Donnerstag, 9. Januar 2020

Great Women # 206: Rigoberta Menchú

Wie ich auf die heutige Frau gekommen bin? Vor Jahrzehnten war sie in aller Munde, aber dann habe auch ich sie vergessen, bis ich auf einen jungen guatemaltekischen Fußpfleger bei meiner Podologin getroffen bin. Mit dem kam ich auf seine Heimat zu sprechen und die Lage dort. Und natürlich auf sie. Ich weiß, dass die Porträts von Frauen aus ferneren Kulturkreisen eher weniger als andere gelesen werden. Aber die Frauen dort leisten ebenso Essentielles für die Gemeinschaft wie die im guten alten Europa. Ich selbst finde die Beschäftigung mit ihnen immer aufregend, denn ich lerne Ungewohntes kennen und fühle mich belebt, wenn ich meine eingefahrenen Pfade verlasse. Die Frau, um die es geht, kann heute ihren 61. Geburtstag feiern. Es ist die Friedensnobelpreisträgerin von 1992,  Rigoberta Menchú. 



"Leugne niemals die Vergangenheit, 
sondern sei offen für einen Neuanfang." 


Rigoberta Menchu ​​Tum kommt am 9. Januar 1959, also heute vor 61 Jahren, in Laj Chimel, einem Weiler im Departemento El Quiché im Nordwesten Guatemalas an der Grenze zu Mexiko zur Welt. Das Gebiet erstreckt sich auf knapp 8400 Quadratkilometern Fläche und hat etwa 1 125 000 Einwohner, darunter die größte Gruppe der Mayas Guatemalas, die K'iche'.  So nennen sie sich selbst: In ihrer Sprache bedeutet K'i ( "viele" ) und che' ( "Baum" ), was also "viele Bäume" meint. Chimel liegt tief im Nebelwald auf einer Höhe von 1792 Metern, kann nur zu Fuß ( heutzutage mit dem Allradfahrzeug ) erreicht werden und beheimatet 17 K’iche' - Familien. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts haben die K'iche' hauptsächlich im üppigen, fruchtbaren nördlichen Hochland von Guatemala gelebt, bis sie von den Mitgliedern der kolonialen und militärischen Elite Guatemalas vertrieben worden sind.

Lage Guatemalas in Zentralamerika, Laj Chimel, Lage des Departements El Quiché




In eine der siebzehn Familien Chimels wird Rigoberta als sechstes von zehn Kindern hineingeboren. Ihr Vater Vicente Menchú Pérez ist Kleinbauer ( "Campesino" ), ihre Mutter Juana Tum Kótoja Hebamme & Heilerin, ganz in der Tradition ihrer Familie, die die fehlende ärztliche Versorgung an diesen abgelegensten Orten des Landes gewährleistet. Sie fühlt sich trotz christlichen Glaubens auch weiterhin der Maya - Spiritualität eng verbunden. Der vom Vater gewählte indigene Name für seine neugeborene Tochter wird von den Behörden nicht anerkannt,  und er muss stattdessen aus einer Liste von Heiligen auswählen. So kommt das Mädchen zum Namen Rigoberta.

Die K'iche' in den Bergen können auf ihren kleinen Ackerflächen nicht genug Nahrung anbauen, um zu überleben, denn die dem Nebelwald abgerungenen Flächen sind erst nach etlichen Jahren für den Ackerbau nutzbar & fruchtbar. So verlassen die Familien den Ort für den Großteil des Jahres, um sich als Wanderarbeiter auf Baumwoll- und Kaffeeplantagen in den tiefer liegenden Regionen des Landes zu verdingen. Der Gesundheit der Hochlandindianer bekommt der Aufenthalt in der intensiven Hitze, vor allem der Küste, physisch nicht, dazu kommen Unterernährung und der Kontakt mit den auf den Plantagen verwendeten Fungiziden, so dass diese Menschen häufig erheblich erkranken.

