hackerangriff auf En marche! im April dieses Jahres nun am Freitagabend vor der Stichwahl soll noch einmal die Franzosen verunsichern & beeinflussen. ( Front-National-Vize Florian Philippot: "Werden wir durch die #Macronleaks Sachen erfahren, die der investigative Journalismus absichtlich verschwiegen hat? Gruselig, dieser Schiffbruch der Demokratie". ) Gruselig ist eher, wie bestimmte politische Kräfte mithilfe des Internet manipulieren - hier habe ich ja schon einmal darauf hingewiesen. Das kurz vor knapp diese Mittel in Frankreich wieder eingesetzt werden, lässt mich für die Wahl bei uns Ähnliches befürchten. Wir müssen uns damit auseinandersetzen.

Jetzt wäre ich froh, wenn es schon Abend wäre, und ich wüsste, wie das Herzensprojekt "l'amitié franco-allemande" weiter geht...






















Und so ist aus einer langweiligen Woche gegen Ende doch noch eine recht aufregende geworden.






Auch heute wieder verlinkt mit Lorettas & Wolfgangs Gartenglück und Andreas Samstagsplausch


Nachtrag ( in großer Erleichterung ) zum heutigen Treffen am Kölner Dom...
























... mit einer Mauer zwischen Ost und West aus lauter Kartons, die symbolisch eingerissen und in Sekundenschnelle abgebaut wurde. Jetzt geht es erst richtig los mit einer Strategie für Europa... "Vive la France, vive l‘Europe!"

Samstag, 28. Juni 2014

Samstagskaffee # 51



Die Tierchen in Ghislanas/Jahreszeitenbriefe heutigem Post weckten den Hobbyentomologen - Ehrgeiz in mir, bevor ich mich aus dem Bett erhoben hatte ( ja, ich drehe die erste Blogrunde wie die letzte vorm Schlafengehen im Bett ). 
Doch der Herr K drängelte zum gemeinsamen Frühstück. Also musste das Bestimmungsbuch und das iPad da mitmachen:





























Unter welchen Bedingungen anderswo der Samstagskaffee eingenommen wurde, erfährt man wieder bei Ninjassieben.


Mittwoch, 11. Juni 2014

Käfer { MMi 60 }







Das Frollein Pfau aus dem höchst geschätzten Nachbarstadtteil sammelt heute wieder ein, was andere mögen.


Dass ich mich in jungen Jahren als Hobby - Entomologin ( oder auf deutsch: Insektenkundlerin ) betätigt habe, habe ich gelegentlich ja schon mal erwähnt, und im Hause Kitchi gibt es noch heute viele Hinweise für diese Leidenschaft, als da sind Bücher & Sammelkästen, aber auch Käfer in allen möglichen Formen:



So war auch eine der ersten Stickdateien, die ich mir nach Kauf der Stickmaschine im Sommer 2009 kaufte, die Käfer- Datei von Smila. Gestickt habe ich sie noch nicht oft.



Jetzt hatte ich die Gelegenheit dafür. Denn ich wollte einer lieben Bloggerfreundin eine kleine Freude machen, eine, die immer wieder neue Käfer erfindet, indem sie diese "bemustert".  Und ihre Schwäche für Grüntöne ist auch zu offensichtlich...










Also wanderten drei grüne Käfer per Stickmaschine auf diese "Lieselotte Hoppenstedt". Ich hoffe, sie zaubern ein Lächeln auf das Gesicht der so Bedachten...