Sonntag, 29. Mai 2022

Mein Freund, der Baum: Diverse Stämme - reloaded

Dass ich nicht mehr Herrin über meine Zeit bin, ist vielleicht inzwischen sehr deutlich. Ich hatte für die zurückliegende Woche einen Ausflug in die Flora ins Auge gefasst, aber wie jetzt schon öfter sind meine Pläne nicht aufgegangen. Deshalb greife ich  zum dritten Male einen alten Post wieder auf, auch der noch bei Ghislana/Jahreszeitenbriefe verlinkt, die damals Gastgeberin bei "Mein Freund, der Baum" gewesen ist. Bei einem Ausflug in den Kölner Stadtwald hatte ich seinerzeit viele interessante Stämme entdeckt und fotografiert:























Diese Platane hatte ich im Dezember 2014 fotografiert und als Foto für meine Bäume - Seite im Blog ausgewählt. Im Oktober 2016 habe ich den Baum dann wieder aufgesucht und ganz sicher verifizieren können, dass der Stamm zu einer Platane gehört:

Die vielen Aushöhlungen sind für Spinnen interessant...





















Sieht sehr ähnlich aus wie bei der Platane, die Blätter davor sind von kleinen Sämlingen des Feldhorn. Ich habe mir leider die Blattform am Baum nicht gemerkt...

Die Platane habe ich hier näher beschrieben.


Diese Eiche mit den großen Polka Dots finde ich allerliebst.
Mein Eichen - Porträt ist hier zu finden.



Ein Bergahorn - da habe ich nämlich gleich das dazu gehörige Blatt am Boden mit fotografiert:














Ein Porträt des schönen Baumes gibt es an dieser Stelle.





















Und hier die bucklige Verwandtschaft: ein Feldahorn. Mein Post dazu ist hier zu finden.


Und noch einer!

Worin besteht der Unterschied zwischen beiden & 
ihrem Verwandten, dem Spitzahorn ( hier )?

Feld- und Spitzahorn haben zwittrige Blüten, das heißt, dass sich Staubblätter (männlich) und Griffel (weiblich) jeweils in einer Blüte befinden. Bei dem Bergahorn ist das anders. Er hat weibliche und männliche Blüten, die jedoch am gleichen Baum und in einem Blütenstand. Die Blüten des Feldahorns stehen in Rispen. Sie erscheinen mit dem Laub. Die Blüten der anderen Ahornarten sind recht unscheinbar.
Die Blätter des Bergahorns sind am Rande leicht gesägt. Darin unterscheiden sie sich von den Blättern der anderen beiden Ahornarten. Der Spitzahorn hat Blätter mit deutlich ausgeprägten Spitzen, aber ganzrandigen Blättern. Der Feldahorn hat im Unterschied zu diesen gebuchtete Blätter ohne Spitzen oder gesägten Rändern. Seine Blätter sind auf der Unterseite samtig behaart.
Der Feldahorn ist ein klein bleibender, langsam wachsender Baum ( 15 m ) mit knorrigem Stamm und rundlicher Krone oder bleibt ein Strauch. Der Bergahorn kann bis zu 30 Metern hoch werden, der Spitzahorn mit 20 - 30 Metern nicht ganz so hoch.

Auf dem Foto kann man gar nicht ermessen, wie gewaltig die Basis dieser Esche ist! Da kann man sich leicht erklären, wie die Germanen die Idee von der Esche als Weltenbaum entwickeln konnten ( mehr hier dazu ). 

Und zum Schluss noch Ausschnitte
von einem sehr bizarren Stamm,
bei dem ich nicht herausbekommen habe,
zu welchem Baum er gehört:


Und jetzt seid ihr, liebe Leser*innen, wieder eingeladen, eure Posts zu Bäumen aller Arten hier zu verlinken! Bis zum 26. Juni ist wieder Zeit dafür. Dann habe auch ich hoffentlich was Neues...


