Donnerstag, 23. Juli 2015

Great Women # 29: Herta Müller


Vor einem Dreivierteljahr hatte Barbara/barbarabee die Idee, Posts über großartige Frauen zu veröffentlichen.  Begeistert bin ich auf diesen Zug aufgesprungen und veröffentliche heute mein  29. Porträt:

Dass ich völlig hin und weg war, als ich erstmals dieses Audiobook im Radio hörte, hat ganz viel mit meiner frühesten Kindheit auf dem Lande in der tiefsten deutschen Provinz zu tun, vor allem aber mit den Menschen, die mich umgaben, stammten sie doch in großer Zahl nicht aus dem Dorf in Badisch Sibirien, in dem ich zur Welt kam, sondern waren Flüchtlinge aus dem Banat. Freundliche, warmherzige, kinderliebe Menschen, arm wie die Kirchenmäuse, mit ganz eigenartigen Kleidungs- und Essgewohnheiten. Und vor allem einem Klang in der Stimme, den ich hier wiedergefunden hatte:




Etwas Vertrautes, lang Verschüttetes kam wieder auf, und ich konnte nicht mit dem Lauschen aufhören. Es war Herta Müller, ähnlich alt wie ich, die da von ihrer Kindheit erzählte, und es war so eigentümlich anrührend, als hörte ich meine Kinderfreundin erzählen...


Herta Müller kommt am 17. August 1953 in Nitzkydorf ( Rumänien ) als Kind Banater Schwaben, einer deutschen Minderheit, zur Welt. 

Nitzkydorf, in der Mitte das Elternhaus, rechts die Dorfschule
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Der Vater war während der Nazizeit Angehöriger der Waffen - SS und hat anschließend die Zeit in Kriegsgefangenschaft verbracht, die Mutter Catarina nach 1945 fünf Jahre in stalinistischen Straflagern als Zwangsarbeiterin. Sie hatte bereits ein Neugeborenes verloren und fürchtet, auch dieses Kind zu verlieren. Über ihre früheren Erlebnisse  spricht die Mutter nie. An die Tochter gibt sie ihre Traumata aber auch ohne Worte weiter. 
Die Eltern verdienen den Lebensunterhalt als LKW - Fahrer bzw. Lagerarbeiterin, für ihr kluges Kind wünschen sie sich einen angesehenen Beruf wie den der Ärztin. Doch schon das Kind Herta hat eine Vorliebe fürs Schreiben.

Herta Müller als Prinzessin auf einem Schulfest
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Als Angehörige der deutschen Minderheit ist der Alltag der Familie von der permanenten Angst vor dem Ceaucescu - Regime & seiner Überwachung geprägt. Das altmodische Deutsch dieser bedrohten, versinkenden Welt des schwäbischen Banats können die Diktatoren trotzdem nicht zerstören. Die junge Herta verbindet die anschaulichen Begriffe dieser Sprache später mit denen der sinnlichen, bilderreichen rumänischen, die sie erst lernt, als sie mit 15 nach Abschluss der 8. Klasse in die Stadt Timișoara aufs Lyzeum kommt. 

Die 8. Klasse in Nitzkydorf
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Sie macht Abitur und studiert anschließend von 1973 bis 1976 an der Universität in Timișoara Germanistik und Rumänistik. Dort steht sie der "Aktionsgruppe Banat" nahe, eines Literaturkreises deutschsprachiger Studenten & Schüler, bei der sie auch ihren späteren Mann Richard Wagner trifft. 



