Donnerstag, 16. Mai 2024

Great Women #377: Hilma af Klint

Regelmäßige Leser*innen meines Blogs haben wahrscheinlich vor einem Monat mitbekommen, dass ich nach Düsseldorf gefahren bin, um dort ihre Bilder endlich im Original in Augenschein zu nehmen. Bisher hatte ich von ihr nur gehört oder gelesen: Hilma af Klint. Heute also mein Porträt jenseits von Gedenktagen, wie sonst bei mir üblich.



"Mir wurde gesagt, ich sei ein Pionier
 und habe mich einer unverständlichen Arbeitsweise verschrieben."

"Was ich brauchte, war Mut. 
Und ich fand ihn durch den Einfluss 
der spirituellen Welt, 
die mir seltene und wunderbare Anweisungen bescherte."

Am 26. Oktober 1862 erblickt Hilma af Klint das Licht der Welt auf Schloss Karlberg, das eigentlich nichts anderes als eine Kaserne ist - kein Wunder, bildet der Vater Fredrik Victor af Klint, vierzig Jahre alt, dort Kadetten aus! Es liegt in Solna in der historischen Provinz Uppland ( heute die schwedischen Provinz Stockholms län ). 

Hilma ist das vierte von fünf Kindern: Ihre Geschwister sind Anna (*1856), Gustav (*1858), Ida (*1860) und als Jüngste Hermina (*1870), die ihr besonders nahe stehen wird. Die Mutter, Andréetta Mathilda Sontag, bei ihrer Geburt 32 Jahre alt, kommt aus einer Familie, die zur schwedischen Minderheit in Finnland gehört und der See verbunden ist. Der mütterliche Großvater ist als Großhändler aktiv.

Schloss Karlberg
CC BY-SA 3.0
Der Vater hingegen stammt aus einer Familie von Marineoffizieren: Schon der Großvater und der Urgroßvater des Mädchens haben beide als Vizeadmiräle der schwedischen Marine gedient und auch der Bruder wird eine Ausbildung in der Kadettenanstalt durchlaufen.

1805 ist diesem Urgroßvater Erik af Klint der Adelstitel verliehen worden, denn der und seine Söhne haben sich als Kartographen & Offiziere in der letzten Seeschlacht mit Russland, noch zu Zeiten von Katharina der Großen, verdient gemacht. Der Großvater Gustaf af Klint hat dann ein Kartenwerk geschaffen, welches sämtliche Gewässer Schwedens bis hinaus in die Meere verzeichnet. Sein Porträt wird später das Atelier der Malerin schmücken.

Die wohlhabende Familie verbringt die Sommer in ihrem Haus "Hanmora" auf der Insel Adelsö im Mälarsee. In dieser idyllischen Umgebung kommt das Mädchen schon früh in engen Kontakt mit der Natur und entwickelt eine tiefe Verbindung zu deren Formen, die später eine Inspiration für ihre Arbeit sein werden. Später wird sie auf Munsö, der Nachbarinsel leben. Neben dem Interesse für die Botanik erbt Hilma von ihrer Familie ein großes Interesse für Mathematik, in der sie ebenso wie in Astronomie & Navgation unterrichtet wird. Hilma zeigt aber auch schon früh eine Begabung fürs künstlerische Gestalten.

Die Eltern sind liberal und ermöglichen ihren Töchtern deshalb den Besuch einer Mädchenschule - ein Jahr vor Hilmas Geburt ist das in Schweden möglich geworden - sowie später weiterführende Ausbildungen, was sie sich aufgrund ihrer guten finanziellen Situation auch leisten können. Die Schule - und dort vor allem die Dominanz der Religion - empfindet das Mädchen als restriktiv und einschränkend. Die Familie ist allerdings dem protestantischen Glauben verpflichtet. Hilma wird später über ihre Schulzeit schreiben, dass diese ihr Kummer bereitet habe.

1901 oder früher
Nach dem Umzug der Familie 1872 nach Stockholm in die Norrtullsgatan, und dem Wechsel in eine höhere Mädchenschule studiert die 18jährige dann ab 1880 an der Tekniska skolan (heute Konstfack) in Stockholm, wo sie Landschafts- und Porträtmalerei bei Kerstin Cardon lernt. Sie hat da schon Kontakte in Stockholmer Künstlerkreise als Protégée der Hof-Fotografin Bertha Valerius und kommt erstmals mit Séancen in Berührung, die ihr den Eintritt in eine spirituelle Welt weisen. In diesen Kreisen herrscht auch die Auffassung, dass Künstler*innen besondere Fähigkeiten haben, um Signale aus anderen Welten zu empfangen. Zudem wird die Vision gepflegt, dass Frauen tonangebend in der Kunstszene der Zukunft sein werden.

