Samstag, 24. Januar 2026

Meine 4. Kalenderwoche 2026

"Sometimes you need a dictator."
Der amerik. Präsident in Davos, 21.01.2026

"Die Kräfte der Trägheit, der Gier und der Reaktion
sind stets unter uns."
William Harlan Hale, 1947 über die amerik. Gesellschaft

 "Kein American Spirit ist so gefährlich
 wie der Geist, der zurzeit in Amerika herrscht!"
Hilmar Klute, Amerika-Korrespondent

"Und das Bitterste ist der Applaus von innen. 
Manche huldigen beiden, Trump wie Putin, 
weil sie Brutalität mit Stärke verwechseln. 
In Deutschland liefert die AfD dafür die Bühne: 
gegen Europa, gegen demokratische Partner, 
immer bereit, Autoritären den Weg zu ebnen, 
damit am Ende Erpressung wie Normalität wirkt."
Serdar Yüksel, Bundestagsabgeordneter



Meine prächtigen weißen Geranien, die ja den Winter 2024/25 auf der Fensterbank draußen überstanden hatten, haben die Minustemperaturen rund um meinen Geburtstag nicht geschätzt und sahen zuletzt erbärmlich aus. 

Für drinnen habe ich von meiner Schwester eine Pilea bekommen, die jetzt in meinem Badezimmer am Fenster steht und mich morgens & abends erfreut ( hoffentlich lange ). Solche kleinen "Hausaltärchen" sind mir ein stetiger Genuss ( und ein Glücksmoment )



Leider war der Sonntag grau und nicht wie im Wetterbericht vorhergesagt. Also habe ich mich versprochener kleiner Nähprojekte zugewandt. Es ist doch eines meiner liebsten Hobbys, nach wie vor. 

Dabei habe ich rauf und runter gehört Mozarts Klavierkonzert Nr. 20 in d-moll, KV 466 und Nr. 21 in C-Dur, KV 467, gespielt von Friedrich Gulda, Aufnahmen von 1975. Ich mag, wie er sie spielt, technisch brilliant und dennoch warm & tiefgründig ohne süßliches Gesäusel. 

Sein Todestag jährt sich übrigens kommenden Dienstag zu 26. Male. Der fällt sogar auf den Geburtstag von Mozart, den Gulda unter allen Komponisten am meisten verehrt hat. "Klassische Musik gibt uns die Möglichkeit, bei uns selbst zu sein, unser Leben zu reflektieren, unser ganzes Wesen in diesen alten Klängen zu spiegeln", meint der isländische Pianist Víkingur Ólafsson. D'accord!



Etwas Blogrealität gibt es diese Woche auch: Kreativtisch, von der weihnachtlichen Verpackungsaktion immer noch durcheinander. Die jüngste Enkelin hatte mir noch Glücksschweinchen auf den Stuhl daneben gesetzt, so fürs Neue Jahr. Die sind noch übrig von einer Geburtstagsüberraschung der Lieblings-Ex-Kollegin von vor über zwanzig Jahren...



Gelesen habe ich auch jeden Tag:  Angefangen mit Hermann Melvilles "Bartelby der Schreiber" über den 2. Band der napolitanischen Saga von Elena Ferrante und der Biographie von Karola Bloch bis zu "Schön deutsch"von Kaesler & von Wietersheim ( mehr dazu am 2. Februar in meinem Lesetagebuch "Bücherlese" ). Ich habe ein bisschen Zeitungsnachrichten - Detox geübt in dieser Woche.


Sonnig bei 6°C - da mag ich mir auch draußen die Füße vertreten.



DAS Erlebnis der Woche war mein Besuch des Düsseldorfer Kunstpalastes gemeinsam mit Bruder & Schwägerin. Dafür habe ich mich morgens mit den Öffis auf den Weg gemacht in die "verbotene Stadt.

Dort sind wir in eingetreten in die Welt der Düfte, die die emotionalsten Sinnesreize auslösen und in dieser Hinsicht total unterschätzt werden.


Was mir an diesem Museum so gefällt, dass die Kurator*innen immer wieder neue Aufhänger finden, um die ( beeindruckende ) Sammlung in immer wieder neuen Zusammenhängen kontrastreich zu präsentieren. Diesmal schickten sie uns auf eine sinnliche Reise anhand von 27 Duftstationen und -räumen der unterschiedlichste Gerüche aus über tausend Jahren Kunst- und Kulturgeschichte.

Ich finde die Gegenüberstellung von alter & neuer Kunst  in diesem Museum immer wieder gelungen & inspirierend. Hier ist das Werk des renommierten ghanaisch-nigerianischen Bildhauers El Anatsui, der Flaschendeckel aus Aluminium mit Kupferdraht verbunden und somit ein "Earth Cloth" gewebt hat, einer barocken Darstellung Peter Paul Rubens der "Himmelfahrt Mariä "gegenübergestellt ( ja, eher gehangen ). Toll!


