Donnerstag, 14. Juli 2022

Great Women #306: Natalia Ginzburg

Elena Ferrante war es, die italienische Autorinnen wieder ins Scheinwerferlicht gebracht hat. Dabei gab es schon in den Nachkriegsjahren eine ganze Reihe namhafter Schriftstellerinnen im Land wie Elsa Morante, Dacia Maraini und eben Natalia Ginzburg, deren 106. Geburtstag heute ist.


"Es fällt schwer, von sich selbst zu sprechen, aber es ist schön."

Natalia Ginzburg wird am 14. Juli 1916 als Natalia Levi in Palermo (Sizilien) in der Via della Libertà geboren, wo ihr in Triest geborener Vater Giuseppe Levi, der später als Biologe und Histologe berühmt werden wird, in jenen Tagen Dozent für vergleichende Anatomie ist. Seine Frau Lidia Tanzi, Mailänderin und katholisch, ist die Tochter des sozialistischen Anwalts Carlo Tanzi, Freund des Gründers der Italienischen Arbeiterpartei Filippo Turati. Die Mutter hat zunächst ein Medizinstudium begonnen, dieses aber wegen ihrer Heirat im Jahr 1901 nicht beendet.

Via della Libertà, Palermo
Source

Giuseppe Levi, sechs Jahre älter als seine Frau, großgewachsen und rothaarig, stammt aus einer jüdischen Bankiersfamilie, will aber von Geldgeschäften partout nichts wissen, sondern fühlt sich zum Forscher berufen und rückt zu einem der bedeutendsten Vertreter innerhalb seines Forschungsgebiets, der Anatomie und Histologie, auf ( aus seiner Schule werden drei Nobelpreisträger hervorgehen und die letzte, Rita Levi-Montalcini, wird den Krebskranken bis zum Sterben begleiten ).

Zu Hause ist der impulsive und cholerische Mann allerdings nicht leicht zu ertragen, weil er wegen einer Kleinigkeit wie der Ätna ausbrechen und mit seiner Frau und den Kindern entsprechend schimpfen kann. Für Natalia wird er zu einer dominierenden Figur, die sowohl Schuldgefühle als auch Angst hervorruft, aber auch Heldenverehrung, enorme Bewunderung und den Wunsch, so zu sein wie er. Die Mutter erschüttert seine Art nicht, die ist stets fröhlich und schmettert gerne Opernarien( sie hat sogar eine Oper komponiert ), während er Musik hasst. Lidia ist wie die älteren Geschwister Natalias gegenüber Ulk & Verseschmiederei aufgeschlossen und eine Fundgrube für das spätere literarische Schaffen ihrer Jüngsten, indem sie leidenschaftlich ihre Alltagsbeobachtungen und -szenen erzählt.

Die Levis wie die Tanzis gehören zur geistigen Elite des Landes, die über mehrere Generationen hinweg eine unverhältnismäßig hohe Anzahl an brillanten Köpfen und renommierten Leistungsträgern in den Künsten und Wissenschaften hervorgebracht hat und die dem Faschismus italienischer Prägung auf selbstverständliche Weise widersteht. Vor allem nach dem Umzug der Familie nach Turin, wo Giuseppe Levi 1919 zum Professor an der Universität ernannt wird, wird das Elternhaus zu einem Treffpunkt für Intellektuelle aus dem kulturellen, antifaschistischen Milieu. 

Natalia ist ein Nachkömmling - die Geschwister Gino, Paola, Alberto und Mario sind zwischen 1901 und 1905 geboren - weshalb sie ein recht einsames Kind gewesen ist, allerdings so fantasiebegabt, dass es sich mit imaginären Freunden umgeben kann. Vom frühen Alter an beträgt ihr Schreibpensum "ein Gedicht pro Tag". Die Levi - Kinder werden übrigens vornehmlich privat unterrichtet und nicht religiös erzogen, denn durch die in der Familie vorhandenen Weltanschauungen scheint den Eltern die Regelschule nicht geeignet. Außerdem hält der Vater diese für eine Brutstätte für Bakterien und Viren. Erst 1927 tritt Natalia in das Gymnasium von Vittorio Alfieri ein, was sie sechs Jahre später wieder mit ungenügenden Leistungen in Latein, Griechisch und Mathematik verlässt. Brillieren kann sie nur mit ihren Aufsätzen. Entsprechend entwickelt sie schon früh das für ihre spätere Literatur bestimmende Gefühl, fremd und anders zu sein.

