Das sollten nach einer Idee von Tina/tinaspinkfriday ab letztem Sonntag die Bloggerinnen des Netzwerkes für Mode, Beauty und Lifestyletrends, betreut von Sunny, gesammelt unter diesem Link.
Modisch bin ich da momentan wieder mal auf einer schwarz-weißen Einbahnstraße unterwegs, da kriege ich auf die Schnelle keine Fotostrecke hin.
Doch Farbe bekenne ich auch auf anderen Ebenen, und sei es, dass ich in meinem Blog meine Meinung zum Zeitgeschehen durchaus kund tue ( und dafür auch manche Haue in Pandemiezeiten abgekriegt habe ). Ähnlich haben das Motto auch Bloggerinnen wie Fran ( "Farbe bekennen ist also in meinen Augen viel mehr als bunte Kleidung zu tragen." ) oder Claudia ( "Farbe bekenne ich, indem ich es verabscheue, wenn darüber Hass und Lügen verbreitet werden! Da hören für mich 'soziale' Medien auf!" ) aufgefasst und ihre Posts dazu verlinkt. Den Aspekt wollte ich jetzt nicht auch noch aufgreifen.
Stattdessen begebe ich mich heute auf ein Feld, auf dem mein Farbbekenntnis doch immer wieder mal Verwunderung auslöst: Wohnen in und mit Farbe. Bei uns im Haus gibt es kaum weiße Wände ( nur im Bad und Ankleidezimmer sowie im "Kreativraum" ), dafür über alle vier Etagen statt eines roten einen türkisen Faden ( "Schwimmbadfarbe" nannte es mal eine Kollegin und meinte nichts Positives ).
Türkis begleitet uns seit nunmehr fast 34 Jahren ( und hat auch schon in der Wohnung vorher eine beachtliche Rolle gespielt - vielleicht wegen unserer Liebe zur Ägäis und bestimmten Alpenseen? ). Und : wir freuen uns immer noch täglich daran.
In der Farbpsychologie soll Türkis die Emotionen steuern und heilen und damit die emotionale Balance und innere Stabilität erreichen, aber auch eine offene Kommunikation und Gedankenklarheit befördern, vermittelt also zwischen Herz und Kopf. Für uns stellt es sich als stets freundliche und glückliche Farbe heraus, die uns Wohlbehagen & Lebensfreude vermittelt.
Türkis spielt im Kitchischen Farb - Kosmos die Hauptrolle, gibt manchmal aber auch nur die Kulisse ab für alle anderen Ensemblemitglieder, etwa alle Farben des Regenbogens ( mit Ausnahme des Violetts, das hat sich ein klein wenig aus unserem Leben verabschiedet, warum auch immer ).
Sicher geleitet fühle ich mich durch die Welt der Farben aufgrund von Beobachtungen in der Natur, besonders der Blumenfarben, und durch die Kunst. Da ist mir der deutsche Expressionismus, wie ihn der "Blaue Reiter" verkörpert, lieb und teuer. Aber auch die französischen "Fauves" und Orphisten oder Vincent van Gogh inspirieren mich und bestimmen mein Farbgefühl, das auch durch eigenes Malen bei meiner Lehrerin Dagmar Schmidt, deren farbfreudige Bilder unter anderen unsere Wände schmücken, gefördert worden ist.
Farbe bekennen beim Wohnen führt auch dazu, dass man immer wieder andere Stimmungen tanken kann, je nachdem, wo man sich aufhält. Gerade in dem nun hinter uns liegenden Jahr der häuslichen Isolation hat sich für uns dieses Konzept als richtig und tragfähig erwiesen ( hier hatte ich auch schon einmal ähnliches geschrieben ). Mir geht bisher keine Farbe auf die Nerven, und es schreit nichts nach Veränderung.
Ganz im Gegenteil! Mir hilft es ertragen, was ich momentan nicht ändern kann.

















































