"Diese Leute vertragen keine Wahrheit,
weil die Wahrheit ihnen
ein Bild kaputt machen würde,
das sie dringend brauchen."
.....
"Das Weltbild ist wichtiger als die Welt."
Stefan A.K. Weichelt
"Die Art von Religion, die wir brauchen,
installiert ein gewisses Gefühl von Demut:
dass ich nicht alles weiß,
dass ich mich nicht selber erlösen kann,
dass ich nicht allmächtig bin."
Hartmut Rosa, Soziologe
"Eine der beeindruckenden Aussagen von Sokrates war,
dass die größte Weisheit darin besteht,
sich der eigenen Unwissenheit bewusst zu sein."
.....
"Kleinliche Menschen ... wollen Größe
immer mit ihrer eigenen Person in Verbindung bringen.
Und das ist nicht gerade der richtige Weg,
um Großes zu vollbringen..."
Ken Mogi, japanischer Wissenschaftler

Wie schön, in Gesellschaft zu frühstücken wie zu Beginn der zurückliegenden Woche! Am Samstag klappte es denn auch wieder mit dem Kommentieren bei Blogger. Ich hab mir allerdings 'ne Auszeit bei den Rückmeldungen zu den Freitagsblümchen gegönnt und mir mit den Enkelinnen die Zeit vertrieben.
Septemberhimmel sind mit die schönsten, denke ich immer wieder... Abschiednehmen musste ich allerdings so oder so, zumindest von der Tochter & der jüngsten Enkelin. Dafür hatte ich gleich im Anschluss einen Überraschungsbesuch von meiner sechs Wochen alten Großnichte mit ihren Eltern & der Oma.
Wie viele Jahre gehe ich jetzt schon mit diesem Kind Eis essen? Ja, und ich kann meiner Schwägerin nur zustimmen, die beim Besuch meinte, ihr Leben habe mit dem Enkelkind einen neuen Sinn erhalten...
Ich habe Stürme erlebt, aber ich habe, auch dank dieser Kinder, nie zugelassen zu verbittern. Sie bedeuten mir alles. Das galt auch am Sonntagabend, wo wir wunderbar & befriedigend unsere Gedanken ausgetauscht haben.
Der Montag war sehr sonnig und noch einmal richtig warm ( 32°C ).
Wir haben vorgezogen zu lesen ( meist drinnen, denn draußen war es zu warm ), die Enkelin auch. Für mich war es ein Roman über eine Gefährtin von Joseph Roth, über die ich im Blog schreiben will. Ein letzter hausgemachter Eiskaffee war ein Genuss. Meine Eisvorräte waren anschließend aufgebraucht.
Auch der Dienstag war noch einmal höchst sommerlich mit einer Temperatur von knapp 29°C. Wetteronline sprach vom "Sommerfinale".
Meine Enkelin & ich fühlten uns aber am Mittwochmorgen mit frischerem Wind bei Sonnenschein und knapp 20°C merklich wohler. Alles so schön
bunt hier!
😆 Das war auch das Motto für mein Näh - Hobby an diesem Tag. Doch zeigen kann ich das erst in anderthalb Wochen.
Auch beim Essen ist es bei uns sehr bunt. Die Blautöne habe ich im Zoo gefunden.
Das waren wir dann zusammen am Donnerstag, das Erlebnis der Woche für mich. Gesehen habe ich lauter alte Bekannte, denn dank Jahreskarte bin ich nun wieder öfter dort gewesen.
Bei 20°C Außentemperatur war es nur im Regenwald - Haus unangenehm feucht-warm.
Keinen Pieps
gehört, obwohl sie auf die Fütterung gewartet haben.
Das versonnene Schaf ist wieder für
Mano, der Tiger für jede, die sich angesprochen fühlt.
Die Beiden an der Tapir-Hacienda des Zoos besuche ich auch immer wieder gerne. Ich mag irgendwie merkwürdige Tiere.
Freitagmittag habe ich meine Enkelin zum Zug gebracht. Ihre Schulferien sind so gut wie vorbei. Pünktlich hat sie die Bahn nach Hause gebracht! Wie schön!
Webfund:
"Social Media ist,
wenn du schreibst, dass du gerne Nudeln isst,
und Leute, die Reis/Kartoffeln/Couscous lieber mögen,
daraufhin aus dem Stand komplett eskalieren,
weil sie sich angegriffen fühlen."
