Sonntag, 23. November 2014

Meine 47. Kalenderwoche




















Wie einem ein freundlich - dynamischer Morgenhimmel doch hilft, in die Hände zu spucken & unangenehme Arbeiten zu erledigen: Montags auswechseln der 27 Jahre alten Jalousie in meinem Nähzimmerchen ( wie viel Staub die Näherei verursacht! ). Und weil ich schon mal dran war, entfernte ich noch mehr Dreck und Staub von Fenster, Bilderrahmen etc., Sprühkleber von der Arbeitsplatte, zu viel Schachtel- & Papierkrams an allen Stellen, wo man was ablegen kann, sortiere, räume. Puuh! Tat aber gut! Der Herr K. backte währenddessen seine geliebten "Schokobussis". So ging es bis in den sonnigen Nachmittag...

















Ich hatte es mir schon gedacht: Dienstags blieb der Himmel wieder grau. Dafür gab es wieder gemeinsame Zeit mit dem Enkelkind. Das bringt alles zum Leuchten!


























"Bricoler" steht beim Kind jeden Tag auf dem Plan, und es wird geschnippelt, geklebt, gemalt ohne Ende. So viel Produktivität hätte ich mir am grauen(vollen) Mittwoch gewünscht!
Die vereinzelten Sonnenstrahlen am Donnerstag konnten meine Lebensgeister wieder mobilisieren, und ich fing an zu putzen. ( Na gut: Ich hab meine Lieblingsvasen aus Unachtsamkeit zertrümmert. Die Glasscherben mussten ja weg...) Und anschließend wurde auch schon ein bisschen Vorweihnachtsstimmung verbreitet mit Stern & Laterne von Dunja. Der Herr K. tat ein Übriges für meine gute Laune und backte mir Plätzchen à la Müllerin - lecker!




Der strahlendblaue Himmel verlockte mich am Freitag, "en d'r Sity" zu fahren - spätestens in der U-Bahn habe ich es bereut, denn es gab Störungen und damit Streckenänderungen. Deshalb landete ich unbeabsichtigt am Hahnentor, wo schon einer der vielen Kölner Weihnachtsmärkte aufgebaut wurde ( die schlimmsten Bilder erspare ich mir hier ). Mit der Nase bzw. Kamera immer schön in Richtung Himmel erreichte ich mein Ziel dann doch noch ( mehr dazu am Mittwoch )...


Wer weiß, wie lange wir hierzulande noch so einen blauen Himmel haben! Darum machten der Herr K. und ich uns auch am Samstag auf in die Innenstadt, haben einige Karnevalsfreunde getroffen und sind auch dem winterfest gemachten Konrad Adenauer begegnet. Die Kölner Architektur ist etwas reduzierter und nicht so tortenmäßig wie in Wien ( was man auch an der "Domspitze" sehen kann, die wir uns zum Tee gegönnt haben ), aber die Steinfarben sind genauso schön.




Aber auch am Sonntag gab es keinen Grund, übers Wetter zu klagen! Am Vormittag sind wir dann auch an den Niederrhein in die pittoreske Stadt Zons gefahren, und haben uns beim Spaziergang auf dem Deich den ( lauen ) Wind um die Ohren wehen lassen. Für ein bisschen Hollandgefühl sorgte zusätzlich die Windmühle.

Und während wir unterwegs waren, gab's eine Nachricht, dass der Familienzuwachs sich auf den Weg gemacht hat. Gespannte Unruhe herrscht seitdem...

Samstag, 22. November 2014

12tel Blick - November 2014





Mein 12tel Blick im November am  21. Tag des Monats,  12 Uhr mittags:



























Der Platz ist heute nur interessant für den Transit!
Es ist zwar sonnig ( was sehr untypisch ist für den diesjährigen November ), 
aber 9 Grad kalt.
Statt Stühlen & Tischen stehen die gelben Tonnen vor dem Lokal im Haus rechts.
An den Bäumen hängen nur noch die Früchte,
die Sonne steht hinter den Häusern am Südrand des Platzes,
so dass diese tiefe Schatten werfen.

