Donnerstag, 9. Juli 2020

Great Women #226: Johanna Schopenhauer

Begegnet bin ich ihren Spuren natürlich in Danzig, Weimar, Bonn, dabei immer im Hinterkopf das extrem negative Frauenbild ihres heutzutage viel berühmteren Sohnes. Nun war es einmal höchste Zeit, mich mit ihr hier an dieser Stelle zu beschäftigen, denn heute vor 254 Jahren ist sie geboren worden: Johanna Schopenhauer.

Johanna Schopenhauer kommt also am 9. Juli 1766 als Johanna Henriette Trosiener in Danzig, damals noch eine Freie Stadt unter polnischer Oberhoheit, zur Welt. Sie ist nicht das erste Kind der 21jährigen Elisabeth Lehmann, einer Apothekerstochter, und des fünfzehn Jahre älteren Kaufmanns und Danziger Ratsherrn Christian Heinrich Trosiener, denn ein erstgeborener Sohn ist als Säugling gestorben. Drei Schwestern, Charlotte, Anna & Julia Dorothea, werden nach ihr geboren, ein weiteres Mädchen kommt tot zur Welt. Die Familie lebt in der Rechtsstadt im sogenannten Schildkrötenhaus in der Heiligengeistgasse, nicht weit entfernt von der bekannten Marienkirche, welches der Vater drei Jahre vor Johannas Geburt gekauft hat.

Christian Trosiener, Sohn eines Schuhmachers im Umland Danzigs, hat es als Kaufmann durch Handel mit den Städten Warschau, St. Petersburg und Moskau, aber auch mit Italien und Frankreich, wo er einige Zeit in Lyon gelebt hat, zu einigem Wohlstand und Ansehen in der Stadt gebracht. So gehört er dem Stadtrat von Danzig an, wo er als Mitglied der "Dritten Ordnung" die Mittelschicht vertritt, er bekleidet Posten in Kommissionen, die für Schul-, Bau- und finanzielle Angelegenheiten zuständig sind. Außerdem ist er Mitglied der Fischerzunft und der Krämergilde, der er zeitweilig vorsteht. Darüberhinaus ist er Vorsteher der Johanniskirche, in der die Familie eine Loge hat. Christian Trosiener hat also einen beachtlichen sozialen Aufstieg in der Hansestadt genommen.

Johanna erhält für damalige Verhältnisse eine eine sehr umfassende Bildung:

Durch ihre kaschubische Kinderfrau spricht sie polnisch. Französisch lernt sie - neben dem Stillsitzen - in der Kinderschule der Marie Henriette Chodowiecki, ebenfalls in der Heiligengeistgasse lebend, Englisch beim aus Schottland stammenden anglikanischen Geistlichen Richard Jameson, der sie auch mit der englischen Literatur bekannt macht. Letzterer wird ihr Mentor & Vertrauter. Weiteren Privatunterricht erhält sie durch einen weiteren lutherischen Theologen. Und beide Glaubensmänner sind Anhänger der Aufklärung und machen keinen Unterschied zwischen Knaben- und Mädchenbildung, zu Johannas Glück! Das sieht auch Johannas Vater so, weshalb er und die Tochter sich dem Spott der übrigen Verwandtschaft aussetzen, die sie quasi täglich fragen, warum ein Mädchen überhaupt Englisch lernen solle.

Johanna bekommt in ihrer Jugend also Kontakt zu Menschen unterschiedlichster Herkunft, Sprache und Religion.

Daniel Chodowiecki:
Skizzenbuch einer Reise von Berlin nach Danzig -
Blick auf Langfuhr und Danzig
(1773)
Source
In der Familie Chodowiecki, aus der der berühmte Berliner Kupferstecher Daniel Chodowiecki hervorgegangen ist, macht sie mit diesem Bekanntschaft und mit der Begeisterung für Kunst generell. Als Zehnjährige wünscht sie sich, bei Chodowiecki in Berlin in der Malerei unterwiesen zu werden, nachdem sie sich die Zeit während einer langen Erkrankung mit Scherenschnitten und dem Aquarellieren derselben vertrieben hat. Das kommt für den Vater nicht in Frage, aber stattdessen kann sie bei der Frau des russischen Gouverneurs Malunterricht nehmen.

In jener Zeit, in die Johanna hineingeboren worden ist, hat die Stadt Danzig ihre besten Tage einmal hinter sich, ist sie doch während während des polnischen Erbfolgekriegs erheblich zerstört worden, zwar wieder aufgebaut, aber der Handel noch immer nicht so erfolgreich wie in der Blütezeit im 17. Jahrhundert. Es ist auch die Zeit, in der die Preußen unter ihrem König Friedrich, der später der Große genannt werden wird, immer wieder übergriffig werden und Rechtsansprüche auf zum Beispiel den Hafen der Stadt durchsetzen. Auch die Handelsgeschäfte des Hauses Trosiener werden dadurch erheblich beeinträchtigt. Johannas Vater engagiert sich auf der politischen Ebene, aber eher wohl aus pragmatischen & kaufmännischen Gründen. Johanna will später darin seine republikanische Gesinnung sehen, denn sie wird sich selbst in diese bürgerstolze Tradition stellen.

