Montag, 3. Februar 2020

Wintergenüsse

Schon im letzten Jahr habe ich einen Post zu Gemüsearten geschrieben, die man bei uns traditionellerweise im Winter genießen kann. Dazu gehört für mich auch der Sellerie, der "Zeller" meiner böhmisch - mährischen Oma. 

Knollensellerie genieße ich am liebsten als Rohkost, in ganz, ganz feine Streifen ( mit der Küchenmaschine ) geraspelt zusammen mit Möhre & Apfel, nur überträufelt mit etwas Zitronensaft.

Den Stangen- oder Bleichsellerie habe ich erst in späteren Jahren kennengelernt und lange war er auch nicht regelmäßig im Sortiment der Gemüsehändler. Ich habe ihn deshalb immer -  klein geschnitten - eingefroren. Inzwischen scheint er zum Standard zu gehören, und er kommt häufig in meiner Küche vor. So auch bei diesem Flammkuchen:




Winterlicher Flammkuchen

1 Birne
250g Hackfleisch
2 El Butter
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Stange Lauch 
2 Stangen Staudensellerie
Pfeffer & Salz 
ein Rolle Teig für Flammkuchen
1 Tl Öl
mehrere Stängel Basilikum 
100 g Schmand
1 Ei
125 g italienischer Weichkäse (Taleggio)

Birnen schälen, halbieren, entkernen und in Spalten schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Birnen darin kurz andünsten, dann auf einem Teller zur Seite stellen.Geschmolzenes Bratenfett in der Pfanne lassen. Darin wird später das Hackfleisch und alles andere angebraten.

Knoblauch und Zwiebel pellen, fein würfeln. Lauch und Stangensellerie putzen, dann den Lauch in dünne Ringe und den Staudensellerie in dünne Scheiben schneiden. Das Hackfleisch, mit Knoblauch und Zwiebeln krümelig anbraten, anschließend kräftig würzen, aus der Pfanne nehmen und ebenfalls zur Seite stellen. Nun in der selben Pfanne den Lauch und Sellerie andünsten. Dazu vorher noch einen Teelöffel Öl in die Pfanne geben. Anschließend gut würzen.

Backofen auf 250 Grad vorheizen ( Umluft nicht geeignet! ). Teigrolle öffnen, in zwei Hälften teilen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. 

Schmand, in Streifen geschnittene Basilikumblätter und das Ei miteinander verquirlen und ebenfalls würzen, dann auf den Teigböden verteilen, so dass ein Rand ringsum frei bleibt. Anschließend alle vorbereiteten anderen Zutaten darauf verteilen, die Birnen zuletzt. Zuallerletzt den Weichkäse in kleine Stückchen zerpflücken und darüber streuen.Die Teigränder an den Seiten aufrollen, so dass der Belag von einem Rand umgeben wird.

Im Backofen auf der untersten Schiene etwa 20 Minuten backen.


Und dann: Genießen!   Vor allem der italienische Weichkäse ist geschmolzen köstlich.





Verlinkt mit dem "Winterglück" bei Wolfgang  & Loretta 

Kommentare:

  1. Guten Morgen Astrid,
    welch ein köstlicher Flammkuchen...mal etwas anderes als Belag, den werde ich mit Sicherheit mal ausprobieren. Stangensellerie kommt hier so gut wie gar nicht auf den Tisch, doch in der Kombination stell ich ihn mir total lecker vor. Danke für das Rezept.
    Hab eine frohe Woche - lieben Gruß, Marita

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  2. Guten Morgen Astrid,
    Hackfleisch, leider nicht! Aber ich denke, dass das auch ohne geht.
    Grüße Eva

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  3. Oh wunderbar, total mein Geschmack! Fleischiges mit viel Gemüse und Obst zusammen mit Käse und gebacken, super!Nur den Teig muss ich selbst machen, den gibt es nicht als Rolle und für einen Blätterteig ist die Füllung sicher zu viel. Muss ich probieren! Danke dir! herzlich, Sunni

