Sonntag, 1. März 2020

Meine 9. Kalenderwoche 2020




Mal eine ganz andere Art von Karnevalssamstag: Mit den Enkelinnen habe ich kleine Pappkoffer gestaltet...



... natürlich in den Lieblingsfarben!

So gefreut hatten sich die Faschingsflüchtlinge auf die "Schull- und Veedelszöch" am Sonntag! Aber als alle fertig kostümiert und geschminkt, Omas Hackenporsche mit Speis & Trank und Regenzeug gefüllt war, kam die Nachricht: Alles wird wegen eines heftigen Sturms abgesagt. ( So viel Bewegung wie auf meinem Foto vom kleinen Wirbelwind war dann aber in der Magnolie nicht zu beobachten. )

Schließlich zog man doch noch los und traf sich en d'r City im Café mit anderen Familienmitgliedern, die ebenfalls zum Karneval in ihre Heimatstadt zurückgekehrt waren. Beim Nachhausekommen herrschte Bombenstimmung, und wir haben noch einen kleinen Film für eine besondere Abschiedsaktion im Garten gedreht.























In diesem Jahr hatten die Jecken Petrus wohl auf den Schlips getreten: Selbst am Rosenmontag Regen, Regen, Regen! Aber unsere Faschingsflüchtlinge ließen sich den "Spaß an d'r Freud nit verdreeße" und kostümierten sich nach dem Frühstück.
















Das ist dann auch die passende Stelle, an der es für alle Nähinteressierten unter meinen Leserinnen auch ein Foto mit den Karnevalsjacken "am Kind", die ich schon letzte Woche gepostet hatte, gibt...


Trotz höchsten rheinischen Feiertags: Die Postfrau war unterwegs und brachte mir Post von Marita & Thea, die so ganz meine Karnevalsfarbstimmung aufgegriffen haben. Toll! Vielen, vielen Dank euch Zweien!

"Mer schenke dä Ahl e paar Blömcher" hieß es bei der Heimkehr der Faschingsflüchtlinge vom Kölner Rosenmontagszug - so viele "Strüssjer" hatten sie gefangen! - Die Jüngste blieb am Abend ganz alleine bei Oma & Opa, die anderen hatten anderes vor.



Am Aschermittwoch hieß es wieder Abschied nehmen - wie ich das hasse! Zurück blieben Unmengen von "Kamelle", die Oma & Opa per Post hinterherschickten, damit die Kinder im Münchner Kindergarten bzw. der Schule auch was abbekommen können.



So blieben die restlichen Tage recht farblos ( wenn ich mal von der Magnolie absehe ), voll mit Arzt-, Apotheken- und Friseurbesuchen und sonstigem Alltagskram. Nach Aschermittwoch halt...



Ein paar Sonnenstrahlen gab es immerhin am Freitag, die musste ich unbedingt einfangen ( meinen diesjährigen Karnevalsfarben blieb ich weiterhin treu ).



Zeit, mir nen Kopf ums Weltgeschehen zu machen, hatte ich in diesen Tagen voller Besuch nicht. Der verbleibende Platz im Gehirn blieb den Gedanken an einen mir sehr wichtigen Menschen vorbehalten. Die derzeitige Virushysterie finde ich zwar unangemessen, allerdings Ängste bei  Lungen- & Herzkranken, alten Menschen und Chemopatienten sehr, sehr nachvollziehbar. Da finde ich manche Reaktionen in der Öffentlichkeit dann schon verachtend, verletzend und asozial. Ansonsten sind in diesem Jahr bei uns bisher mehr Menschen durch rechte Gewalt umgekommen, als am Coronavirus gestorben sind. Da wäre eine Hysterie angebrachter, nur so, mal als Erinnerung und Denkanstoß, um der Realität den notwendigen Platz zu verschaffen.

Jetzt setze ich mich aber nur noch an Andreas Kaffeetisch und halte endlich die Klappe.



