Eine Woche ohne spektakulärer Ereignisse, nur mit goldenem Leuchten im Garten, wenn die Sonne schien.
Herr und Frau K. mussten einen Gang herunterschalten, da uns ein Infekt erwischt hatte, nicht wirklich schlimm, aber unangenehm und beeinträchtigend. Da wurde viel aufgehoben und aufgeschoben und Häuslichkeit gepflegt, was sich dann gegen Ende der Woche allerdings in eher schlechter Laune auszahlte, weil so Vieles mal wieder nicht erledigt war.
Und dann ist der Tag ja auch so viel kürzer, weil es so früh dunkel wird ( und sooo viel gemütlicher im Haus ).
Und dann ist der Tag ja auch so viel kürzer, weil es so früh dunkel wird ( und sooo viel gemütlicher im Haus ).
Was es mit der Feuerwehr am Dom und mit den roten Leuchtpunkten auf dem Pflaster auf sich hatte - ich weiß es nicht.
Worauf am Freitagabend in Groß Sankt Martin gewartet wurde, war hingegen klar:
Auf die Kinder mit Laternen zu Ehren des "Hillige Zinter Märtes":
Was ist aus diesem schönen Fest für Kinder geworden! Kein Feuer, keine Musik & Gesang und nur wenige mit Fantasie und Hingabe gebastelte Laternen! Ich war enttäuscht...
Selbst hatte ich am Nachmittag noch einen Prototyp gebastelt, der aber noch nicht zufriedenstellend beleuchtet werden kann. Dabei ist das bei einem gänzlichen Regentag wie am Samstag dieser Woche doch so schön.
Aufregen - und damit mein Herz strapazieren - hätte ich mich in dieser Woche durchaus auch können
- über einen deutschen Verfassungsschutzpräsidenten, der erschreckend unverblümt und offen seine Feindbildstruktur darlegt und damit eine Bewerbung für die Blauen abgegeben hat, fern jeglicher Loyalität gegenüber seinem Land als seinem Arbeitgeber,
- über den amerikanischen Präsidenten, der wieder einmal die Menschen dahingehend zu manipulieren versucht, ihren eigenen Augen nicht mehr zu trauen, und mit einem gefakten Videobeweis weismachen will, der Reporter Jim Acosta habe eine junge Frau geschlagen. Acosta wurde daraufhin die Akkreditierung entzogen, um für seine Fans den starken Max zu markieren und so von einer nicht wirklich erfolgreichen Wahl und einem gefeuerten Justizminister abzulenken
- über den Film "Elternschule", der jungen Eltern von mir sonst geschätzten Medien als "Muss" ans Herz gelegt worden ist und der einen tiefen Einblick gibt in den bei uns gepflegten nicht - wertschätzenden Umgang mit Kindern. Wie sagte schon Karl Valentin: "Erziehung hat keinen Zweck. Die Kinder machen uns eh alles nach."
Ein wenig enttäuscht war ich über das eher geringe Interesse an meiner "Geschichtsstunde" zum hundertsten Jahrestag der Geburtsstunde der Deutschen Demokratie im Freitagspost, ist es in meinen Augen doch ein Ereignis, das gerade auch angesichts der derzeitigen Kontoversen in unserem Land Mut machen und auch Aufklärung leisten kann:
Die Weimarer Republik ist nicht an ihrer schlecht gemachten Verfassung gescheitert, wie immer wieder nachgeplappert wird, sondern sie ist zerstört worden von denen, die das längst überfällige Ende der Fürstenherrschaft nicht akzeptieren konnten. Deutschlands Konservative haben sich damals - und zeigen dass auch heute wieder gerne - nicht mit dem Verschwinden autoritärer Machtverhältnisse abfinden können. So verkündete der Ex-Herzog Bernhard von Sachsen-Meiningen 1923, dass der Deutsche nur gut und brauchbar sei unter einer festen Hand, die auch die Peitsche zu schwingen verstehe, und man meint in einem gewissen Bernd seinen Wiedergänger zu vernehmen, der in seinem neuesten Buch genau diese Ansicht vertritt. Bis heute scheint es eine deutsche Besonderheit zu sein, dass Konservative dem parlamentarischen System - sagen wir mal - sehr skeptisch gegenüber stehen. Aber nun genug davon...
Mit größerem Vergnügen habe ich in dieser Woche auf der Couch liegend immer mal dieses Video vom Hochzeitstanz eines schwulen Paares in den Staaten angeschaut:
![]() |
| Screenshot Youtube |
Da ging mir das Herz auf! Und das ist auch besser so...
Verlinkt mit Andreas Samstagplausch und dem Monatsmotto der Zitronenfalterin






















































