Von 1989 bis 2007 habe ich im Nachbarveedel als Lehrerin gearbeitet, in einer Schule, die den Namen des Zoo- Mitbegründers Caspar Garthe trägt und dicht beim hinteren Eingang zum Kölner Zoo gelegen ist. Damals gab es für Kölner Schulkinder per "Zooschein" freien Eintritt und auch einer der Lehrer der Zooschule war mal eine gewisse Zeit Mitglied unseres Kollegiums. Schon aus diesen Gründen gehörte "Ene Besuch im Zoo" zu meinen regelmäßigen Gewohnheiten. Nach meiner Pensionierung war ich, glaube ich, das letzte Mal 2018 mit meiner Enkelin dort. ( Ich bin nicht so die Liebhaberin von großen Tieren. ) Dann hat mir aber die Lieblings-Ex-Kollegin aus jener Garthestraße zum diesjährigen Geburtstag die Patenschaft über einen Baum auf dem Zoogelände geschenkt, was eine Jahreskarte für den Zoobesuch inkludiert. Und die habe ich vor drei Tagen zum ersten Mal genutzt.
Die Schulkinder haben das ( alberne ) Lied von Hans Muys, die Musik von Hans Knipp, geliebt und immer wieder gerne gesungen. ( Hier ist eine Interpretation von Willi Millowitsch & Lotti Krekel zu hören. ) Und da heißt es doch:
"Wenn de rin küss, siehste die Kamele: Nä, wat sin die gross, nä, wat sin die gross. Un die Pukkele op ihrem Rögge, die sin esu gross, die sin unwahrscheinlich gross!"
Die Kamele stehen immer noch da, wo sie schon vor fuffzig Jahren gestanden haben. Nur sind es, mal so rein zoologisch betrachtet, Trampeltiere.
Rechts von ihnen ist der Fischotter zu Hause. Aber der tut gerne geheimnisvoll.
Da lobe ich mir doch die extrovertierten Erdmännchen anschließend - für mich das erste Highlight.
Dreht man sich um 180 Grad hat man diese Szenerie vor Augen.
Diese Vögel sind mir aber lieber.
Saurier hab ich so was von über! Aber wenigstens ist Fauna und Flora aus der gleichen erdgeschichtlichen Epoche, nämlich der Kreidezeit. Passt also!
An meinem Besuchstag hatte ich es aus Gründen mit den Großkatzen. Der Acinonyx jubatus mit seiner Hyperaktivität ( verglichen mit den meisten Tieren im Zoo ) weiß zu faszinieren.
Ich bin auch leicht ablenkbar durch disparate Architektur ( ehemaliges Vogelhaus im Stil einer russischen Kirche aus der Jahrhundertwende vor AXA - auch Colonia - Hochhaus von 1976, zweithöchstes Wohnhaus Deutschlands ).
Das ist kein verunstalteter Oster-, sondern ein Pampashase, auch die Große Mara geheißen, beheimatet in Patagonien.
Eigentlich wollte ich nur dem vier Monate alten Zweifinger-Faultier Choloepus didactylus meine Aufwartung machen. Gezeigt hat sich nur die Greifhand eines seiner Erwachsenen.
Mir eher wurscht, mit dem Bronzelöwen gegenüber verbinde ich dagegen viele wunderbare Erinnerungen, denn alle Kinder & Kindeskinder haben ihn "besessen".
Der Persische Leopard Panthera pardus saxicolor spielte am Donnerstag auch nicht mit und versteckte sich in luftiger Höhe.
Zwischendurch auch mal "Blömcher". Auf dem Gebiet hat sich der Zoo ganz nach meinem Geschmack positiv entwickelt.
Im Zoo-Lied heißt es in der zweiten Strophe: "Wigger durch, do sin die Elefante. Nä, wat sin die deck, nä, wat sin die deck. Un beluhr mer dänne ens ihr Quante, die sin esu deck, die sin unwahrscheinlich deck!" Also nichts wie hin!
Jetzt kommen noch ein paar richtige Lieblingstiere! Was habe ich mit dem damals kleinen M das Papa - Pinguin - Lied gesungen! Und dann musste auch ein entsprechendes Karnevalskostüm sein.
Ja, auch wenn ich wenig für große Tiere übrig habe: Das Rhinozeros - in diesem Falle ein Spitzmaulnashorn Diceros bicornis - vermag mein Herz zu rühren.
Das war früher in diesem alten Elefantenhaus, 1863 erbaut im maurischen Stil, untergebracht: Sehr schön, aber eine Zumutung für die Tiere! Denn darin waren auch - wie der Name sagt - die Elefanten und auch das nächste Tier einquartiert:
Warum ich diese Pflanzenfresser, die überwiegend friedlich in ihrer Umgebung leben, solange ihr Territorium respektiert wird, trotz ihrer enormen Größe und potenziellen Gefährlichkeit mag, kann ich nicht sagen.
Den kleinen Mungo nehme ich in diesem Post mal mit, weil ich die Erzählung von Rudyard Kipling im Dschungelbuch mag.
Und die Ziege hat es noch in diesen Post geschafft, war sie doch das Lieblingstier meiner kleinen Tochter als Schulkind. Der penetrante Bocksduft weckt in mir durchaus keine Antipathien.
Übrigens treibt mein "Patenkind", der Fächerahorn, jetzt auch aus.
Ich hoffe, "ene Besuch im Zoo" hat gefallen. Verlinkt wird er wieder bei Heike/3hefecit.


























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