Während Rigobertas Familie täglich also ums Überleben kämpft, kämpft Guatemala auch um seine Verfasstheit als Land:
Im Jahr 1954 wurde Präsident Jacobo Árbenz Guzmán, einst Militär und zugleich Geschichtsprofessor und eher liberal gesinnt ( was ja auch heute schon wieder in den USA synonym mit "kommunistisch" ist ), durch einen Staatsstreich gestürzt, der von der CIA aufgrund der Truman-Doktrin - die besagt, dass einer kommunistischen Bedrohung aus Zentralamerika unbedingt vorzubeugen ist - weniger aufgrund der Lobbyarbeit der United Fruit Company ( "Chiquita" ), wie man lange angenommen hat, auf Befehl von Präsident Dwight D. Eisenhower angezettelt worden war. Nach diesem Putsch wurde das Land dreißig Jahre lang von Militärs diktatorisch und äußerst gewalttätig regiert, was letztendlich 200 000 Guatemalteken, 83 Prozent davon Angehörige der indigenen Maya-Bevölkerung, das Leben gekostet hat. Als sich 1962 eine Bewegung gegen die herrschenden Militärs zu formieren begann, reagierte die Regierung heftig: Nicht nur die Guerilleros wurden verhaftet und getötet, sondern auch alle, die sie unterstützten oder solche, von denen das nur angenommen wurde. 450 Dörfer der indigenen Bevölkerung wurden ausgelöscht und 1,7 Millionen Flüchtlinge geschaffen. Die politische Gewalt des guatemaltekischen Regimes nahm in den 1970er Jahren solche Formen an, dass der damalige US-Präsident Jimmy Carter nach wiederholten Warnungen an die Regierung, die Menschenrechtsverletzungen zu stoppen, die Wirtschaftshilfe für Guatemala einstellte. 1980 änderte sich die Haltung der USA unter Präsident Ronald Reagan wieder, der mitteilen ließ: "Mr. Reagan erkennt an, dass viel schmutzige Arbeit geleistet werden muss" und  man lässt der guatemaltekischen Armee wieder Munition und Ausbildung zukommen, um diese "schmutzige Arbeit" auszuführen. Der Präsident war standhaft in seiner moralischen Unterstützung für Guatemalas "Génocidaires" und besonders für seinen schlimmsten Vertreter, den evangelikalen Präsidenten Efrain Ríos Montt .
Guatemalas Indigene - 60 Prozent der Bevölkerung des Landes - waren unter ihm gezwungen worden, in "Musterdörfer" zu ziehen und wurden für die Armee zwangsrekrutiert. Alle Bewegungen zu ihren Gunsten wurden von der Regierung als kommunistische Verschwörungen diffamiert und bekämpft. "Den Freunden alles, den Feinden das Gesetz", so der Leitsatz der Politik. Ziel war zuletzt auch  Vernichtung der indigenen Bevölkerung & ihrer ureigenen Kultur ( viele der spirituellen Maya - Führer sind unter den Toten ). Heute wissen wir und anerkennen, dass das ein systematischer Völkermord, zugunsten der Vormachtstellung der Ladinos, der europastämmigen Bewohner des  Landes, gewesen ist... 
Als dieser Bürgerkrieg anfängt, ist das Mädchen Rigoberta gerade einmal ein Jahre alt. Nirgendwo sonst in Guatemala wird dieser Bürgerkrieg so sehr toben wie im Departemento El Quiché, und nirgendwo wird er so brutal betrieben werden wie im Ixil-Dreieck zwischen den Orten Nebaj, Chajul und San Juan Cotzal in einem der landschaftlich reizvollsten Gebiete Mittelamerikas, nicht weit von Rigobertas Heimatdorf entfernt.

Bürgerkriegszustände hebeln immer die Menschenrechte aus und treiben vorhandene soziale Ungerechtigkeiten ins Extrem, so dass das ohnehin instabile und ärmliche Leben der indigenen Bevölkerung Guatemalas sich zu dieser Zeit noch weiter verschlimmert.

Das tägliche Leben erfährt Rigoberta von Anfang in ihrer Familie als einen Kampf. Ihre Mutter und ihr Vater spielen in ihrer Gemeinde allerdings durchaus wichtige Rollen, der Vater als Dorfältester, die Mutter als Heilkundige. Am Beispiel letzterer nimmt das Mädchen auch wahr, dass frau sich nicht auf eine traditionelle Frauenrolle reduzieren lassen muss, denn ihre Mutter behauptet sich gegenüber ihrem Ehemann und zieht selbständig als Hebamme und Kräuterheilkundige von Dorf zu Dorf und trägt so zum Lebensunterhalt der Familie bei. Sie hat "alle Freiheit, zu gehen, wohin sie wollte", berichtet Rigoberta später über ihre Mutter.

Allerdings erlebt das Mädchen auch, dass die Familie trotz aller Schufterei auf keinen grünen Zweig kommt, dass nie genug zum Leben da ist, und wünscht sich deshalb für sich selbst ein anderes Leben, nicht zuletzt, um ihrer Familie helfen zu können.

Rigoberta muss die Arbeit in der Landwirtschaft von klein auf unterstützen, wahrscheinlich arbeitet sie auch auf Kaffeeplantagen, sieht aber auch einen Ausweg für sich mittels schulischer Ausbildung. Der Vater - beide Eltern sind Analphabeten, beide sprechen kein Spanisch - misstraut hingegen dem Bildungssystem. Für die K'iche' ist die Natur der einzige und beste Lehrmeister, und Vicente Menchú  befürchtet, seine Tochter könne sich ihrer Gemeinschaft entfremden, das höchste Gut der indigenen Guatemalteken. Es ist wohl so, dass belgische Nonnen das Mädchen für so vielversprechend intelligent halten, dass sie sie in ihrem Kloster phasenweise unterrichten, obwohl die Eltern das  finanziell nicht unterstützen können.

1972, mit 13 Jahren, kommt Rigoberta erstmals mit der Lebensweise der Ladinos, der weißen Bevölkerung ihres Landes in Kontakt, als sie als Dienstmädchen bei einer wohlhabenden, spanischstämmigen Familie in Guatemala-Stadt eingestellt wird. Gleichzeitig macht sie Bekanntschaft mit der Diskriminierung aufgrund ihrer indigenen Herkunft: Ihre Arbeitgeber lassen sie auf dem Boden schlafen, auf einer Matte neben dem Familienhund, und erwarten von ihr, die Söhne des Hauses mit sexuellen Praktiken vertraut zu machen.

