Donnerstag, 23. Juli 2020

Great Women #228: Diana Rigg

Das war ein Frauenbild, so ganz anders als das, was mir täglich in meiner Nonnenschule vermittelt wurde! Kein Wunder, dass mich der erste Auftritt von Mrs. Emma Peel im Programm des Zweiten Deutschen Fernsehens im Oktober 1966 faszinierte, ist man doch als Teenager auf der Suche nach Gegenprogrammen zum traditionellen Konzept: Eine Frau, die Kampfsport betreibt und mit Männern wie selbstverständlich auf Augenhöhe agiert - so kämpferisch und schlagfertig war ich höchstens in meinem tiefsten Innern. Und dann war sie auch noch eine Brünette! Diana Rigg hat wegen dieser Ermutigung bis heute einen Platz in meiner persönlichen Ehrenhalle.


Enid Diana Elizabeth Rigg kommt am 20. Juli 1938 in Doncaster zur Welt, einer Stadt mit einer Burg aus normannischer Zeit, die Sir Walter Scott zu seiner Romanfigur Ivanhoe inspiriert hat und die 30 km nordöstlich von Sheffield in South Yorkshire liegt. Ihre Mutter Beryl Hilda Helliwell ist zu diesem Zeitpunkt dreißig Jahre alt, der Vater Louis Rigg, genannt James, ein Eisenbahningenieur, fünf Jahre älter. Beide Elternteile stammen aus Yorkshire, doch leben sie zu dieser Zeit in Indien.

Louis "James" Riggs hat schon vor seiner Ehe dort gearbeitet und Beryl 1932 in Bombay geheiratet. 1935 ist auch der Bruder Hughes in einem Militärhospital in Indien auf die Welt gekommen. Das ist so ein traumatisches Erlebnis für die Mutter gewesen, dass sie während ihrer zweiten Schwangerschaft nach England zurückgekommen ist. Yorkshire ist ja auch eine echte Alternative zur indischen Gluthitze, um im Sommer ein Kind zur Welt zu bringen! 

Als Diana zwei Monate alt ist, kehrt ihre Mutter mit ihr zu ihrem Mann und Sohn nach Indien zurück, genauer gesagt ins heutige Rajasthan, wo ihr Vater als Eisenbahnaufseher bei der Bikaner State Railway eingesetzt ist. 

Für einen britischen Eisenbahner ist das Leben in Indien in jener Zeit noch fast königlich zu nennen: 

Die Familie lebt in einem großen Haus im Schatten der mächtigen Eisenbahnstation, mit Gärtnern und Dienern, obwohl der Vater sich noch nicht auf der höchsten Rangstufe bei der Eisenbahn befindet. Im Sommer reist man im eigenen Waggon in zur Sommerfrische in die Hügel am Fuße des Himalaya, "wie die königliche Familie nach Balmoral reist", wird Diana es später beschreiben. Dort verschwindet sie den ganzen Tag mit ihrem Bruder in der Wildnis. "Indien ermöglichte mir einen herrlichen Start ins Leben. Es gab mir eine Unabhängigkeit des Geistes. Unsere Eltern lebten ein sehr geselliges Leben und nahmen uns mit auf schöne Familienausflüge." Diana hat in der Rückschau den Eindruck, dass sie damals sehr verwöhnt worden ist.

1943
Klar, dass Diana in jungen Jahren Hindi als zweite Sprache spricht, denn so verständigt sie sich mit ihrer "Ayah", mit der sie viel Zeit verbringt. In bester edwardianischer Tradition nehmen sich die eigenen Eltern wenig Zeit  für ihre Kinder, und das kleine Mädchen ist oft von ihnen separiert. Besonders schwer fassbar ist für Diana der Vater, es sei denn "er nahm sich die Zeit, mir beizubringen wie man Fisch brät."

Später wird der Vater Superintendent der Eisenbahnen, und die Familie zieht 1943 dann ins größere Jodhpur, am Ende der Wüste Thar gelegen.

Als Diana acht Jahre alt ist, wird sie nach England zurückgeschickt und in der "Great Missenden School" in Buckinghamshire untergebracht. Dort fühlt sie sich wie eine Vertriebene. Sie erleidet einen Kulturschock und ist sehr unglücklich: 
"Meine Eltern wollten nicht grausam sein, es war eine Sache der Überzeugung. Sie dachten, sie täten das Richtige... Die Schule wollte nicht grausam sein, aber sie war es. Ich fühlte mich wie ein Fisch außerhalb des Wassers. Ich kannte niemanden. Ich musste von vorne angefangen." ( Quelle hier )
Das Wetter in England ist schrecklich, so, wie es immer beschrieben wird. Sie bekommt Ohrenentzündungen und fängt sich Läuse ein. Dass mit solchen geballten negativen Erfahrungen sich das ganze Leben verändert, wird Diana später sagen. Sie fühlt sich zurückgewiesen und verlassen und muss sich jetzt notgedrungen alleine um sich selbst kümmern. Die Folge: "Du wirst nie wieder auf deine Eltern angewiesen sein.

