Was habe ich ihre Gerichtsreportagen in den 1970er Jahren geliebt und mir deshalb diese Zeitschrift von einem Freund ausgeliehen oder mal gekauft, in der sie erschienen ( und nur wegen ihr, die nackten Mädchen, die wohl ein Kaufargument waren, gingen mir auf den Senkel). Das Polemische, Unduldsame, aber auch ihr Witz und ihre humanistische Haltung haben mir als junge Frau imponiert, und ihre Art radikal und subjektiv zu schreiben beeinflussten meine eigenen damaligen journalistischen Versuche. Heute ist sie eine alte Dame von neunzig Jahren und hat immer noch die Seele von einst: Peggy Parnass ist meine heutige Great Woman.
genau hinsehen,
Partei ergreifen.
Nicht in der Distanz erfrieren."
"Ich interessiere
mich für alles,
was mit Menschen zu tun hat,
Gefühle jeder Art,
Zustände jeder Art!"
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| Hertha & Simon Parnass |
Von Beruf ist er Auktionator, bis ihm als Jude das unter den Nazis verboten wird und er im Hafen sein Auskommen suchen muss. Peggy erinnert sich aber vor allem an eine andere Seite ihres Vaters, nämlich dass er ein Spieler, ein Zocker, gewesen ist, der ungefähr einmal in der Woche geschworen hat, nie wieder zu spielen.
"Er war klein, schlank, mit vielen schwarzen Locken. Und einem eleganten Schnurrbart. Nicht wie Hitler, sondern die ganze Mundlänge entlang. Ein sehr schöner Mann und ein schönes schmales Gesicht mit hoher Stirn und lachenden Augen. Fast dreißig Jahre älter als Mutti. Ein Junge mit immer neuen Albereien im Kopf. Bunt und abenteuerlich. Immer zu Faxen aufgelegt. Die Hände so schlank und sensibel, daß sie auf ganz andere Instrumente als Karten schließen ließen. Aber er war total unmusikalisch. Sang herzzerreißend falsch." ( Quelle hier )
"Wenn ich an meine Kindheit denke, denke ich an meine Mutter. Sie war klein, sie hat eine ganz duftende Haut gehabt, weil sie sich jeden Tag nackt von Kopf bis Fuß im Handstein in der Küche wusch. Wir waren sehr arm, so dass es nur in der Küche fließendes kaltes Wasser gab. Obwohl sie so abgearbeitet war, hatte sie Hände wie Lilien, weil sie sich immer mit Vaseline einschmierte. Und wenn ich besonders brav war, durfte ich immer bei ihr schlafen."
"Ich konnte mit fünf Jahren schon lesen und da gab es den "Stürmer", da waren überall an jeder Straßenecke , hinter Glas, furchtbare Karikaturen mit Warnungen vor uns: Juden, die Kinder fressen und solche absurdesten Dinge, die aber für wahr gehalten wurden von der Bevölkerung. Und wir durften nichts, überall waren große Schilder. " ( Quelle hier )
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| Transporte jüdischer Kinder ins Ausland fanden ab dem 30. November 1938 bis zum Kriegsbeginn 1939 statt |
"Obwohl sie wusste, dass sie uns nie wiedersieht, stand sie da und hat gelacht, ihr herrliches Lachen mit weit aufgerissenem Mund und gewinkt, so lange wir sie sehen konnten."
Als liebevoll erfährt sie auch die anderen Familien nicht, aber sie - so in der Rückschau - ist auch eine echte widerspenstige Kratzbürste, denn das Einzige, was sie will, sind ihre eigenen Eltern. "Ich war ein permanenter Aufruhr." Am übelsten nimmt sie den fremden Erwachsenen, dass sie so tun, als könnten sie den Platz ihrer Mutter einnehmen.