Außerdem mag ich die Architektur des Gebäudes aus den 1920er Jahren direkt am Rhein gelegen. 


Mit der Verwendung von Klinkersteinen ist die Bautradition des Niederrheins aufgegriffen worden. - Eine Entdeckung war für mich der Radierkünstler Carl Wilhelm Kolbe.


Die Düfte lassen sich ja leider nicht übers Netz weitergeben. Aber mein Lieblingsbild von Max Beckmann mit Quappi.

Auf dem Heimweg  mit dem Zug senkte sich die Sonne auf die Niederrheinlandschaft herab ( die ich inzwischen so ins Herz geschlossen habe ).



Wie schön: Die Sonne steht wieder über den Dachfirsten der Nachbarhäuser und taucht meine Parterre-Räume wieder in ihr Licht! - Draußen auf dem Plätzchen sitzen und einen Kaffee trinken? Kommt bei knapp 6°C Tageshöchsttemperatur für mich noch nicht in Frage.



Hier am Rhein gehen wir mit Riesenschritten auf die fünfte Jahreszeit zu. Das merkt man am jahreszeitentypischen Gebäck zum Tee und der Schaufensterdekoration bei meiner Friseurin: Remember Mr. K....

Mein Web-Fundstück dieser Woche: Da spricht einer aus, was mir auch immer wieder durch den Kopf geht...


In diesem Sinne "entlasse" ich euch, liebe Leser*innen, ins Wochenende.

                                                            



Verlinkt wieder mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht Weiß im Januar", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternweltdem Mosaic Monday und - ganz neu - den "Sonntags Top Sieben" bei Anita

4 Kommentare:

  1. Liebe Astrid,

    dein letzter Absatz, das ist auch immer wieder ein Thema, über das mein Mann und ich uns unterhalten. Es ist so entsetzlich traurig.
    Es gibt sicher jede Menge solchen Charakters, aber wer hat so eine mächtige Position inne?? Und kann die Leute so in Angst und Schrecken versetzen?

    Gestern abend bei N3 auf dem roten Sofa: Rieke Havertz. Ein sehr interessantes Interview über die USA.

    Ansonsten hat der Sonnenschein dich doch nach draußen gelockt. Das ist schön!
    Ebenso wie dein Besuch in der verbotenen Stadt. Einreisen, solange es noch geht. ^^
    Der Kunstpalast und die Düfte hätten mir auch gefallen.

    Gestern bin ich mit einem ehemaligen Nippeser Einwohner ins Gespräch gekommen. :-) Wie das so ist, man trifft jemandem mit einem süßen Welpen und dann kommt man von hundertste ins tausendste. :-) Ursprünglich wollte er seinen Hund Tünnes nennen, aber die Frau war dagegen.

    So ein schönes klares Hausaltärchen, das ist fein.

    Liebe Grüße,
    Claudia

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  2. Eine bewegte Woche, in zweifacherHinsicht. Sowohl bei Dir als auch weiter da draußen. Der Kanadische Premierminister Mark Carney hat meineserachtens eine gute Rede diese Woche gehalten. Hier klopft die 5. Jahreszeit auch schon an. 😉 so eine tolle Deko beim Friseur.
    Düfte sind ganz wichtig für mich. Der letzte Narzissen Strauß war zB wunderbar gelb, hatte aber keinen Duft. Ich war ganz irritiert, aber der jetzige (ja, wieder Narzissen) duftet! Ein Traum!
    Das Wochenendwetter wird ja nicht so dolle, einkuscheln...?
    Liebe Grüße
    Nina

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  3. Immer wenn ich Deine Woche mit Dir erlebe bemerke ich, wie ich meine Zeit eigentlich nur zwischen Praxis und Zuhause verbringe. Ich freue mich deshalb sehr über Deine Fotos und Berichte von Deinen Museumsbesuchen und überhaupt von Draußen unterwegs. 💕
    Ein ganz dickes Dankeschön, dass Du uns daran teilhaben lässt.
    Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende, herzliche Grüße Tina

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  4. So schön, dass Du in der tollen Ausstellung warst. Die KuratorInnen dort lassen sich wirklich was einfallen. Ich rieche förmlich die Düfte...
    Der Karneval ist schon ganz nah und ja auch sehr kurz dieses Jahr. Da ist Beeilung angesagt. Die Enkelinnen fiebern auch schon.
    Deine politischen Fundstücke sind leider wieder so treffend. Ich kann es auch nicht fassen, dass sich dem niemand wirklich entgegenstellt. Auch wenn ich glaube, dass sich langsam etwas formiert.
    Heute scheint bei uns nochmals die Sonne, jedoch die Temperatur ist immer im Minusbereich. Aber es wird heller...
    Herzlichst
    Sieglinde

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