Donnerstag, 10. Dezember 2020

Great Women #243: Ada Lovelace

Die Frau, die ich heute vorstellen werde, dürfte inzwischen doch recht bekannt sein, wird sie doch immer wieder als "die erste Programmiererin der Weltgeschichte" angepriesen und ihr als Heldin der Technikgeschichte viel Aufmerksamkeit zuteil. Ausgewählt habe ich sie, weil sie heute vor 205 Jahren geboren wurde und ein Beispiel dafür ist, dass Frauen trotz und mit all den Einschränkungen, die ihnen die sozialen Verhältnisse ihrer Zeit auferlegt haben, bemerkenswerte Leistungen erbracht haben. Es geht um Ada Lovelace.




Ada Lovelace kommt also am 10. Dezember 1815 als Hon. Augusta Ada Byron in London zur Welt. Ihre Eltern sind Lady Anne Isabella Milbanke und der exzentrische englische Dichter Lord George Gordon Noel Byron. Beide gehören der englischen Aristokratie an. Angeblich hat der berühmte Poet seine frisch geborene Tochter mit den Worten begrüßt: "Oh! What an implement of torture have I acquired in you!"

Adas Eltern
Adas Mutter ist eine Nichte der Elizabeth Lamp, Lady Melbourne, der Vertrauten Lord Byrons, die diesem zu dieser Heirat geraten hat, nachdem er wegen seiner Beziehungen zu seiner Halbschwester Augusta und der Geburt einer gemeinsamen Tochter im April 1814 sehr ins Gerede geraten ist und gesellschaftliche Konsequenzen drohen. Die 23jährige Braut ist bemerkenswert stark, hochintelligent und naturwissenschaftlich gebildet. 
Am 2. Januar 1815 findet die Trauung auf Seaham Hall im County Durham statt. Doch schon bald ist die junge Ehefrau desillusioniert, und das Verhältnis zwischen den Eheleuten angespannt, denn der Dichter ist impulsiv, neigt zu Wutanfällen, liebt Trinkgelage und kurze Liebesaffären mit Männern wie Frauen. Die Lady bezichtigt ihn auch, sie während ihrer Schwangerschaft vergewaltigt zu haben. 

Bereits einen Monat nach Adas Geburt ist die Ehe völlig zerrüttet, denn der berühmt-berüchtigte Lord informiert seine Frau über seine Absicht, seine Affäre mit einer Bühnenschauspielerin fortzusetzen. Sie solle einen geeigneten Tag finden, um ihr Zuhause zu verlassen: "Das Kind wird Sie natürlich begleiten." Anna Isabella geht zurück zu ihren Eltern und zeigt kein Interesse an der Wiederherstellung des Eheverhältnisses, sondern lässt einen Arzt bestätigen, dass der Lord nicht geisteskrank ist, denn nur so wird eine spätere endgültige Trennung möglich. Die kann sie nach einem Jahr durchsetzen, ohne den in solchen Fällen üblichen sozialen Tod zu erleiden, obwohl die "Regenbogenpresse" Kampagnen zur Diffamierung beider Seiten mit Leidenschaft führt.

Leidtragende ist die kleine Ada, die ihren Vater nie kennenlernen wird ( der Freigeist verlässt, da die öffentliche Meinung anhaltend bedrohlicher für ihn wird, im April 1816 England für immer ) und von ihrer Mutter erheblichem Drill ausgesetzt sein wird. Die Hobby-Mathematikerin, von ihrem Ehemann einst als "Prinzessin der Parallelogramme" tituliert, verordnet, aus Angst, ihre Tochter habe das stürmische und unberechenbare Temperament ihres Vaters geerbt,  Ada eine streng naturwissenschaftliche Ausbildung durch Hauslehrer als Gegenmittel zum "romantischen Erbe" des Vaters. Von Kindesbeinen an  wird Ada in ein starres Korsett aus Terminen und strukturierten Tagesabläufen gezwängt. Für den Unterricht engagiert  die Lady die besten Hauslehrer, unbeeindruckt von der Anschauung jener Zeit, dass ein Interesse für Mathematik und Maschinen nicht unbedingt eine schickliche Beschäftigung für ein Mädchen bzw. eine Frau sei.