Nicole Diekmann
Ich habe mir in den zurückliegenden Tagen dieser Woche angewöhnt, Nachrichten nur noch um acht Uhr morgens und um acht Uhr abends in meinen Online-Zeitungen anzuschauen, dazwischen nicht mehr. Das Smartphone liegt dann in der Küchenschublade neben Kerzen, WashiTapes, Überweisungsträgern, Paketaufklebern wie Briefmarken und den unzähligen Ladekabeln. Der Rest des Tages gehörte den Gesprächen mit der Enkelin, dem Buch neben dem Lieblingsplatz, dem Garten, dem kleinen Plausch mit Nachbarn an der Haustür oder auf der Straße. Nicht, weil mir die Welt egal geworden wäre. Wer ein Interesse daran hat, dass unsere Geschichte doch noch
gut weitergeht, darf sich nicht verstecken.
News Avoidance tut
jetzt dennoch not:
Ich habe in den letzten Wochen ausgiebigst auf den diversen Plattformen zur Kenntnis genommen, dass eine Zeit der Maßlosigkeit der Gefühlsbeseelten angebrochen ist und in dieser Partei alle schlechten und giftigen Eigenschaften der Gesellschaft verarbeitet werden mit dem Endprodukt, dass Hass und Umsturz ganz legitim sind. Mein Maß ist voll, und ich will mir meine letzten Tage auf Erden nicht weiter vergiften mit den sprachlichen Fertiggerichten á la "links-grün versifft" auf alle Äußerungen, die nicht total der eigenen Meinung entsprechen, stattdessen "Etikett drauf!", Gewaltfantasie dahinter und zwei Ausrufe- oder Fragezeichen zur Dekoration - angestachelt & bezahlt auch über eine Schweizer Agentur oder INSM mit 7 Millionen-Euro-Budget.
Wer sich so einer Sicht auf die Welt zuwendet, wird immer unzufriedener ( das ist sogar wissenschaftlich untersucht ), weil er sich jeden Tag in den social media erzählen lässt, dass das Land untergeht. Der Arzt kommt so nicht ins Dorf zurück, der Bus fährt nicht öfter und unser Kanzler wird nicht kommunikationsfähiger.
Demokratie kann nur funktionieren, wenn ich davon ausgehe, dass da draußen Menschen sind, die zwar anders aussehen, anders lieben, anders glauben, anders leben – aber die dennoch Menschen & interessant sind, die ich hören will, von denen ich mich erreichen lassen will. Also statt des ganzen Gekeifes & Niedermachens im Internet sich auf einen Kaffee zusammensetzen und sich austauschen, auch mal mit einem, der abdriftet, im Gespräch bleiben. Nicht mit allen. Mit einem. Das reicht, tut gut und lässt einen abends nicht erschöpft zurück und bitter zu Bett gehen…
Und wer ebensolche Freude an der Renovierung von Ricks Zuhause in London hat wie ich, hier ist die jüngste Episode. Those incredible guys fangen an, die Fassade zu renovieren, die Dachziegel zu reinigen und den versunkenen pond im Garten freizulegen und neu zu gestalten. Ich bin hin und weg über so viel Einsatz, so viel Nächstenliebe!
ein buntes potpourrie von fotos erfreut mich und erzählt von deiner woche, liebe astrid. mit den nachrichten verfahre ich ähnlich wie du. dabei werden meinungen oft als tatsachen dargestellt, viel selbstdarstellung außerdem. mich macht alles sehr müde, auch wenn ich mir meinen widerstand erhalten will. enkelkinder helfen auch mir. herzlichen gruß, roswitha
AntwortenLöschenWas für eine schöne Woche mit Kind und Kindeskindern!
AntwortenLöschenUnd die darf frau sich auch beschützen, muss nicht immer alle komischen Nachrichten der Anderswelt zur Kenntnis nehmen.
Wie Du schon schreibst, diese Art Nachrichten machen unzufriedener und unglücklich.
"Wir brauchen einen neuen Spirit", das hat Kathrina Schulze, unsere ausgezeichnete FraktionsVorsitzende der Grünen im bay. Landtag, kürzlich hier in Nürnberg gesagt.
