"Getretener Quark,
Wird breit, nicht stark."
Wolfgang von Goethe
"Manipulation
wirkt oft nicht durch ein großes Argument.
Sondern durch Überfrachtung.
Je mehr Nebenkriegsschauplätze geöffnet werden,
desto schwerer wird es,
innerlich sortiert zu bleiben."
Sabrina Rizzo, Kriminalforensikerin
"Experten prognostizierten die Zukunft
aufgrund von Ereignissen in der Vergangenheit.
Ein Intellektueller hingegen entwickelt
Ideen für das, was kommt,
die nicht darauf basieren müssen."
Ivan Krastev, Politologe
Da gibt es doch Ecken in Köln, wo ich in den fünfzig Jahren hier noch nie war, die ich noch nie gesehen habe. So letzten Samstag. Abends von Nachbarn eingeladen zum Spargelessen, sonntags vom Nachbarsmädchen für ein Kunstprojekt abgelichtet worden - alles so unterhaltsam, da wurde nicht fotografiert. Ich vergesse es inzwischen jedenfalls immer öfter.
Bei meinem spargellastigen Sonntagsessen hingegen habe ich daran gedacht.
10 Blätter Filoteig ( so viel ist in der Packung "meiner" Marke10 Stangen grüner Spargel1 Ei1 Päckchen Feta2 EL Sesamreichlich OlivenölDie trockenen Ende der gewaschenen Spargelstangen unten abschneiden. Je ein Blatt Filoteig mit Olivenöl einstreichen und der Länge nach falten. Die Oberseite noch einmal mit Olivenöl einstreichen. Feta der Länge nach in Streifen schneiden. Pro Filoteigplatte einen Spargel und einen Feta-Streifen einwickeln und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Das Ei verquirlen und die Filoteigrollen damit einstreichen, dann mit Sesam bestreuen.
Ca. 10 Minuten bei 200°C ( Umluft) im Ofen backen.
Ein Genuss, ist doch klar!
Momentan ist der Impuls, mehr Klarheit in einige Bereiche meiner Haushaltung zu bringen, wieder stärker geworden, ist ja die Wetterlage bislang auch eher so gewesen, dass es einen nicht unbedingt nach draußen gelockt hat. Aufgeräumt & gesäubert habe ich den großen Werktisch meines Mannes selig im Keller, nachdem mir aufgefallen ist, dass ich keine Übersicht mehr über die Heimwerkergeräte, die mir zur Verfügung stehen, habe. Manches ging blitzschnell übers Nachbarschaftsnetz in neue Hände über, eine Kiste für die Abholung von Kleinelektro ist gepackt, eine andere für das Schadstoffmobil. Gezählt habe ich die Teile jetzt grade nicht für Elkes "Weniger ist mehr", ist aber was zusammen gekommen.
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| Rechts: Lucanus cervus, 50mm, gefunden am 20.7.1980 in Milies/Pelion/GR |
Auch die unterste Schublade seines Biedermeiersekretärs kam dran, die hatte ich bislang unberührt gelassen. Das war allerdings dann mit viel Wehmut verbunden, weil an die Zeiten, als wir noch hobbymäßig der Entomologie in Griechenland & Provence gehuldigt haben, erinnert wurde. Schön wars! Aber die Sammelkästen sind inzwischen teilweise von Tineola biselliella und Anthrenus museorum erobert worden und die Präparate geschädigt. Das hat alles keinen Zweck mehr, die aufzubewahren.
Von 18°C am Montag auf 27°C am Dienstag - das war schon ne Hausnummer! Und gut spürbar, wenn frau draußen war. Drinnen war es bei mir noch sehr angenehm. Gelesen wurde dort jeden Tag, gerne auch wieder bis spät in die Nacht. Und nach Goethe war mal wieder Thomas Mann an der Reihe.
Jetzt treten wir also ein in die Phase des Jahres, in der "die Küche kalt bleibt". Na ja, nicht wirklich, manche Salatzutaten müssen im Backofen gegart oder auf dem Herd gekocht werden. Ich verfüge über eine umfangreiche Rezeptsammlung, in der das älteste noch aus meiner Studentinnenzeit stammt. Viele sind unsere Provence-Klassiker aus den Jahren 1986 - 1997, die ich immer noch gerne esse, denn ohne pistou gibt es einfach keine Ferienstimmung. Außerdem waren DAS die Sommer meines Lebens, als ich noch ALLE um mich scharen konnte, die ich liebe.
Im www. entdecke ich aber auch immer was Neues. Ich habe mir dann mal einen Plan für die nächste Zeit gemacht.
Und wenn es so warm ist, trinke ich schon mal gerne ein alkoholfreies Weizenbier. - Am Donnerstag habe ich in aller Frühe einen Ausflug zu einem Ziel unternommen, welches ich schon lange, lange auf dem Schirm hatte. ( Mehr dazu dann am Sonntag beim Monatsspaziergang. )
Ein ganz besonderes Erlebnis unter all den imposanten Bäumen! Viel Vogelgezwitscher dabei gehört.
Ich war dann aber auch schon wieder um zwölf zu Hause und habe die Mahnung der Tochter ernst genommen und umgesetzt. Das Thermometer verzeichnete für den Tag dann letztendlich knapp über 31°C. Am Freitag wurde das noch übertroffen: 35°C mit gewittrigem Unwetter am frühen Abend. Das ganze Programm mit Hagel, Wasser im Keller, Blitzeinschlag in einen Straßenbaum bei der Freundin vor der Tür. ( Die war währenddessen bei mir zu Besuch. )
Mein Webfund der Woche ist diesmal in meinen Augen so krass, dass ich ihn los werden muss:
In einem YouTube - Video der Zürcher "Die Weltwoche" ( wes Geistes Kind die inzwischen ist, könnt ihr hier nachlesen ) gibt der Chefideologe der Blaunen, Björn H*cke, am 7. Juni 2026 folgendes Statement zum Holocaust ab:
"Ich möchte aber mal feststellen, es ist nicht im deutschen Namen passiert. Es ist unter der Bedingung einer Diktatur passiert ( Pause ) und es wurde ( Pause ) ein Riesengeheimnis darum gemacht. Das erklärt nichts. Es gab Mitläufer, gar keine Frage, aber dieses Verbrechen ist nicht im Namen des deutschen Volkes passiert."
Ich möchte hier in meinem Blog zur größeren Reichweite des Videos nicht beitragen und setze keinen Link ( wer will, kann es leicht ergoogeln ), finde es aber wichtig, alle, die guten Willens sind, darauf aufmerksam machen, wie dieser tonangebende Mann einer Partei, die an die Macht strebt, die Tatsachen verdreht und die Verantwortung für den Holocaust abwälzt. Alle anderen sind natürlich auch eingeladen, sich das durch den Kopf gehen zu lassen. Ich habe im Hinblick darauf die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Zum Deutschsein gehört meines Erachtens dazu, sich dieser Verantwortung aus der Geschichte zu stellen. Alles andere ist unredlich.
Verlinkt mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday, den "Sonntags Top Sieben" bei Anni, mit Nicoles/Frau Frieda "Plausch am Gartenzaun" und "Weniger ist mehr" bei Elke/Valomea











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