Donnerstag, 14. Juni 2018

Great Women # 144: Christine Lavant



Und wieder: Tusch! Inzwischen bin ich bei sechs Mal je 24 Porträts großartiger Frauen seit Oktober 2014 angelangt. Ich bin immer wieder überrascht, wie viele es davon gibt und wie es unserem kulturellen Gedächtnis in seiner Männerfixiertheit gelingt, das immer wieder auszublenden! Mehr als 4800 Klicks hat inzwischen mein erster Beitrag über Hannah Höch erreicht, der zweite über Lotte Reiniger 1100, Christine Nöstlinger, Peggy Guggenheim und Louise Bourgeois sind an ihr vorbei gezogen, der Post über Vivienne Westwood verzeichnet 1400 Aufrufe und der über Clarenore Stinnes gar 1500. Ich aktualisiere übriges immer noch mehrmals monatlich die Seite "Great Women" und weise auf die Frauen hin, denen ich mehr Leserinnen wünsche.


"Das Sonnenrad ging über mich hinweg,
ich liege tief im Tulpenkelch der Nacht
und zähl der Sterne gelbe Staubgefäße,
von denen eines klar sich niederneigt."

Es war Elisabeth /"Tante Mali", die mich mit einem Kommentar, in dem sie den Gedichtband der großartigen Frau meines heutigen Posts auf ihrem Nachttisch erwähnte, darauf brachte, in meinen Lyrik - Anthologien nach ihren Gedichten zu schauen, um sie wieder zu lesen. Fasziniert, wie ich gerne bin, habe ich mich dann in ihr Leben vertieft und beschlossen, einen Beitrag für mein Blog zu schreiben. Die Rede ist von der österreichischen Dichterin Christine Lavant.

Christine Lavant kommt am 4. Juli 1915 als Christine Thonhauser, neuntes & letztes Kind der Näherin Anna Thonhauser und des invaliden Grubenmaurers Georg Thonhauser, in Groß-Edling bei St. Stefan im Kärntner Lavanttal auf die Welt .

Mittleres Lavanttal
Creative Commons ( CC BY-SA 3.0 )
Die Familie Thonhauser ist bitterarm. Bergarbeiter - im Lavanttal wird bis in die 1960er Jahre Kohle gefördert - verdienen so gut wie nichts, und die Bauern des Tales schauen auf sie herab. Nach dem 2. Weltkrieg wird sie über ihre Familie schreiben:
"Meine Eltern stammen beide von sehr alten bäurischen Familien ab. Das Lavanttal war bis vor - verhältnissmässig sehr kurzer Zeit noch ein vollständig von aller Welt abgeschlossener Talkessel was zu sehr vielen Familienheiraten und daher Inzucht führte. Dies ergibt ein sehr sonderbares Schicksalgefüge das für mein Empfinden sehr an nordische Sagas erinnert. Jedenfalls lieferte das Lavanttal bis vor Kurzem wohl noch den grössten Prozentsatz an Irrsinnigen Idioten und Selbstmördern."
Die Großfamilie bewohnt ein Zimmer. Und wo sich schon acht Personen drängen, bleibt für das Baby, scheinbar kaum lebensfähig, nur ein Platz in einer Schublade voller Flicken. Die Geschwister müssen zu den Bauern gehen, um etwas Milch für den Säugling zu erbetteln. Kaum fünf Wochen alt bekommt Christine Skrofeln,  durch Mangel hervorgerufene Entzündungen der Haut mit nässenden Wunden am ganzen Körper. Diese Erkrankung wird auch auf Dauer ihr Sehvermögen schädigen, so dass sie kein Licht verträgt.

1918 erkrankt Christine an einer ersten Lungenentzündung ( die sie ab da fast jährlich befällt ) und 1919  bringt man sie ins Hospital, weil man für ihr Weiterleben kaum noch Hoffnung hat.

Das kranke Kind scheint sich in seiner Familie dennoch geborgen zu fühlen: Vom Vater weiß es zu erzählen, dass er gerne Geschichten "vom Gottsnamwutzl und von anderen Geistern" vorgetragen hat. Und die Mutter, die tagsüber für die Bauern näht und bis spät in die Nacht strickt und dabei liest, singt mit den Kindern eigenartig altmodische Kirchen- und Volkslieder. Christine vermittelt sie darüberhinaus auch die Vorstellung von der Würde der Armut, die Freude am Lesen und die Gewissheit, schreiben zu dürfen, ohne verspottet zu werden. Die Geschwister werden Christine auch immer materiell unterstützen.