1935 fängt Natalia ein Studium der Literaturwissenschaft an, das sie jedoch nie abschließen wird. Sie beginnt Marcel Prousts "Du côté de chez Swann" ins Italienische zu übersetzen und wird damit 1937 fertig. Mit Proust identifiziert sie sich, denn auch sie betrachtet als Ausgangspunkt für ihre Arbeiten, den Leser in ihre Kindheit zurückzuversetzen. 

Natalia & Leone Ginzburg
Natalias Brüder Gino, Mario und Alberto sind wie der Vater Mitglieder der geheimen antifaschistischen Bewegung "Giustizia e Liberta". 

Dabei ist auch der aus Odessa stammende Slawist & Antifaschist Leone Ginzburg, Freund des älteren Bruders Mario und in der Familie Levi "der Russe" geheißen. Leone, ein heiterer, ausgeglichener Mann, so ganz anders als der Vater, wird am 12. Februar 1938 ( dem Jahr, in dem die Rassengesetze verkündet werden ) Natalias Ehemann. Leone hat 1932 eine Dozentur für russische Literatur an der Universität von Turin erhalten, diese aber wieder verloren, weil er sich wie Natalias Vater geweigert hat, den faschistischen Amtseid zu leisten. Er arbeitet im Turiner Verlag Giulio Einaudi, zu dessen Gründungsmitgliedern er gehört. 

Ihm und Natalia werden nach dem Erlass der Rassengesetze die Pässe entzogen, und mit dem Kriegseintritt Italiens am 10. Juni 1940 wird Leone gemäß einer römischen Tradition, die bis in die Antike zurückgeht, als Regimegegner in die Verbannung geschickt. Das Paar muss also im Sommer 1940 mit den beiden kleinen Kindern - der erste Sohn Carlo ist im April 1939 geboren, der zweite Sohn Andrea ein Jahr darauf und erst einige Monate alt - in das Bergdorf Pizzoli (Provinz L’Aquila) in den Abruzzen ziehen.

Die so ins Abseits Gedrängten müssen sich jeden Tag bei der Polizei melden - eine billige Art, die Menschen aus dem aktuellen gesellschaftlichen Geschehen herauszunehmen, aber nicht für ihren Lebensunterhalt aufkommen zu müssen. Die Betroffenen müssen sehen, wie sie irgendwie überleben. Natalia & Leone arbeiten für den Einaudi - Verlag und schicken ihre Ergebnisse per Post nach Turin.

Pizzoli im Winter heutzutage


In Natalias Erzählung "Winter in den Abruzzen" beschreibt sie ihr Leben:

"Als der erste Schnee fiel, überkam uns eine tiefe Traurigkeit. Wir waren im Exil. Fern war unsere Stadt, und fern waren die Bücher, die Freunde und die wechselvollen Geschehnisse eines wirklichen Daseins. Wir heizten unsern grünen Ofen mit seinem langen Rohr, das die Decke durchbrach, und in diesem Zimmer mit dem Ofen versammelten wir uns alle. Hier wurde gekocht und gegessen, und hier, an dem großen, ovalen Tisch schrieb mein Mann. Auf dem Boden lagen die Spielsachen der Kinder herum, an der Decke prangte ein gemalter Adler. Ich betrachtete ihn und dachte: Das ist das Exil. Ja, das Exil war der Adler, der grüne, brummende Ofen, die unendliche Stille der Landschaft und der starre Schnee. Um fünf Uhr läuteten die Glocken der Kirche Santa Maria, und die Frauen mit roten Gesichtern und schwarzen Umhangtüchern begaben sich zum Abendsegen. Jeden Abend machten mein Mann und ich einen Spaziergang, jeden Abend wanderten wir Arm in Arm durch den tiefen Schnee. Die Häuser zu beiden Seiten der Straße waren von befreundeten und bekannten Menschen bewohnt. Alle traten vor die Tür und wünschten uns gute Gesundheit. Zuweilen fragte der eine oder andere: 'Wann werdet ihr eigentlich nach Hause zurückkehren?' Und mein Mann antwortete: 'Wenn der Krieg zu Ende ist.' 'Und wann ist dieser Krieg endlich zu Ende? Du, der du alles weißt und ein Professor bist, wann wird er zu Ende sein?'"

