Mittwoch, 18. November 2020

#staying home 2

"Ich bin Kerze."
Susanne/mamimade

Das schrieb vor über einer Woche die Wiener Bloggerfreundin in einem Post zu ihren Vorlieben in dieser recht dunklen Zeit des Jahres, und das auch noch unter den besonderen Bedingungen der Pandemie.

Die Aussage ist so in etwa verwandt mit meiner Selbstcharakteristik als Isländerin ( denn nach deren Gewohnheit ist in dieser Zeit den ganzen Tag irgendein Licht im Haus an, um nicht in Depressionen zu verfallen ). Ja, in diesem Sinne bin ich Isländerin, denn morgens nach dem Aufstehen werden die beiden Kugellämpchen im Winterwohnzimmer angeknipst, die die immer bei meinen Freitagsblümchen zu sehen sind:


Und die bleiben an, bis Sonnenlicht in den Raum fällt, denn das ist bei unseren innerstädtischen Bebauungsverhältnissen im Herbst/Winter recht spät. Deshalb ist der Griff zum Schalter dann am Nachmittag auch rasch wieder angesagt. Die Lämpchen waren ein preiswerter Kauf beim - leider seligen - "Habitat" - Einrichtungsladen und werden mit Kühlschrankbirnchen zum Leuchten gebracht. 


An der gleichen Mehrfachsteckdose hängt auch eine Stablampe, die hinter dem weißen Leinenvorhang versteckt ist. Wichtig, wenn man so ein Licht hinter Textilien verbirgt, ist, dass das Leuchtmittel nicht heiß wird. Deshalb sind in diesem Falle LEDs die einzig wahre Wahl.

Zugeschaltet werden kann für den Herrn K. in seinem Lesesessel an dieser Stelle auch noch eine weitere mit LEDs bestückte, verstellbare Stehlampe. 

Doch wenn es ganz besonders stimmungsvoll werden soll, wird die Stehlampe aus-, und die Kerzen in den dreizehn ( meine Glückszahl!) Kerzenständern direkt daneben angemacht. Schon länger stehen an diesem Ort Leuchter in allen drei Metallfarben und aus Glas. Besonders ansprechend finde ich, wenn sich die auch noch als Paar einfinden...

Noch lieber als Kerzen in schönen Kerzenständern sind mir Teelichte in Trinkgläsern, Windlichtern aus Metall, besonders gerne solche mit Lochmustern, aus zarten Porzellan. Davon gibt es bei mir mehr als genug, drinnen wie draußen im Garten.

Für mich verbreitet indirektes Licht immer eine besondere Stimmung, das noch mehr verzaubert, wenn es kleine Lichtpunkte gibt, die an Sterne erinnern.

Das ist der Fall bei einer eigentlich als Tischleuchte gedachten Lampe vom bekannten Schweden mit einem hohen konischen Metallschirm mit ausgestanzten Löchern. Sie ist mal zufällig an dieser Stelle auf dem Boden vor der Glastür und hinterm Stuhl gelandet, dort für gut befunden worden und geblieben. Die steuere ich mit einer Zeitschaltuhr, so dass ich beim Betreten des Raumes im Dunkeln mit freundlichem Schimmern begrüßt werde.


Um eine schöne Atmosphäre in der dunkleren Jahreszeit zu erzielen, sind viele verschiedene Lichtquellen von Vorteil. Ich selbst hab eine Schwäche für kleine Lampen und Lichtobjekte. 


Die Tischlampe mit der hexagonalen Grundform aus massivem Pressglas der Dürener Glashütte Peill & Putzler begleitet mich schon seit meinen Studententagen, als ich extra sparen musste, um sie mir leisten zu können. Mal diente sie als Nachtischlampe, mal stand sie im Bücherregal. Jetzt leuchtet sie auf der Konsole im "Sommerwohnzimmer" und setzt immer wieder neue Arrangements, sei es aus Blumen, sei es in der Natur Gesammeltes oder - wie jetzt - Figürchen, die zur Jahreszeit irgendwie passen, in Szene.

Ich liebe die Form der Herrnhuter Sterne ( hier habe ich schon einmal dazu einen Post verfasst & veröffentlicht ).

Seit sie nach der Wende auch bei uns einfach zu kaufen sind, haben wir einen großen Stern für die Magnolie. Später ist eine Lichterkette mit zehn kleinen Kunststoffsternen, ebenfalls für die Nutzung im Freien geeignet, dazu gekommen.

