Samstag, 3. Juni 2023

Meine 22. Kalenderwoche 2023

"Es gibt keinen Zeitplan für Trauer,
es gibt keinen Zeitplan für die Heilung,
Ohne einen Zeitplan, 
ohne ein Ziel, 
kommen wir trotzdem voran.
Warte mal! 
Diese Tage werden dich stärker machen. 
Bleib in Bewegung!"
Ellen Duncan, Witwe, Instagramerin

Wehmut hat mich beschlichen beim Anblick der Mädchen in der Nachbarschaft, die Blumenkränzchen flochten oder trugen. Jetzt bin ich wirklich alt, und es liegen viele, viele Jahrzehnte zwischen dieser Beobachtung und meinen Erinnerungen an ähnliche Szenen.

Englische Rose "Gertrude Jekyll"
Ich hab ihn schon als Kind gern gelesen, den Wilhelm Busch, bevor ich Comics in die Hände bekam. Der Kollege Lämpel, der ist natürlich ein negatives role model gewesen. In realitas hab ich so ein Exemplar in meiner einklassigen Volksschule in der tiefsten Provinz noch ertragen müssen. 

Über die Besserwisser habe ich einen interessanten Artikel gelesen, über die natürlich, die heutzutage so zu den Dauergästen in den Talkshows zählen. Darunter vor allem der Herr aus Lüdenscheid, der immer wieder mit seinen Prophezeiungen daneben liegt. Warum darf der sich ohne Not noch immer äußern? Na ja, vielleicht macht der optisch was her ( mein Geschmack ist er allerdings nicht )? Geistig kann es ja wohl nicht sein, bei der Trefferquote gleich null.

Mal wieder die Bank mit diesem Blick aufgesucht...


... und dann viel, viel Grün getankt wie andere Menschen auch in diesen sonnigen Tagen.
So eine Fülle!


Gemeinschaft habe ich anschließend auf meinem Plätzchen gesucht & gefunden.

Am Abend habe ich mir kleine Spargeltartes gebacken. Da meine Tochter über meinen alten Schäler wegen seiner Unbrauchbarkeit gestöhnt hat ( er hat sogar mal eine Saison im Kompost verbringen müssen, während ich verzweifelt gesucht habe ), habe ich mir zwei neue gegönnt. Ich war unsicher, mit welchem ich zurecht komme ( es  funktioniert mit beiden ). Die Farbe motiviert.

Das Rezept stammt aus einem neuen Magazin, dem ich nicht widerstehen konnte, weil "Pasta" auf dem Titel stand. Aber dann habe ich als erstes dieses Rezept ausprobiert: Sweet, soft & simply, wie ich es mag.


Am nächsten Tag hab ich mich bekochen lassen und mit dem Enkel auf dem Plätzchen gegessen. Der hat jetzt auch die Schule mit Bravour abgeschlossen und hatte Lust auf Großstadt. Es war ein toller Austausch im Gespräch und eine Freude, seinen Blick auf die Welt zu erfahren und so viel Übereinstimmung zu entdecken.


Der Garten - etwas, das mich mehr als belastet, denn alleine & nicht mehr ganz standfest auf den Beinen aufgrund der Arthrose, schaffe ich nur einen Bruchteil der Pflege, die wir jahrzehntelang gemeinsam dem Garten haben angedeihen lassen. Zum Glück habe ich einen wunderbar zupackenden Bruder, der mit seiner Frau am Mittwoch die Wege freigelegt hat und vieles mehr. Wieder gab es anschließend ein gemeinsames Essen auf dem Plätzchen, wieder für alle Pasta.




Freitag war wieder der "En dr Sity" - Tag. Und wieder ging's zuerst zur Bank, dann gab's ein Eis an der Ecke. Dort erreichte mich ein Anruf, und ich konnte ein Schätzchen abholen, auf das ich schon lange gewartet habe. Nun schmückt ein weiteres Erinnerungsstück meine Hand, wie schön!