Etwas von diesem familiären Miteinander spiegelt sich in diesem "Nachtgebet", das nur noch als Mitschnitt einer Lesung von 1962 erhalten geblieben ist ( Quelle hier ):
"Erinnerung an ein Abendgebet
Eine freundliche Nacht, die das Zimmer behellt,
weil die Mutter die Lampe so tief abgedreht,
dass nur die Spur eines Lichts auf die Arbeit ihr fällt,
und ringsum das Atmen der Schwestern.
Und ein Nachklang vom endlosen Abendgebet
und alles Schwere von gestern.
Ob der heilige Josef wohl helfen kann,
dass die Schwester den Posten wird kriegen?
Und das mit der Stube, damit nimmer dann
der Bruder im Keller muss liegen.
Ob der liebe Gott bestimmt allmächtig ist
und ob er am Ende nicht doch noch vergisst,
dass die Mutter kein Geld für die Milch hat.
Ich will auch nicht weinen, wenn morgen beim Bad
die Wunden mir wieder so brennen
und wenn die Augen verschwollen sind
und wenn sie mich schimpfen: "Die Kröte ist blind!" –
die anderen Kinder und rennen.
Sie sollen auch nicht, wie ich gestern gesagt,
dafür in die Hölle dann kommen,
wenn bloß unsere Mutter nicht mehr so verzagt
und wenn wir die Stube bekommen.
Und mein Herz ist so klein,
es darf niemand hinein, als du, mein liebes Jesulein.
"
Bis zum Schulbeginn 1921 spielt sich Christines Leben fast nur in der Stube der Familie ab, sie liegt manchmal "neben Mutters Nähmaschine auf(s) Fensterbrett gebettet, weil ich ja skrofulos war und viel Sonne bekommen sollte". Und manchmal im Mutter - Bett, von wo aus man im Spiegel die zweite, verzauberte Stube sehen kann: "Diese Verdoppelung und Verzauberung der armen aber inständigen Wirklichkeit ist vielleicht schuld daran, dass ich eine Dichterin wurde", wird sie später in einer Selbstdarstellung für den dänischen Rundfunk schreiben ( Quelle hier ). Außerdem "wickelten sich alle Gespräche vor meinen Ohren ab. Mutter war nämlich für alle anderen eine Art Beichtiger. Das Elend des ganzen Dorfes rann bei ihr zusammen. Aber es wurde, sobald es in unserer Stube sich auslegte irgendwie verwandelt. Ich kann dies schwer erklären." Und an anderer Stelle: 
"Ehebruch Totschlag Kindsmord Brandstiftung Grenzsteinverschiebungen Gespenstererscheinungen Unglücksfälle Klaghändel Irrsinnsausbrüche, Todfeindschaften. Dies alles wurde immer mit dem Einsatz des ganzen Herzens und der ganzen Fantasie und zumeist unter Verwendung vieler verstümmelter Fremdworte vorgebracht und es wurde immer wieder in allen Abarten geweint und geflucht und geschworen. Mutter nahm das alles hin ohne je mitzuweinen mitzufluchen oder auch nur mitzuschimpfen. In ihren Augen stand dann das innerste Gefüge des Dorfschicksales aber verwandelt von einer strahlenden fast übermütigen Demut. Manchmal rückte sie alle Verzweiflung oder Verwirrung für sich und für die anderen mit dem einfachen Satz zurecht: 'Der liebe Gott ist kein Hausstock' (= Idiot, fast in jeder Familie gab es einen oder mehrere davon) "und er wird schon wissen was er tut.'"
In die Schule geht das Kind aufgrund seiner vielen Krankheiten nur selten. Das verhuschte, von Skrofeln an Hals & Gesicht entstellte Mädchen wird dort "gemobbt", wie wir es heute ausdrücken, und hat ihrerseits Angst, die Mutter könne in der Zwischenzeit zu Hause gestorben sein. Es ist ein Ort, an dem sie in ihrer Erinnerung immer sehr unglücklich gewesen ist. Diese komplexe Situation mag auch erklären, dass sie sieben Jahre benötigt, um die dreiklassige Grundschule zu absolvieren. Dennoch schreibt sie schon da Geschichten "auf der Fensterbank" - Schreiben als "Ausweg aus sich selbst".

1924 rettet der Neunjährigen der Primarius der Augenabteilung des Klagenfurter Landeskrankenhauses, Dr. Adolf Purtscher, das Augenlicht. ( Er und seine Frau Paula werden später zu den ersten Förderern ihrer literarische Begabung gehören. ) Nach der Entlassung muss sie den Weg nach Hause - immerhin 60 Kilometer! - zu Fuß gehen, im Rucksack als Geschenk ihres Arztes eine Goethe - Ausgabe.