In dieser misslichen Lage hilft ihr ihre reiche Fantasie, die Vorstellungsgabe wird erst einmal ihre einzige Stütze. Kinder sind generell anpassungsfähig, Diana besonders, und sie wird sehr selbstgenügsam. Sie entwickelt - angeregt durch den einzigen Film, den sie bis dato gesehen hat - innere Bilder voller Glanz & Glamour, die sie aus der Trostlosigkeit ihrer schulischen Umgebung entfliehen lassen. Rein äußerlich sitzt sie dann gerne auf einen Baum auf dem Schulgelände, so weit oben, wie möglich. In den Schulferien hält sie sich dann bei der Großmutter in Doncaster auf, für die es ein Kreuz ist, die beiden Enkelkinder zu betreuen, die sich von ihren Eltern so im Stich gelassen fühlen.

Schließlich kann Diana in den zwei Jahren, in denen sie in diesem Internat verbleibt, alles zum Besseren wenden, indem sie ihre Fähigkeit als Geschichtenerzählerin und die Erlebnisse in Indien als Basis für ihre Geschichten nutzt. Sie gewinnt schließlich Freundinnen, die ihr für ihr restliches Leben verbunden bleiben werden. Unglaublich rebellische Mädchen sind das, denn die lange Trennung von den Eltern macht sie unabhängig und widerstandsfähig. 

Mit der Freiheit ist es aber erst einmal wieder vorbei, als die Eltern für immer nach England zurückkehren, und Diana wieder in einer Kleinfamilie leben soll. Das ist zudem schwierig, da der Vater erst einmal keinen Job findet und die Mutter sich sehr distanziert verhält. Eine Fluchtmöglichkeit für die Zehnjährige: die Literatur, besonders die Bühnenkunst. Sie lauscht hingebungsvoll den Stücken, die sie im Radio senden, ihrer Poesie, der Sprache. Es ist der Beginn einer Reise, "that involved feeding my mind".

Doch bald verliert sie erneut ihr emotionales Gleichgewicht, da sie wieder die Schule wechseln muss. Die Familie zieht nach Leeds, wo der Vater eine Stelle als Betriebsleiter eines Ingenieurbüros findet. "Fulneck Girl's School" heißt das von dem Mährischen Brüdern - die wir mit dem Begriff  "Herrnhut" verbinden - geführte Institut, wo die Schülerinnen "were not exactly bathed in personal freedom". Diana wäre geistig erstickt, wäre da nicht ihre Sprachlehrerin Sylvia Greenwood gewesen...

Die erkennt das Potential ihrer Stimme, merkt, dass sie schauspielern kann, Literatur liebt und Wörter. "Nicht nur ermutigte sie mich, sie spornte mich an, holte das Beste aus mir heraus. Ich lebte auf." Jeden Abend übt sie nun Verse und muss feststellen, dass es das ist, was ihr Freude macht. Außerdem erfährt Diana, dass es ihr gut tut, sich in eine andere Figur zu verwandeln, eine andere Form von Freiheit, wie sie findet. Unterstützung gewährt ihr der Großvater, der gerne Lyrik rezitiert und Shakespeare verehrt. Bald darf Diana die Titania in der Schulaufführung des "Sommernachtstraums" spielen. Mit dreizehn vermittelt ihre Lehrerin sie an eine Theaterproduktion einer anderen Schule, wo sie die Hauptrolle in "Goldilocks" übernimmt.

Wenn in Dianas Familie etwas abgelehnt wird, dann "Vanity". Und nun guckt diese Teenagertochter dauernd in den Spiegel. Doch Diana tut das, weil sie dort, wie in einer Puppe versteckt, ihr wahres Selbst sieht: Schauspielerin zu sein! Dem Berufswunsch ihrer Tochter stehen die Eltern mehr als skeptisch gegenüber. Aber die Lehrerin überzeugt sie, ihre Tochter trotz ihrer Einwände auf eine Schauspielschule zu schicken. Mit siebzehn hört Diana mit der Schule auf und bereitet sich auf die Aufnahmeprüfung für die "Royal Academy of Dramatic Art" (RADA) vor. Mrs. Greenwood und ihre Mutter begleiten sie zur Aufnahmeprüfung. Sie wird angenommen, sehr zum Missfallen ihrer Eltern.

Links als Cordelia ("King Lear"), rechts zu Hause in Leeds
Der Start in London ist überwältigend, und die junge Frau stellt fest, wie wenig Ahnung sie doch vom Theater hat. Aber sie beschäftigt sich nicht über die Maßen mit ihren Selbstzweifeln, sondern "jumped into her new life with both feet". 

Erleichtert wird ihr Start auch dadurch, dass sie ein weiteres Mädchen aus Leeds kennenlernt, Valerie Pitts ( die spätere Ehefrau von George Solti ). Die findet Diana von Anfang an perfekt und bewundert, wie die in einer halben Stunde ihre Texte lernen kann. Diana findet es nach der restriktiven Schulzeit für sich wichtiger, Lebenserfahrungen zu sammeln, statt sich mit Textlernen, dem Üben im bewaffneten Kampf oder dem Aufpolieren ihres sprachlichen Ausdrucks abzuzgeben ( wie ich das nachvollziehen kann! ). Aufgrund ihrer Kindheit in Indien spricht sie ohnehin ein aristokratisches Englisch ohne den harschen Akzent des Nordens.

