Samstag, 25. Januar 2020

Meine 4. Kalenderwoche 2020

Am Sonntag wieder eine Tour mit der Bahn. Meine Güte, wie voll inzwischen die Nahverkehrszüge sind! Man merkt, wie die Menschen das Angebot annehmen und aufs Auto verzichten ( auch unsere Nachbarsfamilie war mit Kind & Kegel und einer befreundeten Familie mit dem Zug unterwegs ins Nachbarstädtchen zum Museum ).

Es ist schon mühseliger, für eine Strecke so lange zu brauchen wie früher für die Hin- & Rückfahrt mit dem Auto, um die Schwester sehen zu können. Gelohnt hat es sich dennoch, nicht nur wegen des leckeren Kuchens.
Als wir uns auf den Heimweg machten, konnte man vom ( verlegten ) Bahnsteig das Haus sehen, in dem ich als Studentin viel Zeit verbracht ( und Feste gefeiert ) habe, weil dort Freunde mit ihrer Wohngemeinschaft eine ganze Etage gemietet hatten. Verdamp lang her, verdamp lang, sang es wieder in meinem Hirn...






Den Montag habe ich für einen kleinen Konsum - Trip in die Innenstadt genutzt. Für ein Eis war es zu kalt ( 6°C Höchsttemperatur ).



Und immer noch bekam ich Post zu meinem neuen Lebensjahr wie diese hübsche Karte von der Zitronenfalterin. Danke Andrea! Sie passte richtig gut zum Tag.

In der Nacht zum Dienstag hat es bei uns zum ersten Mal in dieser Wintersaison Frost gegeben und Raureif hat Dächer, Autos, Pflanzen bedeckt. Bei diesem tollen Hochdruckwetter macht das Unterwegssein Spaß...

... und wenn es nur der gemeinsame Weg zum Sport bzw. Physiotherapie ist.






Am Mittwoch ist das klare, kalte Hochdruckwetter aber schon wieder einem nebelfeuchten Schmuddelwetter gewichen - gar nicht angenehm! Da mochte ich nach einem kleinen Spaziergang überhaupt nicht mehr aus dem Haus, spür ich dann doch alle in mir verbauten Metallteile.

Dafür habe ich im Karnevalsschrank nach Kostümen für den Wahlverwandten gesucht, der sie für eine Show in seiner Sportgruppe bzw. im Altersheim braucht. In vier Wochen ist schon Weiberfastnacht!




Auch am Donnerstag traf noch Geburtstagspost bei mir ein, schön lecker und farbenfroh von Magdalena/Farbmagie und nicht weniger farbig von Christa, einer Stillen Leserin. Vielen, vielen Dank auch euch Beiden!


In dieser Woche bin ich ja ganz tief in die Vergangenheit gestiegen, als ich mich mit Marija Gimbutas für meinen aktuellen Frauenpost beschäftigt habe. Vor allem die Kritik an ihren Erkenntnissen hat mir wieder mal ins Gedächtnis gerufen, welcher Platz Frauen doch immer wieder zugewiesen wird, da ändert sich wenig ( im Moment ist die Gegenwehr, auch die gewalttätige, ja wieder recht heftig: schon sechzehn Femizide in 24 Tagen! ).

Ein Erlebnis, von Mascha hier erzählt, hat mir mal wieder deutlich gemacht, wie schlicht und gar nicht ergreifend "Volkes Stimme" sich immer wieder Frauen herausgreift und denen die Schuld an allen möglichen Dingen anhängt, mit denen man unzufrieden ist, in diesem Fall trifft es Greta Thunberg, "die richtet uns alle noch zugrunde". 