Am Nachmittag sitzen einige Nippeser wieder draußen, eingewickelt in Decken...



Und so sah der Platz in den zehn Vormonaten aus:
















Freitag, 21. November 2014

Friday - Flowerday # 47/14



Die Idee:
Jeder, der Blumen in der Vase stehen hat und
sie gerne zeigen möchte, ist herzlich eingeladen!
Das müssen keine floristischen Kunstwerke sein,
sondern Blumen, die zur Jahreszeit passen, 
schön oder witzig arrangiert sind oder eine Geschichte erzählen...
So beschreibt Helga/ Holunderbluetchen® ihr Projekt.



Die Kupferwelle rollt und rollt, auch bei mir.
Aber sie ist kein neues Phänomen, 
denn auch schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Metall beliebt,
wie dieser Jugendstil - Sektkübel aus dem Familienbesitz der Mülheimer K.'s zeigt:


Und auch Pflanzen zeigen sich in dieser Farbe wie diese Carnivore:


Mit ähnlichen Formen: Eine Nelke!


Jetzt fehlt mir aber das Grün:


Akanthusblätter aus meinem Garten.
Die Pflanze hat in diesem sonnenarmen Sommer nicht geblüht, 
aber üppig Blätter ausgetrieben.
Bevor sie der Frost hinwegrafft, schneide ich lieber ein paar für die Vase.

Und endlich alles in der Gesamtschau:

Und noch einmal schöne Einzelheiten:



Ich werde in den Kommentaren immer mal gefragt, wie ich es schaffe, Woche für Woche solche Blumenarrangements zu posten. Deshalb greife ich diese Frage hier & heute einmal auf:

Für mich ist es eine Form der Selbstdisziplin. 

Ich habe, nachdem wir vor 27 Jahren in unser Haus gezogen waren, versucht, der anfangs kargen Atmosphäre durch Blumenarrangements in fast jedem Raum etwas entgegenzusetzen ( damals konnte man noch sehr preiswert auf dem täglichen Markt direkt vom Erzeuger Blumen kaufen ). Das habe ich so gehalten, bis ich mich wieder völlig von meiner Erwerbsarbeit habe vereinnahmen lassen. Da stellte ich dann am Sonntag, wenn ich mal Ruhe auf dem Sofa fand, fest, dass die Blumen verwelkt waren, weil ich samstags vergessen hatte, welche zu besorgen. Die Woche über hatte ich oft gar nicht wahrgenommen, dass mir sie zu Hause fehlen könnten. ( Gut, im Sommer konnte ich mich oft aus dem Garten versorgen, aber da habe ich auch eher die Zeit draußen verbracht. )

Und dann habe ich durch die Bloggerei unter anderem den Friday - Flowerday bei Helga entdeckt und irgendwann mit Schneeglöckchen aus dem Garten mitgemacht. Die wohlwollenden Kommentare haben mich nach und nach angestachelt, immer wieder meine Arrangements zu posten. Jedes Mal, wenn ich es mir mal wieder aus vielerlei Erschöpfungsgründen leisten wollte, die vergammelten Blumen in der Vase stehen zu lassen, kam mir der Friday - Flowerday in den Sinn. Dann gab ich mir einen Ruck und habe an wenigstens zwei Stellen im Haus frische Blumen hingestellt. Ich weiß genau, dass mir das ein tiefes inneres Bedürfnis ist, und ich mich ohne Blumen in meiner Nähe nicht wohl fühle. Und je schlechter es mir außerhalb der Vier Wände ging, um so wichtiger wurde das Wohlbehagen im eigenen Gehäuse. Schon das Aussuchen und Arrangieren lässt mich "runterkommen".
Der Friday - Flowerday half mir, dem inneren Schweinehund die Rote Karte zu zeigen. Und das funktioniert so bis heute.

Jetzt ist das ein langer Sermon geworden, beim Flowerday ja nicht so üblich...



Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...