Kletterrose "Sorbet"
Am Nachmittag habe ich dann noch meine Nachbarin besucht, die ich mit einer solchen Rose & einer Unterhaltung von ihren rheumatischen Schmerzen abzulenken versucht habe.


Ich freue mich, dass ich euch, geschätzte Leser*innen, endlich auch mal wieder etwas Service bieten kann mit den neuesten Nachrichten aus diesem irren Internetz. Der 30. Mai war ja mal wieder der falsche Termin für den Weltuntergang, wenn auch immer besungen. Aber vierzehn Tage später, so meine Quelle, wird es endlich so weit sein:


Also wascht euch die Haare, entfernt das Schwarze unter den Fingernägeln, zieht euch sauber an usw.! Man/frau soll schließlich 'nen ordentlichen Eindruck machen, wenn er/sie zu den Auserwählten gehört. Spricht ja einiges dafür, denn man/frau ist ja nicht an der Maske gestorben, wie vorhergesagt, auch nicht an der Impfung, oder in diesem Winter erfroren wegen des fehlenden Gases aus Russland, nicht verhungert bzw. wegen der Insekten in den Nahrungsmitteln umgekommen - das spricht alles dafür, ein "Kind des Lichts" zu sein, oder?

Mit was für Geisteskindern frau doch in unserer Gesellschaft auskommen muss...
                                                                                                                 


Verlinkt mit dem Samstagsplausch bei Andrea, dem Frühlingsglück bei Wolfgang & Loretta und dem DraußenGlück bei Nicole/niwibo

16 Kommentare:

  1. Hallo Astrid,
    in den letzten Jahren haben ja so einige Politiker einiges gesagt was nicht eingetroffen ist. Die Reden von Lauterbach, Spahn usw. sind in guter Erinnerung.

    Die Lehrer in der damaligen Zeit haben auch so gehandelt, war ja alles erlaubt, die Eltern hatten davon immer erzählt.

    Nun, die Zeit vergeht sehr schnell und zu ändern ist es nicht.

    Ein schönes Wochenende
    Gruß
    Hannelore

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  2. zum netzfund: es gibt nichts neues unter der sonne, unglaublich. dein alltag zeigt kraft und schöne erlebnisse, nachdenklichkeit und begegnungen, das freut mich. ein angenehmes wochenende und grüsse aus dem bauland von roswitha

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  3. Soviel Grün und dann noch liebe Menschen treffen, das belebt.
    Die Mädchen mit den Kränzen sind allerliebst. Da ich "nur" Jungs hatte, bin ich nie in den Genuss gekommen. Erst jetzt mit den Enkelinnen... Hat also auch Vorteile, wenn frau alt ist ;-).
    Dein Netzfund ist mehr als kurios.
    Hoffentlich wurde die Sommerzeit einberechnet. :-)
    Ein feines Wochenende wünscht herzlichst,
    Sieglinde

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  4. Wer sich solche Zeilen ausdenkt und dann noch mit den Worten abschließt, dass durch seinen "Akt der Liebe" Seelen gerettet werden, hat doch mehr als einen Schuss!
    Ich stand in dieser Woche im Supermarkt und zwei Frauen unterhielten sich, auch über Weltuntergang und überhaupt, wie schlimm alles wäre. Gesellte sich dann noch ein Kunde dazu und noch einer und dann wurde es richtig spannend. Die Bildzeitung wurde zitiert und natürlich YouTube, wo die Wahrheit zu finden sei. Und mittendrin meinereine, die für Vaters Haushaltshilfe nur Teppichreinigungsmittel suchte. Ich kam mir vor wie auf einem anderen Stern, falsch, Planeten!
    Ich fand in dieser Woche eine vermisste Gartenschere im Kompost. :D Hat mich auch sehr gefreut!
    Das Grün rundherum ist schon überwältigend und wie schnell sich der Kompost mit Strauchschnitt, Wassertrieben der Obstbäume und anderem Grünzeug wieder füllt.
    Noch stehen meine Pläne gegen Ende des Monats in deiner Region zu sein. Falls es so ist biete ich dir ein wenig Gartenhilfe an. Aktuell ist mir der Vater sehr wackelig unterwegs, aber ich habe dringend einen Abstand nötig. Die letzten Urlaubstage hatte ich im Oktober 2019.
    Positiv denken! Ich trage Mutters und Vaters Eheringe an der Hand. Er hat seinen aus beruflichen Gründen fast nie getragen. Später trug ihn die Mutter, nachdem ihrer ihr zu klein geworden war. So habe ich sie beide immer dabei.
    Habe ein schönes Wochenende,
    mit vielen lieben Grüßen,
    Karin

