Samstag, 27. Juni 2020

Meine 26. Kalenderwoche 2020

"Die Menschen werden 
um des Kampfes Willen kämpfen … 
aus Langeweile. 
Und wenn der größere Teil der Welt, 
in der sie leben, 
durch eine friedliche
 und reiche liberale Demokratie geprägt ist, 
dann werden sie eben gegen den Frieden
 und den Wohlstand
 und gegen die Demokratie
 kämpfen."
Francis Fukuyama, Politikwissenschaftler 

"Wenn deine Lebensphilosophie lautet:
Das Leben ist ein Kampf,
dann hast du hier schon die erste Möglichkeit, 
was zu verändern.
Deine Einstellung bestimmt
dein Lebensgefühl."
Aljoscha A. Long & Ronald Pierre Schweppe, Philosophen &Schridftsteller

Da haben sie wohl recht! "Kämpfe" mag ich nicht, auch nicht im Blog. Das am letzten Wochenende erworbene positive Lebensgefühl, welches das Wiedersehen mit Familienmenschen im realen Leben bzw. die Kommunikation per Netz befeuert hat, wollte ich mir nicht nehmen lassen von Leuten, die ich gar nicht kenne, geschweige denn näher kennenlernen kann...



Dazu dann noch Mittsommer auf unserer Terrasse: im Nachbarhof die Stimmen der munteren Kinder unserer Nachbarn, am Ende des Grundstückes die der Lieblingsnachbarin auf dem Balkon mit ihrem Gefährten. Alleine und isoliert fühle ich mich nicht, weiß ich mich geistig verwoben mit vielen lieben Menschen, egal, wo die sich grade befinden. 

Beim morgendlichen Lüften dann diese Reflexionen auf den Türflügeln: So etwas macht mich auch glücklich, ist für mich Sommer pur.

Blau-weißer Himmel gehört unbedingt auch dazu, und der Herr K. zeitungslesend auf der Terasse.

Dem hat der Arzt zum Genuss von Erdbeeren viel Sahne empfohlen. Die Nachbarskinder auf unserem Kirschbaum sind eher auf diese roten Früchtchen aus - noch mehr Sommerfreuden!

Fast neunzehn Wochen war ich nun nicht mehr in der Kölner Innenstadt bzw. am und im Dom. Das wurde jetzt mal wieder Zeit, zumal dringender Bedarf bestand, was das Kerzenanzünden betraf, um irgendwie mental bei einer notwendigen Operation Unterstützung zu geben. Auch ein letzter Rhabarberkuchen musste sein, denn an Johanni wird der Genuss ja eingestellt.

Den Mittwochmorgen verbrachte ich, bevor es richtig heiß wurde, für eine Stunde in der Flora bzw. dem dahinter liegenden Botanischen Garten auf der Suche nach einem bestimmten Baum.

Ich bevorzuge eher die Bereiche hinter der Flora mit den großen Bäumen und dem Spiel von Licht & Schatten in den Anpflanzungen.



Nur der gesuchte Baum aus der Kölner Naturdenkmäler - Liste war nicht mehr da: Geopfert dem Neubau der Gewächshäuser.


Aber ich habe noch einige spannende Sachen gefunden. Morgen gibt es mehr dazu in der Rubrik "Mein Freund, der Baum"  ( eine Linkparty, bei der ich mich über wieder mehr Beiträge freuen würde, schaut doch mal vorbei! ).

Idyllisch war es.

Aber als ich mich auf den Heimweg machte, war es mir schon zu heiß.



Desgleichen donnerstags früh, während der Herr K. schon seine Krankengymnastik drinnen hatte, und ich auf der Terrasse draußen eine kleine Auszeit...

Da ich nicht wie Pauline ins Wasser springen konnte, erfrischte ich mich beispielsweise mit Johannisbeerquark.

Oder wir gehen am frühen Morgen unter den Schatten spendenden Bäumen spazieren. Der Sommer zeigt sich mir momentan in vielen Dingen von seiner schönsten Seite ( nur zu schwül darf es nicht sein ).




Die Wärme ums Herz, wenn einen wieder viel Post aus der Blogosphäre erreicht, ist hingegen sehr wohltuend: Anke-Berit, eine Stille Leserin aus dem Nachbarveedel, hat sich sozusagen in dieser Woche geoutet und mir in ihrem Brief zwei wunderschöne Postkartenbücher von Bäumen in Malerei & Fotografie geschickt. Die sollte ich, lausige Briefeschreiberin, eigentlich sofort nutzen...

