Mittwoch, 3. September 2014

Waldsaurier- ein Nähpost!



Unser Jungenmädchen, das kleine M, ist morgen wieder eingeladen zu der Geburtstagsfeier eines Kindergartenfreundes. Und als Geschenk - so meine Tochter - wäre doch ein Oma - Shirt sehr wünschenswert.

Da wir den jungen Mann immer als Frosch herumhüpfend erleben, wenn wir das Enkelkind im Kindergarten abholen, machte ich den Vorschlag, ein Froschshirt zu nähen ( im Hinterkopf einen Jersey im Lager, der nicht so ganz in das sonst gefragte Farbschema passte ).

"Ich will auch ein Froschshirt", meldete das kleine M sofort an. Dagegen mochte ich nichts einwenden, denn dann wäre der Jersey so gut wie aufgebraucht, das Zuschneiden zweier Exemplare der gleichen Größe rationell und außerdem nähe ich T - Shirts am liebsten.

Am Freitag letzter Woche habe ich beide Shirts flugs genäht und auch für jedes Kind seinen Anfangsbuchstaben plus Frosch gestickt. Super, fand ich, Auftrag erledigt!




Am Samstag, als das kleine M zu Besuch kam, zeigte ich ihm stolz meine Nähergebnisse. "Aber der A mag doch nur Waldsaurier!", wandte das Kind ein. Meine Tochter winkte nur ab, was heißen sollte: "Ist doch jetzt egal."


Doch ich, ich konnte mich nicht damit abfinden, dass der Adressat die falschen Tiere auf dem T- Shirt haben sollte. Nur: Waldsaurier???

Meine Kenntnisse über Dinos sind ja doch recht solide, seit ich 1989 in die Grundschule kam und das schon damals DAS Thema bei den Kindern war. Ich habe mich also zwangsläufig mit ihnen beschäftigt ( und sogar auf Wunsch der Eltern zu Sankt Martin mit den Kindern eine Saurierlaterne gebastelt. Davon zeugen noch heute Kerben auf meiner Arbeitsplatte, denn zum Schluss habe ich mit dem Schneidemesser ganz alleine die Saurier ausgeschnitten, weil es für die Kinder zu schwer war. Das  als kleine Anekdote am Rande. ) Aber Waldsaurier sind mir bisher noch nicht untergekommen...

Schließlich habe ich beschlossen, dass der Dinopunk - Jersey von Andrea auch als Waldsaurier - Jersey durchgehen könnte, und ein weiteres T - Shirt ( übrigens mit viel Freude! ) genäht.




Und ich war sicher, dass das kleine M da auch wieder Bedarf anmelden wird. Also habe ich auch noch ein zweites genäht... Macht einfach zuuu viel Spaß!


Schnitt: "Hilde"/Farbenmix 


Jerseys von Lillestoff/enemenemeins und Swafing/jolijou sowie aus meiner Restekiste.




Dienstag, 2. September 2014

SommerMailArt



Als zur Teilnahme für die Sommerpost 2014 aufgerufen wurde, war ich sofort Feuer & Flamme. Ich hatte auch augenblicklich eine Idee, wie ich mein Buch gestalten wollte: Es sollte ein Leporello sein aus schwarzem Fotokarton, quadratisch und mit Kopien meiner Collagen à la Max Ernst "Une semaine de bonté" beklebt sein und im Juli hergestellt und verschickt werden. Konnte doch nicht so schwer sein...

Ich war davon ausgegangen, dass es genug Büchlein mit weißem Papier für Zeichnungen oder Skizzen oder zum Schreiben geben wird. Meines hingegen sollte Fotos aufnehmen können, solche der eher altmodischen Sorte oder der Instagram - Art. Kopien der Collagen, Leporellos, Satinband - alles war bereits in meinem Haushalt vorhanden.





Dann lief es im Juli bei mir gar nicht so, wie es sollte, und ich war froh als Susanne/nahtlust mir anbot, mit mir zu tauschen. Ihr tolles Fächer - Buch zum Thema "Fische" kam dann auch bald und wurde von mir im Hollandurlaub bestückt:



Ich hatte also einen ganzen Monat Zeit gewonnen. Doch auch den August brauchte ich, um mich zu sortieren, und ich kam nicht zu Potte mit meinem Sommerbuch.

Als schließlich Buch Nr. 3 von Silke ( ohne Blog ) bei mir durch den Briefschlitz fiel, packte ich Mann & Enkelkind letzten Dienstag bei strömendem Regen ins Auto, um endlich bei Boe*sner den einzig fehlenden Buchbinderkarton zu beschaffen...



Dann war es eigentlich eine Sache von einem Nachmittag, meine Büchlein herzustellen. Und ich habe mich gefragt, warum ich dafür so lange gebraucht habe & habe gleich noch vier mehr gemacht.






Fehlte nur die Verpackung für den Postversand - doch die habe ich ebenso schnell erledigt dank Nähmaschine. Und dann: ab die Post!


