Donnerstag, 4. März 2021

Great Women #251: Uschi Brüning

Aufmerksame Leser*innen wissen: Ich bin Jazz - Fan. Meiner Vorliebe entsprechend habe ich schon etliche Sängerinnen dieser Musikrichtung hier in dieser Rubrik vorgestellt (hierhier, hierhier und hier zum Beispiel ). Heute möchte ich mich endlich einmal einer deutschen Vertreterin des Genres widmen. Dabei war es in meinen jungen Jahren schwierig, sie zu hören, denn Uschi Brüning, die Ella Fitzgerald der DDR, startete ihre Karriere im anderen Teil Deutschlands. Besonders haben mir ihre Interpretationen des Bossa Nova gefallen, klar, denn das ist noch so eine Leidenschaft:


"Ich liebe die Endstimmung, 
die in allen Dingen wohnt, 
deshalb ist mir das traurige, 
ernste Genre auch näher." 

Uschi Brüning kommt am 4. März 1947, also heute vor 74 Jahren, in Leipzig zur Welt. Sie ist die zweite Tochter von Klara "Clärchen" Drude, die schon fünf Jahre zuvor unehelich, wie das damals genannt wurde, eine Tochter, Inge, geboren hat. Inzwischen ist sie zwar mit dem Kraftfahrer Gerhard Brüning verheiratet, aber der sucht schon das Weite, da ist Uschi gerade mal ein Jahr alt. Die kleine Familie wird in ihrer Nachbarschaft deshalb als asozial eingestuft - Uschi wächst in einem Arbeiterviertel im Leipziger Osten in der Marthastraße auf, in einer sehr kargen Wohnung, Klo auf dem Hof. 

Die Mutter ist im wahrsten Sinne des Wortes alleinerziehend, denn es gibt auch keine Großeltern, Tanten, Onkel oder sonstige Verwandte, die sich unterstützend einbringen könnten. Den Lebensunterhalt verdient sie als Kaltmamsell in der Gaststätte des Leipziger Zoos, meist in der Spätschicht, denn sie will nicht der SED beitreten und kann keine Parteiversammlungen am Abend für sich geltend machen wie ihre Kolleginnen. Die Mädchen sind dadurch sehr oft sich selbst überlassen:
"Wir streunten herum, spielten in Trümmern, die es noch reichlich gab, den Schlüssel um den Hals." ( Quelle hier )
"St. Josefsheim von der heiligen Gertrud"
Leipzig - Engelsdorf
Als das fünfjährige Mädchen im Dunkeln draußen von einem Mann angesprochen wird, der ihr Süßigkeiten anbietet, sie in einen Hausflur lockt und sich exhibitionistisch zur Schau stellt, gelingt es Uschi wegzulaufen und das Erlebte der Mutter zu berichten. Bei der geht gleich "Alarmstufe Rot" an und sie kommt zu dem Schluss, dass nach einer solch brenzligen Situation Handlungsbedarf besteht. 

Weil es keine Möglichkeit gibt, die beiden Töchter in einer Pflegefamilie unterzubringen, werden die  Mädchen im zehn Kilometer von zu Hause entfernten Kinderheim der Karmelitinnen in Engelsdorf untergebracht. Dort herrscht "Zucht und Ordnung", wie Uschi später erzählen wird.

Das kleine Mädchen, getrennt von Mutter und der zehnjährigen Schwester - die wird in einem anderen Schlafsaal untergebracht- findet es nur "furchtbar", wird Bettnässerin, lehnt sich auf, was Maßnahmen der schwarzen Pädagogik nach sich zieht, haut mit der Schwester auch immer mal wieder ab. Um ihre allgegenwärtige Unsicherheit und Angst in Schach zu halten, beginnt Uschi zu singen. Sie entdeckt, dass das ihr hilft, sich lebendig zu fühlen und den Trennungsschmerz zu vergessen.

Eingeschult wird sie noch in Engelsdorf und erlebt dann - wieder zurück bei der Mutter nach zwei Jahren - in der neuen Grundschule zum ersten Male eine ihr zugewandte, freundliche Lehrerin. Sie wird Jungpionier und darf als Arbeiterkind mit guten Noten nach der achten Klasse auf die erweiterte Oberschule. Die familiäre Situation bleibt angespannt wie eh und je, und eine Bemerkung der total erschöpften Mutter - "Ich geh ins Grabeloch." - löst eine Angst aus, die bei Uschi nie weggehen wird.

Obwohl Sie immer neben der Schule jobbt, bleibt die materielle Lage der Familie prekär. Klassenfahrten sind für Uschi nicht möglich, da bleibt als einziger Lichtblick, dass sie die Mutter im Sommer für ein Vierteljahr nach Warnemünde begleiten kann, wo diese im Kurhaus als Saisonkraft arbeitet, auch wenn Uschi der damit verbundene Schulwechsel nicht schmeckt.

Von links nach rechts:
Bärbel Wachholz, Caterina Valente, Ella Fitzgerald
Und dann ist da noch die Musik bzw. der Gesang, der auch bei ihren Freundschaften zu anderen Jugendlichen eine große Rolle spielt. Besonders verehrt sie Bärbel Wachholz, der erste Spitzenstar der DDR, aber noch mehr Caterina Valente ( siehe auch dieser Post ) und schließlich Ella Fitzgerald. Offen zur Schau getragene Kenntnisse westlicher Schlager im Unterricht führen dazu, dass Uschi als unzuverlässig eingestuft wird und immer mal wieder Standpauken über sich ergehen lassen muss.

