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Samstag, 22. Oktober 2022

Meine 42. Kalenderwoche 2022

 "Man weiß selten, was Glück ist, 
aber man weiß meistens, was Glück war."
Françoise Sagan

 "Was war das? 
Vielleicht dein Lebensglück …/
vorbei, verweht, nie wieder."
Kurt Tucholsky

Am Samstagabend war ich zum Essen bei Nachbars gegenüber eingeladen und wollte für die Versicherung mein Haus fotografieren. Nichts mehr zu sehen hinter all den großen Bäumen ( am Ende der Woche konnte ich dann aber doch schon wieder die Lichter in den Fenstern gegenüber erkennen )! 
Beim Essen gab es natürlich auch ein gutes Gespräch, vor allem über die geliebte Provence, in die die beiden anschließend gereist sind.


Der Sonntag war dann bei mir ein richtiger Arbeitstag: Zum ersten Mal habe ich in diesem Herbst das heruntergefallene Laub auf  der Terrasse & den Gartenplätzen & -wegen zusammengekehrt. Das wird noch was werden, denn das meiste Laub hängt noch droben. 


Die warmen, dunklen Rottöne wirken in diesem Herbst wie ein Kraftfeld auf mich. Deshalb umgebe ich mich auch damit.



Gelb ist auch sehr schön, sei es im 5. Stock auf dem Balkon der Orthopädie-Klinik, sei es im eigenen Garten. Da wurde die Magnolie zusehends lichter.

Am Mittwochvormittag habe ich mich mit Nicole/niwibo, die in der Stadt zu tun hatte, in Nippes getroffen. Treffpunkt war natürlich der Laden von "Perlenfischer". Aber hinterher sind wir auch noch in der Filiale meines Floristennachbarn gewesen. 
Das süße Vögelchen auf dem Mitbringsel von Nicole harmoniert so schön mit meinen sonstigen derzeitigen Farbvorlieben. Danke nochmals, liebe Nicole, vor allem auch für den entspannenden Vormittag! Die Mini-Domspitze war superlecker, muss ich mir merken.

So golden der Oktober Mitte der Woche gewesen ist, so verregnet dann die Folgetage. Das hat mich nicht von einem Besuch auf dem Friedhof an unserem Jubiläumstag abgehalten.Die Friseursnachbarin, die am Tag der Bestattung im Krankenhaus war, wollte auch das Grab meines Mannes besuchen und hat mich mit dem Auto gefahren. 


























Einen Regenguss haben wir im zum Bestattungsgarten zugehörigen Pavillon überstanden...




Am Nachmittag habe ich dann erfahren, dass mein Cousin am Morgen im Krankenhaus in der Türkei an Covid gestorben ist. Ich verkneif mir mal ( durchaus angebrachte ) Bemerkungen. Das weckt nur wieder schlafende Hunde, auf die ich so gar keinen Bock habe... 





Eine liebe Nachbarin hat mich dann bei einem gemeinsamen Minztee mit Kuchen vor trüben Gedanken bewahrt.

Eine wunderbare, aber auch ein wenig mysteriöse Geschichte ist mir in dieser Woche auch noch passiert: 

Ich hatte ich einen pinkfarbenen Umschlag in der Post. Nanu, dachte ich, Tina hat mir doch gerade eine Karte aus Sousse geschickt! 
Doch Tina hatte einen fast geheimdienstlichen Auftrag: Sie sollte mir von einer Leserin ohne Blog, die bei uns beiden liest & regelmäßig kommentiert, einen Blumengutschein zukommen lassen. Sie selbst will nämlich eher im Unbekannten bleiben. Also dann an dieser Stelle:
Ich fand das wahnsinnig aufmerksam und lieb. Die Blumen gibt es dann demnächst in diesem Theater! Und dir Tina danke für deine Mittler*innendienste & die Urlaubskarte!


Auch heute setze ich mich wieder zum Samstagsplausch bei Andrea Karminrot und teile mit Wolfgang und Loretta das Herbstglück. Am Nachmittag habe ich etwas besonders Schönes vor...

Samstag, 6. Juni 2020

Meine 23. Kalenderwoche 2020

"Was die sozialen Netzwerke verstärkt haben, 
ist die Verantwortungslosigkeit. 
Das Recht auf freie Meinungsäußerung 
war immer damit verbunden, 
dass man für seine Meinungen
auch Verantwortung übernimmt. 
Das ist entkoppelt worden."

