Donnerstag, 7. Juli 2016

Great Women # 66: Sirimavo Bandaranaike


An einem der vielen verregneten Tage vor ein paar Wochen habe ich mich aus Langeweile mit einer Liste "meiner" großartigen Frauen beschäftigt und Statistiken erstellt. Eine Strichliste mit den Nationalitäten meiner Protagonistinnen brachte ans Licht, wie eurozentriert ich bin.  
Mich schockiert das nicht, weiß ich doch, dass mich nichts so sehr interessiert wie das mare nostrum mit all seinen Anliegern drumherum,  dann noch ein Stück südwärts durch die Sahara bis nach Westafrika, über die Kapverden nach Südamerika & in die Karibik, über Mexiko nach Nordamerika - das beschreibt den Kitchischen Kosmos ganz gut. Ja, der gesamte asiatische Raum weiß mich nicht wirklich zu faszinieren, ich geb's zu! Dass Leiko Ikemura und Ruth Asawa in meiner Rubrik auftauchten, lag an ihrem Wirkungskreis... 
Daran wollte ich etwas ändern, und ich erinnerte mich, dass ich mich immer schon erstaunt hat, dass in Asien Frauen in der Politik mitmischten, lange bevor es Margret Thatcher oder Angela Merkel  bei uns gab. Ja, dort gab es tatsächlich die erste Frau weltweit, die in das Amt einer Regierungschefin gewählt worden war: Sirimavo Bandaranaike schaffte das schon 1960!

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Sirimavo Bandaranaike kommt am 17. April 1916 in Balangoda/Ceylon als Sirima Ratwatte, erstes Kind von sechsen des Feudalbeamten ( Dissawa ) des Königreiches Kandy, Barnes Ratwatte, und seiner Ehefrau Rosalind Mahawelatenne, Kumarihamy von Mahawelatenne Walauwa zur Welt. 

Mahawelatenne Walauwa in Balangoda ist ein großer Landsitz, dessen Haupterbin die Mutter war, denn der Grundbesitz in Ceylon wurde zu jener Zeit noch matrilinear vererbt, der Mutter gehörte also das Familienvermögen, der Vater hatte eher die Rolle eines „Prinzgemahls“. Die Familie ist sehr angesehen - die Mutter agiert als ayurvedische Heilerin in ihrer Umgebung, der Vater ist im Staatsrat und Senat von Ceylon. Sie gehören den Radala an, einer kleinen Kaste, die sozusagen die Aristokratie des Königreiches Kandy bildeten, und sind überzeugte Buddhisten.

Trotzdem wird die achtjährige Sirima in den "St Bridget’s Convent" in Colombo gesteckt, denn ihre Mutter ist der Meinung, dass die Disziplin unter den  christlichen Nonnen genau die Disziplin ist, die gut erzogene junge Damen nötig haben ( knapp vierzig Jahre später gibt es in Mitteleuropa Eltern, die das für ihre eigene Tochter genau so sehen...).

Nach dem Schulbesuch lebt sie mit dem Vater und besucht mit ihm die großen Teeplantagen, die der Familie gehören, bis für sie eine standesgemäße Ehe arrangiert wird.

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Am 3. Oktober 1940 wird sie mit viel Prunk und gemäß den Traditionen ihrer Familie mit dem Sohn von Sir Solomon Dias Bandaranaike, der Maha Mudaliyar ( = höchster einheimischer Berater des britischen Gouverneurs ) von Horagolla ist, verheiratet. Solomon West-Ridgeway Dias Bandaranaike, 17 Jahre älter als die Braut, studierter Jurist, hat seine künftige Frau zum ersten Mal am Morgen vor der Trauung kennen gelernt ...

Er macht ihr alsbald klar, dass sein Leben ganz der Politik gehört, zieht mit ihr nach Colombo und meldet sie bei diversen sozialen Organisationen an, bei denen sie aber nie auftauchen wird.