Seit zwei Jahren habe ich auch zwei kleine weiße Sterne, die mit Batterien betrieben werden können. Und da die so mobil sind, werden sie mal hie, mal da eingesetzt. Momentan beleuchten sie meinen Wald aus Zinnbäumen im Glaskasten. Kann aber auch sein, dass sie bald auf dem großen Esstisch landen oder in einem Fenster hängen.

Im letzten Jahr habe ich den Glaskasten mit einer batteriebetriebenen Minilichterkette beleuchtet.
Windlichter und Laternen aus Metall haben es mir auch  angetan, besonders wenn es so aussieht, als habe man so papierne Spitzendeckchenmuster mit der Blechschere ausgeschnitten wie bei den marokkanischen Laternen, die unsere Terrassenmauer zieren.

Mittlerweile werden solche Muster mit Lasern ausgefräst und sehen dadurch etwas weniger rustikal aus. Ich hab davon auch ein paar, die mal draußen, mal  drinnen stehen dürfen.

Besonders schön finde ich, wenn  sie ihre Muster auf die Wand werfen wie bei dem Ensemble auf der Konsole im Eingangsbereich. Dort ist übrigens immer an der linken Seite Platz für Kerzengeglimmer ( rechts  stehen dann die Blumen ). Und in der trüben Jahreszeit lasse ich immer Teelichter in irgendwelchen Leuchthäusern und/oder Windlichterrn brennen, nur so für uns.

Wenn ich ganz viele Teelichte auf einem Tisch aufstellen will,  verwende ich auch meine farbigen Gläser. Glas ist einfach mein Werkstoff, seit ein Nachbar, der Glasbläser war und Neonreklamen hergestellt hat, mich in jungen Jahren in seine Kunst eingewiesen hat. Seitdem sammle ich Glas und am liebsten farbiges, noch lieber aus Italien. Da ist inzwischen allerhand zusammen gekommen. Besonders schön sieht es leuchtend und in Mengen aus. 


Eine tolle Lichtquelle sind auch die Solardeckel mit Mini-Lichterkette oder einem LED-Birnchen, die es für die Ball Maison Jars gibt. Die stehen bei uns immer im Wintergarten und laden sich auf, bis sie drinnen oder draußen gebraucht werden. Besonders schön sehen facettierte Gläser aus ( "quilted" ist die amerikanische Bezeichnung ). 

Meine kunterbunte Glassammlung steht in einem alten Biedermeierschrank.

Den habe ich in diesem November mit einem ebenso kunterbunten Objekt aus Draht, Perlen und Pailletten geschmückt und zusätzlich mit so einer patenten LED - Mini - Lichterkette versehen.

Nur fürs Foto habe ich ein paar Gläser im Schrank mit Teelichten bestückt. Da die Schrankbretter aus Holz sind, riskiert man so sonst leicht ne Kokelei - also bitte nicht nachmachen!

Es gibt ja auch LED - Teelichte, die von Knopfzellen gespeist werden. Die haben mich nicht überzeugt, denn ich habe zu schnell zu viele Batterien gebraucht. Inzwischen gibt es auch aufladbare Teelichter mit entsprechender Ladestation, mal schaun...
Für diesen Post habe ich dann auch die Sternenkette für den Außenbetrieb aus dem Keller geholt und auf dem Terrassentisch zusammengebaut und drapiert. Sie war nicht gerade eine billige Anschaffung, hat mich aber von der Leuchtkraft her überzeugt, auch, dass man schnell Ersatzglühlampen in  Zwickau bekommen kann.

In die marokkanischen Laternen in meinem Garten und auf der Terrasse stelle ich in der Regel weiße Grablichte, die ich in diesen Tagen oft auch non-stop brennen lasse. Dann sitzen wir gerne auf der Couch im Sommerwohnzimmer und schauen durch die Terrassentür auf die flackernden Lichter. Besonders schön ist das, wenn es schneit.

Aber das ist in unseren Breiten schon lange nicht mehr passiert...


Vielleicht hat euch ja mein kleiner Einblick angeregt, eure "Anstrengungen", dem Novembergrau und den Unbilden, hervorgerufen durch nun wieder strengere Regelungen während der Pandemie, etwas mehr Licht & Freundlichkeit entgegenzusetzen, vorzustellen. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Hier unter diesem Post biete ich wieder einen ganzen Monat die Möglichkeit,  sich zu verlinken. Die erste Sammlung dieser Art hat doch eine ganze Reihe ganz individueller Konzepte, das eigene Umfeld für sich wohltuend zu gestalten, gezeigt. Mir hat das viel Freude bereitet und noch mehr würde mir Spaß machen, durch eure "erleuchteten Fenster" zu spinksen...

