Montag, 28. November 2016

Meine 47. Kalenderwoche 2016






















Der Freund des Herrn K. hatte uns Montag vor einer Woche spontan zu einer Verabredung in die Innenstadt gelockt. Nein, nicht zum Weihnachtsmarkt, aber kurz dahinter ins Bistro der Brauerei Früh. ( Und dort hat er mich zu einem "Kölschen Tiramisu" überredet - lecker! )























Anschließend besuchten wir gemeinsam ein Philharmoniekonzert mit  György Ligeti "Lux aeterna" und Johannes Brahms "Ein Deutsches Requiem", dirigiert von unserem französischen Generalmusikdirektor - einfach großartig & berührend ( allein bei "Ihr habt nun Traurigkeit" mit feuchten Augen an die Decke geschaut und an all die gedacht, die ich verloren habe seit Beginn dieses Jahrtausends...). Deshalb gibt es hier für alle die Fassung der unglaublichen, innigst geliebten Lucia Popp:



Da wir schon am Dienstag wegen des Autos unterwegs sein mussten, haben wir gleich noch versucht, Weihnachtsgeschenke für die Enkelschar zu besorgen.

Ein Glück, dass mir die Überfülle inzwischen auf die Nerven geht und ich gar keine Lust habe, mehr zu kaufen, als ich geplant hatte...
























...besonders in diesem schwedischen Möbelhaus ( O.K., es war dort sehr friedlich, aber zu viel Rennerei für nichts und wieder nichts ).




Ansonsten in dieser Woche angesagt: Dauerbacken beim Herrn K., Non-Stop-Nähen bei mir, bis die Päckchen am Donnerstag kurz vor sechs Uhr abends bei der Post aufgegeben werden konnten. Der Rest war viel Haus- und Aufräumarbeit...


Nachdem ich mich in den letzten Wochen ständig mit denen auseinandergesetzt habe, die unser Zusammenleben in für mich negativer Weise umkrempeln wollen, habe ich inzwischen ein unbändiges Bedürfnis, mich damit zu beschäftigen, wie wir das Leben auf unserer Erde humaner gestalten können.

Jemand, der das in vielfältigster Weise schon seit Jahren versucht, ist meine österreichische Bloggerfreundin in dem schönen Retz im Weinviertel: Anneliese/kitzkatz design. Über ihre Motivation sagt sie:
"... Ich glaube an eine Gesellschaft, in der die, denen es gut geht, für diejenigen da sind, denen es weniger gut geht – ganz unabhängig von Religion, Geschlecht, Alter, Aussehen, sexueller Orientierung ... Eine Gesellschaft, die von respektvollem Miteinander geprägt ist und in der die Würde jeder/jedes Einzelnen zählt. Wir alle zusammen können diese Gesellschaft sein."
Sie hat nicht nur im Frühjahr als Volunteer auf der griechischen Insel Lesbos geholfen, Flüchtlinge, die über das Meer aus der Türkei gekommen sind, in Empfang zu nehmen und zu unterstützen, sondern zuletzt - neben Berufstätigkeit & Familienarbeit - viele, viele Decken, Loops, Karten genäht für ihre Crowdfunding-Kampagne zugunsten von Swisscross, einer Initiative, mit der sie auf Lesbos zusammengearbeitet hat. Gemeinsam mit dieser will sie möglichst viele geflüchtete syrische Familien in der Türkei mit Holzöfen ausstatten.

Source
Wer Anneliese und swisscross unterstützen möchte, kann dies hier über wemakeit tun. Anneliese würde sich sehr freuen, wenn noch andere unter euch die Kampagne ebenfalls weiter teilen, sei es auf ihren Blogs oder auf Facebook, Instragram, Twitter etc. ( Für Facebook & Co gibt es “Teilen”-Buttons direkt auf der Kampagnen-Seite, das geht besonders bequem. ) So finden sich vielleicht noch ein paar mehr Menschen, die Wärme spenden möchten.

Ich danke euch jetzt schon herzlich für euren Einsatz oder eure Spende, auch im Namen von Anneliese.

Die Sache mit den Holzöfen ging mir auch im Halbschlaf nicht aus dem Kopf und mir wurde - auch ausgelöst durch Lisas Kommentar - klar, dass ich meine ersten Lebensmonate auch in der Wärme eines solchen "Flüchtlingsöfchens" verbracht habe: Meine Oma hatte es bekommen, als ihr nach Jahren der Flucht und des Unbehaustseins zwei Zimmerchen im Dorf meiner Kindheit zugeteilt wurden. Darin haben auch meine Mutter & mein Vater gelebt. Und so wurde ich dort geboren.







