Donnerstag, 24. April 2014

Wofür ich dem April dankbar bin



Auch der April konnte mit seinem ganzen Blütenrausch nicht immer darüber hinweghelfen, dass das alltägliche Leben mich sehr forderte & die Gedanken immer wieder um unlösbare Probleme kreisten. Da war eine kurze Auszeit in den Osterferien vonnöten.

Dass diese Auszeit so richtig gelang, der Kopf frei von Gedankenlasten wurde, lag zum einen an der unvergleichlichen Wienerstadt,  zum anderen aber an dem Treffen dort mit einem Menschen, den ich bis dahin nur aus der Welt 2.0 kannte: Susanne von mamimade!









Susanne hatte mich bereits vor knapp zehn Monaten vor meinem ersten Wienbesuch mit vielen Informationen versorgt und es mir so möglich gemacht, einen Herzenswunsch umzusetzen.
Und in der Zeit meiner Krankheit hat sie mir mit einem Gastpost die Türen in eine neue Welt versucht zu öffnen.
Nun erfuhr ich also quasi live ganz viel über Wien, die Vorzüge der Stadt, die eine commode Alltagsbewältigung möglich macht, über ihre wunderbaren Kinder, über imaginäre Filmbestenlisten, das Periodische System der Elemente, die Liebe zum Schreiben, Malkurse im Netz und, und, und. Phänomal, womit diese Frau sich so beschäftigt!

Acht Stunden haben wir an einem total verregneten Tag im April im Café Diglas bzw. Café Engländer in intensivstem Gespräch verbracht ( und nur kurz einmal unterwegs die Fotoapparate gezückt, z. B. hier ):

( Susanne mit ihrer berühmten Beanie - Mütze ist ganz links in der Ecke kaum zu sehen )


Das ist ein gutes Zeichen, wenn einen die Realität so viel mehr fesselt als die rastlose Ideensuche für die nächsten Posts! 
Für diese Erfahrung bin ich Susanne, unserem Treffen, Wien und dem April sehr, sehr dankbar. Und dein Beitrag zu unserem Treffen gestern in deinem Blog hat mich ( und auch den Herrn K.) sehr gerührt...

Mittwoch, 23. April 2014

{ The making of } Frühlingspost






Ich hoffe, dass inzwischen meine Frühlingspost bei allen anderen Adressatinnen der Gruppe 7 angekommen ist ( zwei Karten habe ich letzte Woche in Wien eingeworfen, und die Post hierzulande hatte bei den meisten Adressatinnen ja keinen weiten Weg ), so dass ich niemandem die Vorfreude verderben kann, wenn ich hier im Blog zeige, was ich gemacht habe.

Den ursprünglichen Plan ( hier im März Moodboard angedeutet ) habe ich wegen der Größe & Kompliziertheit der Blätter verworfen und mich meinem Lieblingsbaum, der Linde ( hier mehr dazu ), zugewandt. Die Bedeutung als Liebesbriefbaum finde ich einfach zu schön!





Aus einer Polyblock - Platte habe ich mit der Schere ein Lindenblatt ausgeschnitten und mit dem Bleistift die Blattnerven eingedrückt.
Dann habe ich dieses Blatt - eigentlich mein Stempel oder Druckstock -  in der Frottage - Technik auf weißes Seidenpapier mit Hilfe eines dicken Buntstiftes übertragen.
Das Seidenpapier habe ich anschließend auf einen weißen Karton kaschiert.
Danach habe ich etwas grüne & etwas gelbe Druckfarbe auf einer Glasplatte aufgebracht und mit einer Walze gleichmäßig ausgerollt.



























Mit der Walze wurde die Farbe auf den Stempel/Druckstock aufgetragen, dieser vorsichtig auf den  Karton gelegt und mit den Fingerspitzen angedrückt. Ich habe zwei bis drei Mal "gestempelt", bis ich neue Farbe aufgetragen habe - das ergibt die unterschiedliche Farbintensität der Blätter.























In acht Teile geschnitten und ab die Post! Vorher noch versehen mit Briefmarken von Peter Gaymann & einem handschriftlichen Text....