"Ich kann mich an das kraftvolle Gefühl 
aus der Erkenntnis erinnern, 
dass man als Einzelner 
etwas bewegen kann."
Ngaire Woods, Wirtschaftswissenschaftlerin

Laut phänologischem Kalender befinden wir uns im Übergang vom Frühsommer in den  Hochsommer. Hier im Rheinland, zusammen mit dem Südwesten des Landes, machen wir ja da immer gerne den Vorreiter. ( Bei Andrea am Bodensee gab es auch schon Klatschmohn, eine der Zeigerpflanzen für den Sommerbeginn, zu sehen. )


Damit wir Bescheid wissen ( und die Insekten was davon haben ), hat man uns jetzt im "Tälchen" eine Wildwiese beschert.

Eine erste Heumahd auf der Hundewiese hat auch schon stattgefunden. Und die Kastanien, die ich vor vier Wochen noch blühend zeigte, tragen schon die ersten Früchte, werfen aber auch viele ab, weil es zu trocken ist.


Der trockenste Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen! So schön das ja Tag für Tag ausgesehen hat, macht es doch Sorgen.

Auch mein Garten wartete auf Regen, denn viele Pflänzchen liegen seit der großen Garten-Aktion danieder. Nur die Balkan-Bärentatze Acanthus hungaricus ist begeistert von Wärme und Trockenheit und blüht wie verrückt.

Die Tochterfamilie wanderte in dieser Woche in der Eifel und nutzte die Gelegenheit, uns zu besuchen. Vierzehn Wochen haben wir uns nur über Skype etc. unterhalten können, da war das natürlich sehr aufregend und schön, so von Angesicht zu Angesicht...


... wegen Regens & niedriger Temperaturen allerdings dann auf Abstand im gut belüftbaren Wintergarten. Elf Liter Regenmenge bis Freitagnachmittag zeigte unser Regenmesser übrigens an...



Mein munterer Postbote hatte auch wieder Grund, an der Tür zu schellen, hatte er doch wieder Post von Bloggerfreundinnen in seiner Packtasche. Christine/Buntpapierfabrik schickte eine farbenfrohe Karte aus eigener Produktion mit einfühlsamen Gedanken und Wünschen...




... Marita/Mein Staudengarten einen kräftigen Ableger der Hosta "Stiletto" als Ersatz für den aus dem letzten Jahr, der mir leider eingegangen war.

Ihr Beide habt mir gut getan und dafür danke ich euch herzlich!


Auch wenn diese Woche durch das Treffen mit meinen Liebsten voller guter Gefühle war, in meinem Innern haben mich auch immer wieder die Geschehnisse in den Vereinigten Staaten von Amerika beschäftigt, die letzten Worte von George Floyd, einem 46jährigen Mann, der starb, während ein Polizist ihn auf den Boden drückte und fast neun Minuten lang auf seinem Nacken kniete: 

"Es ist mein Gesicht, Mann
Ich hab nichts Schlimmes gemacht, Mann
Bitte
Bitte
Bitte, ich kann nicht atmen
Bitte, irgendjemand
Bitte, Mann
Ich kann nicht atmen
Ich kann nicht atmen
Bitte
(unverständlich)
Mann, ich kann nicht atmen, mein Gesicht
Stehen Sie auf
Ich kann nicht atmen
Bitte (unverständlich)
Ich kann nicht atmen, Scheiße
Ich werde
Ich kann mich nicht bewegen
Mama
Mama 
Ich kann nicht
Mein Knie
Meine Eier
Ich kann nicht mehr
Ich kann nicht mehr
Ich habe Platzangst
Mein Bauch tut weh
Mein Nacken tut weh
Ein Schluck Wasser oder so was 
Bitte 
Bitte
Ich kann nicht atmen, Officer
Bringen Sie mich nicht um
Sie werden mich umbringen, Mann
Kommen Sie schon, Mann
Ich kann nicht atmen
Ich kann nicht atmen
Sie werden mich umbringen
Sie werden mich umbringen
Ich kann nicht atmen
Ich kann nicht atmen
Bitte, Sir
Bitte 
Bitte 
Bitte, ich kann nicht atmen."

Dann schließen sich seine Augen und die Bitten verstummen. Kurz darauf wird George Floyd für tot erklärt. Asphyxie nennen die Gerichtsmediziner das. Juristen nennen es ein Tötungsdelikt. Was soll ich dazu noch schreiben? Es hat mir in dieser Woche die Sprache verschlagen.