Gady trifft es auch nicht besser, der fünf Jahre in einem katholischen Waisenhaus ausharren muss. Alle zwei Wochen darf Peggy ihn am Sonntag besuchen. Aber ob sie wirklich zu ihm gelassen wird, hängt von der Frau an der Tür ab, einem "Satansweib":
"Ich bin immer in den vierten Stock raufgerast und da stand sie dann riesengroß und stumm und guckte böse auf mich und dann irgendwann, nach langer Zeit, hat sie immer das Gleiche gefragt: Was willst Du hier? Ich habe immer gesagt: „Ich will zu meinem Bruder.“ Und dann war diese lange, lange Pause und ich wusste nie: Sagt sie: „Komm rein“, oder sagte sie: „Geht nicht“. „Ja, warum nicht?“ „Er ist krank“ oder „Er ist nicht da.“ Aber ich konnte ihn ja sehen, klitzeklein hinter ihr, er hat geweint und meinen Namen gerufen. Und sie konnte dann entscheiden. Und dann haben wir uns aneinander geklammert und er hat mir alles anvertraut, was inzwischen gewesen war. (... ) Es war furchtbar. Er bekam immer Schläge, für alles, was ich machte." ( Quelle hier )Ihr Vormund in Stockholm ist dem rebellischen Mädchen nicht gewachsen, scheint aber auch kein Pädagogentalent gewesen zu sein, denn irgendwann nimmt er Peggy den Karton mit den fünf Postkarten der Eltern aus dem Ghetto, geschrieben vor ihrer Deportation, allen Fotos und sonstigen Briefen ab und verbrennt ihn: "Du wirst trübsinnig", meint er.
Von Schweden aus gelangen die Geschwister nach sechs Jahren über Schottland nach London zu einem Onkel, dem einzigen Überlebenden der zwölf Geschwister ihres Vaters. Drei Jahre bleibt sie dort, verdient ihr Geld mit Sprachunterricht - sie hat mit Auszeichnung ein Cambridge - Examen in Englisch bestanden, aber schon in Stockholm die Sprache gelernt durch eine bei ihrem Vormund angestellte junge Engländerin.
Da staaten- und rechtlos geht Peggy wieder nach Stockholm zurück, wo sie sich die schwedische Staatsbürgerschaft erhofft, was aber nach einer Gesetzesänderung nun erst nach zehn Jahren Aufenthalt im Land möglich ist. Durch eine Scheinehe mit einem Kollegen von der Zeitung, für die sie Filmkritiken verfasst, gelingt es ihr dann doch noch. Auch ihr Sohn Kim wird 1951 in Stockholm geboren und ist schwedischer Staatsbürger. Weniger kompliziert wird ihr Leben dadurch nicht, denn der "Ehemann" will dann jahrelang nichts von einer Scheidung wissen und darf sich von Rechts wegen in ihr Leben einmischen, was ihre Reisern und Auslandsaufenthalte anbelangt. Zwischenzeitlich lebt sie nämlich auch in Paris.
Bei einem Zwischenstopp in Hamburg, zu Besuch bei ihrer Cousine Urselchen, begleitet sie diese zur Universität und bleibt in der Stadt hängen: An der Uni findet sie "lauter dufte Leute, alles Linke und Antifaschisten", unter denen sie sich wohl fühlt. Mit dreien von ihnen - dem Dichter Peter Rühmkorf, Klaus Rainer Röhl, dem späteren Konkret- Herausgeber, und Dick Busse - lebt sie alsbald in einer Wohngemeinschaft in zwei Zimmern einer Baracke in Lokstedt und gehört zu ihrer Kabarettgruppe "Die Pestbeule".
Mit Hilfe der Schauspiellehrerin Margot Höpfner macht sie in zwölf Tagen eine Schauspielausbildung, legt eine Prüfung ab und bekommt ab 1965 ein paar Jahre immer wieder Rollen beim Fernsehen und im Film als exotische Schönheit. Aber auch als Dolmetscherin für die Polizei verdient sie ihren Lebensunterhalt.Damals - eigentlich überzeugte Atheistin - tritt sie auch in die in Hamburg bestehende Jüdische Gemeinde und in die IDK ein, die Internationale der Kriegsdienstverweigerer, und kommt so zu den Ostermärschen: Proteste gegen die Wiederbewaffnung und Atomwaffen.
"Es war eine sehr, sehr gute Zeit, weil wir alle die Illusion hatten, die Welt verändern zu können." Aktiv wird sie auch, "weil es der Selbstrespekt verlangt, den Versuch zu machen, etwas zu bewegen."
Eigentlich will sie als Schauspielerin "gern weltberühmt" werden und wird viel von Feuilletonisten interviewt. Die nervt sie aber immer wieder damit, sie sollten doch richtig wichtige Reportagen machen, zum Beispiel über die NS-Prozesse.
Irgendwann bekommt sie die Antwort: "... wenn’s dir so wichtig ist, geh doch selber hin!" Die "Frankfurter Rundschau" räumt ihr tatsächlich die Möglichkeit ein. Peggy merkt aber schnell, dass ihre Art der Berichterstattung nicht gewollt wird. Also beginnt sie für die (Monats-) Zeitschrift "Konkret" zu schreiben, die von ihrem alten Freund Klaus Rainer Röhl 1957 gegründet worden ist.
