Samstag, 26. März 2022

Meine 12. Kalenderwoche 2022

"Die Lüge ist vielmehr ein Zeichen. 
Wer sie akzeptiert, macht mit. 
Er begibt sich in ein System, 
aus dem es keinen Ausweg gibt, 
unterwirft sich, wird Spießgeselle, Mithaftender." 
Axel Hacke

"Es ist ein Krieg zwischen der russischen Armee
 und dem ukrainischen Volk. 
Was hier geschieht, ist ein Völkermord. "
.....
"Wir werden nicht von einem abstrakten Putin getötet, 
sondern von bestimmten Bürgern des Angreiferlandes, 
die genau zu diesem Zweck hierher gekommen sind –
 um uns zu töten. Es gibt keinen anderen Namen dafür."
Serhij Zhadan

"Das russische Staatsfernsehen zerstört die menschliche Seele."
Fjodor, russisch-orthodoxer Priester





Der rauschhafte Frühling ist in dieser Woche an uns beiden hier in Köln vorbei gegangen. Gefreut haben wir uns über die Fotos vom Ausflug unserer Kinder an den Staffelsee.


Ansonsten war die Alltagsbewältigung unter den Prämissen einer Infektion ( nein, nicht C ) vorrangig. Immer nur kurze Augenblicke auf das, was vor unseren Fenstern passierte...




Und wie jedes Jahr überrascht von der Geschwindigkeit, mit der die Natur sich hier bei uns ins Leben stürzt ( im Haus musste ich sogar eine Wespenkönigin retten, und das im März! )




Die Magnolienblüten entblätterten sich Tag für Tag und die grünen Blattspitzen zeigten sich immer deutlicher. Derweil versuchte ich den Herrn K. mit Lieblingsspeisen zu mästen, doch ein Rückfall hat mich dann erst mal ausgebremst.



Ich bin froh, dass ich immerhin geschafft habe, der ältesten & jüngsten Enkelin zum Geburtstag in dieser Woche etwas zu schicken sowie zwei weiteren Geburtstagskindern. Bei allen Sorgen und Ansprüchen - mir ist es wichtig, soziale Kontakte auf diese Weise zu pflegen. Am Freitag konnte ich mich dann auch noch ein paar bürokratischen Anforderungen stellen.





Dabei habe ich die Magnolie an der Kirche fotografiert, die jetzt erst anfängt, ihre Blüten zu öffnen. Und ein bisschen Zeit für meine Frühlingspost gab es am Nachmittag auch noch.




Aufrechterhalten hat mich auch der rege Zuspruch zu diesem Post und die Liebenswürdigkeiten von Sunni und Nicole/niwibo. Euch allen ein herzliches Dankeschön! Ein bisschen K.O. bin ich schon, ehrlich gesagt. Aber Unkraut vergeht nicht.





Inzwischen hat die Süßkirsche in unserem Garten den Staffelstab von der Magnolie übernommen...


Das Wort zum Sonntag: 
"Am Anfang des zweiten Bands von "Krieg und Frieden" schreibt Tolstoi, ein derart riesiges Ungemach wie der Krieg könne nicht durch den Willen eines einzelnen Menschen beginnen, sei es der Zar, ein Militärführer oder der Präsident. Für einen Kriegsbeginn reicht nicht der Befehl eines Herrschers aus, da müssen auch die Generäle gehorchen, die Soldaten dürfen nicht davonlaufen, die Diplomaten sind bereit, entsprechende Noten zu schreiben, die Journalisten verherrlichen den Krieg, und sogar einfache Bürger müssen den Krieg befürworten, zumindest dadurch, dass sie ihre Söhne dafür hergeben. Damit es zum Krieg kommt, schreibt Tolstoi, muss sich der Willen Tausender Menschen summieren mit Tausenden Umständen und Millionen von menschlichen Taten."
Waleri Panjuschkin:  "Wer trägt Schuld am Krieg?
"Süddeutsche Zeitung" vom 23. März 2022


Dazu noch ein Netzfund:

                             

Da fürchtet jemand aber dolle Stauffenbergs Tasche...