Susanne/mamimade und Nic/Luzia Pimpinella konnten sich hingegen ausführlicher äußern.







Verlinkt mit dem karminroten Samstagsplausch und dem Gartenglück bei Loretta & Wolfgang

Samstag, 4. Januar 2020

Meine 1. Kalenderwoche 2020

Auch wenn anderswo im Bloggerland schon kräftig "entweihnachtet" wurde - bei mir ging es fröhlich weiter: Bei einer großen, weit verteilten Familie ist das inzwischen nicht mehr anders zu machen, als über mehrere Tage das Fest der Feste zu feiern. 

Es machte richtig Spaß, auch mal wieder im eigenen Gehäuse den Tisch schön zu decken mit all den Schätzen, die Frau über die Jahre gesammelt hat. ( Das Weihnachtsgeschirr von Taitù ( "Noël" ) habe ich mir beispielsweise zu Weihnachten 1991 gekauft, als ich endlich zehn Monate später die Nachzahlung für meine Beförderung im Januar bekommen habe - vergess ich nie. )






















So entspannt und schön war der Nachmittag! ( Und Frau Kitchi offenbar auch. )

Nach einer kleinen Spazierrunde ( dabei findet man in jüngster Zeit diese kleinen selbst geschriebenen Aufkleber an Laternen- und Ampelmasten ) am nächsten Tag kam der Bruder plus Schwägerin vorbei und brachte mir auch noch ein neues Windlicht von der Schwester mit. 





Solches Winterwetter wie an einigen Tagen der Woche, das ist genau meins!


Am Montagnachmittag saßen wir schon wieder um den Kaffeetisch.


















Diesmal mit Schwägerin und Nichte, die nach knapp einem halben Jahr aus Neuseeland zurückgekommen ist.

Und immer noch kamen liebenswürdige Gaben mit der Post: Wie faltet man so eine Schachtel, liebe Marita? Einfach zauberhaft!




Blumen in Farbtönen, die das Herz wärmen, kamen als Neujahrsgruß vom Thüringer Wald von Sunni.


Wie Karin vorgegangen ist bei ihren Köstlichkeiten, die in einem länger verschollenen Päckchen ansprechend verpackt bei mir ankamen, hat sie in ihrem Blog beschrieben. Und wieder sage ich:


Ihr macht mich glücklich, wenn ich so bedacht werde...

Der Silvestertag wurde von Stunde zu Stunde auch sonniger, wie schön! 

Wir verbrachten den Abend wie in all den letzten Jahren zu zweit. Die rauschenden Feste sind seit acht Jahren endgültig Geschichte, denn das "Geburtstagskind", das an diesem letzten Tag des Jahres 76 geworden wäre, gibt seine Party irgendwo in anderen Sphären, wenn überhaupt. ( Die vergangene Dekade war eine der vielen Verluste, und wir wären froh, wenn es im nächsten Jahr so bliebe, wie es gerade ist. )

In die Konzertsaison 2020 bzw. das Beethovenjahr starteten wir dann schon am zweiten Tag des Jahres in der Philharmonie mit einem Konzert der Klazz Brothers & Cuba Percussion, die wir noch aus ihren Anfangsjahren zu Beginn des Jahrtausends, damals noch in kleinen Clubs auftretend, kennen: Wiedersehen macht Freude! Auch immer wieder die schöne Deckengestaltung in unserem Konzertsaal! Und dann noch die Möglichkeit, in der ersten Reihe sitzen zu können und die Mimik & die Gesten der Akteure genau mitverfolgen zu können! Lauter Einträge in mein neues Buch "Alltags - Perlen" von Ghislana wert:

Mit von der ( Konzert- ) Partie war der unvergleichliche Joo Kraus, den ich zuletzt während seiner Zeit mit "Tab Two" ( als ich dem Acid  Jazz verfallen war) live erlebt habe. Eine tolle Ergänzung! Auch den neuen Pianisten der Klazzbrothers, Bruno Böhmer Camacho, fand ich genial.

Getanzt haben die Kölner bei der "Ode an die Freude" noch viel ausgelassener als in diesem Video, moi aussi:


Ja, Ludwig van Beethoven... Mit dem tat ich mich lange schwer, obwohl ich ja meine Jugend in seiner Geburtsstadt verbracht habe. Aber vielleicht gerade deswegen. Und Lehrer Grünkohl, dem noch die braune Sch... an den Schuhsohlen klebte, verfügte absolut nicht über die Fähigkeiten, die einem die beethovensche Musik ans Herz wachsen ließen. Für den gab es nur lautes "Ta-ta-ta-taaaaa" und aus allem triefendes Testosteron... einfach nur furchtbar.