Als Abiturientin 1972 und als Studentin 1975

Ab 1976 arbeitet sie für die Traktorenfabrik Tehnometal. Sie übersetzt die Beschreibungen für die aus der DDR, Österreich und der Schweiz importierten Maschinen, verliert diesen Job aber, als sie sich weigert, für die Securitate zu spitzeln, nachdem ihre Literaturgruppe von den rumänischen Staatsorganen u.a. wegen „Überschreiten der Grenzen der Dichtkunst“ aufgelöst worden ist. Von den Anfängen der Schikanen berichtet sie an dieser Stelle: "Am Anfang dieser turbulenten Zeit starb mein Vater. Ich hatte mich nicht mehr im Griff, musste mich meines Vorhandenseins auf der Welt vergewissern. Ich fing an, mein bisheriges Leben aufzuschreiben – daraus entstanden die Kurzgeschichten Niederungen."

Herta Müller verdient sich von nun an ihren Lebensunterhalt mit Aushilfsstunden am deutschsprachigen Lyzeum, in Kindergärten, als private Deutschlehrerin und anderen Gelegenheitsarbeiten. 

„Schriftstellervereinigung Adam Müller-Guttenbrunn“
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Als einzige Frau ist sie Mitglied in der Nachfolgeorganisation des verbotenen Arbeitskreises, der „Schriftstellervereinigung Adam Müller-Guttenbrunn“, und weiterhin den Repressalien der Securitate ausgesetzt, die auch eine drei Bände umfassende Akte über sie anlegt.

Herta Müllers Securitate - Akte
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Begründet wird das Anlegen der Akte mit "Tendenziöse Verzerrungen der Realitäten im Land, insbesondere im dörflichen Milieu«, in meinem Buch Niederungen. Textanalysen von Spitzeln untermauern dies. Und dass ich zu einem »Zirkel deutschsprachiger Dichter« gehöre, der »bekannt ist für seine feindseligen Arbeiten", berichtet Herta Müller in diesem  Artikel, nachdem sie 2004 endlich Einsicht in ihre Akte erhalten hat. Und weiter: "Jetzt  ( nach der Entlassung, Anmerkung von mir ) kamen die Verhöre. Die Vorwürfe: dass ich keiner Arbeit nachgehe, dass ich von Prostitution, Schwarzhandel lebe, als »parasitäres Element«. Man nannte Namen, von denen ich nie im Leben gehört hatte. Und Spionage für den BND, weil ich mit einer Bibliothekarin des Goethe-Instituts und einer Dolmetscherin der deutschen Botschaft befreundet war. Stundenlang erfundene Vorwürfe."

1982 erscheint in Bukarest ihr Prosaband "Niederungen", 1984 dann in Berlin. Als eine Einladung zur Verleihung des Aspekte-Literaturpreises in Deutschland eintrifft, ändert die Securitate ihre Strategie: Die bis dahin arbeitslose Schriftstellerin erhält im Spätsommer 1984 eine Stelle als Lehrerin und die zur Reise nötige Empfehlung des Schuldirektors, so dass sie im Oktober 1984 erstmals nach Deutschland fahren kann. Auch zwei weitere Preise ( Rauriser Literaturpreis 1985 & Förderpreis zum Literaturpreis der Stadt Bremen 1985 ) darf sie an Ort und Stelle entgegennehmen: "Doch die Absicht dieser Reisen war .... hinterhältig: Ich sollte statt wie bisher als Dissidentin bei den Lehrerkollegen in der Schule nun als Profiteurin des Regimes gelten und im Westen als Agentin verdächtigt werden."

1987 kann Herta Müller mit ihrem Ehemann Richard Wagner endgültig nach Deutschland ausreisen. Das deutsche Durchgangslager in Nürnberg  empfindet sie als „sehr bedrückend“:

1987 im Durchgangslager mit Richard Wagner
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Viele von Herta Müllers Werken spiegeln Aspekte der eigenen Geschichte: So zeichnet "Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt" von 1986 die Bemühungen um Reisepässe einer rumänisch-deutschen Bauernfamilie nach, die das Land verlassen will. Die Sammlung "Barfüßiger Februar" entsteht 1987 während der Wartezeit auf die eigene Ausreiseerlaubnis, "Reisende auf einem Bein" (1989) schildert dann die Probleme der Umsiedlung in den Westen und die Gefühle von Entfremdung im politischen Exil.

