Samstag, 25. Oktober 2014

In Erinnerung




an den
Musiker der Gruppe "Cream"

Jack Bruce

Via

der heute Nachmittag im Alter von 71 Jahren in Suffolk/England gestorben ist.



Dieser Song war Teil meiner Jugend:



Farewell!


In heaven XXXXIX











Am Dienstag zogen Ausläufer des Ex - Hurrikans "Gonzalez" über die Stadt hinweg, ließen einfach mal eine Gondel der Rheinseilbahn entgleisen* ( und sorgten so für stundenlange Rettungsaktionen ), warfen Blumentöpfe auf dem Balkon um und entblätterten gründlich die Straßenbäume und zeigten sich dann eine halbe Stunde später wieder ganz harmlos:































Mehr Himmelsgeschehen findet der Interessierte wieder bei der Raumfee!

* Diese Geschichte hat mich emotional berührt und ein paar Tage innerlich beschäftigt, bin ich doch leidenschaftliche Seilbahnfahrerin und hatte vor, während der Museumsnacht die letzte Fahrt in diesem Jahr mitzumachen. Eigentlich habe ich immer mit viel Spaß mit kleinen Kindern den Rhein auf diese Weise überquert. Ich habe aber auch genug Erfahrung, um zu wissen, was angesagt ist, wenn man mit Kindern dann über vier Stunden über dem Wasser schwebt, vom Sturm und der Kälte gebeutelt, von Hunger & Durst geplagt usw.  Die Höhenretter der Kölner Feuerwehr haben meine volle Bewunderung ( ebenso wie die betroffenen Eltern ). Helden eben...
Da dies der erste Zwischenfall bei der Bahn ist, seit sie vor 57 Jahren gebaut wurde, wird im nächsten Frühjahr die Sache aber ihren Schrecken verloren haben, und ich wieder die Gondeln besteigen...



Freitag, 24. Oktober 2014

Friday - Flowerday # 43/14




Die Idee:
Jeder, der Blumen in der Vase stehen hat und
sie gerne zeigen möchte, ist herzlich eingeladen!
Das müssen keine floristischen Kunstwerke sein,
sondern Blumen, die zur Jahreszeit passen, 
schön oder witzig arrangiert sind oder eine Geschichte erzählen...
So beschreibt Helga/ Holunderbluetchen® ihr Projekt.



























Sind das nicht wundervolle Farben?
Ein bisschen mehr fokussieren?

























Ja, es sind wieder Lilien
( weil es letzte Woche so schön war & sie so toll duften )!
Dazu Kängurupfötchen...


...und Hartriegelzweige.
























Granatäpfel & minimalistische Matroschkas ergänzen
das Stillleben.


Eigentlich ist es viel weniger licht als auf den Fotos,
deshalb ist auch Kerzenschimmer gefragt.


So sieht es viel eher in unserem "Sommerwohnzimmer" beim derzeitigen Wetter aus:



Es ist halt Herbst...
Ich genieße es trotzdem.

Und wenn die Blätter von der Magnolie abgefallen sind,
wird es auch wieder heller.
Noch sind sie aber recht grün:



Donnerstag, 23. Oktober 2014

Vom Wickelshirt & dem Fotografieren desselben



Nachdem mir das blaugetupfte Wickelshirt für meine Tochter so gefallen hatte, kaufte ich den Dotties - Jersey noch einmal hier, um mir selbst ein solches Teil auf den fülligen Leib zu schneidern. Die Blautöne sagten mir zu, und die Jersey - Qualität fühlte sich gut an.

Ich habe also das Onion - Schnittmuster 5032 mit Hilfe meines Standardschnittes auf meine Maße vergrößert, beherzt zugeschnitten, noch beherzter genäht und am beherztesten über den Kopf gezogen: 
Na ja, wer hat, der hat ( das macht ein solches Shirt überdeutlich...)!

Aber da ich seit dem Hollandsommer wieder begonnen habe, Jeans zu tragen, und die Enkelkinder sich freudig äußern, wenn ich etwas anderes als Schwarz trage, habe ich beschlossen, dass es für meinen Alltag taugt. 

Jetzt fehlte nur das Tragefoto ( denn die Im-Spiegel- Knipserei bringt ja nicht viel ).

