Sonntag, 2. Juni 2013

Liedberger Landpartie




Heute wildere ich einmal in fremden Revieren. Denn sonst sind es Dieter, der Rheinland - Blogger, oder Franka von "Kölner Konfetti", die interessante Posts über meine unmittelbare rheinische Umgebung schreiben, und bei denen ich gerne lese.

Aber gestern folgte ich einer Einladung meines Neffen, der mit seiner kanadischen Frau auf Heimaturlaub ist, zu einem Essen mit Freunden und Familie im Liedberger Landgasthaus. Der anschließende Verdauungsspaziergang führte schließlich auf den Liedberg, einer 56 Meter hohen Quarzitkuppe inmitten der flachen rheinischen Tiefebene. Und dieses  Natur- und Kulturdenkmal fand ich so bemerkenswert, dass ich hier an dieser Stelle darüber berichten möchte.







































Geologisch und geografisch schon eine Besonderheit - Quarzit & Sandstein sind in der Tiefebene eine Seltenheit - ist diese Erhebung nachweislich seit der Altsteinzeit besiedelt und unter den Römern sowohl ein strategisch wichtiger Ort als auch wegen seines Vorkommens von Felsengestein von großer bautechnischer Bedeutung gewesen. Über 200 röm. Landhäuser aus Liedberger Sandstein sind in der Umgebung nachgewiesen.

Im Mittelalter wurde auf der Erhebung eine Burgbefestigung errichtet, die später durch eine Siedlung erweitert wurde. Eine solche Höhenburg am Niederrhein gibt es nur noch in Kleve mit der berühmten Schwanenburg ( in dieser Gegend sind sonst nur Wasserburgen üblich ).

Die noch heute vorhandene, in Renovierung befindliche kurkölnische Landesburg überragt einen recht geschlossen wirkenden Ort voller Fachwerk - und Ziegelbauten mit niederländischer Anmutung und schönen, ebenfalls vom holländischen Gartenideal beeinflussten Gärten voller Rhododendren oder Formschnittgehölzen und großen, teilweise exotischen Bäumen.



Die Bergkuppe mit den alten Sand- und Quarzitgruben ist heute mit Wald bedeckt ( Naturschutzgebiet ) und bietet markierte Spazierwege.


Nicht nur der erwähnte Landgasthof bietet die Möglichkeit zur Einkehr, sondern auch ein zweiter Gasthof mit gutem Ruf im Landkreis Neuss.

Zwar hätten wir uns ein etwas sonnigeres Wetter für diese Landpartie gewünscht, doch die üppige Vegetation ließ die Temperatur von gerade mal 13 Grad Celsius vergessen...

;-) Astrid

Kommentare:

  1. Wie wunderbar, dass du uns diese Gegend vorstellst! Ich staune immer wieder, was unsere Umgebung so alles zu bieten hat. Dass dort so ein hübsches Örtchen ist, hätte ich nie gedacht. Das merke ich mir mal gleich, denn ich habe gesehen, dass es auf dem Weg nach Mönchengladbach ist. Und da habe ich einen Teil meiner Kindheit verbracht und will dort unbedingt noch mal hin und gucken.
    Übrigens eine ganz reizvolle Art, Collagen zu machen.
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    (danke fürs Verlinken),
    'Franka'

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  2. ISt das schön! So ruhig und einfach wunderschön wirken deine Bilder!
    Danke! Alles Liebe. maria

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  3. Es war wirklich schon in Liedberg! Du hast es kann toll in Bildern eingefangen! Liebe Grüße Nichte C.

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  4. Es war wirklich schön in Liedberg Astrid! Du hast es ganz toll in Bildern eingefangen!! Liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünscht Nichte C.

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  5. Wunderschön..., ich spüre, dass das Rheinische mich zieht zu einer erneuten Begegnung, auf den Spuren der Familie... Frühjahr oder Herbst 2014..., mal sehen. Lieben Gruß Ghislana

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  6. Wunderschöne Bilder, so friedlich, ruhig und harmonisch! Es macht einfach Spaß zu gucken und zu staunen.

    Ich wünsche dir weiterhin einen schönen Sonntag
    Martina (poste gleich mal meine Ausbeute ;-)

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  7. Was für ein wunderschöner Ort udn eine tolle Bildzusmamenstellung ist es auch.

    Herzlich, Katja

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  8. Hallo Astrid,
    danke, dass Du meinen Blog so lobend erwähnt hast. ich fühle mich direkt geschmeichelt ... Ich bin nur 1x in Liedberg gewesen und dies ist sehr lange her. Ich habe weniger in Erinnerung, wie der Ort genau ausgesehen hat. Vor allem erinnere ich mich dass er auf einem Berg gelegen hat, was für diesen Teil des Niederrheins zwischen MG und Neuss eher selten ist. Dass eine solche römische Vergangenheit dahinter steckt, wusste ich überhaupt nicht. Hat mich sehr inspiriert, dass Du in "fremden Revieren" gewildert hast. Kannst Du gerne öfters machen. Als Geschichtslehrerin solltest Du sogar viel bessere Kenntnisse haben als ich, denn ich habe ursprünglich BWL studiert.

    Gruß Dieter

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  9. Danke fuer deinen lieben Komentar.
    Deine Bilder landen zum Traeumen ein.
    Das kraeftige Gruen gefaehlt mir sehr.

    Sei Herzlich Gegruesst von Conny

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