Der Unterricht an der RADA erscheint der Schauspielschülerin im zweiten Jahr dann viel zu abgehoben. So erhöht sie ihre Dosis an wirklichem Leben, geht aus, feiert, hat viele "boyfriends". Sie ist einfach nicht gemacht für akademisches Lernen! Dennoch kann sie 1957 nach ihrem Abschluss - ein Minimum nennt sie das, was sie an der RADA vermittelt bekommen hat -  ihr Theaterdebüt geben: Im "Kaukasischen Kreidekreis" von Bert Brecht übernimmt sie die Rolle der Natella Abashwilli in einer RADA - Produktion beim York-Festival.

Erst 1959 wird Diana Rigg Mitglied der "Shakespeare Memorial Theatre Company" ( ab 1960 "Royal Shakespeare Company" (RSC) in Stratford-on-Avon, nachdem sie im Jahr zuvor abgelehnt worden ist und sich mit diversen Jobs, auch als Model und "assistant stage manager", über Wasser halten muss. Nun wird sie als Zweitbesetzung eingesetzt in "All’s Well that Ends Well" ( deutsch: "Ende gut, alles gut" ), "Othello" ,"A Midsummer Nights Dream", "Coriolanus" und  "King Lear". Im Jahr darauf kann sie einen Drei-Jahres-Vertrag unterschreiben und findet, dass es jetzt endlich ernst wird mit dem Schauspielerinnen - Dasein.

Vor allem hat sie jetzt die Gewissheit, dass, wenn sie während der einen Spielzeit nicht viel zu tun hat, es in der nächsten besser wird. Zudem erhält sie weiteren Unterricht in Sprecherziehung und lernt andere Dramatiker wie Tschechow kennen. Unter dem legendären Peter Brook, dem Pionier des experimentellen Theaters in Großbritannien, spielt sie die Cordelia und eine der Hauptrollen in der "Komödie der Irrungen". Neben den Theaterneulingen wie sie selbst sind Vanessa Redgrave und Albert Finney, unter den lebenden "Legenden" Dame Edith Evans, Sir Laurence Olivier und Paul Robertson - "What a training!", wird sie später dazu sagen.

Von links nach rechts: Albert Finney ( als Hercule Poirot ), Vanessa Redgrave, Sir Laurence Olivier, Dame Edith Evans und Paul Robertson ( als Othello )
"While theater fed her soul, it didn't do much to put food on the table." ( Kathleen Tracey hier ) So bemüht sich Diana ums Fernsehen. Sie erhält eine Gastrolle in einer Episode von "The Sentimental Agent". Ihr übernächster Job beim Fernsehen sollte dann der Katalysator sein für eine unerwartete Wendung in Dianas Karriere:

Zu dieser Zeit ist die Serie "The Avengers" eine der beliebtesten im britischen Fernsehen. Als die Hauptdarstellerin Honor Blackman ankündigt, zugunsten einer Karriere beim Film aufzuhören, castet man die schöne Elizabeth Shepherd für einen neuen Seriencharakter namens Emma Peel. Doch nach dem Drehen der ersten Episode sind die Produzenten nicht zufrieden. Da erinnert sich die Besetzungsregisseurin des "Armchair Theatre" an Diana, die dort in einer Folge aufgetreten ist...

Diana Rigg wird jetzt also Mrs. Emma Peel. Durch sie rückt das für damalige Verhältnisse ungewöhnlich kollegiale Verhältnis zwischen einem Mann und einer Frau in dieser Serie noch stärker in den Vordergrund. Mit Noblesse und witzig-spöttischen Bemerkungen halten sich Steed, gespielt vom Schauspieler Patrick Macnee, und Mrs. Peel bei aller gut abgestimmten beruflichen Zusammenarbeit aber stets auf Distanz. Während der Emma-Peel-Ära erreicht die Serie den Höhepunkt ihrer Popularität. In Deutschland startet sie unter dem Titel "Mit Schirm, Charme und Melone" und vor allem Mrs. Emma Peel wird mit ihr verbunden. Nach dem Ausscheiden von Diana erfährt die Serie nie wieder diesen Zuspruch.
"Eine derart schräge, absurde, leichtfüßige und verdreht erotische Krimiserie hatten sie noch nie gesehen. Noch nie eine Karateschläge austeilende Frau, die mit Bösewichten um sich warf und sie mit sarkastischen Kommentaren lächelnd ins Jenseits beförderte, nie einen Mann, der ihr dabei derart nobel assistierte. Die Drecksarbeit erledigte sie mit Hand- und Fußkanten, während er die stahlverstärkte Krempe der Melone einsetzte, den klingenbewehrten Schirm oder schlicht seine Intelligenz. Mit ihrer Hilfe kombinierte er Kronleuchter, Garagentore, Fensterflügel, Wendeltreppen oder Rasenmäher zu todbringenden Fallen." ( Harald Jähner in der "Frankfurter Rundschau" )
Bekannt wird Diana zu dieser Zeit auch in einem ganz anderen Zusammenhang: Nachdem sie bei der Arbeit an "The Avengers" festgestellt hat, dass sie weniger als die Kameramänner bezahlt bekommt, wehrt sie sich:
"Ich erinnere mich, dass ich gedacht habe, hier stimmt etwas nicht. Als ich mich öffentlich beschwerte, wurde es von den Zeitungen aufgegriffen, und ich wurde als junge Söldnerin dargestellt, die aus der Reihe tanzte und Geld forderte. Ich fühlte mich auch sehr allein, weil mich niemand unterstützte. Ich bekam mehr Geld, aber danach wurde ich als hartnäckig und 'hart!' eingestuft - und das war unfair, weil ich es nicht war."
Als in jüngerer Zeit das Problem der Lohngleichheit in der Filmindustrie 2017 wieder aufs Tapet kommt durch die Entdeckung, dass Michelle Williams einen Bruchteil dessen erhalten hat, was Mark Wahlberg für die Neuaufnahme von Szenen in "All the Money in the World" bekommen hat, unterstützt Diana Rigg die junge Kollegin und ihren Einsatz für den "US Paycheck Fairness Act".