In den folgenden Jahren erhält sie eine Reihe von Lehraufträgen an Universitäten im In- und Ausland, trennt sich von ihrem Mann und lernt ihren zweiten Ehemann, Harry Merkle, kennen, mit dem sie 1993 das Drehbuch zum Spielfilm "Der Fuchs – Der Jäger" schreibt. Die Hauptfigur ist ein Lehrer, der von der rumänischen Geheimpolizei schikaniert wird und - als Folge der Angst - eine Fragmentierung des eigenen Selbst erlebt.

Bis 1997 gehört Herta Müller dem P.E.N.-Zentrum Deutschland an, beendet diese Mitgliedschaft jedoch, weil sie sich Kungeleien bei der Wiederzusammenführung der Akademien der Künste bzw. des PEN-Zentren strikt verweigert - Strenge, Gravität, eine eindeutige Position gegenüber jedem, der sich totalitären Regimen angepasst hat, ist einer ihrer Charakterzüge, der nicht allen im wiedervereinigten Deutschland zu eigen ist.

1994
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In jedem der folgenden Jahre gelingt ihr die Veröffentlichung eines neuen Buches, erhält sie Preise über Preise ( u. a. den bedeutenden Kleist-Preis 1994, Interessierte können die Listen hier nachlesen ).

Besonders bemerkenswert finde ich den 2009 erscheinenden Roman "Atemschaukel", durch ein Stipendium der Robert Bosch Stiftung gefördert, für den Deutschen Buchpreis nominiert und unter den besten sechs Romanen des Jahres gelistet:
In dem Lyriker und Georg-Büchner-Preisträger Oskar Pastior hatte Herta Müller einen gefunden, der als 17jähriger das Schicksal der Mutter geteilt und zwangsverschleppt worden ist. Und - im Gegensatz zur Mutter - er spricht über das Erlebte! Herta Müller trifft sich mit Pastior regelmäßig und unternimmt mit ihm eine gemeinsame Reise an die Lagerorte in der Ukraine, denn sie wollen diesen Roman zusammen schreiben, doch Pastior stirbt 2006 plötzlich. Und so erscheint seine Geschichte in ihrer Sprache, eine Geschichte von den Drangsalen und Entwürdigungen, denen die Zwangsarbeiter in den sowjetischen Lagern ausgesetzt gewesen sind. Eine Geschichte, in der es auch um die totalitäre Erfahrung unter dem sozialistischen Regime des Nicolai Ceausescus geht. Denn Oskar Pastior war ein zweifach Stigmatisierter: als Homosexueller ( der das in der Kleinstadt verheimlichen muss ) und als Rumäniendeutscher in einem Land, in dem diese bloße Herkunft schon ein Makel ist. 1968 ist er deshalb in den Westen geflohen.

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Am 8. Oktober 2009 wird die Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Herta Müller publik. In der Begründung heißt es, sie habe „mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit“ gezeichnet & ihr Schreiben sei von großer Intensität.  Am 8. Dezember wird ihr der Preis in Stockholm überreicht:

Source 1
Source 2



















Mit einem Schlag wird die Schriftstellerin einem breiten Publikum in Deutschland ein Begriff. Sie ist aber auch der Kritik ausgesetzt, dass sie einen Themenwechsel in Richtung "Gegenwart der Bundesrepublik Deutschland nach der Wende" versäumt habe.
Doch Herta Müller geht es in ihrem Schreiben um nichts Wesentlicheres als Leben und Tod - und das in einer Sprache voller Poesie, Präzision und Wucht. Sie bleibt in ihren Romanen und Essays gefangen in der Welt des Terrors. In ihrer Preisrede in Stockholm sagt sie dazu unter anderem: "Das Thema Diktatur ist von sich aus dabei, weil Selbstverständlichkeit nie mehr wiederkehrt, wenn sie einem fast komplett geraubt worden ist. Das Thema ist implizit da, aber in Besitz nehmen mich die Wörter. Sie locken das Thema hin, wo sie wollen. Nichts mehr stimmt und alles ist wahr." ( Hier nachzulesen ) Anderen Autoren wie Primo Levi, Imre Kertész oder Jorge Semprún wird auch nicht vorgeworfen, dass es bei ihnen immer um die Nazizeit geht...