In der nächstgrößeren Stadt L‘Aquila bringt Natalia im März 1943 auch ihre Tochter Alessandra zur Welt. Der Freund Cesare Pavese schickt ihr aus Turin eine Postkarte: "Liebe Natalia, hören Sie auf, Kinder zu kriegen, und schreiben Sie ein schöneres Buch als meins." Dank der Hilfe eines vierzehnjährigen Dienstmädchens gewinnt Natalia wieder Zeit zum Schreiben. 

Nach dem Sturz Mussolinis am 25. Juli 1943 reist Natalias Mann unverzüglich nach Rom, um dort im antifaschistischen Untergrund, dem "Partito d’azione", mitzuwirken. Seiner Frau rät er hinterherzukommen, denn es sei in Pizzoli schwierig, den deutschen Besatzern nicht aufzufallen und als Jüdin deportiert zu werden. Die Dorfbewohner helfen ihr mit Lug & Trug. Und so gelangt Natalia mit den Kindern auf einem deutschen Lastwagen zu Beginn des Novembers nach Rom. Sie glaubt noch, jetzt begänne eine glückliche Zeit. Doch schon zwanzig Tage später wird ihr Mann verhaftet, und sie wird ihn lebend nie mehr wiedersehen: Im Gefängnis Regina Coeli stirbt Leone Ginzburg am 5. Februar 1944 an den Folgen der Folter.

Die 28jährige Mutter dreier kleiner Kinder, heimlich untergekommen im Kloster der Ursulinen, verschafft sich ebenso heimlich Zugang zum Gefängnis, weil sie ihren Mann noch einmal sehen will. Hätte man sie dabei entlarvt, wäre sie nicht mehr herausgekommen. Ihre Totenklage - das Gedicht "Memoria" - wird sie später verschriftlichen. Bis zu ihrem Lebensende wird Natalia jedes Mal, wenn ein Polizist auftaucht, die Angst packen und sie wird das Trauma nie mehr abschütteln. Sie zieht sich zurück zu ihrer in Florenz weilenden Mutter, kann mit dieser aber nicht über den Verlust sprechen.

Nach der Befreiung Italiens im Juni 1944 kehrt sie nach Rom zurück und arbeitet dort in der Filiale des Verlages Einaudi, eher um mit Menschen zusammen zu sein, die ihren Mann gekannt haben, als vom Sinn ihres Tuns überzeugt zu sein. Da passiert ihr, dass sie sich den Anglisten, Kritiker und Schriftsteller Gabriele Baldini verliebt. Der vielseitige, musik- & kunstinteressierte, Cineast und Genießer wird im Frühling 1950 ihr zweiter Ehemann. Die drei Kinder, welche nach Leones Tod hauptsächlich in der Obhut der Turiner Großeltern aufgewachsen sind, kommen 1952 ebenfalls nach Rom. Mit dem Roman "Tutti i nostri ieri" ( auf Deutsch: "All unsre Gestern" 1969 ) beginnt in diesem Jahr die produktivste Phase ihres literarischen Schaffens, das sich vorwiegend mit der menschlichen Erinnerung und der psychologischen Beobachtung befasst. Dafür bekommt sie ihre erste Auszeichnung, den Premio Charles Veillon.

In der Beziehung Ginzburg-Baldini prallen zwei Temperamente aufeinander. Doch trotz vieler Konflikte entsteht eine große Verbundenheit. Im September 1954 bringt Natalia ihre Tochter Susanna auf die Welt, die behindert und pflegebedürftig ist, was sie im Alter mit großer Sorge erfüllen wird ( nach dem Tod der Schriftstellerin wird Alessandra Ginzburg die Halbschwester zu sich nehmen ). Dasselbe Schicksal wiederholt sich 1959, als der Sohn Antonio auf die Welt kommt und ebenfalls behindert ist. Er lebt jedoch nur ein Jahr.

1959 ist es auch, dass Natalia mit Gabriele nach London geht, wo dieser zwei Jahre das Italienische Kulturinstitut leitet. Die Stadt, die Mentalität, das Klima gefallen ihr gar nicht, und die Erinnerungen an Turin und das Piemont überlagern diese Empfindungen und bilden die Grundlage für ihren in London geschriebenen Roman "Le voci della sera" ( "Die Stimmen des Abends" 1964 ).

Natalia & Gabriele im Pasolini Film
Nach dem Londoner Intermezzo zieht die Familie in eine Wohnung am Campo Marzio in Rom. Dort entstehen "Le piccole virtù" (1962; "Die kleinen Tugenden" 2016) und das autobiographische Werk "Lessico famigliare" (1963; "Mein Familien-Lexikon" 1965), mit dem sie unter breiter Zustimmung der Kritik und des Publikums den Premio Strega gewinnt, sowie das Drama "L'inserzione" (1968). 