Daniel Chodowiecki:
Cabinet d'un peintre
(1771)
Source
Dass Christian Trosiener ein aufgeschlossener Mensch gewesen ist, kann man  daran ablesen, dass er seine Töchter gegen die Blattern (Pocken) impfen lässt, eine damals in England und an europäischen Höfen praktizierte "Neuheit", die allerdings in China & Indien seit Jahrhunderten praktiziert worden ist.

Bei den Schwestern verläuft alles komplikationslos, Johanna wird schwer krank und muss lange das Bett hüten, wo sie sich kreativ beschäftigt - mit den Folgen, die ich weiter oben schon erzählt habe. Johanna wird bis an ihr Lebensende bedauern, dass ihr verboten worden ist, Malerin zu werden wie die bewunderte Angelika Kauffmann...

Als Johanna ins heiratsfähige Alter kommt, fällt auf sie der Blick des um 19 Jahre älteren Heinrich Floris Schopenhauer, der das zusammen mit seinem jüngeren Bruder vom Vater übernommene Seehandelsunternehmen zur Blüte gebracht hat und einer der ersten Handelsherren der Stadt ist. Darüberhinaus ist er ein weitgereister, weltoffener, gebildeter, wenn auch nicht gelehrter Mann mit republikanischer Gesinnung und pietistischer Glaubensstrenge, der über mehrere Schiffe, ein Haus in der Heiligengeistgasse sowie ein Landgut in Oliva und über Einkünfte eines weiteren in Ohra verfügt. Als Voltaire - Anhänger unterstützt Schopenhauer eine aufklärerische Reformpolitik und lehnt die ihm vom Preußenkönig angebotene Staatsbürgerschaft ab, ist er doch unversöhnlich, was den Anspruch Preußens auf Danzig anbelangt. "Point de honneur sans liberté" lautet der Wappenspruch seiner Familie...
Im April 1785 hält er bei Christian Trosiener um die Hand Johannas an. Und die rechnet es ihm hoch an, dass dies nicht heimlich hinter ihrem Rücken geschieht, sondern er sich ihres Einverständnisses über ihren Onkel David Lehmann verschafft hat.  Dennoch wird es eine - wie in jener Zeit üblich - Konvenienzehe. Johanna ist nicht frei in ihrer Entscheidung. Ihre Eltern finden, man könne sich nichts Besseres für die Tochter wünschen als einen weiteren Aufstieg auf der sozialen Leiter, nun in die ersten Kreise der Stadt. Die exzellente Partie wird Johanna von der ganzen Familie schmackhaft gemacht. Johanna selbst weiß nur zu gut, dass wenn sie den Antrag ausschlägt, sie für immer im väterlichen Haushalt wird bleiben müssen, sie ist nicht ja nicht realitätsblind. Eine Liebe - die es für sie damals gegeben haben soll - darf sich für sie nicht erfüllen, also nimmt sie Vorlieb mit einem zu erwartendem, äußerlich glanzvollem Leben.

Das Haus der Schopenhauers
in Danzig
Heinrich Floris begehrt sie, die ansehnliche junge Frau, als weiteres schmückendes Beiwerk und erwirkt ohne ihr Wissen die Erlaubnis, gleich nach dem Verlesen des ersten Aufgebots von der Kanzel mit ihr getraut zu werden, also fünf Wochen nach der Verlobung. Am 16. Mai 1785 findet die in einem alten Kirchlein zwischen Danzig & Langfuhr statt.

Die ersten beiden Ehejahre verbringt Johanna abwechselnd in Oliva und im Danziger Stadthaus. Sie versucht, sich in eine Ehe ohne Liebe zu schicken, sie versucht, ihren Mann lieb zu gewinnen, es ihm in ihrem Alltagsverhalten recht zu machen. Sie tröstet sich mit ihrem schönen Lebensumfeld und damit, dass es anderen Frauen ebenso ergeht. Womit sie sich nicht abzufinden vermag, ist die Frauenverachtung, die aus den erotischen Büchern spricht, die er ihr als Lektüre anempfiehlt, und die über die ganze Ehezeit hinweg andauernde Eifersucht und das Misstrauen ihres Mannes.

Ihrem einsamen, oft inhaltsleeren Alltag vermögen die geselligen Wochenenden, zu denen ihr Ehemann Berühmtheiten mitbringt, mehr Glanz zu verleihen. Bei diesen Anlässen kann sie mit ihren Sprachkenntnissen brillieren ( und das Ansehen ihres Mannes heben ). Doch die prinzipiellen Disharmonien im Alltagsleben des Ehepaares vermag das nicht aus der Welt zu schaffen: Heinrich Floris konzentriert sich die Woche über ganz auf sein Geschäft und die damit einhergehenden Repräsentation und neigt mit den Jahren zu Depressionen und privater Isolation, während sich Johanna nach einem interessanten, kulturell befruchtenden Gesellschaftsleben sehnt, und stattdessen - vor allem draußen auf dem Pelonker Hof - hat sie ständig nur einen großen Garten voller Blumen und Früchte, mit Pferden, Hündchen und Lämmern als einziger Gesellschaft.