Verlinkt mit dem Samstagsplausch/Karminrot 

Kommentare:

  1. Hallo Astrid,
    das Brahms Requiem habe ich auch, höre aber Brahms recht wenig, irgendwie verstehen wir uns nicht.
    Ich denke da auch immer an den Roman von Francoise Sagan, den ich schon früher Jugend gelesen habe und mich neulich haben wir uns auch im Jour fixe in der Gemeindebücherei damit beschäftigt.

    Schon alleine die 3. Symphonie von Brahms ist mir ein wenig zu wirr. Aber Musik ist einfach Geschmackssache.

    Tränen hatte ich gestern in den Augen, als ich gesungen habe und Silke im Publilkum saß. Es hat aber auch so gut gefallen und jaaa wer ist für Komplimente nicht empfänglich. Ich habe mich schon sehr gefreut.

    Siehst du ich kann nicht nähen, ich kann andere Dinge, so hat Jeder seine Präferenzen.

    Zum Nähen habe ich meine Schwiegertochter oder deren Mutter, die mir schon einiges an Kleidern geändert hat.

    Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag. Ich bin noch ganz erfüllt von diesem wunderschönen Konzert gestern.

    Mit ganz lieben Grüßen Eva
    die gerne deinen Adventskranz gesehen hätte.

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  2. ...ein Selfi von den K´s, wie schön, liebe Astrid,
    und die Aktion werde ich mir gleich noch anschauen...

    einen guten Tag dir,
    liebe Grüße Birgitt

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  3. Das schönste Trostlied, das ich kenne. Tat so oft schon so gut in meinem Leben.

    Diese Initiative ist ja klasse! Ohne einen Ofen in der bitterkalten Türkei ist der Winter kaum auszuhalten. Ich bin mal, freiwillig, mit zwei kleinen Kinder in den von mir unvorhergesehenen,weil späten, türkischen Winter geraten. Und hätten mir türkische Freunde nicht einen alten Ofen aus Kars besorgt- wir hätten nicht nur erbärmlich gefroren, sondern auch keinerlei Wasser gehabt, denn die Versorgung war zusammengebrochen und wir mussten Schnee schmelzen und aufkochen.
    Dies als Dauerzustand möchte ich mir gar nicht vorstellen( bei mir waren es nur 2 Monate)
    Danke fürs Aufmerksammachen!
    Lieben Lisagruß!

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  4. Guten Morgen Astrid,
    ja Musik erfüllt das Leben...
    ich bin da sehr empfänglich. Begeistert bin ich vom Gastauftritt der Kölner Vokalsolisten gestern bei unserem Konzert! Tolle Stimmen...unsere Kirche hat eine hervorragende Akustik- einfach wunderbar.
    Mit Brahms verbinde ich komischerweise immer die "Ungarischen Tänze", natürlich auch das Deutsche ( nicht lateinische) Requiem.
    Und mit Lucia Pop bin ich groß geworden, leider ist sie ja viel zu früh verstorben. Meine Mutter liebte sie... die Königin der Nacht...
    Mir ist der Stress in den Städten auch immer zu heftig.... am Samstag ging dann KVB-mäßig auch nichts mehr, der FC hatte gespielt...
    und Weihnachtsgeschenke brauche ich nur für wenige liebe Menschen.. das meiste habe ich schon besorgt. Trotzdem liebe ich es all die schönen Dinge, auch Bücher, Düfte, Deko, usw.. zu schauen und mich inspirieren zu lassen.
    Ein schönes Bild von euch!
    Herzlichst Marita

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  5. Schöne Eindrücke wieder! Aber weißt Du, welches Foto mir am Besten gefällt? Euer Spiegel-Foto! :-)))) Das finde ich richtig nett!
    Lieben Gruß
    Gisi

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  6. Ich bin völlig gefangen von der Musik! Schön!
    Eure Weihnachtsmärkte sind bestimmt sehr schön, wenn die ganzen Touristen nicht wären, dann wäre es bestimmt heimeliger. Das Tiramisu, war bestimmt auch sehr lecker.
    Ich mag überfüllte und hektische Läden auch nicht mehr. Und schon gar nicht zur Weihnachtszeit.
    Ich geh dann mal Öfen spenden, bzw teilen...
    Schöne Woche wünsche ich euch Beiden,
    Andrea
    (Kekse backen ist auch eine gute Idee!)