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| 1971 CC BY-NC-SA 2.0 |
Der erste Prozess, den sie verfolgt, ist der gegen René Durand, der das "Salambo" auf der Reeperbahn betreibt, NS - Prozesse finden erst einmal nicht statt. Insgesamt drei wird sie dann während ihrer Zeit als Gerichtsreporterin mitverfolgen und darüber schreiben: Über die Täter, nach wie vor geachtet und respektiert, in einer guten physischen Verfassung, was sie von ihren Opfern deutlich unterscheidet. Die sind körperlich und seelisch vernichtet und weinen vor Gericht. Das Zeigen einer solchen Erschütterung aufgrund die Erinnerung ist in der Öffentlichkeit verpönt. Sie sollen es mit sich alleine abmachen, geht Peggy auf. "Die Zeugen waren kaputt, die Täter nicht. Entsprechend wurden sie vor Gericht behandelt." Die Angeklagten werden von den Gerichtsdienern, Polizisten, Richtern nämlich regelrecht hofiert.
Ludwig Hahn, dem höchsten Gestapo-Mann in Polen, mitverantwortlich für die endgültige Räumung des Warschauer Ghettos und für 300 000 Morde und damit auch für den Tod ihrer Eltern, kriecht der Richter beim Prozess immer wieder in den Allerwertesten: "Entschuldigen Sie, Herr Doktor, dass ich Sie das alles fragen muss."
Der Hermine Braunsteiner - Ryan - von ihren Opfern als "Stute" oder "Schindmähre" genannt - rückt Peggy Parnass im Majdanek - Prozess 1981 regelrecht auf die Pelle:
"Ich will die sehen, von Angesicht zu Angesicht! Ich will die sehen! Diese Frau, von Ehrgeiz zerfressen, dieses Arbeiterkind, das mit seinen eisenbeschlagenen Schaftstiefeln hilflose Frauen tottrampelte. (…) Ich gehe in die Hocke vor ihr. Nichts. Die Verteidiger sind wachsam. Was befürchten sie? Ich hab keine Kugeln im Kugelschreiber. Leider?" ( Quelle hier )
Ihr Gerechtigkeitsempfinden ist geradezu existenziell, und sie stellt sich den Tatsachen bis zur eigenen Verwundbarkeit. Das geht manchen in der Republik ordentlich auf die Nerven, und sie erhält immer wieder Morddrohungen.In anderen Gerichtsreportagen stehen nie die Großen und Bekannten im Mittelpunkt, sondern die Entgleisten, die Mörderischen, die Wütenden und die in der Tat prekär lebenden Menschen. Peggy nimmt sie sozusagen in Obhut – "auf dass das gebildete linke Volk überhaupt mal erfährt, für wessen Befreiung es sich verwandte", so die TAZ hier. Ihr geht es auch immer wieder so, wenn sie an den Angeklagten vorbeigeht, dass sie denkt: "Reiner Zufall, daß ich nicht dort sitze."
1979 bringt der Zweitausendeins - Verlag diese ergreifenden, wahrhaftigen, distanzlosen Geschichten aus den Jahren 1970-78 in einem Buch heraus. Es macht sie im ganzen Land bekannt und zu einer Kultfigur. Sechzehn Auflagen wird es erfahren. 17 Jahre wird sie der Gerichtsreportage übrigens treu bleiben.
1979 wird ihr der Joseph-Drexel-Preis der gleichnamigen Stiftung für hervorragende Leistungen im Journalismus verliehen, im Jahr darauf der Fritz - Bauer - Preis der Humanistischen Union, der ihr besonders wichtig ist. 1982 gewinnt sie zusammen mit ihrem Kollegen Axel Engsfeldt den Bundesfilmpreis für ihren Film "Von Richtern und anderen Sympathisanten" ( hier ist ein Ausschnitt zu sehen, Peggy Parnass ab 1:20 min )
Über ihre Kindheit spricht Peggy Parnass lange nicht. Im Buch "Unter der Haut" erzählt sie (1983) dann ihre Geschichte. Drei Monate geht es ihr schlecht, als sie die Erinnerungen an ihre von den Nationalsozialisten ermordeten Eltern zum ersten Mal aufschreibt. 1985 folgt das Buch "Kleine radikale Minderheit", 1990 "Süchtig nach Leben" und 1993 "Mut und Leidenschaft" - fast alle ihre Bücher werden Bestseller. Sie macht damit ihr Leben öffentlich, "umgestülpt wie einen Handschuh - von innen nach außen" schreibt Sabine Knappe im Hamburger Abendblatt.