Zwei Jahre nach der Heirat kündigt Heinrich Floris seiner Frau an, dass er mit ihr länger auf Reisen gehen möchte. Johanna "schwindelte vor Freude!" Ihr Mann möchte in England sondieren, ob er sich dort ansiedeln kann, sollte Preußen Danzig besetzen. Am Johannitag 1787 geht es los. Berlin ist das erste Ziel, das man auf schlechten, sandigen Wegen nur langsam erreicht. Johanna findet die Stadt öd und menschenleer, wie eine Theaterkulisse.

Die Pyrmonter Hauptallee
(1784)
Von Berlin geht es weiter nach Hannover, wo Heinrich Floris wegen seiner beginnenden Schwerhörigkeit einen Modearzt der Zeit aufsucht, Johann Georg Ritter von Zimmermann, der zu einer Weiterreise nach Bad Pyrmont rät, wo sich auch Zimmermann, ein Freund Goethes, Herders und Lenzens hinbegibt und der jungen Ehefrau ein wichtiger Gesprächspartner auf langen Spaziergängen wird. Von ihm fühlt sie sich verstanden und anerkannt.

Noch wichtiger wird die Bekanntschaft mit dem Staatsmann & Historiker Justus Möser, der Johanna in der Einsicht bestärkt, in der Welt der Dichter und Denker nach Anerkennung zu suchen.  Auch Friedrich Nicolai, ein Freund Lessings und Hauptvertreter der Berliner Aufklärung, ist eine dauerhafte Bekanntschaft der Schopenhauers aus Bad Pyrmont.

Die Reise geht weiter über Kassel, Frankfurt/Main, Gent, Antwerpen, Lille und Brüssel nach Paris, wo sie vier Wochen bleiben und das ( letzte ) Namensfest des Königs in Versailles miterleben. Dann geht es weiter nach Calais...

In England bzw. auf dem Weg dorthin bemerkt Johanna ihre Schwangerschaft. Ihr Ehemann, ein begeisterter Anhänger des britischen Parlamentarismus ( das kann man sich in diesen Tagen gar nicht mehr vorstellen ), ist entzückt, sieht er doch die Möglichkeit, dass sein Kind die britische Staatsbürgerschaft erhalten könne. Johanna gibt sich viel Mühe, sich den Wünschen ihres Mannes unterzuordnen, sehnt sie sich anfangs doch in ihrem Zustand nach dem Beistand der eigenen Mutter. Tatsächlich findet sie vor Ort Kontakt zu mütterlichen, fürsorglichen Frauen, die ihr ihre Ängste zu nehmen verstehen. Schließlich ist es ihr Ehemann, von Angst- & Panikattacken geplagt, der im Winter 1787 zur Heimreise nach Danzig drängt.

Dort bringt sie im Februar 1788 mit Hilfe ihrer Mutter & ihrer Schwestern ihren Sohn Arthur zur Welt. Der Buchhalter im Schopenhauerschen Kontor gratuliert dem Prinzipal im Namen der Belegschaft und angeblich mit dem Satz: "Wenn er dem Papa ähnlich sieht, muß er ein schöner Pavian werden!" Heinrich Floris ist mittlerweileso schwerhörig, dass er das gar nicht versteht...

Wie Johanna die Mutterschaft erlebt, weiß man nicht wirklich. In ihren Memoiren schreibt sie:
"Wie alle jungen Mütter spielte auch ich mit meiner neuen Puppe, war fest überzeugt, dass kein schöneres, frömmeres und für sein Alter klügeres Kind auf Gottes Erdboden lebe als das meinige,  und hatte am Tage wie in der Nacht kaum einen anderen Gedanken als meinen Sohn Arthur."
Sicherlich bietet ihr die Mutterschaft die lange entbehrte Aufgabe. Später wird sie schreiben: Er war "einst meine einzige Hoffnung, die schönste Freude meines Lebens." Allerdings muss sie auf die Unterstützung der Frauen ihrer Familie bald verzichten, hat doch ihr Vater sein Handelsgeschäft aufgegeben und 1789 die vierzig Kilometer vor der Stadt am Haff liegende Domäne Stutthof zur Bewirtschaftung gepachtet. Der Ehemann gestattet Johanna immerhin, einmal im Jahr für einen Monat mit ihrem Sohn dort zu verbringen.

So uneins das Ehepaar sich sonst auch sein möge - den Ausbruch der Französischen Revolution begrüßen sie begeistert.

Kurz vor der Übernahme Danzigs 1794 durch die Preußen beschließt Heinrich Floris, die Stadt zu verlassen und in die Freie Stadt Hamburg überzusiedeln, was Johanna durchaus zusagt. Das Haus wird verkauft, aber weitere Vermögenswerte bleiben vor Ort.