Kommentare:

  1. Ja, die Absage der Schull- und Veedelszöch war hart. Als ich es im Radio hörte, habe ich fest an Euch gedacht. Gut, dass Ihr trotzdem Euch die Stimmung nicht verderben habt lassen. Kamelle als Carepaket nach Bayern, das finde ich ja mal witzig :-). Allerdings haben meine Enkel bei den diversen Faschingszügen in Franken ähnliche Mengen gefangen...
    Nach Aschermittwoch, das ist dann wieder eine ganz andere Zeit. Aber zum Luftholen sicher dann doch auch nötig. Hab einen schönen 1. März, der Frühling lockt...
    GlG Sieglinde

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  2. Guten Morgen liebe Astrid,
    wieder farblich schöne Impressionen von Deiner Woche - die Glasgefäsze begeistern mich sehr! Ist schade, wenn so ein Umzug ausfällt, aber vielleicht hatte Petrus da auch eine böse Vorahnung angesichts dessen, was anderswo vorgefallen ist - - - bei solchen Sachen sage ich oft: wer weisz, wozu es gut war?!
    Und Spasz gabe es ja trotzdem - ach, ich hätte mich auch gern einmal wieder verkleidet!
    Die Zeiten, wo ich als tanzende Brockenhexe manch Touristenpublikum unterhielt... sind lange vorbei... das hab ich auch immer gerne gemacht. Ob nun mit oder ohne Kostüm-Ablegen...
    Nein, wir kaufen jetzt auch keine Hamster (eine Katze durchzufüttern reicht) ;-) und werden nicht in Hysterie verfallen. Nicht deshalb. Wegen anderer Entwicklungen schon eher...
    Trotz allem einen schönen Sonntag, an dem der Himmel auch mal aufreiszt
    Mascha
    (die grad etwas Blogpause macht und die Kommentare wieder abstellen muszte wg. massiver SPAM-Angriffe)

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  3. Guten Morgen liebe Astrid
    Hackenporsche, oh so ein lustiger Name, aber praktisch ist das. - Abschiede sind meist schade, aber du hast so schöne Bilder von den zwei Münchner Enkelinnen, übrigens auch viele Abschiedsbildchen, die dir hoffentlich die Zeit bis zum nächsten Besuch verkürzen.
    Dir einen frohen Sonntag und liebe Grüessli
    Eda

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  4. Das war ein schönes wuseliges Treiben zu Karneval, dass danach die Ruhe nicht so gefällt, glaube ich Dir gerne.
    Vor Krankheiten fürchtet sich der Mensch nun Mal, schlimm sind da allerdings wirklich manche Reaktionen. Hoffen wir, dass es gut verläuft. Für Betroffene und gefährdete Menschen. Die anderen können dann ganz viel gebunkert es Mehl verpulvern.
    Liebe Grüße und schönen Sonntag.
    Nina

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  5. liebe Astrid immer wieder hübsch anzusehen wie sich die Enkelinnen auf den Karnevalstrubel einlassen und freuen, weniger schön wenn der Zug verregnet ist und ihnen den Spaß nicht lässt.
    Am Aschermittwoch ist alles vorbei so wie gestern Vergangenheit war und morgen die Zukunft ist während der 1.Frühlingsanfangstag einbricht an dem wie bei dir die Magnolien spiessen, auch ein schöner Anblick, ein anderer - aber ein schöner wenn man "im Märzen der Bauer" fröhlich singt.
    herzlich Angelface

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  6. Etwas zum Schmunzeln in Sachen Sars-CoV-2 und Hysterie:
    https://www.instagram.com/p/B9KT4SKIigm/

    Beste Grüße,
    Franziska

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  7. Stimmt, an anderen Stellen vermisst man wenigstens ein bisschen Panikstimmung...
    Deine Magnolie begeistert und erstaunt mich. Bei uns sind die Knospen noch nicht so weit. Aber wie ich las, war es hier im Süden zwar sonniger, aber auch kälter.
    Gut, dass die Karnevalsbegeisterten sich die Freude am Verkleiden nicht verdrießen ließen. Jetzt haben sie gewiss Spaß am Verteilen von Kamellen.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  8. Liebe Astrid,

    hoffen wir, dass die ganzen Festivitäten in der letzten Woche nicht zu arg der Virenverbreitung zu gute kam.

