Samstag, 7. Februar 2026

Meine 6. Kalenderwoche 2026

 "What does this say about our society 
that we allow this type of darkness 
to rule over us? Nothing's happening."
Josh Murphy, US-Politikwissenschaftler
"Authoritarian don’t just conquer land,
they colonize minds and capture imagination."
Cody Deese, GA-Pastor
"Niemand kann angesichts 
der disruptiven Entwicklungen von allen Seiten 
vorhersagen, wie die Demokratie in fünf Jahren aussieht."
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
"Es ist eine harte Kultur, eine Kultur der Täter, 
und sie regiert auf der ganzen Welt.
.....
... das macht eine gute Freundschaft aus: 
eine gleichberechtigte Neugier an den Tag zu legen. 
Aufrichtiges Interesse am anderen, 
außerdem Fürsorge und der Wille zur Kooperation."
Niobe Way, Entwicklungspsychologin
"Die Fähigkeit, die Zukunft zu gestalten, 
nimmt auch bei Staaten radikal ab, 
in denen der Druck zunimmt."
Florence Gaub, Zukunftsforscherin



Am vergangenen Samstag bin ich schon wieder nach Ihrefeld gefahren. Diesmal nicht zum Zahnarzt, sondern ins Kino. 

Gesehen habe ich die Verfilmung des 3. Buches von Joachim Meyerhoff "Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" durch Simon Verhoeven. Ich wurde geflutet von Gefühlen aller Arten und Erinnerungen, auch an den Schauspieler Meyerhoff, der uns während seiner Zeit an der Kölner Bühne total begeistert hat. Seine Bücher nicht minder; alle sind gespeichert auf dem Reader & wurden gerne gelesen. 



Der Film hat mir gut gefallen. Doch in der zweiten Nachthälfte beschäftigten mich im Traum die Lücken, die das Leben bei mir so in den letzten Jahren gerissen hat. Da fiel das morgendliche Aufstehen mal wieder besonders schwer vor lauter Simelieren. Dabei die Magnolienknospen angestiert, ob der Frühling dann doch bald kommt.



Letztlich habe ich mich zu einer heftigen Attacke auf das Chaos in meinem Nähzimmer aufgerafft- so viel in dieser Woche zum Thema "Hobby", von dem ich mir eingestehen musste, dass ich es nicht mehr so weiter betreiben kann, wie ich es mir noch lange eingebildet habe.

( Ich habe jetzt nicht aufgeräumt, weil Nicole/niwibo im Februar Rosa sucht. Aber ich habe es wiedergefunden bei mir im Zimmerchen. )



Ab Montagnacht streikte die KVB. Also musste ich meine Unternehmungen am Tag per pedes angehen ( wie viel mehr Menschen an diesem Tag ). Zum Glück war es draußen nur windig. Die anderthalb Kilometer zu meiner ( neuen) Fußpflegepraxis waren kein Thema, die drei zur Aquafitness im Dunkeln ( und dann noch durch Grünanlagen ) habe ich mir erlassen, zumal ich ja auch noch den Rückweg nach einer Stunde Sport hätte antreten müssen. 



Stattdessen habe ich mal wieder eine Linzertorte gebacken für die Zürcher Mädchenschar, die ich am nächsten Tag zu Besuch hatte. Das war das schönste Erlebnis in dieser Woche, mit vier Frauen zwischen achtzehn & dreiundfünfzig zu schnattern über Zukunftsperspektiven, Literatur, Familiengeschichte. Die Torte war wieder ( wie immer ) ein Genuss.


Meine Floristen-Nachbarn sind auch wieder zurück, und im Garten künden die Schneeglöckchen vom Beginn des Vorfrühlings.



Zeit für Bücher habe ich trotz Räumerei & Besuchern gefunden: Gelesen habe ich wieder zwei Bücher, sehr viel weniger meine abonnierten Online-Zeitungen. Und dann habe ich endlich einmal die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und den eintrittsfreien ersten Donnerstag im Monat in den Museen der Stadt genutzt und bin ins MAKK gefahren. "Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono. Schmuck von Künstlerinnen" - wenn das nichts für mich ist, für wenn dann?



Viel Prächtiges, einiges Buntes, ein wenig Bizarres u.a. von den beiden im Ausstellungstitel erwähnten Künstlerinnen, aber vielen anderen mehr, darunter auch welche, die ich hier im Blog vorgestellt habe: Jenny Holzer, Leiko Ikemura, Louise Nevelson, Meret Oppenheim, Niki de Saint Phalle, Kiki Smith, Sophie Taeuber-Arp. Ich nutze jetzt mal die Gelegenheit, hier & heute für einige meiner Porträts Reklame zu machen...

Zur Einstimmung ins Wochenende dann: Abendessen mit der Schwägerin im "Potpourri" mit kleiner karnevalistischer Note.

Unzählige Web-Fundstücke habe ich dieser Woche sammeln können ( und wollen ). Vor allem was die Tatsache betrifft, dass wir über eine Establishment reden ( müssten ), das nicht mehr dem Gemeinwohl, der Gesellschaft verpflichtet ist, sondern der eigenen Erpressbarkeit. 
"Wenn Menschen erpressbar sind, sind es auch ihre Entscheidungen", so Mark Raschke an dieser Stelle. "Der Epstein- Skandal ist deshalb kein Randthema, kein Sexverbrechen unter Reichen. Es ist ein Test für Rechtsstaatlichkeit. Für Elitenkritik. Und für die Frage, ob wir es endlich ernst meinen, dass wir daran arbeiten müssen, wie Macht wieder neu verteilt wird."
Ich will euch, lieber Leser*innen da mit ins Boot holen, bei aller Hoffnungslosigkeit, der ich auch stundenweise zum Opfer falle. Deshalb habe ich mich letztendlich für den Beitrag von Nic Hildebrandt in ihrem  Blog fiftytwofreckles entschieden:
Die Erkenntnis ist nicht schlicht, dass die Welt schlechter wird. Sondern dass sie nie von allein besser wird. 
Und die gute Nachricht ist vielleicht, dass sie es auch nicht muss, wenn nur genug Leute aufhören zu schweigen, auf ein später zu hoffen oder auf Hilfe von irgendwem, sondern wenn sie zusammen etwas bewegen. Wir werden in der Zukunft viel mehr Bewegung von ganz normalen Leute brauchen… Grassroot Movements. Zuversicht ist nicht nur Gefühl, sondern auch eine Entscheidung, eine gemeinsame.
Mit dieser Losung bin ich dann ins Wochenende gestartet, an dem ich drinnen in meinen Zuhause noch einmal alleine bin, aber voller Hoffnung auf Gleichgesinnte dort draußen im Netz...

                                                                 

Verlinkt wieder mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternweltdem Mosaic Monday und den "Sonntags Top Sieben" bei Anita

2 Kommentare:

  1. Liebe Astrid, wieder ein Sonnenstrahl (der gerade fehlt), insbesondere die Webfunde zum Ende! Ganz, ganz lieben Dank für dein ständiges Teilen der vielen wertvollen Gedanken! Eine gleichgesinnte Ina

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  2. weggefaehrtin.blogspot.com07.02.2026, 11:30:00

    liebe astrid, danke für dein engagement, ich habe in meinem blog einen link zu deinem blog gesetzt, mit zitat. ich weiß leider nicht, wie rebloggen geht. freue mich über deine bunte woche und hoffe, es geht so weiter, aber ohne OPNV-streik, damit du zur schwimmrunde kommst. nun noch frohe tage im karneval, befreites lachen ist auch widerstand. herzlichen gruß, roswitha

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