1794
Hamburg tut der nunmehr 27jährigen wirklich gut: Sie findet aufgrund des Schopenhauerschen Vermögens Aufnahme in die beste Hamburger Gesellschaft und lernt bei den Sievekings, den Rothschilds der Hansestadt, und bei Sophie und  Elise Reimarus, einer Salonnière im Zeitalter der Aufklärung und eine der gebildetsten Frauen Hamburgs, die Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock & Johann Wilhelm Ludwig Gleim, den Philanthropen Johann Bernhard Basedow, den Bildungsreformer Wilhelm von Humboldt, den Maler Tischbein und den Admiral Nelson kennen. Sie schätzt diese Kontakte und den dort möglichen Austausch, dazu die vielen Theater-, Konzert- und Opernaufführungen.

Geprägt vom Geist der Aufklärung legen die wohlhabenden Bürger der Stadt Wert darauf, sich nicht nur auf ihre Geschäfte zu beschränken, sondern auch am kulturellen und geistigen Leben teilzunehmen. Und der nüchternste Kaufmann ist bestrebt, alle seine Anlagen und Talente zu entfalten. Das wird auch Frauen zugestanden. Johanna wird das gefallen haben.

1797 wird sie noch einmal Mutter, denn Mitte Juni bringt sie ein Mädchen, Louise Adelaide Lavinia, später nur Adele genannt, zur Welt. Der neunjährige Arthur, nach dem Willen des Vaters ebenfalls zum Kaufmann ausersehen, wird zu einem Geschäftspartner nach Le Havre geschickt, wo er Französisch und "im Buch der Welt" lesen lernt - für ihn eine Zeit, die er später als froheste Zeit seiner Kindheit bezeichnen wird. Als er nach zwei Jahren heimkehrt, schließt Heinrich Floris mit Johanna einen Vertrag, in dem er ihr und den beiden Kindern jeweils ein Drittel seines Vermögens zugesteht.

Arthur ist nicht froh mit der Aussicht, Kaufmann zu werden. Er möchte lieber studieren. Nach etlichen Konflikten bietet der Vater ihm mehrjährige Reisen an, bevor er diesen Beruf ergreift. 1803 brechen die Eltern mit dem Sohn zu ihrer Tour auf, die kleine Adele für anderthalb Jahre in Hamburg zurücklassend. Es geht nach Belgien, Holland, England, Schottland, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Schlesien und Preußen.

Pierre-Antoine Demachy: Ansicht in Paris
Gerade weil sie die Französische Revolution positiv beurteilt haben, sind Johanna und Heinrich Floris über die bedrückenden Verhältnisse im Land entsetzt, als sie 1804 dort ankommen. Paris, die einstige "Capitale du monde", bleibt weit hinter ihren Erwartungen zurück. In welchem Kontrast stehen die engen, schmutzigen Pariser Gassen zu den sauberen, mit breiten Trottoirs versehen Straßen Londons! In ihrem Bericht über diese Reise wird sie dann später auch die Bluttaten der Revolution nachdrücklich verurteilen.

Entspannt scheint es auf dieser Reise auch sonst nicht zugegangen zu sein: Arthur wird immer wieder in Sprachunterricht geschickt. Während er abwesend ist, verspürt Johanna oft Langeweile. Der Vater nörgelt und mahnt den Sohn ständig, der beschwert sich dann bei der Mutter. Die interessiert sich für eher für Vergnügliches; ihr Mann besucht lieber Geschäftsfreunde. Das Ehepaar entwickelt sich immer mehr in entgegengesetzte Richtungen.

Heinrich Floris ist krank, wird immer depressiver und isoliert sich immer mehr, Johanna hingegen - zurück in Hamburg - nimmt gesellschaftliche Verpflichtungen intensiver denn je wahr.

Am 20. April des Jahres 1805 verunglückt der 57jährige Heinrich Floris tödlich: Er stürzt vom Dachspeicher seines Hauses in das angrenzende Fleet hinter dem Gebäude. Ein Freitod wird offiziell bestritten. Es liegt aber auf der Hand, dass der gemütskranke Handelsherr sich von der Last des Lebens und Johanna von der Last des Lebens mit ihm befreit hat. Die knapp 38jährige bekommt die Chance, endlich ihr ganz eigenes Leben zu führen.

Während Arthur vorher unter der Strenge und der emotionalen Distanz des Vaters gelitten hat, wirft er nun der Mutter vor, den Vater im Stich gelassen zu haben, dass sie sich amüsiert habe, derweil er "bittere Qualen litt". Der Bruch zwischen Mutter und Sohn, der lebenslang andauern wird, bahnt sich an.

Die löst nun, mit Umsicht, wie ihr bescheinigt wird, das väterliche Geschäft auf, verkauft das Haus am Wandrahm, zieht vorübergehend mit der Familie in eine Wohnung in den Kohlhöfen nahe dem Großneumarkt und bricht nach entsprechenden Sondierungen - sie hat dort Bekannte aus Hamburg & Danzig - mit ihrer Tochter und ihrer Bediensteten Sophie im September 1806 nach Weimar auf. Dort nimmt sie eine komfortable Wohnung an der Esplanade, zwei Häuser neben der verwitweten Charlotte von Schiller und nur fünfzig Schritte vom Theater entfernt. Der achtzehnjährige Arthur bleibt im Kontor der Jenischs in Hamburg zurück, wie gebannt vom Willen des Vaters, in seine Fußstapfen zu treten. Er kann sich nicht aufraffen, seine Vorstellungen umzusetzen. Johanna lässt dem Minderjährigen hingegen alles offen. Sie selbst will sich jetzt endlich nicht mehr den Konventionen beugen.