Und viel weniger schauen auf die anderen, die sich gerade aufblasen.
Dein Post ist schon ein toller Anfang...
Danke!
Herzlichst,
Sieglinde
Hallo Astrid, das klingt nach einer sehr schönen Woche.
AntwortenLöschenIch habe in den letzten Tagen versucht etwas für mich und einige meiner Mitmenschen anzuleiern. Nachdem ich einige Spaziergänge in meiner Stadt ausprobiert habe und mich auf eine Strecke festlegen könnte, die man vom jeweiligen Zuhause aus gut mit den Öffis erreichen kann, habe ich in Supermärkten Zettel aufgehängt.
"Spaziergang gegen Einsamkeit" mit 2festen Daten und Uhrzeit, Treffpunkt und der Erklärung, dass es um Gespräche geht und nicht darum möglichst weit zu laufen. Den Menschen, denen ich selbst davon erzählt habe, die fanden die Idee schön. Ich selbst habe vor ein paar Jahren irgendwo von dieser Idee gehört/gelesen und nun bin ich gespannt was passieren wird...
LG, Tina
Etwas ähnliches gibt es hier auch, liebe Tina! Und das wäre sicher auch was für mich. Dir wünsche ich viel Resonanz und grüße herzlich.
LöschenDanke liebe Astrid für die guten Wünsche, wenn das jetzt nicht klappt, lasse ich es über den Herbst und Winter ruhen und probiere es im Frühjahr noch Mal mit etwas längerer Vorlaufszeit und Aushängen in Arztpraxen und Apotheken.
LöschenLG, Tina
Das ist eine sehr schöne Idee!
LöschenBei uns gibt es in der City und im Stadtpark eine "Plauderbank". Dort setzt man sich hin, wenn man das Gespräch sucht und hofft, dass sich jemand dazu setzt....
Wie die Erfahrungen sind, kann ich leider nicht sagen. Aber die Idee finde ich total charmant.
Liebe Grüße
Sieglinde
Liebe Astrid,
AntwortenLöschenda hattest du wohl eine innige schöne Woche mit deiner Familie und deiner Enkelin!
Eis essen mit der Oma, das weiß ich noch aus meiner Erinnerung als Kind, war mit das schönste, worauf ich mich immer gefreut habe. Überhaupt Ferien bei der Oma, das war schön. Von daher weiß ich, dass ihr beide eine schöne Zeit hattet. Dazu noch der Zoobesuch, fein.
Also, das Schaf möchte ich mir bitte auch ein bisschen angucken. :-)
Ich liebe Schafe. :-) Der Tiger daneben wirkt etwas melancholisch, den würde ich dann mal streicheln.
Das war wirklich eine bunte Woche, so soll es sein für dich. Nicht das ganze dunkle Drumherum, was einen nur runterzieht. Augen offen halten, ja, aber manchmal muss die Distanz gewahrt bleiben, aus Selbstschutz.
Sehr gefällt mir auch das Foto ganz oben rechts, der grüne Gang.
Zu "meinen " Vorschreiberinnen mit dem Spaziergang gegen die Einsamkeit, da habe ich mal einen Ausschnitt im Fernsehen gesehen. Das war richtig klasse.
Es waren eigentlich alle "Semester" angesprochen, auch jüngere, die vielleicht neu zugezogen in der Stadt sind und wegen Vollzeitjob kaum Gelegenheit haben, Leute kennenzulernen. Ich finde, das ist eine tolle Idee.
Es gibt auch an und an Strickcafés, in denen man sich mit netten Leuten austauschen kann. Ich glaube, in größeren Städten ist das Angebot mittlerweile gar nicht schlecht.
Viele liebe Grüße,
Claudia
Der "grüne Gang" ist der Weg zum Platz unterm Kirschbaum mit der Bank, die ich meinem Mann zum 80. geschenkt habe. Die Enkelin hat den Weg vom Efeu frei geschnitten. Ferien bei Oma hatte ich nie, kenne das also nicht, denn meine waren schon in meinem Kleinkindalter tot.
LöschenGLG
Das war aber eine schöne Enkelzeit. So was ist das Wichtigste. Miteinander, egal ob mit der Familie oder Freunden oder ...
AntwortenLöschenHab einen schönen Sonntag, auch wenn es össelig ist.
Mit lieben Grüßen
Nina