Ein Drama ist im Jahr darauf auch der Verlust des Ehemannes, der mit 49 Jahren an einer Virushepatitis stirbt. Ohne ihn, der wie ein entsprechender Wind ihr Leben aufgewirbelt hat und für Musik, Genuss usw. gesorgt hat ( 1964 haben sie für den Freund Pier Paolo Pasolinis sogar im Film "Il vangelo secondo Matteo" einen Apostel, bzw. die Maria von Bethanien gespielt), droht Natalia der Einsamkeit anheim zu fallen. 

Einen disziplinierenden Tagesrhythmus findet sie im Schreiben von Artikeln, Essays, Erzählungen, Komödien und der weiteren Übersetzung von Marcel Prousts "A la recherche du temps perdu". Zehn Jahre nach dem "Familienlexikon" veröffentlicht sie auch wieder einen Roman, "Caro Michele", "der von einem wachsenden Gefühl der Verunsicherung geprägt war und eine Familie in Auflösung zeigte. Das Buch galt als Spiegel einer Zeit, in der sich die traditionellen Wertvorstellungen gewandelt oder gar verloren hatten. Auch die Erfahrung der Studentenunruhen von 1968 hatte sich niedergeschlagen, hatte doch Natalia Ginzburg die Revolte aufmerksam und kritisch verfolgt", so Beatrice Eichmann - Leutenegger an dieser Stelle.

Über ihre Art des Schreibens hat sie einmal Oriana Fallaci ( siehe auch dieser Post ) Auskunft gegeben:

1983

"Den meisten Schriftstellerinnen gelingt es nicht, sich beim Schreiben von ihren Gefühlen loszulösen, sie können sich und die anderen nicht mit Ironie betrachten. Ironie gehört zum Allerwichtigsten auf der Welt, sogar die Liebe ist immer mit Ironie vermischt, sogar das Wissen, aber das scheinen diese Frauen nicht zu begreifen. Sie sind immer feucht von Gefühlen; was Abstand heißt, wissen sie nicht [...]. Eine Frau muss wie eine Frau schreiben, aber mit der Distanz und der Kühle eines Mannes."

Und in einem anderen Interview sagt sie zu ihrer Motivation:

"Ich weiß nicht, was mich zum Schreiben antreibt. Ich denke, wir schreiben, um mit unseren Nächsten zu kommunizieren." 

Sie beschreibt auf jeden Fall so subtil wie psychologisch genau und mit Witz, was so zwischen Menschen passiert, die sich nahe stehen. In ihren Romanen und Theaterstücken beschreibt sie bindungsunfähige Männer oder endlos redende Frauen, die sich an jeden Menschen klammern. Es heißt sogar, bei ihr habe das Italien des 20. Jahrhunderts mit seinen Neurosen auf der Couch gelegen. In ihren Romanen, Essays, Theaterstücken und Sachbüchern fängt sie immer wieder die Verwüstungen ein, die die Überlebenden des Krieges unauslöschlich in sich tragen. Dabei wählt sie klare, einfache Worte, pflegt eine Art literarischer Minimalismus, der gerne auch lakonisch ist und dennoch subtile psychologische Prozesse wiederzugeben vermag. "Die Stimme der [...] Natalia Ginzburg erreicht uns mit absoluter Klarheit inmitten der Schleier von Zeit und Sprache. Schriften von vor mehr als einem halben Jahrhundert lesen sich, als seien sie gerade erst verfasst worden." - da kann ich Rachel Cusk  (an dieser Stelle ) nur zustimmen!

Während all ihrer umfangreichen Autorenschaft und ihres Lebens als öffentliche Intellektuelle in der italienischen Kultur ist Natalia Ginzburg auch eine Aktivistin geblieben: In ihrem letzten Lebensjahrzehnt engagiert sie sich politisch und wird 1983 zur unabhängigen linken Abgeordneten gewählt. Vier Jahre später wird sie in ihrem Mandat bestätigt. Sie, von einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn getrieben,  engagiert sich mit Leidenschaft in verschiedenen humanitären Belangen, wie z.B. der Senkung des Brotpreises, Unterstützung palästinensischer Kind, Rechtshilfe für Vergewaltigungsopfer und Reform des Adoptionsrechts. Auf Dauer fühlt sie sich mit den Beschränkungen des Politikgeschäfts jedoch unwohl und sie zieht sich daraus zurück. 