Die Musik ihrer Lieblinge, aber auch vieler anderer Stars des Westens hört sie bei Radio Luxemburg, aber auch beim "Deutschen Freiheitssender 904" ab,  schreibt die englischen Texte phonetisch auf und lässt nicht locker, bis sie die Lieder schließlich nachsingen kann. So tritt sie schon 1960 beim VEB Galvanotechnik Leipzig mit "Die Liebe ist ein seltsames Spiel" von Connie Francis erfolgreich auf: Sie bekommt einen Buchpreis. 

Als ihre Mutter mit der Schwester im gleichen Jahr in den Westen fliehen wollen, setzt sich Uschi dagegen erfolgreich zur Wehr, möchte sie doch in der DDR Sängerin werden. So macht sich die Schwester mit einer Freundin auf und gelangt über die üblichen Stationen bis nach Fürth. Sie bleibt auch im Westen, nachdem ihr klar geworden ist, was eine Rückkehr für Folgen haben könnte und heiratet dort schließlich. Uschis Mutter lässt ihre jüngste Tochter spüren, dass sie die Schuld an der Trennung von Inge trage, was die Jugendliche noch verschlossener werden lässt. 

"Studio Team"
Source
1964 stößt Uschi, nach einer Zwischenstation bei einer Band des Freundes ihrer besten Freundin, zur Amateurband "Studio Team", die sich alsbald einen guten Namen verschafft und im Umkreis von hundert Kilometern um Leipzig herum an den Wochenenden auftritt. Singen ist und bleibt die Hauptsache in ihrem Leben, den Schulabschluss macht sie eher nebenher. Anschließend bewirbt sie sich in Zwickau am Konservatorium, um Lehrerin für Deutsch & Musik zu werden, wird aber mangels musiktheoretischer Vorbildung nicht genommen. Schließlich kommt sie eher zufällig zu einer Ausbildung als Gerichtssekretärin. Doch "das Singen von Westschlagern sei nicht vereinbar mit der sozialistischen Rechtssprechung", also muss sie die Auftritte mit dem "Studio Team" sein lassen.

1965 macht Uschi Brüning Bekanntschaft mit der bis dato in der DDR verpönten Jazz-Musik, als sie alleine ein Konzert des Louis Armstrong in Leipzig besucht - für sie eine Sternstunde: "Für mich hatte 'Satchmo' das Grau aus meinem DDR - Alltag weggeblasen. Durch sein Spiel wurde ich vom Jazz, der mein musikalisches Leben bestimmen sollte, endgültig infiziert." Nach anfänglicher Verurteilung des Jazz als "Affenmusik des Imperialismus" - übrigens in den 1950er Jahren ganz verboten - wird nun auch allmählich der Jazz in der DDR gefördert. Und nach und nach, quasi auf offener Bühne entwickelt sich aus dem Teenager Uschi nun in rasantem Tempo eine Schlagersängerin und aus der letztendlich die jazzigste Stimme der DDR.

Doch dazu muss sie erst einmal nach Beendigung ihrer Ausbildung wieder beim "Studio Team" einsteigen. Aus Verehrung für Nana Mouskouri lässt sie sich jetzt die Haare lang wachsen und trägt eine dunkle Hornbrille. Weil sie am Wochenende als "Schlagertussi herumtingelt", geht allerdings ihre erste Liebe in die Brüche, denn sie soll sich entscheiden "zwischen meinem amateurhaften Gesinge und Familie.

1969 tritt sie mit der Band bei der Leipziger Messe auf. Im Publikum sitzt Horst Krüger, einst Mitglied des Klaus-Lenz-Sextetts, und der ruft Lenz, dem damals wohl außergewöhnlichsten Bandleader der DDR, in Berlin an und teilt ihm mit - ganz chauvinesk - dass er da eine Sängerin erlebt habe, die zwar nicht gut aussähe & sich nicht auf der Bühne bewegen könne, aber ausgesprochen toll singen würde.

Im Herbst wird Uschi von Klaus Lenz an ihrer Arbeitsstelle bei Gericht angerufen und gefragt, ob sie bei ihm einsteigen wolle. Sie machen erst einmal einen Termin zum Vorsingen in Berlin aus. Doch alsbald befallen die junge Frau Zweifel, ob sie gut genug sei, ob sie nicht lieber in Leipzig und bei ihrem Beruf bleiben solle oder gar Jura studieren, wofür sie sich letztendlich erfolglos beworben hat. Doch die Mutter besteht darauf, sich in den Zug nach Berlin zu setzen.

Wohl fühlt sie sich nicht im Wohnzimmer des Musikers in Lichtenberg unter den anderen Bandkollegen, die nur langsam eintrudeln. Vorbereitet hat sie sich mit Aretha-Franklin- Titeln ( siehe auch dieser Post ). Doch Lenz verlangt "Yesterday" von den Beatles, denn das muss frau sicher intonieren können. Und das hat wohl hingehauen. Aber außer ein paar netten Worten und "wir melden uns" kann Uschi dann nicht auf den Heimweg nach Leipzig mitnehmen.