1927 bekommt die Zwölfjährige dann noch Lungentuberkulose, und die Skrofulose verschlimmert sich. Der behandelnde Arzt, Dr. Man, riskiert, weil er befürchtet, dass Christine sonst nicht überleben wird, eine starke Röntgenbestrahlung. Das Mädchen wird tatsächlich dadurch geheilt, behält aber seine schwache Konstitution, ist von Narben aufgrund der Verbrennungen an Brust, Hals und Gesicht auf der rechten Körperhälfte gezeichnet und behält eine starke Temperaturempfindlichkeit am Kopf. Aus den Erzählungen ihrer Geschwister weiß man, dass sie anschließend einen ersten Roman - "Beschreibung einer Seelenwanderung" - versucht. ( Ihr Schwager Anton Kucher gehört einer Gruppe von Buddhisten in Klagenfurt an und scheint sie geistig beeindruckt zu haben. ) 

Den Besuch der Hauptschule in Wolfsberg muss sie denn auch aus gesundheitlichen Gründen abbrechen, weil der zu Fuß zurückzulegende Weg zu anstrengend für das Mädchen ist. Und so beendet Christine 1929 die Volksschule ohne formellen Abschluss. Lehrgeld für eine Berufsausbildung kann die Familie nicht aufbringen. Christine ist aber auch nach wie vor körperlich und seelisch zu instabil, um einer regelmäßigen Beschäftigung nachzugehen. Eine nicht entdeckte Mittelohrentzündung führt zu einer weitgehenden Taubheit auf einem Ohr.

1930/1931 besucht sie einige Monate lang die landwirtschaftliche Haushaltungsschule Kloster Hochstraß im niederösterreichischen Stößing bei Wien. Bald bricht sie die Ausbildung ab, wohl auch wegen Konflikten mit den Nonnen der "Kongregation der Töchter der göttlichen Liebe", deren Anforderungen sie sich nicht gewachsen fühlt.

Schreiben wird ihr Weltersatz, als sie wieder zu den Eltern zurückkehrt. "Das Geschrieben [!] war durchwegs Kitsch und Gelesene wohl auch, denn sonst hätte mich der erste Hamsun der zufällig darunter geriet nicht so sehr erstaunen und erschüttern können." ( Quelle hier ) Depressionen plagen sie und eine weitere Augenbehandlung bei Dr. Purtscher wird notwendig.

Als ein Verlag ihren ersten Roman - ein autobiographisches Werk, das der seinerzeit angesehenste Schriftsteller Kärntens, Josef Friedrich Perkonig, befürwortet hat – ablehnt, verfällt sie wieder in Schwermut, vernichtet alles bis dato Geschriebene und weist sich freiwillig in die Klagenfurter "Landes - Irrenanstalt" ein, von wo sie nach sechs Wochen entlassen wird. 1935 führt ein Suizidversuch mit Tabletten zu einem weiteren Aufenthalt in dieser Anstalt. Ihr Arzt, Dr. Otto Scrinzi, für den sie ihr Leben lang schwärmen und eine Reihe Gedichte widmen wird, verordnet die unterschiedlichsten Medikamente, von denen sie ebenfalls lebenslang abhängig sein wird.

In ihrem 24. Lebensjahr sterben die Eltern kurz hintereinander. Sie muss die Familienstube räumen und kommt in einer winzigen Dachkammer unter. Ihre harte Lebenswirklichkeit lässt auch alle "Verzauberung" aufhören: 
"Meine Schreib-Wut hielt ich für eine überstandene Krankheit die ich niemehr in mir aufkommen lassen wollte weil es sich für einen armen Menschen nicht gehört. Bis zu meinem 30. Jahr habe ich dann fast Tag und Nacht für die Bauern gestrickt und dabei gelesen und mir - nach der Art unserer Mutter - nichts anderes gewünscht als, dass ich immer ein Dach über dem Kopf und ein Bett zum Schlafen haben möchte."
Sie lässt sich auf eine Ehe ein - "aus Mitleid" wie sie es in späteren Jahren erklären wird und gegen den Willen ihrer Schwestern - mit dem sechzigjährigen Landschaftsmaler Josef Benedikt Habernig, damals erfolglos, ebenfalls ein Hungerleider wie sie, hat er doch das von den Eltern ererbte Gut in St. Peter und sein Vermögen in der Weltwirtschaftskrise verloren. Dazu ist er auch noch geschieden, eine Todsünde, die Christine von den katholischen Sakramenten ausschließt und die Dorfbewohner noch argwöhnischer auf sie schauen lässt. Mit ihm haust sie von da an in ihrer Dachkammer und füttert ihn mit ihrer Strickerei durch. Doch das Stricken hat einen Vorteil, ermöglicht es ihr gleichzeitig das Lesen wie damals der Mutter. Die Wolfsberger Leihbibliothek ist ihre Bezugsquelle und ihre bevorzugte Lektüre ist meist religiöser, mystischer, philosophischer und esoterischer Natur.

