Ein Genuss, ist doch klar!
Momentan ist der Impuls, mehr Klarheit in einige Bereiche meiner Haushaltung zu bringen, wieder stärker geworden, ist ja die Wetterlage bislang auch eher so gewesen, dass es einen nicht unbedingt nach draußen gelockt hat. Aufgeräumt & gesäubert habe ich den großen Werktisch meines Mannes selig im Keller, nachdem mir aufgefallen ist, dass ich keine Übersicht mehr über die Heimwerkergeräte, die mir zur Verfügung stehen, habe. Manches ging blitzschnell übers Nachbarschaftsnetz in neue Hände über, eine Kiste für die Abholung von Kleinelektro ist gepackt, eine andere für das Schadstoffmobil. Gezählt habe ich die Teile jetzt grade nicht für Elkes "Weniger ist mehr", ist aber was zusammen gekommen.
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| Rechts: Lucanus cervus, 50mm, gefunden am 20.7.1980 in Milies/Pelion/GR |
Auch die unterste Schublade seines Biedermeiersekretärs kam dran, die hatte ich bislang unberührt gelassen. Das war allerdings dann mit viel Wehmut verbunden, weil an die Zeiten, als wir noch hobbymäßig der Entomologie in Griechenland & Provence gehuldigt haben, erinnert wurde. Schön wars! Aber die Sammelkästen sind inzwischen teilweise von Tineola biselliella und Anthrenus museorum erobert worden und die Präparate geschädigt. Das hat alles keinen Zweck mehr, die aufzubewahren.
Von 18°C am Montag auf 27°C am Dienstag - das war schon ne Hausnummer! Und gut spürbar, wenn frau draußen war. Drinnen war es bei mir noch sehr angenehm. Gelesen wurde dort jeden Tag, gerne auch wieder bis spät in die Nacht. Und nach Goethe war mal wieder Thomas Mann an der Reihe.
Jetzt treten wir also ein in die Phase des Jahres, in der "die Küche kalt bleibt". Na ja, nicht wirklich, manche Salatzutaten müssen im Backofen gegart oder auf dem Herd gekocht werden. Ich verfüge über eine umfangreiche Rezeptsammlung, in der das älteste noch aus meiner Studentinnenzeit stammt. Viele sind unsere Provence-Klassiker aus den Jahren 1986 - 1997, die ich immer noch gerne esse, denn ohne pistou gibt es einfach keine Ferienstimmung. Außerdem waren DAS die Sommer meines Lebens, als ich noch ALLE um mich scharen konnte, die ich liebe.
Im www. entdecke ich aber auch immer was Neues. Ich habe mir dann mal einen Plan für die nächste Zeit gemacht.
Und wenn es so warm ist, trinke ich schon mal gerne ein alkoholfreies Weizenbier. - Am Donnerstag habe ich in aller Frühe einen Ausflug zu einem Ziel unternommen, welches ich schon lange, lange auf dem Schirm hatte. ( Mehr dazu dann am Sonntag beim Monatsspaziergang. )
Ein ganz besonderes Erlebnis unter all den imposanten Bäumen! Viel Vogelgezwitscher dabei gehört.
Ich war dann aber auch schon wieder um zwölf zu Hause und habe die Mahnung der Tochter ernst genommen und umgesetzt. Das Thermometer verzeichnete für den Tag dann letztendlich knapp über 31°C. Am Freitag wurde das noch übertroffen: 35°C mit gewittrigem Unwetter am frühen Abend. Das ganze Programm mit Hagel, Wasser im Keller, Blitzeinschlag in einen Straßenbaum bei der Freundin vor der Tür. ( Die war währenddessen bei mir zu Besuch. )
Mein Webfund der Woche ist diesmal in meinen Augen so krass, dass ich ihn los werden muss:
In einem YouTube - Video der Zürcher "
Die Weltwoche" ( wes Geistes Kind die inzwischen ist, könnt ihr
hier nachlesen ) gibt der Chefideologe der Blaunen, Björn H*cke, am 7. Juni 2026 folgendes Statement zum Holocaust ab:
"Ich möchte aber mal feststellen, es ist nicht im deutschen Namen passiert. Es ist unter der Bedingung einer Diktatur passiert ( Pause ) und es wurde ( Pause ) ein Riesengeheimnis darum gemacht. Das erklärt nichts. Es gab Mitläufer, gar keine Frage, aber dieses Verbrechen ist nicht im Namen des deutschen Volkes passiert."
Ich möchte hier in meinem Blog zur größeren Reichweite des Videos nicht beitragen und setze keinen Link ( wer will, kann es leicht ergoogeln ), finde es aber wichtig, alle, die guten Willens sind, darauf aufmerksam machen, wie dieser tonangebende Mann einer Partei, die an die Macht strebt, die Tatsachen verdreht und die Verantwortung für den Holocaust abwälzt. Alle anderen sind natürlich auch eingeladen, sich das durch den Kopf gehen zu lassen. Ich habe im Hinblick darauf die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Zum Deutschsein gehört meines Erachtens dazu, sich dieser Verantwortung aus der Geschichte zu stellen. Alles andere ist unredlich.