An der Tekniska skolan schließt sie Freundschaft mit Anna Maria Cassel, mit der sie lebenslang verbunden sein wird und mit großer Wahrscheinlichkeit zu Beginn ein romantisches Liebespaar gewesen ist und von der sie später auch finanziell unterstützt werden wird. Die beiden jungen Frauen teilen das starke Interesse am Spiritismus, da sind sie ganz Kind ihrer Zeit. Bei Hilma wird diese Neigung wohl auch durch den frühen Tod ihrer kleinen Schwester Hermina 1880 noch befeuert. Doch schon im Jahr zuvor hat sie Experimente zur spirituellen Forschung angestellt und den spätromantischen Roman "Singoalla" des Viktor Rydberg von 1857 gelesen, der Gedanken der Theosophie enthält.

"Stigbergsgatan, Södermalm, Stockholm"
(1889)
1882 wird Hilma an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Stockholm aufgenommen, wo sie fünf Jahre lang von Georg von Rosen und August Malmström ausgebildet wird. 

Übrigens ein Glücksfall für die junge Frau, dass in ihrem Land Frauen schon ab 1857 zum Kunststudium zugelassen werden - in Deutschland wird das erst nach dem 1. Weltkrieg so weit sein! Die Männer sind dort selbstverständlich in der Überzahl, und der "Lehrkörper" besteht ebenso selbstverständlich nur aus männlichen Mitgliedern. Und ebenso selbstverständlich werden Männer & Frauen im Unterricht getrennt. Aktzeichnen mit männlichen Modellen ist aber erlaubt...

Hilma bereitet das alles auf das Ungleichgewicht vor, dem sie in der Kunstwelt ausgesetzt sein wird ( und das bis in unsere Zeit wirksam ist )...

"Botanical Drawing"
(1890)
Nach ihrem Abschluss mit Bestnoten stellt ihr die Akademie ein Atelier in der Hamngatan 5 zur Verfügung. Sie lebt nun durchaus erfolgreich von ihrer Kunst, denn sie malt die üblichen konventionellen Landschaften und Porträts im naturalistischen Stil. Um die Jahrhundertwende arbeitet Hilma auch als Zeichnerin für das tierärztliche Institut. Ihre Beobachtungsgabe zeigt sich vor allem auch in ihren genauen botanischen Aquarellstudien. 

1889 wird in Stockholm die schwedische Loge der Theosophischen Gesellschaft gegründet. Mit ihr erreicht eine religiöse Bewegung das Land, die Frauen und Männer als gleichwertig betrachtet und in Führungspositionen sieht & einsetzt -  ganz im Gegensatz zur Svenska kyrkan, der evangelisch-lutherischen Staatskirche. Solche Anschauungen entsprechen auch dem liberalen Selbstverständnis, das Hilma lebt. 

Die junge Frau findet dort eine geistige Heimat, werden doch viele ihrer Überzeugungen und Glaubenssätze geteilt. Die Theosophische Gesellschaft ist die erste religiöse Vereinigung in Europa, die Frauen nicht benachteiligt. Hilma hat sich schon länger mit Fragen von gender and sex beschäftigt, hat freiere Vorstellungen von Geschlecht, u.a. dass Männlichkeit und Weiblichkeit nicht als streng voneinander getrennte Konstrukte zu betrachten sind.

Von 1889 bis 1915 ist Hilma sowohl Mitglied der Theosophischen Gesellschaft als auch des Edelweissförbundet, einer schwedischen Religionsvereinigung auf ökumenischer Basis, der auch ihre Freundin Mathilda Nilsson angehört. Zudem ist sie von den Rosenkreuzern, denen damals noch Rudolf Steiner zuzuordnen ist, beeinflusst, deren Symbolik sich in vielen ihrer Bilder später wiederfinden wird.

Doch auch die Naturwissenschaft interessiert die junge Künstlerin. Ihre Beschäftigung mit unsichtbaren Kräften rührt nicht zuletzt aus einer Vielzahl von naturwissenschaftlichen Entdeckungen des 19. Jahrhunderts, wie Infrarotlicht, Röntgenstrahlen oder elektromagnetische Felder. 

Die Erforschung unsichtbarer Kräfte stellt auch die Kunst vor neue Fragen. Einen Weg weist Hilma die Bekanntschaft mit den Werken des  Norwegers Edvard Munch im Konstsalong 1896. Sie kann dort eingehend den später so genannten "Lebensfries" mit den ikonischen Gemälden "Madonna", "Der Schrei" und "Vampir" studieren. In diesen Werken drückt Munch sein turbulentes seelisches Innenleben aus, versucht also Phänomene zu malen, die man nicht sehen kann, wie Eifersucht, Liebe, Angst.

1890
Hilma gründet noch im gleichen Jahr mit ihren Freundinnen Anna Cassel, Sigrid Hedman, Cornelia Cederberg und Mathilda Nilsson, einen eigenen spirituellen Zirkel - "De Fem" ( "Die Fünf" ), mit dem sie Séancen veranstaltet. 