Ada ist tatsächlich ein außergewöhnlich begabtes Kind und wird, sobald sie sprechen kann, unterrichtet. Wie die meisten Kinder will sie ihrer Mutter gefallen, so dass alles, was man ihr zum Lernen anbietet, auf fruchtbaren Boden fällt. Der Umgang mit Zahlen, liebstes Freizeitvergnügen der Mutter, wird bald auch ihre Lieblingsbeschäftigung. Lady Byron verhindert durch ihre Bildungsprinzipien, dass das Kind eine Leidenschaft zur Poesie entwickelt - den ganzen "Byron" aber, nämlich den "Erlebnishunger" & seine Exaltiertheit, kann sie der Tochter allerdings nicht vollständig austreiben.

Zwölfjährig versetzt Ada Lady Byron und das Umfeld mit Plänen für den Bau eines fliegenden Pferdes, eines Pegasus, in Staunen, nachdem sie die Anatomie der Vögel untersucht und die Eignung verschiedener Materialien erprobt hat. Sie schreibt der Mutter:
"I have got a scheme, to make a thing in the form of a horse with a steamengine in the inside so contrived as to move an immense pair of wings, fixed on the outside of the horse, in such a manner as to carry it up into the air while a person sits on its back." ( Quelle hier )
Es ist, technisch und wissenschaftlich betrachtet, eine sehr spannende Zeit, in der Ada groß wird. Die Erfindung der Eisenbahn hat sehr schnell zu einem System einheitlicher Uhrzeiten geführt, die Telegraphie weite Entfernungen überwunden, die Elektrizität verblüfft, wenige Jahre vor ihrer Geburt ist das metrische System eingeführt worden. Ada geht mit großer Selbstverständlichkeit davon aus, dass ihr die Welt von Wissenschaft und Technik genauso offen steht wie Männern. 

Als 17jährige

Sie beginnt noch als Teenager mit eigenen mathematische Forschungen und korrespondiert mit der großen schottischen Mathematikerin Mary Somerville. Die ist wiederum mit Charles Babbage befreundet, dem Erfinder, Philosoph, Mathematiker und Ökonom, der einen regelmäßigen Salon in London führt, in dem führende Köpfe der Zeit sich austauschen. 1832 nimmt Ada auf Vermittlung von Mary Somerville zum ersten Mal am Salon teil. 

Sofort ist sie begeistert von seiner Differenzmaschine, mehr aber noch von Babbages Ausführungen zu seiner "Analytical Machine". Babbage hat mit dieser seiner mechanischen, mit Lochkarten befeuerten Maschine nicht nur einfache Berechnungen durchgeführt, sondern auch gezeigt, dass sich so hochkomplexe mathematische Probleme lösen lassen. Ada bestürmt den 24 Jahre Älteren anschließend mit Briefen, denn sie möchte seine Schülerin und Mitarbeiterin werden. "Ich glaube nicht, dass mein Vater ein ebenso guter Dichter war... wie ich eine gute Mathematikerin sein werde; beides gehört für mich untrennbar zusammen", schreibt sie, ganz schön selbstbewusst, an Babbage

Die Leidenschaft für die Mathematik überträgt sich auch auf Adas Hauslehrer, mit dem sie eine Affäre eingeht und mit dem sie durchzubrennen versucht. 
"Ich glaube, daß nichts anderes als genaue und intensive Beschäftigung mit Themen wissenschaftlicher Natur meine Phantasie am Durchdrehen hindern und die Leere ausfüllen kann, die der Erlebnishunger in meinem Geist zurückgelassen hat", schlussfolgert sie kurz nach der Affäre gegenüber  einem Freund der Familie.

Ein Universitätsstudium und der Zutritt zu wissenschaftlichen Bibliotheken ist zu Adas Lebenszeit den männlichen Adelssprösslingen vorbehalten. Doch zum großen Glück der männlichen Nachkommen des Arbeitermilieus und der - gar nicht so seltenen - adeligen Frauen, die sich für die Wissenschaft interessierten, findet diese auch außerhalb der Hochschulen statt ( vergleiche auch dieses Porträt ). Doch auch in England wird - wie im Frankreich der Marquise du Châtelet - von den Frauen die Erfüllung familiärer wie sozialer Pflichten erwartet. 1835 heiratet auch Ada schließlich, nach einer kurzen Zeit des Werbens, Lord William King, den späteren Grafen von Lovelace. Hat sie gehofft, der Kontrolle durch ihre Mutter durch diese Eheschließung zu entgehen, wird sie nun zusätzlich durch ihren Ehemann kontrolliert, bekommt ab 1836 innerhalb von vier Jahren zwei Söhne und eine Tochter, was ihr Zeitbudget begrenzt. Ihr finanzielles Budget ist auf  ein bescheidenes "Nadelgeld" beschränkt.