Eine hitzige Woche war das auch bei Dir. Dennoch hast Du viel unternommen oder in Bewegung gesetzt. Mir macht die Hitze auch viel aus, da ist es im Haus noch besten oder sonst ganz früh raus. Bin schon auf Deinen Monatsspaziergang gespannt.
AntwortenLöschen"Alles andere ist unredlich", da stimme ich Dir voll zu.
Herzlichst Sieglinde
Milá Astrid, Tvůj rozsah zájmů je neuvěřitelný - entomolg, amatér. Škoda, že neznáš "Největšího Čecha" všech dob, Járu Cimrmana. Je to fiktivně vymyšlená postava mých nejoblíbenějších komiků Smoljaka a Svěráka, která zasáhla snad do všech vědních i uměleckých oborů a o které S+S napsali spoustu vtipných divadelních her. Označila bych Tě za "Německého Járu Cimrmana v sukních". Krásný zbytek víkendu přeji z tropické Ostravy. Katka
AntwortenLöschenTo je čest – a zároveň mi to otevřelo oči! Járu Cimrmana jsem si hned vyhledal a velmi mě to pobavilo, obzvlášť když jsem ho viděl na stejné úrovni jako Jana Husa, Komenského, Václava, císaře Karla IV. nebo Václava Havla – postavy, které samozřejmě dobře znám. Je to ten neuvěřitelný český humor (i když moje matka po něm neměla ani stopu; byla to nejvážnější člověk, kterého znám), co mi přináší takovou radost.
LöschenSrdečný pozdrav!
Astrid
Ano, Jára Cimrman je něco jako Forest Gump, akorát že postava Járy Cimrmana byla vytvořena daleko dříve než Forest.
LöschenLiebe Astrid,
AntwortenLöschenscheint eine schöne Idee gewesen zu sein, das Kunstprojekt deines Nachbarmädchens und dich dafür ablichten zu lassen ebenso wie die Spargeleinladung deiner Nachbarn.
Dein Spargelgericht sieht aber auch sehr lecker aus ebenso wie der Salat.
Ja, heiß ist es auch hier. Mir zu heiß. Ich war mit meinem Mann heute schon sehr in der Früh schwimmen, mit uns hatten viele die gleiche Idee. Kein Wunder bei dem Wetter. Wird doch bald noch mal ein Ausflug zu den Maaren fällig sein, momentan bin ich lieber in der "Sicherheit" des Schwimmbades.
Meine 2 "politisch angehauchten" Themen der letzten Woche könnten gegensätzlicher nicht sein:
Zum einen schon für mich fast ein Fremdschäm-Moment, als unser Kanzler ein Fußballtrikot dem amerik. Präsidenten geschenkt hat.
Und dann die Eröffnung des Obama Presidential Centers in Chicago mit so vielen Gästen. Und Michelle Obama in ihrer Rede zu ihrem Mann: " Barack, du musst mich jetzt anschauen." (oder so ähnlich) So ungekünstelt und ungezwungen und echt. Das war echt eine Freude.
Liebe Grüße,
Claudia
Das ist schön, wenn man neue Ecken kennenlernt, in der Stadt, in der man schon lange lebt.
Da hast du ja zum Ende der Spargelsaison ein genussvolles Mahl serviert!
AntwortenLöschenBei deinem letzten Beitrag musste ich an meine derzeitige Lektüre denken. In seinem Buch über seine Familie stellt sich Rüdiger von Fritsch genau dieser Verantwortung vor der Geschichte. Sehr, sehr empfehlenswertes Buch!
Liebe Grüße
andrea
Es ist doch immerhin fast schon eine Sensation, dass B. H. den Holocaust nicht komplett verleugnet. Einerseits möchte man den Leuten überhaupt nicht zuhören, andererseits muss man es. Damit keiner wieder einmal sagen kann, wir haben nichts davon gewusst.
AntwortenLöschenLiebe Grüße – Elke
Ach, das tut mir leid, liebe Astrid. Dein Herz hing doch so an den Schaukästen und so viele schöne Erinnerungen an Eure Reisen nach Griechenland und in die Provence sind mit ihnen verbunden. Da fällt das Loslassen bestimmt nicht leicht. Die Spargelröllchen sehen übrigens köstlich aus und auf Deinen geheimnisvollen Ausflug bin ich schon sehr gespannt. Hoffentlich halten sich die Unwetterschäden bei Euch in Grenzen. Liebste Gartengrüße, Nicole.
AntwortenLöscheneine schöne Woche hast du gehabt
AntwortenLöschenauch etwas Wehmut weil du dich von lieben Dingen trennen musstest
aber es sind nur Dinge .. auch ich muss irgendwann damit anfangen die Werkstatt meines Mannes aufzulösen
lecker hast du gekocht ..
ich hatte auch noch mal Spargel und den Rest sogar kalt gegessen
es war mir zu warm etwas zu kochen
gelesen habe ich auch
und das passt absolut zu diesem blaunen Herrn
es es spielt in der Zeit der Machtergreifung
und beschreibt sehr eindrücklich wie sich die Gesinnung der
"guten" Deutschen der braunen anpasste
wie man immer so sagt.. die kleinen Hitlerchen waren schlimmer ..
niemand zwang sie dazu ..
das Buch spielt übrigens in Köln und ich wußte nicht dass es mit eine der schlimmsten Hochburgen der Nazis war :(
ihr habt Gewitter gehabt mit Hagel?