Stattdessen tritt sie 1941 in die "Lanka Mahila Samithi" (LMS) ein, die Landfrauenbewegung, die sich der Verbesserung der sozioökonomischen Bedingungen der weiblichen Dorfbewohner in den abgelegenen Gebieten  Ceylons verschrieben hat. Als Mitglied dieser Organisation lernt sie im Kontakt mit den Menschen viel über den täglichen Kampf ums Überleben der Landbevölkerung und die ständigen Anstrengungen in den weniger entwickelten Regionen der Insel kennen.

Sie führt den großen Haushalt ihres Mannes - ihr zweiter Wohnsitz "Tintagel" am Rosmead Place in Colombo ist heutzutage ein Hotel - hält ihm den Rücken frei und bekommt nach und nach drei Kinder: Sunethra ( Juli 1943 ), Chandrika ( Juni 1945 ) und Anura Priyadarshi Solomon ( Februar 1949 ). Zu diesem Zeitpunkt ist ihr Mann seit 1947 Mitglied des Repräsentantenhauses und bereits Minister für Gesundheit und Indigene Medizin.

1951 gibt er seine Ämter zurück, verlässt seine Partei, die „United National Party“ (UNP) und gründet die „Sri Lanka Freedom Party“ (SLFP). Zielsetzung dieser neuen Partei ist die Abkehr von der englisch ausgerichteten UNP-Politik hin zu einem singhalesisch - buddhistischen Nationalismus sozialistischer Prägung.

Trotz ihrer Aktivitäten in der Landfrauenbewegung, erinnert sich die älteste Tochter später, nimmt Sirimavo sich in jenen Jahren die Zeit, um auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kinder einzugehen, diese zu motivieren und zu unterstützen. Sie erzieht nach festen Prinzipien und streng im Glauben.






1956 wird ihr Mann Premierminister des seit 1948 unabhängigen Landes.

Als Sri Lan­ka, da­mals noch Cey­lon, von der Ko­lo­ni­al­macht Groß­bri­tan­ni­en in die Un­ab­hän­gig­keit ent­las­sen wur­de, re­gier­te ei­ne klei­ne Eng­lisch spre­chen­de Eli­te das Land, der Sin­gha­le­sen und Ta­mi­len an­ge­hör­en. Die Ta­mi­len hat­ten sich frü­her als die Sin­gha­le­sen in die von der Ko­lo­ni­al­re­gie­rung und christ­li­chen Mis­sio­na­ren be­trie­be­nen Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen ge­drängt und so ei­ne gro­ße Zahl von Pos­ten im Re­gie­rungs­dienst er­run­gen. Ein Grund da­für war, dass die Pro­vinz, in der die meis­ten Ta­mi­len leb­ten, nur ge­rin­ge Mög­lich­kei­ten boten, in der Land­wirt­schaft sei­nen Le­bens­un­ter­halt zu ver­die­nen. Die Sin­gha­le­sen, unterstützt von streitbaren Buddhisten, die von der friedlichen buddhistischen Norm, wie wir sie unhinterfragt annehmen, bis heute abweichen, forderten nun als Bevölkerungsmehrheit größeren Einfluss und setzten beim Premierminister durch, dass Singhalesisch die offizielle Sprache des Landes wurde ( bis dato Englisch ), und eine neutrale Haltung in seiner Außenpolitik. Schon 1958 kam es zu den ersten Unruhen unter den Ethnien.

Gegen die Übernahme der christlichen Schulen des Landes durch die Buddhisten widersetzt sich Sirimavos Ehemann allerdings. Und so zieht im September 1959 ein Mönch namens Talduwe Somarama einen Revolver aus seinem Mönchsgewand ( deswegen er ohne großes Misstrauen in den Wohnsitz des Premiers gelassen worden ist ) und schießt auf ihn auf der Veranda seines Hauses nieder, während die Familie im Haus anwesend ist. Am nächsten Tag, dem 26.9., stirbt Solomon Bandaranaike.

Sirimavo hat bis dahin nicht sorglos gelebt. Doch jetzt ist sie in vielerlei Hinsicht verunsichert. Dass die Mutter minderjähriger Kinder in der Öffentlichkeit öfter weint, finde ich nach solchen Erlebnissen nicht verwunderlich. Dass man sie als "weinende Witwe" tituliert und ihr dabei Berechnung unterstellt, finde ich geradezu unverschämt.