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Herta Müller als eine der drei Nobelpreisträgerinnen in deutscher Sprache steht seitdem im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Zahlreiche Preise hat sie noch bekommen, u.a. den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis (2009), den Hoffmann-von-Fallersleben-Preis für zeitkritische Literatur (2010) oder den Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst (2012). Auch das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wird ihr 2010 zuerkannt. Am 20. November 2015 wird sie im Historischen Rathaus von Köln  auch den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln erhalten. Auf ihre Rede dort bin ich schon gespannt...


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In ihrem 2014 erschienenen Gesprächsband "Mein Vaterland war ein Apfelkern", blickt sie noch einmal zurück auf ihr Leben als Kind in den 50er-Jahren in jenem kleinen Dorf im Banat, das so voller Trauer, Sprachlosigkeit und täglichen Schlägen war, zurück: "Wenn es draußen Nacht wurde, kamen alle zum Nachtessen an den Esstisch. Wir aßen und niemand fragte den anderen, wie der Tag für ihn war. An jedem hingen die Geheimnisse. Ich war mir sicher, jeder ist von der Stirn bis zu den Zehen traurig, jeder hat Krallen im Herzen und wehrt sich, aber nur von innen, damit man es nicht sieht. Ich glaubte, diese Dorftrauer hat jeden im Griff, sie ist gleichmäßig über alles verteilt. Man kann ihr nicht entkommen." 



Da ist sie wieder, die Kindheit auf dem Dorf nach jenem furchtbaren Krieg, was auch in mir Spuren hinterlassen hat und der mein Lebensgefühl bis heute bestimmt, obwohl ich es mir in den Vorzügen der Freiheit so gemütlich machen kann. Und da ist sie, die so einfach scheinende, schöne Sprache. "Schönheit und Wehtun, für mich gehört das zusammen, ja" , hat Herta Müller einmal gesagt ( Quelle hier ). Auch das etwas, dass ihre Literatur für mich so anziehend macht...








Kommentare:

  1. Vielen Dank für dieses Porträt...es war wieder sehr interessant zu lesen. Bisher habe ich um die Autorin einen Bogen gemacht, warum, kann ich nicht genau sagen...vielleicht sollte ich das jetzt ändern...LG Lotta.

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  2. wie gut, dass ich heute grad den pc angeschaltet habe - so ein interessanter artikel!! dein textauszug aus "mein vaterland war ein apfelkern" hat mich sehr fasziniert! bisher habe ich nämlich noch nichts von hertha müller gelesen, da geht es mir wie lotta.
    herzliche grüße aus meiner sommerpause!
    mano

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  3. Liebe Astrid, ich lese deine Porträts immer wieder sehr gerne. Hertha Müller ist mir vom Namen ein Begriff gewesen, wusste aber nicht, was alles hinter dieser Frau steht. Ein Buch von ihr hatte ich auch noch nie in der Hand, dachte immer, zu hoch für mich. Ich werde es ändern, muss es ändern! Danke, das du mir diese Schriftstellerin näher gebracht hast.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  4. Mag ich sehr die Frau und habe mich gefreut, als sie den Nobelpreis bekommen hat.
    Ganz großartig finde ich auch ihre Collagen mit den wie zufällig zusammengewürfelten Wörtern aus Zeitungen, die dann doch irgendwie einen Sinn ergeben und mich zum Lächeln bringen. Würde ich mir sofort an die Wand hängen.
    Liebe Grüße

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  5. Mir geht's wie Lotta. Weiß auch nicht warum.
    Lieben Gruß
    Katala

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  6. Ihr Lieben, ich kann euch nur ermutigen, es zu tun: Herta Müller lesen oder wenigstens das Hörbuch hören! Es ist so wichtig, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, vor allem, weil es immer wieder droht, in solch unseelige Zeiten zurückzufallen. Und außerdem ist ihr Blick eine echte Horizonterweiterung!
    Danke für eure Kommentare!