Doch zurück in die 1960er Jahrer: Damals haben Theaterschauspieler noch die Nase gerümpft, wenn einer der ihren Fernsehen gemacht hat. Diana zuckt nur mit den Achseln: "It was a perverse decision in a long line of perverse decisions."  
"They want to box me up, frame me and put a title under me, but I defy that. I'm both a commercial and classical actress. Besides, it doesn't matter what you do as an actor. We started as vagabonds, playing in churches, barns and halls. I'm only tramping the same route."
Nach ihrer ersten Staffel bei "The Avengers" kehrt Diana nach Stratford zurück und gibt die Viola in "Was ihr wollt". Die Produzenten ermöglichen es ihr, beides unter einen Hut zu bekommen. Mit strenger Disziplin bekommt sie ihr straffes Pensum hin. Was ihr nicht behagt bzw. sie nicht versteht, dass sie so berühmt ist, dass jeder sie kennt, ihr auf die Pelle rückt und dieses "carnal interest"zeigt, wie sie es nennt, welches ihr, der ehemaligen Absolventin einer frommen Schule unangenehm ist.

Mit Philip Saville in ihrem damaligen Zuhause
Während ihres ganzen Lebens wird Diana eher zurückhaltend agieren, was ihr Privatleben anbelangt. Interessanterweise sind es deutsche Zeitschriftenreportagen, die einen Einblick in ihre erste langandauernde Beziehung zum englischen Regisseur, Drehbuchautor, Produzent & Schauspieler  Philip Saville in jenen Tagen geben. Sie leben zusammen in einem alten Künstler - Studio, alles sehr ungewöhnlich, denn Saville ist gleichzeitig verheiratet und hat eine weitere Beziehung zur Pop-Art - Künstlerin Pauline Boty.

Diana fühlt sich von Savilles Intellekt angezogen und äußert sich, angesprochen auf ihr nicht legitimiertes Verhältnis,  sie habe nicht vor eine "respektable" Person zu werden oder gar zu heiraten. "I'm happy and fulfilled and that's what counts, isn't it?" Wichtig ist ihr auch, finanziell unabhängig zu sein.

1968 ist Schluss mit den "Avengers", Diana möchte zurück zu in den Schoß Thespias. Sie verkörpert die Helena in der Verfilmung des "Sommernachtstraumes" unter Peter Hall, Royal Shakespeare Company ( Judi Dench und Helen Mirren sind auch von  der Partie ). Der Film kommt aber nicht wirklich gut an, zu viel Minirock, Beatlesfrisuren, die Feen als wilde, fast nackte Wesen und die Handwerker zu authentisch -  die Mischung aus Tradition und Innovation scheint die Zuschauer damals zu überfordern. Dass die Schauspieler bei dieser Produktion nicht wie Filmstars behandelt werden, macht Diana nichts aus, sie ist keine Diva. Ob sie es bei ihrem nächsten Film wird, entzieht sich meiner Kenntnis: "The Assassination Bureau" ( deutsch: "Mörder GmbH" ) wird als "Parodistisch überzogene und zumeist amüsant alberne englische Kriminalgroteske" von der Kritik bedacht.

Dianas nächster Film ist dann wieder reiner Pop: Sie spielt die weibliche Hauptrolle in der James-Bond-Verfilmung "On Her Majesty's Secret Service" von 1969. Bis heute wird der Aspekt betont, dass Diana Rigg darin die einzige Bond- Ehefrau verkörpert, die es je gegeben hat. Ansonsten scheint noch erwähnenswert, dass der Nachfolger von Sean Connery als Bond-Darsteller - das Marlboro-Model George Lazenby - nicht überzeugt hat...

Mit Patric Macnee (1965), mit George Lazenby (1969 ) und Menachem Gueffen (1973)
Kaum hat der letzte Champagnerkorken bei der Bond- Produktion geknallt, bereitet sich Diana für ihre nächste Theaterproduktion vor: "Abelard and Heloïse", die Publikum und Kritiker wieder mit spitzen Zungen hechelnd zurücklassen wird...
Sie waren füreinander geschaffen wie der erste Mann und die erste Frau, der beeindruckende Theologe Abaelard und seine blutjunge Schülerin Heloïse, deren Liebesgeschichte sich im Paris des frühen 12. Jahrhunderts zugetragen hat. Selbst nachdem ihr Onkel, ein Kanonikus, den "Verführer" grausam entmannen ließ und die junge Frau in ein Kloster verbannt, kamen sie nicht voneinander los. Der Briefwechsel des Paares machte es berühmt.
1972
Das Stück von Ronald Millar, aufgeführt im Londoner Wyndham Theatre, verlangt von Diana und ihrem Partner Keith Mitchell in der Liebesszene vollkommene Nacktheit: "An actor does not serve himself; he serves the play" kommentiert sie ihren Auftritt. Und an anderer Stelle: "Your job then is to be truthful (to the  audience). Don't betray them. Don't cheat them. Don't be cheap." Aber die Medien benehmen sich wie "Peeping Toms".