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  7. Ganz herzlichen Dank furs Teilen, liebe Astrid!
    Euer Spiegelfoto mag ich besonders. Und das Tiramisu hätte ich auch gerne gekostet. ;-)
    Liebe Grüße
    Anneliese

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  8. Das klingt nach einer anstrengenden Woche, liebe Astrid. Umso mehr freut mich das gemeinsame Spiegelfoto von Herrn K. und dir, das so viel Freude und Leichtigkeit transportiert. Ich schreibe es nicht zum ersten Mal, aber euer Zusammensein und der Umgang miteinander, der durch deine Posts durchschimmert, berühren mich sehr.
    Ich wünsche dir einen schönen Start in die neue Woche!
    Viele liebe Grüße,
    Sabrina

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  9. Liebe Astrid,
    wie erfreulich, dass du/ihr mit den Geschenken schon so weit fortgeschritten seid!

    Die Musik ist bei mir zur Zeit auch sehr dominant. Am Wochenende Proben und Konzert Beethoven missa solemnis
    am 4. Advent das Weihnachtsoratorium Teil 1-3

    und nächstes Jahr wieder einmal das Brahms Requiem.

    Einen erfüllten Advent!
    ♥ Franka

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  10. Die Blicke in das vorweihnachtliche Köln mag ich besonders.
    Liebe Grüße

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  11. Das Bild von der Familie am warmen Holzofen ist sehr berührend. Dagegen dann der Kontrast des vorweihnachtlichen Einkaufswahnsinns...
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. So ist es. Ich habe kaum noch Freude an all dem Geglitzer und bewege mich drumherum. Nur für die Kinder hat es wohl noch den alten Zauber. -
      Und nachdem ich wieder meine eigene Situation damals ins Bewusstsein gehoben habe, fällt es mir noch schwerer zu begreifen, dass so viele bei uns so hartherzig sind...
      LG

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  12. Das Spiegelfoto! Das find ich richtig cool :-) Ich mag den Trubel auch nicht der zur Vorweihnachtszeit in Warenhäusern herrscht. Drum betrete ich zu dieser Zeit keine. Aber das Geglitzer, das mag ich sehr. Ich gehe dazu extra abends auch mal mit den Kids zum Weihnachtsdorf in die Stadt, nehme dort das Tram und sitze ganz zu hinterst, so dass wir das Stern-Glitzer-Meer bestaunen können, beim vorbei holpern durch die Bahnhofstrasse. Und nicht nur die Kids fasziniert es. Ich lasse mich auch total verzaubern davon. Ich finde, bei so viel Traurigem, was ringsum das ganze Jahr über passiert, brauch ich einfach mal ein wenig Geglitzer. Und seien es nur 10 Minuten welche das 11er Tram braucht um durchs Glitzermeer zu holpern. Dir meine Liebe wünsche ich eine ganz tolle Adventszeit. Ganz liebe Grüsse zu dir.
    Nica

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  13. Weihnachtsgeschenke kaufen... da bin ich noch ganz weit weg. Leider!
    Euer Foto gefällt mir und ich habe jetzt Lust auf was Süßes (Mist).
    Liebe Grüße
    Jutta

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  14. Hallo liebe Astrid,
    das geht mir auch immer wieder durch den Kopf, dass wir so Vieles haben, eigentlich zu viel und mehr helfen müssten denen, die in Not sind. Danke für den Hinweis auf diese Möglichkeit und den Gedankenanstoss.
    Viele liebe Grüße, Synnöve

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  15. Liebe Astrid, die Ofenidee gefällt mir sehr! So ein Holzofen macht aus einem kalten Raum ein Zuhause. Ich habe auch einen und noch viel mehr gönne ich Menschen diese Wärme, die ihr Zuhause verloren haben.

    Liebe Grüße!
    Veronika

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  16. ich hab mich gerade so über das selfie von euch beiden gefreut!!! alles andere schau ich mir am wochenende genauer an. nur soviel: die arbeit von anneliese ist großartig und ich werde mich auf jeden fall beteiligen.
    lg, mano

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