Im Frühjahr 1973 erreicht sie die Nachricht, dass der Vater verhaftet worden ist, weil er nicht zugelassen hat, dass sich weiße Großgrundbesitzer das mühsam dem Nebelwald abgerungene Land der Dorfgemeinschaft aneignen. Eine Urkunde, die die des Spanischen nicht mächtigen Dörfler unterschrieben haben, ist in Wirklichkeit eine Abtretungserklärung gewesen. Daraufhin versuchen die Patrones mit Hilfe ihrer Privatarmee ihre Forderungen durchzusetzen und werfen den Dörflern, die sich wehren, vor, die kommunistische Guerilla zu unterstützen. Damit können sie endlich auch Polizei und Militär gegen sie mobilisieren, um ihr Vorhaben besser durchzusetzen.

Vicente Menchú wird gefoltert, weil er angeblich an der Hinrichtung eines Plantagenbesitzers beteiligt gewesen sei. Vierzehn Monate sitzt er im Gefängnis. Die Familie wie das ganze Dorf legen ihr Geld zusammen für die Bestechungssumme, die notwendig ist, um ihn frei zu bekommen. In seinem Widerstandsgeist bestärkt, entscheidet er sich nach seiner Freilassung zu aktiverer politischer Arbeit und fängt an, sich für eine überregionale Organisation der Campesinos zu verwenden und zu werben. Deshalb wird ihm immer wieder nachgestellt. Einmal wird er unterwegs überfallen und von seinen Entführern schwer verletzt - unter anderem brechen sie ihm beide Beine  - am Wegesrand liegen gelassen. Die Ärzte im nächsten Krankenhaus - im Sold der Patrones - verweigern die Behandlung und erst in einem entfernteren Hospital wird ihm geholfen. Von dort holt ihn die Familie nach einem halben Jahr ab und versteckt ihn mit Hilfe von Priestern, weil er immer wieder neue Drohungen erhält. Seine Tochter empfindet, dass er danach nicht mehr der Alte ist.

Die junge Rigoberta, u.a. auch über die katholische Kirche für die Menschenrechtsbewegung, Sozialreformen und Frauenrechte gewonnen und wie viele andere Menschen in Mittelamerika von der Befreiungstheologie beeinflusst und überzeugt, dass die besondere Botschaft Jesus Christus den Armen gilt, reist ab da mit ihrem Vater von Dorf zu Dorf, um den Bauern ihre Rechte zu vermitteln und sie zu ermutigen, sich zu organisieren. Ihr kommt dabei zugute, dass sie die diversen Mayasprachen - man geht von zwanzig verschiedenen aus - relativ schnell lernt und sich auch selbst die spanische Sprache allmählich beibringt. 1977 wird der Vater wieder eingesperrt. Priester, Nonnen, Gewerkschaften und die Dorfgemeinschaft üben Druck aus, so dass er nach 15 Tagen frei gelassen wird.

Die junge Rigoberta
1978 ist Vicente Menchú an der Gründung der bäuerlichen Interessengruppe "United Peasant Committee" (CUC) beteiligt, die sich sowohl auf die Genossenschaftsbewegung als auch auf die Befreiungstheologie beruft und darum kämpft, Land für Bauern zu beschaffen oder das Land, das die Campesinos besitzen, vor der Übernahme durch die Padrones zu schützen. Zu diesem Zeitpunkt beginnt Rigoberta zu begreifen, was Politik ist, und tritt 1979 ebenfalls der CUC bei, die sich wie ein Lauffeuer unter den guatemaltekischen Campesinos verbreitet hat.

Als Reaktion auf den wachsenden Organisationsgrad der Bauern forciert das Militärregime seine ohnehin schon heftigen Unterdrückungsmaßnahmen: Es lässt Dörfer besetzen und durch die Armee bombardieren, immer mit der Begründung, dass diese Menschen ( die eigentlich nur um ihren Land kämpfen ) den rebellischen Guerillos Unterstützung gewähren würden. Die Campesinos müssen sich immer höher in die Berge zurückziehen.

Allein im Zeitraum 1975 - 85,  in den Jahren der "violencia", kommt es zu mindestens 122 000 Toten und 18 000 Vermissten. Durch die willkürlichen Terrorakte werden zehntausende an Frauen zu Witwen, 11 000 allein im Departemento El Quiché. Die Gewalt umfasst Todesdrohungen gegen  Frauen, die sich einer Menschenrechtsorganisation angeschlossen haben, bedeutet ihre Vergewaltigung durch die Mörder ihrer Ehemänner und die weitere Ermordung oder Entführung von Verwandten.

Rigoberta organisiert vor allem die Frauen, lässt sie Lager in den Bergen errichten und lehrt sie, sich zu verteidigen und mit ihrer allgegenwärtigen Angst fertig zu werden. Besonders schwer ist für die Indigenas beispielsweise zu verkraften, dass sie ihren kulturell gegebenen Verpflichtungen gegenüber ihren Toten nicht nachkommen können, weil die ja meist in geheime Massengräber geworfen worden sind. Die Frauen, die am besten zurechtkommen, sind die in den Menschenrechts- und Frauengruppen aktiven, weil sie sie Gewalt als politische Handlung und nicht als ihr persönliches Versagen verstehen.

In dieser Zeit verlassen 45 000 überlebende Indigene Guatemala und gehen als Flüchtlinge außer Landes.