Als sie mit diesem Stück auch am Broadway auftritt. versteigt sich ein Kritiker dazu zu monnieren, Diana sei "built like a brick mausoleum with insufficent flying buttresses". Das findet sie verletzend, hat es doch nichts mit ihrem Spiel zu tun.

Im Anschluss an die lange Theaterproduktion - das Stück wird auch noch in Los Angeles gespielt - übernimmt die inzwischen 33jährige eine Rolle in der satirischen Filmkomödie "The Hospital", ihrem ersten amerikanischen Film, und stürzt sich gleich anschließend in London wieder in eine Bühnenrolle in "Jumpers" mit dem von ihr bewunderten Sir Laurence Olivier.

Während ihre Schauspielkarriere so richtig Fahrt aufnimmt, gerät ihr Privatleben etwas außer Kontrolle. Nachdem ihr Vater 1971 an Krebs gestorben ist, beschließt sie auch ihre langjährige, in Agonie erstarrte Beziehung mit dem verheirateten Saville zu beenden und sich nur aufs Spielen zu konzentrieren, zum Beispiel in einem neuen Film: "Theatre of Blood" ( "Theater des Grauens" ) mit Vincent Price, eine intelligent inszenierte Grusel-Komödie rund um Shakespeare und das Theater bzw. einer neuen  Sitcom in den Staaten: "Diana", für die sie ein halbes Jahr in Los Angeles leben muss.

Kurz nach der Trennung von Saville hat Diana im Februar 1973 den israelischen Maler Menachem Gueffen bei einer Londoner Dinner Party kennengelernt. Auf dem Rückflug von einer gemeinsamen Reise nach Tel Aviv schlägt sie dem acht Jahre Älteren vor zu heiraten. "We're both super-strong personalities and we will have our fights. We fight all the time, but it is a marvelous, marvelous relationsship. I give the marriage a year." Tatsächlich steht die Beziehung dauerhaft unter Spannung, schon alleine, weil es dem Ehemann nicht behagt, Mr. Diana Rigg zu sein. Elf Monate beträgt das Ehejahr dann tatsächlich. Diana nimmt erst einmal alle Schuld auf sich:"... it is due to my bloody independence."

Doch schon 1975, wieder auf einer Dinner - Party, trifft sie erneut auf einen Mann, den sie äußerst anziehend findet: Archibald Hugh Stirling, ein reicher Geschäftsmann & Produzent, dazu Großgrundbesitzer in Schottland und verheiratet. Diana lässt sich 1976 von Gueffen scheiden und schenkt im Mai 1977 einer Tochter, Rachael Stirling, das Leben. Auf einmal verliert Theater & Schauspielen seinen Reiz, und Diana steckt all ihre Energie in das Leben mit Mann und Kind: Die beliebteste englische Schauspielerin jener Tage macht eine professionelle Pause.

Mit Ehemann Archie Stirling und in "Die große Muppet - Sause" (1981)


Die unterbricht sie erst wieder, als ihre Tochter vier Jahre alt ist, für "Die große Muppet-Sause". Es folgt eine Rolle in einer Agatha-Christie-Verfilmung ("Evil Under the Sun") und ein erneuter Broadway - Auftritt im Musical "Colette", dass bei der anschließenden Westcoast - Tour durch fünf Städte aus diversen Gründen aber abgebrochen wird. Gelegenheit für Diana und Archie, in der New York City Hall am 25. März 1982 zu heiraten. Die Schauspielerin überdenkt anschließend noch einmal ihr Lebenskonzept und entscheidet sich für ein konventionelles Familienleben in Schottland. Und sie schreibt ein Buch: "No Turn Unstoned: The Worst Ever Theatrical Reviews".

Doch dem britischen Fernsehen bleibt sie treu, tritt in Filmen auf wie "A Hazard of Hearts"( "Wagnis der Liebe" ) und riskiert noch einmal eine Musicalrolle in "Follies". Auffallend ist, dass sie nun, da sie lauter mütterliche Rollen zu spielen hat, dies mit einer gewissen Rachsucht zu tun bereit ist wie in der Miniserie "Mother Love", wo sie eine von ihrem Sohn besessene Mutter spielt, die mit lauter Hass ihren Exmann verfolgt und das Familienleben ihres Sohnes zu zerstören droht.

Tatsächlich passiert das mit Dianas Familienleben, als am Valentinstag 1990 Archie Stirling von der Presse bei bei einem romantischen Dinner mit der 25jährigen Tochter von Vanessa Redgrave entdeckt wird. Man versucht es noch einmal miteinander, aber im September 1990 reicht Diana endgültig die Scheidung ein und zerstört so das Bild von einer der märchenhaftesten Ehen Großbritanniens. Die Boulevardzeitungen können den Hals nicht voll bekommen und produzieren Schlagzeilen über Schlagzeilen, und Diana muss eine harte Schule durchmachen, was den Umgang mit Journalisten anbelangt. Sie schwört sich, so privat wie möglich zu bleiben und niemals eine Autobiografie zu schreiben.

