Sonntag, 10. März 2013

Wo unsere Bücher wohnen



...hieß ein Gast - Post von Eva/Fuchs und Hase bei "Frau Mima", der mir gefallen hat & mich auf die Idee brachte, darüber auch einmal in meinem Blog zu posten.

Dies ist mein 300. Post, also schon etwas Besonders,  und darüber hinaus ist heute ein Sonntag, der wenig für Outdoor - Aktivitäten geeignet scheint, da kann ich doch einmal einen Einblick in die häuslichen Verhältnisse hier in der Welt der Kitchi gewähren.



Diese "Innenwelt" beherbergt nicht nur Unmengen von Stoffen, fünf Nähmaschinen, viele bunte Dibbern - Tassen & -Teller und eine ganze Reihe von kleineren & größeren, mehr oder weniger wertvollen Sammlungen,  sondern auch etliche Tausend Bücher, verteilt über drei Etagen.

Da wäre erst einmal das von uns so genannte Sommerwohnzimmer mit seinen vier Holzregalen auf Rollen von Habitat aus der Mitte der Neunziger Jahre, die wegen ihrer Glasböden einfach prädestiniert waren für die schweren Kunstbücher  & Bildbände, die man den Billys von I*ea nicht zumuten konnte. Hier hat außerdem noch die Literatur weiblicher Autoren ihren Platz gefunden.




In der Bibliothek im ersten Stock stehen dann die Billy - Regale aus der Anfangszeit der Schweden in Deutschland, einige noch einen Meter breit und alle durch zwei Aufsätze an die Deckenhöhe angepasst. Hier sind literarische Werke nach Sprache/Nationalität geordnet untergebracht. 
Daneben gibt es noch ein schmales Regal mit Reiseliteratur & eines mit Büchern zur Geschichte. Viele Bücher finden aber schon keinen Platz mehr auf den Regalbrettern & müssen mit dem Fußboden Vorlieb nehmen.
An der gegenüberliegenden Wand befindet sich eine Sammlung sehr alter Bücher des Herrn K., die ältesten (Physikbücher) von 1766 und 1775. 
Daneben, in einem mobilen Acrylregal von Habitat, ist seine "Proustothek" * untergebracht, flankiert von einem wunderbar mit rotem Wollfilz bezogenen Wittmann - Sessel & einer schönen roten Lampe, so dass sich der Herr K. dort gerne zum Schmökern & Nachschlagen niederlässt.




Im Schlafzimmer gibt es drei Lack - Regale von I*ea, vom Herrn des Hauses selbst rot umlackiert und mit großen Rollen versehen. Angeregt durch die Einbände der ersten Brigitte - Edition von Elke Heidenreich (Rot in allen Schattierungen) habe ich auch alle übrigen Bücher in diesen Regalen mit roten Papieren eingebunden. Es handelt sich dabei meist um Lyrikbände, Märchenbücher und eine kleine Comic - Sammlung. Neben dem Bett stehen keine Bücherstapel mehr, seit sich der Herr K. beim Fußballspielen im Schlaf einen blauen Zeh geholt hat.



Im obersten Stockwerk sind hinter verschlossenen Türen dann all die Bücher untergebracht, die ich zur Berufsausübung benötige. 
In sechs Holzkisten gibt es hier auch - gut zugänglich für die Enkelkinder & von diesen heiß geliebt - eine stattliche Anzahl alter und neuer Bilderbücher, darunter eine ganze Kiste mit Büchern von Eric Carle und eine Kiste mit Weihnachtsbüchern. Weitere Kinder- und Jugendbücher befinden sich in einem Extra - Regal im Musikzimmer, ebenso alle Bücher zu diesem Thema sowie weitere Märchenbücher.


Natürlich stehen auch in allen übrigen Räumen, selbst im Nähzimmer, Bücher herum, vorzugsweise auf dem Fußboden. 
Toll fände ich, wenn es irgendwo in diesem Kosmos eine Art Stehpult gäbe, auf dem die großen, schönen "Bilderbücher" aufgeschlagen liegen könnten, die sich so gar nicht für das Lesen im Bett oder dem Sofa eignen, wie zum Beispiel dieses schöne Mozart - Buch mit den Bildern von Lotte Reiniger oder dieser Atlas
Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Vorschläge mit ansehnlichen Stehpulten werden gerne entgegen genommen.