Arbeit steht für Peggy Parnass immer an oberer Stelle, aber im Sinne des Kampfes für die gute Sache. Sie will etwas bewegen, und Wut sei eine ihrer Antriebsfedern, sagt Georg Stefan Troller, der Freund, über sie. Als Aktivistin setzt sie sich für Schwule ein, unterstützt die Frauenbewegung ( als die Debatte um den Paragraphen 218 einen Höhepunkt in den 1970er Jahren erreicht, gehört sie zu den ersten Frauen, die sich selbst anzeigen ).
In den nächsten Jahren ist sie immer häufiger Gast im Fernsehen und auf den Podien. Auch die Schauspielerei gehört wieder irgendwie zu ihrem Leben. Nach "Panische Zeiten" von Udo Lindenberg (1980) und "Der Beginn aller Schrecken ist Liebe"von Helke Sander steht sie 1994 für Doris Dörrie vor der Kamera in "Keiner liebt mich". Sie tritt auf großen Bühnen auf, aber ebenso in kleinen Buchhandlungen mit ihren Lesungen, sie geht in Schulen und stellt sich auch da den Fragen, immer ist sie offen und unkompliziert. Die Illusion etwas ändern zu können, verliert sie allerdings im Laufe der Jahrzehnte: "Ich hatte die Illusion, dass man nur deutlich sein muss."
Mit dem Begriff Heimat - für mich nachvollziehbar - hat Peggy Parnass so ihre Schwierigkeiten: "Wenn ich sage, ich lebe gern in Hamburg, meine ich in Wirklichkeit: Ich liebe das Leben mit meinen Freunden in St. Georg." Dort wohnt sie in einer "Mischung aus Museum und überdimensionalem Zettelkasten". An den grünen Wänden tummeln sich Fotos von Personen, die die Kultur- und Mediengeschichte der Bundesrepublik geprägt haben, hängen Erinnerungsstücke:
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| © Hendrik Lüders Hamburg mit freundlicher Genehmigung |
Davor hat sie auch - 2008 - bei einem Abendessen im kleinen Kreis in Hamburg das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen, an dem auch der Autor Ralph Giordano teilgenommen hat. Der und der Pariser Freund Troller haben sie überzeugt, es anzunehmen. Sie selbst findet, es passe eigentlich nicht zu ihr.
Mit den beiden Männern verbindet sie die gemeinsame Kindheitserfahrung. Sie haben wie Peggy nie verwinden können, "dass sie als Kinder ausgegrenzt wurden, dass ihre besten Freunde sagten: 'Mit dir nicht!' Die ganze Lebensleistung hat diese tief gehenden Verletzungen in keiner Weise auslöschen können."Auch mit dem wunderbaren Schriftsteller Peter Weiss, als Kind ebenfalls nach Stockholm vertrieben, teilt sie dieses Erlebnis der Ausgrenzung.
Überhaupt Freunde: Die sind dauerhaft in ihrem Leben geblieben, anders als die Männer, mit denen sie Liebesbeziehungen gehabt hat. Liebe ist für sie lebenslang ein Schlachtfeld gewesen:
"Immer wieder will ich, was nicht zu haben ist - die Beständigkeit der Raserei."... "Ich bin liebessüchtig. Und was es an Liebe gab, das ist danach nie wieder irgendwo hergekommen. Ich hab mich immer in Liebesgeschichten gestürzt. Kopfüber rein, drauflos gelebt, hab nach der Liebe gejagt. Das kann nicht glücklich machen." ( Quelle hier )





Guten Morgen Astrid,
AntwortenLöschenwir Kinder aus den 50ern und weiter kennen sie, denn sie war in aller Munde und gerade heute bin ich sehr niedergeschlagen, denn war passiert ist, das lässt einen nicht los.
Peggys Eltern sind im Vernichtungslager Treblinka ums Leben gekommen und, wenn das so Jemand daher kommt und den Holocoust leugnet...!
Die AfD bezeichnet den Holocoust als "Vogelschiss" der Geschichte und das ist ein Angriff auf die Demokratie.
Wo war die Polizei, wo ist die Polizei in Stuttgart an der Synagoge?