Verleihung des "Tony Award" (1994)
Das nächste Kapitel in ihrem Leben ist gekennzeichnet von persönlicher wie beruflicher Wiederauferstehung. Dazu kehrt sie wieder auf die Bretter, die angeblich die Welt bedeuten, zurück, denn beim Film hat sie nie das Heft in der Hand, bestimmt sie nicht den "Take", der letztendlich veröffentlicht wird. Sie bekommt ihre Chance beim kleinen Londoner Almeida - Theater von Jonathan Kent im Stück "All for Love" von John Dryden, einem Autor des 17. Jahrhunderts, das die letzten Stunden von Antonius und  Cleopatra im Fokus hat.

Mit dem nächsten Stück erobert Diana Rigg sich dann den Ruf als eine der besten Theaterschauspielerinnen ihrer Generation zurück: mit der "Medea" des antiken griechischen Autors Euripides. Das Publikum und die Kritiker sind entweder begeistert oder von der maßlosen Wut in ihrer Darstellung der gequälten Frau abgeschreckt, aber alle sind sich später einig, dass ihre Performance legendär gewesen ist, vermittelt sie doch ein doppelbödiges Bild der sagenhaften Frauenfigur, denn sie lässt auch Respekt und Mitleid mit der Kindermörderin aufkommen. 1994 tritt sie mit dem Stück wieder am Broadway auf und erhält dafür den "Tony Award" als beste Schauspielerin. In New York findet sie sogar Zeit, eine Anthologie mit Gedichten über das englische Landleben zusammenzustellen und herauszubringen, die Anklang bei der  Kritik findet.

Zurück in ihrem Heimatland wartet auf sie die höchste Auszeichnung des Landes, der Dame Commander des "Order of the British Empire", der ihr am 8. November 1994 von der Queen verliehen wird.

Ihre erste Rolle nach dieser Ehrung ist die "Mutter Courage" von Brecht am Nationaltheater. Danach folgt im kleinen Almeida - Theater "Who's Afraid of Virginia Woolf?". Da mit diesen Aufführungen in einem Raum mit dreihundert Plätzen nicht wirklich das große Geld verdient werden kann, sichert sich Diana ihren Lebensunterhalt mit Fernsehproduktionen, so zum Beispiel in der Neuverfilmung von "Rebecca", dem Psychothriller von Alfred Hitchcock ( für ihre Darstellung von Mrs. Danvers  bekommt sie einen Emmy ) oder der Serie "The Mrs Bradley Mysteries".

Mrs Bradley und ihr  Chauffeur
In Schottland engagiert sie sich in einem Kunstzentrum, das Gelder für die Schaffung eines Kindertheaters bereitstellt, denn sie schätzt aus eigener Erfahrung "die erzieherischen Qualitäten des Theaters, die bei Kindern die Fantasie anregen. Es gibt ihnen eine Arena für Selbstdarstellung, die sie vielleicht zu Hause nicht  haben." 

Ihre eigene Tochter gibt 1996 ihr Debüt im Nationaltheater als Desdemona in "Othello". Sie selbst übernimmt zwei Jahre später die Aufgaben einer Lehrenden, als sie Vorstandsmitglied der Royal Academy of Dramatic Art wird. Die Rolle der Kanzlerin der University of Stirling, die sie zehn Jahre ab 1998 ausübt, ist eher repräsentativer Natur. 1999 wird sie auch zum "Cameron Mackintosh Visiting Professor of Contemporary Theatre" an der University of Oxford ernannt, wo sie Einblicke in ihre schauspielerische "Trickkiste" gibt, beispielsweise wie man Sprechpausen einlegt, um die Zuhörer erneut zu fesseln:
"Es kann Engagement, Leidenschaft und Interesse für das Thema vermitteln, während eine monotone Stimme ein sicherer Weg ist, um zu scheitern. Es ist keine optimistische Art, Menschen anzusprechen. Früher oder später wird man deprimieren."
Ruhm und Bekanntheit als Englands größte Bühnendarstellerin hat sie mit 61 Jahren  erreicht - kein Grund für sie, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. So übernimmt sie noch einmal die Rolle der Phèdre von Racine, die sie 23 Jahre zuvor schon einmal am Nationaltheater gegeben hat, damals selbst enttäuscht von ihrer Darstellung. "Die Pyrotechnik von Frau Rigg in ihrer großen Verärgerung ist immer ein sehenswertes Spektakel. Wie jeder, der ihre Medea vor einigen Jahren gesehen hat, bezeugen kann, können nur wenige Schauspielerinnen Wut mit solcher Intelligenz und Präzision anatomisieren," schreibt die "New York Times" anlässlich ihrer "Neufassung" im Januar 1999.

