Bäume sind wahre Wunderwesen mit Superkräften: Sie produzieren Sauerstoff, reinigen die Luft, regulieren den Wasserkreislauf und speichern CO2. Bäume sind der Lebensraum für viele Tiere und spenden uns Menschen - als besonders angenehm erfahren in den heißen Tagen zuletzt - Schatten. Doch nicht genug: Bäume haben eine beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung auf die menschliche Psyche. Studien zeigen, dass das besonders für Menschen gilt, die in der Stadt wohnen. Kein Wunder, dass sich über zwei Drittel der Stadtbewohner*innen mehr davon wünschen. Viele von denen wünschen sich auch, dass mehr für Bäume getan wird, denn die stehen durch Klimawandel, Trockenheit und Krankheiten ganz schön unter Stress.
Meine Liebe zu den Bäumen wurzelt sicher in der Tatsache, dass ich mich von kleinauf in der Nähe von Bäumen super wohlgefühlt habe. Einer der ersten Bäume, den ich bewusst wahrgenommen habe, war ein Walnussbaum. Der stand im Garten meines Elternhauses. Ihm galt mein erster Post im Rahmen dieser Reihe "Mein Freund, der Baum". Hier kann man ihn finden. Dieser Beitrag ist weit über tausend Mal angeklickt worden. Vor vierzehn Jahren hat ihn ein Blitz getroffen, und ein Baumpfleger aus der unmittelbaren Nachbarschaft hat ihn beschnitten.
Der Post eine Woche später, in dem ich beschrieben habe, wie es dem Walnussbaum weiter ergangen ist, hat sogar mehr als 2700 Leser*innen gefunden. Mein Vater, der ihn unbedingt retten wollte, ist zwei Jahre später gestorben. Aber der Walnussbaum hat überlebt, und ich habe ihn vor einer Woche besucht und neue Fotos gemacht.
Ich war fast zu Tränen gerührt, als ich ihn mit einer solchen ausladenden Krone vor mir sah...
Klar, dass ich mich auch nach weiteren Bäumen umgeschaut habe, die mir ans Herz gewachsen sind:
Direkt neben meinen Elterhaus wird ein Sitzplatz im Freien von einer herrlichen Linde beschattet - eine Labsal an den schon sehr heißen Tagen rund um Pfingsten dieses Jahres! Über Sommer- wie Winterlinde habe ich hier & hier gepostet. Über die Unterschiede habe ich eine gute Webseite hier gefunden.
An seinem Geburtstag haben wir den Weiher besucht, um den herum mein Mann selig zusammen mit meinem Vater eine ganze Reihe Erlen gesetzt und ihm geholfen hat, die in Dürrezeiten die zu wässern, um ihnen das Einwachsen zu ermöglichen. Über die Grau- oder Weißerle habe ich 2019 in meinem Blog geschrieben.
Auch an diesem Ort habe ich mich sehr gefreut, dass die Bäume - zusammen mit etlichen anderen Sorten - so prächtig gewachsen sind.
Habt auch ihr solche Bäume, mit denen ihr Erinnerungen verbindet und/oder die ihr wiederholt besucht? Bis zum 27. Juni ist es möglich, solche und andere Baumbeiträge unter diesem Post zu verlinken.







Liebe Astrid, Böume sind Wunderwesen, die Kraft ausstrahlen und weitergeben. Jedenfalls empfinde ich es so seit meiner Kindheit. Ich lebe in einem waldreichen Gebiet, und dazu kommt, dass ich in meinem Garten wunderschöne Bäume habe, die ich sehr liebe. Für mich sind sie immer wieder eine Quelle an Kraft und Freude, auch wenn mir 2 schon etwas Ärger bereitet haben, indem sie bei starkem Sturm auf mein Haus fielen und dabei das neu gedeckte Dach teilweise beschädigten. Herzliche Wochenendgrüße, Sunni
AntwortenLöschenOh ja, wenn ich in der Stadt spazieren gehe, betrachte und fotografiere ich immer die Platanen, Rosskastanien, Linden und ähnliche Bäume an der Promenade entlang unseres Kupa-Flusses, und mein Lieblingsbaum ist eine alte Stieleiche, die in einem kleinen Park unterhalb des Gebäudes wächst, in dem wir früher gewohnt haben.