Sie selbst betont später: "Ich habe mich niemals um die Macht gerissen. Aber wenn die breite Masse einen Amateur wie mich, und dazu noch eine Frau, erfahrenen Politikern vorzieht - was kann ich dagegen tun?" Und weiter: "Ich hatte zu der Zeit überhaupt keine Ahnung von Politik. Aber als eine Menge Leute in der Freiheitspartei, die mein Mann gegründet hatte, und auch viele Außenstehende darauf drängten, ich solle den Parteivorsitz übernehmen, habe ich dieses Amt als Verpflichtung angenommen."

Ihre älteste Tochter Sunethra sieht die Bereitschaft ihrer Mutter, diese Aufgabe zu übernehmen auch darin begründet, dass sie von Natur aus ein sehr hohes Verantwortungsgefühl und ein Gefühl der Pflicht hatte. "Meine Mutter hatte, als sie aufwuchs, fünf Geschwister und es wurde erwartet, dass sie die Rolle der Mutter für alle von ihnen spielt."

Also übernimmt Sirimavo Bandaranaike die Leitung der SLFP und führt den Wahlkampf, den eigentlich ihr Mann führen sollte. Tatsächlich wird sie zum Premierminister gewählt, dem ersten weiblichen der Welt. Viele ihrer Gegner haben damit nicht gerechnet. Auch einige ihrer eigenen Verwandten glauben, dass sie nicht den Strapazen des politischen Lebens gewachsen sein wird. Aber sie ist eine starke Frau, und ihr Mut macht sie zu einem pragmatischen Staatsoberhaupt in einem Land, in dem die politische Bühne weitgehend von Männern dominiert wird. ( Es gibt heutzutage viele in ihrem Land, die sagen, dass sie ein stärkeres Rückgrat hatte als ihr verstorbener Mann... ) Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, setzt sie es durch, müssen alle bald erkennen...

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Für ihre Kinder ist das alles ein großer Einschnitt in ihr Leben. Sunethra später: "Wir waren völlig traumatisiert. Meine Schwester war 14 und ich war 16. Wir konnten es besser handhaben. Aber mein Bruder war für sein Leben gezeichnet. ... Jeder liebte ihn, und mein Vater gab ihm viel Zuneigung. Als mein Vater starb, hatte mein Bruder von der Mutter erwartet, dass diese die Rolle übernimmt. Weit gefehlt! Die Mutter ging in die Politik. Mit anderen Worten: Er hatte seine beiden Eltern so gut wie verloren. Er hat sich nie davon erholt. Durch sein ganzes Leben, in allen Situationen bis zu seinem Tod, zeigte er ein enormes Gefühl der Unsicherheit." Doch die Töchter gewinnen bald ein mehr an Freiheit ( und Sicherheit ), weil sie zum Studium ins Ausland gehen.

Währenddessen setzt Sirimavo den sozialistischen Kurs, den ihr Mann gepflegt hat, fort, verstaatlicht Schulen, Banken, Versicherungen und pflegt gute Kontakte zum sogenannten Ostblock, nimmt aber auch an der 11. Commonwealth-Konferenz in London teil - ihre erste Präsenz auf der Weltbühne der Politik:

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Zu Beginn des Septembers 1961 reist sie nach Belgrad ( damals noch  Jugoslawien ) um die Bewegung der blockfreien Staaten zusammen mit anderen damaligen Weltführern wie Nehru, Tito, Sukarno, Nasser und Nkrumah zu begründen. Sie betont in ihrer Rede: "Unser Bestreben soll sein, die Weltöffentlichkeit so stark zu beeinflussen, dass Regierungen, so mächtig sie auch seien, Krieg nicht als Alternative zu Verhandlungen betrachten."