Die andere Frau, der mal wieder angehängt wird, dass sie einen Mann, ja ein ganzes Königshaus, ins Verderben stürzt wie weiland Eva im Paradies, ist Meghan Markle. Zumindest hat das der Adelsexperte der B*ild-Zeitung erkannt, der im Zentralorgan von "Volkes Stimme" verkünden darf, dass sie eine gefährliche Person ist. Dafür kriegt er sogar eine Sondersendung! Und zeitgleich bastelt der englische Trump munter an seinen Vorhaben, die BBC empfindlich zu schwächen. Kümmert aber keinen, denn das uralte Märchen von der verführerischen Schlange vermag auch nach fünftausend Jahren immer noch in den Bann zu schlagen. Und viele Medien stoßen sofort ins gleiche Horn - Samira El Ouassil hat das bei "Übermedien" alles einmal zusammengetragen.

Margarete Stokowski sieht das genau so, bringt aber hier noch einen anderen Aspekt zur Sprache, nämlich dass da eine auf dieses Märchengedöns pfeift und nicht das Prinzessinnendasein vorzieht, in dem sie, von Steuergeldern finanziert, einen Lifestyle pflegen darf, "der im Grunde nur ein hochwertiges Dschungelcamp ist". Merke: "Jede Frau, die sich heute entscheidet, einen Ort zu verlassen, der ihr nicht guttut und an dem sie auch nichts Nennenswertes bewirken kann, ist die eigentliche Queen", so Stokowski.

Für die riesige Überzahl der Frauen dieser Welt ist ohnehin ein ganz andere Rolle vorgesehen, nämlich die, unbezahlte Pflege- und Fürsorgeaufgaben zu übernehmen. Oxfam hat rechtzeitig zum Davos - Gipfel auch in diesem Jahr wieder die Zahlen in einem Bericht präsentiert, und der stellt fest, dass Frauen und Mädchen unbezahlte Haus-, Pflege- und Fürsorgearbeit leisten, die unter Mindestlohnbedingungen einem Gegenwert von rund zehn Billionen Euro pro Jahr entsprechen. Da fühle ich mich auch zugehörig, wenn ich daran denke, was es für eine bürokratische Ochserei ist, die entsprechende Bezahlung meiner Care - Leistung rund um die Uhr endlich durch die Pflegeversicherung zu bekommen...

Zum Schluss aber noch einmal zu Greta: Natürlich wird überall ihre Rolle betont, die große Antipodin zum amerikanischen Präsidenten zu sein - ein hübsches Bild! Mehr dann aber nicht. Nicht einmal der oftmals geschätzten "Süddeutschen Zeitung" und seiner Korrespondentin Meike Schreiber fällt es ein, in ihrem Bericht zu Gretas Rede in Davos die Zahlen zu nennen, die zu veröffentlichen Greta die Medien in ihrer Rede anmahnt.

Auch die "ZEIT" tut es nicht, die "Frankfurter Rundschau" nicht, der "Tagesspiegel" nicht, und die "WELT" schon gar nicht. Eine Medien-Analyse hat ergeben, dass wohl kein einziger deutschsprachiger Artikel die Zahlen erwähnt hat. Es reicht wohl, dass man ihr Gesicht über einen Artikel setzt und dann mit den Hasstiraden von frustrierten Menschen und bezahlten Lobby-Trollen mit Fake-Accounts Klicks und Reichweite generiert...

Wer die Zahlen hören will, der schaue mal hier. Wer lieber die Kurzfassung lesen mag:

Nur noch acht Jahre! 
Nur noch 340 Gigatonnen CO2 für die Menschenheit übrig! 
Das ist der geschlossene Stand der Wissenschaft!

Muss man aber nicht glauben, sind doch nur Mädchen, die sich da ums (Über)Leben kümmern, das ist ja eh nichts wert:

© AP
Ich bin so was von stinkig in diesen Tagen gewesen...





Verlinkt mit dem Samstagplausch bei Andrea/ Karminrot

Kommentare:

  1. ;-)) Liebe Astrid,
    zwecks dem königlichen Haus. Die Welt ist rund und bunt und es wird ja auch nicht mehr gesagt, wenn der Prinz mit dem Epstein usw.usw.