Hoffentlich gab es keine weiteren Schäden
hier war zwar Regen angesagt (nachts)
aber es kam nichts
liebe Grüße
Rosi
Die Trennung von manchen Dingen kann lange so schwer sein und dann geht es auf einmal doch. Mir fallen da gerade meine/unsere Reisetagebücher ein (aus der Vorher- und Ehezeit). Als sie ihren Weg gegangen waren hatte ich nur Erleichterung gefühlt.
AntwortenLöschenViele schöne Bilder wieder!
Hier geht in der örtlichen Presse immer noch das Verhalten diverser Mitglieder einer Fraktion rum - während einer Ausschusssitzung des Gemeinderats klingelte das Telefon einer Stadträtin, mit einem der übelsten Goebbelszitate als Klingelzeichen. Das ging sogar durch die landesweiten Nachrichten.
Alles Liebe!
Karin
unser keller liegt mir auch im magen... da müsste so einiges entsorgt, verschenkt, verkauft werden. toll, dass du da immer dabei bleibst. ich hab meistens keine lust dazu.
AntwortenLöschendie hitze hat mich jetzt schon sehr fertig gemacht, die krankenhaus-besuche auch... herr m. ist erstmal wieder zu hause. mal sehen, wie lange. nächste woche sollen es fast durchgängig 28-30 grad werden und sich nachts kaum abkühlen. ich lasse dann dauerhaft den ventilator laufen ;)!
komm du auch gut durch die hitze! ich habe schon gesehen, dass dein monatsspaziergang auch über einen friedhof ging. da besuche ich dich dann später, demnächst oder so...
liebe grüße von mano
Umfangreiche Unternehmungen wie immer, schön dass du so rege sein kannst! Doch die Hitzewelle beziehungsweise die abrupten Wechsel sind heftig und schwer verkraftbar!
AntwortenLöschenDanke für Deinen schönen Blick in deine Woche auf MosaicMonday.
Sonnige Grüße von Heidrun
Eine gefüllte Woche mit anregenden und aufregenden Themen. Danke für die schönen Bilder und das lecker klingende Rezept.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Anita
Die Abende verbringe ich auch im Garten, weil am Tag ist es zu heiss bei uns sind es 35+ da kann man nur im See eine Abkühlung suchen. Obwohl ich nicht weiss wann der See schon mal Mitte Juni so warm war. Ja auch bei uns bleibt die Küche jetzt öfters kalt. Dein Spargelgericht merke ich mir für nächstes Jahr, bei uns ist die Ernte vorbei.
AntwortenLöschenL G Pia
Liebe Astrid,
AntwortenLöschenein Genuss sind deine wunderbaren Bilder der Woche! Einfach nur schön!
Ich bin derzeit auch beim Sortieren und Entrümpeln. Ist aber nicht fotogen, finde ich. Oh, was hat sich bei mir alles angesammelt.
Ganz bezaubern sind auch wieder deinen Freitagsblümchen. Die möchte ich dir gerade mopsen ;-).
Hab eine gute neue Woche - und bleibe am besten in deinem schönen Gehäuse bei der Hitze!
Liebe Grüße
Ingrid
The asparagus dish looks interesting. I might give it a go next summer. Looks like you have had some lovely summer days and outings (if you don't mind the heat - I like it less these days), though all that wild weather ie thunderstorms in the middle of summer is not welcome. Have a wonderful week. I am joining you at Mosaic Monday.
AntwortenLöschenDas ganze Programm klingt ganz nach dem, das wir einen Tag später hatten. Starkregen, Hagel, übergehende Bäche, Schotter und Versandungen von den Hängen auf den Straßen, usw. Ich hoffe du hattest nicht allzuviele Schäden. Der Rest deiner Woche klingt da angenehmer, mal abgesehen von der Hitze. Dein Webfund macht mich sprachlos. Und sowas wird als Geschichtslehrer auf junge Schüler losgelassen?
AntwortenLöschenLiebe Grüße heike
Liebe Astrid,
AntwortenLöschenDu hattest eine bunte Woche - nicht nur auf dem Salatteller! Der sieht ja sehr lecker aus. Meine Favoriten sind aktuell Wassermelone-Feta-Pfefferminz und grüner Salat mit Feta (wächst noch im Garten).
Es ist die Zeit der Hirschkäfer. Hier fliegen sie gerade. Das würde Dir gefallen! Es gibt dieses Jahr viele. In der Dämmerung fliegen die Männchen laut brummend durch den Garten. Ein Schauspiel. Da braucht man nicht mehr...
Komm' gut durch die heißen Tage. Und sei es in der Biedermeierschublade...
Herzliche Grüße
Elke