Mit Gamal Abdel Nasser in Kairo (links), mit Nikita Chruschtschow in Moskau und bei der Unterzeichnung eines Paktes mit Indien zur Repatrierung indischstämmiger Tamilen (rechts)






So erfolgreich sie in der Außenpolitik auch ist, so eng wird es für sie im eigenen Land: Die wirtschaftliche Lage ist instabil, das diskriminierende Sprachgesetz führt zu einer Kampagne des zivilen Ungehorsams der tamilischen Minderheit, und die Verstaatlichung ausländischer Unternehmen rufen die USA & Großbritannien auf den Plan, die ein Embargo über ausländische Hilfen verhängen. Ein Militärputsch kann 1963 noch verhindert werden, ein Misstrauensvotum im Parlament im Dezember 1964 nicht mehr und ein Misserfolg bei den darauf folgenden Wahlen 1965 ebensowenig. Die nächsten Jahre verbringt sie als Oppositionsführerin im Parlament.

Doch 1970 ist Sirimavo Bandaranaike wieder da: Nachdem sie als „Ape Amma“ ( = unsere Mutter ) der armen Landbevölkerung größere Reisrationen versprochen hat ( „Die Wahlen werden in der Küche gewonnen“, so ihre Erkenntnis), gewinnt sie die Wahlen & tritt ihre zweite Amtsperiode an. 

Sie betreibt weiter ihr Konzept der singhalesisch- buddhistischen Erneuerung und bricht endgültig mit dem britischen Kolonialerbe: Mittels neuer Verfassung wird Ceylon 1972 in Sri Lanka umbenannt & der Sprache Sinhala und dem Buddhismus eine Vorrangstellung eingeräumt, die zu erneuten Spannungen mit der tamilischen Minderheit führt. Ein bewaffneter Aufstand wird mit Hilfe von Truppen aus Indien und Pakistan niedergeschlagen. Doch schon gibt es neue Herausforderungen: Die Ölkrise von 1973 trifft das Land in ökonomischer Hinsicht hart. Sirimavo reagiert auf Kritik an ihrer Politik mit der Schließung kritischer Zeitungen.

Besuch in der Bundesrepublik
unter Kanzler Helmut Schmidt 1974
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1975 nimmt sie sich endlich die lange versprochene Landreform vor & enteignet die Besitzer großer Plantagen. Auch Teile des Eigentums ihrer Familie werden umverteilt. Doch auch das verhindert nicht die immer lauter werdende Kritik an ihrer Clanpolitik: Allein 200 Angehörige ihrer Familie bekleiden inzwischen hohe Ämter. 

Doch je mehr ihr Stern im eigenen Land sinkt, um so mehr steigt ihr internationales Renommée. 1976 wird sie zur Vorsitzenden der blockfreien Staaten gewählt. 

Ausschlaggebend für ihre erneute Wahlniederlage 1977 dürfte ihre gescheiterte Wirtschaftspolitik mittels 5 - Jahres - Plänen und die enorme Inflationsrate (300 % jährlich) gewesen sein. Die Wahlsieger klagen Sirimavo anschließend des Machtmissbrauchs und der Korruption an & entziehen ihr 1980 für sieben Jahre das Recht zur Ausübung eines öffentlichen Amtes wegen Amtsmissbrauchs. Ein Dekret des Präsidenten JR Jayewardene führt 1986 zur Wiederherstellung ihrer Bürgerrechte.

Im Anschluss an die Parlamentswahlen von 1989 bekleidet Sirimavo Bandaranaike wieder den Posten der Oppositionsführerin, den sie bis zur Auflösung des Parlaments 1994 innehat. Auch von der Spitze ihrer Partei lässt sie sich nicht verdrängen. Das gelingt erst, als ihre zweite Tochter Chandrika Kumaratunga 1994 zur Präsidentin Sri Lankas gewählt wird: 

Mutter & Tochter
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Die Tochter macht die Mutter allerdings auch noch einmal zur Ministerpräsidentin. Inzwischen ist dieses Amt aber weitgehend auf repräsentative Aufgaben beschränkt, sozusagen ein "Minister ohne Portfolio". Diesen Posten gibt Sirimavo aus gesundheitlichen Gründen im August 2000 zurück. Nichtsdestotrotz erreicht sie den Rekord als älteste Regierungschefin der Welt.