Doch da fangen die Probleme an: 

Sobald ich dem sonst sehr lieben, willigen, fähigen Herrn K. meine Kamera in die Hand drücke, wird er zum Old Shatterhand, drückt auf alle möglichen Knöpfe, stellt Fragen, die ich ihm auch nicht beantworten kann. Und wenn man diese Probleme noch potenzieren will, nötigt man ihn zu solchen Aufnahmen draußen in der Öffentlichkeit.

Das ist dann dabei herausgekommen:


Es ist mir schon aufgefallen: Wenn man im Alter eine Gleitsichtbrille trägt, nützt einem der tolle Sucher an der Kamera rein gar nichts, denn man sieht nur unscharf.  
Ich habe für mich das Problem einigermaßen befriedigend lösen können und trage beim Fotografieren  eine billige Lesebrille. Das geht ja auch, weil mir vor einem Jahr mit der Grauer - Star - Operation die Kurzsichtigkeit endlich abhanden gekommen ist. Der Herr K. muss aber beide Fehlsichtigkeiten durch Brilletragen korrigieren. Und deshalb benutzt er beim Fotografieren den Blick aufs Display, was wiederum bedeutet, dass er die Kamera am langen Arm halten muss.
Meines Erachtens wäre diese Problematik eine echte Entwicklungsaufgabe für die Optische Industrie, denn wir werden immer älter, oder?

Ach ja: Eigentlich sollte es in diesem Post um mein Shirt gehen. Ich schicke es jetzt einfach mal auf die Schnelle so, wie es ist, zu RUMS. Mein Fotoproblem geh ich ein anderes Mal an...





Mittwoch, 22. Oktober 2014

Herbstgedicht / Strudlhofstiege II


Wenn die Blätter auf den Stufen liegen
herbstlich atmet aus den alten Stiegen
was vor Zeiten über sie gegangen.
Mond darin sich zweie dicht umfangen
hielten, leichte Schuh und schwere Tritte,
die bemooste Vase in der Mitte
überdauert Jahre zwischen Kriegen.

Viel ist hingesunken uns zur Trauer
und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.









Dieses Gedicht von Heimito von Doderer steht auf einer Tafel, angebracht am Fuße der Strudlhofstiege im 9. Wiener Bezirk/Alsergrund.





























Die Stiege überwindet einen Höhenunterschied zwischen der Liechtensteinstraße, die auf sie zuführt, und der Strudlhofgasse, die von der Stiege eine Verbindung zur Währinger Straße ist.





























"Die Strudlhofstiege" ist auch der Titel eines Romanes von Heimito von Doderer, 1951 erschienen, der das Leben etlicher Angehöriger des Wiener Bürgertums in den Jahren 1923 bis 1925 beschreibt.





























Ich habe den Roman mehrmals gelesen und dem Hörbuch während meines Krankenhausaufenthaltes bzw. meinen Augenoperationen gelauscht, so dass ich auf dieser Stiege den Protagonisten wie dem Melzer, der Grete Siebenschein, dem René Stangeler oder der Mary K. zu begegnen glaube.





























Ich habe den österreichisch eingefärbten Klang der Sprache Doderers im Ohr und bewege mich auf der Treppe in dem Tempo, in dem sich die Geschichten im Roman entfalten. ( Für die Joggerin in hellblau, die sich während unseres Besuches die Stiege immer wieder auf und ab hetzte, hatte ich so gar kein Verständnis. )





























Man muss sich auf die Strudlhofstiege - Roman wie Treppenbauwerk -  einlassen, um dem Wunderbaren in diesem Hauptwerk der österreichischen Literatur auf die Spur zu kommen.( Das gilt auch für das Gedicht, finde ich.)


Das ist mir bei unserem zweiten Besuch ( vom ersten ist hier zu lesen ) sehr viel mehr gelungen und hat zu einer inneren Ruhe geführt, bevor wir uns wieder dem brausenden Alltag in der Währinger Straße gestellt haben.


Wer sich für das Hörbuch interessiert, kann hier fündig werden.
Den Roman kann man hier erwerben.


Dieser Roman Heimito von Doderers sowie der Besuch des besonderen, gleichnamigen Treppenbauwerkes sind wieder ein Kulturtipp von mir. Ich verlinke deshalb auch diesen Post mit der gleichnamigen Blogparade bei Tanja Praske.


Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...