Im Winter 1990 wird bei ihr ein Magengeschwür diagnostiziert und sie operiert. Anschließend nimmt sie ihr gewohntes Leben wieder auf und übersetzt für ihren Verlag Einaudi Maupassants ersten Roman "Une vie" mit Freude. Im Sommer 1991 verschlechtert sich ihr Gesundheitszustand aber wieder. Die Maupassant-Übersetzung hat sie da schon abgeschlossen, arbeitet allerdings noch mit Hilfe ihrer Enkelinnen an Korrekturen.  Am 8. Oktober 1991 stirbt Natalia Ginzburg mit 75 Jahren in ihrem schönen Haus in Rom:  

"[... ] alles, was den Tod angeht, und alles, was Gott angeht, ist sowohl für denjenigen, der glaubt, wie für denjenigen, der nicht glaubt, von wesentlicher Bedeutung, und es gibt keinen Zweifel, dass es die einzige wirklich wesentliche Sache ist, an die wir manchmal denken."

Ihre letzte Ruhestätte findet sie auf dem Campo Verano.

1999 veröffentlicht ihr Verlag posthum ihr letztes Werk "È difficile parlare di sè", ein Text, der auf einer Reihe von Radiogesprächen basiert, in denen Natalia Ginzburg über ihr Leben und ihr literarisches Schaffen erzählt. Das prämierte "Lessico Famigliare", welches sich mit dem antifaschistischen Leben ihrer eigenen Familie in Turin auseinandersetzt und in alltäglicher Umgangssprache verfasst ist, aber auf originelle und poetische Weise Alltagserfahrungen darstellt, ist jetzt Pflichtlektüre in italienischen Schulen. Sie ist eine menschlich-moralische Instanz im Lande, obwohl sie sich diese Rolle nie selbst angemaßt hätte. Auf jeden Fall ist sie eine weibliche Stimme in der Literatur, die sowohl vertraut als auch völlig originell erscheint. Leseempfehlung!






6 Kommentare:

  1. Liebe Astrid,
    das war wieder mal ein tolles Portrait einer tollen Frau und es hat mich animiert, mir sofort ein ein paar Bücher von ihr zu ordern.
    Ich danke dir dafür.
    Liebe Grüße, Simona

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Astrid,

    wieder einmal: Was für ein Leben.
    Die Schicksalsschläge, die sie erlitten hat, sind so viele. Und immer wieder nicht verzweifelt an ihnen und am Leben. Bemerkenswert. Und nicht nur nicht verzweifelt, sondern Dinge geschaffen für die Nachwelt.

    Danke fürs Vorstellen und viele Grüße,
    Claudia

    AntwortenLöschen
  3. es ist schon bemerkenswert was so manche Frauen alles aushalten können
    sie war sehr stark
    schön dass sie nicht in Vergessenheit geriet
    und ein Buch von ihr sogar an den Schulen gelesen wird
    danke für die Vorstellung
    liebe Grüße
    Rosi

    AntwortenLöschen
  4. Oh man, was für Schicksalsschläge und was für eine interessante Frau. Dankeschön, liebe Astrid, für die tolle Biografie. Liebe Grüße Urte

    AntwortenLöschen
  5. Nichts habe ich bisher von ihr gelesen - ich lese ja sowieso viel zu wenig in den letzten Jahren! - dabei ist sie so eine interessante Frau und Schriftstellerin. Allein wie sie ihr Leben mit all den schrecklichen Zeiten auf die Reihe bekommen hat, ist total bewundernswert und schon ein Roman für sich.
    Sehr gut, dass Du ihr Portrait veröffentlicht hast. Eine echte Great Woman.
    Herzlichst, Sieglinde

    AntwortenLöschen
  6. Eine interessante Frau hast du wieder vorgestellt, danke.
    Viele liebe Grüße,
    Karin

    AntwortenLöschen

Mit dem Abschicken deines Kommentars akzeptierst du, dass dieser und die personenbezogenen Daten, die mit ihm verbunden sind (z.B. User- oder Klarname, verknüpftes Profil auf Google/ Wordpress) an Google-Server übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhältst du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.

Auch wenn Google es nun begünstigt, anonym zu kommentieren, wünsche ich persönlich mir nach wie vor, dass ein Name am Ende des Kommentars steht. Eine Kommentarmoderation behalte ich mir, auch aus diesen Gründen, vor.