Als Luzia Pimpinella vor einem Monat das neue Thema für "BEAUTY IS WHERE YOU FIND IT" auslobte, war ich sofort mit Feuereifer bei der Sache, befand ich mich doch justament in einem wahren Eldorado der

nämlich in der - nach Meinung einiger Experten - schönsten deutschen Stadt: Görlitz, ganz tief im Osten an der Lausitzer Neiße, der Grenze zu Polen, gelegen.
In dieser Stadt gibt es Gebäude aller kunsthistorischen Stile, von der Gotik bis zur Moderne, peinlichst restauriert oder herzlich vernachlässigt. Entsprechend viele Türen aller Arten konnte ich dort finden. Dreißig Stück habe ich mit dem Fotoapparat festgehalten. Doch keine Bange: Alle werde ich hier nicht zeigen. Aber ich werde höchstwahrscheinlich wieder einmal - nach über 35 Jahren - ein eigenes Buch über diese Türen gestalten, was allerdings sehr viel einfacher sein wird als in den Zeiten der analogen Fotografie.
Starte ich doch erst einmal mit einer typischen Farbe bei Görlitzer Türen, einem Grüntürkiston, der mir sehr gut gefällt:
Einmal bei einer erneuerten Tür in der Steinstraße, einmal an einem Haus in der Nähe des Fischmarktes, das hoffentlich auch einmal wieder bessere Tage sehen wird.
Meine Lieblingstür ( wegen des Sterns natürlich ) in der Nikolaistraße 3. Dort findet sich auch auf der anderen Straßenseite diese Justitia:
Auch dieses unrenovierte Prachtexemplar entdeckte ich in der Nähe der Nikolaistraße:
Das barocke Prachtexemplar, entstanden zu Beginn des 18. Jahrhunderts,
ist zu finden an der "Zeile" des Untermarkts, Haus 16,
heute Eingang des Hotels "Börse".
Und ganz nahebei: Unspektakulär, aber ausgewogen schön, die kleine Nebentür des Alten Rathauses am Untermarkt 6. Dieses Rathaus erhielt im 19. Jahrhundert eine allumfassende Umgestaltung im Stil der Neorenaissance, ist aber in seinen ältesten Teilen bis ins 14. Jahrhundert zurückzuführen.
Zwei weitere Beispiele für die unterschiedlichen Erhaltungszustände der Görlitzer Türen: Links das Renaissance - Portal des Hotels "Tuchmacher" in der Peterstraße 8 und rechts ein Exemplar des Hauses Obermarkt 26.
Auch dieser klassisch - schönen Tür in der Kränzelstraße wünschte ich jemanden, der sich ihrer annimmt wie zum Beispiel dieser Dame in der Brüderstraße:
Mit der möchte ich mich für heute verabschieden!