Der verstärkte Einsatz von Rigoberta und ihrer Familie für die Rechte der indigenen Völker, ihre Forderung nach fairer Behandlung und Gewährleistung ihres Landbesitzes, bleibt natürlich der Militärregierung nicht verborgen: Sie werden von Regierungsbeamten wiederholt aufgegriffen und der Beteiligung an Guerillaaktivitäten beschuldigt, nachdem sich eine Guerilla-Organisation auch in ihrer Region etabliert hat. Mehrfach wird der Vater verhaftet. Rigoberta, von ihrer Sache überzeugt, beschließt, weder zu heiraten noch Kinder zu haben ( was in ihrer Kultur so gut wie undenkbar ist: kinderlose Paare gelten nichts in der indigenen Gemeinschaft ), weil politische Aktive regelmäßig zur Abschreckung öffentlich, nicht selten vor den Augen ihrer Angehörigen, vergewaltigt, enthauptet, verbrannt oder verstümmelt werden. Den Gedanken, das ihren Kindern zuzumuten, kann sie nicht ertragen.

Auch einer ihrer Brüder, der 16jährige Patrocinio, der ihr besonders nahe gestanden hat, wird 1979 von einer Todesschwadron entführt, übelst gefoltert und getötet, als er auf dem Weg zu seiner Freundin in einem anderen Dorf ist.

Rigoberta bei ihrer Zeugenaussage im Prozess 2015
Als am 31. Januar 1980 dreißig Bauern aus Quiché die spanische Botschaft besetzen, um gegen die Übergriffe der Armee zu protestieren, brennt die guatemaltekische Nationalpolizei auf Befehl von General Fernando Romeo Lucas Garcia die Botschaft nieder, so dass 37 Menschen sterben, kommt auch Vater Vicente Menchú ums Leben.
( Spanien beendet deshalb zwar die diplomatischen Beziehungen zu Guatemala, sonst bleibt der Übergriff folgenlos. Erst 35 Jahre später, 2015, wird der Einsatzleiter der damaligen Nationalpolizei, Pedro García Arredondo, zu lebenslanger Haft verurteilt. )

Drei Monate nach diesem Vorfall wird dann auch ihre 53jährige Mutter Juana von den Militärs festgenommen, vergewaltigt und grausamst zu Tode geschunden. Vorher haben ihr noch guatemaltekische Kirchenleute  zur Flucht geraten und ihr ihre Unterstützung angeboten. Als besondere Schikane wird ihre geschändete Leiche vier Monate von Armeeangehörigen bewacht, um Begräbnis & Totenfeier zu verhindern, die ja in indigenen Kulturen von zentraler Bedeutung sind. Rigoberta kann lange, lange nicht trauern.

Und um das Drama um die Familie Menchú an dieser Stelle vollständig darzustellen: 1984 wird  ein zweiter Bruder, Victor, erschossen, nachdem er sich bereits der Armee ergeben hat, dann aber zu fliehen versucht, seine Frau wird geköpft.

1982
All diese Schrecken scheinen den Kampfeswillen der jungen Frau allerdings nur zu verstärken:

Im Mai 1981 beteiligt sich die 22jährige aktiv an großen Demonstrationen in Guatemala-Stadt, auf der die Gleichberechtigung und faire Behandlung der Indigenen  gefordert werden und  organisiert Streiks für bessere Bedingungen für Landarbeiter. Nach Todesdrohungen muss sie sich verstecken und schließlich doch aus dem Land fliehen. Mit Hilfe liberaler Katholiken gelangt sie nach Mexiko und lebt dort im Haus des Bischofs von Chiapas. Sie beginnt nun, vom Exil aus den guatemaltekischen Widerstand mitzuorganisieren.

1982 ist die damals in der übrigen Welt völlig unbekannte Exil-Guatemaltekin in der Pariser Wohnung der venezolanischen Anthropologin Elizabeth Burgos zu Gast und erzählt acht Tage lang ihre Erlebnisse, die Burgos mit dem Tonbandgerät aufzeichnet. Das daraus entstehende Buch kommt 1983 unter dem Titel "Me llamo Rigoberta Menchú y así me nació la conciencia" auf Spanisch bzw.  "I, Rigoberta Menchu" auf Englisch ( deutsch "Rigoberta Menchú. Leben in Guatemala" (1984) ) Das Buch - formal zwar von Elizabeth Burgos verfasst, ist inhaltlich aber Rigobertas Schöpfung -  wird in zwanzig Sprachen übersetzt und ein Weltbestseller.  Es beginnt so:


Der literarische Erfolg katapultiert Rigoberta ins Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit. Ihre Berühmtheit führt aber auch dazu, dass die Sache der indigenen Völker ins Blickfeld aller Nicht - Betroffenen gerät, was ihrem Widerstand gegen die Unterdrückung & Gewalt gegen ihr Volk eine neue Dynamik verleiht: Sie kann nun über die Not der Menschen bei den Vereinten Nationen vor der UN-Menschenrechtskommission berichten sowie in ganz Amerika darüber sprechen und gründet mit anderen die "Vereinte Vertretung der guatemaltekischen Opposition". Das tut sie auch als Erzählerin in dem Dokumentarfilm von 1983 "When the Mountains Tremble", der auf dem berühmten Sundance Film Festival ausgezeichnet wird.