Montag, 1. September 2014

Mein August










































Im August habe ich
wieder den Odenwald besucht & meine Eltern betreut,
die vielfältigen Möglichkeiten in meiner Stadt, draußen zu sein, genutzt,
mit der Familie in Nordholland verbracht &
 mir vom Wind über der Nordsee die trüben Gedanken wegblasen lassen,
und zuletzt wieder zu Hause mein Inneres & Äußeres ausgemistet.




Heute ist Weltfriedenstag,
denn heute vor 75 Jahren hat der 2. Weltkrieg begonnen.
Dieses Ereignis bedeutet für mich persönlich viel,
denn ohne würde ich nicht existieren,
gäbe es meine Familie nicht.
Aber noch viel mehr bedeutet mir,
dass ich mein ganzes Leben in friedlicher Eintracht
mit unseren einstigen "Feinden" in der Nachbarschaft leben konnte.
Dafür bin ich äußerst dankbar.

Ich hoffe ( und appelliere ),
dass es uns und unseren Politikern gelingt,
nicht den idiotischen Ansinnen anderer Machtmenschen auf dieser Welt nachzugeben,
die dieses ( Kriegs- )Rad ( wider besseres Wissen ) drehen.
Wenn nicht - so meine Überzeugung -
wird es der Menschheit gelingen,
das Projekt "Menschen auf dieser Erde" zu beenden,
es zu einem totalen Fehlversuch herabzustufen,
den man für immer & ewig abhaken kann...




MakroMontag: Insekten, ganz anders



Nachdem ich meine Schätze für das August - Moodboard zum Fotografieren an die "Öffentlichkeit" gebracht ( i.e. aus ihrer Schublade befreit ) hatte, kam mir die Idee, doch meine Fertigkeiten in Makrofotografie mal an ihnen zu trainieren. Und so verlinke ich mich auch diese Woche mit Steffi im Nachbarstadtteil.

























































Über meine Sammlung Gablonzer Insektenbroschen habe ich hier schon einmal geschrieben, über meine Liebe zu Käfern hier....






























Bei den beiden Fliegen handelt es sich übrigens nicht um echte Gablonzer Arbeiten: Erstere ist dazu nicht sorgfältig genug verarbeitet, wie die Makroaufnahme sichtbar macht, bei letzterer überwiegt das Metall und die Glassteine spielen eine Nebenrolle. Ich find sie witzig, denn wer steckt sich schon Fliegen ans Revers?

Sonntag, 31. August 2014

Meine 35. Kalenderwoche





























Der vorletzte Augustsonntag lockte am frühen Morgen wieder mit knallblauem Himmel. Wohl wissend, dass das nicht lange anhält, machten wir uns nach dem Frühstück auf über die Florastraße zum Botanischen Garten Kölns, oft auch kurz nur "Flora" genannt. 
Dort wunderten wir uns bald: Wo wollen die hin, die vielen Leute?

Des Rätsels Lösung:



























Die Titanwurz blüht! ( Hier mehr dazu! ) Da ich ein solches Exemplar vor Jahrzehnten im Bonner Bot. Garten zuletzt gesehen hatte, reihten wir uns in die Schlange ein und durchstreiften so ganz langsam die Flora des Tropenhauses ( dabei habe ich auch die Minifeigen am Stamm eines ebensolchen Baumes entdeckt, Bild unten links ). 
Die Titanwurz selber ist eine sehr eigenwillige Schönheit mit einer delikaten Farb- und Formgebung, die mir sehr gefällt. Gestunken hat sie allerdings nicht...





Und wo wir schon mal da waren, haben wir noch andere Exoten bewundert wie die Schlauchpflanze, ( einer Karnivore, die mich fasziniert & von daher immer wieder mal kaufe, die ich aber auch regelmäßig vertrocknen lasse ), die Gunnera ( für die mein Garten leider viel zu klein ist ), die Banksie.


























Das Riesenschmuckbeet vor der nun wieder neu eröffneten Flora hingegen finde ich furchtbar trivial & in viel zu kreischigen Farben bepflanzt. Da täte mal ein innovativer Gärtner not...
Um so erfreulicher die Beete im Botanischen Garten mit Gelenkblumen, Kokardenblumen, Sonnenhut und vielen anderen mehr, die ich gar nicht alle hier zeigen kann.


























Am Dienstag war unser wöchentlicher Oma - Opa - Nachmittag. Da habe ich auch endlich die vielen Souvenirs, mitgebracht aus Südfrankreich, überreicht bekommen: Die Zeitschrift "Coté Sud", Lavandin, Lavendelseife & eigenhändig gesammelter Lavendel und "TicTac" in einer Geschmacksvariante, die es nur dort gibt. Alles Reminiszenzen an eine der schönsten Zeiten in meinem Leben!