Caroline Bardua:
Johanna & Adele Schopenhauer
(1806)
Dass Thüringen zu diesem Zeitpunkt Kriegsschauplatz ist und Einwohner eher daran denken, die Stadt zu verlassen, scheint Johann nicht zu schrecken. Das Siebentausend-Einwohner-Städtchen wird von den napoleonischen Truppen, die die preußische Armee geschlagen haben, dann tatsächlich am 14. Oktober geplündert. Durch diese "Feuertaufe" wird sie, wie Goethe, den sie zwei Tage zuvor kennengelernt hat, anerkennend bemerkt, zur "Weimaranerin". In diesem Brief an ihren Sohn beschreibt sie die Vorkommnisse.

Die lebenskluge Johanna weiß sich auf die Angreifer einzustellen und nimmt sofort französische Offiziere in ihrer Wohnung auf, die ihr die Plünderer vom Hals halten. Selbst einer obdachlosen Handwerkerfamilie kann sie noch Unterschlupf bieten. Auch sonst zeigt sie sich freigiebig. So unterstützt sie unter anderem auch die Kammeroberkasse des Herzogtums mit einem Darlehen von 6000 Talern. Ihre Großmut ( und ihre unversehrt gebliebene Wohnung ) bleibt dem gebildeten Bürgertum der Stadt nicht verborgen...

Ein literarischer Salon jener Zeit
Johanna beginnt nun in Weimar ihre künstlerischen und gesellschaftlichen Bedürfnisse auszuleben und endlich ihr "wahres Leben" zu führen:

Sie trägt den polnischen Hofratstitel ihres Mannes, den sie als Republikanerin einst verschmäht hat, und wird Gastgeberin eines Salons der Spätphase der Klassik, immer donnerstags & sonntags, in dem sich die Elite der Weimarer Kultur einfindet - mit Johann Wolfgang von Goethe als Mittelpunkt. Ihre Gesellschaften sind übrigens die einzigen, die der regelmäßig besucht...
"Kein Satz, den Johanna Schopenhauer in ihrem 71 Jahre währenden Leben je geschrieben hat, und sie hat sehr viele Sätze zu Papier gebracht, ist so berühmt geworden, wie jener, den sie am 24. Oktober 1806 an ihren Sohn Arthur schickte: "Ich empfing sie, als ob ich nicht wüsste, wer sie vorher gewesen wäre, ich denke wenn Goethe ihr seinen Namen gibt, können wir ihr wohl eine Tasse Tee geben." Die Rede ist .... von Christiane Vulpius, der geächteten und verächtlich gemachten Lebensgefährtin Goethes", beschreibt Eckhardt Ullrich hier das Ereignis, das der Johanna Schopenhauer die Dankbarkeit des Dichterfürsten "über das übliche Maß von Höflichkeit hinaus" und ihre Stellung in der Stadt sichert.
Goethe wirkt wie ein Magnet: Nach und nach taucht auch Wieland auf, der Bibliothekar Carl Ludwig Fernow, Kanzler Friedrich von Müller, der Verleger Friedrich Justin Bertuch ("Journal des Luxus und der Moden", für das sie erstmals als Schriftstellerin mit einer Übersetzung aus dem Englischen in Erscheinung tritt ), der Diplomat Karl Friedrich Anton von Conta, der Johanna den Hof macht, der Philologe Friedrich Wilhelm Riemer, um nur einige Namen zu nennen.

Schon nach kurzer Zeit sind die Soireen der Hofrätin Schopenhauer über Weimar hinaus bekannt und jeder, der durch die Stadt kommt, versucht eine Einladung bei ihr zu ergattern, so Bettine von Arnim, die Brüder Grimm ( siehe auch dieser Post ), die Brüder Schlegel ( siehe auch dieser Post ),  Ludwig Tieck und Ludwig Börne. Selbst Mitglieder der herzoglichen Familie lassen sich blicken, obwohl  die Herzogin Anna Amalia im Wittumspalais quasi einen Konkurrenzbetrieb unterhält.

Carl Ludwig Fernow (links), Arthur Schopenhauer (1815, rechts )
Mit Fernow verbindet Johanna bald eine intensive Freundschaft, und sie wird ihn in ihrer Wohnung aufnehmen, als er krank und hilfsbedürftig wird ( er stirbt 1808, ein Vierteljahr nach seiner Frau ).

Es ist Fernow, der zugunsten von Arthur in Hamburg interveniert, so dass dieser seine schulische Ausbildung fortsetzen und ein Studium beginnen kann. Und es ist schlussendlich der tote Fernow, dem Johanna den Beginn ihrer Laufbahn als Schriftstellerin verdankt, als der Verleger Cotta ihr vorschlägt, seinen Nachlass zu sichten und seine Biografie zu verfassen. Die Biografie erscheint 1810 - mit respektablem Erfolg.