                                                                    


Verlinkt mit dem Samstagsplausch bei Andrea Karminrot und dem Frühlingsglück der Gartenwonne

15 Kommentare:

  1. Krieg ist das Schlimmste, was passieren kann. Und dann kommen die privaten Tragödien,die sowohl dabei als auch hinter nicht direkt vom Krieg betroffenen Fenstern spielen.Man sieht sie nicht, keine Zeitung/TV berichten darüber und doch setzen sie zu, dass es an jegliche Substanz geht.Wie gut, dass der Frühling so ein wenig helfen kann. Herzlichst und gern, Sunni

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Astrid, meine Mutter sagt immer :gute Ware hält sich" .Klingt doch viel besser als "Unkraut vergeht nicht". Ich wünsche dir rasche Besserung,
    liebe Grüße
    Birdy

    AntwortenLöschen
  3. An Frühlingspost dachte ich diese Woche und kann mich dazu einfach nicht aufraffen. Zu viel geht mir durch den Kopf, zu viel geschieht, ... auch in der Schule, mit dem Ankommen der ersten ukrainischen SchülerInnen.
    Die Zeilen Tolstois bringen es auf den Punkt.
    Bleibe und werdet gesund!
    Viele liebe Grüße,
    Karin

    AntwortenLöschen
  4. Tolle Frühlingsausblicke - ja die Natur - sie gibt uns aber auch Kraft.
    Ein schönes Wochenende.
    LG
    Ursula
    PS: Ich liebe Deine Posts

    AntwortenLöschen
  5. Ja, die Natur explodiert förmlich vor lauter Blüten überall. Es ist so eine seelische Labsal. Hoffentlich geht es bei Euch bald wieder gesundheitlich bergauf.
    Dein letztes Bild ist sehr aussagekräftig. Immerhin nährt es die Hoffnung, dass P.s Angst vor einem Anschlag nicht unbegründet ist. Leider hat aber auch Waleri Panjuschkin Recht. Es gehören auch immer genug andere dazu, die mitmarschieren, mitgrölen, mittun.
    Liebe Grüße
    Andrea

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Astrid,
    die explodierende Natur tröstet im Moment über die bedrückenden Geschehnisse ein wenig hinweg, obwohl es hier soooo trocken ist und ich schon versucht bin den Wasserschlauch herauszuholen. Es ist mit Schaufel bzw. Spaten nicht in die Erde zu kommen.
    Ich hoffe, der wunderbare Anblick der Magnolie und eures Gartens gibt euch viel Kraft und Energie zurück.
    Lieben Gruß und ein feines Wochenende, Marita

    AntwortenLöschen
  7. So viele schöne Blüten. Ja, der Frühling ist da. Auch hier verirren sich die schwirrenden Insekten ständig ins Haus.
    Ich wünsche weiterhin viel Kraft, Geduld und gute Besserung.♥☺
    Liebe Grüße Tina

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Astrid,
    eine blumige Woche, so viele herrliche Blüten.
    Und dann noch leckeren Kuchen... das hebt die Laune.
    Dir weiterhin Kopf hoch und gute Besserung an Deinen Schatz, lieben Gruß
    Nicole

    AntwortenLöschen
  9. Die Angst vor Stauffenbergs Tasche - wie treffend. Freude am Garten und an der Natur kann immer helfen. Pflegt euch!
    Magdalena

    AntwortenLöschen
  10. nach den vielen sonnentagen (sie scheint hier seit über 20 tagen ununterbrochen!) kommt die natur so richtig in schwung. allerdings fehlt schon wieder mal der regen und die böden sind staubtrocken. aber die freude an schönen blüten und bunten blumen lassen wir uns nicht nehmen!!
    danke, dass du trotz der pflege noch so schöne fotos machen konntest - ich bin ja ganz traurig, dass sich die magnolie schon wieder entblättert!
    alles liebe für euch und viele sonntagsgrüße
    mano