Dianas Auftritt bei der Premiere von "Humble Boy" von Charlotte Jones 2001 gerät dann zu ihrem Schwanengesang als Schauspielerin. Sie stellt für sich selbst fest, dass ihr der Biss der jungen Jahre fehlt, obwohl sie ihren Beruf nach wie vor liebt.
"Es liegt in der Natur des Berufs, dass Sie von jemand anderem verdrängt werden, egal wie großartig sie sind. Die Erinnerung an das, was Sie getan haben, wird schließlich von der folgenden Generation in den Schatten gestellt. So sollte es sein."
Wieder einmal ist Zeit für eine Veränderung: Sie kauft sich ein Haus in Landes/Frankreich und  beschäftigt sich mit der Renovierung desselben, lässt sich aber auch davon für eine Miniserie im Fernsehen abbringen und muss sich öffentlich gegen eine schlechte Presse wehren, die ihre Privatsphäre nicht respektiert.

2013 ist sie sogar zusammen mit ihrer Tochter in einer Folge der Science - Fiction - Serie "Doctor Who" zu sehen.
Diana Rigg als Olenna ( links ) und als Herzogin von Buccleuch
Dann wieder etwas komplett Neues: Ihr Agent wird angerufen und gefragt, ob sie an einer Rolle in "Game of Thrones" interessiert sei. Diana, die damals sich nicht mal die "Avengers" im Fernsehen angesehen hat, ist auch abstinent bei "Games of Thrones" gewesen und hat absolut keine Ahnung vom Kultstatus der Serie.
"Es war ein Job, sie haben mir ein Drehbuch geschickt, und ich dachte, ich kann das schaffen." Die Entscheidung, die Rolle der der scharfzüngigen Matriarchin Lady Olenna Tyrell zu übernehmen, entpuppt sich als Glücksgriff. "Ich liebe es, schlechte (Charaktere) zu spielen", sagt sie. "Sie sind so viel interessanter als gute. Es gibt Schauspieler, die nicht gerne die Bösen spielen, sie mögen es, gemocht zu werden. Ich mag es, nicht gemocht zu werden. Olenna hatte den besten Text..."
Bis 2017 spielt sie in 18 Episoden ihre Rolle und wird nun auch den ganz Jungen ein Begriff. In dem Jahr übernimmt sie auch eine Rolle in der englischen Serie "Victoria", in der sie die Herzogin von Buccleuch mimt, die "Mistress of the Robes" der Königin Victoria.

Kein Wunder also, dass Diana Rigg bei der Eröffnungsfeier des "Canneseries International Series Festival" ( Canneseries ) im April 2019 mit dem "Variety Icon Award" für ihre Serienrollen ausgezeichnet wird - ein Preis, der zuvor nur einmal vergeben worden ist.

Im Jahr zuvor hat sie ihren 80. Geburtstag gefeiert, als sie als Mrs. Higgins in "My Fair Lady" am Broadway auf der Bühne gestanden hat. "Ich gab eine große Party und erfand meinen eigenen Cocktail namens Dianas Dynamit - Prosecco mit Cointreau." Auch diese Rolle bringt ihr wieder einen "Tony Award" ein. 
                                                        
Es ist nicht ihr Stil, der Vergangenheit nachzuhängen, sondern sie zieht es vor weiterzumachen. Als Rentnerin mag sie sich nicht sehen:
"The older you get, I have to say, the funnier you find life. That's the only way to go. If you get serious about yourself as you get old, you are pathetic."





In diesem Sinne ein weiteres gutes Leben !


Kommentare:

  1. Oh ich habe sie geliebt als smarte Superagentin! Das war mal eine Frau, die austeilen konnte und so selbstbewußt war. Definitiv eine besondere Serie, allein dieser Anzug von ihr, mal kein Kleid. Und ich fand einfach Diana Rigg toll, ich habe später auch geheult, als sie als Bond Ehefrau sterben musste. (übrigens war die TV Serie ohne sie nicht mehr sehenswert, gut dass man sie noch in anderen Rollen sehen konnte/kann)
    Ein besonderer Werdegang, Danke, für ein gutes Portrai wieder einmal.
    Liebe Grüsse
    Nina

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  2. ein ganz wunderbares Portrait von Diana Rigg, sie war eine ganz besondere ganz eigenwillige Persönlichkeit die sehr aus dem Rahmen des so "Üblichen " fiel.
    ich fand sie gerade deshalb toll.
    Jetzt ihren Werdegang zu lesen eine Bereicherung meiner Wissenslücken über sie aber auch eine Bestätigung warum ich sie so gut und außergewöhnlich fand.
    herzlichen Dank....
    Angelface

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  3. Wow, was sie noch alles war außer Emma Peel. Ich bin total beeindruckt.
    Fand ich sie schon als Emma Peel so cool, nun als Dame Diana Rigg finde ich sie noch cooler. Sie hat alles erreicht, was frau als Schauspielerin erreichen konnte und lebt dabei ihr Leben. Dianas Dynamit, welche Ansage einer 80jährigen, long live the Dame!
    Astrid, Du hast mit diesem Portrait wieder einmal eine höchst interessante und für uns in unserer Jugend inspirierende Frau vorgestellt in tollen Bildern und Recherche. Danke!
    GLG Sieglinde

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  4. Da kommen Jugenderinnerungen auf, schön so viel von ihr zu erfahren. Mit 80 noch so viel Power zu haben, das ist nicht schlecht.
    LG
    Magdalena