In der Zeit der Naziherrschaft in Österreich ist Christine Lavant aufgrund der auch in Kärnten exzessiv betriebenen "Euthanasie" -Aktionen gefährdet ( immerhin fielen denen 1500 Menschen in der Klagenfurter Anstalt zum Opfer und ihr Arzt Scrinzi ist daran nicht unbeteiligt ), gilt sie doch in ihrem Dorf wegen ihres Aufenthaltes in der Psychiatrie, aber auch wegen ihrer literarischen Ambitionen als "Verrückte". Es ist anzunehmen, dass ihr das bewusst ist. An der unveröffentlichten Erzählung "Hannah", die sich aufs Jahr 1945 bezieht, lässt sich ablesen, wie sie das zeitgeschichtliche Geschehen erlebt hat. So stellt sie das Schreiben ein, sieht sich zur "völligen innerlichen Stummheit verurteilt" und beschränkt sich auf das Stricken. Einen gewissen Schutz verschaffen ihr wohl auch Verwandte und Freunde, die dem Regime verbunden sind.

Als ihr 1945 ein Band mit späten Gedichten von Rainer Maria Rilke aufgrund von Empfehlungen der Bibliothekarin in die Finger gerät, ist es ihr, als "habe man einen Brunnen geschlagen" bzw. ist "ein Wolkenbruch über mich gekommen". Dabei ist das Gedichtelesen nichts, was man mit dem Stricken vereinbaren kann. Trotzdem liest sie weiter und beginnt dann fast Tag und Nacht Gedichte zu schreiben, "aus dem Lavanttal in den Echoraum der Weltliteratur hinein" ( Angelika Overath ).

Sie erinnert sich an Paula Purtscher, die Frau ihres Augenarztes aus Kindertagen, "nämlich der einzige »gebildete« Mensch den ich kannte", schickt ihr ein paar Gedichte und erhält postwendend eine Schreibmaschine. Und nicht nur das: Paula Purtscher leitet die Gedichte an Paula Grogger weiter, eine damals mit ihrem Erstlingswerk sehr beachtete steirische Schriftstellerin. Die Grogger hat Beziehungen zum Verleger Viktor Kubczak. 

Im Mai 1946 ist Christine bei ihr zu Gast und in Groggers Haus kommt sie mit Kubczak zusammen, der ihr rät, das Pseudonym "Lavant" zu wählen und der mit der Veröffentlichung ihrer Werke in seinem neugegründeten Stuttgarter Brentano - Verlag beginnen will. "Auf diese Art also bin ich Schriftstellerin geworden fast über Nacht und ohne es eigentlich bewusst gewollt zu haben."

Das Gedichtbuch "Die Nacht an den Tag" liegt alsbald als Korrekturabzug bereit, doch der Druck scheitert an den Verwirrungen der Nachkriegszeit, mit denen der aus Breslau geflohene Verleger zu kämpfen hat. Christine Lavant wird später zu diesem Werk bemerken: "Ich kann den Schund halt nimmer anschauen!", so dass das Buch erst in unseren Tagen im Band 3 der Werkausgabe herauskommen wird. Kubcak rät ihr nun zum Schreiben von Prosa. Die Erzählung "Das Kind", in dem sie dem geliebten Primariusdoktor Purtscher ein Denkmal setzt, ist dann ihre erste Veröffentlichung, 1949 der Gedichtband "Die unvollendete Liebe" und die Erzählung "Das Krüglein".

Die Erzählungen stoßen kaum auf Interesse, wohl aber die Lyrik. Bei einer Lesung anlässlich der St. Veiter Kulturtage 1950 kann Christine Lavant auf sich als Dichterin aufmerksam machen. Lorenz Mack, einer der Initiatoren dieser Veranstaltung, wird sich später an den ersten Auftritt der bis dahin nur wenigen bekannten Autorin erinnern:
"Und wie sie kam! Mit Kopftuch, schwarzem "Schlawanger", schwarzem Rock, ein zusammengeknotetes Tüchl in der Hand, in dem sich ihre Geldbörse und ein Kamm befanden. Sie trat zum ersten Mal in die Öffentlichkeit - und schlug alle in ihren Bann. So begann ihr Weg." ( Quelle hier )
Sie lernt dort auch den bereits etablierten und ebenfalls verheirateten Maler Werner Berg, 46 Jahre alt, kennen. In das ihm gewidmete Exemplar der "Unvollendeten Liebe" schreibt sie: "Für Werner Berg die Wortlose ein kleines Wort und auch das groß: Ich hab dich sehr gern!" Da hat die Liebe schon wie ein Blitz eingeschlagen: Eine enge persönliche Beziehung, die durch Himmel und Hölle gehen wird, beginnt.

