Sonntag, 15. März 2026

Monatsspaziergang März 2026

Von 1989 bis 2007 habe ich im Nachbarveedel als Lehrerin gearbeitet, in einer Schule, die den Namen des Zoo- Mitbegründers Caspar Garthe trägt und dicht beim hinteren Eingang zum Kölner Zoo gelegen ist. Damals gab es für Kölner Schulkinder per "Zooschein" freien Eintritt und auch einer der Lehrer der Zooschule war mal eine gewisse Zeit Mitglied unseres Kollegiums. Schon aus diesen Gründen gehörte "Ene Besuch im Zoo" zu meinen regelmäßigen Gewohnheiten. Nach meiner Pensionierung war ich, glaube ich, das letzte Mal 2018 mit meiner Enkelin dort. ( Ich bin nicht so die Liebhaberin von großen Tieren. ) Dann hat mir aber die Lieblings-Ex-Kollegin aus jener Garthestraße zum diesjährigen Geburtstag die Patenschaft über einen Baum auf dem Zoogelände geschenkt, was eine Jahreskarte für den Zoobesuch inkludiert. Und die habe ich vor drei Tagen zum ersten Mal genutzt.

 


Die Schulkinder haben das ( alberne ) Lied von Hans Muys, die Musik von Hans Knipp, geliebt und immer wieder gerne gesungen. ( Hier ist eine Interpretation von Willi Millowitsch & Lotti Krekel zu hören. ) Und da heißt es doch: 

"Wenn de rin küss, siehste die Kamele:  Nä, wat sin die gross, nä, wat sin die gross. Un die Pukkele op ihrem Rögge, die sin esu gross, die sin unwahrscheinlich gross!"

Die Kamele stehen immer noch da, wo sie schon vor fuffzig Jahren gestanden haben. Nur sind es, mal so rein zoologisch betrachtet, Trampeltiere. 


Rechts von ihnen ist der Fischotter zu Hause. Aber der tut gerne geheimnisvoll.


Da lobe ich mir doch die extrovertierten Erdmännchen anschließend - für mich das erste Highlight. 


Dreht man sich um 180 Grad hat man diese Szenerie vor Augen.



Diese Vögel sind mir aber lieber.


Saurier hab ich so was von über! Aber wenigstens ist Fauna und Flora aus der gleichen erdgeschichtlichen Epoche, nämlich der Kreidezeit. Passt also!


An meinem Besuchstag hatte ich es aus Gründen mit den Großkatzen. Der 
Acinonyx jubatus mit seiner Hyperaktivität ( verglichen mit den meisten Tieren im Zoo ) weiß zu faszinieren.


Ich bin auch leicht ablenkbar durch disparate Architektur ( ehemaliges Vogelhaus im Stil einer russischen Kirche aus der Jahrhundertwende vor AXA - auch Colonia - Hochhaus von 1976, zweithöchstes Wohnhaus Deutschlands ).

Das ist kein verunstalteter Oster-, sondern ein Pampashase, auch die Große Mara geheißen, beheimatet in Patagonien.


Eigentlich wollte ich nur dem vier Monate alten Zweifinger-Faultier Choloepus didactylus meine Aufwartung machen. Gezeigt hat sich nur die Greifhand eines seiner Erwachsenen.


Na ja, Piranhas find ich auch ganz nett.


Die echten Fotoprofis lauerten auf den Auftritt der Löwenkinder, geboren im November 2025.


Mir eher wurscht, mit dem Bronzelöwen gegenüber verbinde ich dagegen viele wunderbare Erinnerungen, denn alle Kinder & Kindeskinder haben ihn "besessen".


Der Persische Leopard Panthera pardus saxicolor spielte am Donnerstag auch nicht mit und versteckte sich in luftiger Höhe.


Zwischendurch auch mal "Blömcher". Auf dem Gebiet hat sich der Zoo ganz nach meinem Geschmack positiv entwickelt.


Im Zoo-Lied heißt es in der zweiten Strophe: "Wigger durch, do sin die Elefante. Nä, wat sin die deck, nä, wat sin die deck. Un beluhr mer dänne ens ihr Quante, die sin esu deck, die sin unwahrscheinlich deck!" Also nichts wie hin!


So große Pflanzen wie die Euphorbia characias subspecies wulfenii imponieren mir allerdings ebenso.