Ich meinerseits verlinke diesen Beitrag mit dem Monatsmotto der Zitronenfalterin.

Astrid

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Kommentare:

  1. Liebe Astrid, danke, dass Du mich daran erinnert hast! Ich werde heute noch die Lichterketten aus dem Keller holen und an den passenden Stellen drapieren. Und ich glaube, in diesem Jahr muss es auch endlich ein Herrnhuter Stern für draussen sein!
    Von den wunderschönen inspirierenden Kerzenarrangements bei Dir ganz zu schweigen...
    Ganz liebe Grüsse, Stefanie.

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  2. Ah, wie schön es bei Dir überall leuchtet, glimmert und glitzert!
    Das macht Lust darauf, die eigenen Lichtquellen rauszusuchen und zu drapieren.
    Echte Teelichte und Kerzen vertrage ich leider nicht mehr, ich reagiere darauf allergisch mit einer Art Schnupfen. Aber zum Glück gibts LED, auch wenn's in echt noch viel schöner aussieht!
    Heute Nachmittag wird auf dem Balkon, der gestern die Winterbepflanzung bekommen hat, das kleine Lichterband installiert und in der Wohnung werde ich dann auch gleich weitermachen. So inspiriert wie ich durch Deine zauberhaften Fotos bin...
    Herzlichst, Sieglinde

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  3. Das leuchtet es aber wunderbar überall bei Dir! Eine sehr schöne Idee. Mal sehen, ob ich das fotografisch so festhalten kann, was bei mir/uns den Herbst/Winter erhellt
    Liebe Grüsse
    Nina

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  4. ich bin ganz entzückt von deinem beitrag, den so wunderbar fotografisch ins licht gerückt hast. besonders schön finde ich deinen glaskasten mit den bäumen und den herrnhuter sternen. einige kerzenleuchter und teelichter finden sich hier zu jeder jahreszeit, aber die anderen werde ich auch bald aus dem schrank befreien.
    liebe grüße
    mano

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  5. Ohhh was wür ein schöner Beitrag. ❤️ Ich liebe Kerzenschein und Lichtquellen und finde dadurch gibt es keine dunkle Jahreszeit. Man muss sie nur erleuchten. Bei uns ist es ähnlich. Ich brauche Kerzen und verschiedene andere Beleuchtung. Das macht so schöne Stimmung!
    Liebe Grüße Tina

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  6. Fast ein bisschen magisch erleuchtet ist es bei Dir. Ich liebe das! Heute morgen kramte ich auch nach Kerzen. Aber ich muss da noch ein paar Anschaffungen machen.
    Wir sind heute morgen schon wieder derart nebelgrau umwabbert gewesen, dass ich den alten Hund gegriffen habe und einfach losgedüst bin, um irgendwo die Sonne zu finden. Tatsächlich haben wir sie gefunden und beide sehr genossen. So gestärkt und von dir inspiriert, gehe ich heute mal an die Lichtplanung.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  7. Wie schön sind die verschiedensten Lichtquellen in deinem heimeligen Zuhause, liebe Astrid ... eine total behagliche und wohlige Atmosphäre bei all dem Lichterschein. Die ersten kleinen Lichterketten verstrahlen hier auch schon ihren Glanz, doch Kerzen müssen unbedingt noch dazu. Und meine Weihnachtskisten muss ich bald mal öffnen, doch bei dem sonnig warmen Wetterchen wie heute bin ich noch gar nicht in Adventsdeko-Stimmung.
    Lieben Gruß, Marita

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  8. Oh wie schön liebe Astrid,
    das ist so gemütlich und heimelig bei Euch.
    Kerzen mag ich auch sehr, nur heute brauche ich noch keine, denn die Sonne strahlt wunderbar den ganzen Tag schon ins Wohnzimmer und macht gute Laune.
    Dir einen sonnigen Nachmittag, lieben Gruß
    Nicole

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  9. Schön, Deine vielen Lichter! Da stelle ich fest, dasz es bei mir meist ziemlich dunkel ist... nehme mir immer vor, Lichterketten zu intallieren, tue es dann aber doch nicht.
    Naja, eine kleine Lampe hier in der Biblio habe ich schon auch und die ist jetzt in Betrieb und auch morgens... mal sehn, wie/wann ich die in Szene setzen kann! Ansonsten ist mein Lich eher funktionell und abends Kerzen, wenn die Katze mir etwas von Abend läszt ;)
    Sternengrüsze aus der Ferne
    Mascha