Bei einem anschließenden Kuraufenthalt in Ronneburg lernt Johanna den vierzehn Jahre jüngeren Friedrich Müller kennen, Regierungsbeamter und dilettierender Dichter, der nach einer Adoption 1814 Müller von Gerstenbergk heißen wird. Er begleitet sie anschließend auf ihrer viermonatigen Studienreise nach Dresden, wo sie in der Gemäldegalerie alte Meister kopiert und ihren Freund Gerhard von Kügelgen trifft. Auf den auf solche Vorkommnisse folgenden Klatsch pfeift Johanna.  Der junge Müller bewirbt sich um eine Anstellung als Assessor in Weimar, die er nach einem Jahr erhält. Ab da ist er täglicher Gast im Hause Schopenhauer.

Wieder in Weimar, hat Johanna mit dem Schreiben von "Reise durch England und Schottland" begonnen, welches sie bei seinem Erscheinen 1813 bekannt macht als Schriftstellerin mit eleganter Sprache und dezidierten politischen Standpunkten. Das ruft besonders im Zeitalter der Befreiungskriege Bewunderung hervor.

Johannas Verhältnis zu ihrem Sohn, dessen Melancholie sie immer schon beunruhigt hat, und die seiner Neigung zu Grübeleien und Zweifeln, seinem Pessimismus immer wieder mit ihrem Glauben an Fortschritt und Rationalität begegnet ist, ist schon lange diffizil. Als er bei einem längeren Aufenthalt bei seiner Mutter in Weimar "gewisse häusliche Verhältnisse" vorfindet, kommt es zum endgültigen Bruch: Dass diese "Fabrikwaare der Natur" - gemeint ist Müller von Gerstenbergk - den Platz seines Vaters bei seiner Mutter einnimmt, ist für ihn nicht zu ertragen, ebenso die Kriegsbegeisterung des Herrn. Und nach vielen Debatten und Kämpfen legt Johanna ihrem Sohn nahe, anderswo zu logieren. Als er ihr in einer erneuten Auseinandersetzung dann auch noch vorwirft, sie vergreife sich an seinem Erbteil, entziehen sich Johanna und Adele den Streitereien  nach Jena, "um der Gegenwart eines Menschen zu entfliehen, der noch endlosen Jammer über uns bringen wird", schreibt Adele der Freundin Ottilie von Pogwisch.

Nachdem Arthur Weimar im Frühjahr 1814 endgültig verlassen hat und Johanna und Adele zurückkehren, zieht Müller von Gerstenbergk ganz bei Johanna ein, wo er die nächsten zehn Jahre bis zu seiner Verheiratung wohnen wird.

"In der Literatur wird Johannas undurchsichtiges Verhältnis zu Gerstenbergk naturgemäß unterschiedlich beurteilt", schreibt Ulrike Bergmann in ihrem Buch. Ist er nur der Hausfreund, der Seelenverwandte, ein möglicher Heiratskandidat für Tochter Adele? Oder hält frau sich an Johannas Erstlingsroman "Gabriele" von 1819, in dem es um die Selbstverwirklichung einer Frau geht, die erst im zweiten Anlauf die wahre Liebe in dem jüngeren Hippolit findet?

In "Sidonia" (1828), ihrem zweiten Werk, das nach der Heirat Gerstenbergks herauskommt, gibt es - im blumigen Stil der Zeit - gar eine sexuelle Begegnung, aber auch eine Entsagung, nachdem die Herzenskälte des Geliebten erkannt wird. Sei's drum: Johanna hat solche Dinge immer sehr diskret behandelt. Und auch Müller - Gerstenbergk hat in der Öffentlichkeit jede Eindeutigkeit vermieden. Die Trennung von diesem langjährigen Gefährten bzw. das Bekanntwerden seines Verhältnisses zu seiner zukünftigen Frau schlägt Johanna allerdings offensichtlich nieder, und sie wird ernsthaft krank.

Alexander von Sternberg:
Adele Schopenhauer
Nur Adeles Tagebücher lassen entsprechende Schlüsse über die Art des Verhältnisses zu, die darin von der "unseligen Neigung" ihrer Mutter schreibt und ihrem Leiden an derselben. Adeles Beziehung zu Johanna ist ohnehin von tiefer Zwiespältigkeit geprägt: Illusionsloser, härter kann eine Tochter ihre Mutter nicht sehen, wie es Adele tut. Und dennoch bewahrt sie Mutter wie Bruder gegenüber eine erstaunliche Loyalität.

An dieser Stelle sind ein paar Worte zur Tochter Johannas erlaubt: Die hat in ihrer Jugend die Aufmerksamkeit Goethes erfahren, dem sie sicherlich ein gutes Gespür für literarische Qualität verdankt, und eine enge Freundschaft zu Ottilie von Pogwitsch, der späteren Schwiegertochter Goethes,  aufgebaut sowie umfangreiche Korrespondenzen mit vielen Bekannten, kann aber nicht aus dem Schatten ihrer Mutter treten. Zermürbt ist sie auch von Heiratsplänen, die sich immer wieder in Luft auflösen, und sie zeigt Anzeichen einer Depression. Ihre Mutter schlägt ihr schließlich eine Erholungsreise ins klimatisch günstigere Rheinland vor.