Sie nutzt diesen Zugang zu den höheren Mächten, das Tor, das sich ihr mit dem Spiritismus und der Theosophie geöffnet hat, von Anfang an für die Kunst. Mit ihrer  weiblichen "Unterstützergruppe" tritt sie mit spirituellen Geistwesen in Kontakt, um deren Botschaften an die Menschheit zu übermitteln. So üben sich "De Fem" schon lange vor André Breton und seinen Surrealisten im automatischen Schreiben und Zeichnen.

Hilma hat Visionen und betrachtet sich von daher als Medium. Sie beschreibt, wie Stimmen mit ihr Kontakt aufnehmen und ihr auftragen, was sie zeichnen soll. All ihre Erfahrungen dokumentiert sie in Notizbüchern, eine Gewohnheit, die sie bis zu ihrem Tod beibehalten wird.


Anfangs zeichnet meist Cornelia Cederberg. Hilma gilt, ungeachtet ihres starken Interesses am Spiritismus, als nüchterne und klare Denkerin. Ihr Element ist das Feuer. Der Austausch mit übersinnlichen Sphären führt nicht dazu - anfängliche Darstellungen ihrer Person nach ihrer Wiederentdeckung erwecken diesen Eindruck der Weltentrücktheit -, dass die junge Malerin den Boden unter den Füßen verliert. Sie wird bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes Leben führen, hält mit allen Neuerungen der Moderne Schritt, geht ins Kino, reist gerne mit dem Zug, wird nach Italien - ein erstes Mal 1903 mit Anna Cassel, um sich dort die Werke der Renaissance anzuschauen -, Holland, Belgien, England, Deutschland, in die Schweiz kommen, besonders gerne den Rhein entlang.

Es gibt auch keinerlei Anzeichen, dass die "höheren Mächte" ihr mit ähnlich theatralischen Auftritten die Kräfte rauben, anders als bei Friedrich Nietzsche und Ernest Josephson, dem schwedischen Maler, den sie den Verstand gekostet haben. 

1903
Aus der écriture automatique der Séancen entwickelt Hilma langsam "automatische Zeichnungen" mit Bleistift voller Motive wie Schnecke, Lilie, Rose, welche später in ihren großen Bildzyklen auftauchen. Der nächste Schritt sind abstrakten Farbpastelle, bei denen florale wie abstrakte Motive sich mit geometrischen Formen abwechseln. Ihre Farben sind Blau, Gelb, Weiß, Rot und Rosa. Blau steht für das weibliche und Gelb für das männliche Prinzip, Rosa/Rot für körperliche/spirituelle Liebe.

1898 stirbt der Vater, zu dem sie wohl eine gute Beziehung gehabt hat.

1904 dann beauftragt das Geistwesen Amaliel Hilma während einer Séance damit, Gemälde für den "Tempel" zu schaffen. Diese sollen die unvergänglichen Aspekte des Menschen darstellen. Was dieser "Tempel" bedeutet, versteht sie erst einmal nicht.  1905 notiert sie, es habe sich eine Stimme bei ihr gemeldet und folgende Botschaft übermittelt: 

"Du sollst eine neue Lebensanschauung verkünden, und du sollst selbst ein Teil in dem neuen ­Königreich werden. Deine Bemühungen werden Früchte tragen."

Nun willigt die 43jährige ein, den Auftrag Amaliels anzunehmen. Für den Zeitraum eines Jahres stellt sie sich dieser Aufgabe zur Verfügung und unterlässt jegliche andere Malerei. Das führt durchaus zu einer Krise, markiert aber auch einen Wendepunkt in Hilmas Leben und künstlerischem Schaffen. Von November 1906 bis März 1907 malt sie schließlich eine Serie von 26 Abstraktionen, kleinformatige Leinwände, die den Titel "Urchaos" tragen und in den dominanten Farben Blau, Gelb, Grün gehalten sind:

"Urchaos", Nr. 2, 17 und 25
(1907)










1905

Die Saat ist gelegt für weitere einhundertelf Bilder, die in den nächsten zwei Jahren entstehen werden. Bereits 1906  hat Hilma im Rahmen dieser Serie ihr erstes abstraktes Bild gemalt und dieselben Wege beschritten, die auch Wassily Kandinsky zur Abstraktion führen werden. Der gibt in seinen Aufzeichnungen für sein erstes abstraktes Werk das Jahr 1911 an, wird aber den Ruhm,  der Erste gewesen zu sein, dafür einheimsen.

"Die Bilder wurden direkt von mir, ohne Vorzeichnungen und mit großer Kraft gemalt. Ich hatte keine Ahnung, was die Gemälde darstellen sollten; Dennoch arbeitete ich schnell und sicher, ohne einen einzigen Pinselstrich zu verändern", notiert sie in ihrem Notizbuch.

1907 löst sich "De Fem" auf, das gemeinsame Experiment ist nicht konfliktfrei abgelaufen. Aber Anna Cassel bleibt an Hilmas Seite, weitere Freundinnen werden in den nächsten Jahren folgen und auf dreizehn Personen wird die neue Gruppe schließlich anwachsen ( 1913 wird es eine Art Mitgliederverzeichnis geben ). Anna Cassel ist die Nummer drei mit dem Element Wasser, eine Gusten Andersson die eins mit dem Element Luft. Auch diese Gruppe hält Séancen ab, verfasst aber fast ausschließlich Texte.