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  10. Wow - da hast du aber viele Leuchtobjekte, liebe Astrid - eins schöner als das andere. Licht muss sein. Bei unserem gestrigen stundenlangen Stromausfall war ich auch froh über echte Kerzen und solche mit Batterie. Aber mit deiner Auswahl kann ich beim besten Willen nicht mithalten. Derzeit haben ich LED-Kerzen ab dem späten Nachmittag im Flur und auf der Treppe nach oben leuchten. Das dürfen die die ganze Nacht über. Obwohl mir der Batterieverbrauch kein so wirklich gutes Gefühl vermittelt. Dort, wo ich sicher anwesend bin, sind es dann auch lieber echte Kerzen. Aber nicht regelmäßig. Mir reicht meine Stehlampe zum Lesen und tagsüber spielt sich viel im Bereich Wintergarten/Küche ab. Da ist es auch so meistens lange hell. Glücklicherweise leben wir nicht im hohen Norden. Da würde ich wohl während des Winters auch in Depression verfallen. Grundsätzlich mag ich den Winter nicht so sehr, es sei denn helle, sonnige Wintertage mit Schnee. Aber wann haben wir die schon?
    Mach es dir gemütlich und bleib gesund!
    Herzliche Grüße - Elke (Mainzauber)

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  11. Ach .. ich sollte auch Bilder machen, aber dafür müsst ich dann wohl AUFRÄUMEN .... Seufz!

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  12. Liebe Astrid,
    wie wundervoll ist es wieder bei dir, liebe Astrid! Da wird es mir ganz warm :-). Deine Lichter zaubern alle eine märchenhafte Stimmung - und sind geschmackvoll dekoriert. Ich mag es auch gerne hell. Dunkelheit macht mich depressiv. Und Kerzen geben einfach immer eine schöne Atmosphäre. Du machst es richtig - lass es dir weiterhin gutgehen!
    Liebe Grüße
    Ingrid

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  13. Hach, wie schön! Das sieht so dermaßen gemütlich aus bei euch.
    Ich suche ja immer nach kleinen Lämpchen, die Strom aus der Steckdose fressen und keine Batterien brauchen. Schwierige Sache. Ähnlich schwer finde ich es seit ein paar Jahren, vernünftige Teelichter zu bekommen. Entweder taugt der Docht nichts oder das Wachs stinkt.
    Ich habe mir mal erlaubt, mein erstes, einsames Adventslicht zu verlinken... nicht viel, aber in den nächsten Tagen werden noch Leuchtekumpel dazu kommen!
    LG
    Centi

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  14. Eine ganz wunderbare Atmosphäre ist auf deinen Fotos zu spüren. Sooo viele schöne Lichtquellen hast du da überall im Haus. Ich habe inzwischen auch LED-Lämpchen und weniger Kerzen als früher. Ich erinnere mich an eine hektische Heimfahrt, weil mir plötzlich eingefallen war, dass da im Wohnzimmer noch ein Adventskranz brannte....
    Liebe Grüße und eine gemütliche Zeit
    Christine

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  15. Für mein eigenes Wohlbefinden mache ich mir jetzt auch gleich mal die Kerzen auf meinem Tisch an. Deine Bilder sind sehr inspirierend. Hätte ich mal selber drauf kommen können, dass ich es mir noch etwas gemütlicher machen könnte.
    Lieben Gruß
    Andrea

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  16. Hachz.. wie wunderschön und heimelig doch Euer Zuhause ist, liebe Astrid. Ein Lichtermeer - so charmant, warm und einladend. Ich werde heute Abend mal auf die "Suche" gehen, da kann ich bestimmt etwas zu beisteuern. Und Astrid?! Sind wir nicht alle einbissel Island?!! Bussi, Nicole

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    1. Guten Morgen, liebe Astrid. Auch wenn es ein "alter" Post ist, finde ich ein geschmücktes Laternenfenster gehört unbedingt zur Lichtersammlung im November dazu. Ich hoffe, dass ist okay. Wenn nicht, einfach löschen. Liebste Grüße, Nicole

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Ich freue mich eigentlich über Kommentare. Doch es gilt auch die uralte Spruchweisheit: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus." Da wird dann schon mal der Freischaltknopf nicht gedrückt, wenn der Ton daneben ist...

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