1828 reist Adele erst nach Frankfurt/Main, dann nach Köln. Dort lernt sie die Archäologin und Salonnière Sibylle Mertens-Schaaffhausen kennen. Beide verlieben sich ineinander, und es scheint sich vieles zum Positiven in Adeles Leben zu entwickeln. Nach wenigen Monaten besucht Johanna die Tochter, und sie leben im Zehnthof, der Familie von Sybille gehörig, im pittoresken Örtchen Unkel auf der anderen Rheinseite.

Zehnthof in Unkel
(1829)
Dort reift der Gedanke, die Zelte an der Ilm endgültig abzubrechen und das billigere Leben auf dem Lande zu wählen ( Johannas und Adeles Vermögen ist schon 1819 bei dem Bankrott des Danziger Großschuldners, dem Handelshaus Muhl,  beträchtlich geschrumpft. Den finanziellen Absturz konnte sie bislang durch die Einkünfte als Schriftstellerin auffangen ).

Leicht fällt es ihr nicht:

"Und dann von 22jährigen Gewohnheiten zu scheiden; von den vier Mauern, in denen man so viele trübe und frohe Stunden verlebte - kein Kleines, lieber Freund!", schreibt sie Karl von Holtei. Fast 63jährig ändert Johanna also zum Juli 1829 noch einmal den Schauplatz ihres Lebens...

Die Wohnverhältnisse in Unkel sind bescheiden, die Einsamkeit gewöhnungsbedürftig, bleibt doch der wie in Weimar eingerichtete Salon leer. "In der Sommeridylle Unkels versinkt sie in geistiger Lethargie", so Ulrike Bergmann.

Johanna Schopenhauer
( um 1800 )
Der erste Bonner Winter, den sie in einem Ausweichdomizil in der Bonner Wenzelgasse verbringt, ist in gesellschaftlicher Hinsicht enttäuschend. Also arbeitet Johanna viel, so auch an der Herausgabe ihrer sämtlichen Werke, die ihr zu soliden Einkünften verhelfen soll, um auch Adeles Vermögensverluste zu minimieren. Sie vermag in der Universitätsstadt einfach keine Wurzeln zu schlagen, auch nachdem sie 1832 ganz nach Bonn  übersiedelt.

Doch die Jahre am Rhein werden weiterhin von "Misserfolgen, Alter, Krankheit und drückender Armut geprägt" sein.
"Das Jahr 1830 markiert das Ende als hochgeschätzte Schriftstellerin. Danach wehte im gesamten kulturellen Bereich ein anderer Wind, der auch die literarische Kritik erfasste. Diese Veränderung betraf nicht zuletzt die Frauen.... Es ging um ihre Rechte, in der Hauptsache um gleiche Bildungschancen und gleiches Wahlrecht für Männer und Frauen", schreibt dazu Ulrike Bergmann. "Was sich alles für die Frauen in Deutschland als vorteilhaft erweisen sollte, war für Johanna höchst nachteilig. Als ihre Sämtlichen Schriften in vierundzwanzig Bänden erschienen, war die Resonanz sehr enttäuschend."
Zudem wird das Verhältnis zwischen Mutter & Tochter angespannter - Adele nimmt in Bezug auf den Vertmögensverlust zunehmend den Standpunkt ihres Bruders Arthur ein, mit dem sie seit 1831 wieder brieflich in Kontakt steht - und Johanna bedarf nach einem Schlaganfall mit Lähmungserscheinungen 1823 immer mehr der Pflege und vor allem auch der finanziellen Unterstützung aus Adeles verbliebenem Vermögen, denn die Mutter lebt immer noch auf recht großem Fuß.

Johannisfriedhof Jena
Eine Erleichterung ist von daher die Pension, die der Herzog Carl-Friedrich von Sachsen-Weimar Johanna 1837 gewährt. Adele verkauft sämtliche Johanna noch verbliebenen Vermögenswerte wie Schmuck, Silber, ein Gemälde von Veronese, und im Frühherbst des Jahres kehren sie nach Thüringen, auf Wunsch des Herzogs diesmal nach Jena, zurück. Johanna lebt dort zurückgezogen, arbeitet trotz Krankheit an ihren Memoiren, versammelt jeden Sonntag immer noch einen kleinen Kreis in ihrem Salon um sich, dem sie das Geschriebene vorträgt.

Mitten in den Verhandlungen mit Verlegern wegen ihrer Memoiren schläft Johanna in der Nacht zum 17. April 1838 für immer ein. Adele schreibt noch in derselben Nacht an den Bruder, mit dem die Mutter sich nicht mehr hat versöhnen können. Ihr einstiger Gefährte Müller von Gerstenbergk ist zwei Monate zuvor verstorben. Adele kann sich endlich ein eigenes Leben einrichten, wird aber elf Jahre später in Bonn ihrem Krebsleiden erliegen. Arthur Schopenhauers Ansehen soll sich erst im Lauf der 1850er Jahre ändern, dann freilich gründlich, und seinen Tod 1860 überdauern.