Margaret Sarah Carpenter:"Porträt von Ada Lovelace"
(1836)

Ihre gesellschaftliche Rolle als Gattin eines Lords und ihre drei Kinder machen Ada nicht wirklich glücklich und lassen ihr für ihre wissenschaftliche Arbeit kaum Zeit, worüber sie sich in Briefen an Somerville und Babbage beklagt. Immerhin ist der Lord selbst wissenschaftlich interessiert, lässt ihr einen Freiraum und schreibt wissenschaftliche Artikel für sie ab, da ja Frauen der Zutritt zu Bibliotheken verwehrt ist. In dem Mathematiker Augustus de Morgan findet Ada wieder einen Lehrer, der sie brieflich unterrichtet und sie aufgrund "ihrer außerordentlichen Denkkraft" rühmt. 

Ihre große Stunde schlägt 1842: Babbage hat auf einem internationalen Kongress in Turin sein Konzept einer analytischen Maschine präsentiert. Seinen Vortrag zeichnet ein Kongressteilnehmer, der prominente italienische Ingenieur und Offizier Federico Luigi Menabrea, in französischer Sprache auf und veröffentlicht sein Notizen bei einem Schweizer Verlag. Das Gleiche möchte Babbage nun in englischer Sprache haben. Er bittet Ada um Unterstützung bei der Übersetzung. Da sie selbst Französisch nicht perfekt beherrscht, überlässt sie die eigentliche Übersetzungsarbeit einem Dienstleister und übernimmt das wissenschaftliche Lektorat. Menabreas Text umfasst nur das, was es braucht, um das Zusammenspiel von Speicher und Prozessor darzulegen. 

Alfred Edward Chalon: "Ada Lovelace"
(1840)

Babbage ermutigt Ada deshalb, die Publikation mit ihren eigenen Gedanken, ihren eigenen Anmerkungen, die sie ihm mündlich mitgeteilt hat, zu ergänzen. Am Ende nehmen ihre legendären "Notes" zwei Drittel des Textes ein. Sieben "Notes" ( von A bis G ) verfasst sie insgesamt. In den sieben Anmerkungen gibt es nur zwei fertige Programme: das erste ist von Menabrea selbst, das zweite von Ada.

Ada erklärt auch den Unterschied der "Analytical Engine" zur "Difference Engine": Während eine Rechenmaschine einzelne arithmetische Operationen ausführe, die der Mensch von Hand eingeben müsse, könne die "Analytical Engine" die Befehle intern speichern und sie automatisch ausführen. Um die Funktionsweise der Maschine zu demonstrieren, lässt Ada sich von Babbage die Bernoulli-Zahlen, eine mathematische Formel, geben. Sie schreibt einen Plan, mit dem die "Analytical Engine" die Zahlen mithilfe von Lochkarten berechnen könnte. Nach Ansicht von Professorin Sybille Krämer gilt dieser Plan heute als das erste Computerprogramm. "Sie erkannte, dass die Maschine mit Symbolen umgehen kann, die unterschiedlich interpretiert werden können", erklärt Krämer. Da die "Analytical Engine" nie gebaut werden wird, weil dem Erfinder es an Geld für ein so anspruchsvolles und riskantes Projekt fehlt, kann Ada den Algorithmus zur Berechnung der Bernoulli-Zahlen nur theoretisch auf Papier konzipieren. Testen und verbessern kann sie den Ablauf nicht.

Adas Leistung besteht aber auch darin, dass ihre Vorstellungskraft gross genug gewesen ist, sich eine komplexe, alle Rechenoperationen bewältigende Maschine vorzustellen: "Die Maschine kann das tun, was wir ihr zu befehlen vermögen, sie kann der Analyse folgen. Sie hat jedoch keine Fähigkeit zur Erkenntnis analytischer Verhältnisse oder Wahrheiten."Sie vergleicht Babbages Maschine mit den 1805 erfundenen Jacquard-Webstühlen, die mithilfe von Lochkarten Muster weben: "Die ’Analytical Engine’ webt algebraische Muster so, wie der Webstuhl von Jacquard Blumen und Blätter webt", schreibt Ada. Sie hält sogar für möglich, dass die Maschine irgendwann auch Musik komponieren und Bilder "malen" kann.