Für Hilma steht eindeutig die Malerei im Zentrum, die anderen haben durchaus andere Interessen, ziehen aber aus den Séancen die Energien für ihre Projekte. Gegenseitige Unterstützung ist vorrangig. Es gibt aber auch romantische Beziehungen, so zwischen Hilma und der Gymnastiklehrerin Sigrid Lancén, die eher offenherzig über ihre leidenschaftlichen Begegnungen mit der Malerin schreibt:

"H. schlief bei mir am Morgen des 25. Juli, küsste mich unaufhörlich, hielt sich so fest an meinem Hals, dass ich ohne Ende weiße Blumen regnen sah, eine weiße Blumenuhr tickte über H.s Kopf."

In der Gruppe ist Lancén die Nummer acht. Sie inspiriert die Malerin zu einer weiteren Serie und wird mit Hilma und ihrer Mutter über neun Jahre in einer gemeinsamen Wohnung leben.

Die Bilder werden übrigens nicht signiert, sind sie doch in Zusammenarbeit mit "höheren Mächten" entstanden. In einer Ausstellung in der Theosophischen Gesellschaft sind die Bilder aber den einzelnen Künstlerinnen zugeordnet. Zwischenzeitlich fasst "De Fem" auch ein gemeinsames Atelier auf der Insel Munsö ins Auge.

"Die zehn Größten. Nr. 1, Kindheit"
( mein Lieblingsbild der Serie; 1907 )

Von August bis Dezember 1907 schafft Hilma eine Serie mit dem Titel "Die zehn Größten": Spiralen, Ovale, Kreise und Schlangen­linien in leuchtenden Farben entstehen auf einem ­monumentalem Format von mehr als drei Metern in der Höhe und fast zweieinhalb Metern in der Breite - Scheunentorgröße! Diese Maße bearbeitet die Malerin in "geradezu  rasender Geschwindigkeit": Für jedes Bild benötigt sie nur vier Tage! 

Die Arbeit wird in zwei Phasen aufgeteilt: Zunächst werden die Kompositionen mit Bleistift in Umrissen und Linien auf "Architekturpapier" gezeichnet, Farbanweisungen sind in Worten aufgeführt. Dann werden die Papierbögen auf die Leinwand geklebt, das Ganze auf den Boden gelegt und schließlich in der Horizontalen mit recht flüssiger Temperafarbe bemalt. Abdrücke von Schuhsohlen, Farbspritzer und -schlieren sind auf den fertigen Bildern ebenso wie die Vorzeichnungen zu sehen. Cornelia Cederberg ist wohl helfend "eingesprungen". Die Malerin selbst wird nie ein Geheimnis daraus machen, dass einige ihrer Werke im Kollektiv entstanden sind. Sie ist ohnehin der Ansicht, dass ihre Bilder eher "durch" und nicht "von" ihr geschaffen werden.

Die organische Formensprache der frühen Abstraktionen werden immer mehr durch eine streng geometrische abgelöst. Der Künstler folgt dem Prinzip der inneren  Notwendigkeit, das ist Hilmas Überzeugung.

"Die Zehn Größten" Nr. 3, Nr.4 (Jugend), Nr. 5 (Erwachsenenalter), Nr. 9 (Hohes Alter)
(1907)

Bis 1908 arbeitet Hilma in ihrem Atelier in der Hamngatan. Dann zieht sie um in die Brahegatan 52, um sich mehr um ihre inzwischen völlig erblindete Mutter kümmern zu können, die eine Wohnung in dem Haus hat. Die Arbeit an den Bildern wird unterbrochen und erst 1912 wieder aufgenommen. Es gibt allerdings 1911 eine Ausstellung ihrer frühen, naturalistischen Werke in der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Stockholm. Auch 1914 ist sie bei einer Ausstellung in Malmö mit einem akademischen Werk willkommen, als Schöpferin von neuen künstlerischen Ausdrucksformen nicht. In puncto Kandinsky, der auf dieser Superschau fast einen ganzen Raum bespielt ( er zeigt u.a. das Gemälde "Improvisation Nr. 2 (Trauermarsch)" ), überschlägt sich hingegen die Presse...

"The Eros Series, No 1,
The WU/Rose Series, Group II"
(1907)
1908 hat Hilma Rudolf Steiner, den Generalsekretär der deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft ( und späteren Gründer der Anthroposophie ) in ihr Atelier eingeladen. Sie notiert, dass Steiner besonders die Bilder "Urchaos Nr. 13, 15, 16, 17 und 19", die "Gruppe I", Serie "WU / Rose" gefallen haben, sie seien symbolisch die besten. 