    Wünsche einen ruhigen Sonntag

    LG Bernhard

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  9. Mich beschäftigen die Magnolien auch. Bei uns gibt es schon welche, die auch unmittelbar von der Blüte stehen, bei anderen Bäumen sind sie noch etwas zu. Aber so früh? Daran erinnere ich mich nicht. Aber ich hatte mich zuletzt auch über die Schneeglöckchen und Krokusse gewundert, dabei blühten die im letzten Jahr genau um die gleiche Zeit.

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    1. Kein Thema! 2016 waren die ersten Magnolienknospen am 12.2. aufgeplatzt, in diesem Jahr vier Tage später. Dank Bloggens kann ich das gut nachhalten.
      LG

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  10. Diese Hysterie macht mich wirklich traurig. Menschen die anfällig sind bekommen keine Schutzmaßnahmen, weil Menschen ohne Grund alles aufkaufen... Du hast recht, um den Virus macht man so ein Gedöns!
    Ich hab übrigens Magnolien auf dem Tisch
    Liebe Grüße
    Andrea

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  11. Viel Familie, viel Karneval, viel Frühling, so ist es gut. Tja, das Weltgeschehen......
    Hab es trotz allem fein.
    LG
    Magdalena

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  12. Es freut mich, du hattest wieder eine wundervolle Enkelinnen-Zeit. Ein Pappkoffer in blau und einer in gelb. Diese haben sie bestimmt ganz stolz mit nach Hause genommen. Die Mädchen sehen richtig süß aus in ihren bunten Kostümen, die ihnen ihre Oma genäht hat. Kann mir vorstellen, mit welcher Freude sie in diese Kleider reingeschlüpft sind.
    Ich leide mit, wenn du von Abschied schreibst. Bei mir ist dies ja glücklicherweise Vergangenheit. Es gibt nur noch kleine Abschiede zu den Enkeln die nicht ganz so nah wohnen.
    Wünsche dir eine wunderschöne Woche!
    Liebe Grüße
    Ingrid

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  13. Dein bunter Wochenrückblick zeigt wunderbar abwechslungsreiche Tage, liebe Astrid... auch wenn jetzt wieder der Alltag eingekehrt ist - doch von den Eindrücken kannst du sicher bis zum nächsten Besuch zehren. Die bunte Glassammlung mit Glücksklee passt klasse zum beginnenden März.
    Lieben Gruß, Marita

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  14. Ja, auch die Schule meines Sohnes war vom Ausfall des Zuges betroffen. Eine kleine Gruppe ist dann am Dienstag in Mülheim mitgegangen. Unser kleiner Veedelszug hier am Sonntag geht zwar grade mal eine halbe Stunde, aber hat uns 2 Büggel voller Süßigkeiten beschert. Immerhin sind sie gestartet, wo doch der Sturm und der Baum den Festwagen des Veedels-Dreigestirn zerstört hatte. Dass wir mal in den Nachrichten vorkommen, hätte ich auch nicht gedacht.

    Abschiede sind selten schön. Ich merke es gerade auf der Arbeit, dort verabschieden sich auch viele, weil die Marschrichtung nicht die ihre ist.
    Da zitiere ich dann gerne Trude Herr: Niemals geht man so ganz...

    Ich drück Dich
    Astrid rechtsrheinisch

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Ich freue mich eigentlich über Kommentare. Doch es gilt auch die uralte Spruchweisheit: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus." Da wird dann schon mal der Freischaltknopf nicht gedrückt, wenn der Ton daneben ist...

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