Sie bleibt ihren Selbstzweifeln treu, auch noch, bis sie einen Brief mit handschriftlichem Vertrag bekommt und dem Angebot, für achtzig Mark pro Abend in der Band zu  singen. Wieder drängt die Mutter, denn Uschi soll es einmal besser haben als sie.
"Mit einer Mischung aus Todesmut und banger Vorfreude unterschrieb ich den Vertrag und kündigte zum 1. Mai 1970 beim Kreisgericht Leipzig. Zu Klaus Lenz zu gehen, das war ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte."

1972
Weil sie keine Zuzugsgenehmigung für Berlin hat, pendelt sie, auch, weil sie die Mutter nicht alleine lassen will. Im Männerhaushalt rund um den Bandleader fühlt sie sich auch nicht wohl. In Leipzig  wird ihr allerdings auch das Leben schwer gemacht, denn Fans der alten Band und Kolleginnen am Gericht werfen ihr vor, sie habe sie verraten. Bei allem Reiz, den Berlin für sie hat, und all den Glücksgefühlen, die sie beim Singen mit der neuen Band empfindet, sie fühlt sich, wie noch öfter in ihrem leben, zwischen den Stühlen sitzend.

"Als Uschi zu Lenz kam, war sie ängstlich. Aber es war schnell klar, da war eine Frau, die uns zeigte, wo der Frosch die Locken hat. Wir haben sie geliebt", so Bandkollege Hermann Anders, Posaunist, später. ( Quelle hier )

Doch sie braucht noch länger um die Abgebrühtheit zu entwickeln, die frau in diesem Geschäft allein unter Männern überleben lässt! Und dann braucht sie auch noch die "Pappe", um sich als Berufssängerin etablieren zu können. Dafür muss sie einmal wöchentlich die Musikschule Friedrichshain aufsuchen, wo die meisten Unterhaltungskünstler der DDR ausgebildet werden und sie selbst 1971 erfolgreich in Stufe A abschließen wird. Dort wird auch die etwa gleichaltrige Angelika Mann - "Lütte" - ausgebildet, mit der sich Uschi anfreundet.

Bekanntschaft macht sie damals auch mit  Manfred Krug, dem bewunderten Sänger und Schauspieler, bei einem seiner Konzerte mit der Klaus-Lenz-Band. Der begrüßt sie mit: "Tag, Renate!"

"Bei der ersten Begegnung, da wusste er ja noch nicht, wer ich bin und wie ich singe, war er sehr lustig. Aber als es dann hieß, dass ich mitsingen sollte, da wurde er schon etwas knurrig. Also das war ihm dann doch nicht so recht. Weil – er war die Nummer eins! Und da kommt so ein kleines Mädchen aus Leipzig und gräbt ihm etwas das Wasser ab." (Quelle hier )

Links Manfred Krug, rechts Luten Petrowsky
Uschis Erfolg ist für Krug anfangs schwer zu verkraften. Doch sie haben mehr gemeinsam als die bald folgenden jahrelangen gemeinsamen Auftritte, nämlich ihr Herkunftsmilieu & ihre musikalische Vorlieben. 

Ab Februar/März 1971 steht sie erstmals mit ihm gemeinsam auf der Bühne - zuallererst im Hygiene - Museum in Leipzig mit zweien meiner Lieblingstitel "Son Of A Preacher Man" ( siehe auch dieser Post ) und "I Wanna Take You Higher". 

Uschi hat "mit einem Schlag einen Namen, denn das Publikum, das seinetwegen in die Konzerte kam,[...] akzeptierte mich und jubelte mir zu." So nimmt ihre Karriere schnell Fahrt auf... 

Bei einem Konzert in Merseburg 1970 lernt Uschi "Luten" Ernst-Ludwig Petrowsky persönlich kennen, den sie als Saxofonisten auf der Bühne schon länger bewundert hat. Auch Luten ist schon eine gewisse Zeit von ihrem Gesang begeistert, traut sich erst einmal aber nicht, sie wegen ihres introvertierten Auftretens anzusprechen. Es wird eine wichtige Begegnung in Uschis Leben...

Ernst-Ludwig Petrowsky, am 10. Dezember 1933 in Güstrow geboren, in einem "klassischen Elternhaus" mit musikalischem Hintergrund und vielfältigen Kontakten in Künstlerkreise aufgewachsen, hat zunächst eine kaufmännische Lehre absolviert, bevor er 1956 als Saxofonist in das Quartett von Eberhard Weise eintritt. Der Autodidakt Petrowsky gilt als einer der Urväter des Jazz in der DDR und spielt in verschiedenen Formationen, bevor er Gründungsmitglied des für den DDR-Jazz wichtigen Manfred Ludwig Sextetts wird und mit Joachim Kühn, Dorothy Ellison und Ruth Hohmann auftritt. 1971 gründet er die Jazzrockband "SOK", 1973 die Freejazzformation "Synopsis". Bis 1977 gehört der verheiratete Musiker auch dem Rundfunkorchester Berlin an.