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  5. Liebe Astrid,
    wieder hast du mir eine Frau näher gebracht, von der ich zuvor nicht sehr viel wusste. Als im Österreichischen Fernsehen "Mit Schirm, Charme und Melone" gezeigt wurde, war ich noch zu jung, um regelmäßig das Abendprogramm sehen zu dürfen. Ich glaube, ich habe ein, zwei Folgen gesehen. Aber eine Identifikationsfigur, eine Ermutigung oder eine Frau, der ich gerne nacheifern wollte, war Emma Peel offenbar nicht für mich. Und so habe ich von Diana Rigg bislang nicht viel gewusst. Schon gar nichts über ihre Kindheitsgeschichte. Da war es schön für mich, über Orte zu lesen, die ich bereits besucht habe - Bikaner, Jodhpur... da bin ich selbst mal durch die Straßen gelaufen... Aus diese Leben rausgerissen und in ein englisches Internat gesteckt zu werden, kann wohl wirkllich nur zweierlei bewirken - Totalzusammenbruch oder enormen Kraftzuwachs. Zum Glück hatte Diana Rigg die Fantasie, Energie und letztendlich das Talent, um aus der Sache das Beste zu machen. Und sie war offenbar auch flexibel genug, um sich den verschiedenen Herausforderungen und Veränderungen im Leben zu stellen. Jetzt tut's mir fast leid, Game of Thrones nicht gesehen zu haben (bzw. nur zwei, drei Folgen davon)... Schön jedenfalls, dass sie weitermacht und ihr Leben so gut wie möglich genießt. So soll es sein, und auch ich wünsche ihr ein weiterhin gutes, spannendes Leben!
    Hezliche Rostrosengrüße,
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2020/07/streifzug-durch-bratislava-und-eine.html

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  6. wie schön, mehr über die heldin meiner jugend zu erfahren!! ich habe ihren charme und ihre durchsetzungsfähigkeit geliebt und die zusammenarbeit mit steed war immer köstlich anzuschauen und anzuhören. ansonsten wusste ich gar nichts über sie und kann mich auch an keine anderen filme mit ihr erinnern. game of thrones habe ich nie gesehen. toll, dass sie auch als theaterschauspielerin so große erfolge hatte.
    liebe grüße
    mano

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  7. Welch ein Werdegang der Diana Rigg...Emma Peel habe ich geliebt, so eine taffe Heldin für mich. Ihre Vielseitigkeit in Bezug auf die verkörperten Rollen war mir nicht bekannt...und auch nicht ihre Lebensumstände in der Kindheit. Danke dir für dieses wieder mal umfassende und interessante Porträt.
    Lieben Gruß, Marita

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  8. wunderbare Diana Rigg * ihre rolle mit Patrick Macnee "chapeau melon et bottes de cuir" war eine fantasievolle serie in meiner jugend * so viele rolle hat sie mit ihrer persönlichkeit gemeistert * gut dass sie weiterhin aktiv ist!
    liebe grüsse
    mo

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  9. Oh Mann, was habe ich Diana Rigg in ihrer Rolle als Mrs. Peel bewundert. Ich wollte so schlagfertig sein (sowohl körperlich, als auch rhetorisch), so selbstbewusst und selbst bestimmt und ich wollte diesen scharfen Lederanzug tragen!

    Dieser Lederanzug kam direkt nach dem schwarzen Abendkleid, das Mireille Darc in der "Große Blonde mit dem schwarzen Schuh" trug.

    Ach ja, Kindheitserinnerungen.

    Vielen lieben Dank dafür
    Astrid rechtsrheinisch

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  10. von Helga:

    Liebe Astrid,

    Deine Womens sind immer wieder aufs Neue eine Leseköstlichkeit. Diana mein Jahrgang, Prosecco mit Cointreau, in frühen Jahren eher noch etwas befremdlich, aber heute würde ich sagen Prosecco mit Baileys, den liebt mein Gaumen. Anders herum fällt mir dazu der Spruch ein, als Fernsehen noch nicht alltäglich war und farbig sehen erst recht nicht, „Emma Peel sitzt am Nil, wäscht die Füße mit Persil.“
    Für uns junge Generation war Schirm Charme und Melone immer noch ein Abendfüller. Heute braucht es den Gewaltkick auf den Plätzen der Großstädte zu nachts schlafender Zeit.
    Wohin hat sich unser schönes Leben in unserem noch schöneren Land, hinentwickelt.
    Wer lehrt denn so etwas?
    Danke fürs erinnern an bessere Zeiten, Du liebe Fachangestellte für Herzensangelegenheiten.

    Schmunzelgrüße von Helga

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  11. Wie toll! Ich habe mir deinen Beitrag extra für heute morgen als Sahnehäubchen aufbewahrt. Danke!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  12. ach jaa..
    ich kannte sie nur aus Schirm Charme und Melone ;)
    dass sie so vielseitig war (und ist) habe ich nicht gewußt

    ich war zu der Zeit aber schon verheiratet und hatte 4 Kinder ..
    vorher hatten wir keinen Fernseher
    ab und zu schauten wir bei der Schwiegermutter die gegenüber wohnte ;)
    danke für die wieder ausführliche Biografie

    liebe Grüße
    Rosi

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  13. Oh, vielen Dank für diese Dame! Ich mag sie besonders. Und habe sie überwiegend mit Schirm, Charme & Melone im Kopf.

    Sommersproßsonnige Grüße von Heidrun

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