You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

9 Kommentare:

  1. Die verschiedenen Stämme der Bäume finde ich auch immer spannend. Da vermisse ich auch sehr die Besuche auf der baumreichen Insel mit dem so verschiedenartigen Baumbestand.
    Liebe Grüße
    Andrea

    AntwortenLöschen
  2. Die Stämme sind doch schon unglaublich, so unterschiedlich und einzigartig. Du machst aus der Not eine Tugend und das sehr gekonnt.
    Der schwarze Stamm, könnte es eine Mooreiche gewesen sein?
    Schönen Sonntag noch und liebe Grüße
    Nina

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Astrid,
    es tut mir sehr Leid, dass du nicht mehr Herrin über deine Zeit bist! Dass du deine alten Baumposts "reloadest", finde ich hingegen gar nicht schlimm - entweder, ich habe diese Posts ohnehin noch nicht gekannt oder mein Gedächtnis wird wieder aufgefrischt. Dein mächtiger "Weltenbaum" erinnert mich daran, dass ich vor kurzem an meinem letzten Urlaubsort einen Baum mit enormen Ausmaßen fotografiert habe. Leider kenne ich den Baum nicht. Vielleicht komme ich noch von selbst durch Internetrecherchen dahinter - aber falls nicht, kann ich mich dann vertrauensvoll an dich wenden?
    Hab einen wunderschönen Sonntagabend, eine angenehme neue Woche und einen guten Start in den Juni!
    Herzlichst, Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2022/05/italien-reisebericht-cortona-mit.html

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Astrid, Prioritäten wechseln im Leben, wie wir nur zu gut wissen. Daher finde ich deine Lösung hier perfekt. Und der Beitrag, den ich damals nicht mitbekommen habe, ist super interessant. GlG Sunni

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Astrid,
    auch deine reloaded Posts sind für mich super interessant...frau vergisst im Laufe der Zeit und kann so nochmal nachlesen.
    Baumstämme sind einfach von ihrer Struktur und Wüchsigkeit beeindruckend.
    Lieben Gruß in die neue Woche, Marita

    AntwortenLöschen
  6. Es gibt so tolle Bäume und Stämme. vor einer Weile sah ich eine tollen Bildband mit nur Stämen und Rinden, der Wahnsinn.
    viele Grüße , Karen

    AntwortenLöschen
  7. Baumstämme finde ich auch sehr faszinierend und im Urlaub habe ich eine "Lehrtafel" mit Ästen/Stämmen fotografiert, auf der beschrieben wird, welcher Stamm/Ast wozu gehört. Toll. ♥
    Liebe Grüße
    Anita

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Astrid,
    zu dem Blogbeitrag, in dem der oben erwähnte mächtige Baum gezeigt wird, bin ich noch nicht gekommen und es wird bis dahin wohl noch eine Weile dauern. Aber ich hoffe, dass das Posting über den Quellschutzwald in Wildalpen für dich ebenso gut zum Thema passt - es wird hier immerhin beschrieben, wie wichtig Bäume für unser Trinkwasser sind und es werden Schritte zu einem renaturierten Wald aufgezeigt (also weg von der Fichtenmonokultur)...
    Alles Liebe,
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2022/06/wildalpen-und-mariazell.html

    AntwortenLöschen
  9. merci Astrid pour tes explications, les troncs des arbres sont des bons indices pour les reconnaitre... j'ai pu identifié mon arbre mystère de fin mars c'est un poirier...qui arbore de petites poires !
    bel été à toi

    AntwortenLöschen


Mit dem Abschicken deines Kommentars akzeptierst du, dass der von dir geschriebene Kommentar und die personenbezogenen Daten, die damit verbunden sind (z.B. User- oder Klarname, verknüpftes Profil auf Google/ Wordpress) an Google-Server übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhältst du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.

Eine Kommentarmoderation behalte ich mir weiterhin vor.