"Selbst objektiv ausgewogene Berichterstattung
wird von Menschen,
die eine starke Meinung zu einem Thema vertreten,
als einseitig, da gegen die eigene Meinung
gerichtet wahrgenommen."
Gutachten der Ludwig-Maximilians-Universität München
und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
"Vertrau mir,
bleibt eine erstaunlich schwache Beweiskette.
.....
Das ist ungefähr die Beweiskraft von
'Man sieht Rauch, also muss irgendwo ein Drache wohnen'".
Tom Wannenmacher
"Dafür, wie die Menschen die Politik bewerten,
ist die subjektive Zufriedenheit oder Unzufriedenheit
ausschlaggebender als die tatsächliche Situation vor Ort."
Melinda Fremerey, Ökonomin
"Einmal im Leben das Selbstbewusstsein
eines durchschnittlichen Mannes haben - ein Traum!"
caro.ausdiemaus
Wenn es so warm ist wie zuletzt am vergangenen Samstag ( 27°C ), dann bevorzuge ich den Aufenthalt in meinem Gehäuse und mache mir die Salate, die schon vor dreißig Jahren in der Hitze der Provence geschmeckt haben. ( Am Abend vorher hatte ich schon mit Freunden in der Schwüle genug auf dem Plätzchen geschwitzt. )
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| So ein kühles Wässerchen direkt am Haus wäre mir am liebsten gewesen |
Da der Taupunkt sehr hoch war (17°C) wurde es klimatisch auch am Sonntag nicht besser, und ich hab mich weiter nach drinnen verdünnisiert und gelesen. Jane Austens "Mansfield Park" war letztendlich so spannend, dass ich bis drei Uhr nachts drangeblieben bin. Lukullische Genüsse bietet diese Jahreszeit allerdings mehr als genug ( abends auch zwei Mal in dieser Woche Spargel. Noch sind es elf Tage bis Johanni ).
Mit meinem Bruder hatte ich am Pfingstwochenende ein sehr langes Gespräch. U.a. ging es auch darum, wie unterschiedlich wir uns entschieden haben zu leben. Ihm ist die Großstadt ein Gräuel & am liebsten würde er auf dem Lande ganz in der Natur wohnen. Ich hingegen liebe meine Stadt und würde nie wieder woanders sein wollen. Erstaunlich, kommen wir doch aus dem gleichen Nest!
Klar, mag ich auch mein Grün in meinem Garten oder inmitten meines Veedels, aber ich mag auch das Häusermeer, die Schaufenster, die unterschiedlichsten Menschen. Und darüber weiß-blauen Himmel. -
Blau - die Monatsfarbe bei niwibo - ist auch das hübsche Tablett mit einem Motiv von Hilma af Klint, welches mir Sieglinde/da sempre geschenkt hat. Meinen herzlichsten Dank! Passt!
Und während ich die Kölner Gotik betrachtete, wandelten meine Enkelinnen auf barocken Pfaden - äh: Treppen - nämlich der von Balthasar Neumann in der Würzburger Residenz. Sie überbrachten meine Grüße an meinen venezianischen Lieblingsmaler des Rokoko.
Kein Tag ohne Schauer und/oder Gewitter und Temperaturen rund um 20 Grad.
Freude machten mir die Ferienfotos aus Mainfranken und das üppige Grün in der Köln-Bonner-Bucht.
( Ich blieb in dieser Woche draußen immer gerne in Wohnhausnähe bei der täglichen Neigung zu Regenschauern. )
Einen größeren, angedachten Monatsspaziergang zu Fronleichnam habe ich mir wegen der Wetterprognosen letztendlich verkniffen und mir es zu Hause mit meinem Buch gemütlich gemacht, nachdem ich am Morgen eine kleine Spazierrunde eingelegt hatte. War dann aber (un-)wettermäßig alles halb so wild. Beachtlich, dass die Frau, die alles besser weiß, 270 km weiter südlich von hier, übers hiesige Wettergeschehen postet.
Angesehen habe ich mir abends noch den Film "Sinn und Sinnlichkeit" von 1995 - memories are made of this.