Auch wenn sich für Uschi mit einem ersten Auftritt im Friedrichsstadtpalast ein Traum erfüllt, es fehlt Glanz & Gloria, alles ist doch sehr bodenständig an ihrer Sängerinnenkarriere. Es fließt auch kaum Geld und ihr wird klar: Ihr fehlt eine Platte. Als ihr die Amiga einen Vorschlag macht, sagt sie zu. Es wird "Dein Name", Text von Monika Jacobs, Musik von Walter Bartel:


1972 wird sie mit diesem Titel zum Internationalen Schlagerfestival in Dresden eingeladen, das vom Fernsehen übertragen werden soll. Vorher wird sie vom Komitee für Unterhaltungskunst zum Bewegungsunterricht aufgefordert - das wird ein Flop, denn die Dame, die sie unterrichten soll, begrüßt sie mit "Sie sind ja viel dicker als im Fernsehen."

Schon 1971 hat in der DDR die Ära Honecker begonnen, und der Nachfolger von Walter Ulbricht gibt sich als Jugendfreund. Deshalb wird Westmusik nicht länger denunziert & die Männer dürfen lange Haare tragen.  Ulrich Plenzdorf veröffentlicht  in jenen Tagen in der Zeitschrift "Sinn und Form" die gesellschaftskritische Erzählung "Die neuen Leiden des jungen W" und 1972 davon in Halle auch eine Bühnenfassung ( übrigens 1974/75 das meistgespielte Gegenwartsstück auf den Bühnen der Bundesrepublik! ). Darin schwärmt Werthers Wiedergänger Edgar Wibeau von einer Berliner Offenbarung: 
"Old Lenz und Uschi Brüning! Wenn die Frau anfing, ging ich immer kaputt. Ich glaube, sie ist nicht schlechter als Ella Fitzgerald oder eine. Sie hätte alles von mir haben können, wenn sie da vorn stand mit ihrer großen Brille und sich langsam in die Truppe einsang ..."

Uschi hat  davon erst sehr viel später von einem befreundeten Deutschlehrer erfahren. 

Es ist auch die Zeit, in der sie endlich nach Berlin ziehen kann, weil ihr Luten seine Einzimmerwohnung in Schöneweide überlässt, die Zeit, in der sie intensiv die Freundschaft zu Angelika Mann auslebt, mit ihr gemeinsam im Background Chor des Reinhard -Lakomy- Ensembles singt, aber auch mit ihr den Urlaub an die Ostsee verbringt. Es ist die Zeit, in der sie auch das Angebot bekommt, zum Günther-Fischer-Quintett zu wechseln. Sehr reizvoll für die junge Frau, die gerne von den Welten hinter der Grenze träumt, denn das Quinntett darf ins kapitalistische Ausland reisen. Aber da ist er auch wieder, der Zwiespalt! Lenz verdankt sie so viel, er schlägt sich für seine Leute mit der Bürokratie herum und ist ein Musiker, der Anforderungen stellt und einen damit kolossal weiterbringt. Fischer lockt nicht nur mit den Reisen, zudem auch mit Eigenkompositionen, nur für Uschi, und einer Langspielplatte.

Lenz empfindet ihr Weggehen zum Rivalen, der selbst bis 1967 bei ihm in der Band gespielt hat, als Ohrfeige. Für Uschi erfüllt sich bald nach dem Wechsel ein Traum mit einer Tournee nach Skandinavien . die sie letztendlich eher als enttäuschend erlebt. 1973 kommt die Langspielplatte "Uschi Brüning & das Günther-Fischer-Quintett" hinterher ( die manche noch heute für eine geniale Mischung halten ). 

Noch immer ist der Jazz in der DDR ein Widerspruch an sich. Dazu Uschi Brüning an dieser Stelle:

"Jazz ist Ausdruck von Freiheit und Befreiung. Das war ja in der DDR noch nicht der Fall. Und dennoch hat sich der Jazz eine Nische gesucht und eine Sprache gefunden, in der er gegen den herrschenden kulturellen Geschmack kämpfte und den Widerspruch auflöste. Jazz ist eine freie Musik."

Eine solche Nische ist die Jazzwerkstatt Peitz am Rande des Spreewaldes, das "Woodstock am Karpfenteich". Uschi nimmt an diesem Festival rund um Pop, Swing und Jazz mit ihrer 1975 begründeten eigenen Band "Uschi Brüning & Co." teil.

Zu dieser Zeit befindet sich die nun bald Dreißigjährige wieder - ausnahmsweise jetzt mal privat - in der Zwickmühle: Sie und Luten Petrowsky werden ein Liebespaar, gehen aber immer wieder auch zueinander auf Abstand, denn er ist noch mit der Sängerin Petra Böttcher verlobt. Sie können aber auch nicht voneinander lassen. Das geht so zwei, drei Jahre, bis eine Krebserkrankung Böttchers Uschi zur Beendigung der Beziehung veranlasst. Doch es ist allen deutlich: Luten und Uschi sind als Paar quasi füreinander geschaffen. Und so sehen es die Beiden schließlich auch, auch wenn erst am 16. Juni 1982 offiziell die Ehe geschlossen wird. Sängerin zu sein und eine Familie mit Kindern zu haben, ist das für Uschi eine Frage?