Dem guatemaltekischen Regime passt das natürlich nicht, dass die junge Frau nun international als Ikone des Widerstands gegen  ihre Gewaltherrschaft wahrgenommen wird, und man diffamiert sie auf die altbewährte Art als Kommunistin und linke Guerillera. Auch werden mehrere Versuche unternommen, ihr nach dem Leben zu trachten, denn ihre Worte werden allmählich zu einer wirksamen Waffe im Kampf ums Überleben ihres Volkes.

1985 finden in Folge des internationalen Drucks erstmals nach knapp drei Jahrzehnten wieder Wahlen in Guatemala statt, und eine Zivilregierung kommt an die Macht, der Bürgerkrieg ist damit aber nicht zu Ende. Die Genozidaktionen werden zwar erst einmal eingestellt, das Militär bleibt jedoch ein zentraler Machtfaktor im Land und versucht gemeinsam mit  den Großgrundbesitzern und autoritären gesellschaftlichen Kräften, Friedensverhandlungen mit der Guerilla zu torpedieren. Trotz der Gefahren für ihre Sicherheit reist Rigoberta in den 1980er Jahren mehrfach nach Guatemala, um an inoffiziellen Gesprächen teilzunehmen.

1992 wird Rigoberta Menchú als erster lateinamerikanischer Frau, zudem mit indigenen Wurzeln,  der Friedensnobelpreis verliehen.

Sie selbst betrachtet den Preis als eine Würdigung der Kämpfe der Indigenen überall auf der Welt und besonders der Frauen:
"Ich betrachte diesen Preis nicht nur als eine persönliche Auszeichnung, sondern als eine der großen Errungenschaften im Kampf für den Frieden, für die Menschenrechte und für die Rechte der indigenen Völker, die im Laufe von 500 Jahren entzweit wurden und unter dem Völkermord, der Unterdrückung und Diskriminierung zu leiden hatten." ( Quelle hier )


Die guatemaltekische Regierung setzt alles daran zu verhindern, dass der Preis an die K'iche' - Frau verliehen wird, hat sie doch mit ihrer Geschichte die Gewalt gegenüber den Indigenen Guatemalas und ihre menschenunwürdigen Lebensbedingungen in der ganzen Welt bekannt gemacht. Sie gilt nicht nur den Mächtigen in ihrem Land, sondern auch der konservativen Presse deshalb als "Nestbeschmutzerin". Zähneknirschend muss man zusehen, dass das Land ab jetzt von einer Ureinwohnerin repräsentiert wird.

Aufgrund der Preisverleihung widmet die übrige Welt Guatemala endlich die Aufmerksamkeit, deren das Land schon spätestens seit 1980, als die friedliche Besetzung der spanischen Botschaft mit einem Massaker geendet ist, bedurft hätte. Rigoberta nutzt also ihre Prominenz und das Ansehen des Nobelpreises, um Unterstützung für ihren Einsatz für Recht, Gerechtigkeit und ein friedliches Zusammenleben zu finden, denn der einzige Weg, "eine echte Demokratie aufzubauen", besteht für sie darin, all denen, die unter wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Unterschieden leiden müssen, Gerechtigkeit widerfahren zu lassen: "Es reicht nicht aus, sich gegen den Krieg auszusprechen. Die Kriegsursachen müssen beseitigt werden. Das heißt, wir müssen die ungerechte Verteilung des Reichtums beenden. Ich beschuldige die erste Welt, unseren Reichtum für so viele Jahre ausgebeutet zu haben."

Das Preisgeld von 1,2 Millionen Dollar  bringt sie in eine Stiftung für die indigene Bevölkerung ein, zu deren Zielen die Förderung & Verteidigung der Menschenrechte gehört. Nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens in Guatemala wird diese Stiftung Flüchtlingen bei der Rückkehr helfen,  Ackerland für sie beschaffen und eine berufliche Ausbildung ermöglichen. Viele Projekte richten sich besonders an indigene Frauen, die nach Rigobertas Meinung "die am meisten ausgebeuteten der Ausgebeuteten" sind, obwohl sie doch diejenigen sind, die Leben geben und Reichtum schaffen.

Die Vereinten Nationen erklären, auch aufgrund der Aufklärung durch Rigoberta Menchú, 1993 zum Internationalen Jahr der indigenen Völker: "Wir sind keine Mythen der Vergangenheit, Ruinen im Dschungel oder Zootiere. Wir sind Menschen und wir wollen respektiert werden." 1996 ernennen sie sie zur Goodwill-Botschafterin der UNESCO.

Sie ist nun immer wieder Ehrengast bei Empfängen von Botschaften und Stiftungen, tritt auf unzähligen Konferenzen und in Universitäten in aller Welt auf. Dort erklärt sie ihr Konzept der ethnischen oder religiösen Minderheiten und vermittelt, wie sehr indigene Völker Völker sind, deren Lebensphilosophie in ihrer Geschichte verwurzelt ist und die "Mutter Erde ... (als) die Quelle, die Wurzel, den Ursprung von Kultur und Existenz erkennen. Menschen brauchen die Erde, und die Erde braucht Menschen."