Unbeeindruckt bis kritisch steht er ihren abstrakt-symbolischen Bildern gegenüber und ihrer mediumistischen Entstehung. Er findet, dass ihre Arbeitsweise für einen Theosophen unangemessen seien, und meint, dass ihre Zeitgenossen ihre Bilder nicht akzeptieren und verstehen werden und es weitere 50 Jahre dauern würde, sie zu entschlüsseln. Hilma stellt daraufhin ihre Versuche für vier Jahre ein.

Zusammen mit Freundinnen hat Hilma af Klint 1912 von der adeligen Familie Giertta die Villa "Furuheim" auf der Insel Munsö im Mälarsee gemietet. Sie kann das Haus erwerben, nachdem ihr Bruder ihr ihren Erbanteil an den Höfen der Familie auf Adelsö ausgezahlt hat. Dort wird sie in den kommenden Jahren mit ihren Künstlerfreundinnen eine eigene Kolonie samt Atelierhaus aufbauen, finanziert vor allem von Anna Cassel.

"Der Schwan" Nr.1, Nr.2 und Nr.7
(1914/15)


Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges holt auch das neutrale Schweden nach und nach die grausame Realität ein. Die Malerin zieht sich immer mehr und öfter nach Munsö zurück. Thomasine Andersson, die Nummer dreizehn der Gruppe, eine Krankenschwester, weiß von den verstümmelten und in den Wahnsinn getriebenen Soldaten zu berichten, die von den Fronten in ihrer Begleitung in ihre Heimat zurücktransportiert werden. 

Im Herbst 1914 beginnt die Künstlerin die düsterste Serie ihres Werkes: "Der Schwan".

"Der Schwan" Nr. 16 und Nr. 17 Gruppe IX
"Der Schwan" Nr. 1 Gruppe IX


( Ich finde, dass man die Arbeit der Hilma af Klint erst richtig erfahren und bewerten kann, wenn man als Betrachter die ganze Serie auf sich wirken lassen kann. Das macht mir vor allem die "Schwan"- und die "Tauben"- Serie deutlich, betrifft aber auch das "Urchaos". )

"Die Taube" Nr. 2, Nr. 4 und Nr. 5
(1915)



1915 folgt eine weitere Serie: "Die Taube": Der "Heilige Geist" der Christenheit ist nur auf einigen der Gemälde zu sehen und bewegt sich dann vom oberen zum unteren Bereich abwärts, symbolisch den Geist mit der Materie und den Himmel mit der Erde verbindend. Sie spiegeln Hilmas Wunsch wider, Dualitäten zu überwinden und einen Zustand der Harmonie zu erreichen.

"Die Taube" Nr. 9, Nr. 12 und Nr. 14
(1915)

1915 schließt die Künstlerin den Zyklus "Die Gemälde zum Tempel" mit den drei großen "Altarbildern" ab ( die mich so gar nicht ansprechen mögen ). Als Hilma die Arbeiten für den Tempel abgeschlossen hatte, endet die spirituelle Führung.

1916 entstehen zwar weiterhin metaphysische Bilder, allerdings ist ihr Ansatz nun unabhängiger. Statt Ölmalerei bevorzugt sie nun das Aquarellieren und die Formate werden kleiner. Die Serie "Parzifal" umfasst 144 Aquarelle. 1917 folgt eine geometrisch-abstrakte Serie "Das Atom", in der ihr starkes Interesse an Naturwissenschaften Ausdruck findet. Gleichzeitig diktiert sie einen Text über 1240 mit Maschine geschriebene Seiten über das Seelenleben und die geistigen Zusammenhänge der Welt.

Ausschnitte aus "The Parsifal Series"
(1916)
Als im Jahr 1918 das vierte Kriegsjahr anbricht, zieht sich Hilma ganz aus Stockholm zurück. Zusammen mit ihrer pflegebedürftigen Mutter geht sie dauerhaft nach Munsö, denn so lässt sich auch die Miete für die Stadtwohnung einsparen. Begleitet wird sie von Thomasine Andersson, die als Pflegerin für die Mutter engagiert worden ist, aber sich auch zu einer dauerhaften Seelenfreundin entwickelt hat.

Am 5. Januar 1920 stirbt Hilmas Mutter mit 89 Jahren. Anschließend beginnt die Malerin mit der Serie zu den "Weltreligionen". Gemeinsam mit Andersson zieht sie nach Helsingborg. Beide treten ebenda der Anthroposophischen Gesellschaft bei.

"On the Viewing of Flowers an Trees"
( Aquarell; 1922 )

Um 1920 lernt Hilma  in Dornach in der Schweiz, wo im Goetheanum der Sitz und Tagungsort der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft ist und wo sie sich immer wieder, auch über einen längeren Zeitraum, aufhält, die niederländische Eurythmistin Peggy Kloppers-Moltzer kennen, die ebenfalls dort Mitglied ist. Später reist sie zu dieser nach Amsterdam, wo die Beiden mit der Redaktion eines Kunst- und Architekturmagazins über eine mögliche Ausstellung verhandeln - ohne Erfolg! Kloppers erreicht immerhin 1928, dass bei der Weltkonferenz für Geisteswissenschaft in London, bei der sie Mitglied des Organisationskomitees ist, mindestens eines von Hilmas abstrakten Werken ausgestellt wird. Inzwischen gibt es auch Belege, dass Hilma in London mehr von ihren Werken gezeigt hat. 