Am Samstag war ein Familienkaffeeklatsch angesagt: Einmal, um die neuesten Neuigkeiten von der Situation der alten Eltern zu erfahren, zum anderen, um für den kommenden Familienzuwachs zu planen. ( Ich werde zum 1. Mal Großtante! ). Anschließend ist das derzeit jüngste Familienmitglied zum Übernachten bei uns geblieben.





















Es war laut, chaotisch, schön, wie es bei den weiblichen Mitgliedern der Familie halt immer so ist...


























Und am Sonntagmorgen - nachdem ausgiebig eine Geburtstagskrone gebastelt worden war - ging es mit der U - Bahn zur Nichte, die ihren Geburtstag feiern konnte. Ein Spieleparadies für die so viel Jüngere war das Kinderzimmer der Älteren, das ausgiebigst bespielt werden konnte, denn viele Regenschauer ( und einige Donner ) hielten die Erwachsenen davon ab, nach Hause zu gehen.

Mir hat das Zusammensein mit so vielen Menschen, die mir wohlgesonnen sind, richtig gut getan.

Mein Freund, der Baum: Platane



Heute der Baum, unter dessen Blätterschirm ich am liebsten Sommerhitze überstehe:





























Es ist die Platane/ Platanus, jener riesige Baum mit den großen, denen des Ahorn ähnlichen Blättern und der gescheckt wirkenden, glatten Borke.





πλάτανος lautet der griechische Name des Baumes, und es war in Griechenland, wo ich den Baum im Sommer schätzen lernte, das erste Mal inmitten der Stadt Nafpaktos, einem westgriechischen Hafen am Golf von Korinth. Völlig überhitzt vom Peloponnes kommend, bot der ausladende Schirm des Baumes auf der Platia erholsamen Schatten. 
Später habe ich einige Sommerurlaube auf dem Pelion verbracht, wo die Plätze der zauberhaften Orte nicht nur von einer, sondern oft von mehreren Platanen umstanden wurden. 
Kein Wunder, dass man in Griechenland den Ortsnamen Platanos oder Platania öfter findet, denn die Bäume dominieren oft das Zentrum.

























Einen solch ausladenden Schattenspender habe ich im Juli auf dem Dr.-Karl-Lueger - Platz in Wien entdeckt, mit richtigen Schaukelästen ( so würde es Dania nennen ), lichtem, dichten Laub und genug Bänken zum Verweilen darunter.

Das Platanen aber auch ganz anders wachsen können, wenn sie nicht in Form geschnitten werden, habe ich am gleichen Tag im Wiener Volksgarten festgestellt. Dort sah eine Platane so aus:


Bei mir zu Hause gibt es sozusagen um die Ecke auch eine ganze Reihe Platanen, unter anderem am ehemaligen Kindergarten meiner Tochter. Dort habe ich die heruntergefallenen Blätter & Früchte in dieser Woche aufgesammelt:










Der Herbst naht....

Und da ich ja langsam auch der Makrofotografie anheim falle, hier die Frucht aus unmittelbarer Nähe:


Platanenholz ist übrigens schwer, ziemlich hart, zäh und elastisch und hoch verformbar. Es muss allerdings gut getrocknet werden, weil es leicht reisst oder sich verzieht. Witterungsfest ist es nicht, deshalb wird es im Innenausbau verwendet, für Möbel und Furniere oder auch als Brennmaterial.

Die Bäume werden sehr groß und können einen Stammdurchmesser von zwei Metern erreichen. Sie werden außerdem recht alt. In Dessau soll es ein Exemplar geben, das 230 Jahre alt ist. Hier bei uns in der Stadt werden die Bäume aber immer häufiger von einer Pilzerkrankung, Massaria genannt, befallen, verursacht durch zu trockene, heiße Sommer. Dadurch sterben Äste schnell ab und stellen eine Gefahr dar, weil sie dann auch ohne Wind & Sturm einfach herunter fallen.

Zum Schluss noch etwas Mythologie: 

Der Göttervater Zeus soll seine Frau Hera unter einer Platane geehelicht haben, aber auch mit der von ihm entführten Europa den Minos, jenen sagenhaften König von Kreta, gezeugt haben.
Auf der griechischen Insel Kos habe ich einmal eine Platane besichtigt, unter der angeblich der antike Arzt Hippokrates seine medizinischen Kenntnisse weitergegeben haben soll. Da dieser im 5. Jahrhundert vor der Zeit auf Kos geboren worden ist, dürfte die Geschichte aber eher ins Reich der Phantasie gehören.









Baumfreunde treffen sich heute wieder bei Jahreszeitenbriefe. Schaut mal vorbei!



Über diese Bäume habe ich bisher geschrieben:




Samstag, 30. August 2014

Weekend reflections # 7































Fortsetzung des Himmels im Fenster der wieder neu aufgebauten Kölner Flora



Weekend reflections aus aller Welt sind wieder hier zu finden! Und alle Himmelsblicke gibt es wieder hier!



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