"Ja und nein. Ich bin ohne Vater aufgewachsen und war immer alleine. Meine Mutter konnte nicht anders. Deshalb habe ich gedacht, wenn, dann müssen alle mit Freude beteiligt sein. Das war aber nicht der Fall. [... ] Ich frage mich natürlich oft in stillen Stunden nach dem Sinn des Lebens. Nicht so sehr, weil ich keine Kinder habe, im Alter ist man sowieso alleine. Aber ich weiß, es gibt Dinge, die gehören zum Menschsein." ( Quelle hier )

Bemerkenswerterweise gehen die beiden Partner auf ihrem beruflichen Gebiet getrennte, jeder seinen ganz eigenen Weg, und Uschi behelligt Luten auch nicht mit ihren Plänen für die eigene Band, die sie mit ihr bekannten Musikern aus den Gruppen von Lenz & Fischer begründet und die von der Konzert- und Gastspieldirektion (KGD) schließlich genehmigt wird. Diesmal ist Günther Fischer der Geprellte, und er kommt mit seiner ganzen Truppe zum ersten Konzert von Uschis neuer Truppe im Hygiene - Museum in Dresden.

"Die saßen dann unten in unserem ersten Konzert in Dresden und wollten mich fallen sehen. Sie saßen hämisch da unten: ‚Wollen wir doch mal hören, was die da überhaupt auf die Beine bekommen, die Musiker und die Sängerin.‘ Da musste man versuchen, sämtliche Professionalität, über die man verfügte, zusammen zu kratzen. Es ist mir nicht ganz gelungen, aber wir haben den Abend trotzdem gut überstanden." ( Quelle hier )

So richtig glücklich wird Uschi als Bandleaderin allerdings nicht, denn auch in der DDR mit gesetzlich verankerter Gleichberechtigung wird eine Frau als singendes Vorzeigeobjekt in den Gruppen gesehen, nicht  mehr, nicht weniger, und den Ton bzw. was gespielt wird, geben die Männer, auch in ihrer eigenen Band, an. Und Uschi, immer voller Respekt für das Können anderer und von Selbstzweifeln geplagt, akzeptiert deren Eigenwilligkeit.

Ihr Highlight mit dieser Formation ist die Einladung nach Warschau zum XIX. Jazz Jamboree im Oktober 1976. Ein polnischer Saxofonist berichtet Luten bei einem Zusammentreffen in Prag zu gleichen Zeit: "In Warschau tritt gerade eine Sängerin auf, die hat es in sich. Die Band ist uninteressant, aber schlimmer ist: Sie lässt die Sängerin verhungern."

Immer wieder gibt es auch Gründe für Stasi - Berichte über Uschi, dann z.B., wenn sie Texte von in Ungnade gefallenen Autoren singt wie Reiner Kunze oder mit Gospels in Kirchen auftritt. Davon weiß sie zu diesem Zeitpunkt aber  nichts. Sie erlebt die Zeit so:

"Wir (lebten) in unserem Elfenbeinturm der Musik, durch die wir uns lebendig fühlten, hatten uns von der uns umgebenden Wirklichkeit weit entfernt. Wir hatten uns ganz schön abgesondert. Auch wenn wir schimpften und Veränderungen herbeisehnten, hatten wir uns mit den Verhältnissen in der DDR irgendwie abgefunden."

Wenige Wochen nach dem Warschauer Konzert bebt die DDR aber: Wolf Biermann wird nach seinem Auftritt am 13. November in Köln ausgebürgert. "Grobe Verletzungen der staatsbürgerlichen Pflichten" werden ihm vorgeworfen. Den staatlichen Hetzkommentaren wird von konformen "Kulturschaffenden unserer Republik" applaudiert. Doch unerhörterweise regt sich auch Widerstand: Die besten DDR-Schriftsteller, namhafte Schauspieler und Jazzer protestieren und gelten fortan als Helden: Klaus Lenz, Ernst-Ludwig Petrowsky, Uschi Brüning sind auch darunter. Sie kennt Biermann zwar nicht wirklich gut, aber für Uschi ist das Maß voll, deshalb unterschreibt sie.

Nach Biermanns Rauswurf verlassen viele Künstler die DDR, 1977 auch Klaus Lenz, Manfred Krug und Nina Hagen, mit der Uschi befreundet ist. Uschi findet in der Rückschau das Jahr schrecklich. Sie & Luten erwägen ebenfalls zu gehen. Sie bleiben allerdings, verwurzelt wie sie sind. "Ich habe Angst vor Verlusten", schreibt Uschi Brüning in ihrem Buch. "Ich hänge an Menschen, die ich liebe oder gernhabe, ich hänge an meinem Publikum."

Bis heute schämt sie sich, dass sie sich vom Komitee für Unterhaltungskunst zum Einknicken bewegen lässt und ihre Unterschrift zurückzieht ( Luten später übrigens auch, aber darüber werden sie erst Jahre später sprechen ). 
"Aber dann... Kam die Angst, mit Gänsehaut. Mein Beruf, meine alte Mutti... Es folgte Druck, ich widerrief. Das ist unehrenhaft und mir peinlich, aber da ich’s nun mal gemacht habe, muss ich es ja nicht verbergen." ( Quelle hier )
Der autoritäre Umgang der Regierung mit den Künstlern ist ihr allerdings nun endgültig aufgestoßen und sie macht sich bewusst klar, dass sie den ja auch am eigenen Leib erfahren hat, als sie z.B. mit ihrer Band auf eine siebenwöchige Tournee in die Sowjetunion im Sommer 1977 geschickt wird. Die - ungewollt - hat sie in Kauf genommen, weil sie auf weitere Aufenthalte im westlichen Ausland hofft. Politische Diskussionen oder gar oppositionelle Aktionen sind nicht ihre Sache. In der Rückschau erkennt Uschi Brüning, dass ihr Freiheiten nur bei unauffälligem & angepassten Verhalten gewährt worden sind, was ihr und ihrer Band musikalisch nicht bekommen ist.Von ihrem musikalischen Repertoire her kommt die Band eher in West - Berlin an, denn im Osten. 