1996 kommt es endlich zum Ende des 36-jährigen Bürgerkriegs in Guatemala durch einen Friedensvertrag zwischen Regierung und Guerilleros. Zusätzlich zum Frieden vereinbart man unter anderem die Einhaltung der Rechte der indigenen Bevölkerung. Rigoberta Menchú hat unbestritten dazu beigetragen und kann sich nun auch anderen Themen stellen:
"In einem Land der Gewalt, der Geschichte des Blutes würde niemand ein Kind auf diese Welt bringen wollen. Ich war eine militante Frau für Gerechtigkeit. Und zwölf Jahre lang hatte ich weder ein eigenes Zuhause noch eine Familie. Ich habe in Flüchtlingslagern gelebt, wenn ich konnte. Ich habe in den Häusern von Nonnen in Mexiko gelebt. Ich habe viele, viele Taschen in vielen verschiedenen Ländern und in vielen verschiedenen Gebäuden zurückgelassen. Was hätte ich unter diesen Umständen mit einem Kind gemacht? Ich war in alle möglichen Risiken verwickelt und dachte, dass ich vielleicht mein Leben für mein Volk opfern müsste", erzählt sie in diesem Interview.
Schon 1992 hat Rigoberto ihren Landsmann Ángel Canil kennen gelernt, doch nie eine langjährige Beziehung ins Auge gefasst. 1995 bekommt sie ihren gemeinsamen Sohn Mash Nahual J’a, nachdem sie im Jahr zuvor nach Guatemala zurückgekehrt ist. Ein zweiter Sohn, Tzunun, stirbt nach einer sehr schwierigen Schwangerschaft drei Tage nach seiner Geburt. Obwohl für sie eine Eheschließung keine besondere Bedeutung hat, heiratet Rigoberta 1998, als 39-Jährige, doch. Die Feier ist zugleich auch die Trauerzeremonie für ihren verstorbenen kleinen Sohn.
"Mein Kind gab mir Zeit, mich zurückzulehnen und über den Zustand von Frauen und Kindern sowie über Kinder ohne Eltern und über Kinder, die von ihren Eltern missbraucht werden, nachzudenken. Meine Situation, mein Zustand als Mutter ist ein großes Privileg: nicht nur ein Erlass, ein Gesetz oder ein Verlangen, sondern etwas, das mein Leben grundlegend verändert hat."
Mit ihrem Mann und ihrem Sohn
Mit ihrem Sohn und ihrem Mann lebt sie nun in einem Haus am Rand von Guatemala - City und versucht dort, ihre einstmals große Familie wieder aufleben zu lassen. Ihren Bruder Nicolás, ihre Schwestern Anita und Lucía, ihre Schwägerin und deren Kinder wiederzufinden, hat für ihr Leben zu diesem Zeitpunkt eine überragende Bedeutung. Die haben an den verschiedensten Orten die schlimme Zeit überlebt, doch Rigoberta hat sich immer wie durch eine unsichtbare Nabelschnur mit ihnen verbunden gefühlt.

Eine ihrer Schwestern und ihre Neffen, eine Schwester und ein Bruder ihres Mannes bilden mit ihnen zusammen eine Wohngemeinschaft, sechs bis sieben Kinder gehören dazu, und Rigoberta kann den in ihrer Kultur ausgeprägten Familiensinn endlich ausleben, beschränkt sich aber nicht nur darauf, ihre Blumen selbst zu ziehen oder ihre Kleider selbst zu nähen:

1999 riskiert sie, vor dem Nationalen Gerichtshof in Madrid Anklage gegen drei Generäle aus Guatemala zu erheben, scheitert damit aber. Wieder sind Morddrohungen die Folge und eine Gegenklage wegen Hochverrats, weil sie das Verfahren im Ausland angestrengt hat.

Da kommt es ihren Gegnern wohl auch zupass, dass der amerikanische Anthropologe David Stoll, ein ausgewiesener Kenner Guatemalas, bei Recherchen auf Ungereimtheiten in ihrer Biographie stößt und diese in einem Buch veröffentlicht, welches eine Kontroverse auslöst, die von der "New York Times" auf der Titelseite prominent dargestellt wird. Der Streit wirft ein Schlaglicht auf den ideologischen Kampf, der immer noch in Guatemala ( und den USA ) tobt, denn Stolls "Enthüllungen" sind Wasser auf die Mühlen der Gegner Rigobertas. Die der Lüge Beschuldigte selbst schweigt drei Tage lang, dann holte sie zu einem Gegenschlag aus. "... einer politischen Provokation muß man eine akademische Antwort geben".

Die Grausamkeiten der Militärdiktatur werden 1999 in einem Abschlussbericht der von der UNO eingesetzten Wahrheitskommission tatsächlich bestätigt. Der Bericht belegt den Völkermord an Indigenen im Detail und nennt die Schuldigen ( eine systematische Strafverfolgung der Verantwortlichen steht bis heute aber aus). Den K'iche' und den anderen Maya - Völkern des Landes bringt das alles nach wie vor keinen Frieden und keine befriedigenden sozialen Verhältnisse, denn die andauernde politische Einmischung der Vereinigten Staaten verursacht immer wieder neue Probleme: Die Förderung des Bergbaus, die Gewinnung von Wasserkraft, der Aufbau von Plantagen mit afrikanischen Palmen für angeblich saubere Biokraftstoffe zerstören die Subsistenzwirtschaft der Indigenen und vergiften ihr Wasser und Maisland.