Berg scheint fasziniert von der schmalen Frau mit den Sphinxaugen ganz in Schwarz, die etwas von einer Nonne an sich hat. Seiner Frau, mit der er fünf Kinder hat und mit denen er auf einem berühmt - berüchtigten Hof in Kärnten lebt, macht er "die künstlerisch geistige Notwendigkeit seiner Hinwendung zur Dichterin" deutlich & fordert ihr Verständnis ein.

Mit Werner Berg ( Mitte )
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Christine selbst, ihrem Ehemann schon lange entfremdet, huldigt ab da in ihrer Lyrik ihrem Geliebten mit geradezu kühnen Wortschöpfungen und Bildern. Und wenn sie in den Gedichten auch Gott anruft: "Die religiöse Problematik erscheint sekundär (...) Sie ist Folge einer absolut erlebten Liebe und Liebestrennung", so Grete Lübbe-Grothues hier. Andere Kritiker schreiben, dass man bei der Lektüre der Gedichte "an einem Hochamt der Liebe" teilnähme. Ihre Leidenschaft & Liebe treibt sie in einen regelrechten Schreibrausch und setzt sprachliche Urgewalten frei: Zwanzig bis dreißig Gedichte verfasst sie pro Tag, dann folgt ein Zusammenbruch. 

Nach vier zermürbenden Jahren begeht Werner Berg Anfang 1955 einen Suizidversuch, den er nur knapp überlebt. Allerdings muss es Spekulation bleiben, ob die Dichterin der Anlass dazu gewesen ist. Werner Berg hat nämlich ihren Wunsch respektiert und alle ihre Briefe verbrannt.

Christine zieht sich zurück, scheint aber darunter zu leiden: "Es ist viel schlimmer keinen Mann und kein Kind zu haben als nicht Dichten zu können", formuliert sie in einem Brief an die enge Freundin Ingeborg Teuffenbach. Geschaffen hat sie in jener Zeit ihr lyrisches Hauptwerk.

Schon 1954 hat sie anlässlich der Verleihung des Georg-Trakl-Preises den Salzburger Verleger Otto Müller kennengelernt, der ihr Werk von da an betreut. Müller, der sich selbst als Vermittler eines christlich-abendländischen Geistesgutes empfindet, verlegt solche Bücher, "die ihm als Ausdruck entweder der innerkirchlichen Erneuerung oder der Wiederverchristlichung der Welt erschienen". Er ist es, der die langjährige Rezeption von Christine Lavant als katholische Autorin durch seine Auswahl der von ihr veröffentlichten Werke bestimmt. Die Lavant selbst ist vorurteilsfrei & aufgeschlossen gegenüber sämtlicher Spiritualität gewesen und durchaus kritisch gegenüber ( männlichen ) Machtstrukturen in der Kirche.

Eine Freundschaft zu Ludwig von Ficker, dem Herausgeber der Literaturzeitschrift "Der Brenner", entwickelt sich in jener Zeit, ebenfalls eine mit dem Komponisten Gerhard Lampersberg und seiner Frau Maja, denen der "Tonhof" gehört, einem damaligen Wallfahrtsort der österreichischen Avantgarde in Kärnten. Als "Getreue, wunderbare Freunde" bezeichnet sie das Ehepaar in einem Brief an sie, "gewaltige Herausreißer" aus ihrem "Elendsgeflecht". ( Quelle hier )

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Dort lernt sie unter anderem auch den jungen Thomas Bernhard kennen, der die Lampersbergers erst auf die Dichterin aufmerksam gemacht hat. Bernhard wird 1987 eine Auswahl ihrer Gedichte veröffentlichen. Seiner Lektorin Elisabeth Borchers hat er einstmals gesteckt:

"Die Lavant ist eine völlig ungeistige, sehr gescheite, durchtriebene. Sie wohnt auf der Betondecke eines Supermarktes an einer Strassenkreuzung in Wolfsberg mit einer Riesentankstelle und tippt ihre Gedichte gleich in die Maschine. Das ist für mich grossartiger, als das verlogene Weltfremdmärchen mit katholischer Talschlussromantik, das gottbefohlene, das um sie bis heute immer verbreitet worden ist."

Bernhard spielt in seiner Bemerkung auch auf die Wohnung der Christine Lavant in St. Stefan an, die sie bei ihrer langjährigen Freundin Gertrud Lintschnig 1950 gefunden hat und die sie ( mit einer Unterbrechung von anderthalb Jahren ) bis zu ihrem Tode bewohnen wird.

1956 vergibt die Zeitschrift "Neue Deutsche Hefte" ihren Lyrikpreis an die österreichische Autorin, und das St. Georg Kloster in Istanbul, welches damals quasi das noch nicht existente österreichische Kulturinstitut in der Türkei gewesen ist,  lädt sie zu sich ein. 1957 unternimmt Christine Lavant eine Reise dorthin.