Nahe gebracht haben mir diesen Star des deutschen Musikwesens in späteren Jahren erst der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard, den ich auf der Museumsinsel Hombroich kennenlernen durfte, und der Geiger Frank Peter Zimmermann. Und von dem lass ich euch noch ein Video von 1996 hier mit dem Violinkonzert in D-Dur, Opus 61, das ich immer wieder hören mag:


Noch so eine "Perle" bzw. eine "(Alltags) Freude", wie sie Niwibo im Januar sammelt.

Eine schöne und wirksame Aktion, neigt der Mensch in unserem Land doch schon mal zum ausufernden Klagen über dies und das, dieses Grundgrummeln in unserer Gesellschaft hört einfach nicht auf. Der britische "Economist" meinte dazu zum Jahreswechsel: "Das größte Risiko für Deutschland ist exzessiver Pessimismus. Cheer up, Deutschland. Don't fear the wurst."

Schreib ich mir auch gleich hinter die Ohren!



Verlinkt mit Andrea Karminrots Samstagsplausch

Samstag, 16. November 2019

Meine 46. Kalenderwoche 2019


Solche Lichtspiele der Sonne am Sonntagmorgen machen gute Laune ( vor allem nach der grauen Vorwoche ).






















Da unsere Magnolie jetzt fast kahl ist, verirren sich die Sonnenstrahlen auch schon am frühen Morgen in die Bibliothek. Die Hainbuche in vollem Laub &Herbstfarben steht allerdings gegenüber unserer alten Wohnung um die Ecke.

 Ich liebe das Licht in dieser Jahreszeit!


In diesem Jahr habe ich auch ein besonders großes Vergnügen am herbstlichen Erscheinungsbild der Bäume & Sträucher, warum auch immer...

... andere am Boulespielen ( sah nach einem Turnier auf dem Platz aus ).

Einen Stadtimker habe ich auch entdeckt und an die Zitronenfalterin gedacht.



Weniger froh gestimmt hat mich, dass am Martinsabend außer den drei Kindern, die unmittelbar neben uns wohnen, niemand mehr zum Martinssingen bei uns geschellt hat. Erheitert hat mich der Anblick der fertigen Laterne meiner jüngsten Enkelin, für die ich zwei Wochen vorher bei unserem Besuch in M. mit den Kindern den Rohling gekleistert hatte.

Den Dienstag der vergangenen Woche hatte ich ja schon hier ausführlich dokumentiert und den Besuch der Kölner Philharmonie "angekündigt". Inzwischen ist es quasi schon eine Tradition, dass ich das jeweilige Blumenarrangement im Entree des Konzerthauses fotografiere. Diesmal waren schon rosablühende Zweige darunter...





Das Konzert war besonders fein: Die Hongkongerin Elim Chan dirigierte dermaßen begeistert wie begeisternd das hauseigene Orchester und präsentierte Rimski-Korsakows "Scheherazade", das Intro von "Le Corsaire" von Berlioz sowie das mozartsche Violinkonzert Nr. 5 in a-Dur so, dass wir beide ein paar vergnügliche Stunden hatten. Leider wurde das Wohlgefühl hinterher getrübt...



Die Woche war ohnehin nicht meine, denn ich kam immer wieder unter Druck, auch weil jetzt auf einmal lauter aufgeschobene Dinge schnell erledigt werden mussten, vor allem solche bürokratischer Natur, was ich schon mal gerne vor mir herschiebe, da ich mich dem nicht gewachsen fühle.

Am Donnerstag musste ich dann ebenso geschwind das Gästezimmer für einen Schlafgast herrichten, der zur Preisverleihung an unsere geschätzte Nachbarin angereist kam, weil ich das Abholen der Bettwäsche aus der Wäscherei auch immer vor mir hergeschoben habe ( immerhin gönne ich mir jetzt den Luxus, die außer Haus zu geben ). Vor dem Gästezimmerfenster leuchtete jetzt auch endlich das gelbe Laub der Kirsche durch die so gut wie kahle Magnolie. Bald können wir wieder Sichtkontakt mit unserer Nachbarin aufnehmen.