PeaceJam Foundation (2006)
Auch die Verunglimpfungskampagnen gegen die berühmte & weltweitgeschätzte Nobelpreisträgerin hören nicht auf:

2005 führt ( und gewinnt ) Rigoberta einen Prozeß gegen prominente Politiker ihres Landes, denen sie Diskriminierung und Rassismus vorgeworfen hat. Ein Gericht in Guatemala-Stadt verurteilt fünf politische Persönlichkeiten, darunter Juan Ríos, Enkel des früheren Diktators General Efraín Ríos Montt, zu Haftstrafen von je drei Jahren und zwei Monaten. Sie hatten Rigoberta als "dreckiges indianisches Mädchen" bezeichnet und ihr empfohlen, an Stelle ihrer politischen Aktivitäten lieber am Busbahnhof von Guatemala-Stadt Tomaten zu verkaufen. Es ist die erste Verurteilung wegen rassistischer Diskriminierung in Guatemala nach vorhergegangener Gesetzesänderung.

Im September 2007 stellt sich Rigoberta Menchú für das guatemaltekische Präsidentenamt zur Wahl, erhält im ersten Wahlgang allerdings nur 3 % der Stimmen. Ein zweiter Versuch 2011 scheitert ebenfalls, was ihre Gegner in In- und Ausland wieder hämisch kommentieren und beklatschen.

Um der Korruption und der Straflosigkeit in Guatemala zu begegnen, wird 2007 eine Internationale Kommission gegen die Straffreiheit im Land eingesetzt, die im August 2010 Haftbefehle wegen Steuerung einer kriminellen Vereinigung, Mord, Drogenhandel, Geldwäsche, Entführung und Erpressung gegen den ehemaligen Innenminister Carlos Vielman, den Ex-Polizeichef Erwin Sperisen und 16 weitere Funktionäre ausstellt. In der Folgezeit deckt diese Kommission weitere kriminelle Netzwerke und Korruptionsskandale auf, für die unter anderem Ex-Präsident Alfonso Portillo ins Gefängnis muss.

Für Rigoberta ist es ein Moment des Triumphes, als der frühere Präsident Efrain Riios Montt nach einem langen Prozess 2013 wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord zu 80 Jahren Gefängnis verurteilt wird. In seiner Regierungszeit hat etwa die Hälfte der von Militärs und Paramilitärs während der 36 Jahre Bürgerkrieg verübten Massaker stattgefunden, vor allem die im Ixil- Dreieck. Obwohl nicht alle Angeklagten für schuldig befunden werden, ist das ein wichtiger Schritt der Vergangenheitsbewältigung für das Land, der aber wenig später vom Verfassungsgericht Guatemalas wegen juristischer Verfahrensfehler aufgehoben wird.

Es bleibt viel zu tun, doch Rigoberta Menchú hat sich inzwischen pragmatischeren Aufgaben zugewandt. So ist sie Präsidentin von "Health for All", einer Organisation, die für die gesamte Bevölkerung nach kostengünstiger Gesundheitsversorgung und Medikamenten für alle Guatemalteken, nicht nur die K'iche'. Zusammen mit einer mexikanischen Unternehmergruppe hat sie eine Kette von Apotheken aufgebaut, die im ganzen Land inzwischen als "Farmacias Similares" bekannt sind.

Weltweit ist sie bis heute unterwegs für die "PeaceJam Foundation", eine 1996 gegründete internationale Organisation, die sich zur Aufgabe gemacht hat, "junge Führungskräfte zu schaffen, die sich durch die Inspiration von Friedensnobelpreisträgern, die den von ihnen verkörperten Geist, die Fähigkeiten und die Weisheit weitergeben, für positive Veränderungen in sich selbst, in ihren Gemeinden und in der Welt einsetzen".

Die Vergangenheit hat bis heute Aktualität. Das ist mir bei der Beschäftigung mit der Lebensgeschichte dieser beeindruckenden Frau aufgefallen.

Besonders aufgestoßen ist mir wieder einmal, dass Frauen, die sich besonders einsetzen für gerechtere und bessere Lebensverhältnisse für alle Menschen, gleich welcher Rasse, welchen Geschlechts, für den Erhalt unserer natürlichen Ressourcen, gegen Gewalt und für Frieden, lebenslang Hass entgegenschlägt. Was Rigoberta Menchú  widerfahren ist und noch immer widerfährt, muss in diesen Tagen eine Greta Thunberg erfahren oder die Frauen von Maria 2.0 oder oder.

Hass, einfach, weil man als Frau eine Rolle im Zusammenleben der Menschen spielt und seine Stimme erhebt. Das beschäftigt mich sehr. Zum Glück weiß ich, dass das anderen auch so geht...



Kommentare:

  1. Da hast Du heute einen Nerv bei mir getroffen und viele Erinnerungen aufgerufen... Rigoberta Menchú war eine so mutige Frau und eine große Hoffnung und wirklich überaus bewundernswert.
    Möge sie noch ein langes und gutes Leben haben.
    Alles Gute zum Geburtstag, Rigoberta!
    Und Dir ein herzlicher Dank für dieses Portrait... und ein herzlicher Dank an all die mutigen und kreativen Frauen, die sich immer noch und immer wieder für Menschen- und Frauenrechte einsetzen.
    GlG Sieglinde

    AntwortenLöschen
  2. Wie immer großartig! Ich kommentiere nie, diesmal musste es aber sein,
    Liebe Grüße aus Wien - Karin