Auf ihre Arbeit ist Ada Lovelace stolz: "Ja, ich bin sehr zufrieden mit diesem meinem ersten Kind. Es ist ein ungewöhnliches Baby und wird zu einem Mann erster Größe und Macht heranwachsen." Mit ihrem Selbstbewusstsein eckt sie jedoch auch an, auch bei ihrem Mentor Babbage, der eine weitere Zusammenarbeit dann auch ausschlägt. Doch Ada spinnt weitere große Pläne. Sie will jetzt selbst Experimente im Labor anstellen und betrachtet sich als "aufgehender Stern der Wissenschaft". Doch die Realität hält nicht Schritt mit ihrem Ehrgeiz: Michael Faraday zum Beispiel, der Erforscher der Elektrizität, lehnt ihre Mitarbeit rundweg ab.

Adas Interessen bleiben auch sonst ohne Resonanz, und sie schweift von Thema zu Thema: Ist es gestern noch die Elektrizität und der Magnetismus gewesen, die ihr Interesse gefesselt haben, ist es heute die Hypnose und morgen die Wirkung von Giften. Dann lässt ihre Begeisterung für die Naturwissenschaften ganz nach, sie wendet sich der Musik zu und träumt von einer Karriere als Harfenistin und Sängerin.

"Ich fühle, daß mein zielloses, gegenstandsloses, nutzloses Leben zutiefst bedrückend ist." Es fehlt ihr an konkreten Aufgaben, die ihren Geist gefangen nehmen und ihren Ehrgeiz befriedigen können. 

Letztes Foto von Ada Lovelace
(1852)

So stürzt sich Ada nun in das Gesellschaftsleben. Und da ist er wieder, der Byronsche Erlebnishunger: Sie geht nun auf Bälle und in Konzerte, schwebt als "Tochter des romantischsten aller romantischen englischen Dichter" über die Tanzflächen und verdreht dabei einer ganzen Reihe von Männern den Kopf. Sie gibt viel zu viel Geld aus, muss mehrmals Familienschmuck versetzen, um Kostbarkeiten für ihren heimlichen Geliebten, einen adeligen Nichtsnutz, zu finanzieren und entwickelt sich zur zwanghaften Spielerin. Um ihre Finanzen zu sanieren, beginnt sie, auf Pferde zu wetten und richtet ihr Talent darauf, ein sicheres System dafür zu entwickeln. Alles eine späte und selbstzerstörerische Rebellion gegen die moralischen und finanziellen Beschränkungen ihres Daseins als adelige Ehefrau & Mutter? Das fragt frau sich da.

Adas Leben ist schon einige Jahre aus dem Ruder gelaufen, als sie am 27. November 1852 mit knapp 37 Jahren nach langem Leiden an Gebärmutterkrebs stirbt. Ihr Wunsch, neben dem berüchtigten Vater bestattet zu werden und nicht im Lovelace-Familiengrab, wird ihr erfüllt. Im Grabgewölbe der Familie Byron in der Kirche St. Mary Magdalene in der englischen Kleinstadt Hucknall wird ihr Sarg neben dem des Vaters, den sie nie gekannt hat, aufgestellt. Beide sind übrigens im gleichen Alter  verstorben.

"Diese biografischen Details wurden einerseits genutzt, um ihre Leistungen als gering darzustellen. Andererseits wurde sie auch als romantische Figur stilisiert - in völliger Missachtung der Biografie. Vielleicht ist Ada Lovelace ebenso wenig Pionierin der Computergeschichte, wie Charles Babbage es war. Denn die Verbindung zwischen der nie gebauten Analytical Engine und der modernen Informatik ist von eher loser Natur. Klar ist aber: Unter den gesellschaftlichen Bedingungen hat Ada Lovelace Beachtliches geleistet", beurteilt Keywan Najafi Tonekaboni hier ihr Verdienst, das erst hundert Jahre nach ihrem Tod wieder in den Fokus geraten ist.

Adas posthume Karriere erreicht nämlich ihren Höhepunkt, als 1979 das amerikanische Verteidigungsministerium eine neue Computersprache, ADA, nach ihr benennt. Jetzt erst werden Feministinnen auf sie aufmerksam und errichten ihr ein Denkmal als Software - Pionierin, welches alsbald aber auch wieder von der Psychologin und Programmiererin Dorothy Stein vom Sockel gestoßen wird, die Adas Abstraktionsvermögen zum Beispiel in Zweifel zieht. Ein Jahr später regt sich erneuter Widerspruch. Offen bleibt bis heute die Frage, ob Ada Lovelace, geborene Byron, nicht doch das allererste Computerprogramm geschrieben hat. Die Antwort lautet: Jein! Ihre "Notes" enthalten nicht ein Computerprogramm im eigentlichen Sinn, sondern sind eine Beschreibung auf der Meta-Ebene.