Auch am höchsten Feiertag der Juden?
Danke wieder ein guter Bericht über eine erstaunliche Frau.
Lieben Gruß Eva
Liebe Astrid,
AntwortenLöschenich LIEEEEEBE Peggy!!!! Danke, dass du sie vorgestellt hast.
Lass dich ganz fest drücken.
Liebste Grüße
Elisabeth
eine starke Frau
AntwortenLöschenich kannte sie nicht
aber beeindruckend wie sie sich durchgekämpft hat
ja .. das Augerenzt sein.. das kennen wir beide auch oder??
"Flüchtlingskind".. nicht so extrem wie "Judenkind" aber auch prägend
wie krank doch manche Menschen im Kopf sind
und wie anfällig für Propaganda
immer noch
danke für das Portrait
liebe Grüße
Rosi
Liebe Astrid,
AntwortenLöschenDanke für diese wunderbare und sehr interessante Vorstellung.
Lieben Gruß
moni
Gerade heute trifft diese erschütternde Lebensgeschichte der großartigenn Peggy Parnass mich ganz besonders. Kürzlich war ich kulturell unterwegs in Halle und ich hoffe, dass diese Stadt aufsteht gegen diese Gesinnung. Es reicht!
AntwortenLöschenPeggy Parnass, der furchtlosen Zeitzeugin, wünsche ich noch ein langes Leben in Würde und Gesundheit und alles Gute zu ihrem Geburtstag.
Danke Dir, liebe Astrid, für ihr Portrait hier,
Sieglinde
von Helga:
AntwortenLöschenLiebe Astrid,
was für ein wunderbarer, einfühlsamer Bericht. Danke, der Name war schon irgendwie bekannt, aber näheres wußte ich nicht über sie.
Eine einsame kalte Wasserstelle hatten wir auch, überhaupt ist mir vieles in Erinnerung, denn die Zeit war damals so. Heute müßen wir höllisch aufpassen, daß sich das braune Gesockse nicht wieder von hinten einschleicht. Man müßte vieles nicht zulaßen, im Vorfeld eindämmen. Warum sind wir nur so von Schuld geplagt, andere Länder haben keine Skrupel unschuldige Menschen und Kinder das Leben zunehmen. Warum läßt der Erdogan die Kurden nicht leben. Sie wollen doch auch nur leben.
Werden wir denn nie mit der Vergangenheit fertig, die jetzige Zeit ist auch keinen Deut besser. Vor der Zukunft kann einem bange werden, was erwartet wohl unsere Enkelkinder und Urenkel noch?
Nachdenkliche Grüße von der Helga
So eine tolle Frau! Jahrelang habe ich mich mit den Karrieren der braven Nazibürger beschäftigt. Gerade die Reportagen vom Majdanek-Prozess waren so wichtig.
AntwortenLöschenLG
Magdalena
Mir ist sie kein Begriff, interessante Frau. Erschreckend das Leben und bewundernswert. Vielen Dank.
AntwortenLöschenDanke, für diese (prompt zeitlich so passende,) sehr schöne Reportage über eine wahnsinnig tolle Frau!
AntwortenLöschenDas Foto in ihrer Bibliothek (sag ich Mal so, denn wunderbar, wie viel an Büchern und Bildern dort um sie herum sind) ist ganz besonders, sieht man ihr dort doch ihr Leben an, mit diesem strahlenden Lächeln.
Liebe Grüße
Nina
peggy parnass gehörte über einen sehr langen zeitraum zu unserer politischen entwicklung dazu. r. hatte die konkret viele jahre abonniert... jetzt habe ich lange nichts mehr von ihr gehört, umso mehr freue ich mich über deinen bericht und über viele details über sie, die ich noch nicht kannte. ich hoffe sehr, dass es ihr gut geht und sie ihren geburtstag mit freunden feiern kann.
AntwortenLöschenliebe grüße
mano
Ich habe sie wohl damals nur am Rande und "von drüben" aus wahrgenommen, und freue mich jetzt hier bei dir soviel mehr über sie zu erfahren. Und wie dieser Post in diese Woche passt. Mir fehlen zz. immer mehr die Worte nach außen. Ich fühle mich so müde. Also weiter, im Kleinen wenigstens. Und die Zuversicht behalten. Liebe Grüße an dich und euch, mit lächelndem Blick auf dein bezauberndes Begrüßungsblumenkörbchen am Eingang - Ghislana
AntwortenLöschenWieder so spannend und wichtig!!
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Andrea