Am 10. Oktober 2000 überzeugt sie ihre Ärzte, dass sie ihre Pflichten tun und ihrer geliebten Partei ihre Stimme bei der anstehenden Wahl geben müsse. Schwach & kraftlos, aber immer noch sehr bestimmend, bringt man sie schließlich  von ihrem Haus zum Wahllokal in Attanagalla. Auf dem Heimweg stirbt Sirimavo Bandaraneike an einem Herzinfarkt.

Zwei Jahre nach ihrem Tod wird unter der Präsidentschaft ihrer Tochter endlich ein Waffenstillstandsabkommen zwischen den nach Autonomie strebenden Tamilen und der singhalesischen Mehrheit geschlossen...

"Natürlich war ihre Politik fehlerhaft. Aber ich glaube, ihr gebührt trotzdem große Anerkennung. Einmal für ihre Reformen, z.B. auf dem Gebiet der Wohlfahrtspflege, wodurch Sri Lanka eine etwas gerechtere Gesellschaft wurde trotz aller Unterschiede. Und zum anderen für ihre großen Erfolge in der Außenpolitik. Es gab Leute, die gesagt haben, wenn sie genauso viel Energie aufgeboten hätte für ihre Wirtschaftspolitik wie für die Außenpolitik, dann wäre vieles in Sri Lanka am Ende besser ausgegangen", so der Politologe & Sri-Lanka-Kenner John M. Richardson ( "Paradise poisoned" ).










Heute erinnert Google mit diesem Doodle an eine weitere großartige Frau, die wahrscheinlich wieder keiner kennt: Die Genetikerin Nettie Maria Stevens, die heute vor genau vor 155 Jahren am 7. Juli 1861 in Cavendish, Vermont, auf die Welt kam.

Sie entdeckte um 1905 anhand von Experimenten mit Insekten, dass sich männliche und weibliche Tiere in der Zusammensetzung ihrer Chromosomen im Erbgut unterscheiden. Es war der erste Nachweis, dass die DNA das Geschlecht eines Lebewesens bestimmt.






Kommentare:

  1. Vielen Dank für den interessanten Bericht über eine starke Frau, die ich bis dato nicht gekannt habe.
    Liebe Grüsse,
    Claudine

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  2. schon erstaunlich, dass es erst 1960 das erste weibliche staatsoberhaupt gab! ihr name ist mir noch ein begriff, aber ich wusste kaum etwas über sie und habe deinen beitrag mit spannung gelesen! mir ist der asiatische raum auch ziemlich fremd, aber du hast mein interesse geweckt und ich werde mich ein bisschen informieren, wie die situation heute in sri lanka ist.
    liebe grüße, mano

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    1. Das lohnt sich auf jeden Fall! ich habe auch ganz neue Einsichten in den Buddhismus gewonnen ( nicht nur bezüglich Sri Lankas ), den ich bisher als friedfertige Religion sehen wollte.
      Dem ist nicht so: Auch er wird von Mächtigen zur Gewaltanwendung gegen andere missbraucht. So gelang es im 17. Jahrhundert den Gelugpas mit Hilfe der Mongolen, ihre innertibetischen Gegner auszuschalten und eine neue Herrschaftsform mit dem Dalai Lama an der Spitze einzuführen, die bis zur chinesischen Okkupation Bestand hatte.
      Ganz aktuell: Die Auseinandersetzung zw. malaiischen Muslimen und Thai-Buddhisten im Süden Thailands, in dem Mönchssoldaten eine Rolle spielen.
      Alles sehr desillusionierend!
      GLG

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    2. Ganz aktuell: Die Bedrohung der Minderheit der Rohingya in Myanmar, schau mal hier:
      http://www.zeit.de/2013/21/myanmar-buddhisten-muslime
      GLG

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  3. Wau.....Super Bericht...i liebe Geschichte......

    Hob no an feinen Tog Bussaaalleeee bis bald de Birgit

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  4. Hey liebe Astrid.
    Danke für diesen tollen Bericht.