    AntwortenLöschen
  3. Danke für dieses ausführliche Porträt dieser so bemerkenswerten Frau. Durch die abonnierten Mitteilungen der Christlichen Initiative Romero bin ich über die Arbeit der verschiedensten Projekte zu ganz unterschiedlichen Themen in Mittelamerika ganz gut informiert und engagiere mich gelegentlich für kleine Initiativen, die den Reichtum an kunsthandwerklichen und textilen Techniken dort erhalten und insbesondere Frauen damit auch Verdienstmöglichkeiten und damit Selbstwirksamkeitserfahrungen ermöglichen. Immer wieder ist für mich so beschämend, was Mensch mit seiner Lebensweise, seinem unreflektierten Konsum, seinem Hochmut, seiner Gleichgültigkeit, der Erde und den indigenen Völkern antut. Schön, dass Rigoberta Menchú bei dir heute im Rampenlicht steht! Liebe Grüße Ghislana

    AntwortenLöschen
  4. Auch beim Lesen dieses Porträts kommt mir in den Sinn, welch privilegiertes Leben wir doch führen.Wir sollten täglich dankbar dafür sein. Dir Dank für deine Recherche. Beste Grüße von Rela

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Astrid,

    Du hast wieder mal ein packendes Portrait geschaffen. Seit mir als frischgebackener Teenagerin Isabell Allendes* "Das Geisterhaus" in die Hände fiel, beschäftigt mich das wirklich massive Gewaltpotential in Süd- und Mittelamerika immer mal wieder. (Das soll keine Herabspielung des Frauenhasses hier vor Ort sein. Nur bekommt man es eher selten mit, was sich wirklich abspielt, dank dicker Hausmauer und einer Türe dazwischen. Der Modus auf der anderen Atlantikseite, ist - von mir so empfunden - von anderer Qualität, durch die Öffentlichkeit und Schamlosigkeit.

    Beste Grüße,

    Franziska

    * unbezahlter Tip (Ich bin mir ziemlich sicher, von euch allen hier, haben das Buch schon mal zur Hand genommen. Aber die liebe DSGVO...)

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Astrid,

    Wahnsinn, was du dir für eine Mühe machst, so ein langer Artikel. Aber kein bischen weniger spannend oder interessant, als deine Berichte über europäische Frauen. Ich habe mich sehr gefreut, dass du mir diese tapfere, indigene Frau, aber auch ihr Land, zum Bewusstsein gebracht hast.
    Wieder mal ist mein Donnerstag dadurch sehr bereichert.

    Liebe Grüße, Tanja

    AntwortenLöschen
  7. Was für eine beeindruckende Frau! Unfassbar, was in diesem Land geschehen ist.
    Danke, dass Du diese tolle Frauenbiographie und die Geschichte Guatemalas wieder ins Bewusstsein gebracht hast!
    Liebe Grüße
    Andrea

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Astrid, vielen Dank dass du mit deinen Frauenportraits immer wieder aufrüttelst und aus der bequemen "Sinnlosigkeit" herausrufst. Ich sitze nach der Lektüre hier und mir wird bewusst, dass ich mich tatsächlich mit der Made im Speck vergleichen kann. Von außen wohlgepampert, und nicht fähig oder willens, mehr als den in unseren Breiten üblichen Einsatz zum Gemeinwohl zu erbringen.... solche Posts wecken mich auf. Lieben Gruß Gabi/Pyrgus

    AntwortenLöschen
  9. Guten Morgen Astrid,
    ein beeindruckender Lebensweg dieser mutigen Frau und wieviel Leid und Trauer sie dabei erleiden musste.
    Vielen Dank für dieses bewegende Portrait und die Geschichte Guatemalas.
    Hab einen schönen Tag - lieben Gruß, Marita

    AntwortenLöschen
  10. man mag sich gar nicht vorstellen was diese tapfere Frau alles hat erleiden müssen
    warum gibt es solche Leute die sich das Recht heraus nehmen andere zu erniedrigen zu verfolgen und zu vernichten .. und dann noch auf so grausame Weise
    wir sind doch alles Menschen .. Brüder.. Schwestern ..
    ich bewundere diese Frau die sich nicht beirren hat lassen
    herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag
    hoffentlich kann sie noch viele Jahre im Kreis ihrer Familie verbringen
    danke für das Portrait
    Liebe Grüße
    Rosi

    AntwortenLöschen
  11. diesen post hab ich verschlungen, als du ihn rausgebracht hattest, aber dann kam das leben dazwischen und ich schrieb keinen kommentar... sorry. applaus! für rigoberta menchu und für dich. danke für den post! eine großartige frau und kämpferin! abendgrüße, etwas platt nach dreieinhalb stunden fridasyforfuture... eva

    AntwortenLöschen

Immer wieder sonntags muss ich es wiederholen:

Kommentare machen meist Freude. Allerdings nur die, die NICHT ANONYM sind. Kommentare ohne Namensnennung werden von mir nicht mehr veröffentlicht. Das betrifft auch Verlinkungen im Kommentarfeld, ohne dass erkennbar ist, wer sie gesetzt hat.

Mit dem Abschicken deines Kommentars akzeptierst du, dass der von dir geschriebene Kommentar und die personenbezogenen Daten, die damit verbunden sind (z.B. User- oder Klarname, verknüpftes Profil auf Google/ Wordpress) an Google-Server übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhältst du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.