Erst mit der Wiederentdeckung weiblicher Literatur durch die Frauenbewegung der 1970er Jahre gerät Johanna Schopenhauer erstmals wieder in den Focus, vor allem in der wissenschaftlichen Forschung. Und damit tritt sie bald auch aus dem Schatten ihres Sohnes als starke Frau, die ihrem Leben eine eigene Wendung geben konnte und sich auf den Weg gemacht hat zu einer von einem fremden Willen - egal ob der von Vater, Ehemann, Sohn - unabhängigen Existenz und sich nebenbei einen respektablen Platz im Weimar der Klassik erobert hat.







Kommentare:

  1. Liebe Astrid, das war jetzt noch vor dem ausgiebigen Frühstück mit meinem Herrn L. eine schöne Lektüre beim ersten Kaffee. Vielen Dank für diesen Exkurs in die Vergangeneheit und für den Zugewinn an Wissen. Beste Grüße von Rela

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  2. Liebe Astrid,

    vielen Dank für dieses wunderbare Portrait von Johanna Schopenhauer.

    Natürlich ist sie uns, meiner Familie, bei den zahlreichen Besuchen in Weimar (die widerum eher Franz Liszt galten, der dort im "Gärtnerhäuschen wohnte), "auch über den Weg gelaufen", ihr literarischer Salon war aber wesentlich weniger bekannt als der der Herzoginwitwe.

    Bayreuth und Weimar waren in früheren Zeiten wohl Magneten der Bildung, der Künste und des geistigen Austausches.

    Herzlichste Grüße aus dem grau verregnetem Münsterland (ein Segen für die Natur!)- Brigitte



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  3. Ihr Haus in Weimar war wirklich an zentraler Stelle, sowohl örtlich wie auch symbolisch. Sie hat Frauen Gewicht gegeben durch ihre persönliche Haltung und das Reichen von Tee. Es gab übrigens gern nur Butterbrot dazu.
    In welchen Zwiespalten sie ihr Leben verbringen musste, kann man nach Deiner ausführlichen Schilderung deutlich erspüren. Das muss sehr hart für sie gewesen sein. Ich habe noch nichts von ihr gelesen bisher, obwohl sie ja einiges geschrieben hat.
    Eine Salonière zu sein, war sicher eine Lebenserfüllung für sie. Das Wittumspalais war ja nur ca. 150 m weg und Anna Amalia hatte hier ihren eigenen Salon. Soviel weibliche Salonkultur auf so engem Raum, das ist einmalig und ein echter Glanzpunkt nicht nur für Weimar.
    Dein Blog ist für mich ja auch immer ein wenig so etwas wie ein Salon. Anregend und weiblich. Der Geist von z.B. Frau Schopenhauer lässt hier bei Dir grüßen...
    Danke für dieses Portrait und Deinen Salon,
    sagt herzlichst Sieglinde

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  4. Johanna Schopenhauer hat sich wirklich emanzipiert und ist ihren eigenen Weg gegangen. Wieder sehr aufschlussreich. Jetzt verbinde ich mit dem Namen "Schopenhauer" mal was ganz anderes.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  5. Liebe Astrid,
    wieder ein besonders interessantes Frauenporträt... vielen Dank dafür. Leider fehlt mir am Donnerstag oft die Zeit... zum Lesen komme ich noch, aber das Kommentieren fällt oft flach. An dieser Stelle nochmals Danke für deine Mühe und Zeit, beeindruckende Frauen für uns ausfindig zu machen und ihren Lebensweg hier ausführlich vorzustellen.
    Lieben Gruß, Marita

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  6. Eine sehr besondere Frau, wobei es wirklich interessant ist, wie auch diese Frau die arme Christiane Vulpius herablassend behandelt hat.
    LG
    Magdalena

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    1. Das ist ein Missverständnis: Johanna war die erste, die Christiane sozusagen in die intellektuelle Gesellschaft aufgenommen hat. Deshalb auch Goethes Dankbarkeit.
      LG

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  7. Ich habe nach lästigem Bürokram, Samenernte im Garten, erfolgloser Suche nach neulich gekauften und einer Runde Schwimmen nun endlich im Garten mit Freude das Johanna-Porträt gelesen... Vielen Dank. Da bekomme ich gleich Thüringen- und vor allem Weimar-Sehnsucht... Und ich habe gesehen, Herr K. schafft wieder im Garten... Wie gut... Hier viel zu koordinieren, es geht los in P. mit Umbau und Sanierung, gemach und nach und nach. Herzlich grüßt Ghislana

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  8. wieder mal ein hochinteressantes portrait über eine frau, die ich bisher nicht wahrgenommen habe. es ist immer wieder spannend für mich, über frauenleben aus einer zeit zu lesen, die so weit zurückliegt und wo sich frauen auch schon emanzipiert haben - soweit es halt möglich war. viele können das ja heute noch nicht...
    liebe grüße
    mano

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Ich freue mich eigentlich über Kommentare. Doch es gilt auch die uralte Spruchweisheit: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus." Da wird dann schon mal der Freischaltknopf nicht gedrückt, wenn der Ton daneben ist...

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