    AntwortenLöschen
  11. Bei dem Foto des Empfängers hatte ich ganz genau dieselbe Idee von wg Tasche! (Im Prinzip hat er sich zu einem sehr einsamen Mann gemacht)
    Ich hoffe sehr, dass die Infektion nun aber überstanden ist! Das Immunsystem ist ja doppelt geschwächt, wenn es gleich einen zweiten Ausbruch gab. Das Du dann körperlich und mental auf dem Zahnfleisch irgendwann gehst, ist doch klar.
    Wenigstens die kleinen Dinge erfreuen, obwohl das für mich immer die großen sind:das Naturerwachen nach dem Winter! Immer wieder ein Ereignis, ein Wunder, so viel geballte Schönheit!
    Hab einen erholsamen Sonntag, weiterhin gute Besserung an den Partner und liebe Grüße
    Nina

    AntwortenLöschen
  12. Liebe Astrid,
    ich hoffe, die Infektion ist inzwischen gut überstanden. Ja, der Frühling berauscht uns auch, er ist wie eine klitzekleine Entschädigung, Ablenkung für die Wirren unserer Zeit, und mir tut diese Ablenkung wirklich gut. Nicht auszudenken, wenn jetzt auch noch das Wetter nur Grautöne präsentierte.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    AntwortenLöschen
  13. ach liebe Astrid..
    da hast du nun zusätzlichen Kummer
    aber ich hoffe doch dass es Herrn K. langsam wieder besser geht
    und dass das Erwachen der Natur euch ein wenig Aufmunterung bietet
    liebe Post gab es auch noch dazu ..
    Gute Besserung für Herrn K.

    ja.. ich denke dieser Mann da in seiner selbst geschaffenen Isolation ist ein ganz armer liebloser und verbitterter Mensch
    der niemandem mehr trauen kann
    er träumt von vergangenen Zeiten und will nicht wahr haben dass sich das Rad der Geschichte nicht zurück drehen lässt
    pass gut auf dich auf

    liebe Grüße
    Rosi

    AntwortenLöschen
  14. So viel Blühendes zeigt Du uns in Deinem Rückblick. Das lässt hoffen.
    Auch darauf, dass es D. bald wieder besser geht und Du etwas entlastet bist.
    Dass Du dennoch an einen bestimmten Geburtstag gedacht hast, finde ich ganz großartig und hat uns hier sehr gefreut!Danke!!
    Eine gute neue Woche wünscht herzlichst, Sieglinde



    AntwortenLöschen
  15. Liebe Astrid,
    das kann ich mir vorstellen, dass du etwas k.o. bist, wenn dein Herr K. sogar noch einen Rückschlag bekommen hat. Trotzdem hast du wieder so viele schöne Frühlingsimpressionen eingesammelt, um sie hier zu zeigen. Ich hoffe, du kannst sie nun ein bisschen genießen und es geht deinem Patienten auch wieder etwas besser! Deine Fotos sind wie immer ein Genuss!
    Ich wünsche dir/euch eine schöne neue Woche und Herrn K. weiterhin gute Besserung!
    Liebe Grüße
    Ingrid

    AntwortenLöschen

Mit dem Abschicken deines Kommentars akzeptierst du, dass dieser und die personenbezogenen Daten, die mit ihm verbunden sind (z.B. User- oder Klarname, verknüpftes Profil auf Google/ Wordpress) an Google-Server übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhältst du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.

Auch wenn Google es nun begünstigt, anonym zu kommentieren, wünsche ich persönlich mir nach wie vor, dass ein Name am Ende des Kommentars steht. Eine Kommentarmoderation behalte ich mir, auch aus diesen Gründen, vor.