AntwortenLöschenGuten Morgen liebe Astrid,
AntwortenLöschendas freut mich sehr für dich, dass der Walnussbaum so wuchtig weitergewachsen ist. Das sind schöne Erinnerungen, die du bei dir wecken konntest.
Ich mag Bäume und den Wald allgemein sehr. Ein Spaziergang durch den kühlen Mischwald ist für mich Erholung. Als meinen Lieblingsbaum würde ich wahrscheinlich die Silberweide bezeichnen. Unsere ist leider dem Sturm Lothar 1999 zum Opfer gefallen. Ich erinnere mich gerne daran, wie ich als Kind darunter spielte. Dann gibt es noch eine Silberweide im Dorf, die sehe ich von meinem Tisch hier, die wir vor dem Umsägen retten konnten.
Hab einen frohen Wochenstart und liebe Grüessli
Edith
Ich melde mich etwas später mit einem richtigen Kommentar 🤗.
AntwortenLöschenWie wahr, liebe Astrid, Bäume sind so viel mehr als nur Pflanzen. Sie schenken Schatten, Erinnerungen und begleiten uns oft über viele Jahre hinweg. Besonders berührt hat mich die Geschichte Eures Walnussbaums, der den Blitzschlag überstanden hat und heute wieder mit einer prächtigen Krone dasteht. Dass Du beim Anblick fast zu Tränen gerührt warst, kann ich gut nachvollziehen. In solchen Momenten sieht man nicht nur einen Baum, sondern auch all die Erinnerungen, die mit ihm verbunden sind. Auch die Erlen am Weiher erzählen von gemeinsamen Stunden und bewahrten Erinnerungen. Wie schön, vertraute Bäume nach langer Zeit wiederzusehen und festzustellen, dass sie weitergewachsen sind. Ein wunderbarer Beitrag über unsere grünen Freunde und die Geschichten, die sich mit ihnen verbinden. Liebste Grüße, Deine Nicole.
AntwortenLöschenLiebe Astrid, es ist wirklich berührend, wie wunderschön sich der Walnussbaum entwickelt hat - ein Glück, dass ihn dein Vater unbedingt retten wollte. Ich bin mir sicher, dass ein Teil seiner Seele in diesem Baum weiterlebt – und ich meine das durchaus nicht nur im übertragenen Sinn. Manchmal empfinde ich das bei Bäumen ganz besonders stark. Bäume sind für mich eng mit dem Leben der Menschen verbunden, die sie gesetzt, gehegt und gepflegt haben - somit auch die Erlen mit deinem Mann und deinem Vater. Ich fühle mich ebenfalls mit einigen Bäumen verbunden - nicht nur mit jenen in unserem Garten. So bekommen manche uralte Platanen in verschiedenen Parks oder die alten Linden in der Mannersdorfer Wüste immer wieder mal eine Umarmung von mir 😊. Die uralten, beeindruckenden (und zum Teil auch schon zu wertvollem Totholz gewordenen) Bäume, die ich heute verlinke, werde ich aber vermutlich niemals wiedersehen, denn sie befinden sich auf Vancouver Island.
AntwortenLöschenAlles Liebe, Traude
https://rostrose.blogspot.com/2026/05/reisebericht-2025-von-ost-nach-west-auf.html
liebe Astrid
Löschenzutiefst berührend ist deine erste Geschichte des Walnussbaumes aus 2013 die ich durch-deinen -Link anklicken konnte und damit lesen durfte
Er war wohl der Auslöser für eines deiner großen Themen -im Blog :
- mein Freund der Baum - tief verwurzelt in der Erde sind Bäume wahre Wunderwesen, die uns Menschen große Freude bereiten. Sie sind unsere Lebensbegleiter, oft Trost, Schattenspender-bleiben Freunde fürs Leben und sind für die Erde unverzichtbar. Wir haben Lieblingsbäume, Erinnerungsbäume an die Kindheit, an schöne Situationen an denen wie unter - ihnen saßen, träumten und uns etwas wünschten. Sie bringen Hoffnung durch ihr Wachstum, ihre Energie und Kraft, ihr unverwüstliches Wachstum dass sie Stürme überleben lässt und sind uns auch irgendwie ein Vorbild nie aufzugeben, egal wie schlimm es auch kommt. Unter ihnen zu sitzen zu träumen, zu schlafen, sich zu erinnern wie sie von winzig klein zu großen Riesen wurden...wunderschön...und jeder Verlust tut weh.