Ihre Einladung zur Preisverleihung in das Nachbarstädtchen haben wir nicht wahr genommen, weil uns das nächtliche Herumreisen zu unangenehm ist. Hoffentlich ergibt sich noch nächste Woche eine Gelegenheit, die Ausstellung ihrer Zeichnungen tagsüber zu sehen. Einen Katalog haben wir schon von ihr bekommen...



Nicole/niwibo fragte im Freitagspost, wie weit wir schon weihnachtlich dekoriert hätten. Nada! war da der Stand im Hause Kitchi.

Aber als ich Freitagmittag von meinem Gerätetraining heimkam, stachen mir im Schaufenster bei der Nachbarin zur Linken diese winterlichen Drucke für 5 Euro ins Auge. Wir waren uns schnell handelseinig, sozusagen. Und die Bäume haben eh schon auf der obersten Bilderleiste übersommert...

Ich male mir in dieser Jahreszeit sowieso lieber den Winter an die Wand, da wir ja hier zu meinem Bedauern schneebefreit leben müssen...



"I wish it need not have happened in my time," 
said Frodo.
"So do I, " said Gandalf, 
"and so do all who live to see such times. 
But that is not for them to decide. 
All we have to decide is 
what to do with the time that is given us."

Dieses Zitat aus dem "Herr der Ringe" habe ich in dieser Woche bei meiner lieben Wiener Bloggerfreundin Susanne/ mamimade gefunden und fand es auch für mich zutreffend, gerade in der vergangenen Woche. Und manche Entscheidungen haben dann in eine Richtung geführt, die ich so eigentlich nicht beabsichtigt hatte. So zum Beispiel bei meinem Statement unter meinen Freitagsblümchen:

Ich wollte eigentlich nur etwas über meine Lebensumstände erzählen und welche wichtige Rolle darin die Blumen spielen und weshalb ich in diesem Punkt über manche kritische Aspekte hinwegsehe. Dass ich dann auf andere Dinge verwiesen habe, auf die ich zugunsten des Klimas gut verzichten kann, hat die gesamte Konversation in eine Richtung gelenkt, in die ich sie nicht treiben wollte, obwohl mir die lebenswerte Zukunft für meine süßen Enkel alles wert ist & ich hinter den Forderungen der Klimabewegung stehe. Ich fand gut, was Tina/Tinaspinkfriday in ihrem Kommentar geschrieben hat: 
"... man muss sich nicht rechtfertigen, was wir leider ständig tun. Und jede Rechtfertigung ... 'ich fliege nicht und mache keine Kreuzfahrten' zum Beispiel produziert wiederum Betroffenheit bei Anderen, welche sich dann wiederum mit anderem Argumenten rechtfertigen. Mit dem Finger auf andere zeigen ist nie schön, leider kommt das immer häufiger vor."
Den Schuh zieh ich mir dann auch an...

Wie ich schon weiter oben schrieb, legte sich mir in dieser Woche Einiges quer - das zur Erklärung meiner Mimosenhaftigkeit - was mich dann auch immer wieder unter Druck gesetzt oder mir die Laune vermiest hat: Da ist der Ausfall meiner Putzfee wegen eines Bandscheibenvorfalls, der von der Versicherung angemahnte Termin der Pflegeberatung und die Schwierigkeiten, mit dem Zug zum Besuch bei der Schwester zu kommen, da unterwegs Streckensperrung. Das rücksichtslose Gehektike unterwegs auf den Straßen, vorzugsweise von Rad- und Rollerfahrern, egal ob E- oder P-, ist täglich beängstigend, besonders wenn man mit einem Menschen mit erheblichen Bewegungsbeeinträchtigungen unterwegs ist. Der Gipfel war dann die Rüpelhaftigkeit einer Bildungsbürgerin, die uns nach dem Konzertbesuch das Taxi verbal und tatkräftig streitig gemacht hat, obwohl sie sich nach uns in die Warteschlange eingereiht hatte. Da war ich echt fassungslos. Wie dünnhäutig momentan bin, merke ich dann: Meine Freude am schönen Abend war erst mal dahin.

Rosi/Rumpelkammer schrieb in ihrem Kommentar: "... und wenn es dir gut geht schreibst du gutgelaunte Beiträge und wir haben auch etwas davon." Das ist mir am Freitag nicht so recht gelungen, scheint's. Ich hoffe, mein Gemüt steuert demnächst wieder in angenehmere Fahrwasser...






Verlinkt mit dem Samstagsplausch bei Andrea Karminrot und dem Herbstglück von Loretta & Wolfgang