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  4. Mh, lecker!
    Stangensellerie gibts oft bei uns feingeschnitten im Salat oder Rührei. Sehr fein. So wie auch Dein Rezept, das klingt total lecker und wird mal nachgekocht bei uns.
    In der Nähe von Salzburg am Irrsee gibts ein Landart-Projekt, wo eine Selleriestaude am dicken Ende durchgeschnitten in Stein abgebildet ist. Und zwar von oben, diese konzentrischen Kreise. Schaut wunderschön aus.
    Phyllotaxis am Irrsee - mal googlen.
    Also, Du siehst Staudensellerie ist Kunst!!:-)
    Herzlichst grüßt Sieglinde

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  5. Das hört sich fein an! Bleich- und Knollensellerie kommt bei uns auch gern auf den Tisch.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  6. Liebe Astrid,

    hmmm das sieht lecker aus. Stangensellerie. Das habe ich roh noch nicht ausprobiert. Aber werde ich mal versuchen. Ich habe eine FI. Da geht vieles leider nicht roh. Aber mal sehen. Vielleicht klappt es ja. Es hört sich auf jedenfall sehr lecker an.

    Liebe Grüße
    Elke

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  7. Liebe Astrid, das klingt echt lecker (schade dasz ich es nicht schaffe, vernünftigen glutenfreien Teig hinzubekommen!).
    Ich selbst verwende Staudensellerie gern ganz unkompliziert für ein Süppchen (Eigenkreation):
    1 Zwiebel, 2 Kartoffeln, 1 Selleriestaude 0,7l Gemüsebrühe, etwas Zucker, wenig Pfeffer, viel Muskat und Sahne:
    Zwiebel zerkleinern und anschwitzen, Kartoffel-und Selleriestückchen kurz mitbraten, mit Gemüsebrühe ablöschen, 15 min kochen, pürieren, Sahne und ger. Muskatnusz untermischen - fertig!
    Sowas gibts, wenn ich wenig Zeit habe...
    Roh kommt er manchmal in den Smoothie.
    Und: ich mag heimische Wintergemüse sehr gern, es musz meintethalben nix Eingeflogenes sein. Aber ich nehme, was ich beim Foodsharing bzw. Tafel bekomme und bin da natürlich dankbar und kreativ in der Verwertung.
    Frühlingsluftgrüsze
    Mascha

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  8. Oh menno - jetzt habe ich direkt Hunger!!
    Und das Rezept ist direkt abgespeichert.

    Liebe Grüße
    Astrid rechtsrheinisch

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  9. Das Rezept klingt ja total lecker und ist auch einfach zu machen, das Richtige für mich! Beste Grüße - Ulrike

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  10. Liebe Astrid,
    das klingt wirklich köstlich - und ich denk mir, das lässt sich auch mit Pizzateig gut nachbasteln. (Edi und ich haben nämlich gestern Jana und ihren Freund mit selbstgemachter Pizza verwöhnt und die kam richtig gut an, wir haben da jetzt offenbar den Dreh raus :-))

    Ich mag sowohl Zeller als auch Standgensellerie. Mein Mann mag leider die Knollen nicht, nur die Stangen, was schade ist, denn in meiner Kindheit gab's öfter mal gebackenen Zeller mit Sauce tartare, und den hätte ich gern mal wieder...

    Danke auch für deinen Hinweis auf deinen letzten Kalenderwochenpost - ich hab ihn mir durchgelesen... und ja - manche Leute haben scheinbar nichts Besseres zu tun als vor anderer Menschen Türen zu kehren... Eigentlich arme Tröpfe, aber mein Mitleid mit ihnen hält sich trotzdem in Grenzen, weil es mich vor Geifer ekelt.

    Alles Liebe und lass dich weiterhin nicht unterkriegen,
    Traude

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  11. Das hört sich lecker an und kann sicherlich für Vegetarier modifiziert werden. Bei mir gab es heute Selleriebratlinge mit Nussmehlpanade um die letzten Reste der Weihnachtsbäckerei zu verarbeiten.
    Liebe Grüße,
    Karin

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  12. Mmmmh, das hört sich sehr lecker an und scheint ein ausgefallenes Rezept zu sein. Ich habe es mir gespeichert und danke dir herzlich.
    Liebe Grüße
    Ingrid

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Ich freue mich eigentlich über Kommentare. Doch es gilt auch die uralte Spruchweisheit: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus." Da wird dann schon mal der Freischaltknopf nicht gedrückt, wenn der Ton daneben ist...

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