Nachtrag: Die Karten die ich bisher bekommen habe sind teilweise links auf dem Foto zu sehen. Die mit der Nummer 99 ist von Michaela/ MüllerinArt, eine der beiden Initiatorinnen der Aktion. Inzwischen ist auch die Karte der letzten Woche eingetroffen von Jennifer/neunzehngrad. Dank auch dir für das überaus witzige Motiv! Ich würde deinen Appell gern aufgreifen, aber mich schmerzt die linke Schulter...;-)

Dienstag, 22. April 2014

12tel Blick - April 2014





Mein 12tel Blick im April vom 22. des Monats, nachmittags 15 Uhr:

























Nachdem ich spektakulärere Ansichten in diesem Monat verpasst habe -
die Prozession am Palmsonntag bzw. ein Vespatreffen am letzten Samstag -
weil ich in Eile zum Flug nach Wien bzw. kameralos war
( darüber habe ich mich richtig geärgert ), 
heute einen Blick auf den etwas verschlafenen Nach - Ostern - Nachmittag auf dem Platz.

Immerhin ist zu erkennen, dass um den Baum in der Mitte 
endlich eine schöne neue Rundbank installiert worden ist, 
die Bäume ihr Grün angelegt und 
"Die Grünen" ihre Wahlplakate für die Kommunalwahl aufgehangen haben.

( Noch ) nicht zu sehen sind Herr & Frau K., 
die heute ihren Kapuziner ebenfalls auf dem Platz eingenommen haben...


Und hier noch einmal die Rückschau auf das erste Vierteljahr 2014:











Was Wienerisches für Nähbloggerinnen



Nach Wien reise ich nun nicht unbedingt, weil ich Stoffe kaufen will oder so. Aber einiges habe ich auch gefunden, was mit meinem Näh - Hobby zu tun hat.
So zum Beispiel das von der Schneiderinneninnung Wiens weiterhin gepflegte Grab des Erfinders der Nähmaschine auf dem aufgelassenen St. Marxer - Friedhof:






























Überall sprangen mich die wunderschöne Troddeln, Quasten, Posamente an & evozierten den Wunsch, mal wieder was damit zu machen. "Maszarbeit" wurde immer wieder in Schaufenstern angeboten:






























Und die allerliebste Hasengruppe ( im Schaufenster von "Herzilein - Wien" in der Wollzeile entdeckt ) fand ich sehr animierend ( das nächste Ostern kommt bestimmt! )...




























Aus den herrlichen Hasenstöffchen von "Sew - what" habe ich dann am Samstag noch schnell ein paar Säckchen für Ostereier für meine Lieben genäht & ein Kissen für meine Schwester...







Montag, 21. April 2014

Meine 16. Kalenderwoche



Die vergangene Kalenderwoche habe ich fast ausschließlich in Wien verbracht, und ich muss gestehen, die Stadt begeistert mich immer mehr. Wie ich am Donnerstag ja schon angedeutet hatte, hatten wir uns ein paar Themenschwerpunkte für diese Reise ausgedacht.

Und ein erster Schwerpunkt war Wolfgang Amadeus Mozart:



























Dazu gehörten am 2. Tag die Besuche seiner Grabdenkmäler auf dem Zentralfriedhof bzw. auf dem St. Marxer - Friedhof ( wo er tatsächlich in einem Gräberfeld unauffindbar bestattet worden war, da das Schachtgrab nicht gekennzeichnet worden war ).
Dieser Friedhof ist ganz, ganz zauberhaft, auch wenn er umringt ist von Autobahnhochtrassen. Die verfallenen, überwucherten Grabsteine der Biedermeierzeit, die üppigen Fliederbüsche, die gewundenen Wege lassen einen den heutigen Alltag vergessen. Einfach das Richtige für Friedhofsenthusiasten, wie wir es sind!