Jetzt kommen noch ein paar richtige Lieblingstiere! Was habe ich mit dem damals kleinen M das Papa - Pinguin - Lied gesungen! Und dann musste auch ein entsprechendes Karnevalskostüm sein.


Ja, auch wenn ich wenig für große Tiere übrig habe: Das Rhinozeros - in diesem Falle ein Spitzmaulnashorn Diceros bicornis - vermag mein Herz zu rühren.


Das war früher in diesem alten Elefantenhaus, 1863 erbaut im maurischen Stil, untergebracht: Sehr schön, aber eine Zumutung für die Tiere! Denn darin waren auch - wie der Name sagt - die Elefanten und auch das nächste Tier einquartiert:


Warum ich diese Pflanzenfresser, die überwiegend friedlich in ihrer Umgebung leben, solange ihr Territorium respektiert wird, trotz ihrer enormen Größe und potenziellen Gefährlichkeit mag, kann ich nicht sagen.


Den kleinen Mungo nehme ich in diesem Post mal mit, weil ich die Erzählung von Rudyard Kipling im Dschungelbuch mag.


Und die Ziege hat es noch in diesen Post geschafft, war sie doch das Lieblingstier meiner kleinen Tochter als Schulkind. Der penetrante Bocksduft weckt in mir durchaus keine Antipathien.


Übrigens treibt mein "Patenkind", der Fächerahorn, jetzt auch aus.

Ich hoffe, "ene Besuch im Zoo" hat gefallen. Verlinkt wird er wieder bei Heike/3hefecit.

                                                                                               


12 Kommentare:

  1. hach was für ein schöner Rundgang durch den Zoo
    deine Auswahl der gezeigten Tiere gefällt mir ;)
    der Gepard ist ein elegantes Tier
    und die Erdmännchen mag ich auch
    in einem richtigen Zoo war ich schon lange nicht mehr
    zuletzt aber im Vogelpark in Walsrode
    dort hat es auch einige Kleintiere
    wie z.B die Muntjaks
    und natürlich Pinguine
    ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag
    Rosi

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  2. ...schöne Fotos hast du gemacht, liebe Astrid,
    dafür ist die "Ausstellung" der Tiere gut geeignet, selber bin ich kein ZOO-Fan und auch nur sehr selten mal mit der Familie da...

    wünsche dir einen schönen Sonntag,
    liebe Grüße Birgitt

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  3. Hach, wie schön, Du warst im Zoo! Wir auch letzte Woche. Haben ja Großeltern-Enkelkinder-Jahreskarten und sind oft im Zoo. Allerdings selten zu zweit so wie letzte Woche. Doch in zwei Wochen mit allen Enkeln und Kindern, das wird schön.
    Der Zoo bei Euch bietet viele Großtiere. Bei uns gibts auch viele große und auch schön viel Kleingetier und auch viele Vögel. Es ist ein großer Landschaftszoo mit viel Gelände hier.
    Das kölsche Lied ist ja köstlich. Ein echter Muntermacher heut für mich.
    Schön, dass Dein Baum sich auch wohlfühlt im Zoo und Du nun dieses Jahr vielleicht öfters mal wieder dort bist.
    Herzlichst,
    Sieglinde

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  4. Hallo liebe Astrid, eine Besuch em Zoo ist immer wieder schön. Tolle Bilder hast du mitgebracht. Alle sind sehr schön geworden.
    Wir müssen in diesem Jahr auch mal wieder dahin.
    Auch sehr schön die Patenschaft für den Fächerahorn.
    Liebe Grüße
    Tilla

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  5. Ich liebe Tiere aller Größen, aber Zoos lassen mich immer zwiegespalten zurück. Einerseits finde ich wichtig, dass große und kleine Menschen die Tiere kennenlernen. Denn nur was man kennt und mag, möchte man auch schützen. Aber oft sind die Gehege zu klein, Tierschutz etc. pp. das alte Lied...
    Deine Fotos habe ich sehr genossen!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  6. Ich bin in Gedanken genau mitgelaufen liebe Astrid, es ist so schön da. Und wenn das Wetter mitspielt, bin ich in einer Woche auch dort. Nochmals mit den Jungs abhängen, bevor sie auf große Reise gehen... seufz.
    Ich mag die Elefanten und Erdmännchen am liebsten und natürlich die Blumen.
    Aufs Faultierkind bin ich gespannt.
    Dir einen schönen Abend, sonnige Grüße
    Nicole

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  7. vielen dank für die schönen tierbilder, die du sehr gut ausgewählt hast. ich schaue auch am liebsten immer den erdmännchen zu und pampashasen und pinguine erobern immer mein herz. trotzdem ist zoo einfach nicht mehr mein bevorzugter aufenthaltsort, wenn auch bestimmt zur erhaltung bestimmter rassen notwendig.
    schön, dass dein patenkind schon zu blühen beginnt!
    liebe grüße von mano - und danke fürs mitnehmen!