Fast jährlich kommen neue Bücher mit Erzählungen und Gedichten von ihr heraus wie "Die Bettlerschale" ( ihr bekanntester Gedichtband ) bzw. "Die Rosenkugel" (1956), "Spindel im Mond" (1959), "Sonnenvogel" (1960).

Schon 1959 hat sie sich dahingehend geäußert: "Immer mehr komme ich darauf, daß alles, was auf Gott und den Glauben Bezug hat, den Worten nach kaum je trocken und nüchtern genug gesagt werden kann." Erst in ihren später veröffentlichten Werken aus dem Nachlass wird ihr Verhältnis zu Gott richtig deutlich. Ihr Freund Ludwig von Ficker nennt diese "Lästergebete", jene Beschwörungen und Verdammungen, Hymnen und Blasphemien, die in ihren zu Lebzeiten veröffentlichten Werken nicht vorkommen. Da schreibt sie u.a. auch zu Jesus Erlösungstod "Was hilft es mir dass einst ein Menschensohn / als Brot sich anbot – welch verrückte Sage." Gott selbst gilt ihr gar als menschliche Projektion: "Gott – wenn ich ihn jeweils erfände."

"Gute Gedichte", wird der früh verstorbene Thomas Kling in unseren Tagen über die Lyrik der Christine Lavant schreiben, "sind immer Produkte des kontrollierten Außersichseins, nicht von innerlicher Schlafwandelei."

Christine Lavant, 1963 in ihrer Wohnung fotografiert von Ernst Peter Prokop
mit freundlicher Erlaubnis



1956 und 1960 erhält die Dichterin den Staatlichen Förderungspreis für Lyrik: "Mein Leben hat sich dadurch nicht viel geändert nur, dass ich vorläufig nimmer stricken muss weil mir das Land Kärnten und der Staat Österreich zusammen allmonatlich eine Förderungsprämie schenken worüber ich sehr froh bin denn das viele Stricken greift einem [!] mit der Zeit sehr an und ausserdem kaufen die Leute alles schon fertig", kommentiert sie das in ihrer Selbstdarstellung für den dänischen Rundfunk.

Josef Habernig, der Ehemann, erleidet 1963 einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholt, Christine Lavant daraufhin einen Nervenzusammenbruch, der einen Krankenhausaufenthalt in Klagenfurt nach sich zieht. Im Oktober des darauffolgenden Jahres stirbt er 85jährig. Es ist das Jahr, in dem sie erneut den Trakl-Preis, aber auch den Anton Wildgans-Preis verliehen bekommt. 1966 übersiedelt die Dichterin mit ihrem gesamten Hausstand in eine Wohnung im sechsten Stock eines Klagenfurter Hochhauses - ein Experiment , das zum Scheitern verurteilt ist, denn sie fühlt sich dort "ausgesetzt".

Verleihung des Staatspreises für Literatur 1970
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1967 erscheint ein weiterer Gedichtband, "Hälfte des Herzens", und sie wird korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz und Mitglied des PEN-Clubs. 
Ein erneuter Krankenhausaufenthalt lässt sie nach St. Stefan in ihre alte Wohnung zurückkehren. 

1970 erhält sie schließlich den "Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur". Da hat sie die Dichtung schon hinter sich gelassen: "Ich hab mich ausgeschrieben", äußert sie sich, und: "Mir graut es vor meinen Gedichten und eigentlich vor meiner Kunst."

Neuveröffentlichungen wie "Nell" (1969) enthalten Erzählungen aus den frühen 1950er Jahren bzw. sind Neuzusammenstellungen alter Gedichte im Taschenbuchformat, wie die von Grete Lübbe-Grothues.  Bisher unveröffentlichte Gedichte gibt sie nicht mehr frei. Ihr Gehör versagt fast völlig, das Augenlicht lässt nach und die Einsamkeit wird größer. Aufenthalte im Landeskrankenhaus Wolfsberg in immer kürzerer Folge bestimmen die nächsten Jahre.

Im Juni 1973 erleidet sie einen Schlaganfall, wird erst anderthalb Tage später gefunden und stirbt am am 7. Juni in der Geriatrie des Wolfsberger Krankenhaus knapp 58jährig. Nach ihrem Tod erhält die Dichterin ein Ehrengrab in St. Stefan.