Birgitt ist da ja aus ganz anderem Holze geschnitzt und hat mir schon wieder aus ihrem Urlaub am Meer geschrieben. Und Karin hat sogar in einem vierseitigen, handschriftlichen Brief von ihren Erfahrungen beruflich wie privat in diesen merkwürdigen Zeiten berichtet. Für mich ist das Aufmunterung, Abwechslung, Inspiration und Horizonterweiterung zugleich. Dafür bin ich euch sehr dankbar.  


Erkenntnis der Woche: dass das Geschäftsmodell der Blaunen ist, dauernd in Karambolagen verwickelt zu sein und damit immer wieder im Gespräch zu bleiben. So kann man was werden, ohne dem Wähler Mehrwert zu bieten! Ihr Vorsitzender ist ein Spezialist dafür, für fragwürdige Spektakel zu sorgen, um die Partei nicht im Nirwana verschwinden zu lassen. Diese Woche gab es ja einige Gelegenheiten. Justus Bender schrieb dazu in der FAZ: "Was das Publikum als Drama erlebt, ist kein Nebenschauspiel, sondern der eigentliche Zweck der Partei. Af*D-Politiker gehen an die Grenze und noch ein bisschen weiter und noch ein bisschen weiter." Man muss also darin kein Indiz für eine Selbstzerlegung und ein baldiges Ende sehen.

Musikalische Neuentdeckung der Woche: Kompositionen der Wilhelmine von Bayreuth, hier und hier Beispiele

Lektüre der Woche: wieder mal nur ein Buch über eine Frau, die ich nächste Woche vorstellen möchte - zu mehr hat es nicht gereicht

Rezept der Woche: ein Salat aus Rosmarinkartoffeln, Ruccola, Chicorée, Tomaten und dem leckeren Käse, den wir aus der Schweiz mitgebracht bekommen haben

Wochenfreude: die sommerlichen Genüsse, die die Obst- und Gemüsevielfalt möglich machen










Verlinkt mit dem karminroten Samstagsplausch und dem Gartenglück bei Loretta & Wolfgang



Kommentare:

  1. Was für eine sommerliche, bunte Woche mit den passenden frischen Genüssen.Wunderschön. Und die Erkenntnise kann man nur unterstreichen. Herzlich, Sunni

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  2. Das war ein herrlicher sommerlicher Bummel durch die Natur! Ich hätte fast nicht geglaubt, dass dieser eher städtisch geprägt ist. Schön, dass Du Dich jetzt wieder mehr raus traust. Mir hat der frühmorgendliche Gang durch die Stadt schon gereicht. Ich will nicht wissen, wie es dort mittags aussehen wird.

    Ein feines Wochenende wünsche ich Dir!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  3. Guten Morgen beziehungsweise Mahlzeit, zunächst einmal zum Samstagsplausch. So viel Zeit möchte sein...

    ...Köln lockt mich schon länger, liebäugele mit einem weiteren Kurs dort.

    Sommersproßsonnige Grüße von Heidrun

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  4. Ist mein Kommentar verschwunden?

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  5. Guten Tag Astrid,

    da hast du ja allerhand unternommen in der vergangenen Woche. Da ich zur Zeit einen Pflegehund hier habe, reicht es bei mir nur für kurze Ausflüge in den Supermarkt und zu den Enkeln.

    Auf den Spuren der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, einer geborenen Preußen-Prinzessin, waren meine Eltern des Öfteren in Bayreuth unterwegs, besonders Sanspareil, ein Landschaftspark hat mir gut gefallen, aber das unrenovierte Markgräfliche Opernhaus war auch damals schon ein Hingucker.

    Mir hat die Gräfin immer sehr leid getan, war sie doch nur ein politischer Spielball ihrer Eltern und hatte als Kind eine grausame und furchtbare Erzieherin. Trost fand sie wohl nur in der Freundschaft zu ihrem Bruder, dem späteren Friedrich dem Großen.
    Reich geboren hieß im 18. Jahrhundert noch lange kein schönes oder glückliches Leben, aber sie hat dann doch noch etwas daraus gemacht und uns viele schöne Andenken an sich hinterlassen.

    Selbst in Potsdam fand ich im Park von Sanssouci ihre Spuren : den von ihrem Bruder errichteten Freundschaftstempel.

    Beste Grüße aus dem noch sonnigem Münsterland - Brigitte


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    1. Dann bist du ja gut eingestimmt auf mein nächstes Porträt, das endlich fertig ist.
      GLG

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    2. Hui, jetzt bin ich aber gespannt - aber ich freu mich immer auf deine spannenden und erhellenden Frauen-Portraits.