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  8. Liebe Astrid,

    den Spaziergang bin ich gern mitgegangen.
    Da hast du einen schönen Tag erwischt.
    Den Kölner Zoo kenne ich auch, in Erinnerung sind mir besonders die Eisbären (vielleicht wegen des Wassers), die Flamingos, die Ziegen und vor allem die Giraffen. Diese riesigen Tiere gehen zu sehen, ist schon sehr beeindruckend.

    Bei Zoos bin ich auch immer mit gemischten Gefühlen dabei. Die Tiere haben den Schutz, den sie in der freien Natur nicht haben. Sind dafür aber in Gefangenschaft. Wie würden sie selbst entscheiden, wie sie leben möchten?

    Auf jeden Fall finde ich die Idee der Baumbatenschaft klasse, so kannst du deinen Fächerahorn regelmäßig begutachten.

    Liebe Grüße,
    Claudia

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  9. Ach war das schön...ene Besuch im Zoo, liebe Astrid... schöne Bilder und auch die ein oder andere interessante "insider-Info" machte deinen Spaziergang besonders. War schon lange nicht mehr dort...mit Kindern ist es einfach doch immer ein besonderes Erlebnis, auch wenn die Haltungsformen nicht so optimal sind. Aber viele Zoos haben doch gute Konzepte für ihre Tiere erarbeitet.
    Dein Patenkind fühlt sich wohl...nochmal...ein wunderbare Idee deiner Exkollegin.
    Einen lieben Gruß in den Sonntagabend von Marita

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  10. Ha! Rikki-Tikki-Tavi, den mochte (mag) ich auch besonders. Was hab ich mit ihm als Kind mitgeliefert, wenn er mit den Schlangen kämpfte.
    Den Zoo auf vielen Bildern wiedererkannt! So viele Bereiche sind ja in den letzten Jahrzehnten vergrößert und angepasst worden. Das kleine Faultier ging natürlich durch die Medien.
    Sehr gefreut habe ich mich!
    Mit lieben Grüßen und hab eine schöne Woche
    Nina

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  11. Liebe Astrid,
    ein herrlicher Spaziergang im Zoo. Leider komme ich viel zu wenig in den Genuss, um so mehr genieße ich deine wunderschönen Fotos. Wir sollten uns einen Besuch mit den Enkeln mal wieder vornehmen. Auch in der Wilhelma Stuttgart hat man viel getan und gebaut, dass die Tiere sich wohlfühlen. - Die lustigen Erdmännchen mag ich auch sehr.
    Hab eine gute Woche!
    Liebe Grüße
    Ingrid

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  12. Im Zoo war ich ja schon ewig nicht mehr. Zuletzt als Kind im Nürnberger Tiergarten. Mehrmals. Das Delphinarium hat uns damals am meisten fasziniert. Und die Eisbären. An mehr kann ich mich nicht erinnern. Beim Löwen musste ich schmunzeln, haben wir doch erst kürzlich alte Fotos herausgesucht und festgestellt, dass mein Mann und seine Schwestern und auch die Kinder genauso auf dem Löwen am Markusplatz in Venedig gesessen sind wie ich. Das Erdmännchen gefällt mir, vom Faultier hätte ich wie du gerne mehr gesehen als die eine Kralle des Elterntieres. Der Pampashase sieht gar nicht nach Hase aus. Pinguine sind natürlich immer toll. Ich mag aber auch die orangen Flamingos (die offensichtlich nicht die Schalentiere in der Zusammensetzung bekommen, die zur rosa Farbe ihres Federkleids führt). Und den Kontrast des russischen Dekors zum geradlinigen Hochhaus mag ich auch. Danke für den Besuch im Zoo und liebe Grüße, heike

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