Immer häufiger nutzen Mitglieder & Mitarbeiter bei Konzerten dort die Gelegenheit zur Republikflucht. Das, wie auch die alleinige Verantwortung für die Gruppe zehrt an Uschi. Alles ist in Auflösung begriffen. Im Februar & November 1982 treten sie zwar noch als "Uschi Brüning  & Co" in Dessau auf, aber da existiert die Band schon nicht mehr. Und auch bei weiteren Gigs, zum Beispiel 1983 in Schleswig - Holstein, versammeln sich hinter dem Namen immer wieder andere Musiker. Das Album mit dem lapidaren Titel "Uschi Brüning" wird mit einem Studioorchester unter Leitung von Eberhard Weise eingespielt. Es enthält viele Titel des "Great American Songbooks", aber auch diesen Stevie - Wonder - Titel.

Aber nicht nur Uschi befindet sich am Scheidewege, auch ihr Mann, der seine eingefahrenen Pfade verlassen will. Für ihn hat Uschi immer zweifelsfrei das Zeug zur Jazzsängerin gehabt, und er macht ihr den Vorschlag, sich aufs improvisierte Singen und den Scatgesang einzulassen und mit ihm als Duo aufzutreten. Sie geht schließlich auf dieses Experiment ein - das größte Wagnis ihres Lebens, wird sie später dazu sagen. Und es wird hart! Oft ist sie verzweifelt und sie hat Angst, Luten zu enttäuschen. Doch auf der anderen Seite entdeckt sie, was alles noch in ihr steckt, und sie gewinnt neuen Spaß am Musizieren. "Uschi kann auch 'Unsingbares' singen", meint Luten. Ihre öffentliche Premiere als Duo erfolgt 1983 in Wien - ein Riesenerfolg, denn sie bieten dem Publikum etwas grundlegend Neues. 

Duo Brüning - Petrowsky
Ab da folgen gemeinsame Auftritte bei Jazz-Veranstaltungen in Ost und West: Berlin, Weimar, Nürnberg, Hamburg, Mainz. Dass Luten gleichzeitig von 1980-90 jeweils für vier Wochen auch international mit der George-Gruntz-Band musikalisch unterwegs ist, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Auch Uschi ist seit 1978 "Reisekader", was bedeutet, dass sie mit ihrem Pass in den Westen reisen kann. Das tut sie sowohl zu Auftritten als auch zu Konzerten der von ihr verehrten Sängerinnen. 1987, ebenso wie 1989 und 1991, ist sie an Auftritten mit dem European Jazz Ensemble beteiligt. "Unglaublich, aber wahr", sagt sie selber, bekommt sie von den Städten und Ländern, in denen sie  singt, kaum etwas mit, die Erinnerung fehlt. Einzig über einen Paris - Besuch und eine Reise nach Indien finden sich in Uschis Autobiografie Reminiszenzen.

Ende der 1980er Jahre wagt die Sängerin wieder etwas Neues und singt vertonte Gedichte von Eva Strittmatter: "Ich mache ein Lied aus Stille". Kurz nach der Wende geht sie mit dem Programm ins Amiga - Studio, um die Lieder aufzunehmen. Doch in den nun folgenden Wirren der vielen Veränderungen geht diese Produktion unter und wird nie erscheinen.

9. November 1989
"Was in jener Nacht geschah und wie ein Lauffeuer um den Erdball ging, passierte ohne uns", kommentiert die Sängerin die Nacht des 9. November 1989 in ihrer Biografie. Wochen danach fühlen sie und ihr Mann sich, als sei ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen worden: Was soll aus ihnen werden, was soll aus ihrer Existenz als Künstler werden, denn die Menschen wollen jetzt nur noch die Musik hören, die ihnen so lange vorenthalten worden ist? Die Säle, in denen sie auftreten, bleiben leer. Uschi fängt irgendwann an, sich nach dem alten Leben zurückzusehnen. Um sich neu aufstellen zu können, hätte sie und Luten viel mehr Zeit gebraucht...
"Die Wende war für mich eher Abbruch statt Aufbruch. Ganz sinnbildlich. Da kamen plötzlich Handwerker in unsere Wohnung, die wir nicht bestellt hatten, und klopften unsere schönen Fliesen von der Wand, die wir von einer Reise in den Schwarzwald mitgebracht hatten. Alle Wohnungen wurden ja nach und nach renoviert. Dann diese ganze Bürokratie, höhere Mieten, Rechnungen, Steuern, neue Krankenkasse und der ganze Kram. Jeden Tag kam ein Brief, der mir nur Angst machte, allein, weil ich die Behördensprache nicht verstand."( Quelle hier
Doch 1992 berappeln sie sich und  gründen das Crossover Band- Projekt "Enfant". Leider ist kein Titel aus dem gleichnamigen Album bei Youtube zu finden - ich finde es großartig!