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  5. Ach man, der 13.06. geht so gar nicht, ich habe erst am 16. Pediküre, und ich möchte schon mit ordentlichen Füßen auf dieser Erde weiterlaufen...
    Was für ein Mist liebe Astrid, wer ist denn dieser Reiner Reck? Da muss ich mich mal schlau machen.
    Gestern habe ich auf dem Konzert gemerkt, dass Trauer immer da ist. HG hat das Lied für seine vor über 20 Jahren verstorbene Frau ohne Begleitung am Klavier gesungen und man merkt ihm heute noch die Trauer an, auch wenn er bereits wieder verheiratet ist. Ich denke, es wird besser, aber ganz weg geht sie nie.
    Also viel Pasta essen, denn die macht ja angeblich glücklich...
    Hab einen schönen Abend, lieben Gruß
    Nicole

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  6. Liebe Astrid, was für eine bunte Woche ist da vorüber gegangen! Mit allen vorstellbaren Gemütslagen. Dazu deine Fotoauswahl wie immer wunderbar. Vor dem 13.6. haben wir ja alle so richtig Angst, denke ich...:-))) So, mein Dinest geht weiter. Alles Liebe, herzlich Sunni

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  7. Grün und Bunt tanken ist gerade einfach unfassbar schön und wichtig
    Ein wenig auch nachholen vielleicht, weil dieses Frühjahr erst so kühl und regnerisch war, wie wir es ja nicht mehr gewohnt waren
    Und schön, dass Du Enkelbesuch hattest!
    und zum Rest...Es gibt einfach unheimlich viel Dummheit auf dieser Welt, man glaubt es kaum.
    Hab einen schönen Sonntag noch und ganz liebe Grüsse
    Nina

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  8. Hallo Astrid,
    am Dienstag den 13ten also, ich dachte immer es muss ein Freitag sein. ;-)
    Ein bunter Wochenrückblick mit lauer Fotos die so richtig den Sommer aufleben lassen, das macht wohl das viele Grün, das Du ja sehr genossen hast. Hier ist der Sommer nun auch angekommen, obwohl es immer sehr windig ist und den haben wir heute einfach mal Zuhause auf der Terrasse genossen.
    Liebe Grüße zu Dir
    Manu

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  9. So wohltuend wieder, deine so schönen und sonnigen Bilder, liebe Astrid. Das Foto mit den Schatten im Ahornblatt ist gigantisch und so nett, das Vogelpärchen auf dem Ast. - Den Sparschäler habe ich ab und zu auch schon im Kompost gesucht ;-).
    Schön, dass du wieder in lieber Gesellschaft warst, mit dem Enkel, dem Bruder und seiner Frau! Das tut doch immer sehr gut!
    Weltuntergang? Wo liest man sowas bloß? :-)
    Hab eine ebenso schöne und sonnige neue Woche!
    Liebe Grüße
    Ingrid

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  10. Das Grün tut so gut!
    Ist es nicht herrlich, wie die Kinder sich entwickeln? Das Einzige, was mich dabei nur erschreckt ist, dass ich merke, wie ich älter werde. Aber irgendwie genieße ich es auch.
    Ach, die Welt geht unter? Tja, dann mache ich mich mal zurecht ...
    Liebe Grüße
    Andrea

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  11. Liebe Astrid,

    ja, die Mädchen , da werden Erinnerungen wach. So viel Zeit vergangen und so wenig, die noch bleibt. Das kann auch sentimental stimmen.