In dieser Woche besonders virulent war in der Stadtgemeinde die Ankündigung des Domkapitels, ab Juli zwölf Euro Eintritt beim Besuch des Kölner Doms zu erheben. Anfangs habe ich das Thema so ganz salopp genommen und verkündet, ich schenke meinen Kindern eine Mitgliedschaft im Dombauverein, dann können sie umsonst rein, und ich unterstütze noch was Gutes. Dieses, mein Vorhaben ist nicht vom Tisch. Aber die Sache ging mir weiter im Kopf herum und lag auch schließlich im Magen. Dann las ich einen Beitrag des operativen Geschäftsführers bei DuMont, Oliver Eckert. Und der traf für mich am Freitag in meiner Tageszeitung genau den passenden Ton:
"Selbst diejenigen, die seit Jahren keine Kirche mehr von innen gesehen haben, würden niemals sagen: "Der Dom geht mich nichts an." Weil er eben nicht nur der Kirche gehört. Er gehört zur Identität der Stadt. Der Dom ist Eigentum des Domkapitels. Aber Heimat der Kölner. Jeder Kölner weiß: Der Dom ist mehr als die Zeit zwischen zwei Messen. Man geht hinein, um für einen Moment zur Ruhe zu kommen. Man zündet eine Kerze an. Man setzt sich auf eine Bank. Man schaut nach oben. Man erinnert sich daran, dass es Dinge gibt, die größer sind als man selbst. (... ) Für eine Sehenswürdigkeit kauft man ein Ticket. Für Heimat nicht."
Täglich kommen 20.000 Besucher in den Dom, sechs Millionen pro Jahr derzeit. Da ist viel Trubel, die Leute flanieren, sich lautstark unterhaltend, und - wie woanders auch üblich - machen Selfies und Gruppenfotos. Schön finde ich das auch schon länger nicht mehr. Auch unglaublich, was da an Dreck jeglicher Art hinterlassen wird.
Ich habe in den fast fünfzig Jahren, die ich in der Domstadt zu Hause bin, den Dom auch immer als spirituellen Ort für mich wahrgenommen. Da hat mich dieser Tumult dort zusehends gestört, zugegebenermaßen, und ich kann verstehen, wie es die Menschen in Amsterdam, Barcelona oder Venedig nicht mehr auszuhalten vermögen. Tourismus wird schon zu einer Plage... Ich hab natürlich gut reden, ich spiele da ja kaum noch mit. Aber wie sagt Eckert: Der Dom ist Heimat.
Verlinkt mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday, den "Sonntags Top Sieben" bei Anni und mit Nicoles/Frau Frieda "Plausch am Gartenzaun"














Liebe Astrid,
AntwortenLöschenmein persönlicher Aufreger letzte Woche - neben den Eintrittspreisen für den Kölner Dom, was ich als Unverschämtheit empfinde, 12 Euro, der Dom ist kein Museum, sondern immer noch eine Kirche, in die man geht, auch um kurz innezuhalten - ist die absolut kurzfristige Sperrung der Bonner Autobahnbrücke.
Vor allem, da man ja wohl schon seit Jahren wusste, dass eine Reparatur oder Sanierung oder was auch immer anstehen wird. Und dann wird so lange gewartet, bis gar nix mehr geht. Und das Schlimme, das ist für mich mittlerweile symptomatisch geworden.
So lange machen, bis nix mehr geht und dann abrupt schließen. Dass die Bonner und die Menschen, die täglich über die Brücke müssen, sauer sind, ist so was von nachvollziehbar.
Liebe Grüße,
Claudia
Die Nachricht hat mich auch schockiert, hab ich ja gute Verbindungen( 🤣) zu Bonn ( meine Schwester hat lange mit Blick auf die Brücke gewohnt ). Wie das gehen soll, sie ist ja Bestandteil eines umfassenden Straßensystems nicht nur von regionaler Bedeutung. Ja, da wird gespart, bis alles verrottet ist, aber wenn die Menschen dann nicht mehr so mobil & noch mehr Lebenszeit krankmachend auf den Straßen verbringen, wird geschimpft, sie seien zu faul und so….
Löschen🩵liche Grüße!
Genau der Tourismus wird zur Plage und nicht nur in Köln sondern auch andern Orts. Schauen Sie sich doch um, jeder meint, er müsse ständig verreisen. Aber das wird noch anders, wenn das Land mal am Boden ist, es geschieht schleichend aber es wird kommen.
AntwortenLöschenLieben Gruß von Manuel