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  7. Was für eine Frau, was für ein Leben !!! Wir wissen ja gar nicht, wie gut wir es haben...also, ich schon...
    Hörbuch...gute Idee :-)
    Vielen Dank liebe Astrid für dieses interessante Portrait einer großartigen Frau !!!
    Herzliche Grüsse , hier gewittert es gerade , der Himmel ist schwarz und die Fotos für morgen sind noch nicht im Kasten...

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  8. Ach, Astrid, wieder einmal ins Schwarze getroffen, dabei wollte ich doch gerade konzentriert arbeiten... Ich habe Herta Müller letztes Jahr auf der Litcologne erlebt mit ihren grandiosen Collage-Gedichten. "Vater telefoniert mit den Fliegen", grandios, tiefsinnig und trotzdem lustig. Wirklich eine große Frau, Danke für den Artikel
    Liebe Grüße
    von Michaela, jetzt aber arbeiten....

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    1. Das glaube ich dir gerne! Auf diese Gedichte wollte ich jetzt nicht auch noch eingehen. Ich habe immer Angst, die Posts werden zu lang...
      Litcologne ist bei uns inzwischen ein No-Go nach unschönen Erlebnissen und nachdem es für unsere schulgeschädigten Ohren akustisch oft sehr schwierig war. Aber es entgeht einem schon Einiges...
      Frohes Schaffen!

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  9. Danke, liebe Astrid, für das Neugierigmachen. Bislang kannte ich nur ein paar ihrer Collagen. Ein Hörbuch, das wäre eine tolle Idee!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  10. Ich habe Herztier von ihr gelesen. Ich habe mich durchgequält. Ein sehr düsteres Buch, sie erschafft so reale Bilder im Kopf.

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  11. Auch ich gebe zu, dass ich um so manchen zeitgenössischen Künstler einen großen Bogen mache - gerade was mir nach "schwerer Kost" aussieht. Ich fühle mich noch nicht intellektuell genug ...
    Herzliche Grüße
    Astrid rechtsrheinisch

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  12. Oh, ganz berührend, ich kenne bisher nur Reden und Collagen und hatte immer Angst mich ihren literarischen Texten auszusetzen, aber ich sollte es dennoch tun. Ich glaube auch, jetzt bin ich soweit. "Landschaften der Heimatlosigkeit" (Nobelpreis-Laudatio), was für ein höchst aktueller Begriff für soviele Menschen und wie "glücklich" dann doch eine Hertha Müller, die es so verdichten, ausdrücken, in diese Welt tragen kann, wo es wahrgenommen wird, jedenfalls in Ansätzen. Wie viele leben in ihren Landschaften der Heimatlosigkeit und niemand nimmt sie wahr.... Hörbücher - ich komme nicht dran, das wartet noch auf Zeiten, wenn ich nicht mehr lesen kann, vielleicht. Manchmal höre ich "gezwungenermaßen" im Auto mit, aber selten bin ich richtig dabei. Mit einer Bukarester Rumänien-Deutschen hatte ich eine Kinder-Brieffreundschaft in den ersten Schuljahren. Dann reiste sie Mitte der 60er aus in die BRD zu enfernten Familienangehörigen, nie wieder etwas von ihr gehört. Macht mich heute noch irgendwie traurig. Sie hatte so eine wunderbar kunstvolle Handschrift. Lieben Gruß (und nun weiß ich schon, wer morgen dran kommt ;-)) - Ghislana

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