Überraschenderweise ruft bald nach der Wende Manfred Krug bei Uschi an und lädt sie ein zum Kaffee am Nachmittag nach West-Berlin ein. Ab da reißt der Kontakt nicht mehr ab. Bei ihm trifft das Paar auch andere, ehemalige "Dissidenten". Der Kontakt zu den alten Freundinnen Angelika Mann und Nina Hagen gestaltet sich hingegen eher schleppend bzw. wird erst 2002 anlässlich eines Überraschungsfestes für Nina wieder aufgenommen. 

Manfred Krug hat nach einem Desaster mit der Platte "Da bist du ja" von 1979, auf eigene Kosten produziert, nicht mehr  singen wollen, hat sich aber 1996 dann aber noch einmal auf eine Rolle als singender Kommissar beim Hamburger "Tatort" eingelassen. Bei seiner Pensionierung 2001 soll damit Schluss ein. Bei Lesungen aus seinem Buch "Abgehauen"in den neuen Bundesländern fordern ihn seine Fans immer jedoch wieder zum Singen auf.

Krugs Manager verfolgt daraufhin die Idee, ihn mit Uschi Brüning und den Mitgliedern der Band "Jazzin' the Blues" als Musiker und Manfred als Vorleser ein weiter gefasstes Programm auf die Beine zu stellen. Doch immer wieder kommt die Forderung bei den Auftritten auf, Krug solle singen. 1998 treten die Beiden endlich gemeinsam als Duo in Leipzig auf, später auch in Dresden. 

Uschi ist klar, dass er der Star sein wird, doch mit der harschen Kritik an ihrem Gesang in der Presse hat sie nicht gerechnet und sie ist verletzt. Doch sie weiß, dass Krug als Kollege sie, ihre Art, ihren Gesang schätzt, ohne das er das sagt, so dass sie fast ein ganzes Jahr gemeinsam auftreten. Ein Auftritt des Duos Luten & Uschi kommt im Herbst 1999 terminlich dazwischen, und die Zusammenarbeit endet vorläufig in einem Missklang.

Ab 2004 gibt es dann doch wieder gemeinsame Konzerte in vielen, auch westdeutschen Städten und in Nachbarländern, auch Auftritte in Shows, bis Manfred Krug 2013 erkrankt und der Sänger Reiner Schöne ihn erst einmal ersetzt. Als er sich wieder so weit erholt hat, nimmt Uschi mit ihm das Album "Auserwählt" auf. Viele Menschen berührt die CD mit dem inzwischen recht greisen Manfred Krug. 2015  folgt Uschis Solo-Album "So wie ich", "ein reifer Liederzyklus, samtjazzig begleitet", wie Christoph Dieckmann in der "ZEIT" schreibt. Gewidmet ist es "... Luten, meine Liebe".


2016 ein nächstes Album: "Uschi Brüning und Engerling", ein Live-Album, aufgenommen im Dresdner Jazzklub "Tonne", mit Soul-Glanznummern, aber auch dem "Zigeunerjunge" der früh verstorbenen Alexandra, "verblüffenderweise swingend wie Van Morrisons Moondance", so Christoph Dieckmann. Es ist die letzte gemeinsame Aufnahme mit ihrem Mann. Ihr letztes gemeinsames Konzert mit Manfred Krug findet am 5. August 2016 auf der Burg Storkow in Storkow statt, der Sänger stirbt zweieinhalb Monate später. Auch Uschis Mann erkrankt im Jahr darauf schwer nach mehreren Operationen an einem Krankenhauskeim und ist zu gemeinsamen Auftritten nicht mehr in der Lage.

2018
Source
2019, im Oktober, geht die Sängerin auf eine Konzerttour, gedacht als Hommage an Manfred Krug. Mit dabei ist seine Tochter Fanny Krug und die Band, die auch Manfred schon begleitet hat. Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls im gleichen Jahr singt sie in der Hamburger Elbphilharmonie. Außerdem bringt sie ihre gemeinsam mit Krista Maria Schädlich verfasste Biografie "So wie ich" heraus.

Seit über fünf Jahrzehnten ist Uschi Brüning, die "Ella Fitzgerald der DDR", nun eine feste Größe im Musikgeschäft. Sie ist längst auch im Westen als Künstlerin angekommen. Ich wünschte ihr nur noch mehr Aufmerksamkeit für ihre großartigen Leistungen auf dem Gebiet des Jazz, die teilweise auf ihren zwanzig Alben dokumentiert sind.

Zu ihrem heutigen Geburtstag gibt es von mir kein Ständchen, so gerne ich für sie singen und scatten würde. Meine Stimme ist - im Gegensatz zu ihrer 74jährigen - einfach hinüber...