 

Kommentare:

  1. Natürlich war Ada Lovelace mir ein Begriff. Wie schön das Wissen weiter vertiefen zu können. Aber traurig, dass sie schon so früh sterben musste, doch was hat sie bereits da für ein Vermächtnis hinterlassen.
    Neugierig habe ich gleich mal geschaut, das aus ihren Nachkommen geworden ist. Das ist auch immer interessant.
    Danke für das tolle Portrait dieser bemerkenswerten Frau!
    Liebe Grüße
    andrea

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    1. Da ist das eine oder andere Leben auch recht spannend, z.B. bei der Tochter Anne Blunt.
      LG

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  2. Liebe Astrid,
    ja, von dieser Frau habe ich zumindest schon mal etwas gehört, aber ich hatte mir ihren Namen nicht gemerkt - und ich wusste auch nicht, wer ihr Vater war. Da ich selber absolut kein Zahlenmensch bin, kann ich ihr Leistung nur erahnen, nicht verstehen, doch es fasziniert mich immer wieder, welche Leistung Frauen schon in diesen dunklen Zeiten vollbracht haben, als ihnen jeder offizielle Zugang zu Bildung verwehrt wurde und sie von männlichen "Kollegen" belächelt oder aufgrund von Neid oder Zweifel an ihren Fähigkeiten rundweg abgelehnt wurden.
    Leider sind wir noch immer nicht so weit von solchen Verhältnissen weg, wie wir es gerne hätten und wie es längst notwendig wäre. Gestern sah ich in einer Doku, wie sich Covid auf das Leben von (österreichischen) Familien auswirkt, und es wird wieder einmal klar, dass die Frauen hier die Leidtragenden sind, die neben ihrer Arbeit den Löwenanteil der Familienarbeit erledigen und - als Alleinerzieherinnen - sowieso mal wieder komplett vom Staat allein gelassen werden.
    Alles Liebe 🌟☃️🐿️❄️🕯️⛄💫
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2020/12/servus-ihr-lieben-am-ende-meines.html

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  3. eine interessante Frau
    obwohl Mathe mein Fach war.. ist sie mir kein Begriff
    das kam vielleicht in den höheren Klassen
    wie tragisch dass sie so früh sterben mußte
    ich denke sie hat Grundlagen gelegt die bis heute Bestand haben

    liebe Grüße

    Rosi

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  4. Liebe Astrid,

    das war wieder sehr interessant zu lesen. Schade, dass diese Frau gar nicht alt geworden ist und schon so früh sterben musste. Ich habe es wieder gerne gelesen und wieder etwas mehr erfahren was ich so gar nicht wusste. Eine schöne Adventszeit und alles Gute wünschen

    Kerstin und Helga

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  5. Was für ein kurzes und hochinteressantes Leben unter schwierigen Bedingungen. Ich mußte sofort darüber nachdenken, welche Chancen doch heute vor Frauen auch liegen und wie selten sie völlig genutzt werden, aus welchen Gründen auch immer. Danke für das tolle Portrait! Sunni

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  6. ich hatte keine ahnung, dass sie die tochter von diesem herrn byron war, von dem ich immer mal wieder hier und da zitate lese. ich fand es sehr spannend wie sie zur mathematik gekommen ist und sich dort - zumindest teilweise in der damaligen zeit durchsetzen konnte. schade, dass sie aufgegeben hat und dass sie so früh gestorben ist.
    liebe grüße
    mano

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  7. Wieder ein interessantes Frauenporträt, liebe Astrid...der Beweis, dass Frauen sich unter schwierigen Bedingungen durchsetzen konnten, aber auch durch ihre zugewiesenen Rollen im Endeffekt scheiterten und sich in ihr Schicksal mehr oder weniger fügten.
    Lieben Gruß, Marita

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  8. bin sehr beeindruckt von dieser tollen Biographie... die außergewöhnlich für diese Zeit ist...
    das lese ich nicht nur einmal...
    danke für diese Einblicke...
    herzlichst angelface

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Ich freue mich eigentlich über Kommentare. Doch es gilt auch die uralte Spruchweisheit: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus." Da wird dann schon mal der Freischaltknopf nicht gedrückt, wenn der Ton daneben ist...

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