    Ein schöner Wochenrückblick und ich bin zunehmend auch mehr mit dem Zug unterwegs. Mir gefällt das auch, wenn es länger dauert.

    Liebe Grüße Eva
    die dir ein schönes Wochenende wünscht.

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  2. Schöne Himmel, schöne Post und Rauhreif sowieso (mir fehlt dazu nur im Moment eine Spiegelreflex, mit der ich dank Macrolinsen näher rankomme). Klar, dasz keiner die Zahlen nennen mag - das wäre ja das Eingeständnis, dasz die Lage noch dramatischer ist als bisher angenommen und das, was die Politik untenimmt bzw. unterläszt - - -
    Trotz allem einen gemütlichen Sonntag
    Mascha

    Wenn ich nach QLB zum Doc musz, benötige ich von Tür zu Tür die fünffache Zeit eines Autofahrers, da kann ich Leute schon verstehn, die nicht darauf verzichten -

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  3. Du bist da mit dem Stinkigsein wirklich nicht allein. Aber die wahren Zahlen verkaufen sich nicht so gut. Nach uns die Sintflut, so scheint die vornehmliche Meinung zu sein.

    Herzliche Grüße vom nebligen Bodensee
    Andrea

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  4. Demnach ist es hier kälter, Raureif hatten wir schon einige Male. Nur noch acht Jahre? Es ist nicht zu fassen und keine Zeitung erachtet es als wichtig diese Zahlen zu nennen. Ich bekomme gerade einen ganz dicken Hals.
    Mit lieben Grüßen und einen schönen Sonntag
    Sigi

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  5. Mainstreammedien = Lückenpresse. Wer Zeitung liest und meint, er sei informiert, liegt falsch. Wir wissen nur das, was die Medienhäuser und die Politik uns wissen lassen wollen. Und so werden munter Feindbilder geschaffen. Es ist zum aus der Haut fahren. Liebe Grüsse zu dir. Regula

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  6. Ich mag bei solchen Temperaturen auch kein Eis essen. Dafür gibt es dann einen leckeren Kaffee und Kuchen :-)

    Gruß Marion

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  7. Ahhhh! Die Saison der Faschingskostümfotos beginnt bei dir!!! Freu mich drauf!

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  8. vielen dank besonders für deine letzten absätze, über die ich (und gerade auch r., dem ich sie vorlas) nur noch den kopf schütteln konnte und dann auch nur noch wütend wurde.
    ansonsten finde ich bahnfahren - besonders an wochenenden und hauptverkehrszeiten - ziemlich unerträglich. wenn die bahn nicht endlich mal mehr (und bessere!!)züge einsetzt werden viele eben nicht vom autofahren abgehalten.
    liebe grüße - ich hoffe, bald kann man eisessen!!
    mano

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  9. eine schöne Woche..
    das Eis auf dem Hausdach sieht lustig aus ;)
    bei uns sind die Salons noch geschlossen.. man kann höchstens daheim eins essen ..
    ich habe nie verstanden warum sich die Zeitungen (und ihre Leser) so in das Leben von Proninenten drängen und einmischen
    das Privatleben geht doch niemanden etwas an
    wir wollen so etwas doch auch nicht
    die sollen doch einfach in Frieden IHR Leben leben.. es ist nicht unseres
    und das Frauen immer an allem Schuld sind ist doch gängige These..
    vielleicht weil wir die Intelligenteren sind ;)
    wir zeigen es nur nicht immer so .. hihi

    und was Greta so alles in die Schuhe geschoben wird
    das geht schon nicht mehr auf eine Kuhhaut ..

    liebe Grüße
    Rosi

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Ich freue mich eigentlich über Kommentare. Doch es gilt auch die uralte Spruchweisheit: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus." Da wird dann schon mal der Freischaltknopf nicht gedrückt, wenn der Ton daneben ist...

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