        




Kommentare:

  1. Danke Astrid. Tatsächlich kenne ich sie nicht. Aber ihre Musik hat mir heute Morgen gleich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Liegt vielleicht auch daran, dass Jazz mir ebenfalls gut gefällt.
    Deine Mühe, immer wieder über die Frauen zu schreiben, finde ich bewundernswert.
    Lieben Gruß
    Andrea

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    1. Andrea, es ist mehr denn je eine Flucht in eine andere Welt, besonders seit ich nun gut ein ganzes Jahr in mein, zugegebenermaßen schönes Zuhause eingesperrt bin.
      Aber Manfred Krug kennst du doch sicher?
      Danke für die liebe Rückmeldung!
      LG

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  2. Hallo,liebe Bloggerin Astrid,
    "eigentlich" bin ich eher eine stille Leserin.Ihre wunderbare "GREAT WOMEN" SERIE begeistert mich jedes Mal so sehr,dass ich jetzt endlich mal meinen Vorsatz umsetzen und Ihnen ein großes *DANKE* schicke.Wieviel Zeit und Arbeit steckt in diesen gut gemachten und interessanten Artikeln!!!
    BIOGRAFIEN gehören zu den Lieblings-Genres meiner Leseliste und meines Bücherregals und dann entdecke ich bei Ihnen immer wieder Neues,wunderbar. Wie gut,dass mir "le monde de Kitchi" begegnet ist!
    Vielen Dank und beste Grüße vom Niederrhein schickt Ihnen,Marie

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    1. Liebe Marie, schade dass meine Biografien in Buchform, von denen ich mich wegen Platzmangels trennen musste, wollte, schon weg sind, Da wäre vielleicht was für Sie dabei gewesen!
      Danke für die schöne Rückmeldung!
      LG

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  3. liebe Astrid heute Uschi Brüning, die "Ella Fitzgerald der DDR; - deiner Leserin Marie der letzten Sprecherin zu deinen Beitrag möchte ich mich fast wortwörtlich anschließen, denn das empfinde ich auch. Mehr noch, ich freue mich bei dieser wunderbaren Biographie die hochinteressant für mich nach-zu lesen ist, dass du die entsprechenden LINKS zu Nina Hagen, Manfred Krug den DDR -Größen der damaligen Zeitnoch dazu mit eingefügt hast, so hatte ich Gelegenheit in Wikipedia noch einmal nachzulesen was so einiges in meinem Gedächtnis abgerundet hat.
    ein nicht allzu einfaches Leben einer hervorragenden Stimme.
    ich danke dir...herzlichst angelface
    es ist immer wieder ein trlebnis deine Biographien großer Frauen zu lesen, fast möcht ich mir wünschen du würdest Hörbücher gestalten und sie vorlesen...

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  4. Uschi Brüning und Manne Krug - das bedeutet für mich Schwelgen in Erinnerungen und den alten Platten meiner Mutter, die sie am Samstagvormittag immer beim Bügeln auflegte. Danke für die liebevolle Darstellung!

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  5. Da ich kein Jazz-Fan bin, war mit Uschi Brüning bislang kein Begriff. Ihre Biographie in der DDR und der Neubeginn nach der Wiedervereinigung finde ich sehr spannend!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  6. Toller Beitrag, ich habe Uschi Brüning als junge Frau im Konzert erlebt und kenne sie natürlich aus dem DDR-Fernsehen.
    Eine schöne Erinnerung, Danke GG

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  7. Mal eine lebende Frau, das ist selten bei Dir. Und ich kannte sie nicht!
    Da ist einiges an mir vorbeigegangen, merke ich.
    So eine aparte Stimme und so ein vertracktes Leben.
    War nicht kürzlich es auch einmal so, dass eine Great Woman schon als Kind sich über ihre Stimme aus den schlimmen Lebensumständen herausgesungen hat? Wie gut, dass sie diese Begabung hatte.
    Manfred Krug war gern der Star, das kann ich mir gut vorstellen. Da durfte sie nicht zu gut sein...
    DAnke für diesen ausführlichen Einblick in ein Leben einer großen Sängerin, sagt
    Sieglinde

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  8. Nie von Ihr gehört. Was eine tolle Stimme! Wow, danke Astrid! Das macht Laune und neugierig!Höre mich grade durch.... Ein tolles Portrait! Liebste Regengrüße den Rhein runter. Eva

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  9. Toll, erst dachte ich, die kenne ich nicht. Dann fiel es mir wieder ein. Aber ich wusste natürlich kaum was. Es ist immer spannend, so viele Details zu erfahren. Hast du wieder gut gemacht!
    LG
    Magdalena

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  10. Liebe Astrid,
    welch ein wunderbares Porträt von einer mir bislang unbekannten Sängerin...mit wunderbarer Stimme - danke dafür, du hast meinen Horizont musikalisch erweitert.
    Lieben Gruß, Marita

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  11. Jazz... und nicht zu vergessen Boogie ist und bleibt meine Leidenschaft. Von daher geht mir hier heute das Herz auf, liebe Astrid.

    Jedes Frauenporträt hast Du detailliert geschrieben, mit gutem Hintergrundwissen, mit tollen Recherchen, mit Bildern aus alten Zeiten. Über diese Frau freute ich mich gerade jetzt besonders.

    Einmal mehr ♡♡♡ Dankeschön dafür.

    Frühlingsfrohe Grüße von Heidrun

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  12. Ganz lieben Dank für das berührende gute Porträt. Natürlich kenne ich als Ostpflanze Brüning gut und finde ihre Stimme nach wie vor umwerfend, aber das ihr Weg so steinig war, stimmt mich traurig.Jazz ist in meinen Augen noch immer stark männerdominiert.Einmal habe ich sie live erleben können.Die Modulationen und stimmlichen Impros sind grandios.
    Beste Grüße, Karen

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Ich freue mich eigentlich über Kommentare. Doch es gilt auch die uralte Spruchweisheit: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus." Da wird dann schon mal der Freischaltknopf nicht gedrückt, wenn der Ton daneben ist...

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