Am 3. Tag - mit fürchterlichem Aprilwetter - besichtigten wir die letzte Wohnung Mozarts in Wien, in der er die von uns am meisten geliebten Opern geschrieben hatte. Die hatte ich immer im Ohr ( der Audioguide bietet nicht genug davon, fanden wir ), wenn ich an den Fenstern saß und in die Dom- und Blutgasse hinabschaute und mich auf Zeitreise begab: so schön! ( Wer wissen möchte, welches Werk mir aber ganz besonders durch den Sinn ging - nämlich das Rondo in d-dur, KV 382 - kann es sich hier anhören. )

Eine Mozarttorte gab es natürlich auch bei einem der täglichen Kaffehausbesuche. Und die Papagenogruppe entdeckten wir am Theater an der Wien.




















































Ein Regenschauer, der uns am 2. Tag an der Oper erwischte, ließ uns ins Museums - Café in der Nähe flüchten. Vor hatten wir das sowieso, denn es war das Stammcafé unseres literarischen Säulenheiligen Robert Musil. Die Torte heißt allerdings nicht nach dem Schriftsteller, sondern ist eine Esterhazy - Torte.

Im Café Central hingegen trägt eine Torte den Namen eines Stammgastes, der den Besucher auch gleich als Skulptur begrüßt: Peter Altenberg.


























Um überhaupt ins Café zu kommen, mussten wir uns regelrecht anstellen und wurden platziert, aber auch sehr zuvorkommend und freundlich bedient. Im Lokal gibt es eine Gesumme & Gebrumme wie in einem Bienenstock!
Das ist im Sacher ganz anders: Alles gedämpft & diskret wie in alten Zeiten!



























Die Sachertorte hat mir allerdings in einem weiteren Kaffeehaus besser geschmeckt: dem Café Bräunerhof. Das hatten wir uns wegen eines weiteren literarischen Säulenheiligen ausgesucht, der dort Stammgast war: Thomas Bernhard.



























Wirkich ein ganz eigener Mikrokosmos, dieses Café! Als ob die Zeit stehen geblieben wäre, teilweise richtig schäbig ( nicht shabby ) und ein Ober, der aussah wie Sigmund Freud ( dessen letzte Wohnung mit seiner Psychotherapiepraxis wir vor dem Kaffeehausbesuch besichtigt hatten ) & extrem bedächtig.
Thomas Bernhard selbst hat einmal seine schizoide Einstellung zum Kaffeehaus so beschrieben.

Ihm haben wir übrigens auch unsere Referenz auf dem Grinzinger Friedhof erwiesen, dem dritten Wiener Friedhof, den wir besucht haben. Ein schöner, längerer Spaziergang durch den Weinort führte uns dorthin.





























Die Gräber von Gustav Mahler & Heimito von Doderer ( dessen "Strudlhofstiege" ich ja bekannterweise so liebe ) waren weitere Ziele unseres diesjährigen Wienaufenthaltes.

Damit habe ich doch einigermaßen elegant die Kurve gekriegt, um noch ein paar Fotos vom dritten besuchten Wiener Friedhof, dem Zentralfriedhof, unterzubringen:






























Der rosa "Finger" ist übrigens das Grabmal von Franz West...




Ich hab mich jedenfalls wie im richtigen Film gefühlt in diesen Wiener Tagen ( und ihr habt euch hoffentlich nicht bei diesem Post gelangweilt )....




Sonntag, 20. April 2014

Frohe Ostern
































wünsche ich all meinen Leserinnen & Lesern
mit diesen Häschen, die ich in der letzten Woche in Wien gesammelt habe.

Samstag, 19. April 2014

In heaven XXXIX { Wiener Wolkenatlas 2014/1 }



Nirgendwo macht es mir so viel Spaß, den Himmel ins Visier zu nehmen, wie in Wien ( hier habe ich schon einmal letztes Jahr welche gezeigt ).
Nirgendwo wird ein Himmelsausschnitt so schön gefasst wie in dieser Stadt.
Nirgendwo kann man in einer Millionenstadt auch so viel Himmel wahrnehmen wie hier - den großen Plätze, den Parks, den breiten Alleen sei Dank!

Heute erst einmal eine Auswahl von Himmeln mit lauter Kuppeln und Welschen Hauben, die ich so liebe, weil so meine allererste Turmbedachung im Dorf meiner Kindheit aussah:















































































































































Noch mehr Himmel zu sehen sind wieder bei der Raumfee.


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