Ein "Christine Lavant Lyrik-Preis" des Landes Kärnten wird anlässlich ihres siebzigsten Geburtstages erstmals, danach unregelmäßig bis 2013 vergeben. 
Zu ihrem 25. Todestags 1998 bringt die österreichische Post eine Sondermarke heraus unter Verwendung einer Malerei von Werner Berg. 
Zu ihrem hundertsten Geburtstag 2015 gründet sich dann die "Internationale Christine Lavant Gesellschaft", die ab 2016 einen gut dotierten Preis für Lyrik und Prosa vergibt. 
In ihrem Wohnort St. Stefan ist eine Dauerausstellung in der Mittelschule der Gemeinde eingerichtet. Im "Robert Musil Literatur-Museum" Klagenfurt ist eine Rekonstruktion ihres Wohn- und Arbeitszimmers aus St. Stefan aufgebaut. 
Eine Werkausgabe, eingerichtet vom Göttinger Wallstein Verlag, in vier Bänden ist inzwischen erhältlich und durch drei weitere Bände mit Prosawerken ergänzt.
"Wer der Dichtung Christine Lavants erstmals begegnet, ist fasziniert von dem resoluten Duktus und der trotzigen Widerständigkeit, die diese Poesie grundiert. Mit zorniger Sprachgeste stellt sich das lyrische Ich dem Schöpfer entgegen, da er 'Pfuschwerk' geleistet hat und von einer 'Gottesstadt' faselt, 'die viele sich erfasten'", meint Carola Wiemers 2014 im Deutschlandfunk aus Anlass des Erscheinens des 1. Bandes der Werkausgabe. "In Sprachgesten, die mitunter an Gebete erinnern und eine meditative Rhetorik aufweisen, drückt sich die Krise des modernen Ich aus, dem im tiefen Zweifel an die Liebe und den Glauben auch jegliche Hoffnung auf Erlösung abhanden gekommen ist.
Da dichtet kein Kräuterweiblein oder ungebildete Naturwunderdichterin, keine katholische Kuh, keine Schmerzensfrau oder Klageweib, kein hilfloses Medium oder gar übersinnliche Hellseherin und Hexe! Ihr Auftreten ist vielmehr Teil einer "Sprech-Maske" ( Fabian Hafner ). Sie selbst hat sich als jene Märchengestalt im stilisierten Bauernkleid mit Kopftuch erfunden und all den Zuschreibungen öffentlich nie widersprochen. Zudem unterstreicht ihre Sprache den Eindruck, ist sie doch nichts anderes als ein ins Hochdeutsche übersetzter Dialekt.

Bei Christine Lavant handelt es sich um keine naive, sondern eine souveräne Textgestalterin, die genau gewusst hat, was sie schreiben und nach außen geben will. 1800 Gedichte sind es insgesamt geworden, nur ein Drittel ist davon veröffentlicht. Um davon einen klitzekleinen Eindruck zu bekommen: Eine Online - Sammlung mit zehn ihrer Sprachkunstwerke ist hier zu finden.
"Da schreibe ich nun dies mit gewöhnlichen Worten, schreibe es wie irgendetwas und müsste eigentlich die Mauern hier Stein für Stein abbrechen, um jeden einzeln gegen den Himmel zu werfen, damit dieser sich darauf besänne, dass er auch gegen sein Unten noch eine Verpflichtung hat." ( "Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus", S.46 ) So tönt eher eine radikale Denkerin der katholischen Provinz im vergifteten Kriegs- und Nachkriegsösterreich...


Kommentare:

  1. Was für eine Lebensgeschichte!! Da werde ich beim lesen so hineingezogen und bin erschüttert wie diese großartige Lyrikerin ihre Kindheit überstanden hat. Es ist bestätigt_ wer in Armut lebt und krank wird , leidet doppelt. Wie wunderbar dass sie trotz oder gerade deshalb so tolle Gedichte geschrieben hat.
    Danke für deinen Post und Gruß zu dir
    heiDE

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  2. Liebe Astrid, DANKE für diese Darstellung der Lebensgeschichte dieser großartigen Dichterin.
    Überhaupt beeindruckend Deine "Great Women" - Reihe.
    Herzlichen Dank und liebe Grüße
    Elena

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  3. Sehr eindrucksvoll und bewegend ist deine Biographie. Was diese Frau schon von Geburt an durchmachen musste...
    Liebe Grüße
    Andrea

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  4. Liebe Astrid
    Danke für deine tollen Posts über grosse Frauen. Die lese ich immer wieder sehr gerne.
    Was für eine bewegende Lebensgeschichte einer mir unbekannten Dichterin.
    Liebe Grüsse
    Barbara

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  5. bisher kannte ich nur ihren namen. so habe ich deinen beitrag ganz atemlos in einem rutsch durchgelesen und werde es sicher noch ein zweites mal tun.
    ich finde es absolut bewundernswert, dass eine frau, die aus solch ärmlichen verhältnissen kommt und noch dazu kaum eine schule besucht hat, eine solch wortgewaltige sprache hervorgebracht hat. höchst beeindruckend!!
    danke, dass du mich mit ihr bekannt gemacht hast!
    liebe grüße
    mano

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  6. du hast mir eine österreicherin vorgestellt die bei mir zu hause unbekannt war.. wir hatten ja kein fernsehen und radio...so ein schwieriger lebensweg! aber solche menschen mit schwerem schicksal gab es viele bei uns in der nachkriegszeit... danke dir für's erzählen...