Die Künstlerin unternimmt viele Versuche, ihre Arbeiten einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren. Später hat sie ihre Bilder, auch die großformatigen, abfotografiert und nachkoloriert und in ein kleines transportables Format transformiert. Mit diesem Museum im Koffer reist sie mit Thomasine Andersson, um die Bilder andernorts vorzeigen zu können.

Aquarell-Serie aus Dornach
(1924)
In Dornach, bei Steiner, beißt sie auf Granit, als sie ihm ihre gesamten Gemälde für den Tempel anbietet. Der scheint sich nicht auf das zusammenhängende Konzept einer weiblichen Kunstschaffenden einlassen zu können. Enttäuscht skizziert sie einen spiralförmigen Tempel, der eines Tages ihre Bilder beherbergen soll – und der dem New Yorker Guggenheimgebäude, das ihr Werk 2018 ausstellen wird, verblüffend ähnlich sieht!

Sie hat auch Entwürfe für das Deckengemälde des 2. Goetheaneums gemacht, nachdem das erste abgebrannt ist. Immerhin nimmt das Goetheanum dann 1927 ihre Studien zu Blumen, Moosen und Flechten von 1919 als Schenkung an. Diese Studien sind Teil einer größeren esoterischen Arbeit, mithilfe derer die Malerin die Natur zu verstehen und zu systematisieren versucht hat. 1924 hat sie allerdings schon mit Thomasine beschlossen, nicht mehr zu Steiner zu reisen.

Viele Künstler, die neue Wege einschlagen, sind Opfer von  Hohn und Spott geworden, Frauen besonders. Aber Hilmas ungegenständliche, spirituelle Malerei wird nie öffentlich kritisiert, erhält sie doch so gut wie keine öffentliche Aufmerksamkeit: 
"Hilma af Klint hat nie damit gerechnet, von der Kunstwelt im engeren Sinne verstanden zu werden. Sie wollte weder in der Akademie ausstellen noch in der Galerie, sie wünscht sich keine Sammler oder Käufer. Sie will ein Publikum, das sucht, Frauen, Männer oder Kinder, denen die Bilder einen Weg weisen können, zu einer Alternative, einem Ausweg aus dem Materialismus. […] Die Augen will sie dafür öffnen, dass alles auch ganz anders sein könnte und die Welt größer ist, als das, was man sieht, wandlungsfähig und veränderbar", schreibt Julia Voss in ihrer einmaligen Biografie.
Die Malerin fragt sich zusehends, was eines Tages mit ihren Gemälden, Zeichnungen und Schriften geschehen soll und der Gedanke an die Zukunft ihres Werks bereitet ihr Sorgen. 1932, mit 70 Jahren, verfügt sie, dass ihre Bilder bis 20 Jahre nach ihrem Tod nicht ausgestellt werden dürfen und kennzeichnet die Leinwände entsprechend. 

Das zeugt von einer gewissen Hellsichtigkeit: Werke von Künstler*innen, die zu ihren Lebzeiten nicht sonderlich anerkannt sind, gehen oft verloren oder werden zerstört. Und in Deutschland haben die Nazis nach ihrer Machtergreifung und der Ausstellung "Entartete Kunst" von 1937 gezeigt, dass vor der Vernichtung von Kunstwerken, die nicht den Vorstellungen von Autoritäten entsprechen, nicht zurückgeschreckt wird. 

Wohnung in Helsingborg
(1932)
Aus der Zeit zwischen 1925 und 1930 existieren keine Gemälde oder Aufzeichnungen der Malerin. Zu Hilmas letzten Malereien aus den frühen 1930er Jahren gehören zwei Aquarelle mit den Titeln "Der Blitz" und "Der Kampf im Mittelmeer", die die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs vorhersagen. Ihrem Neffen Erik af Klint, Vizeadmiral der Königlich Schwedischen Marine, vermacht sie in ihrem Testament schließlich ihre Sammlung von mehr als 1200 Gemälden und 125 Tagebüchern. Ihre privaten Aufzeichnungen vernichtet Hilma.

Nachdem die Gefährtin 1940 gestorben ist, kehrt Hilma von Lund, wo sie seit 1935 mit Andersson gewohnt hat, nach Stockholm zurück. Dort lebt sie mit ihrer Cousine Hedvig af Klint in Ösby in Djursholm zusammen. An den Verletzungen, die sie sich bei einem Unfall mit einer Trambahn zugezogen hat, stirbt Hilma af Klint am 21. Oktober 1944, fünf Tage vor ihrem 82. Geburtstag. Sie findet ihre letzte Ruhe in dem Grab ihrer Eltern auf dem Stockholmer Galärvarvskyrkogården. Dort ist kein Stein mit ihrem Namen aufgestellt.