Einen schönen Sonntag, vielleicht mit einem Buch?
Astrid


* Marcel Proust, franz. Schriftsteller ( 1871 - 1922 ), dessen Hauptwerk "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" eines der bedeutendsten Werke des 20. Jahrhunderts ist

Kommentare:

  1. Wie viele Bücher! Das kann locker mit meinen Eltern mithalten, beides auch Lehrer.
    Wegen deinem Wunsch nach einem Bücherständer...
    Es gibt bzw. wir hatten einen tollen großen Notenständer aus Holz, der hätte schwere Bildbände locker getragen und würde sich dazu gut eignen!
    Liebe Grüße
    Eva

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  2. Ein wunderschöner Post mit interessanten Einblicken. Man merkt an allem, dass Kunst ein ganz großes Hobby von dir ist. - Ich denke auch, dass heute ein guter Tag für Bücher ist ... bei dem Wetter.
    Liebe Grüße und viel Spaß damit,
    'Franka'

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  3. oh, du bist proust-fan? toll! ich habe sein bekanntestes werk auch im regal stehen ;) ich bewundere es, dass eure bücher so systematisch ein zuhause gefunden haben. bei uns liegt das noch etwas im argen. an manchen stellen müssen sie in drei reihen verharren. nach der zusammenführung diverser buchhaushalte wurde nie eine grundsortierung vorgenommen. bisher aus platzmangel. immerhin habe ich es geschafft, eine bücherwand mit exlibris-stempeln zu durchbuchen. so, dass sich nach der mischung immer noch der ursprüngliche besitzer ablesen lässt. wer mit büchern leben möchte, kann eben nicht am ende irgendwo ein regal hinstellen und es befüllen. nein, bücher wollen grundlegen mit einbezogen werden, nicht nur weil sie echt viel raum einnehmen.

    danke für den einblick!

    liebe grüße . tabea

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  4. Beim Anblick deiner Bilder würde meine beste Freundin wahrscheinlich
    vor Freude hüpfen...sie liebt diesen Stil...ist eine Büchernärrin;-)
    Werde ihr mal den Link von deinem Blog schicken...

    Line

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  5. Na, wenn das keine Sonntagsfreude ist..., ich bin begeistert von Menge und Vielfalt... und freue mich, dass es - trotz Web und PC - weiterhin Bücherliebhaber für so viele Bücherlieblinge gibt!!! Ich habe auch in allen Räumen fast übervolle Bücher(regale) stehen und versuche sinnvoll - ein wenig auch nach Nutzungsprioritäten - zu ordnen. Aber ich arbeite daran noch immer und suche (oft) auch mal... Seit sich Fach-Bücher auch noch in zwei Fachschulen verteilt haben, ist es nicht leichter geworden... Aber ich suche gar nicht so ungern, oft findet sich dann etwas, das ich gar nicht gesucht habe, aber auch gerade gut gebrauchen kann ;-). Von meinen Eltern (seit Kindesbeinen lebe ich zwischen Bücherregalen...) habe ich die Kunstbuchsammlung in Obhut genommen, herrlich - da könnt ich mehrere Sonntage beschäftigt sein, blättern, schauen, lesen... Ach Bücher, ich könnte schlecht ohne... Lieben Sonntagsgruß aus dem Schnee... Ghislana

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  6. Das schönste Wohn-Accessoire, das man sich vorstellen kann - BÜCHER! Toll!

    LG,
    papillionis

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  7. Sehr beeindruckend ist eure Bibliothek. Menschen die mit Büchern leben, können irgendwie nicht verkehrt sein - dieses Gefühl wohnt ganz fest in mir.
    Die Holzhocker sind auch sehr toll.
    Bei mir fehlt der Platz, um alle Bücher übersichtlich zu ordnen, bei mir stehen sie in Doppelreihen. Also die, die ich lesenswert finde. Die anderen zerfleddere ich ja ungehemmt. ;-)

    Lesen gehört für mich zu dem Tun, zu dem ich wieder mehr hinwünsche - mt Muse und vor allem ohne die "Ich muss noch"-Gedanken im Kopf.
    Wichtig ist wohl die Erkenntnis, dass sich diese Zeit für einen selbst nicht findet - man muss sie sich gezielt nehmen.

    Herzlich, Katja

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  8. Hallo Astrid,
    super-interessant ! So eine schöne Bücherregalwand haben wir leider nicht. Bei dem oberen Foto habe ich interessiert hinein geschaut, dass Dich die Malerei fasziniert. Die flämische Malerei unten links trifft voll meinen Geschmack: Brueghel und Bosch. Aber auch Franzosen habe ich entdeckt: Rousseau, Renoir und Monet. Ich interessiere mich sehr für Malerei, ich bin aber bei den Kunstbüchern nicht so vielfältig aufgestellt.

    Gruß Dieter

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  9. Wow, Du hast ja auch eine beeindruckende Buchstabensammlung. Bis auf meine Koch- und Reisebücher wohnen meine Bücher eher sehr durcheinander.

    Liebe Grüße
    Verena

    PS: Auch der Reste Deines Blogs gefällt mir sehr gut. Ich trage mich gleich mal als Leserin ein.

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