    Das üppige Grün kommt mir dieses Jahr noch viel üppiger und saftiger vor als sonst. Vielleicht liegt es doch am vielen Regen?
    Das Amselpärchen, so süß.

    Auch die umgestülpte Eiswaffel habe ich vor langem mal gesehen. :-)

    Viele Grüße,
    Claudia

    ein ungefragter Buchtip von mir:
    "Der heutige Tag" von Helga Schubert.

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  12. Hallo Astrid,
    soso, nächste Woche geht also die Welt unter. Schade, dass es für den 13. und nicht auf den 12. terminiert ist. Sonst könnten viele Blogger via 12von12 live davon berichten...
    Deine Woche war ja ganz schön bunt. Jeden Tag so einen kleinen Moment festzuhalten tut bestimmt gut.
    Diese hübsche Vase mit den vielen Blümchenamen mag ich sehr. Verrätst du, ob die auch von der Fa. mit dem R am Anfang ist?
    Herzliche Claudiagrüße

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  13. Über den letzten Beitrag kann ich gar nicht so wirklich lächeln, Astrid. Als Jugendliche und junge Erwachsene war ich eine Zeitlang im Bibelkreis der Zeugen Jehovas. Mein Bruder (noch heute ein Gläubiger) hat in den 1980igern Schutz und Geborgenheit für seine damals noch ganz junge Familie gesucht. Die Zeiten waren damals, wie Du weißt, auch nicht einfach: die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, der Kalte Krieg und und und! Na, jedenfalls war die Aussicht auf das Ende der Welt ziemlich wirklich für mich und erst recht für meinen Bruder. Abschließend kann ich sagen, dass ich seit dem ziemlich bibelfest bin ;) Dir einen lieben Gruß, Nicole (die lächeln musste : beide meiner Jungs haben das gleiche Hemd wie Dein Enkel)

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    1. Das kann ich nachvollziehen, dass einem das kein Lächeln entlockt. Ich selbst habe als Schulkind in meinem Dorf so eine Erfahrung gemacht ( ich hab sie hier mal beschrieben:
      https://lemondedekitchi.blogspot.com/2013/09/mein-freund-der-baum-larche.html )
      Ich reagiere seitdem sehr, sehr skeptisch bis allergisch gegen Verschwörungsmythen, wie sie ja momentan die social media überfluten.
      Alles Liebe!
      P.S. die Jungs haben wahrscheinlich auch sehr ähnliche Lebenseinstellungen 🤣

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  14. So bunt, so grün, so lecker und gesellig war deine letzte Woche, liebe Astrid...so machst du es richtig und die Trauer tritt zeitweise in den Hintergrund und Natur, Lebendigkeit und Zugewandtheit erfreuen dein Herz.
    Einen lieben Gruß am Montag von Marita

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  15. Liebe Astrid,
    ich liebe das Argument "so steht es geschrieben" und hab meinen Kindern beigebracht, dass nichts stimmen muss, nur weil es in einem Buch steht... ich hoffe, ich hab nicht übertrieben.
    Da ich Herrn Reck nicht kenne, werde ich wohl mit meinen dreckigen Fingernägeln zu Staub zerfallen - und das am 80. Geburtstag meiner Oma 😂 eine Schande 😉
    Schön, dass so viele Lichtblicke in deiner Woche zu finden waren - und die Spargeltartes sehen superlecker aus!
    Liebe Grüße
    Nanni

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Danke, dass du dir für ein paar liebe Worte Zeit nimmst!

Ich wünsche mir allerdings nach wie vor, dass ein Name am Ende des Kommentars steht.
Da die anonymen namenlosen Kommentare zuletzt wieder zugenommen haben, hier der ausdrückliche Hinweis:

Ich werde sie weiterhin konsequent NICHT freischalten. ( Ausnahme: die amerikanische Gepflogenheit, nicht zu unterschreiben )

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