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  5. Wieder eine ganz große Frau, die Frau nicht kennt. Es ist super, dass du ihr eine Stimme gibst. Deine Serie ist so spannend und horizonterweiternd. Das tut gut zwischen alle dem Kinder hin und her.glg Martina

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  6. Wahrscheinlich hätte ich sie vergessen..., doch nun hast du sie auch bei mir wieder aus den Tiefen der Erinnerung hervorgeholt. Ich habe sie bewundert, diese schöne Frau mit dem klangvollen Namen auf einem Platz, den sonst nur Männer innehatten... Gerade fix und foxy aus einem Schulgarten-Arbeitstag zurück war das eine tolle Lektüre. Lieben Gruß Ghislana

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    1. Was Asienfaszination angeht, bin ich etwas anfälliger... Und den Gefährten hat Japan so beeindruckt, dass er mich nun hinlocken will, morgen wird ein neuer Reisepass beantragt. Ja, und welche Religion ist ohne Fehl... Sobald Machtgelüste und entsprechendes Kalkül ins Spiel kommen, wird es schwierig, unheimlich, abstoßend... Herzlich Ghislana

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  7. Jaa, als ich den Namen las, war alles wieder da. In vielen Dingen erfolgreich, in vielen Dingen umstritten, und das Land kommt immer noch nicht zur Ruhe. Gute Idee, nochmal an sie zu erinnern.
    LG
    Magdalena

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    1. In Krisensituationen dürfen halt auch mal Frauen ran. Die Tories in England praktizieren das ja auch grade wieder...Die Ruhe kehrt in keinem Land ein, in dem religiöse & rassische Unterschiede betont werden und sich die einen über die anderen "erheben". Leider ist das ja im 21. Jahrhundert auch wieder in Europa in Mode gekommen.
      LG

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  8. Ich gebe zu : Fernost-Asien ist mir fremd und hatte noch nie eine Chance mich damit zu beschäftigen!! Und- deine Great Women kenne ich bisher nicht, sie ist mit ihrer Politik an mir < vorbeigezogen<- Um so spannender fand ich es, sie bei dir ein bisschen kennenzulernen
    Gruß zu dir
    heiDE

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  9. Der Name war mir noch ein Begriff, spannend, ihn von Dir mit geschichtlichen und politischen Inhalt unterfüttern zu lassen.
    Nettie Stevens scheint mal wieder so ein Fall von männlicher Hemdsärmeligkeit (freundlich ausgedrückt) zu sein, die die Errungenschaften von WissenschaftlerINNEN mal so eben locker vom Tisch wischen. Sehr gut, dass Google an sie erinnert!
    Liebe Grüße
    ANdrea

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  10. Hallo
    Wieder ein horizonterweitender Bericht, wie spannend. Bis dato gänzlich unbekannt. Fernost ist auch mir fremd, auch als Reiseland ohne Magnet. Ja. Wohl wahr, dass Frauen den Karren oft aus dem Dreck ziehen dürfen...

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  11. Für deine interessanten Biografien plane ich immer ein wenig Zeit ein und genieße sie. Toll wie du immer schreibst!
    Wieder eine sehr interessante Frau!
    Liebe Grüße von der Urte

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  12. Liebe Astrid, da hast Du wieder eine meiner breiten Bildungslücken schließen helfen.
    Danke für diese wieder mal hervorragend geschriebene Frauenbiografie!
    Das mit dem eurozentrierten Blick trifft auch auf mich zu. Um so froher bin ich um Berichte wie den Deinen, um wache Tochtererfahrungen aus Afrika, um Freunde rund um die Welt, um gute Dokumentationen.
    Hab ein schönes WE!
    Lieben Lisagruß!

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  13. Sri Lanka war ich schon mal ganz nahe, als wir während unserer Indienzeit auch Tamil Nadu besucht haben. Es war den Indern schon ein Dorn im Auge, dass das Land eigene Wege gehen durfte. Der Tee von dort ist sehr beliebt und hat seinen alten Namen behalten.
    Dass Bandaraneike der erste weibliche Premierminister der Welt war, habe ich erst jetzt von dir gelernt.
    LG Sigrun

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