1968/69 packt Erik af Klint mit seinem Sohn Johann die hinterlassenen Kunstschätze aus. 1970 bietet die Familie dem Moderna Museet in Stockholm die gesamte Sammlung als Geschenk an. Man lehnt ab, denn zu Lebzeiten habe die Künstlerin ja nie ausgestellt. Daraufhin werden von 1972 bis heute die Bilder von einer Stiftung, der Stiftelsen Hilma af Klints Verk, gehütet. Sie werden nicht verkauft, haben keinen Markt, keine Lobby. 

Dank des Kunsthistorikers Åke Fant wird Hilmas Kunst in den 1980er Jahren einem skandinavischen Publikum nahe gebracht, als er sie 1984 auf einer Nordik- Konferenz in Helsinki vorstellt. 1988 gibt es dann im Nordiskt Konstcentrum Helsinkis eine weitere Ausstellung.

1986 kann man erstmals Bilder von ihr öffentlich sehen, in der Ausstellung "The Spiritual in Art, Abstract Painting 1890–1985" in Los Angeles. Ihre Bilder werden damals allerdings nicht sehr beachtet. 

Als im Dezember 2012 das Museum of Modern Art in New York die Ausstellung "Inventing Abstraction. 1910–1925" eröffnet, ist Hilma af Klint erneut nicht dabei, Kandinsky dagegen mehrfach. Obwohl ihr  Name Experten mittlerweile nicht ganz unbekannt ist, sieht man keine Notwendigkeit, diese spirituelle Künstlerin in den Kreis aufzunehmen:  Die Geschichte der abstrakten Kunst sei doch längst fertig erzählt, die "Heldenrollen" verteilt! Außerdem kann man mit ihr auf dem Kunstmarkt keine Geschäfte machen, da sie ein Kaufverbot verfügt hat.

Erst 2013, siebzig Jahre nach ihrem Tod, widmet das Moderna Museet in Stockholm unter dem Direktor Daniel Birnbaum der Künstlerin endlich eine umfassende Retrospektive: "Hilma af Klint. A Pioneer of Abstraction". Die Ausstellung zieht weiter nach Berlin in den Hamburger Bahnhof, dem Berliner Museum für Gegenwartskunst, nach Malaga und ins Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæck/ Dänemark. Kleinere Ausstellungen in Metz und London folgen.

Guggenheim - Museum New York


Und 2018 initiiert das Solom R. Guggenheim Museum in New York eine Einzelausstellung, die mit ihren 600 000 Besuchern zur bestbesuchtesten Ausstellung in der Geschichte des Hauses wird. Jetzt endlich beginnt die Kunstwelt, die außergewöhnliche Künstlerin und ihren Bilder- und Gedankenkosmos zu entdecken und ein wahrer Hilma-Hype mit allen Konsequenzen wird medial losgetreten. "Diese Bilder sind eine Offenbarung und mit nichts zu vergleichen, was vor ihnen kam", heißt es da schon mal in der Presse. 

In Deutschland sind einige von Hilmas Bildern in einer Ausstellung im Münchner Lenbachhaus dabei: "Weltempfänger" ab November 2018. Eine Arte- Produktion -"Ihrer Zeit voraus, Hilma af Klint"- von Julia Berkert aus dem Jahr 2019 trägt dazu bei, den Bekanntheitsgrad der Malerin zu erhöhen. 

Im April 2020 ist wieder Schweden an der Reihe, diesmal mit Malmö. Das Pariser Centre Pompidou lenkt dann im Sommer 2021 mit der Ausstellung "Elles font l'abstraction" die Aufmerksamkeit über Hilma hinaus auf weitere Künstlerinnen der Abstraktion. Und es geht weiter Schlag auf Schlag. 


Die Berliner Filmemacherin Halina Dyrschka hat für ihre Dokumentation "Jenseits des Sichtbaren" bereits jahrelang zu Hilma af Klint recherchiert & das gesamte Werk der Künstlerin gesichtet. Der Film kommt mit einiger Verzögerung 2020 in Deutschland in die Kinos.

2020 kommt auch die Biografie von Julia Voss heraus, die sogar Schwedisch gelernt hat, um sich mit allen möglichen Quellen auseinandersetzen zu können. Sie hat schon 2011 in einem FAZ-Artikel auf die Bilderstürmerin" aufmerksam gemacht. Nun räumt sie auf mit dem lange gehegten & gepflegten Bild der Hilma af Klint als zurückgezogener Elfenbeinturm- Künstlerin, die kaum soziale Kontakte und sich wie eine vestalische Priesterin nur ihrer Aufgabe verschrieben hat. Ja, auch mit dem Vorurteil, sie sei es doch selbst schuld gewesen, dass sie nicht berühmt geworden sei, geht sie in Gericht und beleuchtet die Wirkweise des Kunstmarktes. 

