Freitag, 13. Dezember 2013

Für meine Physiotherapeutin



Da lag ich nun nach stundenlanger Operation am linken Ellenbogen in meinem Krankenzimmer auf der Station, dort nicht erwartet und von daher auch nicht richtig in Empfang genommen, halb aus dem Bett gerutscht und reichlich "verdötscht", als SIE das Zimmer betrat, um meine Bettnachbarin zu besuchen. 

Mit ihrer aufmerksamen und zupackenden Art erfasste sie die Situation, organisierte blitzartig eine weitere Bettdecke, die sie gefaltet als Stütze unter meinem operierten Arm platzierte, veranlasste, dass schleunigst ein Notfallschalter über meinem Bett installiert und ich an die Schmerzmittelpumpe angeschlossen wurde.

Ich schloss sie sofort in mein Herz, diese emphatische Person. Wir passten von Anfang an irgendwie zusammen und freuten uns, als sie mir als meine Therapeutin von der Physiotherapie - Abteilung der "Anstalt" zugeteilt wurde. 

Sofort nachdem der Fixateur gelockert worden war, massierte, pflegte, bewegte sie meinen armen, armen Arm, forderte ihn so energisch, wie er es brauchte ( und ich vertrug ), hörte meinen Sorgen & Ängsten zu, nahm sich also meiner Narben an Körper UND Seele an, machte mir Vorschläge für häusliche Übungen ( und auch für weitere Aktivitäten, um meine Kondition insgesamt wieder in Schwung zu bringen ), nur unterbrochen durch einen verdienten Urlaub, ganze elf Wochen lang. 

Heute ist diese gemeinsame Zeit leider zu Ende. Und als kleines Dankeschön habe ich ihr diese "Lieselotte Hoppenstedt" mit Notfall - Täschchen in der Lieblingsfarbe genäht:






























Ich hoffe, sie findet Gefallen...

Ich selbst bleibe zurück mit einem linken Arm, der wieder voll beweglich und einsetzbar ist und dabei kaum noch schmerzt, einigen beeindruckenden Narben, noch mehr Erkenntnissen und daraus resultierenden guten Vorsätzen, was das Gut- Zu - Mir - Selbst - Sein anbelangt, und einer großen Dankbarkeit für die Menschen, die mir mit ihrem Wissen, ihren praktischen Fähigkeiten & ihrem Interesse am Menschen als Ganzes dazu verholfen haben, dass ich wirklich Glück im Unglück hatte.... 

Astrid

P.S.: Sie hat SEHR gefallen und wurde überall in der "Anstalt" herumgezeigt...

Kommentare:

  1. Guten Morgen, liebe Astrid,
    was für ein Engel, oder?! Toll, dass sie die Situation gleich erfasst hat und Dir helfen konnte.
    Eine schöne Dankeschön-Tasche ist das geworden!
    liebe Grüße von Petra

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  2. Da wird sie sich aber freuen! So eine tolle Tasche, ein wunderschönes Dankeschön finde ich.
    Liebe Grüße,
    Kerstin♥

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  3. Wie schön, dass es solche Menschen gibt. Du hast sie sehr liebevoll beschrieben.
    LG, 'Franka'

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  4. Das ist ein schönes Geschenk :0), sie wird sich sicher sehr freuen. Ich habe die Schwestern, Arzthelferinnen und die Ärztin, nach meiner onkologischen Behandlung, auch mit Täschchen beschenkt, sie sind heute noch ganz aus dem Häusschen ;0)
    Ganz liebe Grüße
    Kerstin

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  5. Liebe Astrid!
    So schön, dass die Schmerzen weniger werden, und du so nette Begleitung
    und effiziente Therapie "genießen" konntest.
    Das Geschenk bringt ganz bestimmt sehr sehr große Freude!! ;-)
    Liebe Grüße
    Veronika

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  6. Was für ein schönes Geschenk von Herzen. Da wird sie sich gewiss sehr freuen!
    Dir weiterhin einen guten sicheren Weg zur schmerzfreien Genesung.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  7. ja wenn die chemie zwischen physioth. und patient stimmt ist alles nur noch halb so schlimm.

    xo franka

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  8. Liebe Astrid,
    manchmal trifft man Menschen und es passt einfach. Das empfinde ich als ein großes Geschenk. Du anscheinend auch und da ist eine Liselotte Hoppenstedt eine schöne Art, dass zu zeigen. Und Frauen brauchen doch immer "irgendwelche" Täschchen ...

    Ganz viele liebe Grüße
    Astrid rechtsrheinisch

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