du sprichst mir mit deinem Beitrag tief aus der Seele...ich danke dir, und den Tränen die ich schon unter bestimmten Bäumen vergoss.
in meinem Garten stehen v i e r an denen ich hänge wie die Mutter an ihrem Kind, eine nun große Birke, die sich an einen noch namenlosen anschmiegt und ihn mit stützte als er groß wurde und heute bis über den Balkon ragt. Peters Baum, den ich aus seinem Garten geschenkt bekam, in dessen Krone er jedes Jahr mir im Sommer sein Lächeln schenkt. Den Essigbaum mit der breiten Krone, den ich bei meinem Umzug mitnahm und mitten in den Garten setzte und vor einem Jahr durch die Rostfäule verlor vergesse ich nie, vermisse ihn und seinen Schatten noch heute...und letztendlich der Baum der den Übergang vom Gartenhaus zum Balkon für die Katzen mit seiner Krone beschützt, möchte ich nicht missen. Sie alle sind der Anziehungspunkt in meinem Garten für mich wenn ich unter ihrem dichten Blätterdacht liege und lese, schlafe und träume beim -in-den-Himmel-schauen.
Sie lehren uns unendlich viel im Leben....
ich danke dir... herzlich angel
wie schön, dass du deine "heimatbäume" nochmal besuchen konntest. ich finde es ganz wunderbar, dass der walnussbaum wieder in voller pracht dasteht und auch die linde den menschen immer noch schatten spendet. ich war als kind und jugendliche immer gern im wald unterwegs (vor 60 jahren durfte ich das noch alleine machen!!). inzwischen ist meine kindheit von a-z zugebaut, nichts mehr da vom wäldchen, von unseren höhlenbauten, von den ganzen alten bäumen, die sie umgeben haben. nichts mehr da vom garten der großeltern und den ganzen alten obstbäumen: alles ist bebaut. ich mag inzwischen da nicht mehr hinfahren - zu traurig für mich.
AntwortenLöschenaber ich geh immer noch gerne in wäldern spazieren, hier gibt es doch einige in der nähe, die ich immer wieder gern aufsuche und die mir viel ruhe und auch inspiration geben.
liebe grüße von mano
Liebe Astrid,
AntwortenLöschenwas für ein Glück dass Du der Linde noch einmal einen Besuch abstatten konntest und mit dem Wetter hattet ihr ja über Pfingsten auch Glück. Mich macht das immer so traurig wenn ich diese alten Bäume sehe und weiß wie viel Menschen nicht mehr da sind und einen Blick darauf werfen können. Meiner Omi ihren Garten samt den Bäumen sehe ich immer noch vor meinem geistigen Auge denn leider steht nun keiner mehr davon dort sondern ein Haus. Der Garten in Irland hätte Dich sehr begeistert liebe Astrid, so viele Bäume und dieser Blick...ich konnte es einfach nicht auf Fotos festhalten das muss man wirklich erleben. Leider war gerade zu dieser Zeit das Wetter sehr grau und es war obendrein noch schwierig gute Fotos zu machen...
Liebe Grüße
Kerstin
wow
AntwortenLöschenbeeindruckend wie der Nussbaum sich entwickelt hat
auch die Linde ist prächtig
als ich als Kind hier her kam hatte ich erst etwas Angst vor dem Wald so nah
das kannte ich nicht
aber meine Eltern sind viel mit mir wandern gegangen
meine Mutter nahm mich mit
und später stöberte ich ganz alleine dort herum
liebe Grüße
Rosi