      Beste Grüße - Brigitte

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  6. Ach, insgesamt eine schöne Woche. Und ja, manchmal ist es einfach so wichtig, eine Kerze anzuzünden.
    Und Erdbeeren gehen immer. So fein mit Sahne! Und ohne und zu... :)
    Habt ein schönes Wochenende und liebe Grüße
    Nina


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  7. Oh ja dieser Post ruft Sommer. Ihr macht das schon richtig. Frisches lokales Obst und Gemüse genießen. Herrlich.
    Wünsche ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina

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  8. Liebe Astrid
    Ihr macht das genau richtig, so wie ihr es haltet!
    Erdbeeren mit Sahne, das mag ich sehr. Auch der Johannisbeerquark sieht lecker aus. Bei uns auf dem Balkon waren alle Johannisbeeren vernascht; noch vor dem Johannistag.
    Zum Glück habt ihr die Terrasse und den Garten, da lässt es sich herrlich entspannen.
    Ich wünsche dir und Herrn K. ein wunderschönes Wochenende und
    liebe Grüessli
    Eda

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  9. Wonderful impressions from your garden and the neighbourhood <3 Those turquoise glass lanterns are really beautiful. Yes, it is the best time of the year with all summer yummies... Don't loose your good humour because of odd people wining - you can never please all. Warm greetings, & wishing a warm & sunny July, too. LG riitta

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  10. Die Natur mit ihrer Pflanzenwelt ist ein Segen für Augen, Ohr und Seele. So geht es mir auch. All dies finde ich im Schulgarten. Er hilft mir enorm, auch wenn er Arbeit macht. Vor allem hält mich ein wenig auf andere Art und Weise auf Trab. Aber, las ich da wirklich Operation?
    Viele liebe Grüße und schon einmal Daumendrück,
    Karin

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  11. Das sind die Bilder, die Freude machen. Entspannung ist das richtige Motto und ich glaube, dass das in Deinem Garten gut funktioniert.
    LG
    Magdalena

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  12. Liebe Astrid,
    dein Beitrag ist Balsam für die Seele. So wunderbare Bilder. Aber auch die Zitate am Anfang habe ich mit Interesse gelesen. Die Aussagen sind so wahr.
    Herzliche Grüße - Elke (Mainzauber)

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  13. Deine Bilder sind Sommer pur liebe Astrid,
    so schön, sie spiegeln so viel Lebenslust wieder.
    Auf Euren Kirschbaum würde ich ja auch gerne mal steigen und. mir den Bauch mit leckeren Früchten Vollschlagen... grins.
    Und ich sehe, Deine Kreise werden wieder größer, schön zu lesen, aber pass weiterhin gut auf Dich auf.
    Euch ein schönes Wochenende, ganz lieben Gruß
    Nicole

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  14. Liebe Astrid, noch wissen wir nicht ob sie uns nach Deutschland lassen :D Wobei ich die Engländer auch nicht reinlassen würde, in der Tat werden hier die Rufe immer lauter, die Grenze dicht zu machen wenn das dann alles in die Highlands rollt...unsere britischen Patrioten zeigten sich von ihrer besten Seite, die sonst nur Ballermann, Benidorm, Magaluf oder Aya Napa zu sehen bekommen - dementsprechend dreht es den Menschen den Magen um, die die Strände danach säubern müssen - ich möchte das nicht näher beschreiben, scheinbar reichte der Geruch allein schon dafür. Und dann beschwerte de Pfeffel sich darüber ?
    Ich wünschte das wäre nur exzentrisch...
    Nach so vielen Wochen daheim müssen wir uns in Geduld üben - es ist nicht leicht für unsere Hochgefährdeten (auch für die nicht, die ein größeres Aufmerksamkeitsbedürfnis haben als andere). Wir walten mit Vorsicht und machen uns die Situation so schön es geht unter den Umständen. :D
    Viele liebe Grüße nach Kölle ♥nic

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  15. Guten Morgen Astrid,
    aus deinen Bildern spricht die Sommerfreude pur ...leckere Köstlichkeiten auf dem Tisch, Kirschzeit und Gartengenuss, spielende und kletternde Kinder. Wie schön, dass du wieder kleine Ausflüge in die Nachbarschaft unternimmst und uns die feinen Impressionen aus der Natur mitbringst.
    Einen entspannten Sonntag - lieben Gruß von Marita

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  16. Die Türkis - Grün Töne aus deinem Garten kühlen schon fast beim ansehen. Ja jetzt kommt die Zeit wo man den Schatten sucht, aber bei uns gibt es diesen Sommer warme Sommerregen die sind eine richtige Wohltat.
    L G Pia

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  17. ohh
    was für ein wunderschöner Post
    herrliche harmonische Bilder
    da möchte man mit im Garten sitzen und alles auf sich wirken lassen
    und natürlich auch naschen ;)
    auch die Bilder aus dem botanischen Garten sind irgendwie erfrischend ..

    liebe Grüße
    Rosi

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