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  7. Wieder einmal eine berührende Lebensgeschichte einer mir unbekannten großartigen Frau, die auch oder gerade wegen ihrer schlimmen Kindheit so anrührende Gedichte geschrieben hat.

    Vielen Dank für deine bewegenden Erzählungen zu den mir oft nicht geläufigen Frauen mit bewegenden Lebensgeschichten, die im Bewußtsein der Allgemeinheit einfach nicht auftauchen.

    Beste Grüße zum Wochenende - Brigitte

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  8. Liebe Astrid, vielen Dank für das Porträt dieser beeindruckenden Frau, die solch wundervolle Zeilen verfasst hat. Ich kannte sie nicht.
    Beim Lesen ist mir aufgefallen, dass ich mich nicht erinnern kann, in der Schule im Deutsch-, Englisch und Französischunterricht Texte von Autorinnen oder Dichterinnen gelesen zu habe, und frage mich gerade, was das mit Mädchen macht und mit mir gemacht hat...
    Nachdenkliche Grüße, Laura

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    1. Seltsamerweise war der Unterricht bei den sonst so konservativen Nonnen so, dass sich da durchaus ein Gefühl für weibliche Leistungen & Leistungsfähigkeit entwickeln konnte.
      Klar, war der Literaturkanon auch dort von den männlichen Geistesgrößen bestimmt. Aber es gab auch viele Nischen... Und dann bin ich halt in jenen Zeiten des Aufbruchs aufgewachsen, in denen so vieles in Frage gestellt wurde.
      LG

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    2. Seltsamerweise war der Unterricht bei den sonst so konservativen Nonnen so, dass sich da durchaus ein Gefühl für weibliche Leistungen & Leistungsfähigkeit entwickeln konnte.
      Klar, war der Literaturkanon auch dort von den männlichen Geistesgrößen bestimmt. Aber es gab auch viele Nischen... Und dann bin ich halt in jenen Zeiten des Aufbruchs aufgewachsen, in denen so vieles in Frage gestellt wurde.
      LG

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  9. Guten Morgen liebe Astrid,
    danke, dass du mich mit der Nase darauf gestoßen hast. Ich war die letzten Tage mehr auf meinem Kirschenbaum als in der Bloggerwelt. Soll heißen eigentlich gar nicht in der Bloggerwelt. So schön geschrieben - und dass du mit dem Sonnenrad beginnst - ich mag dieses Gedicht von ihr so gerne und liebe das Wort Sonnenrad. Sie hat ja ohnehin immer so wundervolle Wortschöfpungen gehabt. Große Verneigung vor deinem Text, weil er erzählt und all die Platidüden (ich wähle die alte Schreibweise, die neue wirkt optisch unschön) auslässt, die über sie so einfach gesagt werden können. Ganz ganz toll. Wünsche dir einen feinen Sonntag und lass dir den Kirschkuchen schmecken
    fest gedrückt von Elisabeth

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    1. Drücker zurück!
      Mir gefällt so sehr der "Tulpenkelch der Nacht". Ja, ihre Bilder sind manchmal bestürzend schön!

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  10. Manchmal frage ich mich, ob es für die Kreativität hilfreich ist, nicht in materiellem Überfluss groß geworden zu sein. Durch viele deiner Biografien zieht sich dies. Viele Deiner "great women" hatten ein wirklich hartes Leben.

    Gruß
    Astrid

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  11. Oh ja ich kenne einige ihrer Gedichte und schätze sie sehr. E arm Ding, hätte meine Oma gesagt, Skrofeln, Tbc, und ein Lebenswille und ein Dichten müssen, weil es garnicht anders geht. Ich danke danke Dir für diesen Post, den ich mir die ganze Zeit aufgespart hatte, weil ich keine Zeit u Muße hatte zum Lesen. Liebe Grüße, Eva

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  12. Wie schön, liebe Astrid, dass du Christine Lavant in die runde deiner "Great Women" aufgenommen hast. Ich selber habe sie durch Elisabeth überhaupt erst kennen gelernt und war sofort begeistert von ihrer Art mit Worten umzugehen. Ich liebe die Gedichte Lavants. Und du hast die faszinierenden Facetten ihres Lebens sehr gut heraus gearbeitet.

    Liebe Grüße - und danke!
    Hilda

    AntwortenLöschen

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