Sonntag, 2. August 2015

Meine 31. Kalenderwoche



...lasse ich mal wieder mit dem Sonntag beginnen, denn an dem gelang es mir endlich, mich am eigenen Schopfe aus meinem  Stimmungstief der Vorwoche zu ziehen. Wie befreiend!



























Beigetragen dazu hat die kühle Luft, der blaue Himmel, das Grün im Tälchen ( und die Sommerstimmung, die die Besucher dort verbreiteten ), der Herr K., der mich zum Eiskaffee einlud, das lange Telefongespräch mit Tochter & Enkelin. Danach war ich wieder ganz die alte.

Doch am Montagnachmittag habe ich mich wieder selbst zum Absturz gebracht, indem ich in einem typischen Fall von Sekundenschlaf beim Nähen meine geliebte Overlockmaschine mittels Stecknadel geschrottet habe. Welch Glück, dass mein fähiger Reparateur, am Dienstagmorgen Abhilfe schaffen konnte! Auch das Wiedersehen mit dem kleinen M. nachmittags in Ehrenfeld brachte mich ins Lot:



























Freude beim Kind über das Mitbringsel in Opas Tasche, über das wundersame Erscheinen der Geldstücke beim Übermalen des Papiers in der uralten Frottage - Technik ( wovon auch die beiden Nachbarskinder nicht genug bekommen konnten ), Freude bei mir über den üppigen Blumenstrauß, den ich hierfür bekommen habe.



























Die Sommerpost - Karte der Woche von Annette/buntistschön mit lauter (gedruckten) Erdbeeren, einem schönen Fallersleben - Gedicht und der Schilderung ihrer Gepflogenheiten im Umgang mit den leckeren Früchtchen hat mich daran erinnert, wie wenig ich diese in diesem Sommer genossen habe. Tatsächlich habe ich noch "beim Ernst" welche aus hiesigem Anbau bekommen und dem Herrn K. & mir die ersten & letzten Erdbeertörtchen der diesjährigen Saison kredenzt. Danke für Karte & Impuls, Annette!
Für Helga/holunderblütchen habe ich dann noch einmal versucht, meine Geranienkästen aus der Froschperspektive zu fotografieren. Schräg!

Am Freitag habe ich mich mal als früher Vogel ausprobiert und bin schon um sechs Uhr aufgestanden, um zum Dom zu fahren:



Außerdem war wieder Oma - Opa - Tag. Denn Oma & Opa wollten unbedingt hierhin:










Und das wäre ohne Kind doch ein bisschen peinlich gewesen...



Am Samstagmorgen nah dem Übernachten bei uns ging es dann noch auf unseren Wasserspielplatz: Das Enkelkind hatte Spaß am Matschen, ich am Schatten unter großen Bäumen bei 26 Grad und blau - weißem Himmel. So stell ich mir den Sommer vor...






Und da ich heute wieder so viele Themen angesprochen habe, verlinke ich noch mit

Samstag, 1. August 2015

12tel Blick - Juli 2015






Mein 12tel Blick im Juli am 31. Tag des Monats, 7 Uhr :












Dafür, dass ich in diesem
Hochsommermonat 
erst so spät meinen 12tel Blick eingefangen habe,
bin ich extra früh aufgestanden,
( Andrea sei Dank! )
um die Stimmung vor dem großen Ansturm festzuhalten:

Nur zwei Tauben, ein Obdachloser und eine große Mülltonne
halten sich vor dem Dom auf.
Dafür ist das Mittelportal weit geöffnet -
für Frischluft
oder
frühe Gottesdienstbesucher?

Drinnen warten die Schweizer,
machen sich Putzfrauen zu schaffen &
beten einzelne Gläubige vor der schwarzen Madonna.

Im Dom hört es sich so an:





Ein Moment der - allerdings nicht absoluten - Stille
mit Blick auf das Richter -Fenster.


Links und rechts vom Dom merkt man, dass die Sonne aufgeht:


Und so sah im vergangenen halben Jahr der 12tel Blick aus:


Auf Wiedersehen im August!

Freitag, 31. Juli 2015

Von Raif Badawi und anderen Opfer staatlicher Zensur


  • Raif Badawi ist auch heute wieder der öffentlichen Auspeitschung in Dschiddah entgangen. Seine Frau hatte diese Nachricht schon mittags auf Facebook gepostet.

Source

  • Der indische Karikaturist Aseem Trivedi will für jeden Schlag, den Raif Badawi bisher erhalten hat, seinen Protest in Form von Karikaturen veröffentlichen. 25 Cartoons hat er  schon auf seine Internetseite www.freeraif.net gestellt. Der 28jährige Trivedi selbst ist in Indien bereits wegen Volksverhetzung inhaftiert gewesen, weil er die Korruption in Indien angeprangert & das Parlament als öffentliche Toilette dargestellt hatte. ( Quelle hier )

  • In Bahrein ist der Oppositionelle Abbas Fadhil zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren verurteilt worden, weil er in Tweets den Luftangriff Saudi-Arabiens gegen die  Hutís  im Jemen verurteilt hatte. Abbas wurde bereits am 27. März, einen Tag nach dem Angriff festgenommen, den er als "Invasion" und einen "Akt der Aggression" charakterisiert hatte. Er wurde der "Verbreitung falscher Informationen und "tendenziöser Gerüchte" angeklagt und verurteilt.

  • In Kuwait bestätigte am 12. Juni der Kassationshof eine Haftstrafe von sechs Jahren Gefängnis gegen den Blogger Saleh al-Saeed wegen Kritik am benachbarten Saudi-Arabien & der eigenen Regierung. In einer Reihe von Tweets im Oktober 2014  warf  der Blogger Saudi-Arabien Landnahme in einer neutralen Zone zwischen Kuwait und Saudi - Arabien vor, um dort vorhandene Ölreserven selber auszubeuten, und kritisierte die Untätigkeit der eigenen Regierung.

  • Am 22. Juni verurteilte ein israelisches Gericht Ibrahim Bayomi Uday Mufid, einen Palästinenser aus Ost-Jerusalem, zu 17 Monaten Gefängnis wegen einer Veröffentlichung auf Facebook. Vom Inhalt der Veröffentlichung ist nicht mehr bekannt, als dass ihn das Gericht als Provokation gegen Israel betrachtete.

  • Am 29. Juni hat ein Gericht in Casablanca/Marokko in Abwesenheit den Direktor der Nachrichten-Website badil.info, Hamid Mahdaoui, zu vier Monaten Gefängnis ​​verurteilt wegen der Veröffentlichung eines Berichts über den Tod des politischen Aktivisten Karim Lachkar im Polizeigewahrsam.

Meinungsfreiheit ist ein rares Gut auf unserer Erde. Deshalb darf in so vielen Staaten davon kein Gebrauch gemacht werden, scheint's...




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