2020-2022 kommt ein siebenbändiges Werkverzeichnis - "The Complete Catalogue Raisonne" - von  Kurt Almqvist & Daniel Birnbaum herus. 2021–2022 wird  ein Virtual-Reality-Erlebnis "The Temple" mit Werken von Hilma af Klint in Zusammenarbeit mit dem Bokförlaget Stolpe, Acute Art, London, und der Axel and Margaret Ax:son Johnson Foundation for Public Benefit produziert ( in der Ausstellung in Düsseldorf zu sehen ).

Inzwischen ist in Schweden ein Biopic - "Hilma – Alle Farben der Seele" entstanden unter der Regie des von mir geschätzten Lasse Hallström, der auch das Drehbuch verfasst hat und seine Frau, Lena Olin, und seine Tochter Tora die Hilma verkörpern lässt. Es hat mir gut gefallen.

Ob all der Rummel dieser Frau gerecht wird, habe ich mich schon manches Mal gefragt. Mir ist vieles, was sie ausmacht, erst bei der eingehenden Beschäftigung mit ihrem Werk aufgegangen, aber nicht beim zurückliegenden Ausstellungsbesuch. Es ist eine intellektuelle Kunst, finde ich, die mich nicht wie sonst "angesprungen" hat. "Frau sieht nur, was sie weiß" hat in diesem Fall für mich mehr als sonst bei der Begegnung mit Kunst gegolten.





6 Kommentare:

  1. welch eine Biographie - liebe Astrid, es liest sich - sehr interessant und abenteuerlich wie sehr doch so manches künstlerisches Leben/fast ausschließlich der Kunst gewidmet oft verkannt, unbeachtet, kritisiert, nicht ernst genommen und beiseite gelegt wurde.
    Eine zeitliche Lebensspanne voller Ernsthaftigkeit eines Lebens das Spass nd vergnügen wohl kaum kannte...
    hat mich sehr fasziniert durch welche Lebenswirren sie ging...

    hochinteressant...
    herzlich ein Danke angel

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  2. Danke für dieses ausführliche Portrait, liebe Astrid.
    Die filmischen Varianten werde ich bei Gelegenheit anschauen.
    Ich finde es so spannend, wie sie auf die Abstraktionen gekommen ist. "Durch sie, nicht von ihr..."
    Ja, Kandinsky hat allen Ruhm abgeschöpft. Das lässt mich etwas traurig sein. Ich gönne ihm seinen Erfolg, aber die Art und Weise wie er manchmal zustande kam, geht zu Lasten von Frauen. War ich doch gerade erst mal wieder im Lenbach-Haus in München ....
    Hilma af Klint jedenfalls hat nun ein wenig aufgeholt und das zu Recht.
    Herzlichst,
    Sieglinde

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  3. Es úberrascht mich nicht, dass Wassily Kandinsky die "Ehre" fúr sich beanspruchte, das zeigte er ja im Umgang mit dem Werk von Gabriele Múnter bereits zur Genúge. Zum Glúck ist es nun leichter úber den eigenen Tellerrand zu schauen und solche Frauen wiederzuentdecken. GLG nic

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  4. Ich hatte noch nicht das Glück, ihre Bilder in Natura zu sehen, aber das reich bebilderte Buch von Julia Voss habe ich schon vor einiger Zeit gelesen. Mich faszinieren die Bilder von Hilma af Klint sehr. Dass sie von Steiner abgewiesen wurde, erhöht für mich nur den Grad der Bedeutung von Hilmas Kunst. Intellektuell würde ich sie nicht bezeichnen. Aber jede/r sieht halt mit anderen Augen.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  5. was warst du wieder fleißig
    so ein ausführliches Portait
    ich kannte sie nich
    aber die Bilder gefallen mir schon irgendwie ;)
    erstaunlich finde ich auch wie sie zu dieser Malerei kam und durch was sie sich inspirieren ließ
    dankeschön
    Rosi

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  6. Ich hatte das Glück die Ausstellung ihrer Bilder im Guggenheim sehen zu können und ich kann mir keinen besseren Platz dafür vorstellen. So viele Bilder dümpeln noch von diesem Besuch in meinem Fotoarchiv. Die mitgelesene Biografie damals hat mich hier und da durch die Art des praktizierten Spiritualismus, etc. etwas auf Abstand gebracht, was der eindrücklichen Wirkung ihrer Bildwerke nicht schmälert.
    Ihre Bildserien "leben" durch die gemeinsame Präsentation. Die Gruppe der "Schwäne" fand ich beeindruckend. Der Person Hilma musste ich mich, wie gesagt, während der Ausstellung erst nähern und mit ihr anfreunden.
    Ich hoffe immer noch zur ausstellung in Düsseldorf kommen zu können.
    Viele liebe grüße,
    Karin

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Danke, dass du dir für ein paar liebe Worte Zeit nimmst!

Ich wünsche mir allerdings nach wie vor, dass ein Name am Ende des Kommentars steht.
Da die anonymen namenlosen Kommentare zuletzt wieder zugenommen haben, hier der ausdrückliche Hinweis:

Ich werde sie weiterhin konsequent NICHT freischalten. ( Ausnahme: die amerikanische Gepflogenheit, nicht zu unterschreiben )

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